Unschärfe oder „Der scharfe Hintern“ (35)

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Wie der Titel schon sagt, schreibe ich hier etwas über unscharfe Bilder. Ich meine damit Bilder, die in der 200% Auflösung des Monitors leichte Unschärfen aufweisen. Dazu stelle ich in Relation die Aufnahmen der alten Meister, die in Mannheim im Reiss-Engelhorn-Museum 2012 ( Die Geburtsstunde der Fotografie )zu bewundern waren.
Wie in vielen Büchern namhafter Fotografen nachzulesen ist, kann die Auflösung der (digitalen) Kamera nur ein zweit- oder drittrangiges Kriterium für die Herstellung einer aussagekräftigen und eindrucksvollen Aufnahme sein. Um das zu begreifen, habe ich trotz jahrelanger analoger Fotografie erst wieder viele digitale „Versuche“ starten müssen. Meine Auseinandersetzung mit der Hardware hat mich viele Fachgespräche mit Berufsfotografen und ebenso viele Recherchen im Internet gekostet. Hin von der Vielfalt aller angebotenen Technik bis zum eigentlichen Zubehör war es ein weiter Weg.

Ich wollte im Rahmen des Themas „Schönheit“ Hintern in Jeans fotografieren. Das war ein Punkt unter vielen. Ebenso unsere Familie für die fotografischen Jahrbücher, Bäume, Gärten, Landschaften und Portrait; auf den geliebten Städtetouren auch Architektur, dort gleichfalls Streetfotografie.

Dies war die Idee hinter meiner Planung. Bis ich jedoch verstand, auf welche Voraussetzungen es besonders ankommt, oder wie ich welche Ausrüstungsgegenstände dafür zusammenbringen sollte, hat es deutlich mehr Praxiserfahrung gebraucht, als ich anfangs zugegeben hätte. Ich dachte, es kann gar nicht so schwer sein, eine passable Ausrüstung in geraumer Zeit zustande zu bringen. Schließlich fotografierte ich doch schon seit 1978. Doch weit gefehlt. Nach der bisherigen Erfahrung hat sich für mich die Schärfeleistung der am Markt befindlichen Fotoapparate schnell relativiert. Die Bildaussage wird durch mehr Megapixel nicht griffiger. Die entscheidende Frage war am Ende für mich die allgemeingültig bekannte Hauptfrage: Was werde ich mit den Aufnahmen tun?

Ich kann sie sicher immer wieder bei einer 200% Vergrößerung an meinem 2550×1440 Monitor akribisch ansehen, dabei werde ich ebenso sicher viele Unschärfen, Moires oder chromatische Aberrationen entdecken, doch ist das der Sinn und Zweck? Meiner ist es nicht. Ich möchte bald meine Bilder in einer Ausstellung präsentieren, und dazu sind vielleicht gerade noch folgende Überlegungen für meine Ansprüche an die Auflösung zu bedenken:

1. Wie groß soll das größte Format sein, in dem ich eine Aufnahme präsentiere? – DinA3 oder DinA2 oder größer?

2. In wie weit bin ich zu Ausschnittvergrößerungen gezwungen, um ein Bild als Gesamtkomposition auszustellen? 80%, 50% oder weniger?

3. Welche Körnung ist gerade noch akzeptabel, damit sich die Kanten meines Motives vom Hintergrund abheben?

4. Mit welcher Objektiv-Lichtstärke und welcher ASA-Einstellung kann ich fotografieren, ohne dass ein Motiv dem Bildrauschen zum Opfer fällt?

Diese Fragen bringen mich aber keineswegs zu der Nachfrage nach den Megapixeln einer Kamera, sondern zur Frage nach der Sensorgröße. Da ich kein Berufsfotograf bin, fällt Mittelformat wie z.B. PhaseOne oder Hasselblad für mich aufgrund des Anschaffungspreises aus. Das nächstkleinere Sensorformat ist das Kleinbildformat. Das ist das für meine Zwecke mehr als ausreichende Format.

Über die Marke der Kamera kann jeder eine eigene Entscheidung finden. Ich meine, dass schon 12MP für die DinA2 Vergrößerung ausreichend sind. Ich fotografiere momentan mit Kleinbildformat, APS-C Format und hinunter bis MFT. Einen Ausdruck von DinA2 mit MFT scheint die Grenze zu sein, weil noch gut betrachtbar. Ich bin dennoch neugierig auf weitere Entwicklungen.

Ist also die Frage nach dem Body entschieden, folgt die nächste Frage nach dem Objektiv. Bei dieser Beantwortung bin ich schlussendlich zu der Erkenntnis gelangt, dass die Lichtstärke in der Streetfotografie viel mehr Spielraum bei der Bildgestaltung bietet, wenn ich einige Reserven habe. Eine f 1:1,8 / f 1:1,7 oder gar f 1:1,4 bietet diese notwendigen Reserven bei abnehmendem Licht, was ich auf der Straße immer wieder erlebt habe. Von da her ist für mich in der Streetfotografie die f1:2.8 zur Grenzlichtstärke geworden. In den anderen Bereichen der Fotografie hat sich auch die f1:4,0er Lichtstärke bewährt, selten die f1:5,6er als größte Blende.

Die Brennweite ist hier für mich von zweitrangigem Belang, ich muß mich nur mehr bewegen oder ein Zoomobjektiv benutzen. Auch das mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich selbst benutze gerne das 35er f1:1.8er für die APS-C (in KB 52,5mm) sowie das 20er f1:1,7 für MFT (in KB 40mm) und das 85er G für Kleinbild. Da nun alle diese Fragen grob angeschnitten wurden, kann ich mich wieder der Beschreibung der Beziehung der Schärfe zum Bildinhalt widmen. Wie ich anfangs schon beschrieben habe, war mein Eindruck und meine Bewunderung der o.g. Ausstellung enorm. Die Bilder wurden in verschiedenen Größen ausgestellt, die Grundlagen waren sehr verschieden, es wurden unterschiedliche Negativgrößen benutzt und Vergrößerungen davon hergestellt, die in ihrer Einzigartigkeit für mich von besonderem Wert und außerordentlicher Lehrkraft waren und sind.

Ich habe -für mich- festgestellt, dass ein bestimmter Grad der Körnung, der in der Sprache der digitalen Fotografie „Rauschen“ genannt wird, der Bildaussage bis zu einem gewissen Maße nicht entgegensteht. Diese Erkenntnis lege ich für meine Vorstellung von Schärfe zugrunde. Dadurch verschieben sich die Prioritäten besonders bei der Bildbetrachtung, denn es kommt mir auf die Gesamtaussage des Bildes an. Es geht in diesem Blog, was die Bilder betrifft, natürlich um die Fotos wohlgeformter Hintern. So kann ich mit einem leisen Schmunzeln über meine vielen vergeblichen Anstrengungen zur Findung der Kameraausrüstung mit der noch besseren Schärfeleistung und Abbildungsleistung sinnieren. Da es jedoch müßig wäre, meine Irrfahrten nachzuzeichnen, kann ich besser nur mein persönliches Fazit zur Schärfe stellen:

Ich habe es überbewertet. Es lassen sich mit einer 12MP APS-C Kamera beeindruckende Vergrößerungen herstellen, deren Bildaussage ohne Abstriche, also ausdrucksvoll zu kommunizieren ist. Es kommt für mich auf das Motiv und auf die Gesamtkomposition an. Stelle ich mir die Frage, was ich mit dem Bild sagen möchte, und sehe mir daraufhin das Bild an – und kann ich die Antwort, also meine Intention finden, so ist es für mich gelungen. Der Betrachter findet ohnehin seine eigene Interpretation der Bildaussage, wenn er sich die Zeit nehmen möchte, zu sehen.

