Rainforrest in Brasil is burning!

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The AMAZON RAINFOREST has been burning for 3 weeks ….. WTF! Nobody is saying a word ! Nobody is doing nothing for our largest rainforest in the world ! Nobody is doing anything for some of the most beautiful people in the world nobody is doing anything for the animals 😨! Mother Nature is angry with us … you better wake up or she’s gonna give us all the smoke 💨 News /media outlets are quick to cover bullshit and negative stories but won’t talk about the important things 🌍 Pray for Brazil 🇧🇷 All my friends in south America send me updates I’ll keep whosever watching posted and help as much as i can 🤘🏾 TU TU BANGGG • A amazônia está queimando há 3 semanas ….. wtf! Ninguém está dizendo uma palavra! Ninguém está fazendo nada pela nossa maior floresta tropical do mundo! Ninguém está fazendo nada por algumas das pessoas mais bonitas do mundo, ninguém está fazendo nada pelos animais! A mãe natureza está com raiva de nós … é melhor você acordar ou ela vai nos dar toda a fumaça 💨 Notícias / meios de comunicação são rápidos para cobrir besteiras e histórias negativas, mas não falam sobre as coisas importantes 🌍 Ore pelo Brasil 🇧🇷 #brasil #brazil #amazon

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Spätestens, wenn wir nicht mehr atmen können, werden wir wissen, wo wir untätig gewesen waren.

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Was ich besser machen könnte… Teil 8 von 12 [Intermezzo]

Besitz besitzt. Diese althergebrachte Wahrheit ist unterbewusst wahrscheinlich jedem Menschen klar. Denn – man muss sich kümmern. Nun ist es nicht so, dass ich derart im Überfluss lebe, dass ich kümmern lassen könnte. Was kann ich besser machen, wenn es darum geht, meine Aufmerksamkeit zu erhalten, zu lenken, einzuteilen und zu entziehen?

Besitz besitzt. Oder glaubst du immer noch daran, dass du einen Besitz besitzt? Willkommen in der Welt der Illusionen. Rasender Stillstand, so schrieb einst Paul Virilio. Das ist Teil des gesamten Konzepts vom Besitztum, es kommt nur darauf an, möglichst viele Güter in möglichst kurzer Zeit anzuhäufen. Das wird nur auf Kosten und mit der Vernichtung unserer Erde einhergehen, das sehen wir nur nicht deutlich genug, vor lauter Konsumgütern und der Gier danach. Aber es ist gut so, der Homo Oekonomicus soll schließlich bedingungslos konsumieren, sonst funktioniert nachher das System der Schere zwischen arm und reich nicht mehr. Das hätte dramatische Auswirkungen, die Welt würde Gefahr laufen, gerecht zu werden.

Solche viel zu plakativen Thesen sind allerdings nur etwas für Tagträumer. Alternative Strategien werden wohlweißlich im Keim erstickt, von denen, die es wissen müssen und deren Helfershelfern. Von mir. Denn ich konsumiere. Mehr, als ich brauche. Ich kaufe, häufe an und sammle. Früher waren es Schallplatten. Und nun? Alles mögliche? Kameras, Autos, Häuser? Naja, wohl etwas hochgegriffen. Aber andere Dinge. Egal, was es ist, ich habe viele Dinge nicht mehr in den Händen gehalten, seit …? Zu lang! Und es werden nicht weniger, sondern eher mehr. Tassen, Töpfe, Helferlein? Vielleicht. Aus wie vielen Tassen kannst du trinken? Nun, deine Freunde sollen nicht darben, also gibt es einige mehr. Aber 64 Tassen? Ja, eher mehr, und ich habe die Teller noch nicht gezählt!

