Super Skinny Jeans (100)

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Was macht frau oder man nur mit dem Handy, wenn sie oder er keine Handtasche, Bag, Jacke, Mantel, Tasche mit oder an hat, aber das Handy nicht die ganze Zeit in der Hand halten will? Oder manchmal auch das Portemonnaie! Da bietet sich folgerichtig eine Tasche an, die fast immer dabei ist, die Gesäßtasche, oder?

Ich möchte hier und jetzt für all die jenigen eine Lanze brechen, die das Telefon oder die Geldbörse in der Hand halten und NICHT in die Gesäßtasche pressen.

Über Formen und Aussehen habe ich hier schon einiges geschrieben, daher wird der aufmerksame Leser sich schon fast denken können, was ich dazu wohl empfehle! Warum kaufe ich solch eine enge Jeans, suche sie zuvor in straparziöser, zeitraubender Weise aus, mit dem immerwährenden Ziel, eine gute Figur darin abzugeben, wenn ich dann -zumindest an der Stelle des Hinterns- alles zunichte damit mache. Ich trage mit dem Mobiltelefon eine eckige Beule an meinem Po zur Schau, die prinzipiell nur noch durch ein Portemonnaie übersteigert werden könnte, oder ich trage gar die Geldbörse auf der anderen Seite.

Nicht nur die Bewegungen erfahren dadurch eine Disharmonie, auch im Stillstand erleidet die so ausgeklügelt durchdachte Form der beispielsweise 501 Schiffbruch. Es wird auch nicht besser, wenn der Verursacher der Verformung halb herausschaut und seinen Stall preisgibt, weil der Besitzer sich mit seinem Besitz von der Masse der Phone-User abzuheben meint.

Doch weit gefehlt, denn ob ei-n Phone von der einen Firma oder eins aus der anderen Galaxis, unterscheiden werden sich die Besitzer mehr durch den Inhalt des Wortschwalls, der durch sie hindurch posaunt wird, in der Gesäßtasche jedoch führen sie alle in ein Dasein als Stil-Bruch-Ikone!

Alles in allem ist es natürlich kein Weltuntergang oder Beinbruch, es ist nur meine Meinung zu den Gepflogenheiten der Zeit, insbesondere als ein Zeichen der Attraktivität und Schönheit, unserer Wirkung unseres Aussehens, und all dem, was wir bereit sind, dafür zu tun. Und das ist eine ganze Menge!

Pippa Middelton – Ein Po erregt die Geister (96)

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Es ist immer so eine Sache, wenn jemand über einen anderen Menschen schreibt. Besonders dann, wenn man ihn nicht einmal kennt. Fotos und Presseberichte sind dann die einzige Quelle. Leider weiß man von denen nicht einmal, ob die verantwortlichen Redakteure eine fundierte und sauber recherchierte Arbeit leisteten. Somit befinde ich mich weit entfernt von jeglichem persönlichen Kontakt, und könnte Inhalte nur nachplappern. Nicht so bei Fotos. Könnte man meinen.

Dennoch möchte ich mich an eine Beschreibung dessen geben, was über den Menschen verbreitet wird, weil die Person, deren Aussehen meine Aufmerksamkeit geweckt hat, häufig dann Erwähnung findet, wenn es um das Thema Hintern geht. Ich reduziere sie keineswegs darauf, doch an dieser Stelle, in diesem Blog, geht es schließlich um das vordergründig Optische. Menschlich steht sie für mich als Fremden ausser Reichweite. Also der vielen Bilder wegen und der Beschäftigung mit dem Thema Po möchte ich über Pippa Middelton schreiben.

Für Menschen der Öffentlichkeit, zu denen sie zweifelsohne gehört, wird es stets ein Thema sein, wie oft und mit welchem Inhalt ihr Konterfei in den Medien gezeigt wird.
War der Auslöser bei Pippa Middelton ihr Aussehen auf der Hochzeit ihrer Schwester Kate, dabei speziell ihr Po, der sich durch ihr Kleid eher vage abzeichnete, durch die ausgesprochen harmonische Form aber fast überall Begeisterung hervor rief, so möchte ich die Frage stellen, ob nicht schon im Vorfeld bei 1. der Wahl der Kleidung für 2. solch ein besonderes Ereignis, 3. in solch einer in der großen Weltöffentlichkeit beachteten Familie, 4. unter Mitwirkung von standesgemäß geschulten Beratern, 5. von der unübersehbaren Tatsache der wohlgeformten Proportionen von Pippa -wie auch ich finde- und 6. ihrer Rolle bei der Zeremonie ein wenig Absicht, vermischt mit dem allgegenwärtigen Wunsch aller Menschen nach Schönheit, Verzauberung, Gefallen und Begeisterung dahinter vermutet werden darf?

Wenn dem so sei, so frage ich weiter, weshalb konnte die Tatsache in dieser Ausführlichkeit in den Medien solche Erwähnung finden. Neben dem eigentlichen Ereignis, immerhin einer live im Fernsehen übertragenen Hochzeit eines Prinzen und einer Prinzessin, war der Nachhall über Pippas Kleid, respektive Popo fast ebenso groß, wie der dieser Hochzeit selbst. Welche Schlüsse kann man daraus entnehmen? Wäre eine kurze Meldung nicht Zeugnis für den stets betont hohen Stand der Aufklärung in unserer Gesellschaft gewesen? Oder zeugt die ausführliche Berichterstattung über einen Hintern als deutlicher Beweis dafür, dass wir doch nicht so aufgeklärt daher kommen?

Für mich als Schöngeist wurde ich so auf eine sehr schöne Figur einer Frau aus England aufmerksam, oder vielleicht doch auf eine Frau aus England mit einer tollen Figur. Waren die Bilder ansonsten ein Anlass dafür, dass viele der vergeistigten Zuseher sich dennoch dabei ertappen konnten, etwas zu bemerken, das in dieser Form nur heimlich betrachtet und wahrgenommen zu werden gepflegt wird? So konnte doch wunderbar und ganz ungeniert in den Tenor der Entrüstung gestoßen werden.

Durch die vielbeachteten Fotografien im Brautkleid kamen in der Folgezeit und kommen bis heute immer wieder neue Schnappschüsse in die Medien, die Pippa Middelton in vielen verschiedenen, gerne engen Kleidungsstücken abbilden, dabei häufig ihren Popo.

Dazu gerne ein paar Links:

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Nach den vielen inhaltslosen Beiträgen, etwa wie dieser, oder dieser, wurde ihr Hintern zum Paradebeispiel für die Form des vielseits begehrten Pfirsich-Po’s.

Irgendwann werden die Klatschspalten vermutlich genug davon haben, nämlich dann, wenn der Zuschauer und Leser sich wieder einmal auf einen neuen Hype einlässt. Für Pippa Middelton dürfte es zumindest dahingehend eine weniger große Rolle spielen, als sie vermutlich weiterhin gerne enge Jeans tragen wird.

