Po – Formen ( 18 )

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Der Apfel     –     Die Birne    –   Die Tomate   –   Der Pfirsich   –   Die Kartoffel

   Alles Obst und Gemüse. Nicht doch! Diese Bezeichnungen kursieren als Synonyme für die Beschreibung der Form eines Hinterns umher. Für den Apfel – Popo als Beispiel wird die Sängerin Kylie Minogue genannt, für den birnenförmigen Popo Jennifer Lopez und für den Popo mit der Form eines Pfirsichs Pippa Middelton.

    Kann sich jetzt jeder etwas vorstellen? Ich bin mir da nicht so sicher. Wenn ich die Formen betrachte, so ist natürlich richtig, dass ich neben diesen Formen unzählige Zwischenformen finde. Bei der Betrachtung meiner Fotos komme ich zum Ergebnis, dass ich wohl zur Form des Pfirsichs eine besondere Affinität habe.

   Wie aber ist der Hintern im Sinne der Formen zu betrachten? Kann ich jeden Hintern in eine der „Schubladen“ packen? Den einen Hintern mehr in die eine Richtung tendierend, der andere mehr dorthin und der nächste so als Zwischending? Ich befasse mich in diesem Blog mit dem wohlproportionierten Hintern, also dem in meinen Augen schönen Popo.

   Dazu möchte ich in meiner Auseinandersetzung mit dem Thema den Versuch wagen, so etwas wie eine kleine Landkarte dazu zu erstellen – dazu meine Bilder präsentieren. Und ich möchte in diesem Teil des Blogs auch den Menschen fragen, was sie/er zu den Formen sagt. Spielt die Frage nach der Form für sie überhaupt eine Rolle? Steht bei der Betrachtung des eigenen Hinterns nicht eher die Frage nach der Größe allgemein im Vordergrund? Eine Rolle scheint der schöne Popo zu spielen bei der Frage nach der Hose. Hier nimmt er noch vor den Beinen eine wichtige Stellung ein. „Wie sieht mein Popo in der Hose aus? Oder war die Hose vorhin doch schöner?“ „in wie weit formt die Hose meinen Hintern und nicht umgekehrt?“

   Eine Freundin arbeitete in einem Bekleidungsgeschäft, in dem es eine Abteilung für Hosen gibt und dort beriet sie über einige Monate hinweg die weiblichen und männlichen Kundinnen und Kunden. Ich konnte sie befragen, welche Erfahrungen sie bei der Wahl der Menschen nach ihrer Hose machte und welche Bedeutung die Passform der Hose hatte. Vereinfacht ausgedrückt komme ich mir ihr zum Fazit, dass die Mehrheit der Menschen hauptsächlich Wert auf eine nicht zu groß wirkende Optik des Hinterns legten. Eine Vielzahl der Kundinnen in der Abteilung Jeans war an engen Jeans interessiert ( 2004) , die die Form ihres Popos hervorheben würden. Bis eine Hose gefunden wurde, die nach Ansicht der Kundin zur Form ihres Popos passte, verging schon mal eine Stunde und mehr. Der Blick in den Spiegel mit der jeweiligen Hose fiel fast immer nur kurz auf die Frontalansicht, viel länger und intensiver wurde nach Aussage meiner Freundin die Rückansicht überprüft! Kann ich dabei herausfinden, welchen Einfluss die Poform bei der Wahl der Hose hat? In einschlägigen Foren werden Tipps zur Form der Hose gegeben, die sich nach der Poform richten. Die Röhrenjeans lieber für die Pfirsischform oder Tomatenform, bei der Birnenform einen nicht so hohen Bund wählen, weil der die Größe zu stark betonen würde. Worum geht es bei der Darstellung der eigenen Hinternform?