Beine oder „Die Säulen des Po“ (34)

mies-vandenbergh-fotografie

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In diesem Artikel möchte ich auf die Auswirkungen schöner Beine auf die Attraktivität des Hinterns eingehen. Interessant ist die Bedeutung kleinster Veränderungen durch modische und sonstige Maßnahmen im Hinblick auf Körperdarstellungen und Körperpräsentation.
Ich sehe gerne Menschen an. Das sagte ich häufiger. Ebenso gerne fotografiere ich Menschen. Davon zeugen nicht nur die Bilder der wohlgeformten Hintern, die dich hier begleiten. Auch Menschengesichter, Portraits in mannigfaltigen Ausführungen fotografiere ich gerne, Gruppen von Menschen im Alltag, ungestellt und nicht immer unterlegt mit aufwändigen Aufhübschungen halte ich für äußerst interessant. Lange Haare sowie wind- und wetter-gezeichnete Gesichter älterer Menschen und spielende Kinder bilden wunderbare Motive.

Das Thema dieses Blogs ist aber die Schönheit am Beispiel des Hinterns. Um ihn geht es vornehmlich, ihn halte ich -nach wir vor- für eines der schönsten Körperteile des Menschen, besonders, wenn es um die Linien des Körpers geht. Wir Menschen empfinden viele weitere Körperregionen des Menschen als etwas besonderes, hinzu kommen dabei noch die vielen möglichen Posen. Es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, welche Regionen es mehr oder welche es weniger sind, die uns magisch in ihren Bann ziehen.

Evolutionsbiologisch, aber auch kulturell bedingt, obliegen Männer erheblich stärker den Reizen des anderen Geschlechts, als die Frauen. Die Reize sind optisch am intensivsten, der Mensch ist erwiesenermaßen zu aller  erst ein Wesen bestimmt durch den Sinn der Augen. Jeder Mann aber auch jede Frau weiß es.

Wenn die Frau -wohl wissend um die Wirkung ihrer Reize- im Begriff ist, in die Öffentlichkeit zu treten, dann tut sie dies niemals, ohne sich vorher zurecht gemacht zu haben. Dieses Zurechtmachen hat keinen anderen Zweck, als sich mit möglichst großer Attraktivität für das männliche Geschlecht und mit größtmöglichem Vorteil gegenüber den weiblichen Genossinnen gegenüber zu etablieren. Beim Mann funktioniert das (eigentlich) immer, er ist den weiblichen Reizen stets ausgeliefert.

Für die Präsentation eines schönen Popos sind erwartungsgemäß wenige Handgriffe nötig, wenn denn die Figur entsprechend ist. Kleine Unzulänglichkeiten lassen sich leicht kaschieren, die Mode hält die passenden Mittel bereit. Soweit passt es beim schönen Hintern, auch vulgär gerne „Knackarsch“ genannt! Ist der Körper nicht so attraktiv, wird es schwieriger, einen optischen Vorteil herauszuarbeiten. Dabei würde der Beobachter für sich vielleicht feststellen, dass der Mensch etwas breit, etwas klein, etwas groß, etwas dünn, etwas anders ist, als es dem Menschen attraktiv erschiene.

Um also einen schönen Popo zu präsentieren, bedarf es weniger Vorbereitungen. Eine figurbetonte Hose ist der Anfang.

…..

Was wäre der Hintern aber ohne die Beine, besonders ohne die Oberschenkel. Seltsam anmutende Frage: Zu Recht wird jeder sagen, ohne Beine gäbe es keinen verlängerten Rücken. Dem würde ich niemals widersprechen. Was ich daran beschreiben möchte, ist das Verhältnis zwischen der Form des Pos und der Form der Beine, bzw. dessen Verlauf. Interessant sind die Proportionen zwischen Hintern und der Länge der Beine. Auch wichtig bei der Hosenmode ist der kleine Abstand zwischen dem Ende der Oberschenkel-Innenseite und dem Becken. Ein kleines Dreieck in der Durchsicht ist ein oft gefragtes Muß bei der Auswahl der Jeans. So verriet es mir eine Beraterin in einem Jeans-Store.

Sind die Beine gerade gewachsen, nehmen es die Betrachter nicht speziell wahr, es erscheint ein Eindruck von Harmonie. Im umgekehrten Falle jedoch fällt es meistens auf. Dabei denken die wenigsten an die nicht geraden Beine, sondern empfinden nur eine Disharmonie, ohne zu wissen, wodurch sie hervorgerufen wird.

Ein positives Äußeres erzeugt ein harmonisches Bild, das in uns Wohlgefallen auslöst. Am Beispiel der Beine möchte ich das aufzeigen. Schlanke gerade Beine wirken auf uns harmonisch, wenn aber die Knie leicht nach innen gebogen sind, so kommt ein wenig das Bild von X-Beinen zustande. Bis zu einem gewissen Grade nicht weiter dramatisch, ab einem bestimmten Punkte jedoch werden sie als krumm empfunden. Ab diesem Punkt der Krümmung fällt der Grad der Attraktivität gleichfalls merklich ab. Symmetrisch gewachsene Beine unterstützen demzufolge sehr deutlich das Aussehen des Hinterns. Eine einfache wie einleuchtende Aussage. Dazu braucht es kaum einer wissenschaftlichen Untersuchung, könnte man meinen. Doch die Attraktivitätsforscher nahmen sich der Beziehung von Beinen und Po dennoch an und sie stellten manch überraschendes Ergebnis heraus.

Bevor ich zu den Einzelheiten bei der Untersuchung der Beine komme, möchte ich übergreifend  Vorweg nehmen, dass die gesamte Form der Beine großen Einfluss auf die Attraktivität des Pos hat. Verschiedene Maßstäbe, symmetrische sowie förmliche Ausprägungen bilden einen Pool, aus dem alle Zutaten in freiem Maße kombiniert werden können und untereinander diesen Einfluss ausüben.

Im Einzelnen seien genannt die Länge der Oberschenkel, die Länge der Wadenbeine, der Bezug derer zueinander, die Formung der Knochen, der Aufbau der Muskeln und die Ausprägung der Knie(Fohlenknie). Es liegt mir fern, eine Zutatenliste für ein Modelcontest zu erstellen, doch ich halte es für spannend zu beleuchten, welche kleinsten Veränderungen der obigen Zutaten welche Auswirkungen auf die Schönheit und Attraktivität des Menschen haben, ganz zu schweigen vom Einfluss der Mode, z.B. der hochhackigen Schuhe und deren Einfluss auf die Poform durch die modische Verlängerung der Beine. (Helmut Newton)

Die Einzelheiten im 2. Teil!

Bedeutung des Wortes Hintern und Synonyme (31)

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„Das (Un-) Wort“ oder „Ein ambivalentes Verhältnis“

DER HINTERN

In Wikipedia ist unter anderem zu lesen: „Das Gesäß (anatomisch Nates, Clunium, Regio glutea, Regio glutealis, Glutealregion) ist ein nur bei Menschen und ansatzweise bei Primaten ausgeprägtes Körperteil am unteren Rumpfende. In der topographischen Anatomie wird das Gebiet des Gesäßes als Regio glutaea (Gesäßregion) bezeichnet.…“

Soweit die Erklärung des Wortes dort. Im Duden ist zu lesen:

„(Hintern), umgangssprachlich für das Gesäß (Nates, Clunes, Clunis); die Bezeichnung stammt von lateinisch podex, der Hintere. Seine Form, das heißt die der Pobacken und der Pospalte mit dem After, wird durch die Form des knöchernen Beckens, die individuell verschiedene Ausbildung der Gesäßmuskeln und durch Fettgewebe (in individuell verschiedenen Anteilen) gebildet. Die Form des Pos und seine Bewegung beim Gehen kann eine starke erotisch-sexuelle Signalwirkung haben, die durch enge Kleidung und betonte Bewegungen noch verstärkt werden kann. Diese Wirkung kann durchaus aus unserer Abstammung als Säugetier abgeleitet werden, da bei diesen bis hin zu den Menschenaffen (Primaten) die Region des Afters und der darunter liegenden Geschlechtsöffnung der Weibchen (Anal-Genital-Region) sowie die Analregion der Männchen eine wichtige optische und geruchliche Signalwirkung auf die Geschlechter haben.“

Eine Bezeichnung bei den Eidgenossen in der Schweiz ist „Fudi“ oder „Füdle“, deren Wort-Wurzeln – wie bei „Fotze“ – wahrscheinlich das indogermanische *pū, „faulen“, „stinken“ sein sollen.