3 Autos? Schiff, Häuser? Ach nee, das kommt erst noch, oder? Was will ich besser machen? Ich besitze, also gerade schreibe noch auf einem Note 3. Uralt. Oder? Gibt jetzt gerade das Note 10. Für nur 1199.00 Euro. Aber hey, gar nicht so viel, denn Samsung gibt mir 30 Euro „Trade in“ für mein Altes. Cool, oder. Naja die 100 Euro Abwrack-Prämie habe ich jetzt unterschlagen. Also bekäme ich 130.00 Euro beim Kauf eines 10er Note. Nur noch 1069.00 Euro. Für eine noch coolere Performance und so viel mehr – mehr Zeit am Handy, als jetzt schon?

Was kann ich besser machen? Vielleicht ist es ein Weg, sich nicht mehr so besitzen zu lassen. Und den Dingen eine Absage zu erteilen, die nur darauf warten, deine Aufmerksamkeit zu stehlen, die doch dem Menschlichen, den Wesen der Erde, der Erde selbst, uns und der Verbindung der Lebenden eigen ist.

Das versteckte Bild, Teil 2 [119]

Fotos von mir, gerne, ich bin ja Model, aber kein Akt, Teilakt, Dessous oder sinnliche Bilder.

Nichts gegen einzuwenden, oder? Es gibt Menschen, die mit ihrem Körper zufrieden sind und ihn gerne sehen, andere eher nicht. EIN AUFSCHREI? So kann man es nicht sehen. Nun gut, denkt sich der Mensch, ich versuche es anders. Die einen sehen ihren Körperbau als eine private Angelegenheit, der sollte nur zu erahnen sein. Ihr Gesicht darf gezeigt werden. KEIN AUFSCHREI? Welche Betrachtungsweise ich auch immer an den Tag lege, ich komme zu ja oder nein, wenn es darum geht, den Körper in seiner Form zu präsentieren. Wohlgemerkt, es geht nicht um den Körper an sich, sondern um die Präsentation in der Öffentlichkeit desselben.

Ich möchte mich nicht als Aktmodel versuchen. Meine Haut bleibt versteckt, weitestgehend. Bikini ist eine andere Sache. Das höre ich oft. Ja, so sehen mich die anderen am Strand oder im Schwimmbad. An anderen Orten nicht, denn wer versucht, im Bikini durch Venedig zu gehen, dem drohen Bußgelder im fast 4-stelligen Bereich und die Ausweisung aus der Stadt. 2019. Nebenbei bemerkt.

Doch wir waren bei einem Lichtbild, das auch in Jahren noch sichtbar sein wird, das zeigt, was wir einst taten, wie wir aussahen, im Bikini, oder im Pulli, mit nacktem Gesicht oder mit nacktem Körper, bis auf die Stellen, die ein Bikini verdecken könnte, aber nicht muss. Diese Bilder verschwinden niemals im Netz. Jeder könnte sie finden, unter den zum Beispiel im Jahr 2017 geschätzten 1.500.000.000.000 veröffentlichen Bildern wäre es dabei, darunter könnte man es finden. Ja, stimmt, könnte man.

Worum geht es hier eigentlich? Um Körper-Verständnis weitestgehend, und um Fotografie im engeren Sinne.

Was bedeutet eine Präsentation von mehr Körper auf einem Bild, als sonst in der Öffentlichkeit zu sehen ist? Keineswegs präsentieren sich nur Menschen, die einem allgemein akzeptierten Ideal von einem ansehnlichen Körper entsprechen. Es ist vom Supermodel bis zum Nicht-Model jeder dabei. Woran liegt die Abneigung oder Zustimmung zu derartigen Aufnahmen? Jeder kann diese Frage für sich selbst beantworten und kommt zu einem persönlichen Ergebnis, das vielleicht variabel ist. Akt-Aufnahmen ja, für mich persönlich, aber nur für mich. Gut, der Fotograf sieht sie auch, aber ist sein Job und er hat schon unzählige Körper gesehen. Oder sind die Aufnahmen für meinen Partner? Ja, wäre eine Möglichkeit und wird öfters angefragt. Oder mache ich es, weil ich mich gerne präsentiere, jedem und allen gegenüber offen bin und meinen Körper toll finde? Da ist es wieder, die Vermischung von Aussehen und Wahrnehmung. Den Aufschrei hatten wir schon. Und doch differenziert sich hier die Einstellung, denn ein Mensch, der mit seinem Körper zufrieden ist und ihn toll findet, muss noch lange nicht einem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Darin liegt nämlich der Unterschied, es kommt auf das Selbstverständnis an.

