Von der Handlung und Nichthandlung [96]

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Konversation findet bei einer Begegnung zwischen Menschen immer statt! So in etwa steht es bei Paul Watzlawick. Es gibt demnach keine Begegnung ohne Konversation. Man kann sich begrüßen oder aneinander vorbei schauen und ausweichen. Man kann eine Frage stellen oder eine klassische Grußformel sprechen. Ein Lächeln ist denkbar und öffnet damit alle Möglichkeiten. Was geschieht aber im Anschluss? Was ist möglich, was könnte passieren, wenn sich Menschen begegnen, wo auch immer, wann auch immer oder wer auch immer.

Beim letztgenannten möchte ich beginnen:

WER?

  • Kennen sich die Personen, die sich begegnen?
  • Kennen sie sich gut oder nur oberflächlich?
  • Haben sie sich lange nicht gesehen oder kürzlich?
  • Sind es Partner oder Freunde?
  • Sind es Nachbarn oder Bekannte?
  • Sind es Kollegen oder Mitarbeiter?
  • Sind es Menschen, die wir fürchten?

WANN?

  • Haben die Personen Zeit für die Begegnung?
  • Haben sie viel Zeit oder wenig?
  • Sind sie in Eile?
  • Unterbrechen sie ihre evtl. vorhandene Eile?
  • War ein Treffen geplant?
  • Findet die Begegnung unter positivem Stern statt?
  • Ist es eine Pflichtveranstaltung?

WO?

  • Sind beide in Bewegung oder ruht eine der Personen, oder gar beide?
  • Treffen sie sich persönlich oder online, schreiben sie sich oder telefonieren?
  • Ist der Treffpunkt für beide vertraut oder fremd und ungewohnt?
  • Ist es öffentlich oder privater Natur?

Viele Szenarien sind möglich und zudem untereinander kombinierbar. Worauf ich hier im Artikel eingehen möchte ist die Frage nach dem, was allen gemein sein kann. Interessant ist für mich, was trotz der unterschiedlichen Situationen stets sehr ähnlich, weil traditionell oder nach Brauch wiederholt geschieht, wenn Menschen miteinander kommunizieren. Was ist Standard, was nicht und wo liegen die Grenzen? Was haben Verständnisschwierigkeiten zur Folge, die durch unterschiedlichen Verhaltensweisen entstehen? Darauf aufbauend und weitergehend, wie äußern sich die (meiner Ansicht nach) zunehmenden Verhaltensstörungen und was ist die Folge davon?

Mit der Kommunikation steht und fällt die Verbindung zwischen den Menschen. Ob in der Politik, der Gesellschaft oder im zwischenmenschlichen Bereich, es läuft immer auf die Verständigung hinaus. „Wie hast Du es gemeint?“ „Was hast Du gemeint?“ „Habe ich Dich richtig verstanden, wenn ich denke, dass…?“ Ein Schlüssel zum Verständnis der Menschen untereinander ist eine gelungene Kommunikation. Durch Worte und Handlungen ist viel zu erreichen, genauso viel ist durch sie zu manipulieren. Ganze Kriege sind durch Worte ausgelöst worden, Fehden entstanden durch Aussagen beziehungsweise durch deren Auslegung ganz gleich ihrer tatsächlichen Bedeutung.

Was also ist jeder Kommunikation zu eigen? Kann sie positiv wie negativ oder auch neutral sein? Ist sie immer und überall zielgerichtet? Steckt immer ein Sinn oder eine Absicht hinter einer Kommunikation? Wird durch jede Handlung oder Nichthandlung kommuniziert? Wird durch Nichtachtung gewisser Regeln oder Verträge ein Kommunikationspartner geringgeschätzt, ihm gezeigt, dass in einer Beziehung eine geringere Wertigkeit besteht. Wie werden Belange, Wünsche, Optionen oder Ziele kommuniziert, wie wird reagiert, wenn man angesprochen wird, wenn eine Aufmerksamkeit, die immer und überall hin gerichtet werden kann, geschenkt wird? Wird sie geschätzt, oder wird sie im Zuge der möglichen Optionen als ein Ruf unter vielen vielleicht noch gehört, niemals aber darauf reagiert?