    Der Mensch möchte schön aussehen. Das setze ich als gegebene Maxime voraus. Und die Form des Hinterns soll bei den meisten Menschen ebenfalls schön aussehen. Außer sie gehören zu den „Hinternversteckern“. Wissen die Menschen von der Form ihres Hinterns? Wissen sie, wie sie von hinten aussehen? Ein Versuch einer Gruppe von Attraktivitätsforschern nahm sich dieses Themas an. Personen wurden in ihrer Rückansicht fotografiert und sollten anschließend ihren Popo unter mehreren Popos erkennen. Das Ergebnis war für alle überraschend, denn viele erkannten ihren Po nicht auf Anhieb.

   Wie ist es also mit der Form und der Erkenntnis bei den Menschen und wie reagieren sie darauf? Nicht jeder hat die Möglichkeit einen Berater zu befragen. Leider! Ist die Form dem Menschen bewußt, kann er/sie für den eigenen Hintern die „schönste“ Hose aussuchen. Bei meinen Eindrücken aus dem Straßencafe heraus stelle ich fest, dass vielen die Form nicht so recht bewußt ist oder, was auch oft der Fall zu sein scheint, es ist dem Menschen vielleicht nicht so wichtig ist. Ob es wichtig ist oder nicht, das wäre in einer empirischen Umfrage zu eruieren. Warum wäre die Ansicht des eigenen Hinterns anders zu werten, als die anderer Körperregionen? Was würde für einen Unterschied hinsichtlich der Wertung sprechen? Die Beschreibung der Formen des schönen Popos kann ich anhand meiner Bilder am leichtesten beschreiben. Dazu beim nächsten mal mehr.

   Im Bewußtsein der Menschen bleibt das Aussehen des eigenen Hinterns sehrwohl. Nur die Optik, weil sie dem eigenen Gesicht abgewandt ist, lässt Zweifel darüber aufkommen, ob es für den Menschen viel bedeutet. Wird die Hose – vermutlich zuhause – noch mal begutachtet, wenn überhaupt, so macht sich unterwegs kaum einer noch Gedanken über die Passform und das momentane Aussehen seines Hinterns bis auf gelegentliches Emporziehen des Beinkleides. Wie denn auch, es sind andere Dinge natürlich wichtiger. Fast niemand läuft durch die Stadt und denkt über die Form des eigenen Popos nach, auch ist es schon technisch nicht so einfach, geeignete Spiegel zu finden und sich dann auch noch “ Uhu-Like“ umzusehen. Was sollten die Passanten da nur denken? Wir haben manchmal eine Art „Passgefühl“, das uns verrät, wie wir uns in der Hose fühlen, wie sie sitzt, sagte eine Freundin. „Wir kennen sie und wissen um den Sitz des Beinkleides, gehen so beruhigt in die Welt hinaus.“ Manch einem geht dieses Gefühl ab. (Nicht berücksichtige ich wiederum die Menschen, denen das Aussehen des eigenen Hinterns gleichgültig ist, wie oben erwähnt.)

   Für die Frau ist es meistens wichtiger, wie sie von hinten aussieht, als für den Mann. Weil die Frau erfahrungsgemäß Wert auf ihr Äußeres legt, ist sie für mich immer wieder schön anzusehen, dabei spielt die Form des Pos eine eher untergeordnete Rolle. Eine größere Rolle spielt die Passform der Hose und dabei entsteht der Widerspruch in Punkto Form: Was ist maßgeblich für eine Form? Hose oder Hintern. Auch hier in den Kommentaren bestätigte ein Leser die landläufige Meinung, dass in der richtigen Jeans jeder Po toll aussähe. Dem kann ich nur bedingt zustimmen. Ich meine, eine Jeans kann durch einen bestimmten Schnitt der Figur des Trägers eine „Form“ geben, doch die Struktur des Knochenbaus bleibt erhalten, so dass damit die Grenzen der Formbarkeit aufgezeigt sind. Selbst die Muskulatur des Gesäß´ ist von erheblichem Einfluss auf das Erscheinungsbild des Trägers. Ein Mangel an Bewegung lässt deutlich weniger straffe Formen auch in der Jeans erkennen! ( Wie gesagt, ich möchte es immer wieder betonen: Es geht hier erst mal nur um die reine Äußerlichkeit, die Seele des Menschen bleibt von dieser Betrachtung unberührt!)

