The Show must go on! (207)

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Natürlich ist deine Haltung gut überlegt. Du möchtest dich schließlich von deiner besten Seite zeigen. Dein Publikum ist da. Du spielst deine Rolle. Nichts ist dem Zufall überlassen.

Nichts von dem, wovon du etwas weißt, ist ungeplant. Alles bedenkst du, alles ist vorbereitet. Bist du da, läuft die Show. Die Show läuft für die Zuschauer, für die Menschen in deinem Bannkreis, und nicht zuletzt für dich selbst. The Show keeps going on.

Was aber, wenn Du mal nicht genau weißt, wie die Show läuft, dort, wo du gerade auftrittst? Was ist, wenn du gar nicht weißt, worauf es dort ankommt, wo du erscheinst? Was geschieht, wenn dir unbekannt ist, was wichtig ist, was nicht, wie das, was du darstellen möchtest, gesprochen, gezeigt, gelebt wird. Was ist, wenn Du auf eine „Black’n White Party“ in schrillen bunten Farben erscheinst? Nun, du fällst auf. Du siehst anders aus, als alle anderen Besucher, gehörst nicht dazu, bist der bunte Vogel.

Was, wenn du bei einem wichtigen Geschäftstermin mit nur einem Tank-Top bekleidet auftrittst, während alle anderen Teilnehmer in gedeckter Geschäftskleidung erscheinen? Du fällst auf, siehst anders aus, als alle anderen Menschen.

Was, wenn du auf einer Beisetzung vor allen anderen trauernden Menschen in schallendes Gelächter ausbrichst, dich über den verstorbenen Menschen lustig machst und alles nicht ganz ernst nimmst? Du fällst auf, bist anders, als alle anderen Menschen.

Diese offensichtlich eindeutigen Situationen sind für uns sicher kaum vorstellbar, und sie wirken ziemlich überzogen, dass gebe ich zu. Doch was ist mit jenen Situationen, die nicht so eindeutig erscheinen? Was geschieht in den Momenten, in denen wir zusätzlich nicht die Aufmerksamkeit auf unser Umfeld gerichtet haben, weil wir gerade dann vielleicht sehr stark mit uns selbst beschäftigt sind? Wenn wir ehrlich sind, sind wir doch recht häufig mit uns selbst beschäftigt, oder?

Was geschieht in den Situationen, in denen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen? Was ist in den Momenten, in denen wir entweder aus Unwissenheit oder aus Ignoranz zu einer angemessenen Reaktion nicht fähig sind und konträr handeln oder nicht handeln?

Was geschieht, wenn wir mit unserem Erscheinungsbild, das wir zuvor in manchmal gewohnter Routine, ein anderes Mal in mühevoller Kleinarbeit erschaffen haben, einfach nur auflaufen, weil es deplatziert erscheint, nicht angemessen oder gar lächerlich? Möchten wir nicht liebend gern im Boden versinken? Nein? Ist es uns einerlei? Oder stehen wir darüber und ignorieren den Augenblick? Oder sind wir gewiss, dass dieser Moment -wie viele Momente im Laufe der Geschichte- im Nichts versinken werden, als wären sie niemals geschehen?

Viele Male im Leben werden wir an solch einen Punkt ankommen. Wie oft, dass hängt im wesentlichen davon ab, wie fit wir in der Welt der Kommunikation sind. Jede Begegnung ist gleichzeitig Kommunikation. Kommunikation mit allen Sinnen, denn mit allen Sinnen treten wir in Kontakt mit unseren Surroundings: Du bist da, und du wirkst. Wie, das liegt zum größten Teil an dir.

„Völlig losgelöst
von der Erde
schwebt das Raumschiff
völlig schwerelos…“
(C) Major Tom

The Photographer is the Storyteller (175)

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Die Bilder des Fotografen erzählen eine Geschichte. Seine Geschichte. Der Betrachter sieht die Bilder des Fotografen und in seinen Sinnen entsteht eine Geschichte. Ganz selten finden sich sogar Parallelen.

Jedes Foto, das bewusst gemacht worden ist, erzählt eine Geschichte, bestenfalls. Mehr noch eine Fotoreihe, mit mehreren Bildern lässt sich ein Ziel formulieren, eine Aussage untermauern, die dem Betrachter einen Schlüssel an die Hand gibt, sich diese Aussage zu erschließen. Oft finden sich Worte in der Nähe des Bildes, die gleichsam eine Aussage unterstützen können.

Für den Betrachter einer Fotografie geht es in erster Linie um die Botschaft, wenn es denn eine solche gibt. Erreicht ihn diese Botschaft nicht, so geht er an der Fotografie vorüber. Die Botschaft, das Bild spricht eine Sprache, deren der Betrachter nicht mächtig ist, oder der Fotograf spricht eine Sprache, die nicht ohne weiteres zu verstehen ist. Die Sprache des Bildes verhindert einen näheren Kontakt zwischen Betrachter und Bild. Der Betrachter geht vorüber, leibhaftig oder virtuell.

Zehntel von Sekunden entscheiden über Wahrnehmung oder Ablehnung, ohne eine Wertung auszusprechen. Ist es ein Schrei, der uns erreicht, wenn wir ein Bild näher betrachten? Oder kann es ein leises Flüstern sein, das uns fast magisch in den Bann eines Bildes entführt? Gleichgültig, es ist die Aussage, die zu kontemplativer Auseinandersetzung führt, unabhängig von der Dauer der Betrachtung, meist jedoch länger, in jedem Falle aber jenseits von Massenkonsum.

