Pippa Middelton – Ein Po erregt die Geister (96)

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Es ist immer so eine Sache, wenn jemand über einen anderen Menschen schreibt. Besonders dann, wenn man ihn nicht einmal kennt. Fotos und Presseberichte sind dann die einzige Quelle. Leider weiß man von denen nicht einmal, ob die verantwortlichen Redakteure eine fundierte und sauber recherchierte Arbeit leisteten. Somit befinde ich mich weit entfernt von jeglichem persönlichen Kontakt, und könnte Inhalte nur nachplappern. Nicht so bei Fotos. Könnte man meinen.

Dennoch möchte ich mich an eine Beschreibung dessen geben, was über den Menschen verbreitet wird, weil die Person, deren Aussehen meine Aufmerksamkeit geweckt hat, häufig dann Erwähnung findet, wenn es um das Thema Hintern geht. Ich reduziere sie keineswegs darauf, doch an dieser Stelle, in diesem Blog, geht es schließlich um das vordergründig Optische. Menschlich steht sie für mich als Fremden ausser Reichweite. Also der vielen Bilder wegen und der Beschäftigung mit dem Thema Po möchte ich über Pippa Middelton schreiben.

Für Menschen der Öffentlichkeit, zu denen sie zweifelsohne gehört, wird es stets ein Thema sein, wie oft und mit welchem Inhalt ihr Konterfei in den Medien gezeigt wird.
War der Auslöser bei Pippa Middelton ihr Aussehen auf der Hochzeit ihrer Schwester Kate, dabei speziell ihr Po, der sich durch ihr Kleid eher vage abzeichnete, durch die ausgesprochen harmonische Form aber fast überall Begeisterung hervor rief, so möchte ich die Frage stellen, ob nicht schon im Vorfeld bei 1. der Wahl der Kleidung für 2. solch ein besonderes Ereignis, 3. in solch einer in der großen Weltöffentlichkeit beachteten Familie, 4. unter Mitwirkung von standesgemäß geschulten Beratern, 5. von der unübersehbaren Tatsache der wohlgeformten Proportionen von Pippa -wie auch ich finde- und 6. ihrer Rolle bei der Zeremonie ein wenig Absicht, vermischt mit dem allgegenwärtigen Wunsch aller Menschen nach Schönheit, Verzauberung, Gefallen und Begeisterung dahinter vermutet werden darf?

Wenn dem so sei, so frage ich weiter, weshalb konnte die Tatsache in dieser Ausführlichkeit in den Medien solche Erwähnung finden. Neben dem eigentlichen Ereignis, immerhin einer live im Fernsehen übertragenen Hochzeit eines Prinzen und einer Prinzessin, war der Nachhall über Pippas Kleid, respektive Popo fast ebenso groß, wie der dieser Hochzeit selbst. Welche Schlüsse kann man daraus entnehmen? Wäre eine kurze Meldung nicht Zeugnis für den stets betont hohen Stand der Aufklärung in unserer Gesellschaft gewesen? Oder zeugt die ausführliche Berichterstattung über einen Hintern als deutlicher Beweis dafür, dass wir doch nicht so aufgeklärt daher kommen?

Für mich als Schöngeist wurde ich so auf eine sehr schöne Figur einer Frau aus England aufmerksam, oder vielleicht doch auf eine Frau aus England mit einer tollen Figur. Waren die Bilder ansonsten ein Anlass dafür, dass viele der vergeistigten Zuseher sich dennoch dabei ertappen konnten, etwas zu bemerken, das in dieser Form nur heimlich betrachtet und wahrgenommen zu werden gepflegt wird? So konnte doch wunderbar und ganz ungeniert in den Tenor der Entrüstung gestoßen werden.

Durch die vielbeachteten Fotografien im Brautkleid kamen in der Folgezeit und kommen bis heute immer wieder neue Schnappschüsse in die Medien, die Pippa Middelton in vielen verschiedenen, gerne engen Kleidungsstücken abbilden, dabei häufig ihren Popo.

Dazu gerne ein paar Links:

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Nach den vielen inhaltslosen Beiträgen, etwa wie dieser, oder dieser, wurde ihr Hintern zum Paradebeispiel für die Form des vielseits begehrten Pfirsich-Po’s.

Irgendwann werden die Klatschspalten vermutlich genug davon haben, nämlich dann, wenn der Zuschauer und Leser sich wieder einmal auf einen neuen Hype einlässt. Für Pippa Middelton dürfte es zumindest dahingehend eine weniger große Rolle spielen, als sie vermutlich weiterhin gerne enge Jeans tragen wird.

Die Erschaffung eines Images (44)

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Mies-Vandenbergh-Fotografie

   Mit einer Fotografie kann der Fotograf ein Image eines Menschen erschaffen. Abbilden wird der Fotograf mit seiner Kamera „nur“ das, was er sieht! Vordergründig betrachtet ist es richtig, doch es steckt hinter einer Aufnahme, die der Betrachter, also wir, zu sehen bekommen, bekanntlich viel mehr. Unter den vielen Gestaltungsmöglichkeiten einer Fotosession mit einem Menschen finden sich Mittel und Wege, die Person in den unterschiedlichsten Facetten wiederzugeben. Aus dem Modell lässt sich ein Engel machen oder ein Vamp.

  Wir als Betrachter der vielen Modell-Ikonen wie Christy Turlington, Laetitia Casta oder Milla Jovovic können allein unter ihren bereits veröffentlichten Fotografien viele verschiedene Gesichter und auch Charaktere ausmachen. Der Einfluss des Fotografen ist einfach wesentlich, gibt es doch unendlich viele Knipser und Hobbypaparazzi auf der einen und wirkliche Fotografen, deren Bilder in Ausstellungen und Büchern zu bestaunen sind, auf der anderen Seite. Nebenbei bemerkt habe ich weder Ausstellung noch Buch publiziert. 😉 Auch soll es keine Wertung eines Menschen sein nur des „Fotografen¨.

