In manchen Träumen bildet…

Fotoshooting tfp Portrait vintage shooting Fotograf

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… eine Entfernung kein Hindernis, denn sie ist nicht existent.

In some of your dreams distance is no impediment, because it does not exist.

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O.K. Google, jetzt mal ganz ehrlich … 😂😂😂

Sprachassistent – Google-Mitarbeiter hören mit

Auch beim Sprachassistenten von Google wird mitgehört: Auftragnehmer des Konzerns hören regelmäßig Aufnahmen ab, die per Smartphone oder smartem Lautsprecher gemacht wurden.

http://www.deutschlandfunk.de/sprachassistent-google-mitarbeiter-hoeren-mit.1939.de.html?drn:news_id=1026988

Warum ich? [116]

Nude, Artnude, akt, teilakt, sensual

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Warum! möchtest du mit mir arbeiten? Welche Gründe hast du? Weißt Du denn nicht, wie anstrengend es sein kann, mit mir zu arbeiten?

Du meinst, du siehst die Ergebnisse, sie gefallen dir und du möchtest ähnliches haben?

Weißt Du, wie schwierig das ist, was du dafür tun musst?

Wie meinst Du, so aufwendig kann es gar nicht sein?

Wenn Du wüsstest, was Du dafür zu leisten im Stande sein musst?

Kannst Du Dir nicht vorstellen? Du meinst, das ist doch alles ganz easy? Schließlich sähe man auf den Bildern, wie locker sie wirkten?

Ja, sehen so aus, gebe ich dir recht. Meinst du, das bekommst Du hin?

Das ist so aufwendig und kompliziert, so schwer und zeitraubend, besonders aber erfordert es eine besondere Leistung von dir:

Sei zuverlässig!

Zu schwer, nicht wahr. Zu aufwendig, oder? So viel zu investieren, für nur ein Bild? Kaum den Aufwand wert, nicht wahr! Lieber nicht, zu viel, dachte ich mir. Aber sei nicht traurig, das Leben läuft. Gewiss.

Pflanzt Bäume statt Steinwüsten

ETH Zürich – Forschern zufolge ist das Pflanzen von Bäumen die beste Methode gegen den Klimwandel

Das Pflanzen neuer Bäume ist einer Schweizer Studie zufolge das effektivste Mittel gegen die Klimaerwärmung.

http://www.deutschlandfunk.de/eth-zuerich-forschern-zufolge-ist-das-pflanzen-von-baeumen.1939.de.html?drn:news_id=1024492

Welcher Aufwand ist nötig, um ein Bild zu erschaffen? [115]

Ganz klar ist die Beantwortung dieser obigen Frage daran geknüpft, welches Ziel hinter dem Bild steckt. Davon hängt ab, ob ein Bild nach dem Zufallsprinzip erschaffen würde oder ob Planung und Ideenfindung dahinter steckt.

Was ist nötig für ein Bild? Einerseits könnten sich Model und Fotograf irgendwo treffen und Bilder machen. So wird ein Mensch fotografiert und es entstehen Bilder. Andererseits kann eine aufwendige Planung hinter einem Shooting stehen. Das ist meist dann der Fall, wenn es sich um eine konzeptionelle Arbeit handelt, die zu einem bestimmten Ergebnis führen soll. Welcher also ist der Weg, Dein Weg, mein Weg?

Pauschal lässt sich keine Antwort darauf finden. Jeder Mensch hat einen anderen Anspruch an ein Bild. Nicht jeder möchte einen großen Aufwand betreiben, um ein paar Bilder zu erhalten. Model und Fotograf sind gleichermaßen gefragt, wenn es um die Qualität der Aufnahmen geht, und beide legen fest, welche Voraussetzungen zu erfüllen sind und wie die Planung von statten geht.