Gesäß: mittelhochdeutsch gesæʒe = (Wohn)sitz; Ruheplatz, dann: Gesäß, althochdeutsch gisāʒi = Ruheplatz; (Wohn)sitz, Siedlung, eigentlich = das, worauf man sitzt, zu ↑sitzen

Hier eine unvollständige Aufzählung von Synonymen:

  1. 2 Brötchen
  2. 4 Buchstaben
  3. Abseite
  4. Allerwertester (umgangssprachlich scherzhaft verhüllend)
  5. Analkanal
  6. Anus
  7. Apfelbäckchen
  8. ars (althochdeutsch, ursprünglich Erhebung; vorstehender Körperteil)
  9. Arsch (derb, aus indogermanisch orso-s, „Hinterer“ ,im Hethitischen arraš, im Griechischen órros, eigentlich Anus)
  10. Arschbacken
  11. Ärschle
  12. Birne
  13. Bobbo
  14. Bobbes
  15. Brötchen
  16. Buchstabe
  17. Buckel (umgangssprachlich)
  18. Bumba
  19. dicke Kiste
  20. Dups (schlesisch)
  21. Envers (veraltet)
  22. Fettbacken
  23. Fettbeule
  24. Fettsteiß
  25. Fott
  26. Futt (Rheinland)
  27. Füdli (schweizerisch)
  28. Gammler
  29. Gegenteil (umgangssprachlich scherzhaft)
  30. Gesäß
  31. Glutalregion, Nates (anatomisch)
  32. großes Fass
  33. Hinterbacken
  34. Hinterer (umgangssprachlich)
  35. Hintergestell
  36. Hinterkastell (salopp)
  37. Hintern
  38. Hinterpartie
  39. Hinterseite
  40. Hinterster
  41. Hintersteven (landschaftlich scherzhaft)
  42. Hinterteil
  43. Hinterviertel
  44. Kehrseite (umgangssprachlich scherzhaft)
  45. Keister
  46. Kiste (familiär)
  47. Kreuz
  48. Maschikseite(ostösterreichisch)
  49. Mäse, Gat, Maars (niederdeutsch)
  50. Moors, Mors (niedersächsisch)
  51. Po (Kurzwort für Popo)
  52. Pobacken
  53. Podex (veraltend, hochsprachlich, lateinischen Ursprungs, geht auf pedere, „furzen“, zurück)
  54. Pöker (norddeutsche Kindersprache)
  55. Pöks
  56. Popo (aus der Kindersprache) verdoppelte Kurzform von Po
  57. Popöchen
  58. Poppes (Eifel)
  59. Posterior
  60. Posteriora (bildungssprachlich scherzhaft veraltet)
  61. Rosinenbrötchen
  62. Rückfront
  63. Rückseite
  64. Schinken
  65. Sitzfläche
  66. Sitzfleisch (salopp scherzhaft)
  67. Steiß
  68. Sterz
  69. toches ( jiddisch)
  70. Tokus; (landschaftlich)
  71. verlängerter Rücken (scherzhaft verhüllend)
  72. Wängle(badisch)

Andere Sprachen:

Dänisch: røv, sæde

Englisch: behind, rear, bottom arse, ass, bootie, booty, bum, buttocks, butt, hind end, quarters, buns, Bowels

Französisch: derrière, daûr , martìn

Friaulisch: cûl

Italienisch: deretano, sedere, culo, posteriore, chiappe

Niederländisch: achterwerk, achtereinde, achterste, bips, staartstuk, zitvlak, kont, billen

Norwegisch: bak

Chinesisch: 臀部 (túnbù), 屁股 (pìgu), 臀

Katalanisch: cul (männlich), traser (männlich), pompis (männlich)

Slowenisch: ritka (weiblich)

Spanisch: culo, anca, trasero

Esperanto: postaĵo, pugo, sidvango

Finnisch: perse

Isländisch: rass, sitjandi, heimskingi

Polnisch: dupa

Portugiesisch (brasil.): bunda

Rätoromanisch: chül

Rumänisch: cur

Russisch: жопа (žópa), задница (zádnica)

Sorbisch (Ober-): rić, (Dim.) ritka, zadk

Schwedisch: röv, häck; arsle, vulgär: arsel, bak, ända

Tschechisch: prdel

Türkisch: göt, kic

Ungarisch: segg

Venezianisch: cuło

Schweizerisch: Fudi, Füdle

Begriffsursprung „Arsch“: vom protogermanischen „*arsoz“ (vergleiche englisch arse, amerikanisch ass, mittelniederländisch ærs); verwandt mit griechisch „orros“ (Schwanz, Steiß), hittitisch „arrash“, armenisch „or“ und altirisch „err“. aus Wiktionary

Mit Schimpfwörtern belegt:

  • Hintergedanken
  • hinterhältig
  • „Du kannst mich am Arsch lecken“ (Mittelalter, galt als Entwürdigung und Demütigung)
  • Das Wort „Scheiße“ ist seit dem Mittelalter ein Ausdruck der Ablehnung und des Fluchens.
  • hinterlistig
  • hinterrücks

Redewendungen

  • Arsch und Friedrich sein – egal sein, gleichgültig sein
  • am/im Arsch sein – ein großes Problem haben, Ärger bekommen, müde/kaputt sein
  • am Arsch vorbeigehen – egal sein, gleichgültig sein
  • am Arsch der Welt – fernab der Zivilisation
  • den Arsch abfrieren – sehr frieren
  • sich den Arsch/Hintern aufreißen – sich sehr (oft aber vergebens) abmühen; aber: jemandem den Arsch aufreißen – sich bei jemandem mit Nachdruck beschweren
  • den Arsch hochbinden – strafen
  • den Arsch polieren – strafen, züchtigen
  • den Arsch versohlen – strafen, züchtigen
  • einer ist immer der Arsch – jemand fällt immer auf, tanzt immer aus der Reihe
  • ein müdes Arschrunzeln kosten – eine Leichtigkeit sein
  • Feuer unter den Arsch machen oder Feuer unter dem Arsch machen – antreiben, strafen, züchtigen
  • für’n Arsch – vergebens
  • Himmel, Arsch und Wolkenbruch – Fluch
  • Himmel, Arsch und Zwirn – Fluch
  • im Arsch – kaputt
  • jemandem geht der Arsch auf Grundeis – große Angst haben, sich fürchten
  • jemandem in den Arsch/Hintern kriechen – sich bei jemandem einschmeicheln
  • jemandem in den Arsch treten – jemanden antreiben, strafen
  • keinen Arsch in der Hose haben – keinen Mut haben
  • leck mich am Arsch – Aufforderung, sich zu entfernen, jemanden in Ruhe zu lassen
  • gearscht sein – selbe Bedeutung wie „am Arsch sein“
  • sich den Arsch ablachen – sehr lachen, sich tot lachen, über einen makaberen Witz lachen
  • Nimm endlich den Finger aus dem Arsch! – Mach dich endlich an die Arbeit!
  • auf einer Arschbacke absitzen! – etwas mit Leichtigkeit erledigen, ausharren
  • den Hintern zusammenkneifen – durchhalten
  • sich mit etwas den Hintern abwischen -Bezeichnung für etwas völlig wertloses
  • sich auf den Hintern setzen – fleißig lernen, arbeiten
  • aufs Gesäß fallen – überrascht sein
  • sich in den Hintern beißen – sich sehr ärgern
  • jemandem mit dem Hintern ins Gesicht springen – jemanden stark zurechtweisen
  • jemandem den Hintern verhauen, versohlen – jemanden bestrafen

