Holiday

mies-vandenbergh-fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

 

 

http://www.nationalflaggen.de/media/flags/animierte-flagge-deutschland.gif

Eine besondere Zeit wünsche ich Euch allen, liebe Follower, Gäste, Besucher meines Blogs, ich werde mit meiner Familie Urlaub bis Anfang September in Nordspanien machen, wo ich schon einmal erleben durfte, dass die Farbe grün in der Natur eine ganz besondere Ausdruckskraft besitzen kann. :-)

 

 

Vereinigte Staaten von Amerika (USA) Flagge   Großbritannien Flagge

A wonderful time to all followers, guest and visitors of my blog, I will take a time to relax in northern Spain an join the nature, a place, a time where I Recognized before, That the color of green can own a fantastic luminescens. ..:-) Be happy and take care of you …..

 

 

Frankreich Flagge

Un merveilleux moment à tous les fidèles, les clients et les visiteurs de mon blog, je vais prendre un moment de détente au nord de l’Espagne un joindre à la nature, un lieu, un temps où je reconnus avant que la couleur verte peut posséder un fantastique luminescens. ..:-) Soyez heureux et prendre soin de vous …..

 

 

Spanien Flagge

Un tiempo maravilloso para todos los seguidores, invitados y visitantes de mi blog, voy a tomar un tiempo en el norte de España para relajarse un unirse a la naturaleza, un lugar, donde reconocí un tiempo antes, que el color de verde puede ser dueño de una fantástica luminescens. ..:-) feliz y cuidar de ti …..

 

 

Portugal Flagge  Brasilien Flagge

UM tempo maravilhoso para todos os seguidores, os hóspedes e visitantes do meu blog, vou tirar um tempo para relaxar no norte da Espanha, um unir-se à natureza, um lugar, um momento em que reconheci antes, que a cor de verde pode possuir uma fantástica Photorhabdus luminescens. .. : -) ser feliz e cuidar de você …..

 

Niederlande Flagge

EEN heerlijke tijd om alle aanhangers, gasten en bezoekers van mijn blog, ik neem de tijd om te relaxen in noord Spanje een toetreden tot de natuur, een plek, een tijd waar IK erkende dat de kleur groen kan een fantastische luminescens. .. : -) gelukkig zijn en voor je zorgen …..

 

 

Italien Flagge

UN tempo meraviglioso per tutti i seguaci, ospiti e visitatori del mio blog, si può passare un momento di relax nel nord della Spagna di entrare a far parte della natura, un luogo, un momento in cui ho riconosciuto prima, che il colore verde è proprio un fantastico luminescens. .. : -) essere felice e prendersi cura di voi…..

Menschheitsgeschichte – wer waren die ersten schlanken Menschen? (151)

mies-vandenbergh-fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

 

Schlank   –  wer ist schuld?  Die Ägypter warn´s!?

Während ich Bücher über die Geschichte der Entwicklung der Schönheit lese, mir in meiner Freizeit die ein oder andere Lektüre zu Gemüte führe, staune ich nicht schlecht, wenn ich für mich überraschende Fakten erfahre, die mir vorher nicht unbedingt in der Form bewusst gewesen sind. So erging es mir mit der spannenden These, welche besagt, dass als eines der ersten Völker, deren Äußeres sich hin zur Schlankheit als erstrebenswerten Zustand des Körpers bekannte, die Ägypter waren. Dies wurde, so die These, in der Anthropologie und der Archäologie durch vielschichtige Forschungen zu Tage gebracht. Während in Ausgrabungsstätten und auf Schrifttafeln Zeugnisse für den Stellenwert des wohlgeformten “schlanken” Körpers nachgewiesen wurden, sind ein für jeden sichtbarer Beweis die Zeichnungen von Personen auf Gefäßen und Tafeln der Zeitspanne von vor 4000 Jahren.

Wenn auch die Griechen gerne den wohlgeformten, athletischen Körper als eine Errungenschaft ihrer Epoche, ihrer Ästhetik und ihrer Ethik ansehen, so ist dennoch zu konstatieren, dass diese es prinzipiell von den Ägyptern in verschiedener Form übernahmen. Dafür finden sich zahlreiche Beispiele in der uns überliefertern Literatur, ob es von Homer (Ilias) oder Ovid (Geschichte von Venus und Adonis) ist. Aus der Zeit des mittleren bis neuen Reiches der ägyptischen Hochkultur sind Rezepte und Empfehlungen überliefert, wie der Körper möglichst schlank und muskulös zu erhalten wäre. Es ist von Kräutern die Rede und auch von Ernährungstipps, als auch von körperlicher Ertüchtigung.

