Foto-Rätsel (nur für zwischendurch) Wer weiß, wo das ist? 1979 in Deutschland. 😊

Ich bin gespannt, ob hier jemand weiß, wie es damals war. 😊

Aufgenommen am 2 Tag meiner fotografischen Laufbahn mit einer Nikon EM und 50mm 2.0 Objektiv, aus 2 Bildern bestehend, eines davon unscharf geworden dank Schwenk und fehlender Erfahrung und fehlendem Autofokus, weil ich an den Fokusring kam…. 😂

Viel Spaß bei der Auflösung, die gebe ich Ende der Woche ….. aber vielleicht hat es ja jemand viel schneller erkannt ……. 💪

Auflösung: Düsseldorf, Eller, Endstation Vennhauser Allee. 😊

Posing 4: Erwartungshaltung [12]

Wenn du einen anderen Menschen erblickst, erkennst du nur zum Teil seine tatsächliche Haltung. Vergleichst du im selben Moment nicht intuitiv das, was deine Augen sehen mit geläufigen Mustern deines persönlichen Erfahrungsschatzes?Schätzt Du den Menschen ein, versuchst zu erfassen, was diese Körperhaltung für dich persönlich zu bedeuten hat?

Du vergleichst und dir fällt dabei zuerst das auf, was du nicht in deinem Repertoire an bekannten Körperhaltungen wiederfindest. Wie in vielen Situationen im Leben sticht zuerst jenes heraus, was dir befremdlich erscheint. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob es ein Ausschlag in die positive oder negative Richtung gibt. Beides lässt dich gleichsam stutzig werden, deine Aufmerksamkeit ist der Sache -oder dem Foto- gewiss. Damit zu spielen ist ein Stil vieler Bildgestalter.

Wie weit eine Pose von gängigen Mustern abweichen kann liegt bestimmt bei jedem einzelnen Künstler, es hängt im wesentlichen davon ab, welche Rolle der Faktor „Likes“ spielt, d.h. in wie weit ein Bild der Allgemeinheit gefallen soll. Wird es nämlich zu künstlerisch, so geht das Verständnis der meisten betrachtenden Menschen rapide zurück. Es sind oftmals nur Nuancen, die vom visuellen Gleichgewicht abweichen und für positive Überraschungen sorgen

Manchmal kann man aber auch eine Pose so einrichten, dass sie trotz verfremdeter Art eine faszinierende Wirkung auf den Betrachter ausüben kann. Das aber hängt in der Wirkung von viel mehr Faktoren ab, als ausschließlich von der Pose. (Model, Location, Lichtstimmung, Kontext, …) Doch die Pose kann allemal ein sehr interessantes Zuspiel sein, wie auch sehr gefährlich, wenn sie nur unzureichend dargestellt oder erfasst wird…

Du versuchst beim Anblick eines Menschen zu verstehen, zu fühlen, was er fühlt, was in ihm vorgeht, und du versuchst zu erkennen, ob er mit die in Kontakt zu treten bereit ist. Dieser weitere Aspekt von Wahrnehmung einer Körperhaltung beeinflusst die Darstellung des Körpers auf einem Bild und so lässt sich eine Bildaussage steuern, wenn der Mensch vor der Kamera es versteht diese Ausdrucksweisen zu erzeugen. Wieder eine Parallele zum Schauspiel, das im Gegensatz zum Bilde die Emotionen im Fluss hält, während das Bild eine absolute Momentaufnahme wiedergibt.

 

Weiter geht´s in Teil 5

Idee und Umsetzung [8]

Wieviel bleibt von einem Bild erhalten, wenn du es aus deiner Vorstellung, deiner Idee heraus in die Wirklichkeit transferieren möchtest? Wieviel setzt du um, und welche neuen Eindrücke entstehen im Nachhinein in deiner Wahrnehmung über die Realisierung deiner Idee?
How much remains of a picture if you want to transfer it from your imagination to reality? How much do you deal with, and what new impressions arise afterwards in your perception of the realization of your idea?

Ich bin, also spreche ich? (203)

jeans hintern mies-vandenbergh-fotografie.de

mies-vandenbergh-fotografie.de

Du kommunizierst mithilfe deines Körpers, nicht anders. Alle Ergebnisse, alle Entschlüsse verkündest du durch oder mit deinem Körper, sei es gesprochen, geschrieben oder gehandelt, in manchen Fällen vielleicht bekundet durch Nichthandeln.

