Die Brücke [121]

Manchmal geschieht so etwas einfach so, ohne, dass eine Absicht dahinter steht. Man fühlt eine tiefe Verbundenheit, und diese erblüht in mannigfaltiger Weise. Der Intellekt tritt dabei zurück. Die entstandenen Gefühle können dabei ausschließlich in Worte gefasst werden, weil ein Blick, eine Berührung, ein Lächeln, das Tauschen des größeren Eises für das kleinere Eis als Intuition besteht. Die entstandenen Gefühle, die keineswegs fiktiv sind, fließen durch Worte als direkten Kontakt der Seelen. Dieser Teil des Herzens fühlt, er denkt nicht. Zumindest nicht in diesen Momenten, da es präsent ist. Wenn dann wieder der Kopf, der Geist – nicht als Gegenpart, eher als Ergänzung – Einzug hält in die Gedanken, dann spürt man diese Größe und wird durch das, was gerade geschieht oder eben nicht, erinnert, an die Realität, den Tag, die Zeit, das Leben im Alltag, wovon das Herz nichts weiß. (Was richtig und gut ist) So gibt es ein Auf und Ab. Das Herz schlägt bis zum Hals, es kann nur fühlen, der Verstand wägt ab und relativiert, bringt die Lebenserfahrung mit ins Spiel und so ist er wieder da, der alte und von Shakespeare so tief und ergreifend beschriebene Abgrund unter der Brücke der Herzen.

Rainforrest in Brasil is burning!

Spätestens, wenn wir nicht mehr atmen können, werden wir wissen, wo wir untätig gewesen waren.

Beitrag darf gerne geteilt werden.

Was ich besser machen könnte… Teil 8 von 12 [Intermezzo]

Besitz besitzt. Diese althergebrachte Wahrheit ist unterbewusst wahrscheinlich jedem Menschen klar. Denn – man muss sich kümmern. Nun ist es nicht so, dass ich derart im Überfluss lebe, dass ich kümmern lassen könnte. Was kann ich besser machen, wenn es darum geht, meine Aufmerksamkeit zu erhalten, zu lenken, einzuteilen und zu entziehen?

Besitz besitzt. Oder glaubst du immer noch daran, dass du einen Besitz besitzt? Willkommen in der Welt der Illusionen. Rasender Stillstand, so schrieb einst Paul Virilio. Das ist Teil des gesamten Konzepts vom Besitztum, es kommt nur darauf an, möglichst viele Güter in möglichst kurzer Zeit anzuhäufen. Das wird nur auf Kosten und mit der Vernichtung unserer Erde einhergehen, das sehen wir nur nicht deutlich genug, vor lauter Konsumgütern und der Gier danach. Aber es ist gut so, der Homo Oekonomicus soll schließlich bedingungslos konsumieren, sonst funktioniert nachher das System der Schere zwischen arm und reich nicht mehr. Das hätte dramatische Auswirkungen, die Welt würde Gefahr laufen, gerecht zu werden.

Solche viel zu plakativen Thesen sind allerdings nur etwas für Tagträumer. Alternative Strategien werden wohlweißlich im Keim erstickt, von denen, die es wissen müssen und deren Helfershelfern. Von mir. Denn ich konsumiere. Mehr, als ich brauche. Ich kaufe, häufe an und sammle. Früher waren es Schallplatten. Und nun? Alles mögliche? Kameras, Autos, Häuser? Naja, wohl etwas hochgegriffen. Aber andere Dinge. Egal, was es ist, ich habe viele Dinge nicht mehr in den Händen gehalten, seit …? Zu lang! Und es werden nicht weniger, sondern eher mehr. Tassen, Töpfe, Helferlein? Vielleicht. Aus wie vielen Tassen kannst du trinken? Nun, deine Freunde sollen nicht darben, also gibt es einige mehr. Aber 64 Tassen? Ja, eher mehr, und ich habe die Teller noch nicht gezählt!

3 Autos? Schiff, Häuser? Ach nee, das kommt erst noch, oder? Was will ich besser machen? Ich besitze, also gerade schreibe noch auf einem Note 3. Uralt. Oder? Gibt jetzt gerade das Note 10. Für nur 1199.00 Euro. Aber hey, gar nicht so viel, denn Samsung gibt mir 30 Euro „Trade in“ für mein Altes. Cool, oder. Naja die 100 Euro Abwrack-Prämie habe ich jetzt unterschlagen. Also bekäme ich 130.00 Euro beim Kauf eines 10er Note. Nur noch 1069.00 Euro. Für eine noch coolere Performance und so viel mehr – mehr Zeit am Handy, als jetzt schon?