Der Stellenwert des schlanken Menschen ist also erstmals in der ägyptischen Hochkultur beschrieben worden. Zuvor wurden in überlieferten Zeichnungen und Schriften stets der üppige Körper als Zeichen der Gesundheit, des Wohlstandes und der Zeugungsfähigkeit beschrieben. Figuren aus Kulturen der Zeiten vor der der Pharaonen und teilweise danach fanden die Archäologen stets wohlbeleibt vor. Kontinente übergreifend zeichnete sich ein Bild ähnlich der Venus von Willendorf. Erstmals wie z.B. auf den Bildern des “Grab des Nacht” sind die Körper schlank dargestellt. Was genau dazu geführt hat, ist nicht genau bekannt. Da die Zeitrechnung in der Ägyptologie einen Zeitraum von über 3000 Jahren beschreibt, diese Grabtafeln aus der Epoche des Mittelreiches stammen, kann man davon durchaus ausgehen, dass schon weit vorher, nämlich bis zu 1000 Jahren zuvor der schlanke Körper zum Selbstverständnis von Schönheit, Gesundheit und Bedeutung avancierte.

Die nachfolgenden Kulturen in Hellas trieben den Körperkult weiter voran, bzw. hielten ihn aufrecht. Aus diesen Zeiten sind Zeugnisse in guterhaltener Form und Zustand vorhanden, die Zahl der Statuen von Adonis, Aphrodite oder ….. zum Beispiel ist überwältigend.(Interessant ist das Akademische Kunstmuseum in Bonn, wo über 300 Nachbildungen von Antiken Statuen ausgestellt sind.)

Was mich an der Erkenntnis oder These sehr beschäftigt ist die Tatsache, dass es vielleicht nur die von den Ägyptern überlieferten Hinweise bis in unsere Zeit geschaft haben, und dass an anderen Orten der menschlichen Niederlassungen ebenfalls die Menschen sich dem Schlankheitsgedanken verschrieben haben, nur dass es dafür keine Zeugnisse gibt, die es in unsere Zeit geschafft hätten. So also mein Zweifel. Wie lang führt die anthropologische Forschung über die hochgewachsenen, schlanken Massai zurück? Nur als Denkanstoß. Wie verlief die Entwicklung in der Menschheit Kinderstube?

 

 

 

 

 

 

 

Lange Beine (150)

Mies Vandenbergh Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

Was macht ein Bild aus, um besondere Beachtung zu finden, um als „Hingucker“ zu gelten? Je nach Genre sind es ganz bestimmte Bildelemente, die ein Bild zu einem Kunstwerk machen können. In diesem Beitrag möchte ich beleuchten, was es bei der Fotografie von Menschen, im Besonderen bei der Fotografie von Modellen, im sehr speziellen bei der Fotografie von schönen weiblichen Menschen ausmacht. Dabei ist ein Ausflug in die allseits geführte Diskussion um Geschlechterrollen für mich unerlässlich.

In Anlehnung an meinen Artikel „Look – über das Posing der Modelle“ möchte ich hier über die Beurteilung einer einzelnen Fotografie im Hinblick auf das Motiv schreiben. Im Bereich der People-Fotografie, ganz besonders der Fotografie von schönen Menschen wird manchen Bildern eine wesentlich größere Beachtung geschenkt, als anderen Bildern. Dabei gingen sich, sowohl im Bereich der künstlerischen Menschen-Fotografie (Betina LaPlante, Helmut Newton, David Hamilton, Steve McCurry, Andreas Bitesnich, Herb Ritts, usf.) als auch im Bereich der professionellen Fotografie wie z.B. Werbung (Peter Lindbergh, David LaChapelle, Richard Avedon, Patrick Demarchelier, Annie Leibovitz, Albert Watson, Ellen von Unwerth, usf.) immer wieder Fotografien, denen besonders hervorragende Qualität attestiert werden. (Bei den genannten Fotografen und Fotografinnen sind die Grenzen zwischen professioneller Werbefotografie und Kunst selbstverständlich fließend!)