Ich möchte hier keinen Zusammenhang zur Sitte und Moral herstellen, das würde zum einen zu weit führen und zum anderen gilt die Ethik als höchst persönlich. Was für einen Kunst ist, (Rembrandt Harmenszoon van Rijn, Picasso, Dürer, Praxiteles, Tizian, Goya, Gauguin, Manet, und so weiter, ist für den anderen Schund. Ein nackter Körper ist für einen Normalität, für einen anderen anstößig, es kommt auf die Umstände an und die Zeit und die Gesellschaft. Es gab Zeiten, da wurde der Beischlaf ausschließlich im Dunkeln vollzogen. Heute sind frei zugängliche Erotika aller Art Gang und Gäbe. Darüber hinaus gibt es Künstler, die anerkannt einen Teil ihrer Fotografie der Akt-Fotografie gewidmet haben (Newton, Bietesnich, Mappelthorpe), auf der anderen Seite finden sich im www genug stillose Beweise für Versuche, die nicht nur der Ästhetik widersprechen, sondern sogar vulgär und billig erscheinen. Und das ist nicht adäquat mit der Summe der sichtbaren Haut.

Was steckt also dahinter, hinter einer Aussage eines Menschen, Model ja, bitte kein Akt, Teilakt, verdeckter Akt oder Dessous? Tatsächlich nur die Gesellschaft? Was denkst Du, warum es so lauten könnte? Privatsphäre und Sicherheit, Intimität und Anstand? Was denkst du?

Das versteckte Bild, Teil 1 [118]

Fotos, ja, aber bitte nur verkleidet.

Was erreichten unsere Vorfahren, was wurde aus unserer eigenen Sicht auf das, was menschlich ist? Was hat ich im Laufe der Evolution getan in Bezug auf die Ansichten und Aussichten auf unseren Körper, unsere Seele? Sind es ethische und ästhetische Aspekte, die unsere Empfindung anleiten, unser Denken bestimmen, unsere Ansichten zu konkreten Reaktion zwingen? Nicht immer ganz zuverlässig kommt es in Sachen Ästhetik zu Entgleisungen. Irrungen und Wirrungen scheinen an der Tagesordnung zu sein, sie beeinflussen so unsere Wahrnehmung, stellen sie auf eine manchmal harte Probe, und rütteln mitunter gehörig an den Grundfesten.

So auch bei mir. Die Beben sind manchmal so gewaltig, dass ich viel mehr von dem in Frage stelle, was in mir zurechtgebogen und niedergemetzelt, ausgemerzt und aufoktroyiert wurde. Regeln und Sitten, Anschauungen und Gesetze, Verordnungen und Verhaltensweisen stehen da, immer wieder nackig, ohne Verkleidung, zeigen ihren wahren Hintergrund und ergeben sich damit der Sinnfrage, und der Herkunft ihrer selbst. Warum soll es SO sein, und wohin soll ES führen? Wer prägte ES einst, wer vertritt ES heute und wozu? Was könnte sich ändern, verfolge man ES so nicht weiter? Revolution nannten es manche, Konterrevolution erfolgte häufig, andere nannten es sittlichen Verfall, wieder andere Befreiung. Wenn ein System als einzige Rechtfertigung den Selbsterhalt vorweisen kann, ist dann nicht der Zeitpunkt gekommen, es zu hinterfragen?

Wann erkennen die Menschen ein System? Erkennen sie es dann erst, wenn es sie in ihrer Existenz bedroht? Wie könnte eine solche Bedrohung aussehen? Was, wenn das System den Menschen konditioniert hat, und er gefangen in weltlichen Dingen einer wesensfremden Kultur verfällt? Was muss dann geschehen, bis der Mensch erwacht, aus dieser doppelten Falle? Einmal die Falle der Wesensfremde, zum anderen die Falle der eigentlichen Entmenschlichung.

