Feel Good (122)

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Dieser Artikel zeigt auf, welche Zusammenhänge zwischen unseren Empfindungen über unsere Schönheit und unserer tatsächlichen Schönheit bestehen. => „Fühle ich mich gut, bin ich schöner!“

Die gerade genannte Feststellung über die guten Gefühle und deren Auswirkung auf unser Aussehen ist schon beinahe selbsterklärend. Ein altes Sprichwort lautet wie folgt: Mit dem Hute in der Hand kommst du durch’s ganze Land. Ein weiteres lautet: Ein Lächeln am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Derer Sprichworte existieren noch viele mehr. Allen gemeinsam ist jedoch unter anderen der Sinn der Aussage, dass ein Mensch mit einem höflichen, freundlichem Auftreten gewisse Vorteile gegenüber einem nicht derartig dreinblickendem Menschen hat.

Diese Vorteile halte ich für betrachtendswert, denn in ihnen spiegelt sich die Wirkung unseres Aussehens, unserer Attraktivität wieder. Warum ist es so? Weil ein glücklicher, zufriedener Mensch genau diese Gefühle nach außen ausstrahlt, und das macht ihn begehrenswert. Menschen suchen und finden gerne die Nähe von Personen, die eine innere Ruhe gefunden haben, die in sich ausgeglichen sind. Das nicht zuletzt deswegen, weil sie ihre innere Bestätigung in ihrem Äußeren gefunden haben. Wenn Menschen glauben, dass ihr Äußeres o.k. ist, strahlen sie genau diese Überzeugung aus. Sie sind nicht getrieben von der Suche nach Bestätigung und Anerkennung. Damit wird der Kreis zumindest in dieser Hinsicht geschlossen, denn diese Zufriedenheit macht nach außen hin noch wiederum schöner!

Schlägt das Pendel dabei zu sehr in Richtung Selbstbestätigung aus, so besteht freilich die Gefahr der Eitelkeit. Das führt jedoch sofort zum Verlust der positiven Wirkung auf die Menschen. Jenes übersteigerte Selbstbewusstsein ist weit entfernt von dem bloßen Wissen um sein Aussehen. Die Erkenntnis, dass man mit sich und seinem Äußeren zufrieden sein kann, vielleicht auch noch ein Stück weit dem allgemeinen Verständnis von Attraktivität entspricht, ist sicher gesund. Wichtig ist, dass man aber deshalb nicht dem Glauben verfällt, man sei dadurch mehr wert als andere Menschen. Ob dieser Trugschluss doch mehrerer hübscher Menschen durch die Hoffierung vieler oberflächlicher Zeitgenossen mitverursacht wird, wäre interessant in einem weiteren Beitrag zu beleuchten.

Ausgehend von der These, dass glückliche Menschen auch schöner erscheinen, wurden einige wissenschaftliche Untersuchungen angestellt. Danach wirken glücklichere Menschen auf andere gleichfalls attraktiver. Das mag daran liegen, dass der Gesichtsausdruck eines glücklichen Menschen viel weniger Sorgenfältchen produziert, als dies bei einem Menschen mit Sorgen geschieht. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Sorgen begründet sind oder nicht! Ob sie dadurch zustande kommen, dass die Person sich nicht schön genug findet oder tatsächlich ist, ist zweitrangig. Ein magersüchtiges Mädchen ist vielleicht absolut schlank und gutaussehend für die meisten Menschen, doch sie selbst empfindet sich als zu dick und gerade dieses Gefühl transportiert sie nach außen. Das spiegelt sich in ihrem Ausdruck wieder, was zu Folge hat, dass ihre Erscheinung darunter leidet.

Damit wirken wir auf andere Menschen je nach Grad der Zufriedenheit mehr oder weniger attraktiv. Das Gesicht ist dabei der größte Faktor. In ihm spiegelt sich unsere Gemütslage am deutlichsten wieder. Und wir reagieren darauf ebenso deutlich. Spricht jemand von Leid und Schmerzen, so verziehen wir unser Gesicht mit entsprechend zusammengezogen Augenbrauen und hochgezogenen Lippen und Wangen. Wir empfinden nach. Und was hier im intensiven Gefühl für jeden leicht nachzuvollziehen ist, funktioniert auch im extensiven, unterschwelligen Bereich. Ist jemand unzufrieden oder unsicher, so empfangen dies unsere Antennen augenblicklich. Wer schon einmal Bücher von Samy Molcho in den Händen hatte, der hat eine Idee von der Aussenwirkung unserer Körpersprache in Form von Gestik und Mimik. Auch bei Babys kann man es schon erkennen. Lächeln wir ein Baby an, so lacht es zurück, und umgekehrt. Gucken wir fies drein, fängt das Baby oft zu weinen an.