Wenn ich die einzelnen Fotografien nun genauer betrachte, und mich frage, was es ist, das sie zu einem besonderen Werk machen, so finde ich neben den künstlerischen Attributen wie Lichtgebung, Location und Accessoires ganz besonders -nicht ausschließlich, aber in der Mehrzahl der Motive- eines: Die Form des abgebildeten menschlichen Körpers und des Gesichts in seinen Einzelheiten. Was meine ich damit:

Ganz gleich, welches Werk ich als Beispiel anführe, es ist stets ähnlich. Betrachten möchte ich folgende Fotografie, das 1993 von Albert Watson in Marrakesch aufgenommene Bild von Kate Moss.

Auf diesem Bild ist Kate Moss in Ganzkörperansicht abgebildet, unbekleidet, im Halbportrait. Ihr Gesicht ist im Viertelportrait zu erkennen, deutlich sichtbar und von besonderem Ausdruck, wie ich finde. Dies ist für jeden sicherlich anders, doch in der Summe der Betrachtung kommt das Profil von Kate Moss besonders zur Geltung, und zwar in Gestalt ihrer Beine und ihres Hinterns, sowie ihres schlanken Torsos. Ihre wilden Haare, die ebenfalls enormen Anteil an der Wirkung der Fotografie haben, lasse ich bewusst außen vor.

Die Wirkung, auf die ich hinaus will, ist genau jene, die durch die -für mich- nahezu perfekten Proportionen ihres Körpers erzielt wurde. Auf dem Bild haben die Beine von Kate Moss ein nahezu ideales Maß, während sie in anderen Aufnahmen manchmal zu schlank aussehen. (Was sie ja tatsächlich auch waren)  Albert Watson hatte in seiner Serie diese Aufnahme vor sich, und traf Kate Moss in dem Augenblick, in dem die Proportionen ihres Körpers durch die Spannung ihrer Pose diese  -für mich- ideale Symmetrie erreichte. (Vorausgesetzt, man unterstellt deren Existenz)

Übertragen auf das Genre der People-Fotografie ergibt sich für mich folgende Regel: Ein Bild wird dann besonders gewürdigt, egal ob durch enorm hohe Preise bei Auktionen, wie mein Beispiel oder durch Aufnahme in beispielsweise die National Portrait Gallery in London, oder nur durch millionenfache Klicks im WWW, wenn die Proportionen des abgebildeten Menschen einem Ideal entsprechen, dass allgemein anerkannt ist. Dadurch kommen Fotografien von Models und Schauspielerinnen wie z.B. Jessica Alba, Candice Swanepoel oder Tyra Banks zu ihrem Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad. Ein Bild von Farrah Fawcett-Mayors wurde über 12 Millionen mal als Poster verkauft und ist noch heute, fünf Jahre nach ihrem Tode, weiter erhältlich.

Abschließend nach dieser Bestandsaufnahme noch der Bezug zur Gender-Diskussion. All diese Fotografien von wundervollen Körpern, ob nun bearbeitet (die Mehrzahl) oder out of the Cam, die in der Gunst der Betrachter so weit vorne rangieren, sprechen eine deutliche Sprache. Sie sind dann so beliebt, wenn die gefälligen Proportionen des Menschen SICHTBAR, oftmals lieber noch erahnbar sind. Zum Verhältnis der Geschlechter ist festzustellen, dass der Fokus während unserer Epoche in der Fotografie auf den Frauen liegt. Eine Begründung dafür an dieser Stelle möchte ich bewusst schuldig bleiben. In allen Bereichen der Fotografie zeigt sich das entsprechende Bild. In unserer Gesellschaft scheint die Schönheit der Frauen von beiden Geschlechtern akzeptiert. Wenige Stimmen rufen nach einem Ausgleich, Robert Mappelthorpe ist ein Beispiel für ästhetische Fotografien von Männern, auch er legt einen gezielten Fokus auf die Wirkung der Proportionen.