Ableitungen von Arsch:

    • Affenarsch
    • Apfelarsch
    • Arschbacke
    • Arschansatz
    • arschblöd
    • arschegal
    • Arschfalte
    • Arschgesicht
    • Arschgeweih
    • Arschhaar
    • Arschkarte
    • Arschkriecher
    • Arschkugel
    • Arschkuh
    • arschlecken
    • Arschlecken
    • Arschlecker
    • Arschleder
    • Arschloch
    • Arschrunzel
    • Arschkrampen
    • Birnenarsch
    • Blödarsch
    • Breitarsch
    • Dreckarsch
    • Frauenarsch
    • Fettarsch
    • Kinderarsch
    • Knackarsch
    • Kugelarsch
    • Männerarsch
    • Pferdearsch
    • Saftarsch
    • Stutenarsch
    • Weiberarsch
    • verarschen

    Anatomie:

    „Das Gesäß ist aus zwei halbkugelförmigen, spiegelsymmetrischen Hälften, den beiden Gesäßbacken, aufgebaut, die von der Analrinne (Crena ani) getrennt werden. Es besteht aus den Sitzbeinen (Os ischii) des Beckens als knöcherner Grundlage, den Gesäßmuskeln Musculus gluteus maximus, medius und minimus und ausgeprägten Fettpolstern, vor allem unter der Haut. Der Musculus gluteus maximus ist nach dem Kaumuskel (Musculus masseter) der stärkste Skelettmuskel des menschlichen Körpers (es gibt jedoch unterschiedliche Definitionen für Muskelstärke, nach anderen ist der Musculus gluteus maximus der stärkste Muskel). Er verbindet Darmbeinschaufel und Kreuzbein mit dem Oberschenkel, ermöglicht als Strecker des Hüftgelenks das Gehen und Stehen und verhindert ein Überkippen des Beckens nach vorne. Die Musculus gluteus medius und Musculus gluteus minimus verhindern das Absinken des Beckens auf der Seite des Spielbeins beim Gehen und einbeinigen Stehen. Außer der aufrechten Haltung erlaubt das Gesäß dank seiner Fettpolster auch längeres Sitzen. Es stellt nach dem Bauch das größte Fettdepot dar. Die Form und Größe der Gesäßbacken wird daher weitgehend von der Masse des subkutanen Fetts bestimmt. Seine Menge (ca. ein Drittel bis weit über die Hälfte der Gesäßmasse) hängt in erster Linie vom Geschlecht und vom Ernährungszustand des Körpers ab. Das Fett konzentriert sich an den Hinterbacken als mehrere Zentimeter dicke Schicht unter der Haut, als Fetteinlagerung zwischen den einzelnen Muskelsträngen sowie als Fettkörper im unteren inneren Bereich der Gesäßbacken. Die Tendenz, im Lebensverlauf ein mächtiges Gesäß zu entwickeln, wird als Steatopygie (umgangssprachlich auch als Fettsteiß) bezeichnet.Das Gesäß (anatomisch Nates, Clunium, Regio glutea, Regio glutealis, Glutealregion) ist ein nur bei Menschen und ansatzweise bei Primaten ausgeprägtes Körperteil am unteren Rumpfende. In der topographischen Anatomie wird das Gebiet des Gesäßes als Regio glutaea (Gesäßregion) bezeichnet. Bei Tieren nennt man diese Region auch Kruppe. „

    Soziale Bedeutung:

    „Da das Gesäß in unmittelbarer Nähe zu den Geschlechtsorganen liegt, gilt es als intimes Körperteil mit starkem erotischen Reiz, aber wegen der Nähe zum Anus auch als unrein. Das Schamgefühl gebietet es daher in sehr vielen Kulturen, das Gesäß zu bedecken. Infolgedessen stellt seine Entblößung meist eine sexuelle Einladung oder beleidigende Provokation dar. Schläge auf das Gesäß sind in vielen Kulturen eine Methode der Körperstrafe, vor allem in der Kindererziehung. Im BDSM werden sie als Spanking bezeichnet.“

    aus: Wikipedia

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    Der gestylte Hintern (27)

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    In einem Beitrag der Zeitung „Die Welt“ wurde das Thema „Chirurgische Eingriffe“ in Sachen Popo aufgegriffen. Berichtet wurde über die steigende Tendenz, sich den Hintern mithilfe der plastischen Chirurgie zu formen. Interessant ist dabei , dass der Hintern in der Mehrzahl der Operationen vergrößert wurde. Diese Art Eingriff in die Proportionen des Menschen sehr ich als einen der stärksten an. Gegensätzlich dazu halte ich  z.B. das Tragen von engen Jeans, die es mittlerweile als Push-Up Jeans für den schöneren Popo gibt, als den kleinsten der formgebenden Eingriffe in die eigene Körperform. Deutliche Unterschiede gerade im Ansehen des Hintern kann ich im Freibad feststellen, wenn sich ein Mensch eine Jeans auszieht und die Badebekleidung übernimmt die Optik. Manchmal ist es ein großer Unterschied.

    Wenn man so möchte könnte der Sport auch als Beitrag zur Verschönerung des Hinterns gezählt werden, neben natürlich der förderlichen Wirkung auf die Gesundheit und Fitness allgemein. So gibt es vielfältige Übungen für die Formung des Hinterns, die ich an anderer Stelle im Blog beleuchten möchte. Wenn ich  die Zahl von 5000 Po-Veränderungen betrachte, so drängt sich mir die Meinung auf, dass es in unserer Gesellschaft zu einer starken Gewichtung der Schönheit gekommen ist. Nicht dass dies eine Erfindung unserer Zeit wäre. Die Schönheit war schon weit vor unserer Zeit ein vielbeachtetes Thema, nur die Wege die vermeintliche Schönheit zu erreichen hat sich der Neuzeit angepasst. Wenn man von den in den im o.g. Artikel beschriebenen Operationen absieht, so komme ich zu der Ansicht, dass die Schönheitsoperationen heutzutage in ihrer Menge und Reichweite eine bisher nie dagewesene Stellung einnehmen. Dabei sind noch die wenigsten Eingriffe dem Hintern gewidmet.

    Wird nun die Fragestellung aufgeworfen, ob es sich bei der Anzahl und Arten der Schönheitsoperationen um eine gesellschaftliche Entgleisung handelt, so mag dieses jeder für sich beantworten. Ich stelle diese Frage in Bezug auf die Wahrnehmung der Werte in unserer Gesellschaft. Selbst wenn ich mich hier mit dem Hintern als einem für mich sehr anziehenden Körperteil beschäftige, so breche ich den Menschen sicher nicht herunter auf ein Wesen mit einem Hintern und „…was sonst noch dazu gehört…“, sondern natürlich als ganzheitliches Wesen. Weiter aber nun mit diesem ganzheitlichen Wesen, welches sich das ein oder andere richten lässt. Was verleitet den Menschen dazu, sich unter´s Messer zu legen und zwar nicht aus offensichtlicher Not, sondern für eine bessere Optik? Studien kamen zu dem Ergebnis, dass es neben dem Aussehen ein entscheidend wichtiger Punkt für die Psyche des Jenigen ist, was bedeutet, dass die gesteigerte Attraktivität für ein erhöhtes Selbstwertgefühl steht. Dass ein solches gesteigertes Selbstwertgefühl zum Wohlbefinden in allen Lagen beiträgt, dürfte unumstritten sein.

