Architektonische Schönheit [102]

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Der Begriff ‚Architektonische Schönheit‘ aus dem Werk „Kallias“ von Friedrich von Schiller begleitet mich schon eine Weile. Geht es in seinem Schriftstück in einer These um die Schönheit an sich auf der einen Seite, auf der anderen Seite hingegen um die Schönheit im Verhältnis vor der Erfassung ihrer selbst durch den Geist, den Intellekt, der bei ihrer Betrachtung eine Nützlichkeit hinzuaddiert wird, und somit aus ihrer Ursprünglichkeit hinaus getragen scheint. „Die architektonische Schönheit der menschlichen Bildung muss von der technischen Vollkommenheit derselben wohl unterschieden werden.“{1}

Mich hingegen beschäftigt dieser Ansatz im Hinblick auf das, was wir Menschen an unserer Schönheit optisch konstruieren, indem wir physische Maßnahmen jedweder Art ergreifen und wie unser Gegenüber darauf reagiert.

Es kommt mir dabei ein bisschen vor, wie bei Schiller: Ursprüngliche Schönheit ist schön um ihrer selbst Willen. Sie verfolgt keinen Zweck. Ein schöner Mensch ist einfach schön. Doch wir Menschen kennen viele schöne Menschen und jeder einzelne versteht unter Schönheit im gewissen Radius etwas anderes unter Schönheit. Ein offensichtliches Beispiel, an dem jeder für sich selbst eine Meinung bilden kann: Ist die Schönheit eines Sportlers eine andere Schönheit, als die eines Mannequins? Wäre der Sportler auch dann noch schön, würde er nicht Muskeln an bestimmten Stellen besitzen? Wäre er schön, wenn er kein breiteres Kreuz hätte, oder seine Beine sehr schlank und ebenmäßig sein würden, wie die Beine des Mannequins?

Finden sich tatsächlich Kriterien für unbestimmte, und noch wichtiger, unbedingte Schönheit? Wo wäre sie zu finden. Vor Jahren las ich ein Buch über die Schönheit des Weiblichen Motivs in der Kunst, in dem folgende These über die Schönheit der Frau als Modell für die bildenden Künste (ca. 18. Jahrhundert) aufgestellt wurde: (in etwa) Die tatsächliche Schönheit einer Frau reiche nur bis zur Frauwerdung, da ab diesem Zeitpunkt der Schönheit ein Zweck zur Seite gestellt würde, nämlich die Aufforderung zur Arterhaltung an sich, und zwar mit all seinen Ausprägungen, wie Werbung, Konkurrenzkampf und Erhaltung der Marktfähigkeit. Danach wären Bildnis und Skulptur nicht mehr nur der unbedingten Schönheit geschuldet.

Dieser Zweck, diese Funktion schließt Schiller wie folgt aus: (Auszug) … „Wenn man also von der Schönheit spricht, so wird weder der materielle Wert dieser Zwecke noch die formale Kunstmäßigkeit ihrer Verbindung anbei in Betrachtung gezogen. Das anschauende Vermögen hält sich einzig nur an die Art des Erscheinens, ohne auf die logische Beschaffenheit seines Objektes die geringste Rücksicht zu nehmen.{2}

Ausgehend von der anfangs gestellten Überlegung, was wir Menschen anstellen, um eine „Schönheit“ aufrecht zu erhalten oder zu steigern, möchte ich die Perspektive erweitern und fragen, in wie weit der Betrachter einer Schönheit überhaupt in der Lage ist, Schönheit von Zweck zu trennen, beziehungsweise diese ohne eine logische Beschaffenheit erfüllte Schönheit überhaupt wahrzunehmen. Ist nicht immer ein Zweck im Hintergrund unseres Intellekts, der sich in vielleicht jedes Urteil einschleicht? Kann der denkende Mensch überhaupt anders? Ist es ein Unterschied, ob der Mensch vor einem grandiosen Naturschauspiel seine Entzückung nicht mehr verbergen kann oder ergriffen vor dem Anmut einer menschlichen Erscheinung da steht?

