Du bist schön, weil ich Dich kenne! (177)

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Menschen, die uns an jemanden erinnern, den wir kennen, bzw. dessen Aussehen uns bekannt vorkommt, diese Menschen haben in der Wahrnehmung einen „Heimvorteil“. Warum ist das so?

Studien, die in England durchgeführt wurden, ergaben, dass Sympathiegrade sich stark an bekannten Gesichtern orientieren. Probanden wurden auf dem Bildschirm eine Reihe von Gesichtern gezeigt, die sie auf einer Skala benoten sollten. Es sollte, so wurde ihnen vorher mitgeteilt, eine Erhebung über die Attraktivität natürlich geschminkter Gesichter im Verhältnis zu überzogen geschminkter Gesichter durchgeführt werden.

Wovon die Probanden jedoch nichts wussten, war folgende Konstellation. Ihnen wurden gezielt ausgewählte Gesichter gezeigt, die so ausgesucht wurden, dass ein Teil der Gesichter bestimmten Personen aus ihrem persönlichen Umfeld ähnelten, zusätzlich einige Gesichter von mehr oder weniger bekannten Models und Stars, sowie willkürlich ausgewählte Gesichter. Einer Kontrollgruppe wurden die gleichen Gesichter gezeigt. Hauptsächliche Beachtung fanden bei der späteren Auswertung jedoch nur die Gesichter, die den Vertrauten-Bonus bei den Probanden der ersten Gruppe besaßen und die dazu erfolgte Bewertung der Kontrollgruppe.

Das Ergebnis war eindeutig: die erste Gruppe bewertete Gesichter, welche unwissentlich Personen aus ihrem eigenem Umfeld glichen, durchweg höher in der Attraktivität, als die Kontrollgruppe dies tat.

So scheint der Mensch, als Gewohnheitstier, dem Vertrauten ehr zugeneigt zu sein. Eine Vermutung könnte man daraus schließen: dass auf diesem Wege Menschen, die vielleicht in den Augen der Masse keinen der vorderen Plätze bei einem Schönheitswettbewerb erreichen würden, so diesen ungeahnten Vorteil für sich verbuchen können.

Und tatsächlich gibt es Studien, nach denen eine nicht unerhebliche Zahl von Ehemännern dem Äußeren der Väter der Ehefrauen in auffälliger Weise ähneln. Umgekehrt, also bei den Ehegatten konnte dies jedoch nicht festgestellt werden, hier sind Erkenntnisse herausgearbeitet worden, die das Gegenteil untermauern: Die Ehefrauen sehen den Müttern der Ehemänner auffallend wenig ähnlich. Eine Erklärung dazu wäre noch interessant heraus zu finden.

Zuletzt möchte ich noch einen Bogen schlagen zur Globalisierung der Sehgewohnheiten durch die Medien. Die zunehmende Präsenz aller menschlichen Rassen in den verschiedenen Medien, besonders aber des immer stärker genutzten Internets, wird dazu führen, dass wir unseren Horizont deutlich erweitern. Eine persönliche Verbundenheit Bekanntem gegenüber wird einen immer größeren Kreis bilden, was ich in diesem Zusammenhang sogar für durchweg positiv halte. Die Wahrnehmung und Gewöhnung an die tatsächliche Existenz der unterschiedlichsten Menschen auf unserer Erde wird diese latente Zurückhaltung andersartigen Menschen gegenüber zunehmend verblassen lassen. Ist zu hoffen.

So gefällt uns der lächelnde Südamerikaner genauso gut, wie der lächelnde Schwede, die traurig schauende Japanerin so wie die betrübt blickende Stuttgarterin. 🙂

Werden wir immer schöner? (173)

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Unterschiedliche Schönheiten finden unterschiedliche Liebhaber. Es bilden sich nahezu unendlich viele Teilmengen aus. Innerhalb dieser Teilmengen sind stärker durchgezeichnete Bereiche genau so vorhanden, wie weniger stark hervor gehobene Bereiche. Was bedeutet das?

Der Ausspruch „… für jeden Topf gibt es einen Deckel!“, aus Zeiten der Großeltern, dessen Ursprung sehr wahrscheinlich schon so alt ist, wie die Geschichte der Menschheit selbst, übermittelt etwas vom oben genannten Vergleich aus der Geometrie. Tatsächlich scheint es stets jemanden zu geben, der einen ganz bestimmten anderen Menschen in irgend einer Art und Weise anziehend findet. Unter ihnen befinden sich selbstverständlich Menschen, deren äußere Attraktivität im allgemeinen Ansehen weniger hoch ist, genau so, wie -im Ansehen der jeweils aktuellen Sicht auf die Attraktivität- solche, die als attraktiv zu bezeichnen sind.