Für mich ist -ebenso- die Wirkung der Proportionen, die durch die Körperspannung, die Art der Pose und der Aufnahmestandpunkte entscheidend für die Qualität der Fotografie eines Menschen. Es kommt darauf an, wenn es nicht um ein Gesichtsportrait geht, einen Körper fotografisch so zu formen, dass dieser durch die Darstellung der ihm eigenen Formen zum Betrachter spricht. Dazu bedarf es Linien und Konturen, welche die gefällige Form, die Proportion zum Betrachter transportiert.

 

 

Jetzt bin ich schön! Und dann? (149)

Mies Vandenbergh Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

Habe ich erreicht, schön zu sein, schöner zu sein, so habe ich einen Zustand erreicht, ein Niveau, das sich wahrscheinlich nicht automatisch erhält. Ich habe einen Prozess begonnen, der, wenn ich nicht beständig in diesen investiere, er sich schlichtweg verläuft.

Wenn sich ein Mensch schmückt oder verkleidet, so folgt daraufhin unweigerlich irgendwann der Moment, an dem diese Maßnahme verblasst, an dem der Mensch wieder sein ursprüngliches Aussehen annimmt. Bei dem Prozess der Schönheitsoperation ist das differenzierter. Die Operation verändert das Äußere eines Menschen zumeist dauerhaft. Der Körperbereich, der sich dieser Behandlung, Formung oder Angleichung unterworfen hat, nimmt für einen längeren Zeitraum seine artifiziell-chirurgisch optimierte Form an. Der Mensch verändert sich, jedoch ohne dabei zu erahnen, welche Dissonanzen sich im Laufe der Jahre dadurch ergeben können. Denn wenn auch dieser modifizierte Bereich nach dem Eingriff seine Veränderung behält, so sind es sämtliche anderen Körperzonen, die (noch) keine Manipulation erfahren haben und damit ihrer regelmäßigen Entwicklung des Alterns entgegen sehen.

Tritt ein Mensch heraus aus seinem äußeren Schatten, aus seiner Erscheinung, so obliegt es seiner Willensstärke und seinem Erkenntnisstand diesen Zustand zu lange wie möglich zu erhalten. Die Zeit scheint unserer Optik stets entgegen zu wirken. Der Zahn der Zeit nagt an uns, so wie an allen Dringlichkeiten. Daher sind wir über und über bemüht, die Zustände der Schönheit mit viel Energie festzuhalten. Gelingt uns das nicht, so beginnt für viele Menschen eine Art Krise. Es gilt, einen Verlust von Jugendlichkeit zu verhindern. Die Wahl der Mittel ist dabei einerlei. Was für den einen undenkbar, unbezahlbar oder nicht mit seinem Ideal der Ethik zu vereinbaren ist, ist für den anderen die Lösung seiner Problem(e)(zonen). Dabei halte ich die Wahl der Mittel für individuell. Jeder entscheidet für sich selbst, was möglich ist, wo seine persönliche Grenze liegt.

Es scheint ein kleingeistiges Gedankenspiel derer zu sein, die die Mittel der Manipulation verurteilen, wenn diese ihren eigenen Horizont überschreiten. Wenn in einer Dokumentation über Schönheit eine Teilnehmerin einer Nasen-OP Eingriffe im Vaginaltunnel (Verengung) als unmoralisch und überzogen beschreibt, so könnte ein anderer die Nasen-OP selbst als Eingriff wider die Natur misbilligen. Zwischen den Stufen der Veränderungen am Menschen ließen sich allgemein stets eigene Maßstäbe anlegen. Diese können und sollen für jeden individuell bewertet werden, doch für andere Menschen beginnt ein eigenes Verständnis. Keiner soll etwas antizipieren müssen, aber tolerieren.

Was geschieht mit dem veränderten Menschen? Seine Nase ist gerader, seine Bauchdecke gestraffter, seine Haare in wallenden Locken gestyled. Der Mensch fühlt sich besser. Seinem Grundbedürfnis nach Selbstverwirklichung, der eigenen Entwicklung nachzugehen wird betrachtet als unumstrittene Versinnlichung des Lebens. Da der Mensch mehr braucht als nur Nahrung und Wohnung, Sicherheit und Arterhaltung, finden sich vielfältige Wege, die die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit voranbringt. Der Mensch ist in der Lage, zu reflektieren. Das ist sein größtes Kapital, fähig sein, zu denken! Daraus entsteht alles das, was über reines instinktives Verhalten der Tiere hinausgeht.

