„Eros“, oder Erotik stellt keine Aufforderung dar (202)

GateErotisches entsteht per Definition: Bedeutet Nacktheit an sich schon Erotik? Gibt es Nacktheit nicht an verschiedensten Orten? Ändert sich Nacktheit im Kontext, entsteht folglich zwangsläufig Erotik? Gibt es Abstufungen je nach Mensch, Gegebenheit und Zeit (-alter)? Ein kleiner Ausflug.

Beginne ich mit einer Definition, weil es so schön einfach ist, mit der von Wikipedia:

„Als Erotik – von Eros (Mythologie) – bezeichnet man die sinnliche Anziehung zweier oder mehrerer Menschen. Die Stärke der „erotischen Ausstrahlung“ und der „erotischen Signale“, die andere Menschen „senden“, wird keineswegs nur durch den bloßen Anblick eines möglichst hohen Grads von Nacktheit eines menschlichen Körpers bestimmt, vielmehr können auch bestimmte Kleidungsstücke und Gegenstände (s. Fetisch), die Mimik und Gestik einer Person, Sprachmelodie und -färbung, Körperhaltungen und Handlungen von Menschen oder deren Abbilder Erotik erzeugen.“

“ Als allgemeines Ideal galt und gilt in der Regel die harmonische Verbindung von Liebe, Erotik und Sexualität, also die Vereinigung von emotionaler, geistiger und körperlicher Liebe. Schon die Philosophie im alten Griechenland postulierte die Notwendigkeit einer Einheit von Körper, Geist und Seele, damit der Mensch mit sich selbst im Einklang sei.“

“ Zur Geschichte der erotischen Darstellung gehören Elemente aus Malerei, Bildhauerei, Literatur, Fotografie und Film, die sexuelle Szenen zeigen. Diese wurden von fast allen Zivilisationen, in der Antike wie in der Moderne, angefertigt. Frühe Kulturen hielten den Akt für einen Ausdruck übernatürlicher Einwirkung und verbanden ihre Religion mit solchen Darstellungen. In asiatischen Ländern wie Indien, Nepal, Sri Lanka, Japan oder China hat sexuelle und erotische Kunst besondere spirituelle Bedeutungen innerhalb der einheimischen Religionen des Hinduismus, Buddhismus, Shintō und Daoismus. Die Griechen und Römer produzierten zahlreiche Kunstwerke und Dekorationen erotischer Natur, die vielfach in religiösen Ansichten und kulturelle Praktiken eingebunden waren.“

„Während der Zeitgeist bestimmter Epochen die Erotik mehr oder weniger zu unterdrücken suchte (beispielsweise im viktorianischen Zeitalter), hatte die Erotik zu anderen Zeiten Hochkonjunktur, etwa in der Epoche des Rokoko.“

Damit ist schon einiges Grundsätzliche über Erotik gesagt. Offen bleiben viele Nuancen unter noch mehr Menschen. Irrtümer und Versehen sind im Verständnis ebenso vorprogrammiert, wie absichtlich herbeigeführte Überschreitungen von Regelungen und Übereinkünften.

Nacktheit ist, wie in Wikipedia oben beschrieben, noch nicht erotisch. Das ist nichts neues, wir wissen darüber Bescheid. (Wobei Wissen und Umsetzen zwei sehr unterschiedliche Dinge sein können) Es kommt darauf an, wann Nacktheit beginnt, erotische Züge zu gewinnen. Es kommt auf den Ort an (I), es kommt auf die Epoche an (II) und es kommt auf die Art und Weise der Nacktheit an (III).

I. Der Ort
Es hängt beispielsweise vom Platz des Geschehens ab. Dort entscheidet sich, ob Nacktheit in Richtung erotische Nacktheit verstanden werden könnte. Stelle dir verschiedene Möglichkeiten vor: Beim Arzt, unter der Dusche, im Aufzug, am Strand, in der Striptease-Bar, in der Kirche, …! Du merkst schon anhand dieser wenigen Beispiele, welche Auswirkung wieviel unbedeckte Haut an verschiedenen Plätzen symbolisiert. Im San Marco Dom zu Venedig war mit unbedeckten Armen kein Einlass. Am Rügener FKK-Strand war bedeckt der Einlass verwehrt. Ein bauchfreies Top würde in einer Geschäftsbesprechung unter führenden Wirtschaftsberatern dazu führen, den Gesprächspartner vermutlich nicht ganz ernst zu nehmen.

Alle diese Orte haben eines gemeinsam: Es existiert eine verbindliche Ordnung, eine Regel, die darüber Auskunft gibt, wie sich die Menschen in bestimmten Bereichen zu verhalten haben. Die Toleranzgrenze ist da sehr eingeschränkt. Das funktioniert unter anderem dadurch, dass bei Zuwiderhandlungen Sanktionen erwartet und unter Umständen auch vollzogen werden. Du selbst gucktest bestimmt auch verwirrt, wenn Dir des Nachts um 2 Uhr bei der Heimfahrt aus der Düsseldorfer Altstadt auf der Mecumstraße (eine der am stärksten befahrenen Straßen Deutschlands) in Höhe der Feuerbachstraße bis auf festes Schuhwerk 4 sonst völlig nackte junge Männer erblickt hättest, die so die Straße überquert hätten. (Das hättest du 1982 durchaus erleben können 😉 )

II. Die Epoche
Was heute en Vogue ist, kann morgen zu peinlichen Situationen führen. Wenn Erotik, wie oben zu lesen ist, in einer Epoche verpönt war, etwas später aber als chic galt, wir nur die Zeiten der letzten Jahrzehnte betrachten, so stellen wir fest, dass sich nicht nur die Moral der Gesellschaft verändert hat, sondern auch der Umgang mit ihr durch die Individuen dieser Gemeinschaft. Eine Tendenz zum Werteverfall wird allerorten attestiert, allein die Werte selbst sind dabei nur diffus bestimmt, meine ich. Werte werden nicht unbedingt von der Gemeinschaft festgelegt, die damit lebt, oftmals verselbständigen sich Reglementierungen, um mehr dem System selbst zu dienen, als dem Menschen. Schön ist es, einen Überblick zu erhalten. Man reflektiert, was zu welchen Zeiten möglich, nötig oder bedeutend war, um in diesem Zusammenhang festzustellen, dass man selbst gerade zufällig in dieser bestimmten Epoche zugegen sein darf, welche gerade diese und nicht andere Werte hochhält.

III. Die Art und Weise
Ohne sich ganz eindeutig von den ersten beiden Punkten abzusetzen spielt die Art und Weise der Nacktheit eine entscheidende Rolle bei der Bewertung. Hierbei scheiden sich die Geister, finden die meisten Missverständnisse dort statt. Nacktheit an sich stellt noch keine erotische Situation dar, erst die Gedanken und Gefühle eines Betrachters lässt Erotik entstehen. Von freizügig bis bedeckt kann die Haut des Menschen dargestellt werden, mal mit weniger abzeichnenden Stoff, mal [nahezu] vollkommen verdeckt. Jede Bedeutung in jeder beliebigen Kultur kann abweichend sein, abweichend von deiner Idee von Erotik. Aber nicht nur interkulturell sind Diskrepanzen alltäglich. Schon deine Nachbarin kann ein gänzlich abweichendes Verständnis haben von der Bedeutung der „stoff – freien“ Stelle an ihrem oder auch an deinem Körper. Nicht nur die Vermischung der Kulturen oder die Begegnung der Generationen zeichnet verantwortlich dafür. Je nach Grad der Bildung und Erziehung, der Lebensumstände und Erfahrungen findet ein Abgleich der Werte statt, der dazu noch in ständigem Wandel befindlich ist.

