Verlosung, raffle, present, tombola, gift, cadeau, rifa, regalo

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Ein kleines Präsent (siehe oben, ALUMINIUM 30x20cm ) für meine Abonnenten: Ich möchte ein Aluminium-Direkt-Druck eines Fotos aus meinen Arbeiten verlosen. Der bei Whitewall produzierte Druck wird unter allen Einsendern verlost, die mir eine kleine Kritik (Was kann besser werden, was könnte ich ändern!!!!, also bitte nicht : Schön!, Toll!, Gefällt mir! oder sowas 😉 ) über meinen Blog hinterlassen. Also, wer möchte, ran an die Worte 🙂

A small present (see above ALUMINIUM 30x20cm ) for my subscribers: I would like to draw lots an Aluminum directly pressure of a photo of my work. The pressure produced with Whitewall is drawn lots among all senders who leave a small criticism (What can become better, what I could change!!!!) about my Blog to me. Thus who might, come on to the words 🙂

Een klein presentje (zie hierboven ALUMINIUM 30x20cm ) voor mijn abonnees: Ik wil een aluminium direct printen van foto’s van mijn werk weg te geven. De geproduceerde whitewall druk zal worden verloot onder alle deelnemers, de hint me een beetje kritiek (Wat kan beter, wat kon ik veranderen !!!!) over mijn blog. 🙂

Un petit cadeau (voir ci-dessus ALUMINIUM 30x20cm ) pour mes abonnés: Je veux donner une impression directe d’aluminium de photos de mon travail. La pression WhiteWall produite sera tiré au sort parmi tous les participants, l’indice-moi un peu de critiques (Quoi de mieux, que pouvais-je changer !!!!) à propos de mon blog 🙂

Un piccolo regalo (vedi sopra, ALLUMINIO 30x20cm) per i miei iscritti: voglio dare via un stampa diretta in alluminio di foto da me. La pressione Whitewall prodotta sarà sorteggiato tra tutti i partecipanti, che mi ha lasciato un po ‚di critiche (Che cosa può essere migliore, quello che ho potuto cambiare !!!!) sul mio blog. 🙂

Un pequeño presente (véase más arriba ALUMINIUM 30x20cm ) para mis suscriptores: Quiero regalar un impresión directa de aluminio (producto de Whitewall) de fotos de mi trabajo. La presión de banda blanca entre todos los participantes, la sugerencia de mí un poco crítica (¿Qué puede ser mejor, lo que podría cambiar !!!!) sobre mi blog 🙂

V I E L ___ E R F O L G __ ! __ LÄUFT BIS 03/2016 🙂

(Nichts Kommerzielles, kein Fake, kein Blödsinn, nur aus Spaß an der Bloggerei, keine Barauszahlung, keine notarielle Aufsicht, der Gewinner müsste am Ende der Verlosung eine Postadresse für den Versand übermitteln, bei Fragen gerne über Kommentare oder meine Homepage: http://www.mies-vandenbergh-fotografie.de)

Kommunikation, oder „Wie meinst Du?“ (204)

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Du verstehst die Menschen recht gut, oder? Du sprichst die Sprache der Menschen, mit denen du zusammen lebst, du hast ähnliche Gedanken, Meinungen und Gefühle, wie sie. Du siehst ihnen meist an, wenn sie dich nicht verstehen, oder? Du bist nicht immer einer Meinung mit ihnen, aber deshalb kannst du mit ihnen diskutieren, nicht wahr?

Kommunikation kann ein weites, spannendes Feld sein. Beinahe täglich erleben wir, welche Blüten diese Pflanze hervorbringt. Zum einen als Zuschauer, zum anderen als Involvierte suchen wir in unserem Repertoire nach einer Übersetzung eines Verhaltens, gleichen ab, ordnen ein, schließen aus, berichtigen wieder, und irren uns doch ständig. „Wie hat er das gemeint?“ „Was will sie mir damit sagen?“ „Hä?“

Es kommt vor, dass wir weiter fragen. Vielleicht noch öfter kommt es aber vor, dass wir nicht weiter fragen! Wie geben uns damit zufrieden, einen Gedanken gebildet zu haben, der da sagt: „Ja, so wird es wohl gemeint sein, der Kontext lässt es höchstwahrscheinlich zu. Es wird sich zeigen, ob es so gemeint war, irgendwann.“ Außerdem haben wir schließlich gar nicht die Zeit, es eingehend zu klären, viel zu umfassend sind unsere Aussagen, beziehungsweise stehen noch so viele andere Sätze in der Warteschleife, die wir unbedingt anbringen möchten, da können wir uns unmöglich länger bei diesem einem Thema aufhalten.

