Super Skinny Jeans (100)

seen jeans hintern   mies-vandenbergh-fotografie

mies-vandenbergh-fotografie

 

Was macht frau oder man nur mit dem Handy, wenn sie oder er keine Handtasche, Bag, Jacke, Mantel, Tasche mit oder an hat, aber das Handy nicht die ganze Zeit in der Hand halten will? Oder manchmal auch das Portemonnaie! Da bietet sich folgerichtig eine Tasche an, die fast immer dabei ist, die Gesäßtasche, oder?

Ich möchte hier und jetzt für all die jenigen eine Lanze brechen, die das Telefon oder die Geldbörse in der Hand halten und NICHT in die Gesäßtasche pressen.

Über Formen und Aussehen habe ich hier schon einiges geschrieben, daher wird der aufmerksame Leser sich schon fast denken können, was ich dazu wohl empfehle! Warum kaufe ich solch eine enge Jeans, suche sie zuvor in straparziöser, zeitraubender Weise aus, mit dem immerwährenden Ziel, eine gute Figur darin abzugeben, wenn ich dann -zumindest an der Stelle des Hinterns- alles zunichte damit mache. Ich trage mit dem Mobiltelefon eine eckige Beule an meinem Po zur Schau, die prinzipiell nur noch durch ein Portemonnaie übersteigert werden könnte, oder ich trage gar die Geldbörse auf der anderen Seite.

Nicht nur die Bewegungen erfahren dadurch eine Disharmonie, auch im Stillstand erleidet die so ausgeklügelt durchdachte Form der beispielsweise 501 Schiffbruch. Es wird auch nicht besser, wenn der Verursacher der Verformung halb herausschaut und seinen Stall preisgibt, weil der Besitzer sich mit seinem Besitz von der Masse der Phone-User abzuheben meint.

Doch weit gefehlt, denn ob ei-n Phone von der einen Firma oder eins aus der anderen Galaxis, unterscheiden werden sich die Besitzer mehr durch den Inhalt des Wortschwalls, der durch sie hindurch posaunt wird, in der Gesäßtasche jedoch führen sie alle in ein Dasein als Stil-Bruch-Ikone!

Alles in allem ist es natürlich kein Weltuntergang oder Beinbruch, es ist nur meine Meinung zu den Gepflogenheiten der Zeit, insbesondere als ein Zeichen der Attraktivität und Schönheit, unserer Wirkung unseres Aussehens, und all dem, was wir bereit sind, dafür zu tun. Und das ist eine ganze Menge!

Jeans – Passformen für den Hintern, Teil 1 (84)

stoba jeans hintern  Mies Vandenbergh Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

   Jeans passen sich der Figur ihrer Trägerin oder seines Trägers an oder sie formen die Figur durch ihren Schnitt. Neuartige „Push-up Jeans“ heben den Popo etwas an, und geben ihm eine straffere Form. Vielleicht gaukeln sie uns eine Jugendhaftigkeit vor, die die Träger gerne hätten. Wenn Mann oder Frau eine Jeans trägt, so kann diese Hose vielfältige modische Formen haben. Nicht jede dieser Passformen unterstreicht die Körperform. Das wird zum einen nicht immer gewünscht und zum andern auch nicht immer gerne getragen. Nicht gewünscht, wenn der Körper nicht modisch -oder figurbetont und aufreizend- unterstrichen werden soll. Nicht gerne besagt, dass nicht jeder eng anliegende Stoffe auf seiner Haut mag.

   Die exorbitanten Gewinne der Modekonzerne beweisen, dass viele Menschen erhöhte Aufmerksamkeit auf ihr Äußeres richten, was in der westlich zivilisierten Welt durch Kleidung ihren hauptsächlichen Ausdruck findet. Auch Schmuck dient der Steigerung der Attraktivität, das aber in fast allen Kulturen der Menschheitsgeschichte. Statussymbole möchte ich auch zum Schmuck zählen, den sie erhöhen scheinbar ebenso den vermeintlichen Wert ihres Besitzers. Frei nach der Redewendung: „Haste was, biste was.“ Nicht zu vergessen im weiten Feld der Verschönerung oder vermeintlichen Aufwertung des menschlichen Körpers ist sicher auch die Bemalung zu nennen. Allerlei Tinkturen und Wässerchen, Farben und Hautverbesserungs-Emulsionen werden angepriesen als Wunderwaffe gegen die Durchschnittlichkeit und Gewöhnlichkeit. In unserer Gesellschaft fühlen sich einige Menschen geradezu nackt ohne ihre „Kriegsbemalung“. Wird also die Besonderheit zur Regel? Zählt der natürliche Körper ohne diese Verschönerungen schon zur Ausnahmeerscheinung?