   Was ein Fotograf vom Format wie zum Beispiel Peter Lindbergh aus einem Menschenbildnis machen kann, das finde ich überaus bewundernswert. Es spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, mit welcher Kamera er das macht und welches Equipment ihm zur Verfügung steht. Wenn ein Fotograf oder eine Fotografin, gleichwohl ob Profi oder Amateur, sich Gedanken vor einem bestimmten Foto-Shooting mit einem Model macht, so kann er oder sie das Ziel der Aufnahmeserie genau definieren. Will man ein bestimmtes Ergebnis erreichen, sind im Umkehrschluss ganz bestimmte Vorbereitungen unabdingbar. Nicht nur die Ausrüstung meine ich, auch Location, Kleidung/Style, Licht oder Make-up bestimmt die Bildaussage.
Was will ich darstellen, welche Botschaft möchte ich mit einer Fotografie transportieren?

   Wenn ich mir die Schönheitsvorstellung verkörpernden Modelle der Mode- und Kosmetikindustrie so betrachte, dann kann die Botschaft derer Bilder für mich nur die folgende sein. „Sieh her, ich bin die personifizierte Schönheit, die Du auch erreichen kannst, wenn Du diese oder jene Produkte auch benutzt!“ Wir werden mit diesen Ikonen der Schönheit tagtäglich mit einer Intensität konfrontiert, dass man glauben könnte, so würde die Mehrheit der Menschen aussehen. Die Rolle der Medien ist dabei entscheidend, denn erst durch deren Einsatz ist eine so starke Verfügbarkeit erst möglich geworden.

   Wer macht nun diese Bilder. Wer bereitet die Models auf die Film und Fotosessions vor? Außer eines Visagisten oder Maskenbildners können viele andere Personen involviert sein. Selbst bei den in den 1990ern und 2000ern in Mode gekommenen Natürlichkeitslooks, auf denen die Modelle wie zufällig auf sehr natürliche Weise dargestellt wurden überließ man nichts dem Zufall und jede noch so zufällig daherfliegende Haarsträhne war auf´s genaueste geplant, wie mir ein befreundeter Modefotograf versicherte.

   Mit vielfältigen Mitteln kann der Fotograf den Look eines Menschen verändern. Bei bekannten Gesichtern ist dies besonders deutlich. Meist werden diese Personen des öffentlichen Rechts in sehr ähnlicher Weise abgebildet. Viele derer verkörpern ein bestimmtes Image, welches der Fotograf mit der Art seiner Aufnahmen gestaltet und auch aufrecht erhält. Manch einer von uns wäre regelrecht erschrocken, wenn er eines der Supermodels oder eine(n) Schauspieler(in) ohne vorhergehendes Styling ansehen könnte.

   Stellen Sie sich ihren Partner oder ihre Partnerin vor, wie sie einmal vollkommen geschminkt und mit modischster Kleidung und Frisur vor ihnen stünde oder – einfach so – im weiten Pyjama mit zerzausten Haaren. Beides ist der selbe Mensch und doch transportiert er eine vollkommen widersprüchliche Bildaussage. Was jetzt hier als krasser Gegensatz genannt wurde, kann im Einzelnen auch etwas sehr diffiziles sein, dass, oberflächlich betrachtet, kaum auffällig ist, aber durch ein Fehlen doch sehr starke Irritationen beim Betrachter erzeugt. Schon ein fehlender Kajalstrich könnte eine ganz bestimmte Härte oder Entschlossenheit im Gesichtsausdruck vermissen lassen. Das kann gewünscht sein, wenn eine natürliche, sanfte Ausstrahlung des Modelles beabsichtigt wird. So lassen sich manche Modelle nur sehr ausnahmsweise mal ohne eine bestimmtes Make-up ablichten.

   Der Fotograf kann die Aussage eines Images des Modelles weiter führen, indem er ein Modell in stets sehr ähnlicher Art und Weise fotografiert, bzw. die Bilder in genau dieser Art weiter bearbeitet, die der gewünschten Optik des Modells oder des Auftraggebers Rechnung trägt. Wenige Modelle haben – meiner Ansicht nach – eine besonders breitgefächerte Vielfalt der darzustellenden Charaktere oder Looks. Viele sind festgelegt auf wenige bestimmte Rollen. Selbst, wenn sie es versuchten, würden sie mehr von ihrem eigentlichen Image zerstören, als ein neues dazu gewinnen.

   Sehr gut zu beobachten ist das bei den Schauspielerinnen, die aus der Familienkomödie oder Vorabend-Krankenhausserie stammen und danach eine Tatortkomissarin darstellen sollen. Diese Veränderung gelingt nur sehr selten und wirkt meist unglaubwürdig. Diese Aussage stellt meine persönliche Ansicht dar.

   Viele Modelle haben aus vorgenannten Gründen gerne nur bestimmte Fotografen, weil es diese verstehen, die im Modell vorhandenen besonderen optischen Attribute auf dem Film hervor zu heben, bzw. auf den Chip. Jeder, der fotografiert, hat eine eigene „Sicht der Dinge“. So würde auch ein Mensch durch die Augen und schließlich durch die Linse eines jeden Fotografen immer wieder anders dargestellt werden, ohne den wechselnden Gemütszustand des Modells dazu zu bedenken.

   So wie die Menschen in jedem anderen Menschen etwas anderes sehen, so bringt auch jeder Fotograf bestimmte Eigenschaften seines Modells hervor und genau an dieser Stelle beginnt der Einfluss des Fotografen. Er kann sich für Eigenschaft A oder B oder C oder … auf seinen Bildern als Hauptbotschaft entscheiden. Genau danach wird er vermutlich sein Modell instruieren. Wenn auch die Auswahl der Bilder im persönlichen Bereich durch das Modell selber erfolgt, so kann es dennoch ausschließlich zwischen den geschossenen Images (=Bildern) auswählen. Andere gibt es nicht.