Was vielleicht zusätzlich zu bedenken ist, ist die Tatsache, dass eine Aussage, die am Ende tatsächlich geklärt wurde, bedenklicherweise etwas bedrohlich verbindliches innehat. Dabei lässt sich doch unverbindlich so bequem leben. Wie gut kann man sich immer noch herausreden: „D A S habe ich so aber nicht gemeint!!!“ Klingt schon ganz vertraut, oder? Die unverbindliche Aussage lässt uns so viele Fluchtwege offen, warum sollten wir uns diese verbauen. Es könnte nachher noch jemand auf die Idee kommen, wir seien authentisch. Noch schlimmer, es könnte der Eindruck entstehen, wir verträten einen Standpunkt und hätten gar eine eigene Meinung.

Klar, in großen Fragen haben wir eine Bewertung, wissen, wozu wir stehen, was wir erwarten und was unterstützen. Allein in unserem täglichen Kontakt mit den Menschen lieben wir es doch eher vage. Wie sind schließlich frei. Doch, glauben wir wirklich. Wir sind so frei, dass wir uns die Freiheit nehmen, selbst zu entscheiden, wie viel wir zugeben, was wir kundtun, wozu wir beitragen und vor allem, wie weit wir gehen. Lieber einen kleinen Schritt hi und da, als einen anstrengenden Weg. Der könnte schnell zu mühsam werden, wir müssten möglicherweise Flagge zeigen und unsere Richtung offenlegen. Schrecklich verbindliche Sache! Und das, wo uns doch so viele Möglichkeiten offen stehen.

Zurück zur Kommunikation. Weißt du, wie viel Kommunikation täglich über dich herein bricht? Vielleicht sind es viel weniger die persönlichen, zwischenmenschliche Worte, sondern viel mehr Worte, Taten, Handlungen und Aufrufe durch Figuren auf Bildschirmen und Plakatwänden, Zeitungsseiten und Monitoren. Gehört Heidi Klum und Dieter Bohlen auch schon zu deinem nächsten Freundeskreis, der mehrmals in der Woche in Deinem Wohnzimmer zu Gast ist. Oder ist es Dieter Nuhr und Abdelkarim, der des Abends dir die Welt erklärt? Vielleicht guckst du aber lieber YouTube Videos von Katzen, die sich vor Gurken erschrecken?

In wie weit halten wir es für bare Münze, diese Possen, die uns -mehr oder weniger- frei Haus geliefert, oftmals so schön über den Dingen stehen lassen, als Beispiele der menschlicher Kommunikation zu werten? Abgesehen von dieser zwischenmenschlichen Einbahnstraße bestimmter Medien und den aufbereiteten Wortlauten finden sich bei diesem Konsum erste Anzeichen von Realitätsverlust bei uns Individuen. Verlernen wir das Sprechen. Bestechend ist die mediale Welt besonders für junge Menschen, die statt langer, persönlicher Gespräche gern die kurze WhatsApp-Message nutzen. Wie soll es werden, wenn irgendwann tatsächlich persönliche Gespräche erforderlich sind, und nicht nur Worte fehlen, sondern auch die Empathie, den anderen zu sehen und zu erkennen, zu spüren, was der andere meint.