    Als Binsenweisheit gilt mittlerweile ebenso die Erkenntnis, dass es schöne Menschen im Leben einfacher haben, als weniger schöne Menschen. Demnach müssen sie ihre mangelnde Attraktivität durch andere Vorzüge ausgleichen, um ähnliches zu erreichen, wie ein schöner Mensch. Auch das ist ins Bewußtsein der Menschen eingedrungen. Heißt es aber im Umkehrschluss, dass ein nicht so attraktiver Mensch niemals das erreichen kann, was ein schöner Mensch mit Leichtigkeit erreichen wird? Mitnichten, denke ich, und die Realität beweist es mir immer auf´s Neue. Die Mehrzahl der erfolgreichen Menschen ist zwar erwiesenermaßen weiter oben auf der Attraktivitätsskala, dennoch spielen dabei viele weitere Eigenschaften, wie z.B. Charisma und Ausstrahlung eine entscheidende Rolle, das läßt sich ebenfalls leicht feststellen.

    Bei der weiteren Suche nach dem Grund für eine Schönheitsoperation kann ich einen Schritt zurück machen und die Sache von einer anderen Seite betrachten: Der Mensch denkt: Ist mein Busen gross genug, ist mein Po zu klein, sind meine Oberschenkel straff und meine Beine lang genug und gerade, ist meine Taille schmal, ist meine Schulter breit genug, ist mein Bauch ein Waschbrett, oder muß ich etwas tun? Vielleicht eine Schönheits-OP oder eine Fettabsaugung hilft mir weiter? Habe ich die Geduld es mit Sport zu tun? Kann ich mit Kleidung einiges richten?

    Lasse ich die monetären Gründe mal weg, so spielt in unserer Gemeinschaft die Zeit eine völlig überbewertete Rolle! Also kommt nur die OP in Frage, denn da habe ich die Ware sogleich in Händen und muss nicht darauf warten oder dafür sparen! Schnelllebigkeit in vielen gesellschaftlichen Bereichen tut ihres dazu, denn die Menschen werden immer jünger, die sich einer OP unterziehen. Dem allgemeinen Schönheitswahn unterlegen denkt der moderne Mensch über die Zeit nach und meint, dass es sich schon bald nicht mehr lohnen, schön zu sein, wenn er nämlich „zu alt“ ist. Weiter auf der Suche nach den Gründen für eine OP in Sachen Gesäß stoße ich auf die gesundheitliche Seite. Brittische Forscher haben ermittelt, dass es der Gesundheit durchaus zuträglich ist, wenn der Hintern etwas dicker ist. Nicht nur, dass der etwas dickere Hintern nun auch der attraktivere ist, nein, auch der gesündere ist er. Deshalb wird aber kein Mensch eine Hinternvergrößerung erwägen. Dabei geht es in erster Linie um die Form und die Proportion des Popos. Die Techniken der Fettabsaugung und Gewebetransplantation führen schließlich zur Formveränderung. Eine Umfrage des BR ergab folgendes Bild: „Was ist Ihnen am wichtigsten: Erfolg im Beruf, ein befriedigendes Liebesleben oder 5 bis 8 Kilo abzunehmen? Auf diese Frage hat die Mehrheit der Frauen in einer Studie geantwortet: Sie wollen am liebsten dünner werden. …“ Diese Gewichtung deutet auf die allgegenwärtige, hohe Relevanz des Aussehens hin. Dieses Ergebnis deute ich als Indiz für die Ernsthaftigkeit, mit der wir den Kult des Körpers und Körpergefühls vorantreiben. Es belegt die steigende Nachfrage nach den Schönheits-OP. Wichtiger noch als diese Bestandsaufnahme ist die Erforschung der Ursachen dafür! Einen kleinen Beitrag möchte ich hier demnächst leisten, der sich jenseits von Arterhaltung mit bestmöglichem Erbgut und Vorbilder der Medien befindet. Ich möchte gerne auf die menschliche Psyche eingehen, im Zusammenhang mit der Gesellschaft, die für mich als verkappter Revoluzzer immer ein Thema sein wird. Für Anregungen, Tipps und konstruktive Kritik bin ich immer dankbar!

    Die Entstehung meiner Bilder (20)

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    Mies-Vandenbergh-Fotografie

       Hier möchte ich etwas über die Entstehung meiner Bilder schreiben.

    Ich fotografiere seit dem 14. Lebensjahr. Damals fing noch alles sehr einfach an, denn ich bekam von meinen Eltern als erste Kamera eine sog. “ Ritsch-Ratsch-Klick“ Kamera von Kodak für meine Fahrt mit dem Schwimmverein nach Husum. Dort konnte ich einige Filme verknipsen, wobei einige der Aufnahmen (natürlich viele) meine Freundin abbildeten. Lernen konnte ich vorher schon etwas über die Fotografie und die Bildgestaltung bei meinem Vater. Der hatte zum damaligen Zeitpunkt eine Leica M3. Ich musste zwar immer wieder nachfragen, wie das mit dem externen Belichtungsmesser funktioniert, aber mit der Zeit zeigte der Einsatz erste Erfolge. Nach einem Jahr und dem nächsten Ausflug des Schwimmvereins nach Österreich war ich mit der Kodak nicht mehr glücklich. Mein Vater stellte mich vor die Wahl, entweder seine M6 mit Sucher zu nehmen oder eine Spiegelreflex- Einsteigerkamera zu kaufen. Ich entschied mich als Jugendlicher für die Spiegelreflex, eine Nikon EM mit 35er.(Um Gottes Willen!)

       Von da an konnte ich meine Erfahrungen ausweiten und fotografierte viel mit Freunden auf Städtetouren und langen Radtouren. Und schon damals war ich fasziniert von anderen Geschlecht. Ausdruck konnte ich dem geben, indem ich manches mal meine Kamera mit in die Schule nahm und dort habe ich gerne meine Klassenkameradinnen und Schulkameradinnen fotografiert. Unsere Schule war schon etwas größer mit ca. 2200 Schülern und ich hatte viele fragen können wegen eines Fotos. Die meisten stellten sich gerne in Pose und sie bekamen anschließend immer einen Abzug. Soweit ich das heute beurteilen kann, war ich der einzige, der solche Fotos in der Schule gemacht hat. Und es war problemlos möglich, denn es waren keine Hintergedanken dabei, denn die Fotos sollten außer in der Schule nicht veröffentlicht werden. Und auch dort nur mit Zustimmung der Schüler.

       Auf den Städtetouren mit Freundinnen und Freunden habe ich auch neben den Städten selbst immer wieder gerne die Menschen fotografiert. Heute würde man dazu Streetfotografie sagen. Wenn ich das ein oder andere mal ein Mädchen eher ungezwungen fotografieren wollte, setzte sich dafür meine Kameradin Petra neben die Auserwählte und ich konnte ein ungestelltes Foto aufnehmen. Heute fotografiere ich auch auf Städtetouren. Ich nehme gerne eine kleine G5 mit 20er Objektiv mit. Wie auch im alltäglichen Leben. Sehe ich hin und wieder ein schönes Motiv, so habe ich die Kamera dabei. Für die Fotos von schönen Popos in Jeans fotografiere ich manches mal einfach so und auch frage ich die jenige, ob ich ihren Po fotografieren dürfe. Weiter oben habe ich ja schon darüber berichtet. Meine Fotos nehme ich im RAW – Format auf. Daher habe ich bei der Entwicklung noch einige Reserven mehr, als ich sie bei Aufnahmen im JPG-Format hätte.

       Nach der Entwicklung mit dem RAW-Konverter Capture One Pro bearbeite ich die Fotos weiter mit Silver Efex, Gimp und Image Optimizer. Ich wandle sie in Schwarz-Weiß um und wende dann neben kleineren Korrekturen und Freistellungen den Filter „Differenzwolken“ bei Gimp an. Dieser stellt für mich neben einer leichten Verfremdung doch durch die Helligkeitsverteilung besonders gut die Form des Hinterns heraus. Für die Bearbeitung mit diesem Filter ist schon eine gewisse Größe der Fotos vonnöten, um ein einigermaßen akzeptables Bildnis zu erhalten. Notwendig sind immer einige Feinjustierungen in diesem Filter, bis ich die Helligkeitsverteilung so eingestellt habe, wie ich es für optimal halte.