Was kann ich besser machen? Vielleicht ist es ein Weg, sich nicht mehr so besitzen zu lassen. Und den Dingen eine Absage zu erteilen, die nur darauf warten, deine Aufmerksamkeit zu stehlen, die doch dem Menschlichen, den Wesen der Erde, der Erde selbst, uns und der Verbindung der Lebenden eigen ist.

Was ich besser machen könnte… Teil 7 von 12 [Intermezzo]

Fotoshooting, Koblenz, Portrait, tfp, Fotograf, Model,

mies-vandenbergh-fotografie.de

Manchmal denke ich über mich, da ist ein Mensch, der weiß es besser, doch er handelt nicht danach. Vielleicht nicht „nicht“, aber es könnte mehr werden. Was meine ich?

In Deutschland, das habe ich lernen müssen, kann man weitestgehend sagen, was man denkt. Weitestgehend deshalb, weil es Grenzen gibt, die (in meinen Augen) zurecht existieren, denn nicht wenige Menschen verstehen sich der Wirkung ihrer Worte bewusst zu sein. Das Weitestgehend betrifft aber auch eine andere Richtung, denn nicht alles, was wahr erscheint, wird gerne gehört, wird lieber unterdrückt, totgeschwiegen oder ad absurdum geführt. Ressentiments hat man bisher kaum zu befürchten, wenn ich auch sicher bin, dass vieles nicht vergessen wird, sondern irgendwo „gemerkt“ wird. Aber dazu erst mal nicht mehr, denn ich wollte auf etwas anderes hinaus.

Es gibt Dinge, die mir durch fundierte Informationen bekannt gemacht wurden. Ich weiß von etwas, habe es erfasst und könnte dementsprechend reagieren. Als Beispiel könnte ich zum Beispiel Palmfett oder Soja nehmen. (Beste Grüße an alle Vegetarier und Veganer) Für diese beiden Rohstoffe werden in unglaublichem Maße tropische Regenwälder gerodet. Jeden Tag. In Brasilien, in Panama, Costa Rica, in Indonesien, und anderswo. Ich sprach mit Menschen aus wenigen der Regionen und es gab ein trauriges Bild ab.

Nun weiß ich davon, weiß, was geschieht und gucke ich auf jede der Zutatenliste? Immer? (Beste Grüße an alle Konsumenten einer beliebten Nuss-Nougat-Creme) Ich gebe mir Mühe, aber in letzter Konsequenz nein, denn es gibt Zutaten zum Kochen, die ich nutze, obwohl Palmfett enthalten ist. Warum? Es geht auch anders, oder? Konsequenter werden, in diesen Dingen, das ist eine Sache, die ich besser machen könnte. Definitiv. Was denkst Du über Soja und Palmfett?

Kommentiere, wenn Du mutig bist und auch ins Visier der Lebensmittel-Lobby geraten willst… 👹😇😊.

O.K. Google, jetzt mal ganz ehrlich … 😂😂😂

Sprachassistent – Google-Mitarbeiter hören mit

Auch beim Sprachassistenten von Google wird mitgehört: Auftragnehmer des Konzerns hören regelmäßig Aufnahmen ab, die per Smartphone oder smartem Lautsprecher gemacht wurden.

http://www.deutschlandfunk.de/sprachassistent-google-mitarbeiter-hoeren-mit.1939.de.html?drn:news_id=1026988

Pflanzt Bäume statt Steinwüsten

ETH Zürich – Forschern zufolge ist das Pflanzen von Bäumen die beste Methode gegen den Klimwandel

Das Pflanzen neuer Bäume ist einer Schweizer Studie zufolge das effektivste Mittel gegen die Klimaerwärmung.

http://www.deutschlandfunk.de/eth-zuerich-forschern-zufolge-ist-das-pflanzen-von-baeumen.1939.de.html?drn:news_id=1024492

Was ich besser machen könnte… Teil 6 von 12 [Intermezzo]

6. Mach es! Jetzt! 💪

Manchmal kommt mir der Verdacht nahe, dass bestimmte Vorhaben, die unter „mache ich mal“ hinterlegt sind, womöglich niemals statt finden werden. Diese reichen von kleinsten Vorhaben am Tage bis hin zu großen Ideen des Lebens. Ich sollte mir vornehmen einige dieser Pläne und Wünsche in ihrer Bedeutung auf den Status „JETZT“ zu setzen. Sonst wird das nix!