Feel Good (122)

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Dieser Artikel zeigt auf, welche Zusammenhänge zwischen unseren Empfindungen über unsere Schönheit und unserer tatsächlichen Schönheit bestehen. => „Fühle ich mich gut, bin ich schöner!“

Die gerade genannte Feststellung über die guten Gefühle und deren Auswirkung auf unser Aussehen ist schon beinahe selbsterklärend. Ein altes Sprichwort lautet wie folgt: Mit dem Hute in der Hand kommst du durch’s ganze Land. Ein weiteres lautet: Ein Lächeln am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Derer Sprichworte existieren noch viele mehr. Allen gemeinsam ist jedoch unter anderen der Sinn der Aussage, dass ein Mensch mit einem höflichen, freundlichem Auftreten gewisse Vorteile gegenüber einem nicht derartig dreinblickendem Menschen hat.

Diese Vorteile halte ich für betrachtendswert, denn in ihnen spiegelt sich die Wirkung unseres Aussehens, unserer Attraktivität wieder. Warum ist es so? Weil ein glücklicher, zufriedener Mensch genau diese Gefühle nach außen ausstrahlt, und das macht ihn begehrenswert. Menschen suchen und finden gerne die Nähe von Personen, die eine innere Ruhe gefunden haben, die in sich ausgeglichen sind. Das nicht zuletzt deswegen, weil sie ihre innere Bestätigung in ihrem Äußeren gefunden haben. Wenn Menschen glauben, dass ihr Äußeres o.k. ist, strahlen sie genau diese Überzeugung aus. Sie sind nicht getrieben von der Suche nach Bestätigung und Anerkennung. Damit wird der Kreis zumindest in dieser Hinsicht geschlossen, denn diese Zufriedenheit macht nach außen hin noch wiederum schöner!

Schlägt das Pendel dabei zu sehr in Richtung Selbstbestätigung aus, so besteht freilich die Gefahr der Eitelkeit. Das führt jedoch sofort zum Verlust der positiven Wirkung auf die Menschen. Jenes übersteigerte Selbstbewusstsein ist weit entfernt von dem bloßen Wissen um sein Aussehen. Die Erkenntnis, dass man mit sich und seinem Äußeren zufrieden sein kann, vielleicht auch noch ein Stück weit dem allgemeinen Verständnis von Attraktivität entspricht, ist sicher gesund. Wichtig ist, dass man aber deshalb nicht dem Glauben verfällt, man sei dadurch mehr wert als andere Menschen. Ob dieser Trugschluss doch mehrerer hübscher Menschen durch die Hoffierung vieler oberflächlicher Zeitgenossen mitverursacht wird, wäre interessant in einem weiteren Beitrag zu beleuchten.

Ausgehend von der These, dass glückliche Menschen auch schöner erscheinen, wurden einige wissenschaftliche Untersuchungen angestellt. Danach wirken glücklichere Menschen auf andere gleichfalls attraktiver. Das mag daran liegen, dass der Gesichtsausdruck eines glücklichen Menschen viel weniger Sorgenfältchen produziert, als dies bei einem Menschen mit Sorgen geschieht. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Sorgen begründet sind oder nicht! Ob sie dadurch zustande kommen, dass die Person sich nicht schön genug findet oder tatsächlich ist, ist zweitrangig. Ein magersüchtiges Mädchen ist vielleicht absolut schlank und gutaussehend für die meisten Menschen, doch sie selbst empfindet sich als zu dick und gerade dieses Gefühl transportiert sie nach außen. Das spiegelt sich in ihrem Ausdruck wieder, was zu Folge hat, dass ihre Erscheinung darunter leidet.

Damit wirken wir auf andere Menschen je nach Grad der Zufriedenheit mehr oder weniger attraktiv. Das Gesicht ist dabei der größte Faktor. In ihm spiegelt sich unsere Gemütslage am deutlichsten wieder. Und wir reagieren darauf ebenso deutlich. Spricht jemand von Leid und Schmerzen, so verziehen wir unser Gesicht mit entsprechend zusammengezogen Augenbrauen und hochgezogenen Lippen und Wangen. Wir empfinden nach. Und was hier im intensiven Gefühl für jeden leicht nachzuvollziehen ist, funktioniert auch im extensiven, unterschwelligen Bereich. Ist jemand unzufrieden oder unsicher, so empfangen dies unsere Antennen augenblicklich. Wer schon einmal Bücher von Samy Molcho in den Händen hatte, der hat eine Idee von der Aussenwirkung unserer Körpersprache in Form von Gestik und Mimik. Auch bei Babys kann man es schon erkennen. Lächeln wir ein Baby an, so lacht es zurück, und umgekehrt. Gucken wir fies drein, fängt das Baby oft zu weinen an.

Auf der Straße ist es nicht viel anders. Lachen wir jemanden an, so lächelt er oder sie häufiger zurück, als nicht. Das geschieht dadurch, dass wir mit unserem Lächeln tatsächlich diese Gefühle auslösen.
Durch diese Beschreibung wird die Beziehung von Sender und Empfänger deutlich und der Leser kann sich einen eigenen Reim daraus machen. Wie wirkst Du auf andere?

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Vorsicht Schönheit (121)

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Das Ziel dieser Betrachtung hier wird es sein, festzustellen, in wie weit die massive Darstellung von schönen Gesichtern und sexy Körpern in sämtlichen Medien unser Verständnis von Aussehen beeinflusst.

Überall, wohin ich auch sehe, erblicke ich schöne Menschen. Ob in Zeitschriften, im Fernsehen, in der Werbung, im Internet, mir lachen stets Kunden der Kieferorthopädie entgegen. Was ich sehe sind Menschen, die „zurechtgemacht“ sind, die geschminkt, gestylt, frisiert und „überarbeitet“ sind. In welcher Art auch immer, das habe ich hier beschrieben. Auf der anderen Seite, der Realität nämlich, bietet sich ein gänzlich anders Bild: auf der Straße, am Arbeitsplatz, in der Stadt, während meiner Freizeit begegne ich Menschen, lebendigen Menschen, nicht von Bildern her, sondern real. Diese sind nur meist nicht so präpariert oder bildbearbeitet. Es sind ungeschminkte darunter, dicke, dürre, krumm gewachsene, alte und ältere.