Jeans – Passformen für den Hintern, Teil 1 (84)

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   Jeans passen sich der Figur ihrer Trägerin oder seines Trägers an oder sie formen die Figur durch ihren Schnitt. Neuartige „Push-up Jeans“ heben den Popo etwas an, und geben ihm eine straffere Form. Vielleicht gaukeln sie uns eine Jugendhaftigkeit vor, die die Träger gerne hätten. Wenn Mann oder Frau eine Jeans trägt, so kann diese Hose vielfältige modische Formen haben. Nicht jede dieser Passformen unterstreicht die Körperform. Das wird zum einen nicht immer gewünscht und zum andern auch nicht immer gerne getragen. Nicht gewünscht, wenn der Körper nicht modisch -oder figurbetont und aufreizend- unterstrichen werden soll. Nicht gerne besagt, dass nicht jeder eng anliegende Stoffe auf seiner Haut mag.

   Die exorbitanten Gewinne der Modekonzerne beweisen, dass viele Menschen erhöhte Aufmerksamkeit auf ihr Äußeres richten, was in der westlich zivilisierten Welt durch Kleidung ihren hauptsächlichen Ausdruck findet. Auch Schmuck dient der Steigerung der Attraktivität, das aber in fast allen Kulturen der Menschheitsgeschichte. Statussymbole möchte ich auch zum Schmuck zählen, den sie erhöhen scheinbar ebenso den vermeintlichen Wert ihres Besitzers. Frei nach der Redewendung: „Haste was, biste was.“ Nicht zu vergessen im weiten Feld der Verschönerung oder vermeintlichen Aufwertung des menschlichen Körpers ist sicher auch die Bemalung zu nennen. Allerlei Tinkturen und Wässerchen, Farben und Hautverbesserungs-Emulsionen werden angepriesen als Wunderwaffe gegen die Durchschnittlichkeit und Gewöhnlichkeit. In unserer Gesellschaft fühlen sich einige Menschen geradezu nackt ohne ihre „Kriegsbemalung“. Wird also die Besonderheit zur Regel? Zählt der natürliche Körper ohne diese Verschönerungen schon zur Ausnahmeerscheinung?

   An modischen Strömungen wird hierzulande begeistert teilgenommen. Was „inn“ ist, findet besondere Beachtung, denn der Mensch möchte gut aussehen und das erreicht man, wenn man -unter anderem- chic gekleidet ist. Was genau den Chic einer Zeit ausmacht, das wird durch Trendsetter und auch durch die Aktivitäten der Modekonzerne beeinflusst, gelebt wird es dann von den Heerscharen begeisterter Käufer.

   Für die Jeans gibt es enorm viele begeisterte Anhänger. Sie ist das meistverkaufte Beinkleid weltweit. In sehr unterschiedlichen Passformen wird sie angeboten. Um anzudeuten, welche Formen in den Shops zu kaufen sind, hier eine Auswahl:

· ANTI FIT lässig weit
· BAGGY extrem weit
· BELL BOTTOM niedrige Leibhöhe, Schlag
· BOOT CUT niedrigen Leibhöhe, ausgestelltes Bein
· BOOT LEG großzügiger Bein- und Fußweite
· COMFORT FIT bequem, lässig
· HIPSTER niedriger Bund
· KAROTTE weiter Gesäßbereich, keilförmig zulaufend
· LOOSE FIT großzügig geschnitten
· RÖHRE sehr enganliegend, körperbetont
· SLIM FIT eng figurbetont
· STRAIGHT FIT gerader Beinverlauf
· TIGHT FIT eng und straff
· DESTROYED große, viele Risse
· HALF DESTROYED einige Risse
· STONEWASHED teilentfärbt
· HIGH WAIST hoher Schnitt, hüfteng, lockere Beine
· USED gebrauchte Optik

   Das ist nur ein Teil der Passformen. Unter diesen Formen sind manche, die die Figur des Trägers mehr betont, oder sie nur erahnen lässt. So viele Formen in den Läden auch zu kaufen sind, im Augenblick geht der Trend beim Blick auf der Straße in Richtung figurbetonte Jeans. In der Gunst der Frauen ganz weit vorn liegt die Form Slim Fit.

   Auch im Punkte Farben werden viele verschiedene angeboten. Die Mehrzahl der verkauften Jeans sind laut Statistik die Bluejeans, doch eine Vielfalt an andersfarbigen wird zunehmend gern getragen. Nach blau folgt die Farbe schwarz, danach mit Abstand die Farben grün, weiß, ocker, rot, braun. Für die Fotografie eines schönen Hinterns eignen sich die helleren Farben besser, wenn die Figur des Trägers oder der Trägerin erkannt werden soll. Möchte ein Mensch figürlich gerne etwas kaschieren, so wurde ihm schon immer die Farbe Schwarz empfohlen. Bei der Jeans, wenn sie überhaupt figurbetont getragen werden soll, ist es ebenfalls die Farbe Schwarz, die von der Figur des Trägers mehr erahnen lässt, als es zu sehen. Aber auch das hat seinen Reiz, denn nicht immer ist alles Offensichtliche das Attraktivste.

   Das ich für die Betonung der Form des Po’s die Straight fit Jeans als die geeignetste Jeans ansehe, das habe ich schon geschrieben. Durch die Betonung des Gesäßes und der Oberschenkel wird die Figur sehr schön hervorgehoben, und der lockere Verlauf übergehend zu den Waden unterstreicht die vorhandene Symmetrie einer wohlproportionierten Figur. Gerade diese Symmetrie zeichnet in besonderer Weise für die von uns hoch bewertete Attraktivität verantwortlich. Dass weitestgehend Konsens über ein Maß an Attraktivität bei Betrachtern besteht, habe ich an anderer Stelle hinlänglich beschrieben.

   Somit kann mit Auswahl der Jeans bewusst der Grad seiner eigenen Attraktivität beeinflusst werden. Mit der eng anliegenden Jeans stelle ich gewissermaßen meine figürlichen Formen zur Schau. Obwohl es nicht immer ästhetisch zu sein scheint, wenn diese eng anliegende Form getragen wird, so obliegt es doch immer dem Träger und der Trägerin seine Körperformen so zu betonen, wir er oder sie es möchte, wie sie sich wohl fühlen und wie sie gesehen werden wollen.

   Schön wäre es im Zuge dieser Überlegung, wenn eine Person zur Beratung stünde, die die richtigen Hinweise auf die Passform gäbe, und auch in Sachen Wunsch nach Attraktivität auf sein gegenüber eingestellt sein würde. Viele Menschen entbehren leider einen solch ehrlichen und vor allem erfahrenen Berater. Warum sonst tragen viele Menschen Kleidung, die ihnen unvorteilhaft zu Gesicht steht, obwohl sie es sich anders wünschen, wie die Mehrzahl aller Menschen es sich wünschen.