   An modischen Strömungen wird hierzulande begeistert teilgenommen. Was „inn“ ist, findet besondere Beachtung, denn der Mensch möchte gut aussehen und das erreicht man, wenn man -unter anderem- chic gekleidet ist. Was genau den Chic einer Zeit ausmacht, das wird durch Trendsetter und auch durch die Aktivitäten der Modekonzerne beeinflusst, gelebt wird es dann von den Heerscharen begeisterter Käufer.

   Für die Jeans gibt es enorm viele begeisterte Anhänger. Sie ist das meistverkaufte Beinkleid weltweit. In sehr unterschiedlichen Passformen wird sie angeboten. Um anzudeuten, welche Formen in den Shops zu kaufen sind, hier eine Auswahl:

· ANTI FIT lässig weit
· BAGGY extrem weit
· BELL BOTTOM niedrige Leibhöhe, Schlag
· BOOT CUT niedrigen Leibhöhe, ausgestelltes Bein
· BOOT LEG großzügiger Bein- und Fußweite
· COMFORT FIT bequem, lässig
· HIPSTER niedriger Bund
· KAROTTE weiter Gesäßbereich, keilförmig zulaufend
· LOOSE FIT großzügig geschnitten
· RÖHRE sehr enganliegend, körperbetont
· SLIM FIT eng figurbetont
· STRAIGHT FIT gerader Beinverlauf
· TIGHT FIT eng und straff
· DESTROYED große, viele Risse
· HALF DESTROYED einige Risse
· STONEWASHED teilentfärbt
· HIGH WAIST hoher Schnitt, hüfteng, lockere Beine
· USED gebrauchte Optik

   Das ist nur ein Teil der Passformen. Unter diesen Formen sind manche, die die Figur des Trägers mehr betont, oder sie nur erahnen lässt. So viele Formen in den Läden auch zu kaufen sind, im Augenblick geht der Trend beim Blick auf der Straße in Richtung figurbetonte Jeans. In der Gunst der Frauen ganz weit vorn liegt die Form Slim Fit.

   Auch im Punkte Farben werden viele verschiedene angeboten. Die Mehrzahl der verkauften Jeans sind laut Statistik die Bluejeans, doch eine Vielfalt an andersfarbigen wird zunehmend gern getragen. Nach blau folgt die Farbe schwarz, danach mit Abstand die Farben grün, weiß, ocker, rot, braun. Für die Fotografie eines schönen Hinterns eignen sich die helleren Farben besser, wenn die Figur des Trägers oder der Trägerin erkannt werden soll. Möchte ein Mensch figürlich gerne etwas kaschieren, so wurde ihm schon immer die Farbe Schwarz empfohlen. Bei der Jeans, wenn sie überhaupt figurbetont getragen werden soll, ist es ebenfalls die Farbe Schwarz, die von der Figur des Trägers mehr erahnen lässt, als es zu sehen. Aber auch das hat seinen Reiz, denn nicht immer ist alles Offensichtliche das Attraktivste.

   Das ich für die Betonung der Form des Po’s die Straight fit Jeans als die geeignetste Jeans ansehe, das habe ich schon geschrieben. Durch die Betonung des Gesäßes und der Oberschenkel wird die Figur sehr schön hervorgehoben, und der lockere Verlauf übergehend zu den Waden unterstreicht die vorhandene Symmetrie einer wohlproportionierten Figur. Gerade diese Symmetrie zeichnet in besonderer Weise für die von uns hoch bewertete Attraktivität verantwortlich. Dass weitestgehend Konsens über ein Maß an Attraktivität bei Betrachtern besteht, habe ich an anderer Stelle hinlänglich beschrieben.

   Somit kann mit Auswahl der Jeans bewusst der Grad seiner eigenen Attraktivität beeinflusst werden. Mit der eng anliegenden Jeans stelle ich gewissermaßen meine figürlichen Formen zur Schau. Obwohl es nicht immer ästhetisch zu sein scheint, wenn diese eng anliegende Form getragen wird, so obliegt es doch immer dem Träger und der Trägerin seine Körperformen so zu betonen, wir er oder sie es möchte, wie sie sich wohl fühlen und wie sie gesehen werden wollen.

   Schön wäre es im Zuge dieser Überlegung, wenn eine Person zur Beratung stünde, die die richtigen Hinweise auf die Passform gäbe, und auch in Sachen Wunsch nach Attraktivität auf sein gegenüber eingestellt sein würde. Viele Menschen entbehren leider einen solch ehrlichen und vor allem erfahrenen Berater. Warum sonst tragen viele Menschen Kleidung, die ihnen unvorteilhaft zu Gesicht steht, obwohl sie es sich anders wünschen, wie die Mehrzahl aller Menschen es sich wünschen.