Diese Diskrepanz hat tatsächlich eine verheerende Wirkung auf uns. Das wurde in mehreren Studien untersucht und konnte bewiesen werden. Als erstes wurde die Vehemenz untersucht, mit der die schönen, schlanken und jungen Gesichter und Körper unsere Aufmerksamkeit überfluten. Es stellte sich heraus, dass diese wiederkehrenden Bildnisse das Empfinden der Betrachter deutlich beeinflussen. Durch eben diese hohe Frequenz der Reizdarbietung verschiebt sich das Empfinden über die Schönheit. Unser Unterbewusstsein speichert all diese Bilder von Schönheit und Ebenmaß und so setzen wir genau diese Schönheiten als normal an. Durch diese Verschiebung haben es „normal“ oder unterdurchschnittlich aussehende Menschen viel schwerer, wenn es um die Attraktivität geht. Durch die ständige Anwesenheit von z.B. George Clooney, Brat Pitt oder Ralf Bauer bei den männlichen und Jessica Biel, Jessica Alba oder Lisa Martinek bei den weiblichen Schauspielern in unserem Fernsehen und der durchschnittlichen Verweildauer der Deutschen vor der Glotze von über 3 1/2 Stunden täglich, oder der Präsenz im Internet meinen wir zunehmend, diese Schönheiten seien das Maß aller Dinge. Wir streben mehr oder weniger bewusst nach solch einem Äußeren. Die Frauen tun dies noch mehr, als die Männer. Und auch sonst im Fernsehen sehen wir meist schöne, wohlgeformte Menschen.

Nehme ich nur mal die sehenswerte Sendung „Wunderschön“ vom WDR. Über die inhaltlich sehr interessant gemachten Beiträge hinaus habe ich vor allem eines festgestellt: Neben wenigen anderen, wie dem sehr sympathischen Stefan Pinow moderieren vor allem Tamina Kallert und Katty Sallie (2014) durch die Sendung, und zwar tun sie das fast immer in engen Jeans, die in der Sendung sehr häufig in der Totalen gezeigt werden. Dadurch kommen ihre wohlgeformten Figuren immer wieder gut zur Geltung so dass die Sendung absolut auch mit diesen sekundären erotischen Reizen punktet.

Daran anschließen könnte ich noch viele andere Sendungen, sie als Leser werden dies vermutlich selbst häufig festgestellt haben. Wenn ich bedenke, dass der Mensch in Durchschnitt 7-8 Stunden schläft, 9 Stunden arbeitet und noch Hygiene und Nahrungszubereitung in sein tägliches Programm gehört, so sind die über 3,5 h TV täglich mit weit über 50% unser verfügbaren Zeit belegt, und da wurde die Zeit im www zusätzlich oder neben dem fernsehen her noch gar nicht erfasst.

Abgesehen vom Wert dieser Berieselung und der Erkenntnis, was man nicht alles für kreative und schöpferische Dinge tun könnte, wird hier die Gewichtung der schönen Menschen deutlich. Von der Werbung in anderen Medien habe ich bis jetzt noch nicht mal angefangen zu sprechen. Diese Faktoren kommen zusätzlich zum Treiben auf der Mattscheibe hinzu und auch dabei begegnen uns fast ausschließlich attraktive Menschen.

Als Folge davon wurde in o.g. Studien eine steigende Unzufriedenheit in uns diagnostiziert und daran anhängend der Wunsch nach eigener Veränderung. Die Zahl derer, die sich wünschen, so auszusehen, wie eine Schönheit aus der medialen Welt, steigt zunehmend. Doch Wissenschaftler warnen in ihrem Fazit vor diesem Phänomen: durch die überbordende Anzahl gestylter Personen in den Medien verlieren viele Menschen den Bezug zur Realität. Aufschreckende Beispiele finden sich überall. Es sind Fälle beschrieben, in denen über Personen berichtet wurde, die in Therapie kamen, weil ihr Wertebild vom Partner gehörig durcheinander gekommen war, weil dieser in der Wirklichkeit doch altert.

Auch die Leichtigkeit im Netz an Bilder nackter Menschen zu gelangen hat zur Folge, dass sich schon junge Menschen von 12 oder 13 Jahren einer Intimrasur unterziehen, ohne wirklich zu wissen, warum sie dies tun. Als Begründung wird die Präsenz im Internet genannt, wo fast ausschließlich nackte Menschen mit rasiertem Schambereich abgebildet werden.

So sollten wir, wie in vielen Bereichen des Lebens, mit großem Bedacht an die schöne (neue) Welt heran gehen, und sich stets ins Bewusstsein rufen, dass oftmals mehr der Schein trügt, als es das Sein tatsächlich ist.

Ziele der Fotografie (118)

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In diesem Artikel beschreibe ich die möglichen Ziele der Fotografie und wie man sich ihnen nähert. Ich meine, wenn man sich Ziele setzt, so findet man leichter aber auch fundierter seinen Weg.

Um ein Ziel klar zu formulieren, sollte man es kennen. Ob es genügt, wenn jemand sagt, welche Motive ihm gefallen, und das er oder sie diese Motive gerne
fotografiert, das wage ich zu bezweifeln. Die Folge davon könnte sein, dass dieser Mensch sich auf diese Art der Fotografie einlässt und dass diese Bilder bestenfalls in seinem Album oder einen Schuhkarton landen, oder nur in den tiefen einer externen Festplatte ihr Dasein fristen. Dafür, meine ich, sind die Fotografien zu schade.