Jeden Tag fällen wir mehr als 10.000 Entscheidungen. Manche reiflich überlegt, die meisten aber intuitiv. Kaffe oder Tee, noch eine Tasse, mit Zucker oder Milch, jetzt sofort oder nachdem ich ins Brötchen gebissen habe, und, und, und, … Wir denken uns Ziele aus, fassen sie ins Auge und handeln danach; wenn wir gut sind! Viele Menschen setzen sich nur wenige bis gar keine Ziele, oftmals nur oberflächliche, wie das Ziel des nächsten Sommerurlaubs. Wo aber wir in 3, 5, oder 10 Jahren stehen möchten, darüber machen sich die wenigsten Menschen Gedanken. Eines der Ziele innerhalb der Selbstverwirklichung ist der Wunsch nach äußerer Optimierung. Wir Menschen haben gemeinhin das Ziel des Wachstums, wir sind auf der Suche nach Erfolg und Bestätigung und ganz oben dabei steht die Entwicklung von unserem Ego. Das kann in der Anhäufung von Erfolgen begründet liegen, genauso aber auch in der Anhäufung von Wissen, Erfahrungen, Gütern, Freunden, oder anderen Dingen, die wir im Laufe der Zeit erreichen möchten. Immer im Hintergrund ist die Grundlage der Grundbedürfnisse nach Maslow, die in folgender Grafik dargestellt sind:

http://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnishierarchie

Heute finden sich tiefer greifende Theorien zu Hauf in der Literatur, die jedoch den Rahmen dieses Beitrags sprengen würden. Worauf ich hinaus will ist die Tatsache, dass erst die Grundbedürfnisse der ersten 3 Stufen der oben abgebildeten Pyramide erfüllt sein sollten, bevor wir uns um die zwei ausbleibenden Stufen bemühen. Das wiederum bedingt, dass dem Menschen, der sich mit den oberen beiden Stufen beschäftigen kann, ausreichend Resourcen zur Verfügung stehen, die die unteren drei Stufen abdecken. Ohne die Grundlagen wird es dem Menschen nicht gelingen, sich um die Selbstverwirklichung zu kümmern, er muß zum Beispiel Zeit haben, um zu denken. Dazu benötigt der Mensch die Zeit und die Freiheit, die noch lange nicht in allen Gesellschaften und Ländern, allen Glaubenbereichen und Religionen usus ist.

Ist also die körperliche Manipulation ein Ziel der Selbstverwirklichung. In der heutigen Zeit wird sie zunehmend dazu. Wir erfahren einen Wandel, in der nicht nur der Geist der ständigen Arbeit an sich unterliegt, nein, wir werden immer häufiger auch daran gemessen, in wie weit wir in der Lage sind, ja die Fähigkeit besitzen, unser Äußeres zu optimieren. Es scheint, je besser uns das gelingt, desto höher steigen wir im Ansehen der Gemeinschaft, in der wir uns befinden.

Ob das der Wahrheit letzter Schluss ist, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Ist doch auch unsere Zeit nur eine Momentaufnahme der Geschichte, so wird dieser Trend ebenso wenig von ewiger Dauer sein, wir alle seine Vorläufer in der Vergangenheit. Um dem zu begegnen, bedürfen wir dem Einsatz unserer Gedanken, unseres Intellektes, damit wir nicht nur konsumieren und applaudieren, sondern reflektieren, und nachdenken, über die Gesellschaft und unsere Lebensweise in ihr. Wir sind dazu aufgefordert Entscheidungen zu treffen. Über alles und jedes haben wir die Wahl. Natürlich mit allen Konsequenzen und Folgen. Das gilt es zu bedenken. Und zwar für uns selbst, in erster Linie und FAST gleichbedeutend für die Menschen in unserem direkten Umfeld. Was erwarte ich vom Leben und wie will ich es leben? So oder so ähnlich könnte die Frage lauten, die ich mir vor der Entscheidung zu einer Manipulation meines Äußeren stellen mag.

