Manche Deiner Träume zeigen Dir….

…. einen Weg dem Sinn deines Lebens viel näher zu kommen, als manche Überlegung.

Some of your dreams show you a way to get much closer to the meaning of your life than some reflections.
Alguns de seus sonhos lhe mostram uma maneira de se aproximar muito mais do sentido de sua vida do que algumas reflexões.

Distanz [122]

Eine Entfernung bietet Schutz, das ist allgemeinhin bekannt. Von weiter weg aus lassen sich viele Dinge einfacher betrachten, denn man ist ja nicht zu nahe dran, um eventuell involviert zu werden.

Entfernung bietet eine Grenze. Sie muss erst überwunden werden, damit eine Verbindung entstehen kann. Ist man weit genug weg, so ist man unsichtbar. Ein Mensch kann unsichtbar sein, obwohl er direkt vor einem steht. Er ist deswegen unsichtbar, weil seine Seele so weit weg ist, dass sie unsere Seele nicht berührt. Und andersherum. Natürlich.

Die Entfernung ist eine Grenze und eine Begrenzung. Sie ist beabsichtigt oder einfach so da. Sie kann verringert werden, verschoben werden oder beibehalten werden. Eine Verschiebung setzt eine Aktion oder Reaktion voraus. Bleiben diese aus, so bedeutet es, dass die Entfernung bestehen bleiben soll. Bildlich gesprochen, tauschten wir Meinungen aus, suchten nach Zielen, fänden dabei Diskrepanzen, so könnte einer einen Schritt auf den anderen zu machen. Er könnte die Distanz verringern, um Diskrepanzen auszuräumen.

Jene Angst vieler Menschen ist bei einer Verringerung der Distanz, dass das andere Wesen, auf welches man einen Schritt zuginge, diese Nähe entweder dazu nutzt – nicht mal absichtlich – zu verletzen und andererseits könnte diese Nähe bedeuten, dass man erkannt wird, wie man ist. Womöglich erkennt der andere noch weiterreichende Dinge, deren wir selbst bisher noch nicht gewahr wurden. Da bietet Entfernung schon eine gewisse Unschärfe. Man wird nicht so schnell fokussiert. Ein Schwarm bietet nicht nur Schutz, indem man in der Masse verschwindet, sich mit dem Strom treiben lässt, er dient auch dazu, kein klares Bild, kein Profil hinterlassen zu haben. Wenn deine einzige Hinterlassenschaft auf diesem Planeten der von Dir genutzte Plastikmüll ist, dann warst du zumindest in dieser Hinsicht nachhaltig bleibend.

Distanzieren sie sich von bestimmten Inhalten. Vermeiden sie es, mit bestimmten Inhalten in Verbindung gebracht zu werden. Wahren sie die Distanz. Immer schön unverbindlich sein, sonst suggeriert eine zu geringe Distanz nachher noch eine Verbindung zu einer bestimmten Sache.

Was ich besser machen könnte… Teil 9 von 12 [Intermezzo]

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„Wo liegt mein Schlüssel? (Über bewusstes Handeln)

Eine Angewohnheit, die vermutlich jedem schon begegnete ist das Verlegen unterschiedlichster Utensilien. Ich suche immer dann etwas, wenn ich es nicht dort hin bringe, woher ich es holte, oder etwas, was hinzu kommt, nicht an den Platz lege, wo es weiter standardmäßig behandelt wird. Eigentlich eine vollkommen banale Frage der Organisation, oder? Aus Erfahrung weiß vermutlich auch jedermann, dass die Zeit, die man zur Suche der verlegten Sachen braucht um ein Vielfaches größer ist, als die Zeit des ordnungsgemäßen Ablegens gebraucht hätte. Die oftmals nur wenige Sekunden länger dauernde Aktion des Zurücklegens kostet mich nahezu immer so wenig Zeit, dass es ein wahres Phänomen ist, warum ich es nicht mache. Warum machst du es nicht? Kommt dir auch der Gedanke „gleich“? Oder entscheidest Du dich auch erst, eine Sache fertig zu bringen, bevor etwas zurück geräumt wird?