Was führt dazu, dass es größere Teilmengen gibt, so, wie es kleinere gibt, möglicherweise sogar nur Teilmengen bestehend aus 1.

Hergeleitet aus der Tatsache, dass im Menschen ein grundsätzliches Streben nach Entwicklung fest verankert ist, gilt mein Ansatz diesem daraus resultierendem, selektiven Verfahren. Wir „möchten gerne“ einen in unserem Auge attraktiven Menschen finden, um uns mit diesem zu liieren. Dabei gibt es sehr differenziert erfasste Ursachen für wahrgenommene Attraktivität, hinzu kommt das unterschiedliche Verständnis von Attraktivität, gekennzeichnet unter anderem durch weibliche und männliche Präferenzen. Wer die Wahl hat, würde sich grundsätzlich eher für einen attraktiven Menschen als Partner entscheiden, als für einen minder attraktiven. Wie gesagt, was im einzelnen die Attraktivität ausmacht, sei vorerst dahingestellt.

Beobachtungen und statistische Erhebungen verzeichnen eine Tendenz zur steigenden Symmetrie des menschlichen Körpers. (Außen vorgelassen bleibt eine andere Tendenz zur zunehmenden Fettleibigkeit der Menschen.) Das heißt, wir Menschen werden immer schöner, weil symmetrischer. Ich wage daraus die Schlussfolgerung, dass es eine Folge der Selektion ist. Der Einfluss der Ernährung, Lebensweise und körperliche Fitness in diesem Zusammenhang ist natürlich sekundär genauso relevant und halte ich einen fortführenden Artikel darüber nach entsprechenden Recherchen für aufschlussreich, nichtsdestotrotz sind die Wahl der Gene und die Verbindung daraus entstehenden Lebens vorentscheidend. Was nun die Bedeutung des Aussehens betrifft, der ich in diesem Blog auf die Spur zu kommen plane, ergibt sich aus der Selektion eine stetige Entwicklung im Aussehen der Menschen, tendenziell zum schlanken, aber durchtrainierten Körper.

Besonders ersichtlich ist das bei der Beobachtung von jungen und sehr jungen Menschen, bei denen die Umwelteinflüsse noch nicht in entsprechendem Maße wirken konnten. Vorgeburtliche Maßnahmen verstärken diesen Trend erheblich, folgt man den Wissenschaftlern, deren Veröffentlichungen sehr interessante Hinweise beschreiben. So ist zum Beispiel die gezielt gesunde Ernährung der werdenden Eltern und deren medizinische Begleitung ein wesentlicher Grund für eine optimale Versorgung des werdenden Lebens und die Schaffung der damit verbundenen gesundheitlichen Voraussetzungen der bestmöglichen Entwicklung des Körpers und Geistes. Damit sind leider vorerst noch Industrienationen beschrieben, denn von gesundheitlicher Prävention kann in den Entwicklungsländern noch keine Rede sein, bzw, in Ländern, in denen chronische Unterversorgung nicht nur mit Nahrung und Trinkwasser herrscht.

Was nun der einzelne Mensch aus diesen positiven Fundamenten macht, sein dahingestellt, wenn in der Schule Kinder zu beobachten sind, deren Frühstückspaket tagein tagaus aus einer koffeinhaltigen Brause und einem Schokoladenriegel besteht, so sollte einem das zu denken geben. Aber nicht nur Kinder sind davon betroffen, auch für mich sind die ölig-kross gerösteten Kartoffelsticks aus der Tüte oftmals verlockender, als ein paar frisch geschnittene Kohlrabi-Stäbchen…  und: auf die Dosis kommt es an, schon länger bekannt 😉

Zurück jedoch zur oberflächlichen Äußerlichkeit: Wie sich die Richtungsänderungen in der Gesellschaft durch unterschiedliche Strömungen im Wert der Attraktivitäten auswirken, ist für mich noch nicht ersichtlich. Wenn in einer Zeit X ein schlanker Körperbau bevorzugt wird und in der darauf folgenden Epoche Y ein stärkerer Körperbau im Trend liegt, so werden sich frei nach den Evolutionstheorien die Durchschnittsmenschen mal schlanker, mal kräftiger entwickeln. Speziell in die Tiefe gehende evolutionstheoretische Fakten, wie die generationsüberspringende Vererbung bestimmter Gene möchte ich hier nur erwähnen, nicht jedoch vertiefen. Dazu gibt es Fachliteratur, für den interessierten Leser kommt man im www schon zu verständlichen Ergebnissen. Was jedoch an den Tendenzen und Vorlieben der jeweiligen Zeit entscheidenden Einfluss hat ist die Tatsache, dass die Zyklen in immer kleiner werdenden Intervallen wechseln. Da stellt sich die Frage, inwieweit unsere Körper dann noch in der Lage ist, darauf zu reagieren und die Evolution damit egalisiert erscheinen wird. Findet die Mode zwischen schlank und vollschlank einen Wechsel innerhalb einer oder zweier Generationen statt, so befindet sich dies außerhalb der Evolution. Dann kommen andere Eigenschaften zum Tragen. Braucht der Mensch noch Füße oder Beine? Oder Zehen? Oder reicht die Hand zur Bedienung eines Mediengerätes?