Es folgen zunächst einige Prämissen für eine kleine, gedankliche Herleitung: Menschen leben. Leben bedeutet, dass sich etwas entwickelt. Entwicklung heißt Veränderung. Leben bedeutet Bewegung. Bewegung bedeutet Verschiebung von Masse. Dazu braucht es Raum, Raum der nicht unendlich verfügbar ist. Leben bedeutet Wahrnehmung. Lebewesen nehmen wahr und reagieren. Veränderungen von Positionen sind die Folge. Jede Aktion verändert etwas, Statik wird zu Dynamik. Manchmal verändert sogar eine Nichtreaktion, wenn sie konträr verläuft. Wenn eine Nichtreaktion im Gegensatz zu dem steht, was zu erwarten ist, wird sie umgehend zur Reaktion.

Veränderung ist für den Menschen stets materiell. Ort, Materie, Zeit. Immer. Es beginnt mit den drei grundlegenden Defizitbedürfnissen:

▪ Nahrung
▪ Atmen
▪ Schlafen

Der Mensch existiert, lebt aber erst durch den Ausdruck seines Körpers. Ohne die o.g. Defizite dauerhaft und fortlaufend zu beseitigen, kann der Mensch nicht leben, vielleicht existieren. Anschließend folgen weitere Bedürfnisse, die dem Menschen seine Existenz erst weiter ermöglichen:

▪ Wohnung
▪ Sicherheit

Vorerst möchte ich gedanklich nur bis hier her gehen. Ohne dabei zu bestätigen, dass es weitere Bedürfnisse gibt, die den Menschen ausmachen, wie z.B. soziale Bindungen oder Selbstverwirklichung. Dies wäre der nächste Schritt. Bleibe ich in diesem Beitrag beim ersten Schritt und dessen näherer Betrachtung.

Es geht also bei der Existenz des Menschen, der durch oder mit seinem Körper kommuniziert, immer um das Materielle. Gedankenübertragung? Noch Fehlanzeige! Das es ausschließlich körperlich effektiv ist möchte ich aus folgender Sichtweise herleiten: Jede Aktion und auch jede Reaktion bedeutet eindeutig, dass der Mensch eine Veränderung wahrgenommen hat. [Du schaust hin oder weg.] Dieses gelingt ihm nur unter Zuhilfenahme seiner Sinne [Augen]. Es sei dabei einerlei, ob die Veränderung von materieller oder energetischer Herkunft ist, letztendlich ist Energie nur eine andere Form der Materie und umgekehrt. Den physikalischen Nachweis dafür haben andere schön längst erbracht, das möchte ich hier nur übernehmen.

Dazu lege ich einige Beispiele zur Erläuterung dar. Jedwede Gedanken, alle Gefühle, die eine (Re-) Aktion im Menschen zur Folge haben, entstehen aufgrund einer Wahrnehmung. Diese Wahrnehmung ist nur dann möglich, wenn der Mensch seine Aufmerksamkeit dafür erübrigen kann. Sitzt du seit 6 Stunden bei -24°C auf einem zugigen Bahnhof, so wirst du die Schönheit einer schneebedeckten Landschaft anders empfinden, als aus dem wohltemperierten Foyer eines Berghotels.

So tritt dieser Reiz von außen auf den Menschen ein. Etwas berührt ihn, ein Signal beliebiger Art überschreitet seine Wahrnehmungsschwelle. Ist dieser Reiz erst einmal aufgenommen, so löst dieser irgend eine beliebige Reaktion aus. Die Reaktion kann ein Gedanke sein, ein Gefühl oder auch ein Reflex. Die Reaktion kann ferner in einer unmittelbaren Tat münden oder jemand ist nachtragend oder auch besonnen. 😉 Festzustellen ist es beim Anblick des Menschen. Du siehst, was du ausgelöst hast, manchmal mehr, manchmal weniger. Aber auch einer der anderen Sinne kann diese Reaktion deines Gegenüber wahrnehmen. Du kannst es hören, riechen, oder schmecken. Oder spüren. Hand drauf! Ich umarme dich.