Für wen machst Du Dich schön? Teil 2 (148)

dan2 jeans hintern   Mies-Vandenbergh-Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

Wie viel bleibt übrig von einem „Ich möchte schöner sein, weil ich mich dann besser fühle!“, wenn man auf Hintergründe und Beweggründe einen forschenden, kritischen Blick wirft?

Hier die Fortsetzung von Teil 1. Lege ich Berichte aus Rundfunk, Fernsehen und der Presse sowie aus der Fachliteratur zu Grunde, um mir einen Überblick zu verschaffen über die Gründe, weshalb Menschen ihr Äußeres verbessern möchten, so zeichnet sich folgendes Bild: Als häufigster Antrieb wird die Wirkung auf das eigene Gefallen, das eigene Selbstwertgefühl genannt. Dabei spielt es keine Rolle, über welche Maßnahme gesprochen wird, ob es das einfache Make-up ist oder die Unterspritzung der Haut mit Botox. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern -noch unternehmen Frauen mehr als Männer- scheinen sich dabei nach und nach aufzulösen. „ICH MACHE DAS HAUPTSÄCHLICH FÜR MICH SELBST, NICHT FÜR DIE ANDEREN, EINFACH, DAMIT ICH MICH BESSER FÜHLE, DAMIT ICH SICHERER WERDE!“, so die Aussage einer Frau vor der Anhebung ihrer Augenbrauen während einer Sendung des NDR.

Dieses Beispiel möchte ich stellvertretend hernehmen, um einen ersten, kurzen Überblick zu geben über die möglichen Hintergründe dieser Aussage. Ich frage mich, wie sie gedeutet werden kann, gebe Beispiele dazu aus der Literatur und den Medien. Zusätzlich möchte ich meine eigene Einschätzung hinzufügen.

Kulturübergreifend hat es den Anschein, als würde der Schönheit der Menschen zunehmend stärkere Bedeutung beigemessen. Ob eine Dokumentation über eine Misswahl in einem indischen Bundesstaat im Sender „br-alpha“, oder die vermehrte Anzahl von Sendungen über Schönheitsideale und Schönheitschirurgie allgemein rückt das Thema gerade heutzutage verstärkt in den Fokus der Gesellschaft. Ist es als Indiz dafür zu werten, dass eine vermehrte Nachfrage besteht, oder wird eine vermehrte Nachfrage dadurch erzeugt? Oder lässt sich die Sache aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten, nämlich jenem, dass nur die allgegenwärtige Information uns beständig erreicht, wir alles wissen können.

Aus einem wie auch immer beeinflussten Bewusstsein heraus streben die Menschen seit je her nach Verschönerung ihres Äußeren. Was für uns westlich geprägte (Klein-) Geister skurril oder auch befremdlich wirkende Ausschmückungen diverser Naturvölker sind, z.B. Hautritzungen oder Tellerlippen, stellt allerdings eine andere Richtung der Erschaffung von Schönheit dar.

Die uns geläufigsten Maßnahmen der Verschönerung zielen mehrheitlich auf eine gesellschaftlich institutionelle Form von Idealbild. Sie führen damitallesamt zu einer Konformität, die durch das Streben nach eben jener Erscheinungsform erfolgt. Wir verändern unser Aussehen, um diesem bestimmten Abbild der Attraktivität möglichst nahe zu kommen. Dass dieses viel mit Jugendlichkeit zu tun hat, ist allgemein bekannt.

Kann es ein Grund sein, dass wir uns verändern wollen, um vielleicht weniger (negativ, nicht positiv, nicht schön) aufzufallen? „ICH MACHE DAS NUR FÜR MICH!“, so der Tenor der Handelnden. Was sich aus dieser Aussage zusätzlich schließen lässt, ist die Tatsache, dass wenn wir nach Konformität streben, bald Besonderheiten, Einzigartigkeiten, ja die individuellen Markenzeichen eines jedes Menschen wahrscheinlicherweise als abnormal gelten werden. Nur noch dem schönen Äußeren wird ein erstrebenswerter Sinn zuerkannt werden.

Wie wirken die Handlungen, die uns zu mehr Schönheit verhelfen? Klar erscheinen wir -verschönert- einer definierte Gruppe irgendwann schöner als zuvor. Auch fühlen wir uns wahrscheinlich etwas sicherer, wenn wir genügend Selbstbewusstsein entwickeln konnten, weil unser Aussehen sich im Marktwert um einige Plätze verbessern konnte.