Ein Skizzenbuch beispielsweise ist für manche Menschen Neuland. Eine vorherige Beschäftigung mit dem Shooting kann mehr oder weniger intensiv sein. Manchem Model reichen einfache Bilder ohne großen Aufwand aus, manchen Fotografen entsprechend. Widersprüchlich dabei ist allein das Anspruchsdenken der Menschen: Manche Menschen erwarten explizit außergewöhnliche und besondere Bilder, gehen jedoch ohne Vorstellung davon an die Umsetzung heran. Manche legen die Umsetzung in die Hand des Anderen oder erwarten einen All-Inclusiv-Service ohne eigenes Zutun.

Wieder andere Menschen haben erste Erfahrungen hinter sich und bieten sich als Model an, dies mit der Prämisse, die entstehenden Bilder sollen wenigstens der Qualität der eigenen gezeigten Fotografien entsprechen. In den meisten Fällen jedoch findet sich bei diesen Bildern offensichtlich leider keine besondere Qualität. Aber selbst diese Einschätzung liegt im Auge des Betrachters, und vielleicht reicht einigen dieses Mittelmaß aus und sie finden diese Bildchen gut genug. Immer wieder kommt es auf den Anspruch und das Ziel an.

Vielen Fotografen geht es mehr um eine Sammlung vieler unterschiedlicher Menschen als Motiv für ihr Portfolio, da spielt die Qualität eine eher untergeordnete Rolle. Ob diese Fotografen die Qualität ihrer Bilder überhaupt erkennen steht für mich zur Debatte, denn wie solle die Aufnahme werden, wenn ein Mensch die Wirkung eines Blicks oder einer Pose nicht erkennt und damit nicht beeinflussen kann. Wenn ich die Bilder eines Peter Lindbergh oder einer Annie Leibovitz betrachte, so sehe ich doch, dass es funktionieren kann. Diese Bilder kann jeder sehen. Warum also kommt es zu solchen Unmengen mangelhafter oder unterdurchschnittlicher Fotos im Netz? Vielleicht liegt die Antwort schon in der Frage, denn der Punkt ist wahrscheinlich allein die einfache Möglichkeit der Publikation von allem und jedem im Internet, gravierend die miserable Qualität auf einigen Socialmedia-Plattformen, auf denen man sich unbedarft aufhalten kann. Wieder aber stellt sich hier die Frage des Anspruchs: Will ich künstlerisch-außergewöhnliche Bilder kreieren, oder reicht mir die natürliche Abbildung eines lächelnden Menschen, was keineswegs ein verwerfliches oder minder wichtiges Sujet ist? Nicht jeder hat den Anspruch, ein hochwertiges Bildnis zu erstellen, ganz abgesehen von der Fähigkeit dies zu erfüllen, und dabei schließe ich mich explizit ein. Nicht jeder hat die Ressourcen im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Stab an Mitwirkenden aufzustellen, die als Stylisten, Makeup-Artisten, Licht-Adjudanten, allgemeine Helfer und Berater bei einem Bild mitwirken. Wieder stellt sich die Frage nach dem Anspruch.

Die Bedeutung der Fotografie ist in einem starken Wandel begriffen. Jeder Mensch muss sich selbst vor Augen führen, welche Bedeutung sie für ihn hat. Nach der Schwemme von Bildchen im www gilt es vielleicht eine Rückbesinnung zur Form der Fotografie als Kunst anzustoßen. Eine Gegenbewegung zur Manier des Dauerpostens zur Erhöhung der eigenen Reichweite in Form unzähliger Follower zur Steigerung des eigenen Egos ist vielleicht ein Weg. Mehr gute Bilder als viele Bilder. Oder hälst Du den Zug für abgefahren?