Etwas Äußeres trifft unsere Wahrnehmung, ausgelöst wurde es von unserem Gegenüber, wenn es ums Zwischenmenschliche geht. In uns entstehen dadurch Gefühle, wie auch Gedanken, oder aber viele Zwischenabstufungen davon, wie Eindrücke, Ideen oder physische Reize. Die Dauer kann von Millisekunden bishin zu Stunden oder länger sein. Es sagt vorerst nichts über die Qualität aus.

Doch was immer auch in uns entsteht, solange keine Reaktion von uns darauf erfolgt, irgend ein wahrnehmbares Zeichen gegeben wird, solange gilt es als nicht existent, nicht angekommen {Sender}, nicht wahrgenommen {Empfänger} oder ignoriert. Nur durch Reaktion, die ausschließlich rein materieller Natur sein KANN, muss sie doch einen Empfänger haben, erfahren wir eine Wirkung unseres Daseins. Das kann in Form eines Lächelns sein, man kann schreien oder lachen, schweigen oder böse drein schauen, flüchten oder sich putzen, essen oder kämpfen.

Der Körper reagiert. Niemals geistig, immer durch seinen Körper, indem er handelt. Und denkt er tausend Gedanken und durchlebt Höllenqualen in seinem Herzen, ohne eine körperliche Reaktion sind sie nichts. Deine Liebe mag universell sein, ohne sie zu materialisieren in Form einer Handlung ist sie fiktiv und unsichtbar, nicht da, nicht vorhanden. Hast du sie nicht durch deinen Körper ausgedrückt, ist sie nichts! Willst du etwas erreichen, handle!

Time’s up, you’ve been wishing your life away…

Errungenschaft: 3. Jahrestag
Glückwunsch zum Jahrestag mit WordPress.com!
Du hast dich vor 3 Jahren auf WordPress.com registriert!
Danke für dein Vertrauen in uns!

Kinder, wie die Zeit vergeht …. :-)))

Ich wünsche Dir, lieber unbekannter Leser alles Gute, und bleib dabei, folge Deinen Ideen!!!!!!!! Deinem Herzen!!!!!!!!!! Deinem Ideal!!!!!!!!!!!!

Sinn und Unsinn ~ Vergängliche Schönheit (164)

image
Warum ist es mir so wichtig, die Schönheit zu dokumentieren, im Bilde festhalten zu wollen? Dies höchst vergängliche Gut, das sich in nur Momenten verändert, mit dem Altern unseres Körpers am jedem Tage fortschreitet und nur im Wechsel der Generationen Bestand haben kann?

Gestern noch waren es Brigitte Bardot, Ursula Andress, Twiggy oder Jean Seberg, heute sind es Jessica Biel, Jessica Alba, Candice Swanepoel oder Cara Delevingne, morgen werden sie es nicht mehr sein, sondern solche, die jetzt gerade 11 bis 14 Jahre alt oder jünger sind und entdeckt werden wollen.

Update:  Schon mit 9 Jahren :  Kristina Pimenova

Es sind für mich nicht genau diese ausgewiesenen, bekannten Schönheiten, die ich vor der Kamera habe, doch es sind Gesichter, die den o.g. in rein gar nichts nachstehen, deren Bekanntheitsgrad ausgenommen. Auch von anderen Fotografen, gleich ob es Berufsfotografen oder ambitionierte Hobbyfotografen sind, finde ich immer wieder Portraits, die mir den Atem verschlagen.

Dabei möchte ich für mich persönlich feststellen, dass es gerade nicht die aufwändig inszenierten Arbeiten sind, welche mich faszinieren, sondern viel mehr die natürlich wirkenden Fotografien. Geschmackssache, klar! Nicht, dass diese Art der Fotografie gar keiner Vorbereitung bedurfte, sie ist nur weit weg von übermäßiger Künstlichkeit mit unnatürlich wirkenden Posen.

Wie dem auch sei, die eigentliche Frage ist, was so faszinierend an der Erstellung von Bildern schöner und interessanter Menschen ist? Dabei ist von großer Spannung, dass nahezu in jedem Gesicht, in jedem Menschen etwas Besonderes liegt und es am Fotografen liegt, dies abzubilden.

Wäre es nur die Betrachtung, so könnte ich im www unzählige Bilder ansehen. Jeder weiß, wo er fündig wird. Doch es geht um etwas anderes. Ich könnte von Kreativität und Kunst schreiben, von der Beherrschung der Technik und der Ausübung einer Fertigkeit. Sicher sind das Motivatoren, und auch ist der Weg das Ziel.