Kommunikation besteht dann, wenn ein Austausch zwischen zwei Parteien stattfindet und kann nicht einseitig erfolgen. Wenn eine Seite nicht reagiert, so findet zwar Aktion statt, nicht aber Reaktion und es findet kein Austausch über zum Beispiel Gedanken, Meinungen oder Geschehnisse statt, dort, wo es möglicherweise angesagt ist. Die Gründe für unterlassene Kommunikation können vielfältig sein. Von Bedeutung über Überforderung bis hin zur Steuerung ist vieles denkbar, in jedem einzelnen Bereich und jedem einzelnen Fall gilt es eine nähere Betrachtung zu wagen. Dabei kann eine Strömung in der Gesellschaft durch sogenannte Vorbilder wahrgenommen werden, wenn man nur deutlich hin blickt!

Ich höre, was Du sagst, und:

„Ich antworte oder ich antworte nicht, weil:“

  • ich andere Dinge mache
  • ich mir dazu keine Zeit nehmen will
  • ich keinen Überblick habe über die vielen Nachrichten
  • ich gerade Deine Kommunikation nicht wünsche
  • ich deine Anfrage nicht erkenne
  • ich denke, du willst keine Kommunikation
  • ich nur Anfragen sammle und mich daran bewerte, wie viele ich bekomme
  • ich Angst habe, du könntest weitere Fragen stellen
  • ich fürchte, ich könne etwas von mir verraten, was ich lieber verberge
  • ich mich von Dir zuvor verletzt fühle, Dir dies aber verschweigen will
  • ich fürchte, Du könntest mehr erwarten, ich aber nicht sagen, was ist.
  • ich schlecht „Nein“ sagen kann
  • ich fürchte, entdeckt zu werden
  • mir Deine Anfrage unangenehm ist

Diese Liste kann von Dir weiter geführt und individuell vervollständigt werden, jeder Mensch hat eigene Erfahrungen und Umgangsformen verinnerlicht, verändert sie je nach Umgang und Gemeinschaft, je nach Gefühl und Empfindung. Äußere Einflüsse wie Mediennutzung verändern nicht nur uns, sondern auch unsere Umgangsformen. Es ist wie im Straßenverkehr: fehlen Kenntnisse über die abgesprochenen Verfahrensweisen, so kommt es zu Unfällen, der Verkehr kommt zum Erliegen. Die weiteren Folgen dürften jedem klar sein. Missverständnisse und Unverständnis führen zu Problemen zwischen uns Menschen. Sind wir auf dem besten Weg dahin?

(Klar, wenn zwei Personen nebeneinander sitzen und sie beide an ihren Handys hängen und sich nicht gerade über Messenger-Dienste Nachrichten schreiben, so kommunizieren sie nicht miteinander.)

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Phantasie [95]

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Wunsch? Eher nicht.

Vorstellung? Nicht ganz.

Idee? Ist dabei.

Traum? Ja, geht schon in die richtige Richtung.

Phantasie? Hat unbedingt damit zu tun.

Gefühl? Äußert sich darin öfters.

Sehnsucht? In Gänze dabei.

Im heutigen Beitrag versuche ich zu konkretisieren, welche Kraft mit all den oben genannten Worten zu tun hat, ohne dass eines der Worte allein zutreffend wäre. All diese Worte sind Teil eines Puzzles, das wiederum einen Teil von mir ausmacht. Dieser Teil beschäftigt und begleitet mich zeitlebens, er lässt in mir Gedanken um die Bedeutung und Ziele, die ich habe, entstehen.

Dieses gewisse Etwas, das immer mal wieder aufblitzt, das sich manchmal sogar einen Augenblick länger zeigt, um dann wieder unscharf zu werden, sich damit meinem Blick entzieht – es fesselt mich seit je her. Es überrascht mich, taucht auf und hinterlässt in mir eine tiefe Leere, indem es wiederum verschwindet; niemals aber ohne eine gewisse Sehnsucht zu hinterlassen. Es erscheint, nicht dauerhaft greifbar, nur seine Auswirkungen in Form der oben genannten Substantive und vor allem der damit verbundenen Gefühle, die mich – wie alle Menschen letztlich – ausmachen, wirken mein Leben lang.

Vielleicht ist dieses gewisse Etwas eines der Dinge, die mich als Ganzes antreiben etwas zu verwirklichen, es mutet an ein Teil meiner Kreativität zu sein. Es reicht deutlich über das Alltägliche hinaus. Es entgegnet jene Kraft, die einer Vergänglichkeit widerspricht, die in allem und jedem existiert, da nichts auf der Welt beständig ist, so sehr wir es auch wünschen. Ist jeder Mensch, so wie ich, bestrebt, etwas Bleibendes zu hinterlassen? Entsteht dieser Wunsch in jedem Menschen, wenn er realisiert, dass es eine Endlichkeit in allen Bereichen gibt?