Mein geschätzter Fotografen-Kollege Lars Döbler hat in einem bemerkenswerten Artikel kürzlich die in vielen Bildern geforderte Geschichte im Bild in Frage gestellt. Ich selbst denke darüber seit 30 Jahren nach und für mich gibt es ebenfalls Bilder, die einfach nur diesen „Wow-Effekt“ haben, ohne eine Geschichte zu erzählen. Das kann die Darstellung eines Körpers sein oder der Ausdruck der Augen, der mich anhalten lässt und einfach nur begeistert staunen. Ob eine langhaarige Darstellerin in langem, wehenden Kleid in den stürmischen schottischen Highlands oder ein CloseUp eines Körperteils im Gegenlicht kann diesen Effekt haben. Bei diesen Bildern stellt sich die Frage, wie viel Aufwand notwendig war für die Erstellung. Standen drei Mitarbeiter mit Windmaschinen neben dem Model in wehendem Kleid oder herrschte tatsächlich stärkerer Wind und Helfer hatten alle Mühe die Blitze mit den Lichtformern festzuhalten? Oder war man nur zu zweit in der Eifel und es war zufällig windig, die Bilder entstanden nur mit availible Light? (Ja, sieht man natürlich auf den Bildern)

Welcher Aufwand ist für Dich tragbar und es wert, aufgewendet zu werden? Locker flockig oder gezielt geplant? Beides, hin und wieder? Manchmal kommen mir Zweifel. In letzter Zeit häufiger, als mir lieb ist. Aber ich bleibe gelassen. Wie siehst du das?

Vom Wandel der Fotografien [114]

Ich wiederhole mich mit meinen Äußerungen zur Qualität der gezeigten Bilder im www. ganz gerne mal, ist es doch etwas, was mir immer wieder auffällt. Doch dieses Mal betrachte ich die Lage der Dinge von einer anderen Seite. Man muss es nur lang genug und oft genug wiederholen, dann wird eine Sache schon richtig, oder? Passiert das gerade in Sachen Fotografie? Lege ich einmal die Historie der Lichtbilderstellung zu Grunde, so stelle ich fest, dass aus einer Kunst oder einer technisch nur wenigen „Fotografen“ vorbehaltenen Kunstfertigkeit ein Massenphenomen geworden zu sein scheint. Der einstige Seltenheitswert einer fotografischen Aufnahme trug dazu bei, dass sie begutachtet wurde. Nicht nur wegen eventuell angefallener Kosten, auch wegen des Aufwandes, der mit der Erstellung verbunden war. Ein Ergebnis war nie sofort verfügbar, sondern es bedurfte einer Wartezeit, zu der sich immer eine gewisse Vorfreude gesellte.

Das ist heute anders. Jeder Mensch kann zu jeder Zeit ein Lichtbild erstellen, und er tut dies auch. Es ist keine besondere Ausrüstung von Nöten. Als zweiten Aspekt, der noch viel erheblicher wirkt, wirkt die Möglichkeit zur Veröffentlichung der Lichtbilder. Diese besteht durchgehend und wird ebenso beständig genutzt. Während zu Beginn der Fotografie und vor der Massenverfügbarkeit eine Veröffentlichung äußerst eingeschränkt war, nämlich in Form von gedruckten Bildern in entweder Büchern oder Magazinen, in der Mehrzahl aber als Ausdruck in Form von 9×13 oder 10×15 Bildern für das eigene Fotoalbum, seltener als 30×45 Print für die eigenen vier Wände, so wird heute nur wenig gedruckt, da im Zeitalter der Digitalisierung hierzu vermeintlich keine Notwendigkeit mehr besteht.

Dazu bedarf es scheinbar auch keiner Notwendigkeit des Drucks mehr, denn die Fotografie oder Lichtbilderstellung tauscht ihren Sinn ein. Ein schon immer dokumentarischer Charakter übernimmt zunehmend den Sinninhalt, indem nicht mehr die einzelne Fotografie im Vordergrund steht, sondern der Stream. Nicht ein Bild ist als solches wichtig, sondern dieses eine nur als Bestandteil einer Präsentation eines Alter Egos im www. Diese Bilder sind mehr oder weniger austauschbar, es kommt nicht so sehr auf den Inhalt, sondern mehr auf eine Frequenz zum richtigen Zeitpunkt an, in der die Menschen ein Lichtbild veröffentlichen. Damit löst sich die Halbwertszeit der Bilder in Wohlgefallen auf. Im Umkehrschluss fällt auch der Inhalt auf ein kaum mehr messbares Niveau, es scheint einfach nicht mehr notwendig, dass aus einem Lichtbild eine Fotografie oder tatsächlich ein Bild wird.