Als bedeutendste Antriebsfeder möchte ich aber die Betrachtung der eigenen Werke bezeichnen. Wenn der immer wieder kehrende Moment erscheint, der die eigene Gestaltung eines Bildes, eines Abbildes eines Menschen bedeutet, und sich im Betrachter dieses Gefühl einstellt, ein Stück Schönheit „erschaffen“ zu haben.

Dabei wird nicht unterschlagen, dass es eine Abbildung von real Existierendem ist, doch die einzigartige Sichtweise eines jeden Fotografen macht in höchst individuell, sein Kunstwerk zu einem Unikat. Vielleicht bedeutet das, dass dabei dem existenziellen, essentiellen Grundbedürfnis der Selbstverwirklichung Rechnung getragen wird.

Dabei wächst bei zunehmend größerem Portfolio der Betrag der Selbstverwirklichung. Abgesehen von der Gefahr, dabei sein Modell nur noch als solches wahrzunehmen, besteht tatsächlich bei entsprechendem Zuspruch, gleich welcher Art auch immer, eine wohlwollende Bestätigung seines Gesamtwerkes und damit ein Baustein der eigenen Persönlichkeit.

Damit ist zwar die eingangs gestellte Frage noch nicht beantwortet, doch ich habe einen ersten Hinweis für die Beantwortung entwickelt. Mich würde interessieren, welche Lösungsansätze Du hast. Was treibt Dich an, die Schönheit im Bilde festzuhalten?

Weihnachtliches Intermezzo: Festhalten (127)

nob jeans hintern  mies vandenbergh fotografie

mies-vandenbergh-fotografie

Eine Gesellschaft wird durch ihre Mitglieder gegründet. Innerhalb dieser Gesellschaft werden unterschiedliche Verhaltenskodex gebildet, die sich als Existenzgrundlage der Gesellschaft etablieren. Sie dienen dem Erhalt und der Weiterentwicklung dieser Gemeinschaft. Diese Übereinkünfte, sowohl ausdrücklich vereinbart wie auch stillschweigend geschossen, bilden ein Gerüst für ein Regelwerk, an das sich jedes Mitglied der Gemeinschaft halten soll. Mitglieder der Gemeinschaft werden entweder innerhalb geboren oder kommen durch freiwilligen oder fremdbestimmten Eintritt hinzu. Allen Mitgliedern werden unter anderem die Verhaltensregeln mit dem erforderlichen Maßnahmen nahegelegt. Gegebenenfalls wächst ein Selbstverständnis für diese Regelungen. Für diesen Sachverhalt werden verschiedene Oberbegriffe verwendet: Moral, Gesetz, Sitte, Ethik, „Political Correctness“, Benehmen, usf. Diese Instanzen sollten im Idealfall im Geiste jedes Individuums fest verankert sein.

Der Mensch besteht in seinem Wesen aus einem Verstand und aus seinen Gefühlen. Der Mensch wirkt in seiner Welt ausschließlich durch Handlung oder durch Unterlassung. Der Mensch ist bestrebt, seine persönliche Existenz zu erhalten und seiner Gattung das Fortbestehen zu sichern. Ein Verstand funktioniert dann, wenn er in der Lage ist, folgerichtig zu denken. Er wird dann folgerichtige Entscheidungen über sein Handeln treffen können, wenn ihm nach Einschätzung sämtlicher Fakten die Bedeutung von Ursache und Wirkung erschließend bewusst wird.

Vernunft widerspricht den Gefühlen. Die Ratio als Instanz übernimmt die Steuerung des einzelnen Menschen. Innerhalb gesellschaftlicher Normen bewegen sich die Individuen dergestalt, dass von außen betrachtet eine homogene Masse beschrieben werden kann. Alles funktioniert normal. Individuelle Bewegungen, Extravaganz innerhalb dieser Masse können nur bis zu einem gewissen Grad geduldet werden. Alle sonstigen Auswüchse sind folgerichtig zu unterbinden. Als krankhaft gekennzeichnet bedürfen sie ggf. einer Behandlung. Ist eine Behandlung nicht von Erfolg geprägt, erfolgt ein Ausschluss des Individuums aus der Masse durch Isolation oder Entfernung.