Nun komme ich zum Umgang mit der Erotik. Erotik entsteht demnach nicht zwangsläufig aus Nacktheit. Sicher, manchmal kann sie animieren, doch allzu oft ist es nur plump und obszön. Abgesehen von der allseits ausgelebten Doppelmoral bezüglich aller Erotik, schon das Wort hat öffentlich einen ruchlosen, faden Beigeschmack, und der Tatsache, dass die Erotik eigentlich im Sinne des Betrachters entsteht, findet im öffentlichen Leben kaum erotische Aktionen statt. Fotografien sind eine Ausnahme, auch in entsprechenden Gegenden wie dem Achterburgwall in Amsterdam oder der Reperbahn auf St.Pauli sehen wir hin und wieder deutlich erotisch anmutende Menschen. Der Kleidungsstil mancher Zeitgenossen(-innen) regt bei wenigen Betrachtern auch schon mal erotische Gedanken an, allein der Umgang damit ist eindeutig geregelt: Diese Personen möchten (Auf-)sehen erregen, zwar nicht von jedem, das jedoch liegt bei der Begegnung nicht mehr in deren ermessen. Doch es beschränkt sich auf die Betrachtung. Nichts weiter liegt in der Absicht, von wem auch immer.

Nicht so ist es mit den Gedanken. Sie entstehen immer wieder bei uns Menschen, oft zu den „unmöglichsten“ Zeiten und von beiden Geschlechtern gleichsam. Hierbei gilt: die Gedanken sind frei! und es ist schön, diesen Gedanken einen kleinen freien Raum zu lassen, hier könnte ich nur aus Gesprächen mit vielen Freunden und Freundinnen aus vergangenen Zeiten zitieren, doch als Summe und Fazit möchte ich nur kurz skizzieren: schöne Gedanken bereichern das Leben ungemein. Wir alle sollten weniger verbissen mit unserer eigenen Moral umgehen, was die schönen Seiten des zwischen-menschlichen Lebens angeht. Der Phantasie einen Raum lassen, ihr einen bauen und mit dem Partner Leben einhauchen, versuche es mal.

P.S. (Das Foto ist unbearbeitet und mit der X-T1 und dem 32er Zeiss aufgenommen worden)

Mode als persönliche Selbstdarstellung (176)

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Kleidung gilt als ein Teil der persönlichen Selbstdarstellung. Denn jeder Mensch entscheidet zu jeder Zeit über die Art seiner Kleidung. Dabei spielt es tatsächlich nur eine untergeordnete Rolle, welche willkürlichen Konventionen eine Kleiderordnung vorschreibt. Denn auch innerhalb dieser Vorschriften existieren wiederum Wahlmöglichkeiten, deren Ausdruck sich in der gewählten Kleidung widerspiegeln.

„Zeige mir deine Kleidung, und ich sage dir, wer du bist!“ So funktioniert unsere Gemeinschaft. Definitiv! Nahezu jeder ist sich dessen bewusst. Jedoch, lange nicht jeder hält sich daran, nimmt in Kauf, vorerst der Kleidung nach behandelt zu werden, um erst in zweiter Linie differenzierter erkannt zu werden.

Die Sprache der Kleidung ist eine nicht immer leicht verständliche. Irrtümer und Entgleisungen zeugen für das unterschiedliche Verständnis von Konventionen und Riten, von Gebräuchen und Regeln. Auch als Mittel der Rebellion gebräuchlich, unterwirft sich die Kleidung einem besonderen Verständnis. Diese Sprache zu lernen ist eine Aufgabe, die eine lange Zeitspanne des Lebens einnimmt, was nicht zuletzt daran liegt, dass sich diese Sprache nicht nur im Laufe der persönlichen Entwicklung ändert, sondern auch im Zuge der gesellschaftlichen Trends und Moden.

Klassiker der Kleidung bleiben nahezu unberührt, wenige modische Erscheinungen erreichen je den Status eines Klassikers, aber letztendlich greifen die wenigsten Menschen auf Klassiker im Alltag zurück. Nicht umsonst gilt die Modeindustrie als eine der stärksten Wirtschaftskräfte der westlich orientierten Gesellschaft. Was nicht bedeutet, dass eine Jeans und T-Shirt nicht schon den Status eines Klassikers erreicht hätte. Diese Kombination wird tagtäglich von einem Großteil der Menschen bevorzugt. Einfach praktisch und bezahlbar bis elitär kann diese Kombination unterschiedlichste Ansprüche bedienen.

Mitläufer und Trendsetter der Mode drücken sich modisch aus. Sogenannte Randgruppen wie Punks oder Teds, Gothics oder Emos, die – meist gegen ein Etablissement, oder für ihre Peergroup- ihre Ansichten signalisieren oder auch die in der Gesellschaft als integriert geltenden Schönen und Chicen, Gents und Beaus, die der optischen Gewichtung wegen ihre Mode als Ausdruck, insbesondere aber als Geltungsbeweis pflegen, üben einen gewissen Einfluss auf modische Strömungen aus.

Der Mainstream der bekleideten Menschen, der hauptsächlich innerhalb der Woche während der Feierabendzeiten zu beobachten ist, könnte als unauffällig simple zu bezeichnen sein. Im Grunde genommen liegen die Anforderungen der Kleiderordnung in engen Grenzen. Innerhalb derer gibt es zwar Variationen, doch der Tenor ist bestimmend deutlich zu erkennen.

Bunter im wahrsten Sinne des Wortes mutet das Bild an Wochenenden an. Bedeutend weniger Konventionen lassen mehr Spielraum zur Darstellung der Persönlichkeit. Wir haben den Freiraum, uns eine Kleidung zu wählen, die zu uns passt, die aussagt, wie wir uns fühlen, was wir denken, wir zeigen, wer wir gerne sein möchten und vor allen, zu welcher Gruppe von Menschen wir gehören wollen.

Wenige Ausnahmeerscheinungen, manchmal Trendsetter, durchbrechen diese Aussage, spiegeln Individualität wieder, zeigen die Einstellung in exhibistionistischer Weise: Seht her, ich bin anders, ich bin eigen. Doch mehrheitlich sollte man sich nicht täuschen lassen über eine weitaus größere Gruppe, nämlich derer, denen die Aussage der Kleidung einerlei ist: Ich bin einzigartig im Sinne und im Menschen, habe aber keine Ambitionen, dies über meine Kleidung nach außen zu tragen. Dessen sollte man sich immer wieder bewusst sein, bei jedem einzelnen, auch denen, die sich äußerlich und zu bestimmten Anlässen an enge Konventionen zu halten scheinen.