Ausweg Schönheit? (59)

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„Another Day – Another Way“ oder wie es Konrad Adenauer mal sagte: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern…“
„Auf die inneren Werte kommt es an!“ Soooo So.

   Nur die Schönheit wird gerne gesehen. Wer sieht gerne in Durchschnittsgesichter? Was sind „Durchschnittsgesichter? Bei einem Partner-Findungs-Versuch eines Forscherteams unter Mitwirkung von 1200 Studenten blieb kein(e) einzige(r) ohne ein „Kennenlernen-Wollen-Kärtchen“ nach Sichtung von je nur zwei Fotos jedes möglichen Date-Partners. Im Volksmund hieß es früher so: „Jedem Topf sein Deckelchen.“ Doch ein anderer Versuch zeigte ein Ergebnis mit anderer Aussage.

   Identische Bewerbungen wurden zugrunde gelegt. Mit dem selben Gesicht wurde einmal mit jeweils hübscher wirkenden Manipulationen und eher unterdurchschnittlich wirkenden Manipulationen Schindluder getrieben. Diese Unterlagen wurden an eine hohe Zahl von Personalentscheidern zur Bewertung ausgegeben. Das Ergebnis war wie erwartet. Den scheinbar attraktiveren Bewerbern wurden durchweg bessere Qualifikationen attestiert. Wohlgemerkt, es waren identische Unterlagen mit nur anderen Fotos!

   Nix mit inneren Werten. Und wir? Wir sind alle ganz anders! Ich fürchte, dass dem nicht so ist. Beispiele? Gerne.

♡ Wir Männer gehen gerne in die Bäckerei mit der Backereifachverkauferin, die jeden Morgen ein so liebreizendes Lächeln an den Tag legt.
♡ Wir Männer sind viel lieber im Bistro am Brunnen, in dem die Bedienung mit der tollen Figur uns unseren Latte Macchiato serviert.
♡ Wir Männer sehen uns im Fernsehen doch nur deshalb das Beachvolleyball – Spiel an, weil die Sportlerinnen dazu genötigt werden, äußerst figurbetonte Kleidung zu tragen.
♡ Frauen sehen viel lieber den gut gebauten Bademeister, als einen, der gerne mal ein Bierchen seinem Bauche zuführt.
♡ Frauen gehen lieber in die Bar, in der der adonishafte Schönling die Cocktails mixt.(aus Gastronomie heute)
♡ …

   Diese Liste ist noch viel weiter zu vervollständigen, wir können jeder ein paar weitere Beispiele finden. Aussehen, besonders gutes Aussehen wird weiterhin offensichtlich unter Wert gehandelt, inoffizieller Tenor ist mit der heimlichen Verpflichtung zur stetig zu steigernden Attraktivität das genaue Gegenteil. Ich selbst gehe, wie vorher schon mehrfach erwähnt, ebenso lieber dahin, wo es nicht nur schöner ist, sondern auch lieber dahin, wo die schöneren Menschen sind. So wie ich attraktive Menschen lieber sehe. Ich meine, dass es bei der Mehrzahl der Menschen ähnlich ist. Daher die Erfolge der schönen Schauspieler(innen) und Sänger(innen).

   Somit ist die Diagnose eindeutig. Und die Therapie? Sollen die Männer auch in diesen Schönheitskult geführt werden. Die Kosmetikindustrie mit ihrem zweistelligen Milliarden-Gewinn sähe dies gewiss gerne. Mit Haarfärbemitteln extra für den Mann, bei dem außer der Verpackung die Handschuhgröße der einzige Unterschied zum Frauenhaarcolorant ist. Wäre es nicht sinnvoller, man führte eine Kampagne der Aufklärung, um der Frau durch Einsicht und vor allem männliche Unterstützung den Rücken dahingehend zu stärken, das das Leben für die moderne Frau im 21. Jahrhundert nicht mehr zu einem Spießrutenlauf durch Schönheitsparcours mannigfaltiger Ausartungen führen muss. Ich finde ja.

   Wer jetzt moniert, ich trüge mit meiner Art der hier ausgestellten Fotografie eher zum Gegenteil bei, dem sei folgendes gesagt: Meine Modelle sind ganz sicher nicht dick oder gar fett. Darauf kommt es auch gar nicht an, meine ich. Sie sind eher normalgewichtig, damit meine ich, weit weg von den gültigen Bodymaß-Indizes der Modelbranche. Natürlich sind es in meinen Augen wohlgeformte Körper mit harmonischer Linienführung. Doch derer gibt es viel mehr, als manchmal angenommen wird, dabei schließe ich nicht nur vom Aussehen des Gesichtes auf die Herkunft des wohlgeformten Körpers, der oft NICHT durch endlos wiederholte Fitnesstorturen oder schlimmeres erarbeitet wurde. Das versicherten mir die Modelle glaubhaft.

   Wenn jetzt der neueste Trend beim Manne schon das operative Einpflanzen von Barthaaren ist, so sehe ich das mit Sorge um die Menschen.

Motivfinder (50)

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Auf der Suche nach dem Motiv

Fotografierend durch die Welt gehen, nach links und nach rechts schauend, abseits der ausgetretenen Pfade, immer neue Motive vor den Augen. Die Kamera tief hängend wie einst die Westernhelden ihre Colts, immer bereit für das nächste Duell zwischen der Technik, dem Fotografen und dem Motiv. Kaum Augen für die restliche Umwelt schleichend auf der Hatz nach dem nächsten Job, das Licht immer im Auge und den Stand der Sonne stets im Hinterkopf. Vorbereitet sein auf die nächste Szene, das Haus, die Türe, das Tier, den Berg, den Menschen oder die Blume. Im Geiste die Ausrüstung durchgehend, wissend um die lichtstarken Wechselobjektive und grauen Filter in der entsprechenden Tasche griffbereit für den Fall aller Fälle.

Dann ist er da, der Wimpernschlag des Augenblickes, der Moment des neuesten, ultimativen Schnappschusses, unsere Spannung ist durch eine Ausschüttung puren Adrenalins auf dem Höhepunkt angekommen und drückt sich aus in einer Ruhe, die selbst einen Stoiker hektisch aufblicken ließe, wir zielen mit der Kamera wie der sprungbereite Hauskater vor der mit Kaninchenfell bezogenen Quitschemaus auf das Motiv, wie in Beton gegossen eins geworden mit der Kamera, alle Einstellungen wie im Schlaf beherrschend den Bildauschnitt wie in weiser Voraussicht bewußt erkennend drücken wir auf den Auslöser.

Wie er so ist, der „Homo fotograficus“, die Wirklichkeit mit seinem Blick einfrierend, das „Hier und Jetzt“ durchdringend mit der analytischen Gewandtheit des Lichtbildners die Szenerie vorauszuahnen und die Geschichte schon in dem Moment geschrieben, noch ehe sie entstand.