   Bis hier her bin ich noch nicht mal auf die Frage eingegangen, in wie weit die eigene Sichtweise des Models mit in die Bilder einfließt. Die abschließende Frage am Ende der Session bei der Betrachtung der Bilder ist dann, ob sich das Modell so wiedererkennt, wie es meint zu sein oder auszusehen! Stimmen da die Sichtweisen des Modells und des Fotografen überein oder nähern sich an? Oder soll es gar nicht so sein und der Fotograf soll viel mehr etwas im Modell hervorheben/ entdecken / erschaffen. Etwas, von dem das Modell meint, das er oder sie es vielleicht nicht verkörpere oder ausdrücke, der Fotograf solle es aber erschaffen und in die Bildaussage transferieren.

Möglicherweise kann es für ein Modell sehr spannend sein, den Fotograf in einem Teil des Foto-Shootings freie Hand zu lassen und Ansichten kreieren zu lassen, in denen sie oder er sich kaum wiedererkennt. Immer wird es dabei ein Abbild des Menschen sein, das jedoch stark verfremdet sein kann und ganz oft ist. Denn eines ist heutzutage ganz sicher: So gut wie keinem Bild ist mehr zu trauen, dass man nicht selber bearbeitet hat! ;-

Unschärfe oder „Der scharfe Hintern“ (35)

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Mies-Vandenbergh-Fotografie

Wie der Titel schon sagt, schreibe ich hier etwas über unscharfe Bilder. Ich meine damit Bilder, die in der 200% Auflösung des Monitors leichte Unschärfen aufweisen. Dazu stelle ich in Relation die Aufnahmen der alten Meister, die in Mannheim im Reiss-Engelhorn-Museum 2012 ( Die Geburtsstunde der Fotografie )zu bewundern waren.
Wie in vielen Büchern namhafter Fotografen nachzulesen ist, kann die Auflösung der (digitalen) Kamera nur ein zweit- oder drittrangiges Kriterium für die Herstellung einer aussagekräftigen und eindrucksvollen Aufnahme sein. Um das zu begreifen, habe ich trotz jahrelanger analoger Fotografie erst wieder viele digitale „Versuche“ starten müssen. Meine Auseinandersetzung mit der Hardware hat mich viele Fachgespräche mit Berufsfotografen und ebenso viele Recherchen im Internet gekostet. Hin von der Vielfalt aller angebotenen Technik bis zum eigentlichen Zubehör war es ein weiter Weg.

Ich wollte im Rahmen des Themas „Schönheit“ Hintern in Jeans fotografieren. Das war ein Punkt unter vielen. Ebenso unsere Familie für die fotografischen Jahrbücher, Bäume, Gärten, Landschaften und Portrait; auf den geliebten Städtetouren auch Architektur, dort gleichfalls Streetfotografie.

Dies war die Idee hinter meiner Planung. Bis ich jedoch verstand, auf welche Voraussetzungen es besonders ankommt, oder wie ich welche Ausrüstungsgegenstände dafür zusammenbringen sollte, hat es deutlich mehr Praxiserfahrung gebraucht, als ich anfangs zugegeben hätte. Ich dachte, es kann gar nicht so schwer sein, eine passable Ausrüstung in geraumer Zeit zustande zu bringen. Schließlich fotografierte ich doch schon seit 1978. Doch weit gefehlt. Nach der bisherigen Erfahrung hat sich für mich die Schärfeleistung der am Markt befindlichen Fotoapparate schnell relativiert. Die Bildaussage wird durch mehr Megapixel nicht griffiger. Die entscheidende Frage war am Ende für mich die allgemeingültig bekannte Hauptfrage: Was werde ich mit den Aufnahmen tun?

Ich kann sie sicher immer wieder bei einer 200% Vergrößerung an meinem 2550×1440 Monitor akribisch ansehen, dabei werde ich ebenso sicher viele Unschärfen, Moires oder chromatische Aberrationen entdecken, doch ist das der Sinn und Zweck? Meiner ist es nicht. Ich möchte bald meine Bilder in einer Ausstellung präsentieren, und dazu sind vielleicht gerade noch folgende Überlegungen für meine Ansprüche an die Auflösung zu bedenken:

1. Wie groß soll das größte Format sein, in dem ich eine Aufnahme präsentiere? – DinA3 oder DinA2 oder größer?

2. In wie weit bin ich zu Ausschnittvergrößerungen gezwungen, um ein Bild als Gesamtkomposition auszustellen? 80%, 50% oder weniger?

3. Welche Körnung ist gerade noch akzeptabel, damit sich die Kanten meines Motives vom Hintergrund abheben?

4. Mit welcher Objektiv-Lichtstärke und welcher ASA-Einstellung kann ich fotografieren, ohne dass ein Motiv dem Bildrauschen zum Opfer fällt?

Diese Fragen bringen mich aber keineswegs zu der Nachfrage nach den Megapixeln einer Kamera, sondern zur Frage nach der Sensorgröße. Da ich kein Berufsfotograf bin, fällt Mittelformat wie z.B. PhaseOne oder Hasselblad für mich aufgrund des Anschaffungspreises aus. Das nächstkleinere Sensorformat ist das Kleinbildformat. Das ist das für meine Zwecke mehr als ausreichende Format.

Über die Marke der Kamera kann jeder eine eigene Entscheidung finden. Ich meine, dass schon 12MP für die DinA2 Vergrößerung ausreichend sind. Ich fotografiere momentan mit Kleinbildformat, APS-C Format und hinunter bis MFT. Einen Ausdruck von DinA2 mit MFT scheint die Grenze zu sein, weil noch gut betrachtbar. Ich bin dennoch neugierig auf weitere Entwicklungen.