Die Masse der Menschen um uns herum entbehrt zunehmend der Fähigkeit der zwischenmenschlichen Kommunikation, nicht nur, weil es immer mehr Individuen sind, von denen jedes eine neue Sichtweise und Ausdrucksweise mitbringt, auf die wir uns einstellen können, sondern weil die persönliche Kommunikation immer weniger gesucht wird, so haben es verschiedene Studien bestätigt.(2008)

Vielleicht sollten wir alle wachsam sein und uns Gedanken machen. Doch dabei sollen wir es nicht bewenden lassen. Der nächste Schritt ist noch wichtiger, wir werden etwas tun. Suchen wir das Gespräch. Nicht die Floskel. Ob mit dem Partner, dem Freund, dem Feind, diskutiere. Wohl denen, die es tun. Führen wir wieder Gesprächsabende innerhalb unserer Gemeinschaft ein, fördern wir Gesprächsbereitschaft und vor allem die Fähigkeit dazu. Es lohnt sich. MEINE ICH!

Körperwahrnehmung, Teil VI (201)

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mies-vandenbergh-fotografie.de

„Mens sana in corpore sano.“
Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper. Oder umgekehrt? „Ein gesunder Körper entsteht durch einen gesunden Geist.“ Ich sehe es als problematisch, eine solche These herzuleiten. Definiert sich der Mensch durch seinen Körper? Wird er durch seinen Körper definiert?

Es kommt auf den Standpunkt an. Wie näherst du dich einer Frage? Warum interessiert es dich? Die Perspektive erlaubt einen Überblick. Je weiter weg Du stehst, desto größer ist deine Übersicht. Alles ist [natürlich] begrenzt durch deinen persönlichen Horizont. Den hast du entdeckt, er hat sich weiter gebildet und du hast ihn [wahrscheinlich] irgendwann erweitert. Vielleicht bestehen Erfahrungen durch erfahren von Sichtweisen anderer. Entdecktest du die Einzelheiten am Horizont erst durch Hinweise eines weitsichtigen Vorbilds? Reihten sie sich ein in deinen Horizont? Andererseits entgehen dir vielleicht bei einer weiten Sichtweite Einzelheiten. Einzelheiten, die möglicherweise entscheidenden Einfluss auf das Ganze gehabt hätten. Folglich ist beides vonnöten.
Es folgt ein Versuch.

Du existierst. Du existierst als Körper. Du existierst als Geist. Diesen cartesischen Dualismus blende ich hier vorerst aus.
Im Gegenteil: Ich beschreibe einen weiteren Dualismus. Du existierst auf der einen Seite als Körper, und zwar als Körper, der handelt, kreativ ist, der erschafft und vernichtet, der auf seine Umwelt wirkt. Auf der anderen Seite existierst du gleichzeitig als Körper, der empfängt: Die Umwelt wirkt auf dich. Du fühlst, du hörst, du schmeckst. Du erfährst Einflüsse aller Art. Du empfindest Gefühle über deinen Körper, die durch Wahrnehmungen bei anderen Lebewesen, deren Handlungen, sowie deren Unterlassungen, deren Gesten und Ausstrahlung erzeugt werden.

Ein Wechselspiel der Kräfte kannst du beobachten: Dir widerfährt etwas, du reagierst, du handelst, eine Wirkung geschieht. Auf diese reagierst du wiederum. Leben. Wirken. Über deinen Körper wirkst du auf die Welt, schreibst jeden Tag Geschichte, die Geschichte deiner selbst, sowie die Geschichte der Menschen.

Bist du also für die Personen in deinem Umfeld neben deinem Körper als Körper das, was dein Körper verkörpert? Du wirkst nicht nur durch deine Taten, schon deine schiere Existenz wirkt auf deine Umgebung. So wie der Grashalm, auf dem du stehst, sich verbiegt, so wirkt deine Erscheinung auf andere Menschen. Siehe dich an. Überlege, welchen Einfluss das Äußere der Menschen, denen du tagtäglich begegnest, auf dich selber hat.

Bei der Begegnung mit Menschen in deinem sozialen Umfeld laufen all die Prozesse ab, auf die du im Laufe deiner Entwicklung konditioniert wurdest. Gesellschaftliche Konstruktionen des Miteinander regeln deine Erscheinung, weitestgehend uniform kommst du gegangen. Du armes, austauschbares Individuum, hervorgebracht durch gesellschaftliche Diskurse, nicht aus sich selbst heraus, vielmehr ein Produkt der Gesellschaft, sich im Wesen auflehnend, doch immer schön konform. Nonkonforme Störelemente bedrohen die Ordnung, die Vorhersagbarkeiten der intersozialen Abläufe laufen Gefahr ihres Zweckes enttarnt zu werden.