Von der Endlichkeit des Lebens erfuhr ich auf sehr drastische Weise. Einer meiner Mitschüler wollte die A46 als Abkürzung zu Fuß überqueren, es misslang ihm jedoch. Das Geschehene war für mich bis zu dem Zeitpunkt absolut fiktiv, an dem ich mich von ihm in seinem sehr klein anmutenden Kindersarg verabschieden konnte. Es war im 3. Schuljahr mit 9 Jahren, und dies zu verarbeiten war nicht ganz leicht, das weiß ich heute. Er war unheimlich klein, wie er so da lag, viel kleiner, als vorher in Wirklichkeit.

Zurück zum Versuch diese Kraft in mir zu umschreiben und zu greifen, zu dem Versuch herauszufinden, was sich hinter diesem Gefühl der Unvollständigkeit verbirgt. Bedürfnisse sind allgegenwärtig, dafür bin ich Lebewesen. Neben den funktionalen Bedürfnissen, wie atmen oder schlafen gibt es die sogenannten primären und sekundären Bedürfnisse, wie etwa, primär, Essen und Trinken, Wohnen und Wärme. Von den sekundären Bedürfnissen möchte ich als Beispiele die Sicherheit und die sozialen Kontakte nennen. Vielfach geht man davon aus, dass erst diese Bedürfnisse gestillt sein müssen, damit der Mensch es wagen kann, sich mit seinem vielleicht tiefsten Bedürfniss auseinanderzusetzen: Der Selbstverwirklichung.

Wie die Selbstverwirklichung aussehen kann, wie weit die dafür nötige Selbstfindung gediehen ist, liegt bei jedem Individuum selbst. Ob jeder Mensch dazu kommt, sich dieser Herausforderung zu stellen ist fraglich, denn um die Befriedigung der Grundbedürfnisse ist es weltweit aus mannigfaltigen Gründen, wie z.B. Gier nicht gut bestellt. Ein hungriger Geist philosophiert nicht gerne, sondern sucht Nahrung. Wir sind weit davon entfernt, denn das Gut der Erde wird auf Kosten Vieler auf nur wenige verteilt. Was ist aber, wenn ein Mensch das Privileg besitzt, sich über seine Selbstverwirklichung Gedanken machen zu können, welche Wege wird er wählen?

Beginnt ein Mensch beispielsweise eine Sammlung, so kann deren Ziel stets nur sein, unvollendet zu sein, damit das Ziel selbst, nämlich „Sammeln“, erhalten bleibt. Jede Sammlung soll unvollendet bleiben, es wird nämlich immer etwas geben, was in der Sammlung fehlt, nicht wahr? Welche Ziele gibt es noch? Anhäufung von Gütern jedweder Art? Konzentration von Macht? Privilegierung bestimmter Gemeinschaften und Gruppen? Entwicklung einer Persönlichkeit? Dienst am Leben? Diese Liste kann unendlich fortgeführt werden.

Bei mir hat das anfangs beschriebene Gefühl, diese Kraft, eine wesentliche Bedeutung im Bereich der Sinnfindung für mein Leben eingenommen. Latent empfinde ich es als allgegenwärtig. Es findet sich verborgen oder offen in Text, Musik oder im Bild, es ist in der Form, der Skulptur und besonders der Natur zu emp-finden. Musik beispielsweise lässt mich erschaudern, wenn sie die Seele berührt, das Gefühl von überirdisch entstehen lässt, wie zum Beispiel bei einem Konzert des Hilliard-Ensembles mit Jan Garbarek im Berliner Dom, als die Sänger zu Beginn des Konzertes aus verschiedenen Richtungen von piano bis hin zu forte singend sehr bedächtig in Richtung Altar gingen, wo Jan Garbarek in seiner unwahrscheinlich gefühlvollen Art die Gesänge des Officiums mit seinem Saxophon untermalte.

Aber auch andere Kunstwerke vermögen dieses Gefühl entstehen zu lassen. Ob es menschengemachte Werke sind oder die der Natur. Mich fasziniert eine Art der Vollständigkeit, der Vollkommenheit, die vielleicht für jedem Menschen eine andere ist, die mich in diesem Augenblick anlächelt und sagt: Sieh her, hier bin ich, all das, was zu Deiner Vollkommenheit fehlt. Damit erweitert sich vielleicht der Schein und lässt mich die Wärme spüren, die möglich zu erlangen ist, wenn ich es so ausdrücken möchte. Ich empfinde eine Sehnsucht nach dieser „Schönheit“, dieser „Kraft“, diesem „Etwas“, das für mich nicht so einfach in Worte zu fassen ist.