(Noch eine kleine Anekdote aus 1993: Im einem Yachthafen an der Ostsee -vielleicht Travemünde oder Laboe- angekommen, unbekannt und unwissend über die Gegebenheiten der Ortschaft suchten wir Rat. Wir sprachen verschiedene Leute auf dem Steg an. Gut gekleidete und solche mit offensichtlich stark abgetragener Kleidung. Bei diesen kurzen Gesprächen und unter der Prämisse: „Wie du in den Wald hinein rufst, so schallt es auch hinaus!“ machten wir eine Beobachtung: der mit der auffällig seemännischen Kleidung, der anschließend zu seiner 11 Meter Motoryacht stiefete, uns zuvor aber etwas überheblich und kurz angebunden entgegentrat, und der mit der weniger nautisch korrekten Kleidung, mit dem durchschnittlichen Jeans und Sweatshirt-Outfit, der uns freundschaftlich-offen weit über unsere Fragen hinaus Auskunft gab, und uns anschließend sogar noch zu einer Dose Bier auf seine klassische 15 Meter Segelyacht einlud. Wir nahmen natürlich freudig an. 🙂 Fast hätte uns die Kleidung getäuscht 😉 )

Eure Schönheit, Hochwohlgeboren (128)

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Mies-Vandenbergh-Fotografie

 

In der heutigen Veröffentlichung schreibe ich über Attraktivität und wie sich die Wahrnehmung derselben durch Interkommunikation verändert.

Was geschieht, wenn wir einen attraktiven Menschen erblicken? Wir sehen hin. Wir sehen etwas länger hin, als bei einem weniger attraktiven Menschen. Ob wir wollen oder nicht, wir können gar nicht anders, denn bekanntlich entscheidet unser Gehirn praktisch in 150 Millisekunden darüber, ob ein Gegenüber für uns interessant ist oder eben nicht. Was dann folgt, ist ein festgelegtes Ritual. Bei einer positiven Botschaft des Gehirns sehen wir den Menschen an, und erfassen in mehr oder weniger fest bestimmter Reihenfolge ganz bestimmte Merkmale, über die ich zuvor schon ausführlich berichtete:

· alt oder jung
· weiblich oder männlich
· gesund oder krank
· klein oder groß
· …

Auch diese Einschätzungen treffen wir in viel weniger als einer Sekunde. Anschließend wandern unsere Augen bei der Betrachtung unseres Gegenübers erneut auf ausgetretenen Pfaden: als erstes schauen wir in das Gesicht, über das mehr als 90 Prozent unserer Kommunikation abläuft. Des weiteren sehen wir auf die Statur des Menschen im Gesamten, bevor wir auf die einzelnen, primären oder sekundären sexuellen Merkmale achten, die da wären:

· Haare
· Lippen
· Hintern
· Busen
· Schultern
· Beine
· Becken
· Oberarme
· …

Diese Handlung, die schon viel mehr unserem Bewusstsein entspringt, als irgendwelchen Automatismen, kann mehr Zeit in Anspruch nehmen. Wir bewegen uns in Zeiträumen von knapp unter einer Sekunde bishin zu sehr wenigen Sekunden.

Nun komme ich zum Kern dieses Artikels. Innerhalb dieses Ablaufs, der Betrachtung unseres Gegenübers, treffen wir sehr früh, nämlich während der Wahrnehmung des Gesichts, auf die Augen des Menschen. Diese sind, vielfach beschrieben als das Tor zur Seele, das aussagekräftigste Element im Gesicht des anderen. Wir haben im Laufe der Evolution gelernt, die Sprache der Blicke zu verstehen. Wir sind noch immer dabei, diese zu erlernen. Menschen suchen förmlich den Blickkontakt, um zu erfahren, wer mir da entgegen kommt, ob Freund oder Feind . Vielfach wissenschaftlich untersucht, erkennen wir relativ schnell an bestimmten Aktionen unserer Blicke, was gemeint sein könnte. Eine der ersten Erkenntnisse entscheidet über die Frage, ob ich gemeint bin, oder ob die Person mich gar nicht wahrgenommen hat. Diese Feststellung wird uns gleich noch näher beschäftigen.

Aber erst zu den weiteren Aussagen, die wir anhand des Augenkontaktes treffen können. Wie ist der Verlauf des Blickkontaktes? Schlägt der Partner die Augen nieder, und welche Aussage bedeutet es? Ist er traurig oder ist ihm etwas unangenehm? Senkt oder hebt er die Augenbrauen? Ist er missgestimmt oder greift er mich an? Weiten sich seine Augen, ist er überrascht, mich zu sehen oder verblüfft über meine Handlung? Lächeln seine Augen, und ist er erfreut mich zu sehen oder erfreut ihn meine Aktion, vielleicht wird ein Lächeln erwidert.
So sind es eine Vielzahl von Reizen, die wir durch unsere Augen verarbeiten, die als erster Schritt der Kommunikation zwischen zwei Menschen stattfindet.

Im Bezug auf die Attraktivität ergaben sich im Hinblick auf genau diese erste Kommunikation interessante Ergebnisse, als Wissenschaftler untersuchten, in wie weit ein Zusammenhang besteht zwischen primärer, nonverbaler Kommunikation und Aussehen. Anhand Versuchen, bei denen Probanden attraktive und weniger attraktive Gesichter vorgelegt wurden, die entweder die Probanden direkt ansahen oder die diese nicht ansahen, konnte unter Zuhilfenahme von Kernspinntomographen erwiesen werden, dass Gesichter, bei denen eine Kontaktaufnahme durch Blicke stattfand, eindeutig größere Attraktivitätswerte ermittelt wurden. Das konnte solange festgestellt werden, bis die Attraktivität der Betrachteten unter einen mittleren Wert sank. Danach wurde festgestellt, dass die Probanden sozusagen froh schienen, nicht von den unterdurchschnittlich aussehenden Menschen bemerkt worden zu sein. Diesen letzten Punkt näher zu untersuchen wäre eine interessante Aufgabe der Attraktivitätsforschung. Bestimmte Bereiche in unserem Kortex machten wahre Freudensprünge, wenn attraktive Gesichter Notiz vom Beobachter nahmen, so die Forscher.

Als Fazit möchte ich festhalten:
Die Aussage, dass eine Person, die attraktiv ist, also um ein unendliches attraktiver wird, wenn sie den Betrachter wahrnimmt, halte ich für ein äußerst spannendes Ergebnis. Der Leser mag sich selbst fragen, welche Gefühle in ihm entstehen, wenn er oder sie von einem attraktiven Menschen wahrgenommen wird, und ein kurzer Blickkontakt zustande kommt. Ich spreche dabei noch nicht mal von einem Sekundenflirt, ich denke mehr an die vielen Unternehmungen, die viele von uns anstrengen, um attraktiver, und damit mehr beachtet zu werden. Vielleicht kann dieser aufmerksame Blick eine Art der Bestätigung unserer selbst werden. Damit sollte ein weiterer plausibler Grund geliefert sein, viel öfter den Menschen ein wahrnehmbares Lächeln zu schenken. Denn schon mit diesem geringen Aufwand können wir Freude und Wärme schenken.

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Paparazzi, der. (107)

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Mies-Vandenbergh-Fotografie

Abfällig bezeichnete unlängst ein Passant einen Fotografierenden mit einem lichtstarken Teleobjektiv als Paparazzi. Er drehte sich zu mir um, und fügte seiner in den luftleeren Raum angegebenen Bemerkung noch hinzu, dass “Sowas“ ja nur gebraucht würde, um den Hintern von irgend welchen Prominenten abzuschießen. Im Anschluss aber an diesem Satz hängte er ein fragendes „oder?“ an, und blickte mich dazu noch an. Ich gebe zu, ich war sehr verdutzt, und ich bejahte seine Bemerkung zu allererst, doch schon während meiner völlig verfehlten, daher geschwafelten Entgegnung wurde mir deren unsinniger Inhalt bewusst, und ich konnte noch eine Gegenfrage anschließen: „Müssen Paparazzi nicht eher unauffällig agieren, anstatt solch auffällige Objektive zu gebrauchen?“

Doch diese Frage schien dann doch zu viel für den Menschen zu sein. Er sah mich entsetzt an, wohl mit dem Gedanken, ob ich ihn in eine Diskussion verwickeln wollte, drehte sich dann doch lieber herum und schlich von dannen.