Ist also die Frage nach dem Body entschieden, folgt die nächste Frage nach dem Objektiv. Bei dieser Beantwortung bin ich schlussendlich zu der Erkenntnis gelangt, dass die Lichtstärke in der Streetfotografie viel mehr Spielraum bei der Bildgestaltung bietet, wenn ich einige Reserven habe. Eine f 1:1,8 / f 1:1,7 oder gar f 1:1,4 bietet diese notwendigen Reserven bei abnehmendem Licht, was ich auf der Straße immer wieder erlebt habe. Von da her ist für mich in der Streetfotografie die f1:2.8 zur Grenzlichtstärke geworden. In den anderen Bereichen der Fotografie hat sich auch die f1:4,0er Lichtstärke bewährt, selten die f1:5,6er als größte Blende.

Die Brennweite ist hier für mich von zweitrangigem Belang, ich muß mich nur mehr bewegen oder ein Zoomobjektiv benutzen. Auch das mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich selbst benutze gerne das 35er f1:1.8er für die APS-C (in KB 52,5mm) sowie das 20er f1:1,7 für MFT (in KB 40mm) und das 85er G für Kleinbild. Da nun alle diese Fragen grob angeschnitten wurden, kann ich mich wieder der Beschreibung der Beziehung der Schärfe zum Bildinhalt widmen. Wie ich anfangs schon beschrieben habe, war mein Eindruck und meine Bewunderung der o.g. Ausstellung enorm. Die Bilder wurden in verschiedenen Größen ausgestellt, die Grundlagen waren sehr verschieden, es wurden unterschiedliche Negativgrößen benutzt und Vergrößerungen davon hergestellt, die in ihrer Einzigartigkeit für mich von besonderem Wert und außerordentlicher Lehrkraft waren und sind.

Ich habe -für mich- festgestellt, dass ein bestimmter Grad der Körnung, der in der Sprache der digitalen Fotografie „Rauschen“ genannt wird, der Bildaussage bis zu einem gewissen Maße nicht entgegensteht. Diese Erkenntnis lege ich für meine Vorstellung von Schärfe zugrunde. Dadurch verschieben sich die Prioritäten besonders bei der Bildbetrachtung, denn es kommt mir auf die Gesamtaussage des Bildes an. Es geht in diesem Blog, was die Bilder betrifft, natürlich um die Fotos wohlgeformter Hintern. So kann ich mit einem leisen Schmunzeln über meine vielen vergeblichen Anstrengungen zur Findung der Kameraausrüstung mit der noch besseren Schärfeleistung und Abbildungsleistung sinnieren. Da es jedoch müßig wäre, meine Irrfahrten nachzuzeichnen, kann ich besser nur mein persönliches Fazit zur Schärfe stellen:

Ich habe es überbewertet. Es lassen sich mit einer 12MP APS-C Kamera beeindruckende Vergrößerungen herstellen, deren Bildaussage ohne Abstriche, also ausdrucksvoll zu kommunizieren ist. Es kommt für mich auf das Motiv und auf die Gesamtkomposition an. Stelle ich mir die Frage, was ich mit dem Bild sagen möchte, und sehe mir daraufhin das Bild an – und kann ich die Antwort, also meine Intention finden, so ist es für mich gelungen. Der Betrachter findet ohnehin seine eigene Interpretation der Bildaussage, wenn er sich die Zeit nehmen möchte, zu sehen.

Po – Formen Teil 2 (29)

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Im Bewußtsein der Menschen bleibt das Aussehen des eigenen Hinterns sehr wohl. Nur die Optik, weil sie dem eigenen Gesicht abgewandt ist, lässt Zweifel darüber aufkommen, ob es für den Menschen viel bedeutet. Wird die Hose – vermutlich zuhause – noch mal begutachtet, wenn überhaupt, so macht sich unterwegs kaum einer noch Gedanken über die Passform und das momentane Aussehen seines Hinterns. Wie denn auch, sind andere Dinge natürlich wichtiger. Fast niemand läuft durch die Stadt und denkt über die Form des eigenen Popos nach, auch ist es schon technisch nicht so einfach, geeignete Spiegel zu finden und dann auch noch nachzusehen. Was sollen die Passanten nur denken?

Wir haben manchmal eine Art „Passgefühl“, das uns verrät, wie wir uns in der Hose fühlen. Wir kennen sie und wissen um den Sitz des Beinkleides, gehen so beruhigt in die Welt hinaus. Manch einem geht dieses Gefühl ab. (Nicht berücksichtige ich wiederum die Menschen, denen das Aussehen des eigenen Hinterns gleichgültig ist.)

Beim schönen Geschlecht, bei den Frauen ist es meistens wichtig, wie sie von Hinten aussehen. Weil sie so großen Wert auf ihr Äußeres legen, sind sie wirklich schön anzusehen, und wie ich vorher bemerkte, genießen es viele Frauen, wenn sie den ein oder anderen Blick der Männer auf sich ziehen oder gar ein freundliches, anerkennendes Lächeln erhalten. Die Form des eigenen Popos ist den meisten Frauen ebenso wichtig, wie die Optik allgemein. Deshalb entwickelten die Hosenhersteller die Push Up Hose für den schönen Hintern. Außerdem sind vielfältige Fittnessübungen für den straffen Popo in Mode, schon immer. Mehr noch die jüngeren Frauen tragen gerne enge Jeans. So ist die Form des Pos gut zu sehen. Das ist vermutlich so gewollt, denn es wäre ein Leichtes, den Po zu verhüllen. Die Form des Hinterns hat bei dieser Zurschaustellung, die ja die meisten Männer sehr anziehend finden, nichts damit zu tun, denn gleich welcher Form sehen wir in der Öffentlichkeit alle Formen. Der Mensch hinter dem Hintern ist nun mal so geformt, wie er ist und der Mensch zeigt, was er hat, tut dies gerne, und es gibt genauso viele Menschen, denen der Hintern so gefällt, wie er ist. Es wäre müßig zu erforschen, welche Form unter den Pos die beliebteste Form ist. Die Aussage würde den einen oder anderen Hintern favorisieren. Dass der etwas dickere Hintern der beliebtere ist, das haben Wissenschaftler bereits eruiert. Das aber sagt nur wenig über die Form aus. Die Gewinnerin des Po-Contest in 12/2012 in Brasilien hat beispielsweise einen eher fülligen Hintern.