Nun suche ich, wie viele Menschen auf der Welt, nach einer Ausdrucksform, dieses Gefühl zu manifestieren, darzustellen. Erneut komme ich zu den mir gegebenen Möglichkeiten als Mensch, dies auszudrücken. Ich erwähnte zuvor die Kunst. Sie ist ein möglicher Weg, das auszudrücken. Aber beileibe nicht der einzige. Denn was uns letztendlich ausmacht, sind unsere Taten und ihr Pendant, die Unterlassungen. So kann ein Audruck dieses Gefühls die Tat sein, die in ihrer Beschreibung dann nur eine Güte besitzen kann, nämlich in Form von Menschlichkeit, Großzügigkeit, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, und viele Begriffe mehr sind damit verbunden. So äußert sich diese Kraft in viel mehr als einer darstellenden oder bildenden Kunst, sondern sie zeigt sich im täglichen Leben, in Partnerschaft und Freundschaft, in der Gemeinschaft und Gesellschaft, in nahezu jedem Bereich unseres Wirkens.

In der Kunst aber dieser Kraft einen Ausdruck geben zu können ist eine der höchsten Werte, und das aus gleich mehrerer Hinsicht. Ein Mensch muss finden, in welcher Kunst er seiner Seele einen Ausdruck verleihen kann. Und als allererste Maxime überhaupt kann nur gelten, dass es jedem Menschen zustehen sollte, diese finden zu können, zu dürfen. Ich meine, diese Kreativität steckt in jedem Menschen. Durch viele Faktoren wird sie jedoch nicht entwickelt, wird von außen oder innen unterdrückt, oder sie wird als nicht von Bedeutung angesehen. Wie im letzten Abschnitt gesagt kann sie auch in Form der Organisation von Projekten liegen oder ein Handwerk zu vervollkommnen, die Möglichkeiten sind äußerst vielfältig.

Nicht jeder kann komponieren oder malen, bildhauern oder fotografieren, zeichnen oder modelieren, nähen oder erfinden, doch ich meine, es gibt unendlich viele wertvolle Bereiche, in denen ein Mensch zum Künstler werden kann, eine, seine Berufung finden kann. (Jeder weiß, dass es einen Unterschied gibt zwischen Beruf und Berufung, nicht wahr!?) Es geht darum, diese Kraft zuzulassen und sie nicht einem System zu opfern, ganz gleich, welches, da jedes System die Individualität aus Eigenerhaltung scheut und unterdrückt. Klar, sonst wäre nachher nichts mehr systematisch. 😊 Aufklärung dahingehend tut Not, und jedermann sollte dies verkünden, damit die Kreativität im Mensch zu einer lebenswerten Welt beitragen kann. Ist aufwendig, ja, aber nicht unmöglich, meine ich.

Erneut zurück zur Kraft, der ich mit den anfangs genannten Substantiven auf die Spur kommen möchte. Es geht um die Übertragung dieser Kraft auf etwas, das sie sichtbar macht, eine Art Transformation, in die sich dieses Gefühl ergibt. Wenn es gelingt dieses umzusetzen, so beinhaltet das Werk, welcher Art auch immer es ist, die ihm eigene Seele und möglicherweise überträgt sie sich auf den Empfänger. Zusätzlich möchte ich noch von einem weiteren Ziel ausgehen, nämlich der Inspiration. Ich finde einen Zauber in manchem Kunstwerk wieder, das die Kraft hat, seine Entdecker in irgend einer Art zu inspirieren, selbst der Kreativität freien Lauf zu lassen. Dieser Inspiration kann es ein Leichtes sein, zu höherem und mehr, als momentan möglich scheint zu leiten. Und ein Kunstwerk, das möchte ich zum Abschluss diesen ersten Teils deutlich betonen, muss nicht auf ein Werkstück oder Material an sich beschränken, es kann auch ein Handeln sein, ein „Sein“; wie ein Vorbild einfach nur ist mit dem, was es macht und was nicht. Transformation ist Veränderung einer Konstellation, in welchem Bereich auch immer, wenn diese zielgerichtet auf unbestrittene Werte erscheint, führt sie zu einer Erweiterung von Schaffenskraft und Sein und einer Verringerung von Fehlgeleitetem.

Ich freue mich stets, wenn dieses Gefühl zu spüren ist, denn es lässt mich aus dem Vollen schöpfen, es ist manchmal sogar so, dass es mich überfordert. Die ambivalente Wucht seiner Erscheinung gilt es für mich umzuleiten in schöpferische Kraft, deren Ausdruck wahrscheinlich eine ewige Suche bleiben soll, wie eine Sammlung, deren Ziel der Mensch, seine Seele selbst ist. Lasst uns jeden Morgen aufbrechen, jeder Schritt ist ein Stück des Weges zu einem Ziel.