Moralia 2 {Das eigene Wesen Mensch} (32)

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Hier möchte ich anschließen an den Artikel „Moralia ( Die Einführung )„. Der Mensch als Zentrum seiner Gefühls- und Gedankenwelt – unsere Schaltzentrale und wie sie aufgebaut worden ist.

Es geht weiterhin um die Moral, diese hohe Instanz in unseren Köpfen. Wenn wir sie erkannt haben, wenn wir wissen, wer sie ist, und wenn wir es geschafft haben, ihre Entstehung in uns nachzuvollziehen, dann sind wir in der Lage, diese in Frage zu stellen.

Wir können die eigene Moral mit unseren Ideen und Wertvorstellungen in Bezug setzen. Danach ist es uns möglich, sie mit denen der Gemeinschaft abzugleichen, der Gemeinschaft, von der wir uns als ein Teil verstehen. Ich sehe uns dabei keineswegs als ein Produkt dieser Gemeinschaft, sondern viel mehr als ein Multiplikator. Durch unser Handeln – ursprünglich schon durch unsere schiere Existenz – prägen wir die Gesellschaft, in der wir wirken. Nicht umhin kommen wir bei unserem Beitrag zur Gemeinschaft auszudrücken, was wir denken: unseren eigenen, persönlichen Standpunkt zu vertreten!

Das geschieht durch Kommunikation auf verschiedenste Weise. Und wer jetzt denkt, er müsse ja nicht sagen, was er denkt, der täuscht sich gewaltig: Auch oder gerade durch „Nichthandeln“ oder „Nichtsagen“ drücken wir aus, welch Geistes Kind wir sind! Zwar bemerken es unsere Zeitgenossen nicht immer sofort, doch in der Summe charakterisiert sich der Einzelne sehr wohl, folglich auch dessen Gesellschaft. Unsere Position sollten wir natürlich kennen und danach den Mut haben, sie auszudrücken. MUT? Ja, Mut meine ich, denn es ist nicht leicht, sich zu positionieren, spielen doch mehrere externe Einflüsse sowie persönliche Faktoren eine Rolle:

1.  Ich sollte mich selbst gefunden haben. Ist dies nicht der Fall, so weiß ich nicht, von wo oder gar wem aus ich hier etwas reflektiere.

2. Ich sollte genügend Informationen über die Fragestellung gesammelt haben. Wenn ich durch Halbwissen wesentliche Inhalte nicht einbringen kann, so habe ich auf einer Seite des Hauses das Fundament nicht gesetzt und das Haus hält nicht mal einer Böe stand.

3. Ich sollte mich mit den Gedanken auseinander gesetzt haben. Habe ich nicht einmal das Für und Wider beleuchtet, so verblendet mein Fokus die Gesamtansicht und ich erliege einem Tunnelblick. Durch die Sichtweise von einem anderen oder mehreren weiteren Standpunkten aus erscheint mancher Gedanke plötzlich in einem gänzlich anderen Licht. Der berühmte Schritt zurück sei hier genannt, der den Wald vor lauter Bäumen enttarnt.

4. Ich sollte nach der Entstehungsgeschichte fragen. Warum ist es dazu gekommen? Welche Umstände oder welche Begleitumstände haben zu einem Zustand geführt. „Wer die Vergangenheit versteht, braucht die Zukunft nicht zu fürchten.“ Diesen Satz las ich als Kind in einem meiner Geschichtsbücher und er bewahrheitete sich durchaus. Heißt er doch übersetzt so etwas wie: “ Das habe ich schon mal gesehen, das könnte daher kommen, dass …“ Nicht das Schubladendenken propagiere ich damit, ich meine, es hilft mir zu wissen, dass Feuer heiß ist und zerstören kann, daher zünde ich keine trockene Wiese (mehr) an. Weiter übersetzt meine ich damit, dass ich in einer fruchtbaren Diskussion einen Menschen beispielsweise nicht persönlich untergrabe! („Du hast doch noch nicht ….“)

5. Ich sollte sagen, was ich denke und es begründen können. Auch ein Grund kann gemeinsam beleuchtet werden und vielleicht sogar als Trugschluss überführt werden oder überzeugen.

6. Ich soll mich trauen, etwas zu sagen. Es ist nicht immer leicht, etwas in der Gesellschaft zu verändern, oder auch einen Beitrag zu leisten, der gehört wird, gesehen oder erlebt wird. Mit im Strom zu schwimmen, das Fähnchen im Wind zu leben, trägt nicht dazu bei, die Gemeinschaft zu verändern, zu ihr etwas Wertvolles beizutragen. Dein Ruf in der Masse der „JAWOLLS“ ist dem Untergang geweiht, dem Untergang der Individualität, die von allen Seiten des Lebens mit den Waffen der Konformität torpediert wird. Ich meine, Veränderung führt meist zu positivem Fortschritt. Nicht, dass alles Althergebrachte falsch ist!  Durch die Tatsache, dass das Leben ein Fluss ist, und wir eine Zeitspanne zu Gast auf der Erde sind, finden wir immer neue Ufer. Diese gilt es neu zu erforschen, mit den Erfahrungen der Altvorderen und den eigenen zu verbinden.

7. Manchmal kommt es darauf an, ein Fels in der Brandung zu sein. In der Beziehung zu a. sich selbst; b. dem Partner gegenüber; c. der Gesellschaft gegenüber. Sei Du selbst, sage es, handle so, verweigere, was widerstrebt. Standhaftigkeit mit Offenheit sind im Punkto Moral keine Widersprüche in sich.


Mit dem Mut des eigenen Wesens kann ich folgerichtig die Moral in Frage stellen. Bezogen auf mein Hauptthema, für das ich hier etwas weiter ausgeholt habe und dies auch sicher noch des Öfteren tun werde, möchte ich zur vorhandenen Moral plakativ vermerken, dass ich diese scheinheilige Moral in dieser Gesellschaft, in der ich mich momentan aufhalte, in Bezug auf z.B. den Hintern nicht für wahrhaftig halte. (Wie in Bezug auf viele andere Themen auch!)

Zur Begründung:
Der Hintern ist und bleibt ein vielbeachtetes Körperteil. Dessen Anziehungskraft beim „anderen“ Geschlecht ist ungebrochen hoch. Die (heimliche) Suche im Internet, die von den Betreibern der Suchmaschinen ausgewertet nicht mehr allzuheimlich zu sein scheint, spricht eine mehr als eindeutige Sprache. Spreche ich mit verschiedenen Menschen über das Thema im weitesten Sinne, so spricht die Mehrzahl frei über die eigene Affinität zum Hintern des Partners oder schöner Hintern anderer Menschen.

Ich stelle hier bewußt die Frage nach der Herkunft dieser Tabus. Auf der Suche nach einer Erklärung werde ich in weiteren Beiträgen meine Erkenntnisse notieren. Die Scheinheiligkeit der Gesellschaft ist hinlänglich beschrieben worden. Eine kleines Beispiel dafür wäre der Umgang mit dem Maler Egon Schiele: 1912 wurde er wegen „Verbreitung unsittlicher Zeichnungen“ zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Bei Versteigerungen heutzutage bezahlen die Menschen für seine Werke Millionenbeträge.