{1} Friedrich von Schiller; Kallias, oder über die Schönheit / Über Anmut und Würde; Reclam, 2010 S. 75

{2} ebd.

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Foto-Rätsel (nur für zwischendurch) Wer weiß, wo das ist? 1979 in Deutschland. 😊

Ich bin gespannt, ob hier jemand weiß, wie es damals war. 😊

Aufgenommen am 2 Tag meiner fotografischen Laufbahn mit einer Nikon EM und 50mm 2.0 Objektiv, aus 2 Bildern bestehend, eines davon unscharf geworden dank Schwenk und fehlender Erfahrung und fehlendem Autofokus, weil ich an den Fokusring kam…. 😂

Viel Spaß bei der Auflösung, die gebe ich Ende der Woche ….. aber vielleicht hat es ja jemand viel schneller erkannt ……. 💪

Auflösung: Düsseldorf, Eller, Endstation Vennhauser Allee. 😊

Like for Like, Teil 1 – Handelsware Likes

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Warum ich ein Bild „like“. (ohne Rangfolge, Menschenbildnisse):

– Weil mir das Licht und der Schatten gefällt.
– Weil mir der Mensch als Gesamtbild gefällt.
– Weil mir die Art der Darstellung eines Körperteils des Menschen gefällt.
– Weil mich eine Form oder Proportion am Menschen fasziniert.
– Weil mir eine Pose gefällt.
– Weil mir eine Farbkombination gefällt.
– Weil ich den Menschen schätze. (ja, jedoch äußerst selten)
– Weil ich den Fotografen schätze. s. o.
– Weil ich den Blick des Models umwerfend finde.
– Weil ich lange Haare liebe.
– Weil ich einen Gesichtsausdruck sehe, der an Ausdrucksstärke exorbitant ist.
– Weil ich den Hintergrund in Verbindung mit dem Model als sehr stimmig erachte.
– Weil ich der Darstellung im Bild eine besondere Natürlichkeit abnehmen kann.

Warum ich ein Bild nicht like.

– Weil mich das Licht nicht anspricht.
– Weil ich die Idee nicht mag.
– Weil ich eine Pose für ungünstig halte.
– Weil ein Gesichtsausdruck für mich nicht passend erscheint.
– Weil mir der Stil der Fotografie nicht liegt.
– Weil ein Blick nicht zum Posing oder Thema passt.
– Weil der Mensch vor der Kamera zu künstlich wirkt.
– Wenn durch die Kamera die Proportionen des Menschen aus dem Rahmen fallen.

Was keine Rolle spielt.

– Wie alt ein Model ist.
– Ob es ein skinny oder curvy Model ist.
– Ob ich von der Person zuvor viele oder wenige Likes bekam.
– ob es ein Supermodel ist oder ein Newcomer.

IV Ausnahmen von alledem zuvor Genannten

– Eine Pose kann total daneben sein, aber ein anderer Aspekt ist super. – Like
– Ein Mensch kann unendlich schön sein, aber der Blick ist leer. – ignorieren
– Eine Belichtung ist voll daneben, aber ein Teil der Aufnahme ist klasse. – Like
– Der Blick des Models ist ungünstig, die Pose aber überaus ansprechend. – Like
– Ein tolles Bild, aber das Model raucht. Ignorieren (Jaa, ich weiß, nicht ganz ernst, aber eine deutliche Tendenz dazu ist in mir nicht zu leugnen!) 🙈
– Wenn mir ein Mensch als Model eher nicht gefällt, aber die Proportionen in Gesicht oder Figur mich ansprechen. – Like
– Einige von den Standards sind nicht erfüllt (Kinn und Zunge, Fuß in Kamerarichtung, Nase über Profil hinaus,….), aber sie werden weniger gewichtet, als das, was positiv ist. – Like