Vom Zeitpunkt der Gründung einer Gemeinschaft über den Zeitraum seiner Entwicklung bis zum aktuellen Stand aller Errungenschaften findet eine permanente inhaltliche Kontrolle durch bestimmte Organe statt. Sämtliche Inhalte werden durch Beeinflussende unterschiedlicher Art durch weit divergierende Auslegungen und Angleichungen entwickelt. Dabei ist eine Folgerichtigkeit nicht in jedem Falle gegeben. Irrungen und Wirrungen verursachen beständig Stillstand und Rückschritt.

Nicht jedes Mitglied der Gemeinschaft unterliegt dem unbedingten, blinden Gehorsam der Regelwerke, sondern ist aufgerufen, diese nach seinem Ermessen, seinem Verständnis von Logik einer ständigen Prüfung zu unterziehen. Wurde in einer Gesellschaft der Entwicklung von Verständnis seiner Individuen genügend Raum eingeräumt, so kommt es bei eklatanten Fehlentwicklungen zu einer Revolution im kleinen oder großen Stil. Wurde aber die Gesellschaft durch bestimmte Maßnahmen daran gehindert, der Entwicklung ihres Verstandes zu folgen, durch Betäubung oder Ablenkung, durch Gewalt oder Zwang, so findet die beständige Überprüfung in relativ größeren Intervallen statt. Es kommt jedoch stets nur zu einer Verzögerung einer revolutionären Entwicklung, denn der Mensch ist darauf programmiert, sich und seine Art bestmöglich zu erhalten und weiterentwickeln.

Wie schon Homer in seiner Odyssee beschrieb, ist Zwang nicht immer durch Gewalt gekennzeichnet. Die Sirenen unserer Neuzeit haben ein gänzlich anderes Gesicht. Sie kommen daher in unscheinbaren Gewand und haben ihre Töchter mitgebracht. Eine von ihnen nennt sich TELEVISION. Sie bezirzt uns mit all ihren Töchtern, die da heißen: DSDS, Lindenstraße, Tatort, Das perfekte Dinner, Dschungelcamp, Rote Rosen, oder Terminator. Abend für Abend scheinen wir alle ihnen ausgeliefert zu sein, unser Belohnungssystem im rechten Gehirnlappen bestätigt uns die Ablenkung und Erholung vom anstrengenden, stressigen Tagesablauf.

Eine andere nennt sich ganz unscheinbar „INTERNET“. Sie umschließt uns heimlich, still und leise mit so liebreizenden Pflänzchen wie Social networks und Infotainment. Dass ihr dabei auch zur Hilfe kommende Verwandte wie z.B. Handy, Tab und Notebook unsren Willen wie den Durchblick gerne uns vernebeln, ist schon einerlei.

Und mit Hilfe dieser beiden oben versucht die dritte in dem Bunde, die genannt Konsum, die Ketten, die unseren Geist gefangen halten, stets erneut zu stählen. Ob der Wunsch in uns zu wecken, das Geld in neue Games zu stecken oder der „neuesten“ Version des gewünschten Mobiltelefons entgegen zu fiebern, oder Auto, oder Kleidung, oder Schmuck, oder Hausrat, oder Fotoapparat, es verleitet und verführt. Leider heute immer mit Erfolg.

Die vierte der Sirenen unserer Zeit ist dann auch die Arbeit, die an sich noch nicht der Verderb unseres Geistes wäre. Doch die Art und Weise ihres Umfangs sorgt genau im Sinne der missbrauchten Worte aus der Zeit totalitärer Machthaber in Deutschland, die da lauten „Arbeit macht frei“, für die Verschiebung des Intellektes und schöpferischer Kräfte zu Gunsten der Arbeit. Arbeit macht frei von Kreativität und Schaffenskraft, frei von Diskurs und Hinterfragen, wenn der Mensch einerseits alltäglich von einer Arbeitsstelle zur nächsten hastet, weil er von einer allein seine Familie nicht mehr ernähren kann, oder andererseits bei einer Arbeitszeit von 8,5 Stunden plus Pause und Fahrzeit bei min. 10 Stunden täglich am Abend oftmals zu geschafft ist, um klare Gedanken oder Kreativkraft abzurufen zu können.