Nun ist nicht jeder ein Profifotograf, der klar vorgegebene Aufträge abzuarbeiten hat. Wenn man nämlich von der Fotografie leben möchte, dann ergeben sich viele Ziele durch die Aufträge der Kunden. Sich darin zu perfektionieren wird zwangsläufig zum Ziel, will man beruflich etwas erreichen. Doch diesen Bereich möchte ich hier ausblenden. Es geht mir um den sog. ambitionierten Laien, der, wie ich, vielleicht noch keinen Bildband herausgegeben hat, der noch keine klassische Homepage erstellt hat, auf der seine Bilder als FineArt-Prints käuflich zu erwerben sind, der noch keine fotografische Reihe erstellt hat, die in einer Ausstellung zu bewundern war.

Anhand dieser kleinen Aufzählung kann man schon ersehen, in welche Richtung diese Reise gehen kann. Wie jede Reise, so beginnt auch unsere fotografische Reise mit dem ersten, noch so kleinen Schritt. Vorausgeschickt, dass wir einen Fotoapparat nebst Speicherkarte und Betrachtungsmedium besitzen, geht es für uns ans Werk. Und das ist durchaus wortwörtlich gemeint. Mit Werk meine ich nicht Sammelsorium. Wagen wir vorerst einen Schritt in die ferne Zukunft. Da sitzen wir nun mit achtundneunzig Jahren am warmen Kamin, und blicken auf unser (fotografisches) Leben zurück. Wie beschreiben wir unser Schaffen? Haben wir hier und da mal ein paar Fotos gemacht, unter denen auch ein paar schöne Bilder waren, die im Moment auf dem Speicher in der Alukiste hinten rechts liegen? Und sind wir damit zufrieden? Wenn ja, so können wir uns die kostbare Zeit sparen, und den Artikel hier brauchen wir nicht weiter zu lesen. Wenn wir aber der Meinung sind, das reicht uns nicht, und wir hätten gerne mehr erreicht in der Vergangenheit, dann wird es vielleicht doch interessant.

Schön, dass Sie noch da sind! 🙂 Wollen wir im Rückblick auf unser fotografisches Schaffen von einem Werk sprechen, so bedarf es einiger Überlegungen zum richtigen Zeitpunkt. Dieser Zeitpunkt ist zu jeder Zeit der richtige. Denn die Hauptsache ist, er ist überhaupt da. Für mich kommt er auch erst heuer in der Mitte des Lebens. Warum „erst“?, so könnte man fragen. Wenn ich damals, als junger Mensch, nicht die Fotografie in den Hintergrund gestellt hätte, und mich stattdessen beruflich dem Thema Gartengestaltung zugewandt hätte, dann wäre vielleicht die Fotografie meine berufliche Zukunft geworden. Ist es aber nicht. Vielleicht habe ich aber wiederum dadurch den genügenden Abstand, um mich als Hobby der Fotografie ganz unbefangen (inhaltlich und ganz besonders zeitlich) zu nähern. Frei nach der Weisheit des Schusters: Der Schuster läuft mit dem schlechtesten Schuhwerk umher.

Zurück zu den Überlegungen, die uns helfen sollen, ein fotografisches Werk zu formen. Was braucht es, um später einmal auf ein Werk zurück zu blicken? Von den Zielen sprach ich schon. Um sie zu formulieren, bedarf es aber erst mal einer Idee. Diese, so meine ich, steht am Anfang. Eine Idee, die uns in den Sinn kommt und für die wir uns entscheiden, eine, die wir umsetzen möchten! Das ist ein Meilenstein. Und zwar deswegen ein Meilenstein, weil wir mit dieser Entscheidung jedes Lament hinter uns gelassen haben. Wir stehen dann nicht mehr vor dem Berg, der da heißt: Ich könnte mir vorstellen…, ich würde ja gerne…, Wenn ich die Zeit hätte, dann…, irgendwann beginne ich mal…, Wenn ich damit fertig bin, fange ich an…, usf. Wir haben uns entschieden. Die Idee ist Programm. Die Fotokamera, die nicht als Schnäppchen nebenbei angeschafft worden ist, soll ihrer Bestimmung zugeführt werden. Und nun wollen wir mehr, als nur knipsen.

Eine Idee könnte lauten: Ich möchte eine fotografische Reihe erstellen über das Thema „begrünte Fassaden in Städten“. Schon ab dieser Stelle geht es um das Wesentliche! Das Thema ist durch jedes beliebige Thema ersetzbar. Oder es ist erweiterbar. Es ist sogar einerlei, es kommt nur auf die folgenden Entscheidungen an: Wenn das Bild, bzw. die Reihe fotografiert und nachbearbeitet ist, habe ich nachfolgend damit im Sinn:

– Ich werde eine Ausstellung machen!

– Ich werde mir einen Verlag suchen, und das Buch publizieren!

– Die Fotografien werden auf meiner Homepage ausgestellt!

– Die Fotos sollen in einem Verkaufsportal veröffentlicht werden!

– Ich möchte mein eigenes Fotobuch erstellen!

– Meine Fotos sollen an Wettbewerben teilnehmen!

– Die Fotos sollen für einen Blog verwendet werden!

– Mehrere der o.g. Ziele sind geplant!

Davon ausgehend formulierte ich mein Ziel, und stelle anschließend heraus, wie ich dieses Ziel in welcher Zeit mit welchen Ressourcen erreichen kann.

Ein sehr beliebtes Thema der Fotografie sind die Menschen. Für mich möchte ich da keine Ausnahme bilden, denn ich halte die Menschen ebenfalls für absolut fotogen! Die Zielfindung für das Thema könnte folgendermaßen Erfolg haben:

Personen als Motiv

1. Locations:
An welchen Orten würde es dir gefallen ein Fotoshooting durchzuführen?(Was natürlich von der Bildkomposition/Bildaussage abhängt.)