Nicht aber bei allen Menschen ist es so, nicht alle finden sich damit ab. Obwohl auch ich manchmal diesem Phänomen Rechnung trage. So versuche ich unentwegt eine Art der Kunstfertigkeit aufrecht zu erhalten, die Fotografie als eine Möglichkeit aufrecht zu erhalten, die die Muse im Menschen berührt, seine Phantasie beflügelt und Gefühle wie Anmut, Schönheit und Entzückung nicht aussterben lässt. Ob mit das gelingt steht auf einem anderen Blatt und das darf jeder Betrachter selbst entscheiden. Für mich kann ich nur sagen, dass ich danach trachte, auch, wenn hin und wieder die Verzweiflung ob der unendlichen Flut der Belanglosigkeit an mir knabbert.

Was ich besser machen könnte… Teil 6 von 12 [Intermezzo]

6. Mach es! Jetzt! 💪

Manchmal kommt mir der Verdacht nahe, dass betimmte Vorhaben, die unter „mache ich mal“ hinterlegt sind, womöglich niemals statt finden werden. Diese reichen von kleinsten Vorhaben am Tage bis hin zu großen Ideen des Lebens. Ich sollte mir vornehmen einige dieser Pläne und Wünsche in ihrer Bedeutung auf den Status „JETZT“ zu setzen. Sonst wird das nix!

Es geht dabei nicht mal um immer ganz dringliche Angelegenheiten. Schon die Antwort oder Aussage „Mache ich gleich!“ birgt ein hohes Potential der Vergessenheit. Jeder kennt die Präambel der Improvisation: Nichts ist so beständig, wie ein Provisorium. Das bezieht sich keineswegs nur auf bauliche Werke, auch menschliche Beziehungen geraten offensichtlich und leider zunehmend in diese Rolle. Ich möchte hier aber nicht wieder über den Verlust von Verbindlichkeit und Authentizität sprechen.

Es sind nicht unbedingt die großen Ideen, wie zum Beispiel einer meiner Träume aus der Kindheit, eine Einhand-Weltumseglung. Dauer 3-4 Jahre. Wäre längst möglich gewesen. Aber schwebte immer nur so dahin, als Traum, oder etwas, was man ja mal machen könnte. Doch die Umsetzung ist eine ganz andere Sache, und es gibt genug Gründe, die diesen Traum zwar bestehen lassen, aber die seine Umsetzung zumindest bedingen. Familie zum Beispiel ist einer derer. Diese würde, wenn es wirklich virulent geworden wäre, wahrscheinlich sogar dahinter gestanden haben. Doch man selbst will es gar nicht, zum Beispiel Partner und Kinder für diese Zeit vermissen. (Ginge übrigens auch gemeinsam.)

Dann gibt es noch den eigenen Besitz. Der wird bekanntlich nicht besessen, sondern er besitzt. Dich. Verlangt Deine Aufmerksamkeit und Pflege, möglichst tagtäglich.

Wie verhält es sich mit kleinen Ideen? „Mache ich irgendwann einmal!“ Bedeutet „irgendwann“ niemals? Was ist mit kleinen Pflichten? „Später!“ Treiben mit dieser Einstellung einige Aufgaben und Ideen vor dir her und in wie weit beschränkt dieses Treibgut das eigene Vorankommen?