Menschsein [87]

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Menschsein. Ein einfaches wie schweres Wort.

„Willst Du mich seh’n, so schließ‘ die Augen.“ sang die Gruppe „Schandmaul“ in einem ihrer Lieder. Inspiriert durch diesen Satz, der mir sehr gefällt, komme ich auf die Frage, was das „Menschsein“ für mich ausmacht.

Einige Blogs hier gehen dieser Frage nach, und die Menschen hinter diesen Blogs stellen dabei in Frage, welches System sich bisher in ihrer Gesellschaft etabliert hat. Insbesondere gehen sie der Frage nach, wie dieses System mit der Bedeutung von „Menschsein“ umgeht. Viele junge Menschen, mutmaßlich um und über zwanzig, entdecken (gerade) die Frage nach dem Sinn ihres Daseins und ihren Platz in der Gesellschaft. Sie sind dabei diesen Platz in der Gesellschaft zu bestimmen, beginnen dabei ganz folgerichtig sich selbst zu finden, denn nur so kann man sich verorten.

Jedoch nicht nur junge Menschen sind es, auch ältere Menschen, die den Mittelpunkt ihres Lebens schon erreicht und überschritten haben, gehen diesem Gedanken nach. Tendenziell kommt das einer Art Fazit gleich. Dabei erscheint eine durchaus gleiche Fragestellung, wie sie bei jüngeren Menschen entwickelt wird, – nur die Perspektive ist eine andere – nämlich, was war der Sinn bisher und welcher soll noch folgen.

Als Mensch der zweiten Kategorie angehörig, als Mensch, der im Prinzip alles Materielle schon erreicht hat, der die Bedeutung – oder besser- relative Unbedeutsamkeit materieller Güter begriffen hat, resümiere ich ganz anders, als vor vielen Jahren noch. Dazu weiter unten mehr. Aktuell lese ich hin und wieder sehr neugierig und doch etwas amüsiert die Worte der jungen Menschen hier, und es fallen mir viele Dinge sehr intensiv auf.

Zunächst freue ich mich unheimlich, dass es immer wieder Exemplare gibt, die weiter denken, als bis zum Tellerrand oder bis zur Dorfgrenze (ganz einerlei, ob ein Dorf in der schwäbischen Alb oder das Dorf an der Düssel), die infragestellen, sich selbst, aber auch die Gesellschaft hinterfragen, in der wir leben, die Dinge beleuchten, die scheinbar unumstritten und geradezu unumstößlich daher kommen, sowie jene Sitten, Bräuche und Regeln, die sich im Wandel befinden. Ich finde in ihren Texten die gleichen Gedankengänge wieder, die mir vor 30 Jahren in den Sinn kamen. Dabei möchte ich ihnen zurufen, dass es richtig ist, Fragen zu stellen, und Antworten kommen mir in den Sinn, die ich herausbrüllen könnte, doch genauso, wie ich es damals nicht hören wollte oder konnte, wäre es heute ebenso vergeblich, dessen bin ich mir bewusst. Denn das Leben ist es, dass es einen lehrt, es nutzen keine Worte, die man hört, es sind die Gefühle, die man fühlen muss.

Wie alt muss man werden, damit der Satz „Was interessiert mich das Geschwätz der Anderen?“ verinnerlicht ist? Es ist beileibe keine Zahl, soviel ist sicher, denn mir begegneten Menschen, die waren (und sind) jung und konnten schon sehr klar unterscheiden zwischen Geschwätz und wertvollen Worten der Kritik und es gibt Menschen scheinbar reich an Jahren, die dieser Sicht entbehren!

Ein Vorteil der Erfahrungen, die man erfährt, wenn man selbstkritisch und reflektiert lebt, ist die Sicht auf die eigene Entwicklung. Erkenntnisse kommen nicht mehr nur noch geistig-theoretisch daher sondern sind erfahrungsgetränkt. Während ich in jungen Jahren beseelt von Ideen und Idealen war, arm an tatsächlichen Erfahrungen aufgrund der noch kurzen Lebenszeit, habe ich nun die Möglichkeit zu vergleichen, denn es existieren viele Texte aus meiner Jugend, Briefe, Essays, Tagebücher, die mich neben einem Schmunzeln und definitiv unglaublich simplen Peinlichkeiten doch recht klar und deutlich hinterfragen lassen, was aus diesen Idealen geworden ist. Dabei entdecke ich Parallelen in heutigen Gedanken und Gefühlen, Bestätigungen, Widersprüche und total Absurdes. Als junger Mensch, so kommt es mir heute vor, dachte ich: „Ah, eine Welle, joh, jetzt kenne ich den Ozean!“ 😂