1 Wiese
2 Strand
3 Park
4 Stadt
5 Wald
6 Wohnung

2. Ausrüstung:
Was benötigst du für ein Equipment?

0 Reflektor
1 105er Macro
2 70-200er
3 24-70er
4 Stativ
5 Fernauslöser
6 Accessoires
7 Ersatzkamera
8 Blitzanlage

3. Personensuche
Welche Personen eignen sich für Deine Idee vom Bild?

1 Spreche fremde Menschen an, die du fotografieren möchtest! Händige eine Karte/Flyer aus, auf die der Angesprochenen zurückgreifen können und aus der hervor geht, was wichtig ist.
2 Fertige einen Flyer, aus dem hervorgeht,

– was deine Absichten sind
– welche die Vorteile dein Modell hat
– wie der Ablauf deines Fotoshootings verläuft
– wer du bist
– welche Referenzen du wo vorweisen kannst
– wie du erreichbar bist => e-Mail, Mobil
3 Frage die Freunde, die du fotografieren möchtest!
4 Frage die Familienmitglieder, die du fotografieren möchtest!
5 Frage die Nachbarn, die du fotografieren möchtest!
6 Wer: Nachbarn, Familie, Freunde, Fremde, Modelle, …
Männer, Frauen, Kinder, Paare, Gruppen, …

ZIELE DEINER FOTOGRAFIE

0 Entwickele eine Idee, eine Vorstellung, wo du mittelfristig angekommen sein möchtest. Was möchtest du in 5-8 Jahren erschaffen haben?
1 Fertige einen Plan aus, wie und bis wann du die Etappen deines Werdegangs erreichen möchtest!
2 Lege schlüssig dar, was du mit den Foto vor hast und begründe es! Begründe es in erster Linie speziell für dich selbst!
3 Begründe schlüssig, warum du (einen) Menschen fotografieren möchtest!
4 Formuliere Zwischenziele (Etappen) auf dem Weg zu deinem Ziel!
5 Formuliere die Ziele deines Gesamtwerkes
6 Formuliere einen Zeitrahmen!

Die Zwischenziele im einzelnen

1 · Erstellen einer Homepage. (Schlüsselbegriff: Fotografie)

· möglicher Inhalt einer Homepage

– Gesichter mit Ausdruck
– Körperteile (Hintern, Beine, Augen, Haare, …)
– Schönheit (der Menschen)
– Frauen + Männer (Attraktivität)
– Besondere Gesichter (z.B.Betina LaPlante)

– einzelne Menschen mit ihrer Idee vom Leben als Text zum Bild

– Werdegänge, Veränderungen, eine Person in zig verschiedensten Outfits, auf denen er nicht wieder zu erkennen ist

2 · Veröffentlichung eines Bildbandes

· Themen im Bildband:

– Gesichter

– Körperteile

– Stimmungen
– Geschichten der Menschen

Zum Abschluss möchte ich noch einen kleinen Einblick in meine eigenen Ideen geben, die ich noch verwirklichen möchte, die praktisch darauf warten, umgesetzt zu werden. (Wer im Koblenzer Raum Lust hat auf ein TfP, kann mir gerne eine PN zukommen lassen.)

Fotografische Themen und Bilderserien

1 Fantasy – Szenen aus der Traumwelt

· in langen Gewändern mit Rosen im Haar, verwunschen, stolz und zerbrechlich, stark und verletzlich

· als Amazone mit Schwert und Gewand, als Ausdruck eine Mischung von Unabhängigkeit, Unbändigkeit, Entschlossenheit und Verwegenheit in Körper und Gesicht

· im Garten zwischen Sträuchern und Blumen, elfengleich schwebend und dennoch präsent, leicht aber präsent, kess aber verträumt

· verwildert, wüst und rau, zerzaust aber dennoch anmutig, etwas verwegen mit dem Blick eines Freidenkers, ein Blick, der aussagt, ich kann alles erreichen

· Die Augen geschlossen, den Blick nach oben, der Ausdruck des Gesichts sanft zufrieden, mit nur einem Hauch von Lächeln, das nur gerade so, kaum erahnbar, zu erkennen ist

2 Street – Fotosession, in der die Aufnahmen so wirken, als ob das Modell nur beiläufig abgelichtet wurde.

· Das Modell verschwindet gerade um eine Ecke, mit einem frechen Blick und dem Ausdruck in den Augen „ Aber nur ein Bild!“…

· Das Modell betritt gerade freudig ein Haus, Auto, Bahn, …

· Das Modell sitzt traurig auf einem Vorsprung …

· Das Modell wartet ungeduldig an einem Übergang …

· Das Modell kauft mit dem Zeitungsverkäufer schekernd eine Zeitung am Büdchen …

· Das Modell spricht liebevoll zu einem Kinde …

· Das Modell sitzt verträumt auf einer Parkbank
· Das Modell

3 Mit dem Fahrrad

· Sitzend, abwartend, ungeduldig, wann es endlich soweit ist, die Fahrt endlich beginnt

· Fahrend, mit wehender Kleidung

· Stehend, angestrengt und voll entschlossen den Berg bezwingend

· Daneben, eine Pause im Sinn, die schöne Landschaft betrachtend, still begeistert

· Rollend, erschöpft aber glücklich, mit dem Wissen im Blick, ich habe die Tour auf dem Deich von Lelystad nach Enkhuizen trotz Gegenwind gemeistert 😉

4 Mensch und Baum

· Angelehnt, mit dem Gefühl von „Mein Freund, der Baum“

· Am Fuße des Baumes, verträumt

· Kletternd, entschlossen, mit dem stolzen Blick zum Fotografen oder nach oben

· Hangelnd, sehr angeszrengt, an einem Ast, dennoch, unglaublich, mit einem Lächeln

· Auf einem Ast liegend, in Entspannung und Hingabe an die Natur

· Kniend, traurig und etwas weltverlassen, tief in Gedanken

· geschuldet meiner Berufung als Gartengestalter: in Arbeitsklamotten, mit Erde und Grün versehen, als ob der Tag mehr in, als auf der Erde verbracht worden wäre

5 Nach einer verrückten Idee des Modells
· Was dem Modell außerordentliches in den Sinn kommt… 🙂

Sexy oder nicht – Oder was zählt eigentlich? (106)