Dein Körper, angefüllt mit Wahrheit, Wissen, Macht und Trieb bringt diese Dinge über Aktion heraus, hervor, er wirkt ausschließlich über Aktion, selbst Verweigerung ist zuweilen Aktion, wenn nicht Verweigerung zum statischen Zustand geworden ist. Und aufgepasst: Wie weit entfernt bist du vom Zustand einer Statue? Meckerst du nur herum, fügst dich in ein Schicksal, das gerade so zufällig des Weges kam, heulst nur herum, kaum hörbar, gerne von der Couch aus, mit ein paar Snacks neben dir, das Pad auf dem Schoß, wild Buchstaben swypend, über deine ach so missliche Lage? Das ist ja so wunderbar bequem, unauffällig, statisch. Hauptsache, der Hecht im Karpfenteich, in Form eines notwendigen Broterwebs hält dich noch funktionell aufrecht für die ökonomische Liga. Herzlichen Glückwunsch.

Du bist kontrolliert! (198)

mewo jeans hintern

mies-vandenbergh-fotografie.de

In der Gemeinschaft, in der wir leben, befinden wir uns fast zu jeder Zeit in einem Verband, der durch Übereinkünfte zu Regeln und Vorschriften kam, die durch seine Mitglieder, also uns selbst, kontrolliert werden, solange wir uns innerhalb dieses Verbands aufhalten.

Du lebst in einem Verband. Dieser kann sein eine Familie, ein Verein, ein Club, eine Klasse, eine Schule, eine Firma, eine Partei, einer Straße oder anderes mehr. Du, das Individuum, befindest dich in Gesellschaft. Im Laufe der Zeit haben sich Verhaltensweisen etabliert, die für diese Gesellschaft für ein funktionierendes Miteinander notwendig erscheinen.

Bevor ein Wesen Mitglied dieser Gesellschaft werden kann, wird es entsprechend konditioniert. Sobald die Gesellschaft davon ausgeht, dass dieses designierte Mitglied alle Regeln weitestgehend verinnerlicht hat, dies durch irgendwie geartete Prüfung bewiesen hat, gilt es als Mitglied.

Von nun an erfährt jedes Mitglied eine tief verwurzelte Überwachung. Ein Kontrollmechanismus funktioniert dergestalt, dass jedem einzelnen Individuum jederzeit die Vorschriften bewusst sind, und jede Zuwiderhandlung unweigerlich als Verstoß erst einmal auffällig wird, um dann, laut vorher festgelegter Mechanismen, in entsprechender Weise sanktioniert zu werden. Das kann von subtil, ja fast unbewusst bishin zu scharf proklamatorisch geschehen. Es kann alles sein zwischen einem Blick oder Wegsehen bishin zur Todesstrafe.

Je nach Auffälligkeit, Andersartigkeit einer Handlung erfolgt eine Reaktion, die dem Verursacher aufzeigen soll: Was Du gerade vollzogen hast, ist so nicht konform der Regeln der Gemeinschaft, in der wir leben. Gleichzeitig ist diese Reaktion zutiefst subjektiv, denn sie erfolgt von einem Menschen, der zwar die weitestgehend selben Regeln erlernt hat, wie der Akteur, aber stets eine eigene Auslegung derer betreibt.

Wenn nicht die Angelegenheit aus einem Dialog besteht, dann erntet der Akteur mehrfach Beachtung. Gleichzeitig erfährt er mehrfache Reaktionen. Diese richten sich wiederum nach der Gepflogenheiten der Gemeinschaft, ein einfaches Unterfangen bei einer eindeutigen Handlung, nicht so jedoch bei einer weniger eindeutigen Handlung.