Doch ja, was soll es?! So soll es sein, und ich meine, wie sonst soll man sich in seinen Einbaum setzen und lospaddeln! Das ist der Weg, bildlich gesprochen. Früher wie auch heute, wie es nun die jungen Menschen in ihren Texten beschreiben, steht man vor einem Berg. Man sieht ein wahres Massiv, das es zu besteigen, zu überwinden gilt, das scheinbar gefährliche Steilhänge aufweist, die unüberwindbar erscheinen, die man am liebsten umgehen würde. Es birgt enge Schluchten in sich, die so tief, wie die menschliche Seele sind, wo weit und breit keine Brücke in Sicht ist, Schluchten, die man entweder hinab und wieder hinauf steigen oder erst eine Brücke über sie schlagen muss. (Wobei zu erörtern wäre, ob ein Abstieg samt Aufstieg für die Erkenntnis nicht wertvoller sei.) Reißende Flüsse gilt es zu durchqueren, an manchen Stellen stärker, an anderen weniger stark sieht die Strömung aus, die Tiefe ist uns gänzlich unbekannt. Doch wie kommen wir hindurch oder herüber, oder gar die Frage ist zu beantworten: Müssen wir überhaupt dort hinüber?

Und heute? Ist der Berg, das Massiv mit seinen Schluchten und Wildwassern zu einer Bodenwelle geworden, die wir mit einem Schritt überschreiten können? Definitiv! Bedeutet das „Leben“? Ja! Ahnt man nun, dass die aktuellen Bergmassive und großen, reißenden Ströme morgen schon ein Hubbel und ein Rinsal sein können? Es hat den Anschein. Als Mensch in höherem Alter später wird es vielleicht zur Gewissheit.

Der eigentliche Fokus aber hier in diesem Texte liegt auf dem Wort „Menschsein“. Dazu möchte ich jetzt die Verknüpfung erstellen. Es geht mir um die Erkenntnis, dass das Wesentliche für die Augen unsichtbar ist. Dies wusste schon der kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupéry) und Erich Fromm beschrieb es in seinem Werk sehr einfach und verständlich (Vom Haben zum Sein, Die Kunst des Liebens, u.a.), als Story existierte es gefühlt schon immer, in Romeo und Julia (Shakespeare), Tristan und Isolde (u.a. Gottfried von Straßburg) oder vom Werther (Goethe) bis hin zur West Side Story. Gehen wir noch einen Schritt weiter zurück, so finden wir einen der meistzitierten Verse der Bibel: 1. Korinther 13: Das Hohelied der Liebe!

„1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze.
4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, 5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.
8 Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. 9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. 10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.
11 Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. 12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.
13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“

Das Leben hat mehr mit Menschsein zu tun, als wir oftmals ahnen. Oder wissentlich unterlassen. Oder uns berauschen lassen. Ich sollte mal aufhören hier am Rechner zu sitzen und zu schreiben……

Wohin des Weges? [85]

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Wohin möchtest du gelangen? Heute, demnächst, in deinem Leben? – Und überhaupt?

Wer möchtest du sein? Heute, morgen, in deinem Leben? – Und überhaupt?

Stellten Freunde mir früher diese Fragen, so brauchte ich nie lange überlegen: Ich wollte schon immer ein Individualist sein. Diese Antwort entsprang tief aus einem Bauchgefühl heraus. Ich konnte es sein. Zumindest das, was ich darunter verstand. Um Modeerscheinungen kümmerte ich mich nicht, weder die Schuhe mit den drei Streifen, die damals in schwarzweiß eine Existenzgrundlage zu sein schienen, noch eine bestimmte Jeans – Marke oder eine bestimmte Jacke in rot mit weißen Ärmeln und fettem kursiven Markenschriftzug konnte man an mir sehen. „Bloß nicht sein, wie die Masse!“ Mit meiner Unabhängigkeit scharte sich während der Schulzeit immer ein kleine Gruppe von Freunden um mich, denen es ähnlich ging. „No Mainstream!“ „Never!“

Warum konnte ich mich so entwickeln? In meiner Kindheit und Jugend boten mir meine Eltern (fast) alle Freiheiten. Mir kamen alle Sicherheiten zu teil, dass, wenn ich mal fiele, es immer ein Netz gab, das mich auffing. Auch wenn manche Stürze äußerst schmerzvoll waren, es gab immer jemanden, der eine Hand reichte zum Aufstehen. Eine Ahnung von einer gewissen Abhängigkeit diesbezüglich schwante mir damals überhaupt nicht. Diese kritische Auseinandersetzung folgte erst weit danach. Die Geborgenheit gab innere Ruhe und erzeugte einen großen Fundus an Vertrauen.