Vielleicht denkt der ein oder andere Leser, dass die Form des Hinterns Rückschlüsse auf das Wesen des Menschen zulässt. So gab es (oder gibt) in den 1970er Jahren die Volksweisheit, dass ein straffer aufrecht geformter Po auf ein schnippisches Wesen hinweist. Über wissenschaftliche Verifizierungen diesbezüglich ist mir aber nichts bekannt. Dazu wird jeder seine eigene Ansicht haben. Die Vorliebe für die Form ist also eine Geschmackssache, wie für andere Vorlieben auch. Sind lange Haare schöner oder kurze Haare? Unterliegen also die Formen des Hintern auch einer Mode! Im Laufe der Zeit wechselten die Idealformen immer wieder. Darüber in einem anderen Artikel mehr.

Die Betonung der Schönheit ( 11 )

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   Schon seit Beginn der Menschheitsgeschichte ist von Schmuck zur Verschönerung des Menschen die Rede. Funde aus der Frühgeschichte zeigen unzählige Plastiken mit Schmuck am Körper aus den verschiedensten Regionen dieser Erde.

Bis heute hat sich die Menschheit in dieser Hinsicht nicht sonderlich verändert. Sehe ich mir die mit Ringen verlängerten Hälse der Padaung-Frauen an, so ist es für mich sicher ein anderes Empfinden, als für deren Mann oder allgemein für die Männer des Volkes der Padaung. Wie dieses Beispiel würden wir viele für uns absonderliche Verschönerungen auf der Erde finden, in allen Kulturkreisen sind dabei vielleicht die Ausschmückungen eines bestimmten Volkes nur schwer nachvollziehbar.

Beschränke ich mich auf unseren westeuropäisch orientierten Kulturkreis, so gibt es schon dort große Differenzen. Breche das ganze herunter auf unser Land Deutschland, so finde ich wiederum große regionale Unterschiede. Man denke nur an die Lederhose oder die traditionelle Kopfbedeckung aus dem Schwarzwald. Differenziere ich das noch weiter, so bin ich auf der regionalen Ebene, der des Mittelrheines als die Region, in der ich momentan zu Gast bin, genauso kann ich das Kraichgau, das Sorbenland, die Hohenlohener Ebene oder das Ammerland hernehmen. Selbst innerhalb dieser eng gefassten Kreise finde ich unterschiedliche Arten und Formen von Schmuck. Als letztes Glied in dieser Kette – nach einigen wenigen mehr – kommt der Mensch zu einem bestimmten Zeitpunkt zu Wort. Woran findet er gerade jetzt Gefallen zur Verschönerung seines Äußeren? (Nächste Woche könnte es etwas anders sein!) Spätestens da bin ich bei der Kleidung angekommen.

   An dieser Stelle bringe ich erneut die enge Jeans ins Spiel. Ich möchte nicht näher auf die „Push-Up“ – Jeans eingehen, sondern auf die „normale“ Röhrenjeans, welche dem Hintern in meinen Augen ein so formschönes Antlitz verleiht. In genau jener Verknüpfung zum Schmuck, welcher die Menschen „schöner“ darstellen soll, als sie es ohne ihn sein sollen, betrachte ich diese enge Jeans. Sie verleiht dem Körper des Menschen eine Art zweite Haut. Damit ist der Mensch nicht NACKT, jedoch erahne ich beim Hinsehen die Formen und Proportionen seines Körpers ähnlicher, als es bei einem Rock der Fall wäre.

   Zu Beginn der Hosenmode im modernen Deutschland galt es für die Dame als unziemlich, sich mit engen Kleidungsstücken zu bedecken. Damals galt das Kleid als Maß aller Dinge. Während es in dieser „zivilisierten“ Gesellschaft verpönt war, sich enger Kleidung zu bedienen, da war es anderswo normal, nackt zu sein. Doch ab der Zeit der Aufklärung änderten sich auch die Kleidungsstücke der Menschen aus einer Richtung der nicht mehr alles verschleiernden Umhänge.

  Die Frauen schmückten sich erstmals mit Beinkleidern. Das begann um die Jahrhundertwende zum 20. Jhd. Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle erwähnt, dass schon bei den Kelten Frauen in Hosen bekannt waren. Um 113 n. Chr. auf der Trajanssäule sind bereits Frauen in Hosen abgebildet worden. In der Zeit vor 1897 waren die Hosen in unserer Gesellschaft für die Frau tabu. Danach änderte sich das. Nachdem die Männer sich diese Kleidung zu eigen machten, da war es schon ein kleiner Schritt in Richtung Emanzipation der Frauen, die Hose doch zu tragen. Die Frau „durfte“ sich ihre Kleidung aussuchen, und zwar konnte sie dies ohne jedwede Restriktion der Männer tun, und was noch wesentlich wichtiger war, sie konnten es tun ohne das Diktat des Anstandes. (Über diesen Aspekt möchte ich später noch meine Meinung schreiben.)

   Da war also die Frau mit dem Beinkleid. Die Art und Weise der Hose war stets beeinflusst von der Mode der jeweiligen Zeit. Konnte eine Frau durchaus in Knickerbocker einen sehr formschönen Po haben, so sollte es noch lange nicht in einer anderen Hose genauso sein. In wie weit die Frau oder auch der Mann mit dem Bewußtsein oder dem Wissen um das Aussehen seines Hinterns in der jeweiligen Hose umging und umgeht, ist bis heute nicht umfassend erforscht. Es wurde ein Versuch während einer Untersuchung durchgeführt, in dem den Probanden neben ihrem Po die Fotos weiterer Hinterteile gezeigt wurden, wobei sie ihren Po erkennen sollten. Als Ergebnis kam erstaunlicherweise heraus, dass nur rund die Hälfte der Personen ihren eigenen Hintern erkannten.