All das ist nie starr, sondern fließend. Nicht als Dogma ist’s zu verstehen, sondern als Orientierung. Ausnahmen sind die Regel, wie im richtigen Leben. Manchmal trifft nichts von alldem zu und wie ein Zauber erscheint eine Verbindung zu einem Bildnis, das für mich nicht zu erklären ist und auch gar nicht muss! Es ist schließlich nur ein Bild, kein Mensch, den man riecht, fühlt, schmeckt, hört,…. 😊 Denn, Kinder, vergesst nicht, es sind nur Bilder! Und Likes keine Währung für Wert! Definitiv!

Ich fände es sehr interessant, wenn Du mir im Kommentar vielleicht Deine zwei bis drei wichtigsten Kriterien nennst, die Dich für oder gegen ein Like entscheiden lassen, vielleicht sogar solche, die oben nicht von mir genannt wurden. Danke Dir!

Reminiszenz, Teil 1 [100]

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Wie stark lebe ich in der Vergangenheit? Komme ich ab einem gewissen Punkt zur Einstellung, dass ich eh alles kenne? Gibt es danach noch Neues? Habe ich irgendwann alles erreicht und bin zufrieden mit dem, was ich erreicht habe? Oder lockt mich eine innere Kraft hinaus in die Welt, um zu entdecken, zu verändern und zu kreieren?

Eine Fragestellung, welche sich mir in jüngeren Jahren nicht stellte, könnte man meinen, doch weit gefehlt. Momente, in denen ein Gefühl so stark war, so intensiv und so tief, dass nachher eine Leere und eine Leichtigkeit sonder gleichen aufkam. Eine Intensität, die in mir jenes Gefühl aufsteigen ließ, dass ab diesem Zeitpunkt nichts und abermals nichts mehr auf der Welt und in diesem Leben jenem Augenblick etwas gereichen könne – so wozu noch einen Schritt nur machen.

Und dennoch, diese beiden ähnlich erscheinenden Punkte im Leben unterscheiden sich in einem wesentlichen Aspekt: In Moment und Summe der Momente! Stärker komme so kein einziges Gefühl daher, tiefer kann ein jedes sein, das noch kommt, das wartet, gelebt zu werden. Retrospektiv betrachtet zaubert die Erinnerung ein Lächeln in meine Seele. Wäre dem ersten Impuls statt gegeben worden, wären die folgenden Momente nicht gewesen. Doch wie ist es mit einer vermeintlichen Wiederholung? Ist sie nur ein Abklatsch dessen, was sich einst ins Herz brannte? Oder hat es das Zeug dazu, noch stärker, noch intensiver, noch tiefer zu werden? Was zeigt das Leben? Dies zu beantworten liegt ganz allein bei Dir persönlich! 😊

Reisen formt den Charakter (Teil 6) Panamá

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Paradisisch.. 😊

Portobelo, direkt an der Karibik gelegen, bedient in Teilen schon das typische Klischee von weißem Sandstrand, Palmen und blauem Himmel. Das Wasser war warm, zwischen 26 und 30 Grad, ludt zum verweilen ein, ich konnte mich treiben lassen, die Augen gen Himmel gerichtet, alle Töne dieser Welt ausblenden, ab und zu den Kopf heben, um zur Küste zu blicken, die Entfernung zum Strand zu kontrollieren. Korallenriffe boten Schutz vor allzu hohen Wellen, vielleicht auch vor allzu hungrigen Meeresbewohnern.