Wenn das System dem Menschen eine recht komfortable Lage bietet, in der die Grundbedürfnisse gestillt sind, und jenen Bedürfnissen, die darüber hinaus gehen, eine Ersatzbefriedigung geboten wird, vielleicht lässt sich damit diese Trance so lange aufrecht erhalten, bis die Menschen zu dekadent, zu bequem, so verunsichert, so geistig alt und arm geworden sind, um einen Aufruhr anzuzetteln oder die richtigen Fragen zu stellen, damit die Menschen erwachen. Das System erhält sich selbst somit. Wer ist eigentlich DAS SYSTEM? Sind es Menschen unter uns, die das System bilden, oder hat es sich verselbstständigt? Wer sind seine Lakaien, seine Helfershelfer, seine Verehrer, seine Knechte, seine Verfechter, seine Mitläufer, seine Anhänger und Handlanger und gar seine Erschaffer? Etwa wir alle? Ich fürchte, ich bin ein Teil davon.

Brauchte es Zeit, um diese Dinge zu erkennen? Nein, nicht wirklich. Mut? Schon eher. Und etwas verändern? Vielleicht, jeder einzelne und in seinem Wirkungskreis. Von innen, dort, wo wir sind. Oder?

Vom Wandel der Fotografien [114]

Ich wiederhole mich mit meinen Äußerungen zur Qualität der gezeigten Bilder im www. ganz gerne mal, ist es doch etwas, was mir immer wieder auffällt. Doch dieses Mal betrachte ich die Lage der Dinge von einer anderen Seite. Man muss es nur lang genug und oft genug wiederholen, dann wird eine Sache schon richtig, oder? Passiert das gerade in Sachen Fotografie? Lege ich einmal die Historie der Lichtbilderstellung zu Grunde, so stelle ich fest, dass aus einer Kunst oder einer technisch nur wenigen „Fotografen“ vorbehaltenen Kunstfertigkeit ein Massenphenomen geworden zu sein scheint. Der einstige Seltenheitswert einer fotografischen Aufnahme trug dazu bei, dass sie begutachtet wurde. Nicht nur wegen eventuell angefallener Kosten, auch wegen des Aufwandes, der mit der Erstellung verbunden war. Ein Ergebnis war nie sofort verfügbar, sondern es bedurfte einer Wartezeit, zu der sich immer eine gewisse Vorfreude gesellte.

Das ist heute anders. Jeder Mensch kann zu jeder Zeit ein Lichtbild erstellen, und er tut dies auch. Es ist keine besondere Ausrüstung von Nöten. Als zweiten Aspekt, der noch viel erheblicher wirkt, wirkt die Möglichkeit zur Veröffentlichung der Lichtbilder. Diese besteht durchgehend und wird ebenso beständig genutzt. Während zu Beginn der Fotografie und vor der Massenverfügbarkeit eine Veröffentlichung äußerst eingeschränkt war, nämlich in Form von gedruckten Bildern in entweder Büchern oder Magazinen, in der Mehrzahl aber als Ausdruck in Form von 9×13 oder 10×15 Bildern für das eigene Fotoalbum, seltener als 30×45 Print für die eigenen vier Wände, so wird heute nur wenig gedruckt, da im Zeitalter der Digitalisierung hierzu vermeintlich keine Notwendigkeit mehr besteht.

Dazu bedarf es scheinbar auch keiner Notwendigkeit des Drucks mehr, denn die Fotografie oder Lichtbilderstellung tauscht ihren Sinn ein. Ein schon immer dokumentarischer Charakter übernimmt zunehmend den Sinninhalt, indem nicht mehr die einzelne Fotografie im Vordergrund steht, sondern der Stream. Nicht ein Bild ist als solches wichtig, sondern dieses eine nur als Bestandteil einer Präsentation eines Alter Egos im www. Diese Bilder sind mehr oder weniger austauschbar, es kommt nicht so sehr auf den Inhalt, sondern mehr auf eine Frequenz zum richtigen Zeitpunkt an, in der die Menschen ein Lichtbild veröffentlichen. Damit löst sich die Halbwertszeit der Bilder in Wohlgefallen auf. Im Umkehrschluss fällt auch der Inhalt auf ein kaum mehr messbares Niveau, es scheint einfach nicht mehr notwendig, dass aus einem Lichtbild eine Fotografie oder tatsächlich ein Bild wird.