Was hat es mit dieser Momentaufnahme auf sich? Spiegelt diese Ansicht dieses einzelnen Herrn die Meinung einer ganzen Gruppe von Menschen wieder, die jene Fotografen als Paparazzi betrachten, die ein größer dimensioniertes Objektiv verwenden? Im Zoo oder auf der Safari würde wohl niemand auf derartige Gedanken kommen. Da wäre das anerkannte Motiv wohl für jeden erkennbar in einem Tier zu vermuten.

Anders aber in den Bereichen, in denen Ottonormalbürger einem Fotografen begegnen könnte. In Bereichen wie der Straße, dem Strand, der Stadt und anderen öffentlichen oder halb-öffentlichen Plätzen. Was könnte der Fotograf dort mit einem 500er f1:4,0 fotografieren? Was würde er oder sie denn mit diesem Objektiv in dieser Umgebung erfassen?

Auf der anderen Seite ist die Frage zu stellen, was denn das Ergebnis der „Paparazzi-Arbeit“ ist! Fotos von mehr oder weniger Prominenten, mal mehr mal weniger erwünscht. So gaben doch manche „Prominente“ an, dass sich ihr „Marktwert“, ihre Beliebtheit durchaus in der Frequenz der geschossenen Paparazzi-Fotos berechnete.

Wenn es für die nicht für Fotos von Menschen im urbanen Raum (Streetfotografie) bezahlten Fotografierenden darum geht, authentische Fotografien zu erstellen, so haben sie die Möglichkeit entweder mit einem Normalobjektiv direkt in die Szenerie hinein zu fotografieren, eventuell dies vorher zu erfragen, oder mit einem Teleobjektiv von etwas weiter weg zu dokumentieren. Über die Vorzüge und Nachteile der ein oder anderen Methode habe ich HIER bereits geschrieben.

Kommen wir zurück auf das 500er f1:4. Mal abgesehen von dem Anschaffungspreis, der durchaus im Bereich eines Kleinwagens liegt, stelle ich die Frage, wie oft wir einen Menschen mit diesem Tele auf offener Straße sehen, oder mit einem bauähnlichen Objektiv? Weder in meiner Zeit in Berlin, noch Düsseldorf, noch hier in Koblenz habe ich öfter als 2-3 mal überhaupt einen Fotografierenden mit einem solchen Objektiv gesehen. Ganz anders im Fußballstadion! Massen dieser Linsen mit Fotografen daran laufen um das Spielfeld. Aber auf der Hohestraße in Köln? Fehlanzeige! Am Dom? Fehlanzeige! Da sind dann eher einige 70-300er zu sehen. Doch dieses Objektiv hätte niemals den Ausspruch des Herrn vom Anfang ausgelöst. Dafür kannte er sich wohl zu wenig aus, und dass damit genauso gut der ein oder andere Hintern eines nicht so prominenten Mitmenschen abzulichten wäre, das würde ihm sicher entgehen.

Damit bin ich bei der Krux des kurzen Erlebnisses. Es geht weniger um die Werkzeuge bei der Verrichtung eines Werkes, es geht um das Ergebnis! Dass es mit besseren Werkzeugen leichter, sicherer, oftmals besser geht, das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Welche Aussenwirkung ein baulich großes Teleobjektiv hat, ist einerlei, werden doch die damit geschossenen Bilder, gleich ob es Paparazzi-Aufnahmen von Prominenten, die millionenfach in hunderten von Magazinen erscheinen, und exorbitante Auflagen erzielen, oder spannende Detailaufnahmen eines Zebras sind, von der Mehrzahl der Menschen in Massen konsumiert. Auch der Herr vom Anfang wird vermutlich genau wissen, wovon er spricht, wenn er Zuhause die neueste Auflage der „Bunte“, des „Stern“ oder auch der „Gala“ seiner Frau „liest“!

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Sexy oder nicht – Oder was zählt eigentlich? (106)

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mies-vandenbergh-fotografie

Attraktivität hat viele Facetten. Bilder von Menschen gehen uns durch den Kopf. Wir entscheiden in nur Bruchteilen von Sekunden über die Schönheit und das Aussehen der Menschen. In genau diesen Bruchteilen von Sekunden legt unsere Intuition immer in eine bestimmte Waagschale eine Kugel – entweder so oder anders kann es für den Menschen ausgehen. Manchmal aber auch dazwischen kann die Eigenschaft gesehen werden. Oder gar ein wenig von beiden Gegensätzen bringt ein Charakter mit! Nämlich genau so, wie wir Menschen sind, ein wenig davon und etwas hiervon, und nur zu diesem Zeitpunkt, denn etwas später könnte die Sache schon wieder ganz anders aussehen. Spannend ist dabei nicht nur die kurzfristige Hinsicht, sondern das Erleben der Entwicklung im Laufe des Lebens. Dabei fällt das absolutistische Urteil der Jugend im Gegensatz zum bedachten konjunktivistischen Urteil der Älteren auf. Muss man dafür wirklich älter sein? Kommt diese Weisheit nur mit den reflektierten Erfahrungen?

Ich habe hier eine Auswahl von Attributen beschrieben, die dem Menschen zugewiesen werden könnten. Nicht jede erschließt sich sofort unserem neugierigen Blick, manche wollen erst entdeckt, ja enttarnt werden. Jeder mag sich selbst einmal prüfen, in welche Richtung sie und er tendieren. Wer will, der kann diese Liste danach seinem Lebenspartner geben, so dass dieser eine Einschätzung abgibt, beschreibt, wie er oder sie den Partner empfindet. Doch Vorsicht! Für Streitereien kann der Vergleich nichts, nur die Sichtweise auf Euch beide könnte dazu beitragen, ein innigeres Fundament herzustellen.

Hier nun ein paar Adjektive, die uns Menschen beschreiben können. Es ist natürlich keine vollständige Aufzählung. Sie gewährt in dieser Momentaufnahme einen kurzen Blick auf einen Ausschnitt unserer gegenwärtigen Lebensweisen und Wirkung.