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Riff vor Cacique

An zwei Tagen, oder besser anderthalb Tagen waren wir zusammen mit den Einheimischen im tiefblauen Wasser der Karibik, sahen einige bunte Fische und andere Bewohner der Riffe, schritten durch Mangroven

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Mangroven Wald an der Karibik

und erfrischten uns mit just im Moment gepflückten Kokosnüssen. Zwei Macheten sollten uns daraufhin mit nach Deutschland begleiten, im Koffer natürlich, sie sind hervorragende Werkzeuge für die Gartenbearbeitung. Die Zeit verging wie im Flug, und die Aufenthalte wurden durch ein paar Erlebnisse der besonderen Art begleitet, von denen ich eines kurz erwähnen möchte. Abgesehen von 4 Menschen, die Bekanntschaft mit Seeigeln machen sollten (HIER an diesem Strand brauchen Sie sich keine Gedanken machen über Seeigel, die gibt es hier nicht!!!) stellten wir fest, dass Korallen an einigen Stellen sehr scharfe Kanten besaßen. Darauf wurden wir hingewiesen, deutlich und explizit, aber manche Erfahrungen im Leben muss man schließlich ja selbst machen… 😊

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Man sieht das 1.5 Meter tiefe klare Wasser kaum

Die spannendste Geschichte ergab sich aber nicht im Wasser des atlantischen Ozeans, sondern bei der Rückfahrt von Cacique nach Portobelo. Es war unser Bus. Er sprang an, alle saßen drin, er wollte losfahren – nichts tat sich! Viele Versuche anzufahren scheiterten. Die Bremse schien zu sagen: Hier ist es schön, bleibt noch etwas, es lohnt sich! Das tat es. Wir wussten zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass wir bis zur Dunkelheit Zeit haben würden, aber der Reihe nach.

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Panorama über die Karibik

Nach genügend Versuchen anzufahren deuteten uns die Einheimischen den Bus wieder zu Verlassen. Mittlerweile schon in der tiefenentspannten Lässigkeit der Karibik angekommen stieg ich mit aus, betrachtete einen Moment die Situation, sah, dass viele Bewohner von Cacique herbeigeeilt kamen, um zu helfen und entschloss mich daher mit einigen anderen in Richtung Strand zu gehen. In Sicht- und Hörweite legten wir uns nieder, betrachteten den Horizont, die Sonne war auf dem Weg uns ein wunderschönes Spektakel zu bieten, indem sie sich anschickte unter zu gehen. Wie überall auf der Welt, besonders aber an allen Westküsten, fasziniert dieser Vorgang die Menschen seit je her und mit unveränderter Kraft und Wirkung. Auch mich, denn ich bin absolut anfällig für die Farben der untergehenden Sonne, des Himmels, des Horizontes überhaupt. Einige Inseln brachen die Linie des Meeres auf, erschufen so ein verspieltes Bild einer Romantik, die jedes Bild wert gewesen wäre. Doch nicht meines, denn ich habe trotz im Rucksack vorhandener Kamera die Situation nur erlebt, keine hektische Handlung, kein wildes Suchen, keine suchen eines besten Ausschnitts nichts dergleichen. So muss der geneigte Leser hier an dieser Stelle seiner eigenen Phantasie freien Lauf lassen und sein eigenes Bild eines seiner schönsten Sonnenuntergänge hervorrufen, um nachzuempfinden, was in diesem Moment zu sehen war.

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ein Sonnenuntergang Tage zuvor… 😊

Während dieses unbeschreiblichen Naturschauspiels wurde im Hintergrund gewerkelt, versucht, wieder gewerkelt und wieder versucht. Nach einer Stunde oder länger wurde herausgefunden, woran es lag. Der Kompressor zum lösen der Bremsen war defekt. Doch eine Lösung war bald gefunden, und ein anderer Bus hätte allen zu lang gedauert zu bestellen. Ein kleiner mobiler Kompressor wurde geholt, die Bremsen nach und nach gelöst, dann die beiden vorhandenen Hochdruckschläuche verlängert, im vollen Druck geknickt, mit Kabelbindern an zwei Stellen fixiert, und dem lieben Philipp durch das Fenster an seinem Sitzplatz mit den Worten „Bitte ganz fest halten die nächste Stunde“ in die Hände gedrückt. 😊

Wir kamen tatsächlich an, und Philipp konnte die nächsten Tage auf ein Krafttraining für die Oberarme verzichten.