Nicht aber bei allen Menschen ist es so, nicht alle finden sich damit ab. Obwohl auch ich manchmal diesem Phänomen Rechnung trage. So versuche ich unentwegt eine Art der Kunstfertigkeit aufrecht zu erhalten, die Fotografie als eine Möglichkeit aufrecht zu erhalten, die die Muse im Menschen berührt, seine Phantasie beflügelt und Gefühle wie Anmut, Schönheit und Entzückung nicht aussterben lässt. Ob mit das gelingt steht auf einem anderen Blatt und das darf jeder Betrachter selbst entscheiden. Für mich kann ich nur sagen, dass ich danach trachte, auch, wenn hin und wieder die Verzweiflung ob der unendlichen Flut der Belanglosigkeit an mir knabbert.

Meinen und sagen. [110]

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Meinst Du, was Du sagst? Meinst Du, was Du schreibst? Andererseits, sagst Du Deine Meinung? Wie authentisch bist Du? Und vor allem, zu wem?

Stehst Du auch auf dem Standpunkt, dass zu viel Wahrhaftigkeit dazu führen könnte, Deinen Charakter zu definieren? Glaubst Du auch, dass es sich viel einfacher lebt, wenn Du immer schön unbestimmt bleibst? Ich bin da nicht so sicher, denn ein unbestimmter Charakter muss sich ständig neu positionieren. Zwar kann er nur schwer eingeordnet werden, die Menschen um ihn herum wissen nie mit Bestimmtheit, was er von einer Sache hält, auf der anderen Seite aber spielst er jedoch mit seinem Verlass. Was das ist, Verlass? Wenn auf jemand Verlass ist, so bedeutet das (für mich) mehr als nur da zu sein, wenn es darauf ankommt. Es bedeutet, dass man in bestimmten Situationen mit Deinem Charakter, Deinem Herzen und Deinem Verstand rechnen kann, dass eine Art der inneren Treue Dir innewohnt, weswegen man auf Dich zählen kann. Man weiß es, man darf sicher sein, dass nicht eine Flut von Ausflüchten plötzlich alles bedingt. Es bedeutet kein blindlings willenloses Folgen, denn ein ausgebildeter Charakter lenkt ein, er empfiehlt und analysiert ohne zu zögern oder einem nach dem Mund zu reden. Es verhält sich ein bisschen so, wie der Ratschlag eines wirklichen Freundes, der auch die offenen oder verdeckten Fehleinschätzungen deinerseits erwähnt, nicht hinter dem Berg hält, wenn Irrungen und Wirrungen Deinen Geist umfangen. Dazu aber bedarf es den Charakter. Dass dieser sich meist nicht mal eben so bildet, dürfte jedem plausibel und verständlich sein. Wie nun bilden, wenn man nicht definiert sein möchte? Ist das vielleicht genau jener Widerspruch, an dem viele Menschen scheitern? Ohne Fundament bleibt kein Stein auf dem anderen, das lernen wir schon beim Spielen mit Bauklötzen. Lässt sich diese Erkenntnis auf den Charakter übertragen? Was meinst Du? Sobald sich ein Mensch positioniert hat, kann man ihn (ein-) schätzen, man sieht, fühlt, und man weiß, woran man ist. Diese Einordnung fürchten manche Menschen, fühlen sie sich doch so gleich in Schubladen gesteckt. Doch dass eine Einordnung nur das Fundament betrifft, dass all die Variationen und Bedingungen eine weitaus größere Reichweite besitzen, als eine starre Meinung, eine feste Eigenschaft, das liegt für einige Personen außerhalb ihres Erfahrungsschatzes und bedarf einer Erörterung. Diese können gute Freunde leisten. Eine Vertrauensbasis ist der Grundstoff für eine Auseinandersetzung mit diesem Thema. Höre nicht nur zu, sondern hin. Hinterfrage all das, was Dir zuwider geht oder was Deiner Denkweise widerspricht, Deinen Gefühlen gegen den Strom geht. Wenn Du etwas nicht verstehst, dann frage so lange nach, bis es für Dich verständlich dargestellt wird. Gleiche ab mit Deinen Erfahrungen und mache sie ebenfalls, denn aus Erzählungen lässt sich schlecht erfahren. Manches kannst Du umschiffen, einiges aber wird auch für Dich zur Lehre gereichen. Das halte ich für wichtig, denn so erfährst Du etwas durch Dich selbst und das wird zum Fundament Deines Charakters. Niemals wird ein Charakter fertig sein, dazu lernt man beständig im gesamten Leben zu viel hinzu, aber die Richtung bietet ein erstes Leuchtfeuer, dass hilft, sich an Dir zu orientieren, nämlich an einem festen Charakter.