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Attraktivität hat viele Facetten. Bilder von Menschen gehen uns durch den Kopf. Wir entscheiden in nur Bruchteilen von Sekunden über die Schönheit und das Aussehen der Menschen. In genau diesen Bruchteilen von Sekunden legt unsere Intuition immer in eine bestimmte Waagschale eine Kugel – entweder so oder anders kann es für den Menschen ausgehen. Manchmal aber auch dazwischen kann die Eigenschaft gesehen werden. Oder gar ein wenig von beiden Gegensätzen bringt ein Charakter mit! Nämlich genau so, wie wir Menschen sind, ein wenig davon und etwas hiervon, und nur zu diesem Zeitpunkt, denn etwas später könnte die Sache schon wieder ganz anders aussehen. Spannend ist dabei nicht nur die kurzfristige Hinsicht, sondern das Erleben der Entwicklung im Laufe des Lebens. Dabei fällt das absolutistische Urteil der Jugend im Gegensatz zum bedachten konjunktivistischen Urteil der Älteren auf. Muss man dafür wirklich älter sein? Kommt diese Weisheit nur mit den reflektierten Erfahrungen?

Ich habe hier eine Auswahl von Attributen beschrieben, die dem Menschen zugewiesen werden könnten. Nicht jede erschließt sich sofort unserem neugierigen Blick, manche wollen erst entdeckt, ja enttarnt werden. Jeder mag sich selbst einmal prüfen, in welche Richtung sie und er tendieren. Wer will, der kann diese Liste danach seinem Lebenspartner geben, so dass dieser eine Einschätzung abgibt, beschreibt, wie er oder sie den Partner empfindet. Doch Vorsicht! Für Streitereien kann der Vergleich nichts, nur die Sichtweise auf Euch beide könnte dazu beitragen, ein innigeres Fundament herzustellen.

Hier nun ein paar Adjektive, die uns Menschen beschreiben können. Es ist natürlich keine vollständige Aufzählung. Sie gewährt in dieser Momentaufnahme einen kurzen Blick auf einen Ausschnitt unserer gegenwärtigen Lebensweisen und Wirkung.

IST (HAT) EIN MENSCH……

· attraktiv oder nicht attraktiv
· sympathisch oder unsympathisch
· anziehend oder nicht anziehend
· sexuell erregend oder sexuell abstoßend
· groß oder klein
· alt oder jung
· schöne Augen oder keine schönen Augen
· schlank oder nicht schlank
· dick oder nicht dick
· offener Blick oder verschlossener Blick
· freundliches Wesen oder gleichgültiges Wesen
· intelligent oder nicht intelligent
· charismatische Ausstrahlung oder unauffällig
· volle Lippen oder schmaler Mund
· lange Haare oder Kurzhaarfrisur
· anmutige Körperbewegungen oder Trampeltier
· gerader Schritt oder Watschelgang (Zehen beim Gang nach außen führend)
· schöner Hintern oder unauffälliger Hintern
· kleiner Busen oder größere Oberweite
· muskulös oder schmächtig
· schmales Becken oder breites Becken
· gerade Beine oder X-Beine oder O-Beine
· Herzlichkeit oder Kühle
· gerade Nase oder krumme Nase
· schöne Zähne oder GKV
· sportlicher Typ oder behäbiger Typus
· klassische Kleidung oder ausgefallene Kleidung
· erotisch oder unerotisch
· sanfter Blick oder strenger Blick
· fester Händedruck oder schlaffer Handschlag
· emotional intelligent oder egozentrisch
· selbstbewusst oder unsicher
· ehrlich oder falsch
· geradlinig oder verschlagen
· abenteuerlustig oder bedacht
· bodenständig oder abgehoben
· wahrhaftig oder affektiert
· locker oder genau
· freidenkend oder angepasst
· bedacht oder aufbrausend
· zugänglich oder arrogant
· aufgeschlossen oder verstockt
· aufmerksam oder unaufmerksam
· begeisterungsfähig oder desinteressiert
· bezaubernd oder langweilig
· beherzt oder ängstlich
· organisiert oder chaotisch
· charmant oder ungehobelt
· dynamisch oder dekadent
· umgänglich oder dickköpfig
· emphatisch oder egoman
· gelassen oder ehrgeizig
· vertrauensvoll oder eifersüchtig
· einfühlsam oder ignorant
· elegant oder einfach
· fair oder unfair
· familiär oder einzelgängerisch
· fantasievoll oder fantasielos
· feinfühlig oder grob
· burschikos oder feminin
· gastfreundlich oder fremdelnd
· gebildet oder ungebildet
· geduldig oder ungeduldig
· freigiebig oder geizig
· beredt oder geschwätzig
· bescheiden oder großspurig
· gesundheitsbewusst oder gleichgültig
· genügsam oder habgierig
· herzlich oder kaltherzig
· bodenständig oder hochmütig
· gelassen oder hysterisch
· höflich oder ohne Manier
· humorvoll oder verstockt
· idealistisch oder materialistisch
· intellektuell oder nicht intellektuell
· interessiert oder begrenzt
· extrovertiert oder introvertiert
· jugendlich oder älter
· keck oder zurückhaltend
· kindlich oder kindisch
· freigeistig oder kleingeistig
· kreativ oder nicht kreativ
· kritikfähig oder schnell beleidigt
· kommunikativ oder schweigsam
· langmütig oder nachtragend
· beständig oder launisch
· lebhaft oder still
· leidenschaftlich oder leidenschaftslos
· liebevoll oder unnahbar
· schlank oder mager
· maskulin oder weibisch
· vertrauensvoll oder misstrauisch
· mutig oder zurückhaltend
· nachdenklich oder impulsiv
· natürlich oder gekünstelt
· tiefsinnig oder oberflächlich
· optimistisch oder defetistisch
· pragmatisch oder unsicher
· freizügig oder prüde
· rational oder gefühlsmäßig
· realistisch oder verträumt
· romantisch oder verkopft
· schüchtern oder weltoffen
· sachlich oder gefühlsbetont
· sanft oder grob
· scheinheilig oder ehrlich
· liebreizend oder schamlos
· wild oder schlampig
· selbstbeherrscht oder unbeherrscht
· bewundernd oder selbstgefällig
· spontan oder skeptisch
· sensibel oder unsensibel
· sinnlich oder vulgär
· temperamentvoll oder zurückhaltend
· tiefgründig oder oberflächlich
· tolerant oder intolerant
· träumerisch oder realistisch
· sexy oder primitiv
· behände oder unentschlossen
· unheimlich oder unnahbar
· unkonventionell oder angepasst
· extravagant oder unscheinbar
· unterhaltsam oder schweigsam
· unternehmungsfreudig oder zurückgezogen
· souverän oder unterwürfig
· verantwortungsbewusst oder hallodrisch
· verführerisch oder züchtig
· verlässlich oder unzuverlässig
· offen oder verschlossen
· verspielt oder nücht
· vielseitig oder einfach
· vertrauenswürdig oder ominös
· erfahren oder verwöhnt
· zärtlich oder grobschlächtig
· nachfragend oder zickig
· überzeugend oder überredend