Es geht dabei nicht mal um immer ganz dringliche Angelegenheiten. Schon die Antwort oder Aussage „Mache ich gleich!“ birgt ein hohes Potential der Vergessenheit. Jeder kennt die Präambel der Improvisation: Nichts ist so beständig, wie ein Provisorium. Das bezieht sich keineswegs nur auf bauliche Werke, auch menschliche Beziehungen geraten offensichtlich und leider zunehmend in diese Rolle. Ich möchte hier aber nicht wieder über den Verlust von Verbindlichkeit und Authentizität sprechen.

Es sind nicht unbedingt die großen Ideen, wie zum Beispiel einer meiner Träume aus der Kindheit, eine Einhand-Weltumseglung. Dauer 3-4 Jahre. Wäre längst möglich gewesen. Aber schwebte immer nur so dahin, als Traum, oder etwas, was man ja mal machen könnte. Doch die Umsetzung ist eine ganz andere Sache, und es gibt genug Gründe, die diesen Traum zwar bestehen lassen, aber die seine Umsetzung zumindest bedingen. Familie zum Beispiel ist einer derer. Diese würde, wenn es wirklich virulent geworden wäre, wahrscheinlich sogar dahinter gestanden haben. Doch man selbst will es gar nicht, zum Beispiel Partner und Kinder für diese Zeit vermissen. (Ginge übrigens auch gemeinsam.)

Dann gibt es noch den eigenen Besitz. Der wird bekanntlich nicht besessen, sondern er besitzt. Dich. Verlangt Deine Aufmerksamkeit und Pflege, möglichst tagtäglich.

Wie verhält es sich mit kleinen Ideen? „Mache ich irgendwann einmal!“ Bedeutet „irgendwann“ niemals? Was ist mit kleinen Pflichten? „Später!“ Treiben mit dieser Einstellung einige Aufgaben und Ideen vor dir her und in wie weit beschränkt dieses Treibgut das eigene Vorankommen?

Mir fallen all diese Vorhaben immer wieder ein und auf, ich sehe ihre Geschichte und vermute ihre Zukunft. Es gibt nur das Leben in der Gegenwart, das ist allseits bekannt, doch solche Worte, wie „Plane in der Zeit, dann hast du in der Not.“ haben großen Einfluss auf mich, immernoch. Noch ginge die Weltumseglung. Irgendwann sagen die Knochen, die Konzentrationsfähigkeit und die Abenteuerlust solche Worte, wie „och nö, der Garten ist auch schön (ist er wirklich) “ und es würde verantwortungslos anderen Menschen gegenüber werden. Nicht dass ich aufgrund von Müdigkeit ein Containerschiff ramme und es versenke.

Aber es geht ja wie erwähnt nicht ausschließlich um die großen Ideen, von denen noch mehr existieren. Schon die kleinen und ganz kleinen Ideen sind es Wert, umgesetzt zu werden. Wieder mal Wagner in der Semperoper, Bamberg endlich kennen lernen, und wieder mal eine Nacht in den Dünen schlafen. Ginge alles. Sofort. Aber es liegt irgendwo im Kopf und Herz vor Anker. Neben all den anderen Ideen. Tausende. Was ich dazu am Rande bemerken kann: keine ist dabei, bei der es um Besitz ginge. So weit bin ich schon. Immerhin, denke ich für mich. Zumindest fast. Aber das passt hier nicht her, Umzug ist ein anderes Thema….

Was ich also besser machen könnte: „Irgendwann“ muss mehr zu „Jetzt“ werden! Wann? – Jetzt! Später? – Nein, sofort! Du wirst verlieren, glaube mir, wenn Du es nicht jetzt machst. Und die Vernunft, so lasse Dir gesagt sein, ist ein massiver Partner in deinen Überlegungen, die einiges zu sehr dramatisiert. Ich möchte das ändern. Oder nein, es geht nur folgendermaßen: Ich ändere es bis zum ……2019! Setze Dein Datum selbst ein! 😊

Mache es. Jetzt!