Reicht ein Foto? (Intermezzo)

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Ich gebe es zu. Ich bin ein leidenschaftlicher Sammler. Von nahezu jedem von mir besuchten Ort der Welt habe ich etwas mitgebracht. Nicht nur von Urlaubsorten, auch von dort, wo ich nur einen Spaziergang lang Zeit hatte, brachte ich etwas mit. Manchmal war es recht viel, meist zuviel, meine Taschen waren hin und wieder bis zum Bersten gefüllt.

Zuhause angekommen galt es die Taschen zu entleeren, doch letztendlich stellte sich immer die Frage, wohin damit. Es fand sich aber bis heute immer noch ein Plätzchen, wo die mitgebrachten Dinge abgelegt werden konnten. Im Laufe der Jahre wurden es immer mehr, immer mehr mutete es an, wie eine Sammlung. Es schien sich ein Konglomerat an unterschiedlichsten Strukturen zu bilden, wobei der Sinn und Zweck der Ansammlung nur in dessen Existenz zu erkennen war.

Es ließ über all die Jahre hinweg nur marginal nach. Jeder Besuch in einer neuen, manchmal sogar in einer alten mir bekannten Region ließ mich hinsehen und zugreifen, aussuchen, wählen, wegschmeißen und erneut suchen. Immer wurde ich fündig. Die Größe des Mitbringsels war nur am Rande von Bedeutung und wurde prinzipiell nur von der praktischen Umsetzbarkeit eingeschränkt. Wenn es nicht anders ging, so konnte es nur ein kleineres Erinnerungsstück sein, wenn es aber möglich zu transportieren war, so nahm ich gerne die Last auf mich.

Wer nun denkt, dass ich im Laufe der Jahre die Herkunft der einzelnen Exemplare vergessen hätte, der täuscht sich – nicht. 😉 Es wäre nicht ehrlich, wenn ich behaupten würde, ich erkenne jedes gesammelte Stück und weiß noch, wann und woher ich es habe. Aber es sind noch viele Exemplare, deren Herkunft und Fundort ich exakt vor Augen habe, die mich an die Zeit von damals erinnert, die mich den Geruch in der Luft, die Geräusche der Umgebung und vor allem die Gefühle der Seele nachempfinden lassen. Manche verbinden mich mit Menschen von damals, aber auch mit dem Menschen von mir, der ich damals war, der aus heutiger Sicht nicht immer der geliebte war, sondern auch der, den ich aus heutiger Sicht nicht recht verstehen kann.