Was hat dieser Umstand mit Bewusstheit im täglichen Leben zu tun? Im Alltag versucht der Mensch im Allgemeinen möglichst effizient zu sein. Energiesparen in jeder erdenklichen Form, kein Weg zu viel lautet die Devise. Am Beispiel des Wohnungsschlüssels kann ich mein Verhalten leicht demonstrierten. Ich betrete die Wohnung, nachdem ich sie aufgeschlossen habe, mit dem Schlüssel in der Hand und anschließend gibt es mehrere mögliche Szenarien, wie die Geschichte verlaufen könnte.

  1. Ich gehe als erstes zum Schlüsselbrett und hänge den Schlüssel dort auf. (Vorbildlich, oder? ☺)
  2. Ich stecke den Schlüssel in die Jackentasche, nachdem ich aufgeschlossen habe und betrete die Wohnung. Der Schlüssel bleibt in der Jacke. (Eine Jacke von vielen in der Garderobe, nicht einfach, oder?)
  3. Ich halte den Schlüssel in der Hand, nachdem ich die Türe aufgeschlossen habe, trage meinen Einkauf in die Küche und lege den Schlüssel auf die Arbeitsplatte, um ihn später weg zu bringen, nachdem das Obst in den Kühlschrank gewandert ist. (Hier kann „später“ ziemlich spät werden 🙈)
  4. Je nach den Dingen, die ich mit ins Haus bringe, komme ich manchmal nicht direkt zum Ort, wo die Schlüssel hängen und dabei besteht die Möglichkeit, sie dort abzulegen, wo die mitgebrachten Dinge hin gehören.

Diese Möglichkeiten sind sicher noch um einige zu erweitern. Was ließe sich aber ändern, oder um die Frage aus der Überschrift aufzugreifen, was könnte ich besser machen? Mit dem bewussten agieren, das dem weitläufigen „Funktionieren“ entgegen steht (und ich funktioniere zuweilen recht ordentlich), schaffte ich mir die Chance, weniger suchen zu müssen und damit die Zeit für andere, bedeutsamere Dinge zu verwenden. Nach dem Abstellen des Obstes zuerst den Schlüssel aufhängen, den Schraubenzieher nach dem anziehen der Schraube am Griff der Pfanne direkt in den Keller zurück zu bringen und nicht erst dann, wenn ich das nächste Mal in den Keller gehe. Es kostet wenige Sekunden, wenn ich es sofort mache, aber zig Minuten, wenn ich den Schraubenzieher suchen muss, weil mir nicht einfällt, wo ich ihn zuletzt genutzt hatte.

Wo liegen deine Schlüssel, wenn sie nicht am richtigen Ort zu finden sind? 😊

Agonie der Hoffnung [120]

Veränderung ist das, was Leben bedeutet. Stagnation hieße ein Wandel zu einem Stillleben. Doch – alles bewegt sich. Nichts ist fixiert, weder der Berg, noch der Ozean, noch das Plastik in unserer Umwelt. Unser Leben sowieso, denn während wir verzweifelt oder im Glauben gekonnt meinen, es steuern zu können, geschieht Leben einfach so weiter. Offenen Auges schreiten wir voran, beobachten all die Dinge, die sich verändern, schauen hi und da nach vorne und zurück, sehr selten mal zur Seite, bestimmt aber nicht über den Tellerrand hinweg und setzen unsere Schritte fort.