   Wenn nicht ein Berater das Aussehen des Popos in der Hose als „passend“ bezeichnete, oder aber ein Spiegel vorhanden war, der die ganzheitliche Ansicht des Hinterns zeigte, so war es nur schwer möglich, sich ein entsprechendes Bild zu machen. Wenn ich heute im Café sitze und den Mädchen auf den Hintern sehe, wie es einst Konstantin Wecker im Lied „Eine ganze Menge leben“ besang, so frage ich mich, ob sie dann und wann jemand über ihr Aussehen beriet oder eher nicht. Manch einem ist es nicht wichtig, wie es um seine rückwärtige Ansicht bestellt ist. Was natürlich auch für die Ansicht gelten kann, die jeden Morgen im Spiegel von vorn erkannt wird, aber das ist ein weiteres Thema.

   Manch einem wird jedoch nicht vermittelt, wie er oder sie von hinten ausschaut. Woher sollte man es dann sonst wissen? Der Blick in den Spiegel aus Höhe der Augen verrät durch die Perspektive nicht immer alles so, wie es wahrgenommen wird. Daher auch die positive Resonanz auf meine Frage nach einem Bild des Popos. Es ist schließlich nichts Verwerfliches an den Pobacken, das sollte einem bewusst sein. Auch wenn manchmal die Nase gerümpft wird, wenn es um das Thema geht. Doch auch diese Erkenntnis ist eine besondere Betrachtung wert, an der ich noch schreibe und die dann irgendwann folgt.

    Das Aussehen allgemein ist in vieler Munde eine als oberflächlich abgestempelte Sichtweise angesehen. „Es kommt nicht auf das äußere an, die inneren Werte sind die, die zählen.“ Wie oft habe ich diesen Satz gehört. UND GESAGT!   A B E R:  Welche Chance haben die inneren Werte erkannt zu werden bei jemandem, dessen Äußeres mich davon abhält ihn und seine -respektive- ihre inneren Werte kennen zu lernen. Diese Allgemeinphrasen kennt jeder. In der Sendung des Senders WDR mit dem Titel „Die Macht des Unbewußten“ wurde von Neurowissenschaftlern festgestellt, dass unser Unterbewußtsein in nur ca. 300 Millisekunden über Sympathie oder eben fehlende Sympathie beim Gegenüber entscheidet und das es kaum mehr möglich ist, dies zu drehen. Während wir noch meinen uns zu entscheiden, so die Wissenschaftler, ist alles schon längst von unserem Unterbewußtsein bestimmt. Sollte es tatsächlich so sein, dass unser Aussehen, unsere Ausstrahlung vorab alles entscheidet, und unser Charakter noch so edel sein kann, es nutzt nix? Die Forscher fanden definitive Belege dafür.

   Dies als Fakt von mir vorausgesetzt, spielt das Aussehen eine gewichtige Rolle. Das meine ich. Was jeder als schön empfindet, liegt bei jedem Menschen selbst. In einer Studie von US-Wissenschaftlern zur Verteilung von Suchanfragen über eine bekannte Suchmaschine war die Häufigkeit des Suchbegriffes „mollig“ im Zusammenhang mit Frau um ca. 1/3 größer, als der Suchbegriff „schlank“ im selben Zusammenhang. Auch das ist eine genauere Betrachtung wert.

   Für mein Empfinden kann ich sagen, dass beim Aussehen der Frau und des Mannes schon ein ausgewogenes Mittel zwischen schlank und mollig als ideal steht. Umgangssprachlich nicht zu dick und nicht zu dünn. An meinen Fotos kannst Du erkennen, wie ich es sehe. Da kann ich nur wieder zugeben, dass das Mittelmaß das Maß der Dinge ist, wie in den weiter oben genannten Studien zur Attraktivität, die eine große Anziehungskraft der symmetrischen, mittleren Proportionen als Ergebnis präsentieren, angegeben ist. Eine Freundin sagte mir mal, der Mensch sei doch nur mittelmäßig, ist es zu warm, ist es falsch, ist es zu kalt, ist es falsch, ist es zu trocken, sei es falsch, ist es zu nass, ist es auch nicht richtig. Diese Reihe könnte ich beliebig fortsetzen. Damals war ich in einem Alter von 19 Jahren, und durch die Worte ziemlich pikiert, kam ich mir mit meinem Schulabschluss doch wer weiß wie außergewöhnlich vor. Es brauchte eine lange Schule des Lebens, bis ich dahinter kam, dass  an den Worten der Freundin etwas dran ist.

Zurück zum Schmuck: Schmuck dient zur Verschönerung. Dient eine körperbetonte Kleidung auch zur Verschönerung? Ist ein Mensch mit körperbetonter Kleidung schöner, als mit unbetonender Kleidung? Natur: Eine Blume schmückt sich mit wundervollen, „schönen“ Blüten, um Insekten anzulocken. Was macht den schönen Menschen aus? Aussehen oder Seele?
Eine körperbetonte Kleidung deutet auf unseren Ursprung hin, den nackten und damit natürlichen Menschen. Der braucht nämlich keine körperbetonte Kleidung. Der würde uns Menschen so ansprechen, wie er ist. Ursprünglich, aber darüber sind wir ja weit hinaus, oder? ff.