IST (HAT) EIN MENSCH……

· attraktiv oder nicht attraktiv
· sympathisch oder unsympathisch
· anziehend oder nicht anziehend
· sexuell erregend oder sexuell abstoßend
· groß oder klein
· alt oder jung
· schöne Augen oder keine schönen Augen
· schlank oder nicht schlank
· dick oder nicht dick
· offener Blick oder verschlossener Blick
· freundliches Wesen oder gleichgültiges Wesen
· intelligent oder nicht intelligent
· charismatische Ausstrahlung oder unauffällig
· volle Lippen oder schmaler Mund
· lange Haare oder Kurzhaarfrisur
· anmutige Körperbewegungen oder Trampeltier
· gerader Schritt oder Watschelgang (Zehen beim Gang nach außen führend)
· schöner Hintern oder unauffälliger Hintern
· kleiner Busen oder größere Oberweite
· muskulös oder schmächtig
· schmales Becken oder breites Becken
· gerade Beine oder X-Beine oder O-Beine
· Herzlichkeit oder Kühle
· gerade Nase oder krumme Nase
· schöne Zähne oder GKV
· sportlicher Typ oder behäbiger Typus
· klassische Kleidung oder ausgefallene Kleidung
· erotisch oder unerotisch
· sanfter Blick oder strenger Blick
· fester Händedruck oder schlaffer Handschlag
· emotional intelligent oder egozentrisch
· selbstbewusst oder unsicher
· ehrlich oder falsch
· geradlinig oder verschlagen
· abenteuerlustig oder bedacht
· bodenständig oder abgehoben
· wahrhaftig oder affektiert
· locker oder genau
· freidenkend oder angepasst
· bedacht oder aufbrausend
· zugänglich oder arrogant
· aufgeschlossen oder verstockt
· aufmerksam oder unaufmerksam
· begeisterungsfähig oder desinteressiert
· bezaubernd oder langweilig
· beherzt oder ängstlich
· organisiert oder chaotisch
· charmant oder ungehobelt
· dynamisch oder dekadent
· umgänglich oder dickköpfig
· emphatisch oder egoman
· gelassen oder ehrgeizig
· vertrauensvoll oder eifersüchtig
· einfühlsam oder ignorant
· elegant oder einfach
· fair oder unfair
· familiär oder einzelgängerisch
· fantasievoll oder fantasielos
· feinfühlig oder grob
· burschikos oder feminin
· gastfreundlich oder fremdelnd
· gebildet oder ungebildet
· geduldig oder ungeduldig
· freigiebig oder geizig
· beredt oder geschwätzig
· bescheiden oder großspurig
· gesundheitsbewusst oder gleichgültig
· genügsam oder habgierig
· herzlich oder kaltherzig
· bodenständig oder hochmütig
· gelassen oder hysterisch
· höflich oder ohne Manier
· humorvoll oder verstockt
· idealistisch oder materialistisch
· intellektuell oder nicht intellektuell
· interessiert oder begrenzt
· extrovertiert oder introvertiert
· jugendlich oder älter
· keck oder zurückhaltend
· kindlich oder kindisch
· freigeistig oder kleingeistig
· kreativ oder nicht kreativ
· kritikfähig oder schnell beleidigt
· kommunikativ oder schweigsam
· langmütig oder nachtragend
· beständig oder launisch
· lebhaft oder still
· leidenschaftlich oder leidenschaftslos
· liebevoll oder unnahbar
· schlank oder mager
· maskulin oder weibisch
· vertrauensvoll oder misstrauisch
· mutig oder zurückhaltend
· nachdenklich oder impulsiv
· natürlich oder gekünstelt
· tiefsinnig oder oberflächlich
· optimistisch oder defetistisch
· pragmatisch oder unsicher
· freizügig oder prüde
· rational oder gefühlsmäßig
· realistisch oder verträumt
· romantisch oder verkopft
· schüchtern oder weltoffen
· sachlich oder gefühlsbetont
· sanft oder grob
· scheinheilig oder ehrlich
· liebreizend oder schamlos
· wild oder schlampig
· selbstbeherrscht oder unbeherrscht
· bewundernd oder selbstgefällig
· spontan oder skeptisch
· sensibel oder unsensibel
· sinnlich oder vulgär
· temperamentvoll oder zurückhaltend
· tiefgründig oder oberflächlich
· tolerant oder intolerant
· träumerisch oder realistisch
· sexy oder primitiv
· behände oder unentschlossen
· unheimlich oder unnahbar
· unkonventionell oder angepasst
· extravagant oder unscheinbar
· unterhaltsam oder schweigsam
· unternehmungsfreudig oder zurückgezogen
· souverän oder unterwürfig
· verantwortungsbewusst oder hallodrisch
· verführerisch oder züchtig
· verlässlich oder unzuverlässig
· offen oder verschlossen
· verspielt oder nücht
· vielseitig oder einfach
· vertrauenswürdig oder ominös
· erfahren oder verwöhnt
· zärtlich oder grobschlächtig
· nachfragend oder zickig
· überzeugend oder überredend

All diese Eindrücke verarbeitet der Mensch schon in allerkürzester Zeit. Verifiziert werden sie u.U. erst im Laufe der gemeinsamen Zeit. Bestimmte, äußerliche Merkmale, die entweder direkt sichtbar oder über die Bewegungen, Gestiken, Mimiken indirekt erkennbar sind, verleiten zu einem besonders schnellen Urteil, und werden oft nur schwer wieder revidiert.

Forschungen in diesem Zusammenhang ergaben, dass unser erster, gefühlsmäßig intuitiver Eindruck eines anderen Menschen sehr viel häufiger stimmt, als er daneben liegt. Somit wird dieses erste Gefühl, sich zu einem Menschen hingezogen zu fühlen oder einen Menschen „irgendwie“ abstoßend zu finden, im Zuge des ersten Kontaktes zu einem bedeutenden Faktor. Nicht, dass wir diesen ersten Eindruck überbewerten sollten, doch um diesem Gefühl den Raum zu geben, dem ihm gebührt, sollten wir vielleicht das ein oder andere Mal still in uns hinein hören.

Sympathie und sexuelle Anziehungskraft (97)

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Attraktivität – Aussehen – sexuelle Anziehungskraft – Sympathie – Schönheit

Diese Auswahl an Begriffen benennt eine Reihe der möglichen Herangehensweisen, welche beschreiben, wie ein erster optischer Kontakt zwischen zwei Menschen verstanden werden kann, wenn sie sich in informeller Situation begegnen.

Ich sehe jemanden, der, wie ich, einem mäandernden Bachlauf eines japanischen Gartens besondere Aufmerksamkeit schenkt. Es ist in diesem Falle ein Mann oder eine Frau in meinem Alter.

Nachdem ich die Person angesehen habe, finden in mir bestimmte Prozesse statt, die durch die o.g. Begriffe umschrieben werden. Ich erkenne, ob der Mensch sympathisch ist. Ich schätze sein Aussehen ein. Mir wird sofort bewusst, ob der Mensch attraktiv ist. Ich spüre schon beim ersten Blickkontakt, ob der Mensch für mich sexuell anziehend ist. Ist der Mensch schön, sehe ich dies meist schnell.

Auf der anderen Seite erkenne ich auch die mögliche negative Ausprägung der Person vor mir. Ich empfinde sofort eine abstoßende Schwingung, und der Mensch ist mir sogleich unsympathisch. Ich wäge sein Aussehen ab und bei negativem Äußerem sehe ich nicht weiter hin. (Es kann sogar soweit kommen, dass ich diesen Menschen dann nicht einmal wahrnehme!) Ist er unattraktiv, so wird er für mich zum Gegenstand Körper, damit meine ich, ich sehe, dass der Mensch dort verweilt, beschäftige mich jedoch in keinster Weise mit ihm. Nicht sexuell anziehend bedeutet nicht so viel in diesem Moment, denn das würde nur in positiver Weise eine Auswirkung nach sich ziehen. Hier hätte es nur dann eine Funktion, wenn ich auf der Suche nach sexuellem Kontakt respektive einem Partner wäre. Bei entschiedener Hässlichkeit würde es wahrscheinlich wieder zu einer Ignoranz oder wenigstens Desinteresse an der Person führen.(von Abstoßung ganz zu schweigen)

Beim Zusammenspiel all der o.g. Herangehensweisen nimmt jede einzelne einen mehr oder weniger intensiven Platz ein. Diese optischen und in uns allen automatisierten Verhaltensweisen werden bei dieser Begegnung natürlicherweise durch jene persönlichen Umstände beeinflusst, in denen wir uns gerade befinden. Um wenige davon kurz zu erläutern, eine kleine Aufzählung:

· Wäre ich Single, so würde die sexuelle Anziehungskraft eine dementsprechende Bedeutung einnehmen.
· Wäre ich wohlgemut, so würde ich dem Menschen mit einer positiven Grundhaltung begegnen.
· Würde mir die Zeit knapp sein, so würde ich kaum Raum finden, mich auf den Fremden ein Stück weit einzulassen.
· Wäre ich ein offener Mensch, so würde ich ich zur fremden Person verbalen Kontakt aufnehmen.