Suche ich nach den Wurzeln dieses Übels, werde ich an vielen Orten fündig. Die Kirche scheint einer davon zu sein, die Vereine ein zweiter, die Medien ein dritter – die Reihenfolge steht hier ohne Wertung. Ich beabsichtige sie zu beschreiben, zwar noch nicht hier und jetzt, aber gemach, Freunde, es folgt alles zu einem späteren Zeitpunkt. 🙂

 

Der Jeanspo ( 26 )

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Neulich schlenderte ich durch die Koblenzer Innenstadt. Es war ein sonniger Vormittag, ich hatte etwas Zeit bis zu einem Termin, so beschloss ich, mir das neue Einkaufsgebäude am Zentralplatz anzusehen. Ich hatte meine Kamera dabei, aber nicht erwartet, ein paar Streetfotos machen zu können. So kam es am Ende dann auch, es sollte nicht der Tag für gelungene Bilder sein. So ging ich mich ein wenig umsehen, beobachtete und verweilte im Nichtstun. In besagtem Einkaufszentrum findet man eine ungemein hohe Dichte an Klamottenläden. Ich sah mir also die Menschen an, die durch die steril anmutenden, neuen Gänge schritten und sah mir auch die Hosen an, sowie das, was sie ausfüllte. Und dabei wurde mir einiges erneut bewußt. Ich meine noch immer, dass das männliche Geschlecht sich erheblich weniger um die eigene Rückansicht bemüht, als es das Weibliche tut. Ich verstehe gerade bei einigen jüngeren Männern nicht den Sinn einer Hose, deren Schritt bis deutlich unter die Kniekehle geht! Aber was muss ich als „Alter“ da auch verstehen? Während unserer Jugend hätten wir uns eher umgebracht, als derart angezogen anderswo, als im eigenen, mehrfach gesicherten Kellerverlies zu verweilen.

Ich meine, diese Jungen sind schon über die pubertierende Phase hinaus, zeigen ein leichtes Adoleszenzverhalten, während aber diese schlacksige Haltung und Bewegung auf ein typisches Pubertätsgehabe hinweist. Diese Hosenform – ich tue mich schwer bei dieser Hose das Wort „Form“ in den Kontext zu bringen- untermalt geradezu dieses Verhalten auf eindrucksvolle Weise.

Bei den Frauen und Mädchen ist dies nicht zu beobachten. Diese kleiden sich so, dass man annehmen könnte, sie würden am Morgen schon mal die rückwärtige Ansicht begutachten.

Was ich bei den Frauen nur sehr schade finde ist der Stellenwert der modischen Tendenzen – natürlich gerade in diesem einen Fall, 😉 – bzw. die Verfolgung derselben. Die in Mode gekommene Jeans mit tiefer angesetzten Gesäßtaschen hatte ich zwar schon erwähnt, ich möchte es hier aber nochmals tun, weil ich während meiner Pause in einem Straßencafé nochmals aufmerksam auf diesen FAUX PAS der Darstellung des schönen Popos geworden bin.

Ein junges Mädchen von vielleicht 20 Jahren brachte mich zu dieser neuerlichen Überlegung: sie trug eine solche Jeans mit tief sitzenden Gesäßtaschen, hatte eine für meinen Geschmack tolle Figur und einen wirklich wohlgeformten Hintern. Doch diese Jeans verdeckte geradezu die tolle Form des schönen Popos. Die Hose war schon eng anliegend, was zu einer Betonung des Hinterns führte, doch wenn ich mit den Augen der Linie der Poform folgte, so verlor sie sich an der Stelle der Taschen vollständig im Chaos. Ich nehme weiterhin an, dass es den Menschen manchmal nicht bewußt ist, welche Wirkung diese Art Hosen auf die Optik der Figur hat oder die Optik spielt eine geringere Rolle als das Wohlfühlen. Auf Nachfrage erhielt ich bisher jedoch meist die Bestätigung, dass die Trägerin auch von hinten eine gute, ansehnliche Figur machen möchte!

Die Linie wird m.E. durch diese Anordnung der Gesäßtaschen arg gestört, diese Störung verdeckt geradezu die Form des Hinterns in der Jeans. Wie ein Fremdkörper mutet diese Jeans an, als würde sie vielleicht nur noch nicht ganz angezogen, bzw. hochgezogen sein. Wenn ich die Zeilen gerade nochmals selbst überfliege, so entsteht bei mir der Eindruck, als drehe sich hier „Alles“ nur um die Form und die Linie. Es ist natürlich mehr als das, denn wie ich schon weiter oben beschrieben habe, ist es das Zusammenspiel von Form und Formen, von Größenverhältnissen und Größen, von Farben und Lichtern. UND MEHR!

Was dann noch geschah, als ich im gemütlichen Straßencafé in der sonnigen Altstadt bei einer dunklen Schokolade mit Ingwerstückchen saß: Wie schon oft bei der Ablichtung einer Form ist es wieder mal passiert. Ich dachte, welch tolle Ansicht die Figur der Vorrüberschreitenden doch hat und ich fotografierte sie. Später, bei der Sichtung der Fotos aber fand ich das gleiche Bild nicht wieder! Ich fragte mich, ob ich mich denn so täuschen konnte. Doch weit gefehlt. Es lag in diesem Fall einzig und allein an der anmutigen Bewegung. Die Statik des Fotos konnte bei weitem nicht die fantastische Dynamik der Körperbewegungen wiedergeben, welche die außerordentliche Attraktivität erst hervorbrachte. Nur durch die Motion wurde die Figur und das Aussehen, die Schönheit und die Harmonie des Körpers, des Menschen hervorgebracht. So gibt es Momente, einer von vielen, in denen die Fotografie ihre Unzulänglichkeit offenbart und erst das bewegte Bild in seiner Natürlichkeit die Botschaft transportiert. Das aber ist Thema eines weiteren, spannenden Artikels.

Po – Formen ( 18 )

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Der Apfel     –     Die Birne    –   Die Tomate   –   Der Pfirsich   –   Die Kartoffel

   Alles Obst und Gemüse. Nicht doch! Diese Bezeichnungen kursieren als Synonyme für die Beschreibung der Form eines Hinterns umher. Für den Apfel – Popo als Beispiel wird die Sängerin Kylie Minogue genannt, für den birnenförmigen Popo Jennifer Lopez und für den Popo mit der Form eines Pfirsichs Pippa Middelton.

    Kann sich jetzt jeder etwas vorstellen? Ich bin mir da nicht so sicher. Wenn ich die Formen betrachte, so ist natürlich richtig, dass ich neben diesen Formen unzählige Zwischenformen finde. Bei der Betrachtung meiner Fotos komme ich zum Ergebnis, dass ich wohl zur Form des Pfirsichs eine besondere Affinität habe.