Mir fallen all diese Vorhaben immer wieder ein und auf, ich sehe ihre Geschichte und vermute ihre Zukunft. Es gibt nur das Leben in der Gegenwart, das ist allseits bekannt, doch solche Worte, wie „Plane in der Zeit, dann hast du in der Not.“ haben großen Einfluss auf mich, immernoch. Noch ginge die Weltumseglung. Irgendwann sagen die Knochen, die Konzentrationsfähigkeit und die Abenteuerlust solche Worte, wie „och nö, der Garten ist auch schön (ist er wirklich) “ und es würde verantwortungslos anderen Menschen gegenüber werden. Nicht dass ich aufgrund von Müdigkeit ein Containerschiff ramme und versenke.

Aber es geht ja wie erwähnt nicht ausschließlich um die großen Ideen, von denen noch mehr existieren. Schon die kleinen und ganz kleinen Ideen sind es Wert, sie umzusetzen. Wieder mal Wagner in der Semperoper, Bamberg endlich kennen lernen, und wieder mal eine Nacht in den Dünen schlafen. Ginge alles. Sofort. Aber es liegt irgendwo im Kopf und Herz vor Anker. Neben all den anderen Ideen. Tausende. Was ich dazu am Rande bemerken kann: keine ist dabei, bei der es um Besitz ginge. So weit bin ich schon. Immerhin, denke ich für mich. Zumindest fast. Aber das passt hier nicht her, Umzug ist ein anderes Thema….

Was ich also besser machen könnte: „Irgendwann“ muss mehr zu „Jetzt“ werden! Wann? – Jetzt! Später? – Nein, sofort! Du wirst verlieren, glaube mir, wenn Du es nicht jetzt machst. Und die Vernunft, so lasse Dir gesagt sein, ist ein massiver Partner in deinen Überlegungen, die einiges zu sehr dramatisiert. Ich möchte das ändern. Oder nein, es geht nur folgendermaßen: Ich ändere es bis zum ……2019! Setze Dein Datum selbst ein! 😊

Mache es. Jetzt!

Reaktionen [Intermezzo]

Fotoshooting Koblenz Portrait tfpShooting

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Wie reagierst du? Angemessen? Gar nicht? Mit erheblicher Verspätung? Nur oberflächlich? Ehrlich?

Hier eine kleine Übersetzung:

1. Du sagst etwas ab. Wie?

  • Du sagst, du kannst nicht: HEIßT- Ich möchte eigentlich gar nicht (mehr), also bitte sieh‘ ab von weiteren Nachfragen
  • Du sagst ab, schlägst einen oder mehrere neue mögliche Ausweich-Termine vor. HEIßT: Ich möchte wirklich, kann aber jetzt nicht, biete dir daher einen neuen Termin.

2. Du hattest eine Zusammenarbeit?

  • Ich bedanke mich bei Dir für die tolle Zusammenarbeit. HEIßT: Es war nett, aber bitte nicht noch einmal.
  • Ich bedanke mich bei Dir und betone die positive Arbeit und frage nach einer Wiederholung: Ich fand es gut, so gut, dass ich mir eine Wiederholung wünsche.

3. Du möchtest ein bestimmtes Ziel erreichen?Du erfährst, welche Voraussetzungen und Anstrengungen erforderlich sind.

  • Ich bedanke mich, finde es ganz toll und melde mich, wenn ich Zeit habe. HEIßT: Hört sich toll an, aber nee, lass mal, ist mir zu viel Jedöhns, habe Besseres zu tun.
  • Ich bedanke mich, finde es ganz toll, welche Termine schlägst du vor? HEIßT: Hört sich gut an, ich bin interessiert, finde die Arbeit angemessen und möchte es erreichen.