Diese kleine Auswahl verschiedener Prämissen zeigt schon ihre multiplikatorische Wirkung. Vernachlässige ich diese Umstände, so lässt sich verallgemeinert folgende Überlegung für mich anstellen:

Ich nehme die Person im japanischen Garten in einer speziellen Weise wahr. Ich sehe ihre Erscheinung, (Geschlecht, Größe, Breite, Alter) sehe sie wahrscheinlich an, und binnen weniger Zehntelsekunden werden alle die o.g. Prozesse der Einschätzung abgeschlossen sein. Was als Wirkung bezeichnet wird, besteht aus vielen Einzelkomponenten, die in uns Betrachtern durch die einzelnen, instinktiven Schritte in unserem Unterbewusstsein blitzartig zu einem Gesamtbild zusammengefügt wird.

SYMPATISCH ODER NICHT?

ATTRAKTIV ODER NICHT?

ALS THEORETISCHER LEBENSPARTNER DENKBAR ODER NICHT?

und und und ……

Und das Fazit der kleinen Überlegung? Sender und Empfänger der optischen Reize wirken stets im Zusammenhang und unter dem Einfluss mannigfaltiger Variablen. Setze ich voraus, dass sich beide wahrnehmen, so kann ich das Ergebnis des optischen Kontaktes immer als eine Summe der einzelnen Rahmenbedingungen betrachten. Mich interessieren die Wirkungsweisen dieser Rahmenbedingungen ungemein.

Während meines nicht zuende geführten Studiums der Philosophie habe ich die Fragestellung immer wieder aus der Sicht des Logos versucht zu beleuchten. Es gelang mir mehr schlecht als recht. Ich musste immer wieder leidvoll feststellen, dass es sich bei der Beziehung zwischen zwei Menschen nicht nur um das Resultat aus Ursache und Wirkung handelt. Seit ich mich beginnend mit der Verhaltensforschung(mit ein wenig Neurologie), Soziologie und Psychologie beschäftige, finde ich manche Antwort auf früher gestellte Fragen.

Ob sich neue Erkenntnisse manipulativ auf mein Verhalten auswirken, das möchte ich hier stark anzweifeln. Schon allein deshalb, weil ich nicht der Mensch bin, gewonnene Erkenntnisse umgehend in die Tat umzusetzen. 😉 Wenn ich eine Veränderung bestätigen kann, so ist es die, dass ich durch die für mich spannenden Ergebnisse zu einer größeren Gelassenheit gelangt bin. 🙂

Poform und Körpergewicht ( 73 )

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Mies-Vandenbergh-Fotografie

Körpergewicht beeinflusst die Proportionen. Ab einem bestimmten Maß. Denn bei zunehmender Größe verteilen sich die Massen proportional, bis zu einem ungefähren Verhältnis. Das bedeutet, ein Mensch mit 80 kg und einer Körpergröße von 1,85 m kann wesentlich attraktiver sein als ein Mensch mit 1,56 m Höhe und einem Körpergewicht von 46 kg. Auch an der Untergrenze zur Magersucht gilt dies.

Im Rahmen von Erhebungen über das Thema „Entwicklung des Körpergewichtes im Vergleich der Jahre“ wurde festgestellt, dass die Menschen in Deutschland im Vergleich der Zeiträume zunehmend dicker werden und die Anzahl der normalgewichtigen Menschen immer weiter abnimmt. Diese Ergebnisse betreffen durchweg alle Altersgruppen. In Deutschland ist es noch weniger ausgeprägt, als beispielsweise in den USA, doch die Zahlen deuten darauf hin, dass wir auf dem besten Wege dahin sind.

Dass es so ist, daran zweifelt niemand, doch warum es so ist, das versuchen Wissenschaftler zu eruieren. Bei der Ursachenforschung ist die Rede von Nahrungsmitteln und Genussmitteln mit einem enormen Zuckergehalt; ebenso von Menschen, die zunehmend mehr und mehr Zeit vor den Medien in sitzender Haltung verbringen, anstatt sich zu bewegen. Elektrische und elektronische Geräte nehmen uns die Bewegungen ab.

Was bedeutet das für die Fotografie von Menschen? Was ändert sich an den Motiven. Ein interessantes Thema, dessen Antwort aber im Grunde genommen schon in der Fragestellung enthalten ist.

Der Fotograf sucht nach Models mit passendem Äußeren, je nach Auftragsanforderungen oder Vorliebe. Auf der Straße begegnen dem Streetphotographer zunehmend weniger Menschen mit normalem Gewicht, noch dazu fotografiert er sowieso nicht nach Gewicht. Der Schönheitssuchende hat es etwas schwieriger, wohlproportionierte Menschen zu fotografieren, doch mit etwas Geduld ist es ohne weiteres weiter zu fabrizieren.

Was an diesen Forschungsergebnissen wesentlich wichtiger ist, meine ich, das ist die Notwendigkeit und Forcierung von Aufklärungsarbeit bei uns Menschen über die Bedeutung von Nahrungsmitteln und deren Wirkung. Die Entwicklung hin zur zunehmenden Fettleibigkeit scheint widernatürliche und konträre Tendenzen aufzuzeigen, denn die evolutionären Veränderungen der Menschen in den letzten Jahrhunderten führten zu einem größeren und tatsächlich schlankeren Menschen. In erster Linie jedoch geht es bei der Aufklärung um den Faktor Gesundheit des Körpers UND des Geistes, das Aussehen kann in diesem Zusammenhang nur marginal sein.

Einen Fingerzeig auf die Körperformen gibt der gemeinhin bekannte Ausspruch: „Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper“. Jeder kann sich selbst beantworten, wie viel Wahrheit in diesen Worten steckt. Ich selbst fühle mich im gesunderen Körper, damit meine ich im weniger schweren Körper besser, was sich auf mein Gemüt positiv auswirkt. Ich möchte an dieser Stelle sogar noch eine ganz andere These in den Raum stellen: EIN GESUNDER GEIST HAT EINEN GESUNDEN KÖRPER ZUR FOLGE!

Etwas gewagt, ja, das ist es schon, zumal dabei einige Ausnahmen schon allein in meinem kleinen Biotop aufzuzeigen sind. Mit dem gesunden Geist allein ist eine Stoffwechselkrankheit nicht zu besiegen. Doch für uns „Nichtkranke“, bequeme, dekadente und faule, ignorante und besserwisserische (dazu wider besseres Wissens handelnde) Zeitgenossen könnte ein bis dahin nicht gekanntes beständiges Körperbewusstsein zu einem wahrhaft gesünderen Körper führen. Sind wir so stark, die uns bekannten körperfeindlichen Nahrungsergänzungsmittel, wie z.B. Zucker oder gehärtetes Fett aus unserem Speiseplan nahezu zu streichen, so würde der größte Teil der industriellen Gesellschaft weniger schweren Krankheiten ihre Lebensenergie opfern müssen.