Diese erfahrene Hilfsbereitschaft des gefühlt ganzen Dorfes in dieser Situation war für mich beeindruckend. Immer wieder liefen Menschen hin und her, wurde diskutiert, geschraubt, gesucht, versucht, wieder geschraubt, gefachsimpelt, versucht und der Friseur des Dorfes, unweit des Busses gelegen, verlegte seine Arbeit kurzerhand auf die unbefestigte Straße, um seiner Kundschaft, vielleicht auch sich selbst, ein kleines Schauspiel zu gönnen. Drei Stühle, eine Kundin wurde behandelt, zwei weitere Kundinnen warteten, alle mit Blickrichtung Bus! 😊

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Strand mit Kokospalmen, deren Nüsse wir bekamen

Der kleine Volksauflauf war für uns interessant, für die Menschen dort sicher auch eine willkommene Abwechslung. Aber, kannst du dir vielleicht vorstellen, was mancher westliche Mensch, Teilnehmer dieser Pilgerreise, während dieser Stunde von sich gab? Leider solch abschätzige Bemerkungen, solch verachtendes Gebaren, das kann und will ich hier nicht getreu wiedergeben, nur unerwähnt lassen möchte ich dieses auch nicht, da es den Abend doch auch berührte. So sind die Menschen halt auch, die sonst immer sehr weltoffen dastehen möchten und hier einen Teil ihres wahren Ichs zeigen.

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Fischerboot

Alle anderen waren begeistert, auch froh, dass wir nicht liegen geblieben waren, dass Philipp so tapfer die beiden Schläuche gehalten hat und auch ein wenig dankbar für ein kleines Abenteuer in Panama. Alles etwas anders, als in Deutschland. Und von dieser Improvisation sollten wir noch mehr erleben, dazu dann in einem der nächsten Beiträge mehr. Danke für’s Lesen. Bis bald. 😊

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Der Mond in Panamá ~ eigentlich der Selbe, wie hier? 😂

Intermezzo (Reisen formt den Charakter, Teil 4) Panamá

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Mein Fußweg nach Portobelo

Panama, die Tage der Begegnung.

Dies hier soll ja kein Reisebericht in Tagebuchform werden, mehr eine Erzählung von Erlebnissen. Erlebnisse, die ich während meines Aufenthaltes in Panama erleben durfte, die für mich ganz besonders waren, weil sie sehr viel mit Menschlichkeit zu tun haben. Also kein Reisetagebuch, Auch, wenn einige Szenen einem solchen ähnlich sein können. Schon mein letzter Beitrag wies viele Elemente eines Tagebuchs auf. 🙈

Fotograf Reisebericht Reisefotograf Kokosnuss

Leben erwecken (Kokosnuss)

Meine allmorgentlichen Fußwege von meinem Wohnort zum Veranstaltungsort verdienen eine besondere Erwähnung. Das meine ich deshalb, da die Menschen auf den vielleicht insgesamt fünf Kilometern fast jeden Morgen zugegen waren und sehr freudig grüßten. Als ich eines Morgens direkt zu einer Familie hin ging, um ein Foto zu erfragen, waren sie ganz stolz und posierten sogleich dafür. Ich bedankte mich und sprach sie noch auf die wunderschönen Blüten vor ihrem Hause an, doch sie bedeuteten mir, dass es nichts besonderes wäre, mehr so als Unkraut gesehen wird, es sei denn, man könne es essen. 😊 Ein großer Marañon Baum

stand im Vorgarten, dessen Früchte sehr schmackhaft waren. Sie pflückten mir eine Frucht, die ich, in der Kirche angekommen, mit meinem Sohn und anderen teilte. Mein Sohn stellte eine gewisse Ähnlichkeit zum Geschmack einer Birne fest. „Etwas herber, dennoch süß und mit Kern“, sagte er. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat die Marañon etwas mit Cashews zu tun. Werde ich noch nachgucken.