Hoffentlich geht das gut, denken wir uns, kaufen weiter fleißig jedes Jahr ein neues Handy, alle 3 Jahre ein neues Auto und alle 12 Jahre einen neuen Lebensabschnittspartner. Ach, Unsinn, wir doch nicht, immer diese Statistiker. Was ist schon Durchschnitt? Also, hoffentlich geht das gut. Klima, Regenwald, Plastik, Umwelt, Bildung, das Leben schlechthin. Sieht zwar manches nicht mehr so toll aus, aber hey, bei uns im Discounter gibt’s doch alles. Und Microplastik in mir habe ich auch noch nicht gefunden. Zwar auch nicht gesucht, aber was solls, geht mir doch ziemlich gut. Na gut, im Schnee ist es jetzt auch nachgewiesen worden, aber naja, den essen wir ja nicht. Nee, den trinken wir auch nicht, Niederschlag doch nicht. Wie, Tiere, die wir verspeisen trinken Regenwasser? Naja, wird schon nicht so schlimm sein. Man soll sowieso weniger Fleisch essen. Soll gesünder sein. Dafür mehr Gemüse. Und wer jetzt auf die Analysen hinweist, die Microplastik auch in Gemüse nachweisen konnten, der ist schon ein regelrechter Spielverderber.

Wird schon gutgehen, irgendwie. Dass die meistverkaufte Nussnougatcreme (der Welt?) jede Menge Palmfett beinhaltet, das weiß man, aber so schlimm wird die Abholzung der Urwälder nicht sein, wo statt des Urwaldes Palmen angebaut werden. Darauf erst mal einen Kaffee aus der Kapsel-Maschine trinken. Plastikmüll? Das bisschen. Außerdem, für mich alleine lohnt kaum eine andere Variante. So als Single, von denen es ja immer mehr gibt, gerade in Städten, wo alle hin wollen oder müssen, weil das Fahren ja nicht mehr zeitgemäß ist. Umwelt, du verstehst?

Wer hat eigentlich gesagt, dass die Kommunikation zwischen den Menschen problematisch würde? Bei uns nicht, wir haben ein Smartie, mit allen möglichen Apps und Anwendungen, mit deren Hilfe wir total viel kommunizieren. Da braucht man nicht mal mehr hingehen. Und Konflikte gibt’s da auch weniger. Man muss ja nicht antworten und schlimmstenfalls muss man halt blockieren. Außerdem kommuniziere ich mit all meinen Freunden der sozialen Netzwerke. Das sind echt viele und wir kommunizieren echt viel. Und die Likes erst. So viele, ich bin echt was wert.

Nee, raus gehen machen wir weniger. Wozu auch, geht alles online. Und viel günstiger. Und, wir müssen kein Auto oder Bus fahren, schonen total die Umwelt damit. Die Post fährt eh, hält bei fast jedem, in der Straße, jeden Tag. Dann ist mein Paket ja sozusagen nur Mitfahrer. Sozusagen. Außer Urlaub natürlich. Wir fliegen fast jedes Jahr weg. Ja, wegen Wetter. Ist hier auch nicht dolle, zumindest nicht zuverlässig. Ja ich weiß, ökologischer Fußabdruck. Aber weißt du, wenn ich Greta so sehe, die jetzt über den Atlantik segelt, und nur im Notfall den Diesel im Boot anwirft, das ist cool. Nee, ich hab leider nicht die Zeit, nach Formentera zu segeln, weißt du, die Dauer, ich hab ja nur 2 Wochen Urlaub im Sommer. Und La Réunion, wie lange müsste ich dahin segeln? Greta hat keinen Job, die hat es gut, und die Überfahrt wird wohl gesponsert. Denke ich, oder.