Und der Bezug zur Fotografie? Ich kann den Po eines zierlichen Wesens durchaus mit dem eines athletischen oder wohlgenährten Menschen vergleichen, denn dieser unterscheidet sich nur in seiner Dimension. Als Anschauungsmaterial dienen hier die beiden Fotografien, die von je einer der beiden oben genannten Körperformen stammen.

Damit bleibt es umso mehr eine Sache der menschlichen Vorlieben, wenn die Frage nach der Körpergröße gestellt und jene nach der körperlichen Proportionen ausgeklammert werden kann, vorausgesetzt die Formen treffen den Geschmack des Betrachters.

Als Fazit möchte ich feststellen, dass das Körpergewicht bis zu einem bestimmten Maß nur indirekten Einfluss auf das Aussehen der Menschen hat. Wird dieses Maß, wie in verschiedenen Erhebungen festgestellt worden ist, überschritten oder unterschritten, dann verändern sich die gesund wirkenden Proportionen. Der Ausspruch: „Das ist ja nicht mehr schön.“ beschreibt diese Diskrepanz.

Uns gefällt das Äußere eines Menschen im vorliegenden Fall vielleicht nicht. Statistisch gesehen gefällt anderen Menschen ein übergewichtiger und untergewichtiger Mensch – rein optisch betrachtet – weit weniger, als ein normalgewichtiger Mensch. In unserer Wirklichkeit kommt es natürlich nicht nur auf die Äußerlichkeiten an! Dadurch treffen alle Menschen auf Menschen, denen sie gefallen. Ich gehe hier zu Vereinfachung vom Durchschnitt aus. Vielleicht kommen Wissenschaftler irgendwann zu einer evolutionsbiologischen These, die die stetige Verbesserung der Gattung Mensch durch die Auswahl der „schöneren“ und dadurch vermeintlich gesünderen Exemplare darlegt.

Wie dem auch sei, mir liegt schon einiges mehr am wohlproportionierten Hintern, solange es sich um das Aussehen und das Gefallen dreht.

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Von der Bedeutung eines Hohlkreuzes

   Bei vielen meiner Zeichnungen sowie bei der Betrachtung eines Frauenkörpers – besonders im Profil – bin ich immer wieder auf den besonderen Zusammenhang von Po und Rücken gestoßen. Jean-Luc Hennig schreibt in seinem Buch „Der Hintern“: (…) eine vollkommene Rundung des Gesäßes erst durch den konkaven Schwung der unteren Wirbelsäule möglich wird.“

   Hennig beschreibt hier, was ich in meiner Abhandlung weiter oben mit Linienführung bezeichnete. Sagte man noch in den 1970er Jahren: „Achte auf Deine Linie!“

   Der Verlauf vom Rücken zum Po ist für die Form des Hinterns von großer optischer Wirkung, denn ein leichtes Hohlkreuz verstärkt die Rundung des Po in enormen Maße. Nicht die Größe meine ich dabei, sondern die Proportion, die durch den „konkaven Schwung“ des Rückens erst gebildet wird.

Ein Körper kann eine Haltung mit einem leichten Hohlkreuz annehmen, oder er ist so geformt. Die Rückpartie des Menschen zeichnet durch den Verlauf der Wirbelsäule und der Kontur des Gesäßes die Form eines „S“. So, wie man einen Schwan zeichnet, wie ein „S“ oder einen Flußabschnitt mit stark mäanderartiger Windung, so zeichnet die Form des Rückens zum Verlauf über den Hintern hinweg ein „S“ mit leichtem Schwung.

   Es ist natürlich müßig, über geometrische Formen im Zusammenhang mit dem Körper zu sinnieren, und wer braucht das schon. Im Rahmen meiner kleinen Betrachtung des Po finde ich es dennoch recht amüsant, aber auch informativ. Ohne meine Beobachtungen der Linienführung mit den Berechnungen des „Vitruvianischen Menschen“ von Leonardo da Vinci vergleichen zu wollen, möchte ich gleichwohl einen Versuch wagen, diese Körperpartie in der Profilansicht durch die Symmetrie der Kreise zu beschreiben.

   Sprach ich oben von der konvexen Form des Pos und der konkaven Form des Rückens, so kann ich diese Formen in ihrer Kreisbahn mit einem bestimmten, aufeinander abgestimmten Radius aufzeichnen:
siehe dazu Zeichnung 1:

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   Kreisbogen 1 soll hier die konkave Linie des Rückens darstellen, natürlich ungeachtet der Tatsache, dass vielleicht aus orthopädischer Sicht ein Hohlkreuz nicht gesundheitsfördernd sein soll, Kreisbogen 2 stellt natürlich den konvexen Verlauf der Form des Hinterns dar. Betrachte ich für mich die Linie, so finde ich sie schon sexy, was natürlich jeder anders empfinden darf und soll.

   So gibt es jede Menge verschieden geformter Profile des Menschen. Durch die Dreidimensionalität des Körpers kommen noch die vielen Betrachtungswinkel dazu. Das führt dazu, dass ein und derselbe Körper mannigfaltige Silhouetten erzeugen kann. Dabei kann die eine Ansicht den Körper sehr vorteilhaft aussehen lassen, die nächste jedoch gar nicht mehr – immer unter der Prämisse des momentan als wohlgeformt angesehenen Körpers.

   Wie sich die Form in veränderter Linienführung darstellt, ein variierter Umriss sich auf die Attraktivität auswirken kann, das habe ich – grob vereinfacht – in folgender Grafik gezeichnet (wieder mit Zirkel und unterschiedlichen Radien):image

   Die unterschiedlichen Längen der Kreisbögen, bzw. der zwei Körperregionen erzeugen deutliche Variationen im Schattenriss, die in meinen Augen die unterschiedlichen Grade von Attraktivität hervorrufen. Dabei kann wiederum bei jedem eine andere Linie die attraktivste sein, wenn ich es mal auf die Linie als einziges Kriterium herunter breche. Das ist deswegen so interessant, weil es gerade diese Linien sind, die für unser Verständnis von Attraktivität verantwortlich zeichnen. Denn anhand der hier wahrnehmbaren Symmetrie des Körpers und den Proportionen legt der Mensch das Maß der Attraktivität schon im Unterbewußtsein fest. (Siehe: „Die Macht des Unbewußten“, Sendung des WDR vom 16.10.2012)

   Die Mode mit ihrer zunehmend körperbetonten Kleidung ist ein deutlicher optischer Verstärker der Körperproportionen. Verschiedene Wissenschaftler belegten in repräsentativen Studien den Zusammenhang von Körperproportionen und Attraktivität, in denen ein direkter Bezug untereinander bewiesen werden konnte. Durch die Mode der letzten Jahre oder Jahrzehnte wurde die offensichtliche Wahrnehmung der Körperproportionen bei Frauen und Männern erst möglich. Der Siegeszug der Jeans in den 1970er Jahren beispielsweise führte zu einer mehr oder weniger gewollten Vorführung des eigenen Körpers. Sie war eng anliegend und konnte die Figur betonen, unabhängig davon, ob man oder frau eine Figur hatte oder nicht hatte.