Doch was hält die Verpackung? Mehr Sicherheit führt zu mehr Gelassenheit, ja! Daraus -und aus ein paar anderen wesentlichen Zutaten- entsteht eine Eigenschaft, die jeden Menschen von der Larve zum Schmetterling macht: Souveränität. Doch zum einen droht diese zu bröckeln, sobald sich unser Aussehen wieder einem niedrigeren Level nähert, oder zum anderen, wenn wir trotz erklommenen persönlichen Zenit feststellen, dass es möglicherweise nicht genug war. Mündet dies in einer endlosen Spirale? Ein Spruch, den ich kürzlich hier bei einem anderen Blogger las, lautete: Das Dilemma der schönen Menschen ist, das es irgendwo jemanden gibt, der noch schöner ist.

Daraus resultierend entsteht die heimlich ins Abseits gestellte Frage nach dem tatsächlichen Wert des Aussehens. Die wirklichen Werte wie Charisma, Persönlichkeit, Empathie und Gefühl, um nur wenige zu nennen, scheinen in der Defensive zu sein auf den Markt der schönen jugendlich anmutenden Wesen jeglichen Alters. Dieses möchte ich in einem neuen Artikel näher untersuchen.

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Leidensdruck und Aussehen, Teil I (147)

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Wenn sich ein Mensch nicht gefällt, leidet er darunter? Wenn ein Mensch mit einer seiner Körperpartien nicht zufrieden ist, leidet er? Ein in der Praxis der Schönheitschirurgie gängiges Schlagwort ist der „Leidensdruck“. Was hat es damit auf sich?

Befasst man sich mit dem Thema Schönheit, stösst man früher oder später auf das weite Feld der Schönheitsoperationen als probates Mittel, seinem Äußeren zu einem attraktiveren Erscheinungsbild zu verhelfen. Liest man weiter, so kommt man schnell zur Diskussion über „richtig oder falsch“, und man erfährt etwas über die gesellschaftliche Akzeptanz oder auch gesellschaftliche Vorbehalte diesem Zweig der Medizin, oder diesem Wirtschaftszweig gegenüber.

Abgrenzungen zur plastischen Chirurgie als fachliche Disziplin liegen vor zwischen reversibler Chirurgie – Wiederherstellung eines optischen Zustandes nach Krankheit oder Unfall – und Schönheitschirurgie im eigentlichen Sinne. Während die allgemeine Akzeptanz bei allen Beteiligten und in der Gesellschaft bei ersterem überwiegt, so führt die Operation auf Wunsch eines Einzelnen zur Steigerung/Angleichung seiner Schönheit an ein ideelles Vorbild zu Anfeindungen oder zumindest Diskussionen auf allen Ebenen.

Im Zuge der Auseinandersetzungen, die sowohl jeder Einzelne mit sich selber ausficht, wie auch die Erwägungen zwischen den Ausführenden, sowie die Stimmungslage der Gemeinschaft, in der der Einzelne lebt, findet sich der sog. Leidensdruck als Begründung für die Durchführung einer Schönheitsoperation. Ich möchte an dieser Stelle nicht werten, das steht mir nicht zu und führt zu keinem Ergebnis. Was mich daran interessiert ist die Bedeutung dieses Beweggrundes. Was bedeutet Leidensdruck? Wie ist er entstanden? Worin liegt er begründet?

Höchst gespannt wühlte ich mich durch die Literatur zum Thema. Ich befragte Menschen, philosophierte mit ihnen über die Möglichkeiten und gesellschaftlichen Ursprünge sowie über den Stellenwert des Aussehens in unserer Gesellschaft und dessen Entwicklung. Obwohl ich mir nicht anmaßen könnte, darüber zu urteilen, ab wann eine kosmetische Operation gerechtfertigt sein könnte und ab wann sie abzulehnen sei, so bin ich doch immer wieder genau dazu gekommen, mein Fazit zu ziehen. Ich habe für mich persönlich definitiv Stellung bezogen, gleichzeitig aber realisiert, dass für jedes Individuum sein eigenes Schicksal, sein eigener Kosmos, sein eigenes Leben mit den eigenen Zielen maßgeblich ist. Selbst bei noch so intensiver Hinterfragung bleibt die Sichtweise des Einzelnen das Maß aller Dinge.