Nun betrachte ich all die Dinge, die mit mir alle Umzüge quer durch die Republik mitgemacht haben, die meine Zimmer einst zierten, von denen es heute noch manche tun. Umzugshelfer, darunter viele Freunde, zweifelten an mir, ob es denn wirklich sein müsste, DAMIT wieder umzuziehen, denn zugegeben, sie waren nicht nur nicht leicht, sie waren auch in der Überzahl. Doch ja, sie ahnten, dass es keinen andern Ausweg gab, schließlich warteten einige von ihnen auf gemeinsamen Reisen oftmals geduldig auf mich, bis ich genug ausgesucht hatte.

Heute, viele Jahre später, stehe ich oft da, blickte manche an, nehme hin und wieder einen in die Hand, fühle ihn, spüre ihn, sehe ihn ganz genau an, erfreue mich an seiner Schönheit, denke an und fühle die damalige Zeit, schmunzle oder werde traurig, und frage mich, (und ich möchte gerne an dieser Stelle auch DICH fragen!) wie es wohl wäre, wenn ich all diese Exemplare hätte liegen lassen und statt ihrer nur ein Foto derselben gemacht hätte.

Wie wäre das? Reicht es aus, lediglich ein Bild einer Sache zu haben und wäre es das Gleiche? Sind nicht alle Dinge nur Dinge, die irgendwann vergehen?

Vitrine Fotografie Sammlung

Sammlung von Erinnerungen

Vielen Dank Mitzi Irsaj für Deinen Blogbeitrag, der mich daran erinnert hat, dass ich schon jahrelang mit dieser Thematik schwanger gehe.😊

Garten Mauer Koblenz

Diese Erinnerungen sind nun fixiert

Aufruhr [98]

Fotoshooting Portrait Koblenz tfp Shooting

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Gedanken, Einfälle und Ideen sind für mich oftmals der Beginn einer Handlung. Sie konstruieren möglicherweise allein durch ihre Erscheinung ein neues Ziel im Leben. Dieses Ziel kann mal groß, mal kleiner sein. Eine Wertigkeit ergibt sich wie von selbst, das Ziel wird eingeordnet in mein Leben, eingegliedert in all die bereits vorhandenen Ziele meines Lebens.

Dabei bilden Verschiebungen der Ziele, manche werden wichtiger, andere unwichtiger, eine spannende Begleiterscheinung. Besteht das Leben doch aus vielen kleinen und großen Entscheidungen für oder gegen eine Idee und dadurch Handlungsweise, lerne ich mich darauf einzulassen. Prioritäten ändern sich ständig durch neue Erkenntnisse, werden dadurch ebenfalls verschoben. Gleichfalls fallen einige meiner bestehenden Ziele weg. Widersprüche und Konfrontationen gilt es auszuräumen, wobei die Zeit als essentieller Faktor eine große Rolle spielt. Das zeigt sich beispielsweise darin, dass nicht jede Frage zeitnah oder sogleich beantwortet werden kann. Die Lösung eines Problems ergibt sich damit erst im Laufe der Zeit durch weitere Wandlung oder auch Inklusion.

Wenn ich es etwas anders ausdrücken möchte, so kann ich behaupten: „Entdeckungen und Ideen sind unter anderem jene Motoren, die meinen Geist herausfordern, die ihm einiges abringen, um in meinem Verständnis ihren Platz zu fordern.“

Oft erschließt sich, wie oben bereits erwähnt, nicht sofort der Zusammenhang von Leben und neuen Ideen, von Verhalten und Wirkungen. Oft denke ich an Sinnlosigkeit, da sich mir der Sinn einfach nicht erschließen will. Dennoch, irgendwann zeigt sich ein (tieferer) Sinn. Hin und wieder verweigere ich mich aus den unterschiedlichsten Gründen den Veränderungen, sie brauchen manchmal einen erneuten Anlauf oder ein besonderes Erlebnis, um ihren Platz zu einnehmen zu können.

Wie ein Puzzle scheint sich mein Geist und insbesondere seine Ausrichtung zusammen zu setzen, nicht jedes Teil passt an jede Stelle und schon gar nicht zu jedem Zeitpunkt. Verfolge ich eine (neue) Idee, so ergeben sich natürlich fortlaufend neue Erkenntnisse. Diese erreichen mich selten in DEM aufnahmefähigen Moment, in dem sie passen, sie auf ein Verständnis stoßen, oft geschieht es erst hinterher. So setzt sich die ein oder andere Idee fest, leitet mein Verhalten mit an und bringt verschiedene Vorhaben zur Umsetzung.