   Im Café sitzend stelle ich dann aber auch fest, dass es da noch die anderen Frauen gibt. Die Frauen, die um ihren tollen Hintern wissen. Sie gehen betont durch die Straßen, ihr Blick zeugt vom Wissen um die Bewunderung ihres Äußeren durch uns „Herren der Schöpfung“. Sie tragen gerne enge Jeans, man meint zu bemerken, dass sie sich wohl fühlen. Es macht mir Spaß ihnen zu zusehen, scheinen wir Männer, neben dem Ausstechen der Konkurrenz, doch das gebührende Publikum zu sein. Ein manchmal wohlwollendes, aber flüchtiges, fast nicht erkennbares Lächeln in ihrem Gesicht verleitet mich zu dieser Sichtweise. Stimmt’s?

 

Die Bedeutung der Jeans ( 9 )

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Mies-Vandenbergh-Fotografie

Über die Jeans als Kultobjekt ist schon sehr viel gesagt und geschrieben worden. Da ich in diesem Blog Bilder von Jeans zeige, bietet es sich an, auch dieses Objekt kurz zu beschreiben! 

In Wiki® ist zu lesen: „jeans [dʒiːnz] (Pl., auch Sg.; in österr. Jean) die; -, → engl. jeans, Pl. von: jean = geköperter Baumwollstoff; (dt. selten Nietenhose, in der DDR Niethose) sind Hosen, die gewöhnlich aus einem robusten, blauen köperbindigen Baumwollstoff, dem Denim, hergestellt werden“.[1]

    Es ist eine Hose. Als sie um 1873 in den USA zum ersten Male patentiert wurde, konnte noch niemand ahnen, welche Bedeutung sie einst haben würde. In den 1960er Jahren hatte sie den Durchbruch in Deutschland. Ich selbst habe sie in den 1970er Jahren gerne getragen. Doch nicht alle Marken, denn je nach Marke saßen sie mehr oder eben auch weniger gut. Bei der Entwicklung seit den 1970er Jahren erfuhr die Passform einige mehr oder weniger heftige Wechsel. Von der Röhrenjeans ausgehend kamen die Karottenjeans, die Jeans mit weitem Schlag oder die Baggy-Jeans in die Mode. Doch zur Jahrtausendwende kam die Röhrenjeans wieder auf den Markt. Die Hose saß auf den Hüften und lag am Oberschenkel eng an, meist auch am Hintern, was an der Form des Selbigen wie am Schnitt lag. Heute sind fast alle Formen und Schnitte erhältlich, sie werden durch Bleichen entfärbt, mit Flicken  versehen, mit Löchern künstlich gealtert und vieles mehr. Sie kommen mit hautengen Beinpartien, die nur mit Reisverschluss anzuziehen sind, und haben einen sehr tief sitzenden Schnitt, der gerade über die Hüfte geht.

  Im Zuge dieses Blogs stellt sich mir folgende Frage: Welche Bedeutung hat die Jeans für die Fotografie? Und für die Fotografie von Hintern? Durch den eng anliegenden Stoff auf der Haut wird die Form des Körpers gerade betont. Aber die Jeans „formt“ dabei den Körper noch viel weitergehend. Durch den Schnitt kann der Po betont werden, die Beine einer bestimnten Form und Struktur angeglichen werden und der Unterleib gänzlich gestylt und geformt werden. Das kann jedoch sowohl mit positiven wie mit negativen Auswirkungen belegt sein kann. Manche Jeans haben die Eigenschaft, die Pobacken etwas anzuheben, wodurch dem Hintern eine gewisse Jugendhaftigkeit verliehen wird (Stichwort „Knackarsch“). Ein anderes Mittel zur Veränderung des Poform ist das Tragen von hochhackigen Schuhen. Dies kann man sehr gut bei den Fotos von Helmut Newton nachvollziehen.

Diese Eigenschaft der Jeans unterstützt meiner Ansicht nach die Form des Hinterns im Positiven, für mich ist ein Hintern in einer Jeans manchmal sogar schöner noch, als im unbekleideten Zustand, wenngleich jener natürlich auch einen großen Reiz ausübt! In Wiki® heißt es: „Bezogen auf Frauen als Jeansträgerinnen wird in der Literatur eine „massive Körperbetonung“ durch Jeans mit „bis unters Knie sehr eng geschnittenem Bein“ und „hautengem Sitz am Po“ dokumentiert. Die den „Po betonenden und in der Taille eng und einschnürend sitzenden Jeans“ würden die weiblichen Körperformen nicht nur nachzeichnen, sondern sogar „konstruierte Frauenformen“ produzieren und damit eine dem Korsett ähnliche Funktion erfüllen.“[2]

  Nicht nur die Form ist von Bedeutung, auch die Farbe der Jeans sowie die Musterungen sind in der Fotografie bildbeeinflussend. Weil gerade in der SW-Fotografie die Kontraste wichtig sind, und es die Farben sind, welche die Kontraste bei den Bildern erzeugen, sind zu helle Farben der Jeans genau so wenig geeignet, wie zu dunkle Farben. Schwarz bildet hier die Ausnahme, denn der brechende Schatten in den Falten im Stoff und auf den Flächen der Pobacken geht im Bild dabei vollends verloren. Unterstützend kann ich dies in meinen Bildern darstellen.

   Was für die Fotografie der schönen Hintern in Jeans weiter von Wichtigkeit für mich darstellt, ist die Anordnung der Gesäßtaschen. Ich meine, dass tiefergesetzte Gesäßtaschen den noch so schönen Po meistens derartig verunstalten, dass keine Form, geschweige denn eine Harmonie oder die so wichtige Symmetrie zu erkennen ist. Daher sind für mich die Jeans mit den klassischen Applikationen und Gesäßtaschen sehr wichtig für die Fotografie von Hintern! Da ich meine Bilder in SW und mit Filtern bearbeitet ausstelle, sind die Kontraste von großer Wichtigkeit. Diese zeichnen besser in farbigen Jeans und besonders geeignet sind jene Jeans, die mit Bleichmittel an den Beinen etwas entfärbt wurden. Dadurch lässt sich die Form des Hinterns besonders gut heraus stellen und wiedergeben. Darum geht es hier im Blog im Punke Bilder schließlich.