Bevor ich meinen Fußweg fortsetzte dankte ich ihnen herzlich für die Freundlichkeit und für die Frucht, begab mich wieder auf die Straße nach Portobelo.

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Haus in Portobelo

Von dieser Straße aus konnte ich manchmal in eine Art Dickicht blicken. Es sind Grundstücke, die brach liegen, auf diesen erobert der Djungel langsam wieder seinen Raum zurück. Viele unsere Zimmerpflanzen sind zu erkennen, beispielsweise Philodendron und Croton, diese alle nur viel größer und prächtiger. Mich beschleicht eine vage Ahnung, was mit hoher Luftfeuchtigkeit gemeint ist, wenn in der Pflegeanleitung oder in Büchern das Wort zu lesen ist. Derart feucht haben es die Pflanzen wohl nur in der Natur wie hier oder in botanischen Gärten. Sie gedeihen hier wahrlich wunderbar.

Angekommen in der Kirche von Portobelo, San Felipe, setze ich mich auf eine Bank in den Durchzug, alle Türen sind weit geöffnet, Hunde steifen durch die Gänge, wenige Menschen sind hier. Ich sitze mit ausgebreiteten Armen, genieße außerordentlich den atlantischen Seewind, der in den ganzen Tagen stets eine leichte Brise durch das Kirchenschiff schickte. Für die Gottesdienste haben die Bewohner noch groß – dimensionierte Ventilatoren über den Reihen der Kirchenbänke angebracht, gegen die der Pfarrer während des Gottesdienstes jedes Mal erst ankommen musste, denn sie waren wirklich nicht leise.

Der erste Tag stand ganz im Zeichen eines herzlichen Willkommens, unsre Volontarios widmeten sich ganz unserer Ankunft und dem Kennenlernen der Stadt und den Menschen. Es waren zumeist junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren. Sie bereiteten viele Programmpunkte für uns vor und ließen in uns ein sehr warmes Gefühl der Willkommens – Kultur des Landes Panama entstehen.

Wir besuchten wieder die Festungsanlage, ein Museum für die Figur des „Jesus Negro“, des schwarzen Jesus, dessen Geschichte in Portobelo eine große Bedeutung hat. Mittagessen und laufend genug Getränke wurden gereicht, anschließend gewährte man uns freie Zeit zur Erkundung des Ortes. Diese nutzten wir, um ein wenig die Beine im karibischen Meer baumeln zu lassen.

Sprachlich begegnete uns es eine Mischung aus Spanisch und Englisch, Dolmetscher waren aber fast immer zugegen. Es verlief alles sehr ruhig und wir begriffen, dass in Panama die Geschwindigkeit eine andere zu sein schien. Sehr ansteckend, hoch infektiös! 😊 Nur manche unserer Menschen mit sehr strukturiertem Wesen kamen mit der Zeit zunehmend der totalen Verzweiflung nahe, dazu aber später mehr. Nur so viel: „Wir sind hier, leben, haben keinen Durst und Hunger, es ist nicht kalt – also alles bestens! 😉

Intermezzo (Reisen formt den Charakter, Teil 3) Panamá

Der erste Abend in Portobelo, Panama. Señora Cristina, meine persönliche Gastmutter, empfing mich äußerst herzlich in ihrem Hause.

Fotograf Koblenz Mayen Panama

Der Weg zur Straße

Zuvor fuhren wir die fünf Kilometer von Portobelo bis zu ihrem Haus mit einem Freund von ihr. Es war schon lange dunkel, so konnte ich nicht viel sehen. Es gibt in Portobelo so gut wie keine Straßenbeleuchtung und ihr Haus, schon etwas außerhalb gelegen, hatte lediglich eine kleine Birne über dem Eingang. 30 Meter steil bergan, dann konnten wir das Haus betreten. Sie hatte für mich ein Abendessen zubereitet, eingedeckt konnte ich einen Tisch erblicken. Ich platzierte meinen Koffer an der Treppe zum Obergeschoss, nachdem mir Señora Cristina bedeutete, ich würde oben wohnen, aber könnte erst, wenn ich wollte, zu Abend essen, um mich dann einzurichten. In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit dachte ich ihr Angebot anzunehmen, entschloss mich aber anders, um mich vorher ein wenig frisch zu machen.