   Wie aber ist der Hintern im Sinne der Formen zu betrachten? Kann ich jeden Hintern in eine der „Schubladen“ packen? Den einen Hintern mehr in die eine Richtung tendierend, der andere mehr dorthin und der nächste so als Zwischending? Ich befasse mich in diesem Blog mit dem wohlproportionierten Hintern, also dem in meinen Augen schönen Popo.

   Dazu möchte ich in meiner Auseinandersetzung mit dem Thema den Versuch wagen, so etwas wie eine kleine Landkarte dazu zu erstellen – dazu meine Bilder präsentieren. Und ich möchte in diesem Teil des Blogs auch den Menschen fragen, was sie/er zu den Formen sagt. Spielt die Frage nach der Form für sie überhaupt eine Rolle? Steht bei der Betrachtung des eigenen Hinterns nicht eher die Frage nach der Größe allgemein im Vordergrund? Eine Rolle scheint der schöne Popo zu spielen bei der Frage nach der Hose. Hier nimmt er noch vor den Beinen eine wichtige Stellung ein. „Wie sieht mein Popo in der Hose aus? Oder war die Hose vorhin doch schöner?“ „in wie weit formt die Hose meinen Hintern und nicht umgekehrt?“

   Eine Freundin arbeitete in einem Bekleidungsgeschäft, in dem es eine Abteilung für Hosen gibt und dort beriet sie über einige Monate hinweg die weiblichen und männlichen Kundinnen und Kunden. Ich konnte sie befragen, welche Erfahrungen sie bei der Wahl der Menschen nach ihrer Hose machte und welche Bedeutung die Passform der Hose hatte. Vereinfacht ausgedrückt komme ich mir ihr zum Fazit, dass die Mehrheit der Menschen hauptsächlich Wert auf eine nicht zu groß wirkende Optik des Hinterns legten. Eine Vielzahl der Kundinnen in der Abteilung Jeans war an engen Jeans interessiert ( 2004) , die die Form ihres Popos hervorheben würden. Bis eine Hose gefunden wurde, die nach Ansicht der Kundin zur Form ihres Popos passte, verging schon mal eine Stunde und mehr. Der Blick in den Spiegel mit der jeweiligen Hose fiel fast immer nur kurz auf die Frontalansicht, viel länger und intensiver wurde nach Aussage meiner Freundin die Rückansicht überprüft! Kann ich dabei herausfinden, welchen Einfluss die Poform bei der Wahl der Hose hat? In einschlägigen Foren werden Tipps zur Form der Hose gegeben, die sich nach der Poform richten. Die Röhrenjeans lieber für die Pfirsischform oder Tomatenform, bei der Birnenform einen nicht so hohen Bund wählen, weil der die Größe zu stark betonen würde. Worum geht es bei der Darstellung der eigenen Hinternform?

    Der Mensch möchte schön aussehen. Das setze ich als gegebene Maxime voraus. Und die Form des Hinterns soll bei den meisten Menschen ebenfalls schön aussehen. Außer sie gehören zu den „Hinternversteckern“. Wissen die Menschen von der Form ihres Hinterns? Wissen sie, wie sie von hinten aussehen? Ein Versuch einer Gruppe von Attraktivitätsforschern nahm sich dieses Themas an. Personen wurden in ihrer Rückansicht fotografiert und sollten anschließend ihren Popo unter mehreren Popos erkennen. Das Ergebnis war für alle überraschend, denn viele erkannten ihren Po nicht auf Anhieb.

   Wie ist es also mit der Form und der Erkenntnis bei den Menschen und wie reagieren sie darauf? Nicht jeder hat die Möglichkeit einen Berater zu befragen. Leider! Ist die Form dem Menschen bewußt, kann er/sie für den eigenen Hintern die „schönste“ Hose aussuchen. Bei meinen Eindrücken aus dem Straßencafe heraus stelle ich fest, dass vielen die Form nicht so recht bewußt ist oder, was auch oft der Fall zu sein scheint, es ist dem Menschen vielleicht nicht so wichtig ist. Ob es wichtig ist oder nicht, das wäre in einer empirischen Umfrage zu eruieren. Warum wäre die Ansicht des eigenen Hinterns anders zu werten, als die anderer Körperregionen? Was würde für einen Unterschied hinsichtlich der Wertung sprechen? Die Beschreibung der Formen des schönen Popos kann ich anhand meiner Bilder am leichtesten beschreiben. Dazu beim nächsten mal mehr.

   Im Bewußtsein der Menschen bleibt das Aussehen des eigenen Hinterns sehrwohl. Nur die Optik, weil sie dem eigenen Gesicht abgewandt ist, lässt Zweifel darüber aufkommen, ob es für den Menschen viel bedeutet. Wird die Hose – vermutlich zuhause – noch mal begutachtet, wenn überhaupt, so macht sich unterwegs kaum einer noch Gedanken über die Passform und das momentane Aussehen seines Hinterns bis auf gelegentliches Emporziehen des Beinkleides. Wie denn auch, es sind andere Dinge natürlich wichtiger. Fast niemand läuft durch die Stadt und denkt über die Form des eigenen Popos nach, auch ist es schon technisch nicht so einfach, geeignete Spiegel zu finden und sich dann auch noch “ Uhu-Like“ umzusehen. Was sollten die Passanten da nur denken? Wir haben manchmal eine Art „Passgefühl“, das uns verrät, wie wir uns in der Hose fühlen, wie sie sitzt, sagte eine Freundin. „Wir kennen sie und wissen um den Sitz des Beinkleides, gehen so beruhigt in die Welt hinaus.“ Manch einem geht dieses Gefühl ab. (Nicht berücksichtige ich wiederum die Menschen, denen das Aussehen des eigenen Hinterns gleichgültig ist, wie oben erwähnt.)

   Für die Frau ist es meistens wichtiger, wie sie von hinten aussieht, als für den Mann. Weil die Frau erfahrungsgemäß Wert auf ihr Äußeres legt, ist sie für mich immer wieder schön anzusehen, dabei spielt die Form des Pos eine eher untergeordnete Rolle. Eine größere Rolle spielt die Passform der Hose und dabei entsteht der Widerspruch in Punkto Form: Was ist maßgeblich für eine Form? Hose oder Hintern. Auch hier in den Kommentaren bestätigte ein Leser die landläufige Meinung, dass in der richtigen Jeans jeder Po toll aussähe. Dem kann ich nur bedingt zustimmen. Ich meine, eine Jeans kann durch einen bestimmten Schnitt der Figur des Trägers eine „Form“ geben, doch die Struktur des Knochenbaus bleibt erhalten, so dass damit die Grenzen der Formbarkeit aufgezeigt sind. Selbst die Muskulatur des Gesäß´ ist von erheblichem Einfluss auf das Erscheinungsbild des Trägers. Ein Mangel an Bewegung lässt deutlich weniger straffe Formen auch in der Jeans erkennen! ( Wie gesagt, ich möchte es immer wieder betonen: Es geht hier erst mal nur um die reine Äußerlichkeit, die Seele des Menschen bleibt von dieser Betrachtung unberührt!)