Warum ( 3+4 )

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Mies-Vandenbergh-Fotografie

Warum veröffentliche ich meine Bilder und meine Gedanken hier im Blog?

Ich möchte Schönheit darstellen. Ich möchte Schönheit in Frage stellen. Ich möchte anregen zum Hinterfragen. Ich möchte begeistern. Ich möchte auffordern zum Denken und zum Fühlen. Dazu eine erste Herleitung:

Gehe ich durch die sommerlichen, von der Tagessonne erwärmten Straßenzüge der Stadt und sehe mir im Vorübergehen so manchen Hintern an, frage ich mich, was es ist, dass mich zu diesem öffentlich-heimlichen Blick reizt! Was hat es mit der Form und dem Aussehen des Pos auf sich. Welche Bedeutung hat der Hintern für uns Menschen?

In der Literatur wird gerne auf folgenden historischen, archaischen Sachverhalt verwiesen: als die Menschen noch nicht aufrecht gingen, zeigte sich den Männern der Po der Frau als erstes Körperteil, sobald sich ein Akt der körperlichen Vereinigung anbahnte. Daraus soll das Interesse der Männer am Popo der Frauen entstanden sein.

Frauen wiederum sehen -nach Tenor dieser Meinung- im kräftigen Po des Mannes den Jäger, der sie gut ernährt und auch mit Kraft vor den Gefahren des wilden, gefährlichen (menschlichen) Dschungels behütet. Heute, viele Jahrtausende später, ist eine zusätzliche Erklärung zu finden, denn ich hörte davon, dass die Menschen sich weiterentwickelt haben sollen. Die Worte höre ich wohl, … . 😉

Da wir Menschen immernoch gerne hin und wieder auf den Po sehen, machte ich ein paar Untersuchungen in meinem Mikrokomos. Versuche der Deutung über diese Vorliebe, die ich im Grunde genommen teile, gibt es viele. Auch im Netz finden sich zahlreiche Thesen, jedoch genauso viele Antithesen. Diese zu bewerten steht mir nicht zu, denn ich bin kein Verhaltensforscher! Aber ein Beobachter bin ich, wie es jeder Mensch sein kann. Ich beobachte zunächst mich selbst. Weiterhin frage ich die Menschen in meiner Umgebung nach ihren Gedanken, nach ihrer Sicht der Dinge. Zur Antwort erhalte ich manch ehrlichen Gedanken, und auch viele direkt ausgesprochene Gefühle zu dieser Frage.

Wenn Du bis hier hin gelesen hast, und interessiert bis, so frage Dich:“Was gefällt Dir (als Frau oder Mann) am Hintern des Anderen? Was denkst Du, und warumdenkst Du es so?“

Die Frage, warum ich diesen Blog führe, ist noch nicht beantwortet. Das möchte ich gerne tun! Bilder von schönen Hintern in Jeans finden sich im Netz zur genüge. Dabei sind wirklich tolle Pos. Ebenso wie Fotografen, denen ein sehr ästhetisches Bild im rechten Augenblick gelang, mal bei einer Komposition, mal auch als Schnappschuss. Stellen meine Bilder somit nur einen weiteren Pool für Bilder von Hintern in Jeans dar? Ja und nein ist hier richtig.
Meine Bilder präsentiere ich mit meinen Gedanken, meinen Erfahrungen in Sachen Fotografie und stelle meine Kritik der gesellschaftlichen Umgangsweise mit dem Thema „Hintern“ im Speziellen und „Schönheit und Aussehen“ im Allgemeinen anheim.

Ich möchte Ansichten und Einsichten erzeugen, beim Leser, also Dir, um festzustellen, ob Du in Deiner ethischen Überzeugung vielleicht festgefahren in einem Diktat der Sittenlehre darbst.

Ich möchte des weiteren eine Anregung geben. Eine Anregung zum Hinsehen, zu dem, was schön ist im Auge der Betrachterin und des Betrachters. Warum soll ich nicht einen Menschen ansehen, der in meinen Augen schön oder/und interessant ist. Der Mensch ist ein zutiefst visuelles Wesen. Sicher gibt es „feste“ Kriterien, nach der Schönheit definiert wird. Aber wir werden sehen, dass manche dieser Schönheitsstatuten rein geografisch und andere periodisch schwankend dahergekommen sind, wie auch wieder andere grenzenüberschreitende, zeitlose Gültigkeit besitzen. Es ist in Sachen Schönheit seit menschengedenken alles im Fluss und doch universell. Wir gerade in diesem Augenblick auf dem Erdball zu Miete wohnenden Wesen sind häufig fokussiert auf die aktuelle Mode und das aktuelle Schönheitsideal. Dass wir noch einen Wandel erleben ist sicher nicht ungewiss. Dennoch können wir nur mit der Erkenntnis über diesen Zustand etwas verändern, wenn uns dieser missfällt.

In meinen Augen ist der wohlgeformte Hintern E I N schönes Körperteil des Menschen. Da ich ein Mann bin -und heterosexuell- wirkt der schöne Po einer Frau anziehend auf mich, ich sehe gerne hin und manchmal wieder hin. Aber auch schöne Männerpos gibt es unbestritten.

Vielleicht möchte der oder die Ein(e) oder Andere uns hier im Kommentar seine Gedanken dazu mitteilen.

Auch jemandem zu sagen, er wäre in den Augen des Hinsehenden schön, gutaussehend, hübsch, interessant oder was auch immer, oder er habe einen tollen Po (frei von Hintergedanken meine ich, als Kompliment), ist meines Dafürhaltens kein falsches Wort. Was wird man hören? Mache es mal, und Du wirst staunen.

…ich wünsche viel Vergnügen beim Hinsehen…