Bei der Reaktion auf eine zweifelhaft erscheinende Sache bedarf es oftmals eines Vorreiters, der durch seine Reaktion eine Richtung weist. So einfach dies auch erscheinen mag, so willkürlich kann es erfolgen. Wie genau diese Zusammenhänge miteinander in Verbindung stehen ist eine eigene Betrachtung wert und würde hier den Rahmen sprengen. Du erinnerst dich bestimmt an Situationen, in denen dir ein Verhalten eines Menschen im erstem Moment nicht unmittelbar verständlich und vor allem nicht bewertbar erschien, bis eine deiner gültigen Instanzen (Vater, Mutter, Partner, Kollege, Führer, …) ein Urteil fällte, dem dein Geist (zustimmend) folgen konnte.

So funktioniert unsere Gesellschaft vielerorts durch Selbstkontrolle oder Eigenkontrolle, wie durch Überwachung des Habitats durch uns selbst. Jeder sieht jeden an und bewertet unwillkürlich augenblicklich. Und wehe, er ist nicht konform. Dann haben viele Menschen ein Problem. Wo ist meine Grenze von dem, was ich persönlich noch tolerieren kann, ab wann sehe ich meinen Biotop in Aufruhr gebracht und beginne denunzierende Tendenzen in mir aufsteigend zu erkennen oder mache mir Gedanken über Regulation.

Wie funktioniert dein persönlicher Mechanismus? Wann glotzt du? Wann schreitest du ein? Wann bemühst du weitere Instanzen und vor allem, wie sehr entwickeltst du dir deine eigenen Theorien, verschaffst dir einen eigenen Überblick oder übernimmst einfach vorgebrachte Parolen aus vorgedachtem Meinungs-Fastfood?

Jeder von uns hat eine eigene Konditionierung erhalten und baut diese im Laufe seines Lebens weiter um und aus. Jeder von uns formt mit seinem persönlichen Verhalten sein persönliches Umfeld weiter aus. Hier zu unterscheiden, was dem einzelnen Individuum sowie der Gemeinschaft zuträglich ist oder unmerklich latent und sukzessive durch bestimmte Mitglieder unterstützt eine Eigendynamik entwickelt. Gefahr in Verzug ist immer dann gegeben, wenn ein System des Systems willen beginnt zu agieren und nicht mehr der Mitglieder wegen, bzw. nur einzelner weniger wegen. (Dieser spezielle Aspekt ist einen eigenen Beitrag wert.)

Sei also achtsam auf deinem eigenen Geist und auf alle Tendenzen in deiner Gemeinschaft und besonders ist ein Austausch von Gedanken und Gefühlen zu proklamierten: Starte immer, wenn möglich, ein Palaver!

[Anmerkung: Palaver: aus dem indianischen, eine Gesprächsrunde, bei der als Besonderheit gilt: gesprochen wird immer der Reihe nach, niemals werden Worte unterbrochen, jeder hat in etwa die gleiche Redezeit, es werden vorher eine bestimmte Anzahl von Runden festgelegt, zwischen jeder Rede findet eine kleine Pause statt, deren Länge vorher beschlossen wird.]

Sinnlichkeit (186)

mehidi jeans hintern

mies-vandenbergh-fotografie.de

Sinnlichkeit. Nicht (nur) ein schwebender Zustand, viel mehr ein Gefühl, das uns, durch Reize erzeugt, in gänzliche Aufruhr geleitet. Unsere Leidenschaft wird durch sie entfacht. Die auslösenden Reize, dir wir mit menscheneigenen Sinnen tief erfassen, schalten manches Mal unseren Intellekt einfach ab. Meine ich.

Menschen und deren Verhalten werden immer wieder als sinnlich wahrgenommen. Ihr Aussehen, ihre Wirkung strahlt es aus. Manchmal sind es unspektakulär kleine Aspekte, die uns zu dieser Erfahrung bringen. Gefühle eines Menschen können sinnlich daher kommen. Ausgelöst wird dieses Empfinden durch bestimmte Schlüsselreize. Diese erreichen uns stets von außen (optische, haptische, akustische, olfaktorische).