Wie ich vorher bemerkte, genießen es viele Frauen, wenn sie den ein oder anderen Blick der Männer auf sich ziehen oder gar ein freundliches, anerkennendes Lächeln erhalten. Die Form des eigenen Popos ist den meisten Frauen ebenso wichtig, wie die Optik allgemein. Deshalb entwickelten die Hosenhersteller die „Push-Up Hose“ für den schönen Hintern. Außerdem sind vielfältige Fittnessübungen für den straffen Popo in Mode, das aber schon immer. (Mehr noch die jüngeren) Frauen tragen gerne enge Jeans. So ist die Form des Pos gut zu erkennen. Ich gehe davon aus, dass es so gewollt ist, wäre es nicht ein Leichtes, den Po zu verhüllen. Die Form des Hinterns hat bei dieser Zurschaustellung, die ja die meisten Männer sehr anziehend finden, nichts damit zu tun, denn gleich welcher Form, wir sehen in der Öffentlichkeit alle Formen. Der Mensch „hinter dem Hintern“ ist nun mal so geformt, wie er ist und der Mensch zeigt, was er hat: Er tut dies gerne, und es gibt genug Menschen, denen der Hintern so gefällt, wie er ist. Es wäre müßig zu erforschen, welche Form unter den Pos die beliebteste Form ist. Die Aussage würde möglicherweise den einen oder anderen Hintern favorisieren. Dass der etwas dickere Hintern der beliebtere ist, das haben Wissenschaftler bereits eruiert. Es sagt jedoch nur wenig über die Form aus. Die Gewinnerin des Po-Contest in 12/2012 in Brasilien hat beispielsweise einen eher fülligen Hintern.

   Vielleicht denkt der ein oder andere Leser, dass die Form des Hinterns Rückschlüsse auf das Wesen des Menschen zulässt. So gab es (oder gibt) in den 1970er Jahren die Volksweisheit, dass ein straffer aufrecht geformter Po auf ein schnippisches Wesen hinweist. Über wissenschaftliche Verifizierungen diesbezüglich ist mir aber nichts bekannt. Dazu wird möglicherweise jeder seine eigene Ansicht haben. Die Vorliebe für die Form ist also eine Geschmackssache, wie für andere Vorlieben auch. Sind lange Haare schöner oder kurze Haare?
Unterliegen also die Formen des Hintern auch einer Mode! Im Laufe der Zeit wechselten die Idealformen immer wieder. Adäquat zu der Größe des Pos waren mal der kleine, tomatenförmige Po „in“, mal der breitere, birnenförmige Po. Allein in unserer Zeit gibt es Liebhaber für die Form des Pos wie der von Shakira, genauso aber gibt es Liebhaber von Pos mir der Form wie der von Kate Moss ( bischen Gimp?!). Die Formen stehen nur als Beispiel für die Vielfalt der Po-Formen, die so zahlreich, wie es Menschen gibt, sind. Glücklicherweise! Und selbst dann spielt sich das ab, was bei uns allen der Fall sein wird: Im Laufe unseres Lebens können wir glatt vom Pfirsich zur Tomate werden …   😉  UND BLEIBEN DOCH GELIEBT!

Die Bedeutung der Jeans ( 9 )

jeans hintern flo Mies-Vandenbergh-Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

Über die Jeans als Kultobjekt ist schon sehr viel gesagt und geschrieben worden. Da ich in diesem Blog Bilder von Jeans zeige, bietet es sich an, auch dieses Objekt kurz zu beschreiben! 

In Wiki® ist zu lesen: „jeans [dʒiːnz] (Pl., auch Sg.; in österr. Jean) die; -, → engl. jeans, Pl. von: jean = geköperter Baumwollstoff; (dt. selten Nietenhose, in der DDR Niethose) sind Hosen, die gewöhnlich aus einem robusten, blauen köperbindigen Baumwollstoff, dem Denim, hergestellt werden“.[1]

    Es ist eine Hose. Als sie um 1873 in den USA zum ersten Male patentiert wurde, konnte noch niemand ahnen, welche Bedeutung sie einst haben würde. In den 1960er Jahren hatte sie den Durchbruch in Deutschland. Ich selbst habe sie in den 1970er Jahren gerne getragen. Doch nicht alle Marken, denn je nach Marke saßen sie mehr oder eben auch weniger gut. Bei der Entwicklung seit den 1970er Jahren erfuhr die Passform einige mehr oder weniger heftige Wechsel. Von der Röhrenjeans ausgehend kamen die Karottenjeans, die Jeans mit weitem Schlag oder die Baggy-Jeans in die Mode. Doch zur Jahrtausendwende kam die Röhrenjeans wieder auf den Markt. Die Hose saß auf den Hüften und lag am Oberschenkel eng an, meist auch am Hintern, was an der Form des Selbigen wie am Schnitt lag. Heute sind fast alle Formen und Schnitte erhältlich, sie werden durch Bleichen entfärbt, mit Flicken  versehen, mit Löchern künstlich gealtert und vieles mehr. Sie kommen mit hautengen Beinpartien, die nur mit Reisverschluss anzuziehen sind, und haben einen sehr tief sitzenden Schnitt, der gerade über die Hüfte geht.

  Im Zuge dieses Blogs stellt sich mir folgende Frage: Welche Bedeutung hat die Jeans für die Fotografie? Und für die Fotografie von Hintern? Durch den eng anliegenden Stoff auf der Haut wird die Form des Körpers gerade betont. Aber die Jeans „formt“ dabei den Körper noch viel weitergehend. Durch den Schnitt kann der Po betont werden, die Beine einer bestimnten Form und Struktur angeglichen werden und der Unterleib gänzlich gestylt und geformt werden. Das kann jedoch sowohl mit positiven wie mit negativen Auswirkungen belegt sein kann. Manche Jeans haben die Eigenschaft, die Pobacken etwas anzuheben, wodurch dem Hintern eine gewisse Jugendhaftigkeit verliehen wird (Stichwort „Knackarsch“). Ein anderes Mittel zur Veränderung des Poform ist das Tragen von hochhackigen Schuhen. Dies kann man sehr gut bei den Fotos von Helmut Newton nachvollziehen.