Es war ein Luxus, den ich erst später erkannte, ist er doch lange nicht selbstverständlich. Doch zugegeben, es ist tatsächlich so, dass man manche Dinge erst erkennt, wenn man sie nicht mehr hat oder Menschen kennenlernt, denen es nie vergönnt war, dieses Urvertrauen zu bilden. Später im Leben, nach der Jugendzeit, entwickelte sich eine gewisse Individualität bei mir, die jedoch immer im Dialog stand mit der Gemeinschaft, in der ich mich befand, die mich akzeptierte oder auch mal ausschloss, sobald ich Gefahr lief diese Individualität zu übertreiben. (Stichwort „Zen“, komme ich noch zu.)

Nun aber zu meinen Gedanken über eine persönliche Entwicklung im Bezug auf die Individualität. Diese wird bei jedem Menschen auf sehr unterschiedlichen Pfaden erfahren und reflektiert. Es stellt sich hoffentlich und möglichst früh im Leben die Frage: „Wer will ich sein?“ Hoffentlich auch weit davon entfernt zu fragen, wer soll ich sein, und wer darf ich sein!

Daraus folgt eine differenziertere Fragestellung, nämlich wie viel Individualität kann das Ziel unserer Entwicklung sein? Explizit:

  • „Wie weit grenzt sich dein Wesen vom Durchschnitt deiner Gemeinschaft ab?“
  • Wie weit vom Extrem in die eine wie in die andere Richtung, außerhalb oder innerhalb deines eigenen Selbstverständnisses, empfindest du dich?

Stelle dir eine Waage vor. Ein Zeiger kann eine Gewichtung anzeigen. Er kann ausgewogen darstellen oder auch einen Ausschlag in eine beliebige Richtung. Stelle dir diese Waage vor, die zur einen Seite die Individualität beschreibt, zur anderen eine Art Dazugehörigkeitsgefühl. Bist du nun zu individuell, verlierst du den Bezug zur Gemeinschaft. Bist du hingegen zu sehr in der Gemeinschaft verortet, so läufst du Gefahr, dich selbst zu verlieren. Beide Extreme werden dir vermutlich nicht recht sein. In unserer Gesellschaft werden beide Extreme gemeinhin als krankhaft bezeichnet, schizoide Tendenzen sind eine mögliche Ursache für einen extremen Ausschlag in Richtung Individualität.

Behalte beim Bildnis der Waage jedoch immer im Hinterkopf: Ist es tatsächlich eine Waage, die ausschließlich ein „Entweder-Oder“ zulässt oder ist es viel eher möglich oder gar viel wahrscheinlicher, dass beide Richtungen im Menschen bedient werden können? Wenn ja, gibt es dabei einen maximalen Abstand zwischen Individualität und gemeinschaftlicher Einbindung. Widersprechen sich diese Strömungen auch prinzipiell, so finden doch beide ihre Verknüpfung in uns, die beständig während unserer lebenslangen Sozialisierung auf uns einwirken.

Aus der Zoologie kennen wir alle die Verhaltensweise, dass derjenige ausgestoßen wird, der den Regeln der Gemeinschaft zuwider handelt. In menschlichen Gesellschaften und Gruppen ist es oft nicht anders, selbst, wenn es um ein Vielfaches subtiler abläuft. Derjenige, der sich zu sehr in eine Gruppe integriert, läuft Gefahr, sich darin -aus Sicht der Gruppenmitglieder- zu verlieren. Gefragt ist zunächst deine Sicht auf deine eigene Situation. Wo siehst du dich, individualisiert oder angepasst? Oder beides? In welchen Bereichen setzt deine individuelle Handlungsweise ein, wo reagierst oder agierst du aus deinem persönlichen Muster heraus und wo passt du deine Handlungsmuster an? Ist es stets eine Mischung aus beidem?