       Die Verkleinerung der Fotos mache ich mit dem Programm Image Optimizer. Dabei kann ich leicht die Größe und den Speicherplatz abstimmen, es ist für mich durch die sofortige Ansicht des Ergebnisses leicht und praktisch zu bedienen. Diese Bearbeitung nimmt einige Zeit in Anspruch, aber sie führt zu einem für mich guten Ergebnis. Der Sinn und Zweck der ganzen Sache wird an anderer Stelle fortgeführt, vielleicht nur so viel möchte ich voranstellen, als dass neben der Fotografie auch die gesellschaftlichen Umgangsformen der Menschen im Hinblick auf Geschlecht, Körper und auch Gedanken und Gefühlswelt im Bezug auf den Körper, insbesondre natürlich den Hintern für mich äußerst interessante Fragestellungen und Antworten aufwirft.

       Über das Thema schöne Popos hinaus werden in die weitere Betrachtung auch noch Bereiche einfließen, die zwar nur indirekt mit dem Hintern zu verbinden sind, die aber bei näherer Betrachtung durchaus einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtbild beitragen werden. Da ist z.B. die Schönheitsforschung, ein umfangreiches Teilgebiet, die manches Ergebnis hervorbringt, welches, wie wir sehen werden, unbedingt auf das eigentliche Thema Hintern übertragen werden kann. Auch Themen wie gesellschaftliche und individuelle Bildung sowie Entwicklung werden uns zahlreiche Erkenntnisse liefern. Aber dazu, wie gesagt, später mehr. Dazu habe ich noch einige Literatur zu sichten und zu Rate zu ziehen, die ich an entsprechender Stelle anführen werde.

    Po – Formen ( 18 )

    mies-vandenbergh-fotografie.de afi1 jeans hintern

    mies-vandenbergh-fotografie.de

    Der Apfel     –     Die Birne    –   Die Tomate   –   Der Pfirsich   –   Die Kartoffel

       Alles Obst und Gemüse. Nicht doch! Diese Bezeichnungen kursieren als Synonyme für die Beschreibung der Form eines Hinterns umher. Für den Apfel – Popo als Beispiel wird die Sängerin Kylie Minogue genannt, für den birnenförmigen Popo Jennifer Lopez und für den Popo mit der Form eines Pfirsichs Pippa Middelton.

        Kann sich jetzt jeder etwas vorstellen? Ich bin mir da nicht so sicher. Wenn ich die Formen betrachte, so ist natürlich richtig, dass ich neben diesen Formen unzählige Zwischenformen finde. Bei der Betrachtung meiner Fotos komme ich zum Ergebnis, dass ich wohl zur Form des Pfirsichs eine besondere Affinität habe.

       Wie aber ist der Hintern im Sinne der Formen zu betrachten? Kann ich jeden Hintern in eine der „Schubladen“ packen? Den einen Hintern mehr in die eine Richtung tendierend, der andere mehr dorthin und der nächste so als Zwischending? Ich befasse mich in diesem Blog mit dem wohlproportionierten Hintern, also dem in meinen Augen schönen Popo.

       Dazu möchte ich in meiner Auseinandersetzung mit dem Thema den Versuch wagen, so etwas wie eine kleine Landkarte dazu zu erstellen – dazu meine Bilder präsentieren. Und ich möchte in diesem Teil des Blogs auch den Menschen fragen, was sie/er zu den Formen sagt. Spielt die Frage nach der Form für sie überhaupt eine Rolle? Steht bei der Betrachtung des eigenen Hinterns nicht eher die Frage nach der Größe allgemein im Vordergrund? Eine Rolle scheint der schöne Popo zu spielen bei der Frage nach der Hose. Hier nimmt er noch vor den Beinen eine wichtige Stellung ein. „Wie sieht mein Popo in der Hose aus? Oder war die Hose vorhin doch schöner?“ „in wie weit formt die Hose meinen Hintern und nicht umgekehrt?“

       Eine Freundin arbeitete in einem Bekleidungsgeschäft, in dem es eine Abteilung für Hosen gibt und dort beriet sie über einige Monate hinweg die weiblichen und männlichen Kundinnen und Kunden. Ich konnte sie befragen, welche Erfahrungen sie bei der Wahl der Menschen nach ihrer Hose machte und welche Bedeutung die Passform der Hose hatte. Vereinfacht ausgedrückt komme ich mir ihr zum Fazit, dass die Mehrheit der Menschen hauptsächlich Wert auf eine nicht zu groß wirkende Optik des Hinterns legten. Eine Vielzahl der Kundinnen in der Abteilung Jeans war an engen Jeans interessiert ( 2004) , die die Form ihres Popos hervorheben würden. Bis eine Hose gefunden wurde, die nach Ansicht der Kundin zur Form ihres Popos passte, verging schon mal eine Stunde und mehr. Der Blick in den Spiegel mit der jeweiligen Hose fiel fast immer nur kurz auf die Frontalansicht, viel länger und intensiver wurde nach Aussage meiner Freundin die Rückansicht überprüft! Kann ich dabei herausfinden, welchen Einfluss die Poform bei der Wahl der Hose hat? In einschlägigen Foren werden Tipps zur Form der Hose gegeben, die sich nach der Poform richten. Die Röhrenjeans lieber für die Pfirsischform oder Tomatenform, bei der Birnenform einen nicht so hohen Bund wählen, weil der die Größe zu stark betonen würde. Worum geht es bei der Darstellung der eigenen Hinternform?

        Der Mensch möchte schön aussehen. Das setze ich als gegebene Maxime voraus. Und die Form des Hinterns soll bei den meisten Menschen ebenfalls schön aussehen. Außer sie gehören zu den „Hinternversteckern“. Wissen die Menschen von der Form ihres Hinterns? Wissen sie, wie sie von hinten aussehen? Ein Versuch einer Gruppe von Attraktivitätsforschern nahm sich dieses Themas an. Personen wurden in ihrer Rückansicht fotografiert und sollten anschließend ihren Popo unter mehreren Popos erkennen. Das Ergebnis war für alle überraschend, denn viele erkannten ihren Po nicht auf Anhieb.

       Wie ist es also mit der Form und der Erkenntnis bei den Menschen und wie reagieren sie darauf? Nicht jeder hat die Möglichkeit einen Berater zu befragen. Leider! Ist die Form dem Menschen bewußt, kann er/sie für den eigenen Hintern die „schönste“ Hose aussuchen. Bei meinen Eindrücken aus dem Straßencafe heraus stelle ich fest, dass vielen die Form nicht so recht bewußt ist oder, was auch oft der Fall zu sein scheint, es ist dem Menschen vielleicht nicht so wichtig ist. Ob es wichtig ist oder nicht, das wäre in einer empirischen Umfrage zu eruieren. Warum wäre die Ansicht des eigenen Hinterns anders zu werten, als die anderer Körperregionen? Was würde für einen Unterschied hinsichtlich der Wertung sprechen? Die Beschreibung der Formen des schönen Popos kann ich anhand meiner Bilder am leichtesten beschreiben. Dazu beim nächsten mal mehr.