Zum Leidensdruck. Ein Mensch leidet, wenn er mit sich unzufrieden ist? Könnte er es nicht ändern? Ja, könnte man ihm entgegnen. TU ES! Daraufhin beginnt der Mensch, sich zu verändern, um sein Bild, welches er von sich hat, oder welches ihm vorschwebt, zu erreichen. Dass letzteres der „Casus Knacktus“ ist, werden wir noch sehen. Doch zunächst kommen all die Mittel und Wege zum Einsatz, die bewirken, dem Wunschbild möglichst nahe zu kommen. Dabei sind objektiv betrachtet alle Mittel gleichwertig, denn sie dienen alle nur dem einen Zweck, nämlich zu ermöglichen, wovon der Einzelne träumt. Für die Sache an sich spielt es keine Rolle, ob sich der jenige mit Kosmetik völlig überdeckt, ob er sich zu einem Strich in der Landschaft hungert, mit Sport ein Muskelpaket erschafft oder sich die ein oder andere Scheibe Speck abschneiden lässt. Einzig die Ethik und Moral einer Gesellschaft macht daraus ein Tabu oder einen Standard. Wie es ihr beliebt. Über Moral habe ich schon mehrfach sinniert.

Wann entsteht nun der Leidensdruck? Wenn ein Mensch leidet, versucht er dies gemäß seiner Natur abzustellen. Solange ihm dies gelingt, ist die Sache verändert und erledigt. Doch wenn es ihm nicht mehr gelingt, dann staut sich etwas auf und da, wo ein Stau entsteht, entsteht auch Druck. Die ursächlichen Fragen, erstens, ob das, was der Mensch erreichen will, überhaupt ideal ist oder nicht, ob das Ziel also überhaupt realistisch und menschlich ist oder nicht, und zweitens, aus welchem Grunde der Mensch seine Ziele nicht erreicht, ob er zu schwach oder bequem ist, oder die Ziele wider seine Natur tendieren, ist der eigentliche Punkt in der ganzen Angelegenheit. Dazu komme ich später.

Die Mittel und Wege, die man einschlagen kann, sind, auch wenn sie jeweiligen moralischen und ethischen Maßstäben unterliegen, dennoch nur Mittel zum Zweck. Wie weit ein Mensch gehen möchte, obliegt seiner Überzeugung und nicht einer wie auch immer willkürlich entstandenen und gearteten Instanz. Solange es ausschließlich dieses Individuum betrifft. Der Mensch nutzt, was ihm erreichbar und möglich ist, immer! Manchmal leider, wenn es sich als falsch im Sinne der Evolution erweist, wobei sich diese oftmals selbst korrigiert. Ob der Mensch selbst als ein Irrtum der Evolution anzusehen ist, wird sich noch herausstellen. Das ist aber eine völlig andere Baustelle, die natürlich nicht minder interessant ist!

Immernoch Leidensdruck. Sämtliche Literatur und die darin erwähnten Erhebungen kommen zu einer Kernaussage: Die Menschen, die sich, mit welcher Methode auch immer, formen und ausgestalten (lassen) tun dies stets für sich selbst. So die Selbstaussage nahezu aller Befragten. Sie selbst setzen sich ein Ziel mit der Veränderung ihres Äußeren. Sie möchten anders wirken, anders erscheinen, anders scheinen. Und zwar in optischer Weise, in der sie von Mitmenschen wahrgenommen werden, bzw. meinen, von anderen wahrgenommen zu werden. Mit der Manipulation des Äußeren geht die Überzeugung einher, sein Erscheinungsbild in seiner Aussage zu steuern. Und tatsächlich, es funktioniert. Das aber sagt weniger über das Individuum aus, als vielmehr über das Environment, die Gemeinschaft, die Gesellschaft, wo genau das solch eine Wirkung erzielt. Spätestens hier ist der Kreislauf zu erkennen, der sich in der Abfolge von Ursache und Wirkung verliert, an dem sich erste Zweifel einstellen, in wie weit der Einzelne wirklich eine Manipulation seines Äußeren für sich selbst zulässt. Weiter in Teil II.

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