4……..Fallen Dir noch Beispiele ein? 😊

Meine Bildbearbeitung [113]

Bildbearbeitung und Filter sind immer wieder ein Thema bei der Erstellung fotografischer Aufnahmen. Beim einigen Fotografen kommen die Bilder so, wie sie sind (ooc=out of camera) , in sein Portfolio, beim nächsten wurden nur die Grundeinstellungen ein wenig angepasst, beim letzten wurde Gimp, Luminar, Lightroom, CaptureOne, Photoshop, oder sonst ein Bildbearbeitungsprogramm bis in die letzten Details ausgereizt. Dazwischen gibt es unzählige Abstufungen. Beliebt sind sogenannte Presets, die durch nur einen einzigen Klick in beispielsweise CaptureOne oder Lightroom ein Foto optimieren oder den Stil eines bekannteren Fotografen (z.B. Sean Archer) imitieren.

Filter funktionieren nach einem ganz ähnlichen Prinzip. Mit nur einem oder wenigen Klicks kann man einem Bild einen beliebigen Stil verpassen. Je nach Arbeitsaufwand kann eine solche Bildmanipulation von wenigen Sekunden (wenn überhaupt) bishin zu mehreren Tagen (Composings) in Anspruch nehmen. Bei den Composings werden nicht nur einzelne Bildelemente stark verändert, sondern oft Bilder aus mehreren Einzelbildern zusammen gesetzt. Dabei werden Orte und Himmel ausgetauscht, Objekte eingefügt und Farben vertauscht, nur als Beispiele genannt.

Was aber, so fragte mich unlängst eines meiner Models, hat das noch mit der Realität zu tun? Es gibt für mich mehrere Aspekte, die zu meinen Überlegungen führen. Diese liste ich kurz auf:

  • fällt eine Aufnahme anders aus, als es die Lichter in Wirklichkeit hergaben, so passt man es dementsprechend an
  • Sind Elemente mit auf das Bild geraten, so kann ich diese durch Stempel oder Ausschneiden entfernen
  • Wurde eine Farbe in der Kamera verändert, so kann ich diese in der Bearbeitung zurück holen
  • Sind Bereiche zu hell oder dunkel, so kann ich diese abdunkeln oder erhellen und somit den Dynamikumfang des Bildes erhöhen
  • Haut kann durch verschiedene Methoden von Irritationen befreit oder abgeschwächt werden

Weitergehende Schritte der Bildbearbeitung sind ebenfalls beliebt, beispielsweise können Menschen ge(ver)formt werden (schlanker, muskulös,…), Körperpartien können angepasst werden (Beine verlängert), Farben verstärkt werden oder auch Motive stark verfremdet werden. Warum, so war die Frage, machen wir Menschen es so gerne. Manipulationen waren und sind schon immer am lebendigen Körper aus diversen Kulturen bekannt. Idealisierung ist -laut Wissenschaftlern- einer der bedeutenden Gründe. Nicht nur unsere Körper werden optimiert, auch entstandene Bilder von uns, um einem möglichen, kulturell geprägten Vorbild gerecht zu werden und damit Anerkennung zu gewinnen.

Interessant dabei ist die Tatsache, dass sich nach gängigem Schönheitsideal schöne Menschen genauso optimieren, wie weniger ideal geformte Menschen, wenn man es so ausdrücken möchte. Im Handyzeitalter sind nach dem Selfie die Porzellan-Haut oder die Sommersprossen nur einen Klick weit entfernt und es wird ausgiebig genutzt.

Wo liegen meine Bilder und die der anderen Fotografen? Da kann und möchte ich nur von mir ausgehen, auch, wenn man auf den Bildern vieler anderer Fotografen die Bearbeitungsschritte recht gut nachvollziehen kann. Auch deshalb, weil es so viele Meinungen wie Models und Fotografen gibt, kann ich kein einheitliches Resümee stellen, daher meine Vorgehensweise im groben Überblick: (alles nur, falls erforderlich)

1. Grundeinstellungen

  • Horizont begradigen
  • Farbtemperatur korrigieren
  • Lichter einschränken
  • Schatten hervorheben
  • Farben abgleichen, evtl. entsättigen
  • Kontrast einstellen
  • Objektivkorrekturen durchführen