Oben angekommen hat mir Cristina das Zimmer gezeigt, mein Bad und was sonst noch oben war, zum Beispiel einen großen Balkon, von dem aus in nicht ganz so rabenschwarzer Nacht bestimmt ein sehr schöner Blick in den tropischen Garten zu erhaschen wäre. Am Morgen danach holte ich dies sofort nach.

Gartenfotografie Garten Panama Fotograf

Gardenview (The Jungle)

Noch Abend. Mein Sohn rief an. Er war ebenfalls in seiner Familie angekommen und fühlte sich etwas überfordert. Seine Familie begrüßte ihn sehr freundlich und auch sie machten ihm ein Abendmahl. Allein die Umstände konnte er im ersten Moment nicht erfassen: 11 (Elf) Personen, 5 Erwachsene und 6 Kinder begrüßten ihn und wollten ihn sehen, den jungen Mann aus Deutschland, der bei ihnen die nächsten 8 Tage leben würde. Sie alle sprachen in spanisch auf ihn ein, er aber versteht nur ganz wenig von dieser Sprache. In seinem Zimmer waren die Kinder zugegen, als er sich einrichten wollte, beim Essen waren alle dabei und wollten ihn sehr freundlich befragen und kennenlernen. Da rief er mich an und fragte, was er machen solle. Er wusste sich nicht recht zu verhalten, wollte höflich und freundlich sein, wie er ist, aber es war einfach zu viel. So führten wir einige Telefonate und nach einigem Zuhören und Zureden entspannte sich die Lage, seine Gastgeber machten allmählich etwas langsamer, wie er später berichtete und es kam der Bruder des Gastgebers, der gut englisch sprach, damit wurde alles gut.

Das Haus der Gastgeber meines Sohnes war denkbar einfach gehalten, es gab einige Räume, alle ohne Fensterglas, offen, manche mit Moskitonetzen, andere frei. Auch die Möbel waren sehr funktional, aber alles sehr sauber. In seinem Zimmer war sogar eine Klimaanlage installiert, die die Temperatur tatsächlich reduziert hatte.

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Houses in Portobelo

Als ich mit den Telefonaten fertig war (während des Essens gingen sie ebenfalls ein, Señora Cristina hatte vollstes Verständnis), war auch mein Sohn glücklich, alsbald begann ich mich mit meiner Gastgeberin zu unterhalten, soweit es möglich war. Sie sprach ein ganz kleines bisschen Englisch ich ganz wenig Spanisch, so kamen wir über hundert Umwege und reinstes Kauderwelsch zusammen. Über den Inhalt möchte ich später gesondert erzählen, es sind viele spannende Geschichten.

Ihre Wohnung unten im Erdgeschoss war mit Moskitoschutz regelrecht „abgesichert“. Alle Spalten an den Hausöffnungen waren mit Tesafilm geschlossen worden. Zum Glück war es keine Jahreszeit für die kleinen Plagegeister, sie erzählte, in der Regenzeit aber und danach wären es sehr, sehr viele. Doch jetzt, im Januar, sind sie sehr wenige. Ich hatte Glück, andere Menschen weniger. Ich habe durchgehend bis auf einer Übernachtung in einer Polizeischule in Colon stets ein Moskitonetz verwendet, außerdem unterstützte mich ein relativ wirksames Mückenschutz-Pumpspray recht zuverlässig. (Wen es interessiert: nur 2 Stiche in den Wochen 😉)