Sinnlichkeit, in ihrer Wirkung , von „Innen“ heraus, ist bisher in diesem Zusammenhang jedoch eine weitgehend unerforschte Richtung. Weitergehende Verknüpfungen zwischen innen und außen konnten gleichfalls nicht abschließend erforscht werden, denn vordergründig beschäftigten sich die Forscher auf die Ausschüttung von Hormonen in Form der Reizreaktionen. Innere Reize oder Reizreaktionen werden erst in neuester Zeit gründlicher erforscht, wie z.B. die Wirkung von Gehirnströmen, die sowohl zielgerichtet (Gedankenströme) als auch diffus auftreten können. Bislang hatten wir einfach nicht die Möglichkeit, dies näher zu erforschen, da unsere Messmethoden noch unzureichend funktionierten.

Zwei Beispiele aus dem Leben sollen Dir eine Vorstellung vermitteln: Stelle Dir folgende Situation vor: ein Mensch betritt einen Raum, in dem Du Dich aufhältst. Das kannst Du aber nicht sehen, weil es in Deinem Rücken geschieht. Du bemerkst es aber. Warum?
Stelle Dir eine Menschenmenge vor. Du hältst Dich dort auf, und darin erblickst Du einen anderen Menschen, unwillkürlich, bemerkst, wie dieser Dich gleichzeitig anblickt. Wie nur konntest Du es bemerken? Zufall? Mitnichten.

Das klingt tatsächlich etwas esoterisch? Wäre aber nicht schlimm, denn nur weil etwas bisher physikalisch noch nicht nachweisbar, respektive messbar war, und zeitgleich kein Gegenbeweis erbracht werden konnte, heißt es nicht, dass es das nicht gäbe. Das erfuhren wir bereits häufiger. Und nun konnten neue Erkenntnisse gewonnen werden: erstmals wurden Wellen, Energieströme, erzeugt durch Konzentration im Gedächtnis messtechnisch nachgewiesen. Sind Gedanken (oder sogar Gefühle, was dann noch eine andere Stufe bedeuten könnte) energetisch relevant? Haben wir Menschen sogar Rezeptoren dafür? Es scheint sich abzuzeichnen. Das wird (nicht nur) für mich sehr spannend werden.

Zurück zur Sinnlichkeit. Sie wird von uns als positives Gefühl erlebt. Wir können uns, beeinflusst durch unsere beständige Aufmerksamkeit, diesem Moment kaum entziehen. Sinnlichkeit ist zunächst etwas Körperbezogenes, wird getrennt vom Geistigen unterschieden. Sie wird durch unsere Sinne empfangen. Jedoch im Moment der Empfängnis, im Moment, in dem wie sie zulassen, wirkt sie psychisch viel weitergehend.

Fast magnetisch reagieren unsere inneren Rezeptoren, Hormone werden unvermittelt ausgeschüttet. Doch nicht nur durch die vordergründigen Reize reagieren wir so, wie Forscher jetzt herausfanden. Es scheint mehr zu geben, als unsere Sinne, um diese körperliche Reaktion zu erfahren. Höchstwahrscheinlich gibt es zielgerichtete (Aus-) Strahlung in Form einer gerade erst nachgewiesenen Energie, die zwischenmenschliche Interaktion auslöst. Ist Instinkt am Ende messbar?

Unsere Bedürfnisse nach Erfüllung körperlicher Triebe reagieren auf die Sinneswahrnehmung mit durchweg positivem Gefühl, wir fühlen uns gut. (Die Hormonausschüttung ist einer der wissenschaftlich nachgewiesenen Ursachen für unser Wohlbefinden) Durch die nun entdeckten Energien mit der Möglichkeit von feinfühliger zwischenmenschlicher Kommunikation bekommt die Sinnlichkeit noch mal einen ganz anderen Anstrich. So „spüren“ wir uns gegenseitig doch viel deutlicher, als uns immer bestätigt wurde, wir aber doch schon immer ahnten.