2. Weitergehende Einstellungen

  • Kontrolle der Schärfe, dabei ist mehr und auch weniger Schärfe möglich
  • Haut von Irritationen befreien (Frequenztrennung z.B.)
  • Hell-Dunkel-Verlauf einstellen
  • Wenn nicht gleich in sw fotografiert, in sw umwandeln
  • einzelne Farben anpassen
  • störende Elemente entfernen

Was sinnvoll ist und wo ein Bild überzogen bearbeitet wird, liegt in der Ansicht der Protagonisten und kann besprochen werden. Haut beispielsweise ohne jede Struktur, wie sie oft zu sehen ist, geht mir persönlich für meine Art der Fotografie zu weit. Auch Anpassungen der Körperform führe ich nur auf Wunsch durch, es sei denn, durch Wind oder Pose entstellt ein Kleidungsstück die Körperform. Filter wie Snappseed oder Pixlr verwende ich eher selten, oft nur als Experiment. Zu Composings fehlt mir leider oft die Zeit, aber dazu habe ich noch sehr viel geeignetes Rohmaterial, so dass es sich später einmal bestimmt noch ergeben wird.

Wenn Du bis hier her noch Fragen hast, so stelle sie mir gerne hier im Kommentar, vielleicht hast Du ja Lust, etwas über Deine Art der Bearbeitung zu schreiben. 😊

Fotografiere Mich! [112]

Fotografiere mich. Ja, machen wir das? Mache viele verschiedene Bilder von mir. Bitte. Ich möchte ganz besondere Bilder von mir haben. Bilder, die außergewöhnlich sind. Bilder, die nicht wie alle anderen sind. Ideen habe ich viele. Wann können wir sie machen?

Hast Du Erfahrungen, was die Fotografie und das Posing angeht? Warst Du schon einmal vor einer Kamera?

Ja, ich habe sehr viele Bilder auf Instagram gesehen und stelle mir genau solche von mir vor. So an coolen Locations und in total coolem Outfit. Weißt Du, was ich meine?

Kannst Du mir ein paar Bilder schicken, damit ich sehe, welche Bilder Du gut findest?

Klar, mache ich. Ich habe viele von denen auf meinem Handy gespeichert. Und ich folge denen auf IG. Was meinst Du soll ich anziehen?

Sobald ich die Bilder gesehen habe, kann ich etwas dazu sagen. Welche Outfits besitzt Du?

Ich habe einen ganzen Schrank voll davon. Alle möglichen Sachen, je nach dem, was wir shooten kann ich kombinieren. Viele Schuhe, auch Tops und Kleider, Hosen und Jacken.

Schön, dann erwarte ich Deine Beispielbilder. Wann möchtest Du gerne das Shooting durchführen?

Können wir bald machen, ich habe viel Zeit, besonders am Wochenende. Samstag oder auch Sonntag. Wie lang wird es dauern?

So lange kann es dauern, bis wir unsere Ideen fotografiert haben. Je nach dem, wie viele Ideen wir uns vornehmen. Und so lang unsere Konzentration aufrecht erhalten bleibt.

Cool, ich sende Dir nachher die Bilder, dann können wir über Deinen Chat besprechen, wie wir es machen oder? Schminken kann ich mich selbst, ist das okay?

Es kommt darauf an, welche Bilder Du erwartest und wie gut Du Dich selbst schminken kannst. Das zu beurteilen überlasse ich Dir, schätze es selbst ein.

Supi, dann bis später.

Danke und bis später.

(Anfrage für ein Shooting, Sommer 2017)

Was denkst Du über diesen Dialog? Ist alles verständlich? Gibt es Anmerkungen?

P.S. Das Bild hat nichts mit dem Text zu tun, Auf dem Foto die junge Dame war hervorragend vorbereitet und es fand ein offenes und tolles Shooting in Königstein statt!