   Da bis heute ein ungebrochener Trend zum immer schlankeren Frauentypus hin zu verzeichnen ist, soll dementsprechend auch die Kleidung dem Rechnung tragen, indem diese die Schlankheit „beweist“. Ob es nun übertrieben wird, mit dem Schlankheitswahn, das soll jeder für sich selbst, für seine Gesellschaft, in der er oder sie leben möchte, gerne leben möchte, entscheiden und vorleben. Ich möchte dazu feststellen, dass ich mir eine Partnerin vorstelle, die nicht zu dünn ist und nicht zu dick ist. Eine Aussage, die alles und nichts aussagen kann, vielleicht als Beispiel für eine Figur(Mensch), die mir gefällt: meine Frau! und sonst: Brigitte Bardot vielleicht oder Estella Warren.

   Zurück zu den Linien. Ich möchte, wie erwähnt, nicht den Menschen auf eine Linie begrenzen. Ich beabsichtige eine Aufzeichnung der Entwicklung der Körperformen, die im Laufe der Zeit getrieben von Mode zu Mode ihre Hochzeiten und Niedergänge erlebten. Ganz besonderes Augenmerk dabei lege ich natürlich auf den Hintern, der, wie der ganze Körper, ja der ganze Mensch, Teil dieser Entwicklung ist. Mal hervorgehoben, mal versteckt, dann wieder betont, steht er da und ich möchte, weil ich ihn schön finde, wenn ich ihn schön finde, beschreiben und abbilden. Die Linie ist damit ein wesentlicher Bestandteil dieser Untersuchung.

   Wenn ein Mensch am anderen vorüber geht, so wechseln die Ansichten sehr schnell. Wir sehen bei der momentan körperbetonten Kleidung die Linien, welche die Kleidung aus dem Menschen herausformt. Kann man sich heute zwar nicht mehr sicher sein, ob der Mensch ohne diese Bekleidung immer noch diese Linie hätte, so ist dieses Abbild des oder der jenigen doch authentisch. Schließlich möchte sich der Mensch, wenn er die Kleidung selbst bewusst ausgewählt hat, ein Stück weit so betrachtet wissen. Meint er doch meist, dass er so, wie er dann im Moment aussieht, das Beste aus sich gemacht habe.

   Kleidungsstücke waren schon immer dazu da, den Körper in bestimmter Art und Weise zu formen. Eine Vorstellung von einer Figur ließ sich schon immer aus einer genau definierten Mode herausarbeiten, nur das Rezept brauchte der Mensch dazu. Frauen sind in der heutigen Zeit viel stärker darin eingebunden, als Männer es sind. Schließlich gelten sie im Moment als das schöne Geschlecht, was aber nicht immer in der Geschichte so war. Das ist aber ein anderes Thema.

   Eine Linie der Körperkontur ist abhängig von der Kleidung. Enge Kleidung vorausgesetzt formt diese Kleidung unseren Körper. Ist eine Hose an den Oberschenkeln beispielsweise etwas enger geschnitten, so erscheinen die Beine schlanker und der Hintern etwas größer. Die Figur ist – jenseits von chirurgischen Veränderungen – immer von modischen Tendenzen beeinflusst worden. Mal war die Hose weit geschnitten, mal eng. Die Linie war mal deutlicher zu erkennen, mal nicht. Heute ist die Jeans – als enge Form – ein sehr körperbetontes Kleidungsstück, welche die Körperform mit all ihren Fehlern und Vorzügen deutlich hervorhebt. Schlank ist in unserer Epoche der Inbegriff für Schönheit. So wird die schlanke Linie durch die enge Hose unterstrichen oder eigentlich erst jenseits vom Nacktsein sichtbar gemacht.

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Po – Formen Teil 2 (29)

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Im Bewußtsein der Menschen bleibt das Aussehen des eigenen Hinterns sehr wohl. Nur die Optik, weil sie dem eigenen Gesicht abgewandt ist, lässt Zweifel darüber aufkommen, ob es für den Menschen viel bedeutet. Wird die Hose – vermutlich zuhause – noch mal begutachtet, wenn überhaupt, so macht sich unterwegs kaum einer noch Gedanken über die Passform und das momentane Aussehen seines Hinterns. Wie denn auch, sind andere Dinge natürlich wichtiger. Fast niemand läuft durch die Stadt und denkt über die Form des eigenen Popos nach, auch ist es schon technisch nicht so einfach, geeignete Spiegel zu finden und dann auch noch nachzusehen. Was sollen die Passanten nur denken?

Wir haben manchmal eine Art „Passgefühl“, das uns verrät, wie wir uns in der Hose fühlen. Wir kennen sie und wissen um den Sitz des Beinkleides, gehen so beruhigt in die Welt hinaus. Manch einem geht dieses Gefühl ab. (Nicht berücksichtige ich wiederum die Menschen, denen das Aussehen des eigenen Hinterns gleichgültig ist.)

Beim schönen Geschlecht, bei den Frauen ist es meistens wichtig, wie sie von Hinten aussehen. Weil sie so großen Wert auf ihr Äußeres legen, sind sie wirklich schön anzusehen, und wie ich vorher bemerkte, genießen es viele Frauen, wenn sie den ein oder anderen Blick der Männer auf sich ziehen oder gar ein freundliches, anerkennendes Lächeln erhalten. Die Form des eigenen Popos ist den meisten Frauen ebenso wichtig, wie die Optik allgemein. Deshalb entwickelten die Hosenhersteller die Push Up Hose für den schönen Hintern. Außerdem sind vielfältige Fittnessübungen für den straffen Popo in Mode, schon immer. Mehr noch die jüngeren Frauen tragen gerne enge Jeans. So ist die Form des Pos gut zu sehen. Das ist vermutlich so gewollt, denn es wäre ein Leichtes, den Po zu verhüllen. Die Form des Hinterns hat bei dieser Zurschaustellung, die ja die meisten Männer sehr anziehend finden, nichts damit zu tun, denn gleich welcher Form sehen wir in der Öffentlichkeit alle Formen. Der Mensch hinter dem Hintern ist nun mal so geformt, wie er ist und der Mensch zeigt, was er hat, tut dies gerne, und es gibt genauso viele Menschen, denen der Hintern so gefällt, wie er ist. Es wäre müßig zu erforschen, welche Form unter den Pos die beliebteste Form ist. Die Aussage würde den einen oder anderen Hintern favorisieren. Dass der etwas dickere Hintern der beliebtere ist, das haben Wissenschaftler bereits eruiert. Das aber sagt nur wenig über die Form aus. Die Gewinnerin des Po-Contest in 12/2012 in Brasilien hat beispielsweise einen eher fülligen Hintern.

Vielleicht denkt der ein oder andere Leser, dass die Form des Hinterns Rückschlüsse auf das Wesen des Menschen zulässt. So gab es (oder gibt) in den 1970er Jahren die Volksweisheit, dass ein straffer aufrecht geformter Po auf ein schnippisches Wesen hinweist. Über wissenschaftliche Verifizierungen diesbezüglich ist mir aber nichts bekannt. Dazu wird jeder seine eigene Ansicht haben. Die Vorliebe für die Form ist also eine Geschmackssache, wie für andere Vorlieben auch. Sind lange Haare schöner oder kurze Haare? Unterliegen also die Formen des Hintern auch einer Mode! Im Laufe der Zeit wechselten die Idealformen immer wieder. Darüber in einem anderen Artikel mehr.