Da der Mensch nach diesen Gefühlen trachtet, ist er -bewusst oder unbewusst- immer auch auf der Suche danach. (Nicht nur) Fotografien fungieren dazu als geistige Krücke, die, wenn sie die Sinnlichkeit erfasst haben, diese auf künstlerische Weise transportierten können. Das sind -nach meiner persönlichen Einschätzung- jedoch nur wenige Fotografien, denn ein lasziver Blick eines mehr oder weniger bekleideten Menschen genügt dem noch nicht. Abgesehen von dieser kleinen Diskussion um das Foto: Live bleibt dabei natürlich unberührt und erhaben!

„Der Sinnlichkeit im letzteren Sinn entgegengesetzt ist die reine Intellektualität sowie die Spiritualität (Vergeistigung).“ (Wikipedia)

Save the Freedom of Photography!

Ein EU-Abgeordneter hat einen Gesetzentwurf in die Wege geleitet, der die Panoramafreiheit erheblich beschränken wird.

Wer will, kann helfen, diesen neuerlichen Irrsinn zu stoppen!!!

MEHR Infos:

https://www.change.org/p/european-parliament-save-the-freedom-of-photography

http://www.fotofeinwerk.de/2015/06/das-sollten-wir-nicht-tatenlos-hinnehmen-save-the-freedom-of-photography/

http://m.rp-online.de/digitales/internet/panoramafreiheit-selfie-mit-eiffelturm-auf-facebook-verboten-aid-1.5193523

http://digitaler-augenblick.de/die-panoramafreiheit-in-gefahr-oder-bald-keine-urlaubsbilder-mehr-auf-facebook-co/

Bitte weitersagen !!!

P.S. Ich habe die Petition unterzeichnet.

Intermezzo: Zeit-Falle

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mies-vandenbergh-fotografie.de

Zeit nehmen für die Vorhaben, die schon länger im Kopf ihrer Verwirklichung entgegen sehen.

Trägheit schließe ich aus, wenn ich nach Gründen suche, warum Ideen ihrer Umsetzung so gefühlt unendlich lange entgegen sehen. Vermeintlich Wichtiges drängt sich immer wieder vor, Bedeutungsloses stiehlt uns die Kraft, sich dem Kreativen zu widmen. Wichtige Dinge des täglichen Lebens fordern unsere Aufmerksamkeit, die wir leisten müssen, um das elementare Gerüst der Funktionalität unserer Grundbedürfnisse aufrecht erhalten zu können.

Evolutionäre Prämissen, frei nach der Wahl unserer Standards, fordern Tribute, sie zweigen einen beträchtlichen Teil unserer Lebensenergie für sich ab. Verrannt in so manche Gasse der Leidenschaft lassen wir uns aufsaugen von Dingen, deren einziger Sinn darin zu bestehen scheint, uns vom fühlenden Leben abzuhalten, unsere Schaffenskraft umzuleiten in die Suche nach dem scheinbaren Licht eines Sonnenstrahls im Schatten. Gebückt mit der Sonne im Rücken, abgewandt vom wirklichen Sein, suchen wir im Schatten unserer selbst die Sonnenstrahlen der Menschlichkeit, und bemerken nicht, dass diese durch unser Selbst nicht hindurch dringen, weil wir zu sehr dem Materiellen, auf dem Boden vor uns selbst, verhaftet sind.

Einst sprach ein Wesen, bekannt unter unendlich vielen Namen wie z. B. „Gott“, „Buddha“, „Allah“, „Manitou“, „Shiva“, usw. folgendes: „Gebt den Menschen das GELD, und sie werden ihr ganzes Wesen, ihren Geist und ihren gesamten Willen, ja ihre Seele diesem verschreiben, und ihr gesamtes Leben an ihm und seinen Vasallen ausrichten, die da heißen Gier, Habsucht und Macht.“

Und siehe da, es geschah so, wie gesprochen.

Vorbild-lich (168)

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Vorbildlich! Keine Frage, Menschen haben zumeist Vorbilder, die zwar nicht ständig im Bewusstsein aktiv sind, doch regelmäßig auftauchen. Sie erinnern uns daran, wie wir gerne sein würden. Einerlei, ob sie erreichbar sind, oder nicht. Von Bedeutung ist hier der Einsatz, den wir erbringen, uns diesem Vorbild zu nähern. Und der ist erheblich.