       Im Bewußtsein der Menschen bleibt das Aussehen des eigenen Hinterns sehrwohl. Nur die Optik, weil sie dem eigenen Gesicht abgewandt ist, lässt Zweifel darüber aufkommen, ob es für den Menschen viel bedeutet. Wird die Hose – vermutlich zuhause – noch mal begutachtet, wenn überhaupt, so macht sich unterwegs kaum einer noch Gedanken über die Passform und das momentane Aussehen seines Hinterns bis auf gelegentliches Emporziehen des Beinkleides. Wie denn auch, es sind andere Dinge natürlich wichtiger. Fast niemand läuft durch die Stadt und denkt über die Form des eigenen Popos nach, auch ist es schon technisch nicht so einfach, geeignete Spiegel zu finden und sich dann auch noch “ Uhu-Like“ umzusehen. Was sollten die Passanten da nur denken? Wir haben manchmal eine Art „Passgefühl“, das uns verrät, wie wir uns in der Hose fühlen, wie sie sitzt, sagte eine Freundin. „Wir kennen sie und wissen um den Sitz des Beinkleides, gehen so beruhigt in die Welt hinaus.“ Manch einem geht dieses Gefühl ab. (Nicht berücksichtige ich wiederum die Menschen, denen das Aussehen des eigenen Hinterns gleichgültig ist, wie oben erwähnt.)

       Für die Frau ist es meistens wichtiger, wie sie von hinten aussieht, als für den Mann. Weil die Frau erfahrungsgemäß Wert auf ihr Äußeres legt, ist sie für mich immer wieder schön anzusehen, dabei spielt die Form des Pos eine eher untergeordnete Rolle. Eine größere Rolle spielt die Passform der Hose und dabei entsteht der Widerspruch in Punkto Form: Was ist maßgeblich für eine Form? Hose oder Hintern. Auch hier in den Kommentaren bestätigte ein Leser die landläufige Meinung, dass in der richtigen Jeans jeder Po toll aussähe. Dem kann ich nur bedingt zustimmen. Ich meine, eine Jeans kann durch einen bestimmten Schnitt der Figur des Trägers eine „Form“ geben, doch die Struktur des Knochenbaus bleibt erhalten, so dass damit die Grenzen der Formbarkeit aufgezeigt sind. Selbst die Muskulatur des Gesäß´ ist von erheblichem Einfluss auf das Erscheinungsbild des Trägers. Ein Mangel an Bewegung lässt deutlich weniger straffe Formen auch in der Jeans erkennen! ( Wie gesagt, ich möchte es immer wieder betonen: Es geht hier erst mal nur um die reine Äußerlichkeit, die Seele des Menschen bleibt von dieser Betrachtung unberührt!)

    Wie ich vorher bemerkte, genießen es viele Frauen, wenn sie den ein oder anderen Blick der Männer auf sich ziehen oder gar ein freundliches, anerkennendes Lächeln erhalten. Die Form des eigenen Popos ist den meisten Frauen ebenso wichtig, wie die Optik allgemein. Deshalb entwickelten die Hosenhersteller die „Push-Up Hose“ für den schönen Hintern. Außerdem sind vielfältige Fittnessübungen für den straffen Popo in Mode, das aber schon immer. (Mehr noch die jüngeren) Frauen tragen gerne enge Jeans. So ist die Form des Pos gut zu erkennen. Ich gehe davon aus, dass es so gewollt ist, wäre es nicht ein Leichtes, den Po zu verhüllen. Die Form des Hinterns hat bei dieser Zurschaustellung, die ja die meisten Männer sehr anziehend finden, nichts damit zu tun, denn gleich welcher Form, wir sehen in der Öffentlichkeit alle Formen. Der Mensch „hinter dem Hintern“ ist nun mal so geformt, wie er ist und der Mensch zeigt, was er hat: Er tut dies gerne, und es gibt genug Menschen, denen der Hintern so gefällt, wie er ist. Es wäre müßig zu erforschen, welche Form unter den Pos die beliebteste Form ist. Die Aussage würde möglicherweise den einen oder anderen Hintern favorisieren. Dass der etwas dickere Hintern der beliebtere ist, das haben Wissenschaftler bereits eruiert. Es sagt jedoch nur wenig über die Form aus. Die Gewinnerin des Po-Contest in 12/2012 in Brasilien hat beispielsweise einen eher fülligen Hintern.

       Vielleicht denkt der ein oder andere Leser, dass die Form des Hinterns Rückschlüsse auf das Wesen des Menschen zulässt. So gab es (oder gibt) in den 1970er Jahren die Volksweisheit, dass ein straffer aufrecht geformter Po auf ein schnippisches Wesen hinweist. Über wissenschaftliche Verifizierungen diesbezüglich ist mir aber nichts bekannt. Dazu wird möglicherweise jeder seine eigene Ansicht haben. Die Vorliebe für die Form ist also eine Geschmackssache, wie für andere Vorlieben auch. Sind lange Haare schöner oder kurze Haare?
    Unterliegen also die Formen des Hintern auch einer Mode! Im Laufe der Zeit wechselten die Idealformen immer wieder. Adäquat zu der Größe des Pos waren mal der kleine, tomatenförmige Po „in“, mal der breitere, birnenförmige Po. Allein in unserer Zeit gibt es Liebhaber für die Form des Pos wie der von Shakira, genauso aber gibt es Liebhaber von Pos mir der Form wie der von Kate Moss ( bischen Gimp?!). Die Formen stehen nur als Beispiel für die Vielfalt der Po-Formen, die so zahlreich, wie es Menschen gibt, sind. Glücklicherweise! Und selbst dann spielt sich das ab, was bei uns allen der Fall sein wird: Im Laufe unseres Lebens können wir glatt vom Pfirsich zur Tomate werden …   😉  UND BLEIBEN DOCH GELIEBT!

    Hintern im alten Orient ( 8 )

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    Mies-Vandenbergh-Fotografie

       Die zugegebenermaßen nach heutigen Maßstäben unförmige Venus von Willendorf zeigt eine Figur, die mit nur annähernd menschlichen Proportionen gefertigt wurde. Dick im Sinne von „unförmig“ sind auch heute noch Menschen mit Stoffwechselstörungen, oder solche mit Essstörungen. Gibt es günstige und ungünstige Proportionen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?

     

       Dass es in der damaligen Epoche auch andere Darstellungen gab, das beweist uns die Höhlenmalerei vom Brandberg in Südwestafrika, genannt die „weiße Dame“. Bei ihr sind die Beine lang und der Hintern ausgeprägt, jedoch nicht übermäßig und ich finde, er geht schon in Richtung wohlgeformt. Unberücksichtigt soll hier vorerst die ethnologische Sicht der Menschen sein, denn in wie weit sich die Körperstatur des Menschen seit der nacheiszeitlichen Zeit veränderten, das möchte ich an anderer Stelle beschreiben. Mir geht es zuvorderst um das Aussehen des Hinterns in dieser Zeit.

       Im Bereich der Ostalpinen Hallstattkultur wurde in einem Grab ein bronzener Kesselwagen gefunden, der eine schlanke Frauengestalt in der Mitte zeigt. Diese Plastik zeigt eine Gruppe durchaus – wie nach heutigen Maßstäben – schlanker Menschen, die zwar nicht als Beweis für die Körperform des Menschen in der Eisenzeit dient, dennoch als idealisierte Darstellung gelten kann. Dies bedeutet, dass das Ideal schon in der Eisenzeit in dieser Region nicht in Richtung rundlich oder dick tendiert haben könnte. Selbst wenn diese Erkenntnis rein spekulativ ist, erkenne ich für mich wiederum genau jene Proportionen wieder, die in der heutigen Zeit idealisiert werden: Groß, schlank, lange Beine. Wenn wir heutzutage die Models betrachten, wären dies die Grundvoraussetzungen der Modeindustrie, um für diese als Model zu arbeiten. Dabei möchte ich das ohne Wertung erwähnen, denn nicht jeder empfindet ein sehr schlankes Model als schön. Auch über dieses Thema folgt eine Beitrag.