So sorgen schon allein diese vier Sirenen unserer Epoche für allerlei Irrungen und Wirrungen, für Krankheiten und Geschwüre, für menschenverachtende Machenschaften in allen Ebenen der Gesellschaft, die vermutlich erst dann beseitigt werden, wenn es noch mehr überhand nimmt, oder unser Bewusstsein geschärft ist.

Wenn ein Manager eines großen Unternehmens glaubhaft versichert, er käme auch mit 5 Millonen Euro Jahresgehalt aus, auf der anderen Seite ein anderes Unternehmen das Trinkwasser in heißen Ländern nachdem sie die Quellen dort für ein Bakschisch erwarben, so teuer macht, dass die Menschen verdursten, weil ihr Verdienst nicht ausreicht, das abgefüllte Wasser zu kaufen, so gibt es Verbesserungsbedarf. Und höchstwahrscheinlich brauchen wir nicht mal so weit suchen, um allerlei Irrungen und Wirrungen zu enttarnen, es gibt genügend in der Nähe, auf die wir unseren Einfluss gelten lassen können.

ALSO EIN AUFRUF: Reflektieren wir unsere Gemeinschaft und sagen, was wir empfinden und denken. Auch, wenn’s manchmal unbequem ist. Ich meine, dass wir dadurch in unserem kleinen Einflussbereich, in unserem Kreis und damit im Gesamten die Gesellschaft und das Leben lebenswerter machen werden!

.

Wo stehst Du in 5 Jahren? (65)

spira jeans hintern Mies Vandenbergh Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

In welcher Zeit möchtest Du was erreicht haben?

An welchem Punkt Deiner Aufgabe stehst Du jetzt und bis wann möchtest Du was abgeschlossen haben?

   Diese und ähnliche Fragen stelle ich mir – hin und wieder, wenn mir ein Zustand länger erscheint und ich einen Fortschritt herbei ersehne. Mit Fortschritt meine ich den aktuellen Stand der Projekte im Hinblick auf deren Abschluss, deren Ablauf und Dauer ich im Vorfeld mit einer bestimmten Größe geplant habe, deren Verwirklichung aber doch längere Zeit in Anspruch zu nehmen scheint. Nur ein wenig begreife ich dabei die tägliche Schnappschuss-Fotografie oder jene über die nächsten Jahre geplanten fotografischen Vorhaben.

   Grundsätzlich möchte ich von der festen Annahme ausgehen, dass sich jeder ernsthafte Fotograf im Verlauf seiner Tätigkeit einer Entwicklung gegenüber sieht. Ob nun im Detail geplant oder im Laufe der Zeit während der eigenen Arbeiten stellt sich diese Entwicklung mal schneller mal langsamer ein. Ich bin der Ansicht, dass sich diese Fortschritte bei eigener Beobachtung durchaus nachvollziehen lassen, dies besonders gut an den Fotografien, mehr noch als an der eigenen Arbeitsweise.

   Des Weiteren erkenne ich meine Entwicklung an einer Verschiebung der Themen in meiner Fotografie. Im Anfangsstadium war es eine recht undifferenzierte Ansammlung von Fotos aller möglichen Themenbereiche. Ein Ausnahmefall war und ist die stetige Fotografie von -in meinen Augen- außergewöhnlichen Menschen, besonders gerne Frauen als das wirklich schöne und faszinierende Geschlecht. Im Gesamten betrachtet waren es jedoch Fotos von Gebäuden, Tieren, Landschaften, Pflanzen und Menschen. Bedingt durchs Segeln seit frühester Kindheit immer wieder Segelboote und Segelschiffe.

      Im Laufe der Jahre kamen immer wieder neue Motive dazu, vertraute Motive schritten in den Hintergrund. Von einem erkennbaren roten Faden kann bei mir(außer bei den Menschen) nicht die Rede sein. Hinzu kommt natürlich die Tatsache, dass ich kein Berufsfotograf bin. Das Leben „nebenher“ fordert meine Ressourcen in Form von Liebe, Familie, Arbeit, Wohnen und Gesellschaft, die ich selbstredend gerne gebe, die mir daneben noch die Zeit und Lebensenergie für die Fotografie spendieren.

   Mein Ziel in Sachen Fotografie definiere ich heute in der Darstellung von Schönheit im Sinne von Gefallen. Nicht allein die Schönheit der Weiblichkeit stellt mein Portfolio zu Tage, weitere Motivauswahlen stellen sich dazu, einen Anteil daran ist hier zu betrachten.