All diese Eindrücke verarbeitet der Mensch schon in allerkürzester Zeit. Verifiziert werden sie u.U. erst im Laufe der gemeinsamen Zeit. Bestimmte, äußerliche Merkmale, die entweder direkt sichtbar oder über die Bewegungen, Gestiken, Mimiken indirekt erkennbar sind, verleiten zu einem besonders schnellen Urteil, und werden oft nur schwer wieder revidiert.

Forschungen in diesem Zusammenhang ergaben, dass unser erster, gefühlsmäßig intuitiver Eindruck eines anderen Menschen sehr viel häufiger stimmt, als er daneben liegt. Somit wird dieses erste Gefühl, sich zu einem Menschen hingezogen zu fühlen oder einen Menschen „irgendwie“ abstoßend zu finden, im Zuge des ersten Kontaktes zu einem bedeutenden Faktor. Nicht, dass wir diesen ersten Eindruck überbewerten sollten, doch um diesem Gefühl den Raum zu geben, dem ihm gebührt, sollten wir vielleicht das ein oder andere Mal still in uns hinein hören.

Von der Liebe zu den Fotografien (83)

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Von der Liebe zu den Bildern und die Bedenken über ihren Stillstand.

   Fotografien bedeuten mir viel. Ich sehe sie gerne an und erfreue mich daran. Sie stellen für mich ein wundervolles Zeitzeugnis sonder gleichen dar. Es ist, als würde man den Blick einen Moment länger fest halten können. Vermischt es sich mit der trügerischen Gewissheit, der Blick könne in dieser Form eine wirkliche Ewigkeit Bestand haben, so wird man enttäuscht. Denn die so schöne Wirklichkeit folgt unbeirrt ihrem gleichmäßigen Gang der Dinge, was bleibt ist das Bild des Gewesenen.

   Betrachte ich eben noch die frühen Fotografien einer unbändigen, jugendlichen und lasziven Brigitte Bardot, und begegne ihr daraufhin heute auf dem Montmartre, so sehe ich nicht mehr den jugendlichen Anschein in ihr, sondern eine älter gewordene Grande Dame mit ihrer immer größer gewordenen Ausstrahlung, die viel mehr als die äußerlichen Werte der Jugend des Menschen Seele bedeuten.

   Fotos sind anders gemeint. Nur ein klein wenig länger erhalten sie den flüchtigen Augenblick. Gaukeln dir vor, einen vermeintlichen Stillstand der Zeit zu ermöglichen.
Glauben wir tatsächlich nach der Belichtung einer beliebigen Szenerie alle Zeit der Welt zu besitzen, diese Szene, diesen Moment des Lebens, das Bild davon anzusehen? Ja, können wir, noch nach Jahren das Bild anschauen und uns des Moments seiner Entstehung erinnern. Der längst vergangene Augenblick kommt uns ins Gedächtnis. Ich nutze das Bildnis als geistige Brücke, mich der Momente zu erinnern, die ohne das Bild in den Wirren der Zeit verschüttet geblieben wären.

   Ich kann das Bild vielen Menschen zugänglich machen, in einer Ausstellung, in einer Publikation oder sonst wie. Das Motiv kann daraufhin von jedem Betrachter so interpretiert werden, wie er oder sie es auffasst. Erregt das Foto vielleicht Bewunderung oder Entsetzen, Staunen oder Abscheu? Die Grenzen zwischen dem Fotografen und seinem Motiv verschmelzen während der kritischen Auseinandersetzung immer wieder. „Was sehe ich hier, und warum ist es dokumentiert? Wer hat es gesehen, wer hat es fotografiert und wer zeigt es hier? Was will der Fotograf mit seinen Bildern sagen, was will er zeigen? Warum das Motiv?“ Ein Betrachter könnte sich fragen, warum sehe ich es mir denn an, und gehe nicht vorrüber.

Das Bild kann archiviert werden, für spätere Zeiten oder für ganz späte Zeiten.

   Ich bin in der Lage ein abgelichtetes Motiv anzusehen, es viel länger zu betrachten, als es im Leben, im schnelllebigen Dahingleiten unserer Zeiten möglich wäre. Sehr viel deutlicher bleibt mir der eingefrorene Moment vor Augen, als im bewegen Bild, oder den laufenden Bildern eines Videos. Ich stehe da, denke: „Ja, so sah es aus, so war’s!“ Und manchmal kann diese Bemerkung auch in Frageform daherkommen: „So war’s?“

   Wenn man von Tiefe in der Malerei spricht, so lässt sich das -meiner Meinung nach- auf die Kunst der Fotografie übertragen. Ein Foto kann die Tiefe eines Gemäldes haben, ganz gleich, ob es komponiert oder als Schnappschuss ergattert wurde. Aussagekraft ist das passende Wort! Dramatik und Spannung, Ruhe und Ausgeglichenheit, Schönheit und Faszination, Elend und Abscheu können der Kern einer Fotografie sein. Das kann als Aussage beabsichtigt sein, oder das, was der Betrachter im Foto erkennt.