Auf der Straße ist es nicht viel anders. Lachen wir jemanden an, so lächelt er oder sie häufiger zurück, als nicht. Das geschieht dadurch, dass wir mit unserem Lächeln tatsächlich diese Gefühle auslösen.
Durch diese Beschreibung wird die Beziehung von Sender und Empfänger deutlich und der Leser kann sich einen eigenen Reim daraus machen. Wie wirkst Du auf andere?

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Sympathie und sexuelle Anziehungskraft (97)

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Attraktivität – Aussehen – sexuelle Anziehungskraft – Sympathie – Schönheit

Diese Auswahl an Begriffen benennt eine Reihe der möglichen Herangehensweisen, welche beschreiben, wie ein erster optischer Kontakt zwischen zwei Menschen verstanden werden kann, wenn sie sich in informeller Situation begegnen.

Ich sehe jemanden, der, wie ich, einem mäandernden Bachlauf eines japanischen Gartens besondere Aufmerksamkeit schenkt. Es ist in diesem Falle ein Mann oder eine Frau in meinem Alter.

Nachdem ich die Person angesehen habe, finden in mir bestimmte Prozesse statt, die durch die o.g. Begriffe umschrieben werden. Ich erkenne, ob der Mensch sympathisch ist. Ich schätze sein Aussehen ein. Mir wird sofort bewusst, ob der Mensch attraktiv ist. Ich spüre schon beim ersten Blickkontakt, ob der Mensch für mich sexuell anziehend ist. Ist der Mensch schön, sehe ich dies meist schnell.

Auf der anderen Seite erkenne ich auch die mögliche negative Ausprägung der Person vor mir. Ich empfinde sofort eine abstoßende Schwingung, und der Mensch ist mir sogleich unsympathisch. Ich wäge sein Aussehen ab und bei negativem Äußerem sehe ich nicht weiter hin. (Es kann sogar soweit kommen, dass ich diesen Menschen dann nicht einmal wahrnehme!) Ist er unattraktiv, so wird er für mich zum Gegenstand Körper, damit meine ich, ich sehe, dass der Mensch dort verweilt, beschäftige mich jedoch in keinster Weise mit ihm. Nicht sexuell anziehend bedeutet nicht so viel in diesem Moment, denn das würde nur in positiver Weise eine Auswirkung nach sich ziehen. Hier hätte es nur dann eine Funktion, wenn ich auf der Suche nach sexuellem Kontakt respektive einem Partner wäre. Bei entschiedener Hässlichkeit würde es wahrscheinlich wieder zu einer Ignoranz oder wenigstens Desinteresse an der Person führen.(von Abstoßung ganz zu schweigen)

Beim Zusammenspiel all der o.g. Herangehensweisen nimmt jede einzelne einen mehr oder weniger intensiven Platz ein. Diese optischen und in uns allen automatisierten Verhaltensweisen werden bei dieser Begegnung natürlicherweise durch jene persönlichen Umstände beeinflusst, in denen wir uns gerade befinden. Um wenige davon kurz zu erläutern, eine kleine Aufzählung:

· Wäre ich Single, so würde die sexuelle Anziehungskraft eine dementsprechende Bedeutung einnehmen.
· Wäre ich wohlgemut, so würde ich dem Menschen mit einer positiven Grundhaltung begegnen.
· Würde mir die Zeit knapp sein, so würde ich kaum Raum finden, mich auf den Fremden ein Stück weit einzulassen.
· Wäre ich ein offener Mensch, so würde ich ich zur fremden Person verbalen Kontakt aufnehmen.

Diese kleine Auswahl verschiedener Prämissen zeigt schon ihre multiplikatorische Wirkung. Vernachlässige ich diese Umstände, so lässt sich verallgemeinert folgende Überlegung für mich anstellen:

Ich nehme die Person im japanischen Garten in einer speziellen Weise wahr. Ich sehe ihre Erscheinung, (Geschlecht, Größe, Breite, Alter) sehe sie wahrscheinlich an, und binnen weniger Zehntelsekunden werden alle die o.g. Prozesse der Einschätzung abgeschlossen sein. Was als Wirkung bezeichnet wird, besteht aus vielen Einzelkomponenten, die in uns Betrachtern durch die einzelnen, instinktiven Schritte in unserem Unterbewusstsein blitzartig zu einem Gesamtbild zusammengefügt wird.

SYMPATISCH ODER NICHT?

ATTRAKTIV ODER NICHT?