Barbie ist ein Vorbild. Von ihren Proportionen her übertragen auf den Menschen nicht überlebensfähig, streben dennoch eine nicht unbeträchtliche Zahl von Frauen und Mädchen nach einer ähnlichen Figur. Doch nicht nur Barbie gilt als Vorbild, Schauspieler(innen), Models, Stars und Sternchen werden bei Schönheitschirurgen weltweit genannt: „So will ich aussehen!“ Vor Jahren noch Brad Pitt, Nicole Kidman, Pamela Andersson und George Clooney sind es heute Cara Delevingne, Beyoncé Knowles, Ryan Reynolds und – immer noch Brad Pitt!

Was treibt uns an so sein zu wollen, wie unsere Vorbilder, auszusehen wie Kate Middelton oder Clive Owen? Und wenn es auch nur ein bisschen so ist. Ist es der Wert von Erfolg, Anerkennung und Reichtum, wonach wir ein Leben lang streben? Glauben wir ernsthaft daran, mit den entsprechenden äußeren Werten würden unsere inneren Werte adäquat wachsen?

Schönheitschirurgen bejahen dies gerne, wie ich nachlesen konnte. Menschen sind demnach überzeugter von sich, nachdem sie ihr Äußeres an eine Vorstellung von allgemein anerkannter Attraktivität angleichen ließen. Und Menschen mit gesteigertem Selbstbewusstsein erfahren durch diese Selbstsicherheit intuitiv mehr Achtung. So funktioniert unsere Gesellschaft tatsächlich? Ist es also tatsächlich so, dass durch gesteigerte Attraktivität der Mensch mehr wert ist?

Mitnichten. Wie ich schon in diversen Beiträgen beschrieben habe, konnten Wissenschaftler nachweisen, dass attraktive Menschen beständig bedeutende Vorschusslorbeeren aufgrund ihres Äußeres erhalten. Das ist tatsächlich schon nach der Geburt so, geht im Kindergarten weiter, auch die Schule bildet da keine Ausnahme, ganz im Gegenteil, erst recht nicht im Berufsleben, denn dieser Hauptabschnitt unseres Lebens nimmt den größten Zeitraum unseres Lebens ein und darin verfestigt sich unsere Idee vom Sinn des Lebens.

Doch in Bereichen, in denen es nicht vordergründig auf das Äußere ankommt, wird zumeist schnell deutlich, wie weit es mit der Ableitung von „Schön=Gut“ her ist. Praktisch im prozentual größten Teil unserer gesellschaftlichen Verknüpfungen relativiert sich Aussehen sehr schnell, auch wenn das von jenem kleineren Teil gerne verschwiegen wird. Und darin liegt die Krux.

Dieser eigentlich kleine Teil unserer eigenen Gesellschaft in Form der Medien und Werbung, der bildgestaltenden Bereiche, bläht sich durch unseren zeitlich und Lebensresourcen auffressenden, uferlosen Konsum dieser Medien
in einer Art und Weise auf, dass wir als höchst anfälliges Wesen für optische Reize uns diesem kaum entziehen können. Dadurch scheint diesem eine nie dagewesene (Über-) Macht auf unsere Vorstellung von Schönheit eingeräumt zu sein, deren wir uns nur schwer widersetzen können.

Daher ist es an uns, dieses alltäglich zu entlarven, diesen Hype in die Schranken zu weisen, indem der Fokus nach und nach wieder auf die tatsächlich wichtigen Werte im Leben des Menschen gerichtet werden kann. Selbst wenn man glaubt auf der Spielwiese der Eitelkeiten sei Hopfen und Malz verloren, bei uns Erwachsenen, so liegt es an uns die Wertevermittlung an unsere Kinder und Jugendlichen zu überdenken.

Um welche Werte es geht, weiß bestimmt jeder denkende und insbesondere fühlende Mensch selbst am besten. Ob es das Aussehen bei einem von der Natur aus sich ständig veränderndem Wesen „Mensch“ – einem tatsächlich alterndem Wesen- sein kann, das nur in der Jugend als schön gilt und in dieser Phase des Lebens dies kaum zu schätzen weiß, sollte vielleicht neu überdacht werden.