Diese Eigenschaft der Jeans unterstützt meiner Ansicht nach die Form des Hinterns im Positiven, für mich ist ein Hintern in einer Jeans manchmal sogar schöner noch, als im unbekleideten Zustand, wenngleich jener natürlich auch einen großen Reiz ausübt! In Wiki® heißt es: „Bezogen auf Frauen als Jeansträgerinnen wird in der Literatur eine „massive Körperbetonung“ durch Jeans mit „bis unters Knie sehr eng geschnittenem Bein“ und „hautengem Sitz am Po“ dokumentiert. Die den „Po betonenden und in der Taille eng und einschnürend sitzenden Jeans“ würden die weiblichen Körperformen nicht nur nachzeichnen, sondern sogar „konstruierte Frauenformen“ produzieren und damit eine dem Korsett ähnliche Funktion erfüllen.“[2]

  Nicht nur die Form ist von Bedeutung, auch die Farbe der Jeans sowie die Musterungen sind in der Fotografie bildbeeinflussend. Weil gerade in der SW-Fotografie die Kontraste wichtig sind, und es die Farben sind, welche die Kontraste bei den Bildern erzeugen, sind zu helle Farben der Jeans genau so wenig geeignet, wie zu dunkle Farben. Schwarz bildet hier die Ausnahme, denn der brechende Schatten in den Falten im Stoff und auf den Flächen der Pobacken geht im Bild dabei vollends verloren. Unterstützend kann ich dies in meinen Bildern darstellen.

   Was für die Fotografie der schönen Hintern in Jeans weiter von Wichtigkeit für mich darstellt, ist die Anordnung der Gesäßtaschen. Ich meine, dass tiefergesetzte Gesäßtaschen den noch so schönen Po meistens derartig verunstalten, dass keine Form, geschweige denn eine Harmonie oder die so wichtige Symmetrie zu erkennen ist. Daher sind für mich die Jeans mit den klassischen Applikationen und Gesäßtaschen sehr wichtig für die Fotografie von Hintern! Da ich meine Bilder in SW und mit Filtern bearbeitet ausstelle, sind die Kontraste von großer Wichtigkeit. Diese zeichnen besser in farbigen Jeans und besonders geeignet sind jene Jeans, die mit Bleichmittel an den Beinen etwas entfärbt wurden. Dadurch lässt sich die Form des Hinterns besonders gut heraus stellen und wiedergeben. Darum geht es hier im Blog im Punke Bilder schließlich.

Hintern im alten Orient ( 8 )

fest jeans hintern Mies-Vandenbergh-Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

   Die zugegebenermaßen nach heutigen Maßstäben unförmige Venus von Willendorf zeigt eine Figur, die mit nur annähernd menschlichen Proportionen gefertigt wurde. Dick im Sinne von „unförmig“ sind auch heute noch Menschen mit Stoffwechselstörungen, oder solche mit Essstörungen. Gibt es günstige und ungünstige Proportionen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?

 

   Dass es in der damaligen Epoche auch andere Darstellungen gab, das beweist uns die Höhlenmalerei vom Brandberg in Südwestafrika, genannt die „weiße Dame“. Bei ihr sind die Beine lang und der Hintern ausgeprägt, jedoch nicht übermäßig und ich finde, er geht schon in Richtung wohlgeformt. Unberücksichtigt soll hier vorerst die ethnologische Sicht der Menschen sein, denn in wie weit sich die Körperstatur des Menschen seit der nacheiszeitlichen Zeit veränderten, das möchte ich an anderer Stelle beschreiben. Mir geht es zuvorderst um das Aussehen des Hinterns in dieser Zeit.

   Im Bereich der Ostalpinen Hallstattkultur wurde in einem Grab ein bronzener Kesselwagen gefunden, der eine schlanke Frauengestalt in der Mitte zeigt. Diese Plastik zeigt eine Gruppe durchaus – wie nach heutigen Maßstäben – schlanker Menschen, die zwar nicht als Beweis für die Körperform des Menschen in der Eisenzeit dient, dennoch als idealisierte Darstellung gelten kann. Dies bedeutet, dass das Ideal schon in der Eisenzeit in dieser Region nicht in Richtung rundlich oder dick tendiert haben könnte. Selbst wenn diese Erkenntnis rein spekulativ ist, erkenne ich für mich wiederum genau jene Proportionen wieder, die in der heutigen Zeit idealisiert werden: Groß, schlank, lange Beine. Wenn wir heutzutage die Models betrachten, wären dies die Grundvoraussetzungen der Modeindustrie, um für diese als Model zu arbeiten. Dabei möchte ich das ohne Wertung erwähnen, denn nicht jeder empfindet ein sehr schlankes Model als schön. Auch über dieses Thema folgt eine Beitrag.

   Um wieder auf mein eigentliches Thema zurückzukommen, dem Hintern nämlich, so möchte ich noch ein sehr schönes Beispiel der Darstellung von Hintern in der Zeit des alten Orients benennen und beschreiben. Es handelt sich hier um die Stele des Naramsin. Das Relief zeigt den „Gottkönig“ Naramsin von Mesopotamien, wie er über ein Volk an der Ostgrenze Sumers obsiegt. Im Relief sieht man die Körper der Menschen von der Seite, dies aber in einer dergestalt wohlproportionierten Weise, dass diese Körper in der Gegenwart sicher als attraktiv empfunden werden würden. Die Linienführung der Rücken-Po-Beine Seite ist nach heutigen Maßstäben nahezu ideal. Hierzu könnte man gezielte Berechnungen anstellen, was sicher zu sehr interessanten Ergebnissen führen würde, doch der Blick darauf bestätigt beim Vergleich eines Bildes aus der Gegenwart die Identität.

   Somit zeigt sich, dass in den vergangenen Epochen unterschiedlichste Körperformen in der Kunst dargestellt wurden und sich daher nur schwer eine Tendenz zum epochenübergreifenden Schönheitsideal herausstellen läßt. Dass die Menschen jener Zeit in der Mehrzahl nicht die Proportionen der Venus von Willendorf besaßen, dürfte spätesten dann überzeugen, wenn man ihre Lebensgewohnheiten untersucht. Nomadenleben, harte tägliche Arbeit und Fluchtbereitschaft geben nur einige Hinweise auf die Behinderung wieder, welche diese Dimensionen bei ihrer Anwesenheit erzeugen würden. Entkäme die Venus von Willendorf einem Löwen nicht weniger schnell, als ein Mensch mit einem trainiertem Körper. Ein Feld zu bestellen und Beeren im Unterholz zu sammeln fiele einem ebenso mit einem sportlicherem Körper leichter. Dies alles sind nur vage Indizien und Schlüsse, beweisen in keinster Weise eine Richtigkeit und führen schon gar nicht zu einer Wertung.

Es sind interessante Spekulationen in einer Zeit, in der das Körperliche eine immer größere Bedeutung zu gewinnen, und das Menschliche darunter ziemlich zu leiden scheint. Unter der Prämisse, „Wer die Vergangenheit versteht, kann die Zukunft gestalten.“ bilden für mich derartige Untersuchungen einen Teil eines stabilen Fundaments, auf dem aktuelle Forschungsergebmisse unter verschiedensten Blickwinkeln sehr viel differenzierter betrachtet werden können. Absolut spannend! Meine ich!