   Entscheidend dabei ist für mich als Fotograf die Intention des Bildes. Die Herangehensweise des Betrachters unter Berücksichtigung seiner eigenen Vorstellungen und Ideen halte ich für wichtig im Nachhinein, das Werk jedoch und sein Ausführender ist vorher gefragt. Denn der Ausführende sah den Augenblick in seiner höchst eigenen Wahrheit. In ihm entstand -oft noch vor der Fotografie- die Idee zur Fotografie. Danach handelnd, ganz gleich, ob in der Ausführung mehr laienhaft oder auch professionell, verwirklicht er die Realität in Form seiner Ablichtung, so, wie sie sich für ihn oder sie dargestellt hat.

   Fotografien sind für mich, wie für viele weitere Menschen auch, ein Medium, um die Welt ein bisschen besser zu erkennen und sich an ihrer Vielfalt zu erfreuen. Es liegt vielleicht auch in der Natur des Menschen die Besonderheiten unserer Lebensräume bildlich festzuhalten, ganz gleich ob in Form von Höhlenmalereien, Aquarellen oder digitalen Dateien, immer mit dem Wissen der letztendlich doch flüchtigen Anwesenheit auf unserem wundervollen Planeten.

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Der Weg zum Ziel (63)

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Um Deine Ziele zu erreichen brauchst Du natürlich erstmal welche. Die Formulierung macht einem schon manchmal einige Schwierigkeiten. Was will ich erreichen?

   Meine Ziele habe ich hier benannt. Was kann ich tun, um sie zu erreichen? Dazu habe ich meinen Weg kurz beschrieben, und zwar hier.
Um seine fotografischen Ziele zu erreichen, sollten wir für’s erste handeln. Haben wir das Ziel vor Augen, so können wir dem nachgehen, indem wir das fotografieren, wonach uns ist. Nur durch das Fotografieren lernen wir fotografieren. Was wir noch brauchen an Voraussetzungen ist natürlich eine passende Ausrüstung. Welche das ist kann für jedes Thema der Fotografie ein anderes sein und bedarf einer gesonderten Betrachtung.

   Was wir noch brauchen zum Erreichen unserer Ziele ist eine Anleitung, einen Fahrplan für unseren Weg. Ohne Anleitung werden wir uns oft verlaufen. Das muß nichts schlechtes sein, es kann uns von ausgetretenen Wegen hin zu Neuem, zu interessanten Pfaden bringen. Doch wenn wir davon ausgehen, dass uns zuerst daran gelegen ist, unser Ziel zu erreichen, sollten wir genau daran arbeiten. Für anderes ist später noch genügend Zeit. Lernen wir also von denen, die sich schon mit der Sache beschäftigt haben. Kopieren wir zuerst mal einige Aufgaben in Form von eigens dafür gestalteten Workshops. Dadurch lernen wir viel über unsere mehr oder weniger umfangreiche Ausrüstung und deren Handhabung.

   Sehen wir uns die bewunderten Ergebnisse bekannter Fotografen an, und versuchen zu verstehen, was sie unternahmen und wie sie vorgegangen sind, um ihr Werk zu verrichten. Was können wir davon umsetzen, worin unterscheidet sich unsere Idee. Um seinen Weg zu meistern brauchen wir das Handwerkszeug der Lehrlinge, um zu verinnerlichen, worauf sich diese Kunst begründet. Oberflächliches Wissen entschließt uns nicht die Tiefen der Motive, und wir kommen nicht weiter vorwärts, sondern versumpfen auf halbem Wege.

   Was jeder in seinem Handwerk benötigt ist Durchhaltevermögen, das uns dazu bringt, auch dann nicht den Mut zu verlieren, wenn es nicht so erfolgreich vorwärts geht, wie wir es gerne hätten. Die Durststrecken des schöpferischen Handelns erreichen uns mit absoluter Gewissheit, aber mit genauso großer Gewissenhaftigkeit können wir erfolgreich durch sie hindurch manövrieren.

   Unterstützung in Form von ehrlicher Kritik an unserem Schaffen hilft uns unsere Sichtweise sowie unsere Arbeitsweise zu überprüfen. Nicht die Kritik des breiten Publikums sehe ich an erster Stelle, wenn ich von konstruktiver Kritik spreche, diese ist unserer Arbeit frühestens in zweiter Linie zuträglich. Effektiver wirkt die Kritik anerkannter Fotografen, die uns vielmehr in einem geeigneten Seminar oder Lehrgang zu teil werden würde, in dem wir mit vielleicht zwei, höchstens drei Lernwilligen versuchen mit dem Geiste und den Augen zu stehlen.

   In einer Ausstellung in kleinstem Rahmen werden wir wahrscheinlicherweise durch Worte und Einschätzung ambitionierter Betrachter mit eigener Fotografieerfahrung unserer Zielerreichung ebenso einen kleinen Schritt vorankommen, wie durch impulsive Äußerungen unvorbelasteter Laien in Sachen Hyperfokaldistanz und Nodalpunkt.

   Worauf es ankommt: Folge dem Ruf Deiner inneren Stimme und fotografiere. Nicht abhalten lassen vom Wetter, von Zeitmangel oder einem tollen Filmchen im TV. Wenn wir immer wieder mal zurückblicken, und sehen zurück auf unsere geleistete Arbeit, so hilft uns dieser Blick zu erkennen, wo wir stehen.