Hoffentlich geht das gut. Nee, nicht Greta, die haben einen Schiffsdiesel. 84 PS. Ich meine den Rest. Klima, Plastik, Regenwald und so. Ach ja, und Bildung. Aber bei der Bildung beginnt es, denn woher soll man wissen, was in der Nussnougatcreme für Inhaltsstoffe sind, wenn man in der Schule schreiben darf, wie man hört. Und wo der Unterrichts-Ausfall so hoch ist, dass Politik oder Ethik gar nicht statt finden kann. Wie soll einer darauf kommen, dass in einem Land in Südamerika Regenwälder gerodet werden, um Soja, das hauptsächlich für Tiernahrung verwendet wird, anzubauen. Das ist so weit weg, was die da machen und wenn einige Indianerstämme dafür ausgerottet werden, von den Tieren ganz zu schweigen, was solls, da irgendwo in Afrika oder Amerika, oder wo das ist. Und Palmöl für Biosprit, wo der Urwald für Palmen … – ja, du weißt schon… , das ist traurig, ja, aber der Biosprit ist gut für’s Klima. Nee, ist alles nicht gut, aber so schlimm bestimmt nicht, das sind garantiert nur Fake-News. Bestimmt. Hier ist alles in Ordnung im Supermarkt und Elektronikmarkt, wo es viele coole neue Handys gibt, jedes Jahr. Was die können, glaubst du nicht. Und jetzt komm‘ mir mal nicht mit seltenen Erden aus Afrika. Mach nicht noch ein Fass auf, sonst kommt mir noch der Gedanke, dass man nix mehr darf.

Nee, is nicht ironisch gemeint, ironisch? Wenn das mal nicht ironisch ist… 😉

Die Dauer des Lebens [Gefühle der Seele, Intermezzo]

Das Leben zu leben ist anstrengend. Manchmal ist es mehr, manchmal weniger anstrengend. Je mehr ich gegen etwas, also mich selbst und meine Seele ankämpfe, desto anstrengender wird es. Ist das Gefühl im Fluss, so strengt es weniger an.

Heute war es anstrengend, denn ich habe Dinge behandeln müssen, die meinem Wesen widersprechen. So kommt es von Zeit zu Zeit, und ich überlege, warum es so ist, woher es kommt und wohin es will, dieses Gefühl der Verbundenheit zur eigenen Seele und der Abstoßung zu jenen Dingen, die der Seele zuwider streben. Das Gefühl dafür ist sehr deutlich, aber es gibt eine Ohnmacht, die zu einer Verzweiflung führen kann.

Nein, ich beschwere mich nicht, denn ich kann es ändern. Diese Änderung kostet zwar einiges, Menschenleben, Herzen, Seelen, aber es ginge. Doch gehe ich so mit Menschenleben, Herzen, Seelen um? Bringe ich einen Teil im Herzen des anderen um? Noch nicht. Erst, wenn mein Herz gebrochen ist?

Werde ich dann, wenn der Leidensdruck zu groß geworden ist, handeln? An manchen Tagen ist die Schale dünner, der Kern ungeschützt und sehr empfindsam. Solche Tage können schön sein – Zeit zum Innehalten. Doch auch anfällig ist die Seele dann, wenn sie sich geöffnet hat. Jene Gefühle, die ihr widerstreben, erscheinen, sie werden viel stärker empfunden, als aus einer Stärke heraus. Es kann wahrlich schmerzen. Wie viele Tragödien basieren genau auf diesem Gefühl.

Die Seele blutet, sie fühlt und lässt zu, was kommt und ist, ganz gleich, welcher Herkunft. Dieser Schmerz ist nicht immer einfach zu fühlen, manchmal möchte ich weglaufen, doch ich weiß, der Schmerz ist da, woimmer ich bin. Denn er ist die Seele. Manches ist wie ein Wunder, so unfassbar schön. Anderes wie eine Abstoßung, oder nein, nicht Abstoßung, denn es ist längst zugelassen und empfunden. Doch es fühlt sich einfach nicht richtig an. Diese Erkenntnis ist folgerichtig, denn eindeutig der Seele zugegen.

Was tun, in diesem Moment? Der Kopf ist überheblich und schlau, doch machtlos, weil die Seele geöffnet ist. Bleibt uns nur fühlen und loslassen, aufnehmen und vorbei lassen, wahrnehmen und sein Empfinden dem Licht zuwenden. Ja, manchmal wirkt es schwer, aber eine Seele, die empfindet, ist fähig dazu. Von einfach hat nie jemand gesprochen. Viele Grüße von deinem Seelenverwandten.