Am nächsten Morgen hatte Señora Cristina ein Frühstück bereitet und als ich während des gemeinsamen Frühstücks fragte, wie ich am besten nach Portobelo käme, sagte sie, dass entweder einer ihrer Freund mich fahren würde, ich ein Taxi rufen könne (1$), den Bus nehmen könne (20 Cent) (der kommt irgendwann zwischen 9 und 10 Uhr) oder zu Fuß gehen könne, das würde so 50 Minuten dauern. Ich entschied mich sogleich für den Fußweg, und in den nächsten Tagen würde ich jeden Morgen bis auf den Abreisetag zu Fuß nach Portobelo gehen. So tat ich es und es war toll, trotz der hohen Temperaturen und hohen Luftfeuchtigkeit. Angekommen nach 45 Minuten und unzähligen Fotos konnte ich mich in der Kirche etwas ausruhen und abkühlen.

Die Wege in den Tagen waren jedesmal spannend, denn die Anwohner der Straße saßen ab dem zweiten Tag meines allmorgentlichen Weges immer schon in Reihe und Glied vor ihren Häusern, und grüßten alle und immer superfreundlich zurück, mit einem Lächeln und leichtem Unverständnis im Blick, und ganz oft einem Winken! Ich hob zum Gruße fast immer meinen Hut und nach ein paar Tagen ging ich einige Male zu manchen Menschen hin.

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Friendly People in Panama

Dazu später mehr.

Und mehr zur Reise im nächsten Artikel, die Vorbereitungen des Weltjugendtages, die Tage der Begegnung sollten langsam beginnen, nach und nach trafen die Jugenlichen und jungen Erwachsenen in Portobelo ein. Es sollten zwei Welten entstehen, eine die des WJT und die andere jene des Lebens in der Familie, die sich hin und wieder überschneiden sollten.

Bin dann mal offline, aber nur kurz…. 😊

Ab Februar wieder da wünsche ich Euch allen eine wunderschöne Zeit und Gesundheit, gehabt Euch wohl, und bleibt aktiv bei der Verbesserung der Welt, sowie Euch selbst! Ich mache es auch. Ein paar Beiträge von mir habe ich terminiert, wie immer Sonntags um Neun, ich freue mich auf Eure Beiträge, die ich dann im Februar alle nachholen möchte zu lesen!

Bis dahin, und glaubt an Euch!

From February again here I probably wish You all one wonderful time and health, had to You, and remain actively with the improvement of the world, as well as yourselves! I also do it. I have a few contributions of myself set in time, as usual, Sunday at Nine, I am glad about your contributions for which I would like to make up then in February everything to read!

Till then, and believes in You!

Febbraio nuovamente dato che auguro a tutti voi un tempo meraviglioso e salute, probabilmente avuto e rimane attivo nel miglioramento del mondo, così come il tuo! Lo faccio anche. Ho messo un paio di post da me il tempo, come sempre la domenica alle 09:00, attendo con ansia i vostri contributi, mi piacerebbe fare poi a febbraio tutti a leggere!

Fino ad allora e crede in te!

Février à nouveau car je souhaite à vous tous un temps merveilleux et la santé, vous avez probablement eu et reste actif dans l’amélioration du monde, ainsi que les vôtres ! Je le fais aussi. J’ai mis quelques messages de moi à l’heure, comme toujours le dimanche à 09:00, j’attends avec impatience vos contributions, je tiens à faire puis en février tous les lire !

Jusque-là et croit en vous !

Febrero otra vez pues deseo que todos ustedes un maravilloso tiempo y salud, probablemente tuvo y sigue siendo activo en la mejora del mundo, así como de su propio! Lo hago también. He puesto un par de posts de mí en el tiempo, como siempre los domingos a las 9:00, esperamos vuestras aportaciones, me gustaría hacer en febrero todos a leer!

Hasta entonces y cree en ti!

Olaf 🙋 😊