Doch nicht jede ist von Dauer. Wie während der Gezeiten scheinen Inseln aufzutauchen, die im nächsten Augenblick durch eine neue Idee schon wieder verschwunden sind, ohne dass ich jemals meinen Fußabdruck auf ihr hinterlassen hätte. Einfälle, als kleinere Elemente, kommen und gehen, werden von mir verworfen und verschwinden, andere werden aufgegriffen und umgesetzt. Manche davon sind sozusagen der Keim, der bei Beachtung und Beschäftigung mit ihm zu einer Handlung und einem wegweisenden Projekt führen wird, das meine Persönlichkeit mit ausmacht.

Es ist spannend für mich zu beobachten, wie sich nach Erkenntnissen oder neuer Orientierung einige Ziele neu ordnen, andere Ziele sich unterordnen und durch bestimmte Ideen ganze Stränge von Handlungen verändert werden, ja manchmal gänzlich abreißen. Was gestern noch wichtig erschien, kann morgen schon an Bedeutung verloren haben. Gelingt es mir, die neue Perspektive bereits vor der Umsetzung einer Idee einzunehmen, kann ich sehr gut die Wichtigkeit der aktuellen Ziele abwägen, und eine gewisse Gelassenheit (nicht Gleichgültigkeit) verschafft mir eine innere Ruhe und Übersicht, die für mich ein gesundes Handlungs-Fundament bildet.

Gegenteilig kommt es auch vor, dass Ideen, nachdem ich sie zu integrieren versuchte, sich als Irrglauben oder kontraproduktiv herausstellten. Dann lasse ich sie passieren, löse mich von ihnen, oder begegne ihnen aktiv. Irrungen sind und bleiben Teil meines Handelns, dazu bin ich Mensch, zum einen und zum anderen gilt es manches zu erkennen, was vorher nicht deutlich für mich zu erkennen war. Und auch das bildet einen Teil meiner Erfahrungen, die als Teil von mir zunächst einmal schmerzlich sind, mit der Zeit jedoch als jene Hinweise fungieren, die Verhaltensweisen andeuten und damit eine Art Gelassenheit bei erneutem Auftreten mir zur Seite stellen, damit ich die innere Ruhe zur Begegnung einer ähnlichen Situation bewahren kann. So manches Mal half es mir die Übersicht zu behalten.

Abschließend stelle ich fest, dass Ideen und Einfälle immer eine Handlung hervorrufen, eine Reaktion, die zeigt, an welcher Stelle ich mich befinde, welch Geistes Kind ich bin, in diesem Moment, mit dieser Situation. Niemals lerne ich aus. Aus Täuschungen und Irrungen bildet sich ein Charakter wie aus gelungenen Werken und erreichten Zielen. Scheitern und Gelingen, Verlieren und Gewinnen sind Teil des spannenden Lebens. Verschiebungen von Prioritäten sind für mich ein Zeichen, dass ich noch denken und analysieren, bedenken und handeln kann. Eine Kehrtwende ist Teil eines Weges, der niemals nur geradeaus führt. Und Ideen und Einfälle sind die Abzweige von einem Weg, die zeigen, es gibt niemals nur den einen richtigen Weg. Umwege und Abkürzungen können auf mich warten und auch, wenn der Weg der des Lebens ist, so ist die Art, wie ich gehe, meine Entscheidung, meine Entscheidung für oder gegen eine Idee, für oder gegen einen Einfall, für oder gegen ein neues oder altes Ziel, für oder gegen eine Handlung. Wie sieht es bei Dir aus? Hast Du Ideen und Einfälle, die Dich beschäftigen? Jenseits von der Frage, ob Du heute Erstes, Zweites oder Drittes Programm oder Channel guckst? 😉