Inwieweit reichen deine persönlichen Anforderungen an dich selbst, wie weit siehst du dich eingebunden in gesellschaftliche Erwartungen, Forderungen und Übereinkünften? Freiheit kann bedeuten frei zu sein in mehrfacher Hinsicht:

  • frei von Konventionen
  • frei von Zwängen aus Gruppen
  • frei von eigenen Ansprüchen
  • frei von überlieferten Regeln
  • frei von trivialen Zwängen

So frei ist wohl keiner von uns. Denn eine Gemeinschaft funktioniert nur dann, wenn ihre Umgangsformen erhalten bleiben, welche die Gemeinschaft erhält und sie nicht in irgendeiner Form gefährdet. Umschlich ein Säbelzahntiger eine Gruppe von Menschen, führte ein lautes Schreien eines ihrer Mitglieder wohl zur Unterbindung desselben. Ein Leben als Individualist ist demnach möglich bis zu dem Punkt, an dem die Individualität eines Einzelnen der Gemeinschaft schadet. Jede Tendenz einer Gefährdung wird von der Gemeinschaft meist früh erkannt. Dabei führt es nicht selten zu einer für die Individualität gefährlichen Reaktionen, die nur einem Selbstzweck dienen: Dem Selbstschutz. Jede Störung, die eine Gesellschaft zersplittert, zersetzt, manchmal sogar schon in Unruhe versetzt, wird umgehend geahndet. Sicher sind Entwicklungen nur durch Veränderungen zu erreichen, doch die Gemeinschaft als solche versucht sich dabei stets zu erhalten. Revolution ist ein seltenes Phänomen. Ich möchte an dieser Stelle jedoch nicht zu politisch denken.

Auch in mir ist Revolution eher gemäßigt aufgetreten. Bis auf einige wenige Male. Und selbst in diesen Situationen hatte ich Grenzen und nahm immer ein Teil von mir mit. Ein Beispiel möge aus meiner Zeit der Auseinandersetzung mit dem Zen-Buddhismus genannt werden: Ich lebte zu diesem Zeitpunkt als Single, tauchte ein in den Zen, versuchte (allerdings ohne Mentor) diesem ein Stück weit zu folgen, um zu ergründen, ob er meine Seele berührt.

Irgendwann verschenkte ich fast mein ganzes Hab und Gut an meine Freunde, die mich zugegeben etwas seltsam ansahen, mich aber dabei unterstützten. Vieles vernichtete ich. Es gab jedoch Dinge, materialistisches, von dem ich mich nicht getrennt habe, darunter meine Schallplatten-Sammlung. Diese lagerte ich nur ein. Knapp 2000 Stück, die ich alle einzeln bei unzähligen Gelegenheiten überall in Europa (hauptsächlich hier in Deutschland) nach und nach erworben hatte. Sie wollte ich nicht aufgeben, Musik bedeutet mir noch heute sehr viel.

Daraus ergaben sich viele Diskussionen: Ob man tatsächlich alles aufgeben solle und, wenn man auch nur eine Sache behielte, so könne es unter Umständen bedeuten, dass man nichts weg gäbe, es machte keinen Unterschied. Kann man so sehen. Meine Wohnung war sehr leer. Vier Jahre lang. Irgendwann traf ich auf einen Menschen, der sehr viel mehr Erfahrung im Leben gesammelt hatte, als ich. Er war in einigen großen und kleinen Religionen bewandert, hielt sich zu deren Ergründung in den entsprechenden Ursprungsländern auf. Spannende Gespräche führten wir, Fragen noch und nöcher sprudelten so aus mir heraus. Von da an änderte sich einiges an meinem Verständnis dem Wirken und Zielen der Menschen gegenüber. Soweit und soviel dazu und zurück zum Thema.

  • Wie viel Individuum lässt du zu?
  • Wie viel Individuum lässt deine Umgebung zu?
  • Bist du damit in der richtigen Umgebung?
  • Wie viel Gemeinschaft räumst du dir ein?

Veränderungen bedeuten stets Ungewissheit! Ungewissheit und damit verbunden Unsicherheit ist etwas, das Angst erzeugen kann, dieses versucht der Mensch tunlichst zu vermeiden, es gilt als angeboren. Dich es findet Entwicklung statt und wir begeben uns hin und wieder auf unsicheres Terrain, auch das ist angeboren. Wir können denken und fühlen, daher wachsen wir und verändern uns mit der Zeit mehr oder weniger stark. Du bist der Lenker und kannst steuern. Lote aus, was ist und was geht. Ein Weg wird zu einem Weg, indem du ihn gehst. So versuche ich es, begleitet von Irrungen und Wirrungen, von Erkenntnis und Bestätigung. Wir sollten werden, wer wir sind. Ein Individuum.