Wie ich vorher bemerkte, genießen es viele Frauen, wenn sie den ein oder anderen Blick der Männer auf sich ziehen oder gar ein freundliches, anerkennendes Lächeln erhalten. Die Form des eigenen Popos ist den meisten Frauen ebenso wichtig, wie die Optik allgemein. Deshalb entwickelten die Hosenhersteller die „Push-Up Hose“ für den schönen Hintern. Außerdem sind vielfältige Fittnessübungen für den straffen Popo in Mode, das aber schon immer. (Mehr noch die jüngeren) Frauen tragen gerne enge Jeans. So ist die Form des Pos gut zu erkennen. Ich gehe davon aus, dass es so gewollt ist, wäre es nicht ein Leichtes, den Po zu verhüllen. Die Form des Hinterns hat bei dieser Zurschaustellung, die ja die meisten Männer sehr anziehend finden, nichts damit zu tun, denn gleich welcher Form, wir sehen in der Öffentlichkeit alle Formen. Der Mensch „hinter dem Hintern“ ist nun mal so geformt, wie er ist und der Mensch zeigt, was er hat: Er tut dies gerne, und es gibt genug Menschen, denen der Hintern so gefällt, wie er ist. Es wäre müßig zu erforschen, welche Form unter den Pos die beliebteste Form ist. Die Aussage würde möglicherweise den einen oder anderen Hintern favorisieren. Dass der etwas dickere Hintern der beliebtere ist, das haben Wissenschaftler bereits eruiert. Es sagt jedoch nur wenig über die Form aus. Die Gewinnerin des Po-Contest in 12/2012 in Brasilien hat beispielsweise einen eher fülligen Hintern.

   Vielleicht denkt der ein oder andere Leser, dass die Form des Hinterns Rückschlüsse auf das Wesen des Menschen zulässt. So gab es (oder gibt) in den 1970er Jahren die Volksweisheit, dass ein straffer aufrecht geformter Po auf ein schnippisches Wesen hinweist. Über wissenschaftliche Verifizierungen diesbezüglich ist mir aber nichts bekannt. Dazu wird möglicherweise jeder seine eigene Ansicht haben. Die Vorliebe für die Form ist also eine Geschmackssache, wie für andere Vorlieben auch. Sind lange Haare schöner oder kurze Haare?
Unterliegen also die Formen des Hintern auch einer Mode! Im Laufe der Zeit wechselten die Idealformen immer wieder. Adäquat zu der Größe des Pos waren mal der kleine, tomatenförmige Po „in“, mal der breitere, birnenförmige Po. Allein in unserer Zeit gibt es Liebhaber für die Form des Pos wie der von Shakira, genauso aber gibt es Liebhaber von Pos mir der Form wie der von Kate Moss ( bischen Gimp?!). Die Formen stehen nur als Beispiel für die Vielfalt der Po-Formen, die so zahlreich, wie es Menschen gibt, sind. Glücklicherweise! Und selbst dann spielt sich das ab, was bei uns allen der Fall sein wird: Im Laufe unseres Lebens können wir glatt vom Pfirsich zur Tomate werden …   😉  UND BLEIBEN DOCH GELIEBT!

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5 Gedanken zu “Po – Formen ( 18 )

  1. Die Optik wird übrigens nicht nur durch Jeans betont, schöne Röcke können die Po-Form auch verschieden betonen. Je nachdem ob diese eher gerade nach unten streben oder etwas zur Seite betonen sie dazu eben auch das „Gesamtkunstwerk“ aus Po und Hüfte mehr oder minder 😉

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