ALS THEORETISCHER LEBENSPARTNER DENKBAR ODER NICHT?

und und und ……

Und das Fazit der kleinen Überlegung? Sender und Empfänger der optischen Reize wirken stets im Zusammenhang und unter dem Einfluss mannigfaltiger Variablen. Setze ich voraus, dass sich beide wahrnehmen, so kann ich das Ergebnis des optischen Kontaktes immer als eine Summe der einzelnen Rahmenbedingungen betrachten. Mich interessieren die Wirkungsweisen dieser Rahmenbedingungen ungemein.

Während meines nicht zuende geführten Studiums der Philosophie habe ich die Fragestellung immer wieder aus der Sicht des Logos versucht zu beleuchten. Es gelang mir mehr schlecht als recht. Ich musste immer wieder leidvoll feststellen, dass es sich bei der Beziehung zwischen zwei Menschen nicht nur um das Resultat aus Ursache und Wirkung handelt. Seit ich mich beginnend mit der Verhaltensforschung(mit ein wenig Neurologie), Soziologie und Psychologie beschäftige, finde ich manche Antwort auf früher gestellte Fragen.

Ob sich neue Erkenntnisse manipulativ auf mein Verhalten auswirken, das möchte ich hier stark anzweifeln. Schon allein deshalb, weil ich nicht der Mensch bin, gewonnene Erkenntnisse umgehend in die Tat umzusetzen. 😉 Wenn ich eine Veränderung bestätigen kann, so ist es die, dass ich durch die für mich spannenden Ergebnisse zu einer größeren Gelassenheit gelangt bin. 🙂

Words unspoken ( 74 )

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Die Gedanken der Menschen sind frei. Wir sind frei zu denken:

· was wir wollen
· wann wir es wollen
· wie sehr wir es vielleicht vertiefen wollen.

Wir können dann denken, wenn uns Zeit dafür bleibt. Jedoch, die Zeit ist nicht aktiv, sondern passiv und uns bleibt die Zeit nicht, sondern wir werden sie uns nehmen müssen. Nun ist der moderne Mensch scheinbar nicht mit sehr viel Zeit ausgestattet, denn er hat viele Verpflichtungen.

Es stellt sich demnach die Frage, wie frei wir wirklich sind, zum Denken all der Gedanken! Wie frei sind wir von Ablenkung? Wie groß, wie klein ist unser Spielraum, der uns bleibt, neben den grundlegenden, arterhaltenden Verpflichtungen? Wie viel Zeit nehmen wir uns für die freien Gedanken und wie viel Zeit fällt -im Gegensatz dazu- den Entspannungen und Ablenkungen zum Opfer, denen wir uns mit großer Hingabe widmen?

Wir sind in unseren Gedanken frei. Wir denken uns unsere Meinung lange schon, bevor wir sie kundtun. Teils überdenken wir sie vielfach, teils verkünden wir sie sofort und ungefiltert. Manchmal drücken wir sie mit Worten aus, ein anderes Mal ohne Worte. Wir zeigen es, indem wir uns für bestimmte Dinge interessieren, für andere Dinge weniger, für manches gar nicht. Wir zeigen es mit dem, was wir besitzen. Viele Menschen definieren sich ausschließlich über ihren Besitz. Wir sind schnell dabei, eine Meinung zu einem Urteil um zu formen. Gerne auch mal aufgrund unzureichender, unrichtiger oder lückenhafter Informationen.

Jeder Mensch hat ein eigenes Kontingent an Ressourcen zur Verfügung, die er mit Informationen bestücken kann. Die Kontingente sind von unterschiedlicher Größe. Nichts scheint schlimmer zu sein, als Ignoranz. Vielleicht noch Halbwissen, das zur Meinungs- oder Urteilsbildung herangezogen wird. Was aber, wenn das Kontingent des Geistes erschöpft ist? Wenn nicht mehr Informationen aufgenommen werden können? Welchen Vorwurf mache ich demjenigen dann?

Dem Halbwissenden, der diese lückenhaften Fundamente zur Errichtung einer Meinungsäußerung gebraucht, dem wünscht man schon ein Stolperstein, doch der es nicht besser kann, mit dem hat man Nachsicht, solange er nicht seine Unwissenheit zu Instrumente macht.

Da stehen wir mit unserer Meinung, in unseren Gedanken gebildet, allein, und wir wissen vielleicht von der Meinung der anderen, ahnen vielleicht etwas von ihren Gedanken, sehen etwas vom Besitztum der anderen und erfahren, welche ihre Vorlieben sind, denn wir sehen die Fotografien, die ihnen gefallen, und wir machen uns daraufhin ein Bild von diesen Menschen. Welche Farben hat das Bild? …meint: was glauben wir vom Menschen gegenüber zu wissen ?

Wir hören die gesprochenen Worte und manchmal sogar die unausgesprochen, die noch weit mehr aussagen, als alle gesprochenen Worte zusammen!