       Um wieder auf mein eigentliches Thema zurückzukommen, dem Hintern nämlich, so möchte ich noch ein sehr schönes Beispiel der Darstellung von Hintern in der Zeit des alten Orients benennen und beschreiben. Es handelt sich hier um die Stele des Naramsin. Das Relief zeigt den „Gottkönig“ Naramsin von Mesopotamien, wie er über ein Volk an der Ostgrenze Sumers obsiegt. Im Relief sieht man die Körper der Menschen von der Seite, dies aber in einer dergestalt wohlproportionierten Weise, dass diese Körper in der Gegenwart sicher als attraktiv empfunden werden würden. Die Linienführung der Rücken-Po-Beine Seite ist nach heutigen Maßstäben nahezu ideal. Hierzu könnte man gezielte Berechnungen anstellen, was sicher zu sehr interessanten Ergebnissen führen würde, doch der Blick darauf bestätigt beim Vergleich eines Bildes aus der Gegenwart die Identität.

       Somit zeigt sich, dass in den vergangenen Epochen unterschiedlichste Körperformen in der Kunst dargestellt wurden und sich daher nur schwer eine Tendenz zum epochenübergreifenden Schönheitsideal herausstellen läßt. Dass die Menschen jener Zeit in der Mehrzahl nicht die Proportionen der Venus von Willendorf besaßen, dürfte spätesten dann überzeugen, wenn man ihre Lebensgewohnheiten untersucht. Nomadenleben, harte tägliche Arbeit und Fluchtbereitschaft geben nur einige Hinweise auf die Behinderung wieder, welche diese Dimensionen bei ihrer Anwesenheit erzeugen würden. Entkäme die Venus von Willendorf einem Löwen nicht weniger schnell, als ein Mensch mit einem trainiertem Körper. Ein Feld zu bestellen und Beeren im Unterholz zu sammeln fiele einem ebenso mit einem sportlicherem Körper leichter. Dies alles sind nur vage Indizien und Schlüsse, beweisen in keinster Weise eine Richtigkeit und führen schon gar nicht zu einer Wertung.

    Es sind interessante Spekulationen in einer Zeit, in der das Körperliche eine immer größere Bedeutung zu gewinnen, und das Menschliche darunter ziemlich zu leiden scheint. Unter der Prämisse, „Wer die Vergangenheit versteht, kann die Zukunft gestalten.“ bilden für mich derartige Untersuchungen einen Teil eines stabilen Fundaments, auf dem aktuelle Forschungsergebmisse unter verschiedensten Blickwinkeln sehr viel differenzierter betrachtet werden können. Absolut spannend! Meine ich!

    Die wunderbare Form des Hinterns ( 6 )

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    Mies-Vandenbergh-Fotografie

      Bei der Betrachtung des Hinterns fallen mir neben der Breite und Tiefe, der Größe und Form besonders die Proportionen auf; als Gesamtbild oder Gesamteindruck, vielleicht aus der Entfernung, noch bevor Einzelheiten zu erkennen wären.

    Geht man von den vielfach untersuchten Proportionen des Gesichtes aus, so kann man – durch Studien unterstützt – sagen, dass Proportionen eine entscheidende Aussagekraft auf die Erscheinung des menschlichen Körpers haben. Beim Gesicht können es beispielsweise der Augenabstand oder die Augengröße sein, ferner die Augenform und explizit die Form der Brauen. Gleichwohl die Form der Wangenknochen, die Form des Kinns, oder die Form des Mundes lassen eine bestimmte Aussage entstehen. Auf Anhieb können wir sagen, welches Gesicht uns sympathisch ist und welches Gesicht nicht.

        Britische Forscher erstellten aus vielen Fotos mittels Software am Rechner Durchschnittsgesichter (Morphing), bei denen sie die Symmetrie gezielt veränderten. Als Ergebnis stellte sich ohne große Überraschung heraus, dass symmetrische Gesichter stets attraktiver bewertet wurden. Viel häufiger wurden sie als ansprechend beschrieben, sogar als sympathischer bezeichnet, als asymmetrische Gesichter.

       Bei der Betrachtung des Körpers wurden von diversen Wissenschaftlern ganz ähnliche Versuchsreihen durchgeführt. In den Ergebnissen konnten dabei vergleichbare Schlussfolgerungen gezogen werden. Das hat u.a. William Brown mit seinen Kollegen von der Brunel University in Uxbridge, Großbritannien herausgefunden.  Sie haben menschliche Körpermodelle eingescannt, die anschließend Versuchspersonen vorgestellt wurden. Diese Versuchspersonen sollten daraufhin die Attraktivität der Körper bewerten. Als Erkenntnis konnte von den Wissenschaftlern heraus gestellt werden, dass die Versuchspersonen jene Menschen mit symmetrischen Körpern für wesentlich attraktiver hielten, als solche mit einem weniger symmetrischen Körperbau.

          In einer weiteren Studie berichtet Cinzia Di Dio von der Universität in Parma über eine Bewertung von Bildern von Skulpturen menschlicher Körper. Die Forscher zeigten Probanden Bilder dieser Skulpturen, die im original abgebildet waren, zwischendurch fügten sie jedoch immer wieder Bilder von den gleichen Skulpturen ein, die jedoch mit einem Computerprogramm unwesentlich verfremdet worden waren. (z.B. kaum erkennbar kürzere Beine,…) Gemessen wurde u.a. die Gehirnaktivität bei den Probanden während der Betrachtung der einzelnen Bilder. Es zeigte sich, dass bei der Betrachtung der originalen, unverfälschten Bilder die Gehirnaktivität messbar höher war, als bei den verfremdeten Bildern der Skulpturen. 

       Damit bestätigt sich (für mich), dass Menschen – bewußt und unbewußt – ein Auge für die Körperproportionen des Gegenüber haben. Vielleicht genetisch bedingt erkennen wir den gesunden, wohlgeformten Habitus des Körpers sehr schnell und eindeutig.

       Bei Menschen im fortpflanzungsfähigem Alter, denen die Prämisse der Suche nach dem gesündesten Fortpflanzungspartner unterstellt werden mag, laufen bestimmte Prozesse zwingend ab. Wie in archaischen Zeiten werden in den Windungen unseres Gehirnes entsprechende Muster abgespult. Auch wenn wir dem nicht nachgehen, so konnten diese Abläufe doch ausgiebig erforscht und bestätigt werden. Erleichternd für die Auswahl oder das Erkennen der positiven Proportionen kommt in unserer Zeit die relativ leichte Erkennbarkeit der Verhältnisse der Körperglieder hinzu. Nämlich durch die Art der körperbetonten Kleidung. Die aktuelle Mode zeigt den Menschen einerseits Deutliches vom Körper des Menschen, allerdings lassen sich dadurch auch weniger gut eventuelle Defizite verbergen.

       Jeder Mensch findet, durch mannigfaltige, lebenslange Einflüsse bedingt, wie durch genetische Vorgaben begleitet, einen eigenen Typus von Körper attraktiv. Das ist zwar nicht unbeachtet der allgemein gültigen Vorstellungen von schönen Körpern getrennt zu sehen, doch in Verbindung mit dem Charakter des Einzelnen kommen weitere maßgebliche Einflüsse zum Tragen.

       Für mich beispielsweise möchte ich feststellen, das mir der nicht ganz schlanke Körper, aber auch nicht der zum Vollschlanken neigende Körper vom Ansehen gefällt. (Siehe meine Fotografien) Da es in diesem Blog zuvorderst um die Erscheinung geht, lasse ich das Wesen, den Charakter, das Herz des Menschen außen vor! In gewisser Weise handelt es sich hier also um Oberflächlichkeiten 😉 „Die Formen des Körpers“. Es werden Einflüsse der Kulturen, Moden und Perioden beschrieben werden, und auch versuche ich herauszufinden, ob es Parallelitäten gibt. Ein für mich spannendes Feld, herauszufinden, wie der Mensch tickt. 🙂