Weniger ironisch-sarkastisch fortfahrend komme ich auf die Frage nach dem Wert der Attraktivität. Ein Topf findet einen Deckel, wenn z.B. eine Liebenswürdigkeit im Menschen vorhanden ist, die weit über jedweden Äußerlichkeiten steht. Doch in der Gesellschaft wird es zunehmend erschwert, diese Liebenswürdigkeit zu zeigen, dazu müsste man mit dem Menschen näheren Kontakt haben. Der wird reduziert, durch selbst genutzte Medien und einem weichenden Verständnis für Geduld, Verzeihen und anderen kleinen, aber dann doch geradewegs liebenswerten Unzulänglichkeiten. Der Schein rockt on Stage. Erkennen wir das, können wir darüber nachdenken, in wie weit das zu dem führt, wonach der Mensch im Grunde genommen strebt: Menschlichkeit!

Ziele der Fotografie (118)

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In diesem Artikel beschreibe ich die möglichen Ziele der Fotografie und wie man sich ihnen nähert. Ich meine, wenn man sich Ziele setzt, so findet man leichter aber auch fundierter seinen Weg.

Um ein Ziel klar zu formulieren, sollte man es kennen. Ob es genügt, wenn jemand sagt, welche Motive ihm gefallen, und das er oder sie diese Motive gerne
fotografiert, das wage ich zu bezweifeln. Die Folge davon könnte sein, dass dieser Mensch sich auf diese Art der Fotografie einlässt und dass diese Bilder bestenfalls in seinem Album oder einen Schuhkarton landen, oder nur in den tiefen einer externen Festplatte ihr Dasein fristen. Dafür, meine ich, sind die Fotografien zu schade.

Nun ist nicht jeder ein Profifotograf, der klar vorgegebene Aufträge abzuarbeiten hat. Wenn man nämlich von der Fotografie leben möchte, dann ergeben sich viele Ziele durch die Aufträge der Kunden. Sich darin zu perfektionieren wird zwangsläufig zum Ziel, will man beruflich etwas erreichen. Doch diesen Bereich möchte ich hier ausblenden. Es geht mir um den sog. ambitionierten Laien, der, wie ich, vielleicht noch keinen Bildband herausgegeben hat, der noch keine klassische Homepage erstellt hat, auf der seine Bilder als FineArt-Prints käuflich zu erwerben sind, der noch keine fotografische Reihe erstellt hat, die in einer Ausstellung zu bewundern war.

Anhand dieser kleinen Aufzählung kann man schon ersehen, in welche Richtung diese Reise gehen kann. Wie jede Reise, so beginnt auch unsere fotografische Reise mit dem ersten, noch so kleinen Schritt. Vorausgeschickt, dass wir einen Fotoapparat nebst Speicherkarte und Betrachtungsmedium besitzen, geht es für uns ans Werk. Und das ist durchaus wortwörtlich gemeint. Mit Werk meine ich nicht Sammelsorium. Wagen wir vorerst einen Schritt in die ferne Zukunft. Da sitzen wir nun mit achtundneunzig Jahren am warmen Kamin, und blicken auf unser (fotografisches) Leben zurück. Wie beschreiben wir unser Schaffen? Haben wir hier und da mal ein paar Fotos gemacht, unter denen auch ein paar schöne Bilder waren, die im Moment auf dem Speicher in der Alukiste hinten rechts liegen? Und sind wir damit zufrieden? Wenn ja, so können wir uns die kostbare Zeit sparen, und den Artikel hier brauchen wir nicht weiter zu lesen. Wenn wir aber der Meinung sind, das reicht uns nicht, und wir hätten gerne mehr erreicht in der Vergangenheit, dann wird es vielleicht doch interessant.

Schön, dass Sie noch da sind! 🙂 Wollen wir im Rückblick auf unser fotografisches Schaffen von einem Werk sprechen, so bedarf es einiger Überlegungen zum richtigen Zeitpunkt. Dieser Zeitpunkt ist zu jeder Zeit der richtige. Denn die Hauptsache ist, er ist überhaupt da. Für mich kommt er auch erst heuer in der Mitte des Lebens. Warum „erst“?, so könnte man fragen. Wenn ich damals, als junger Mensch, nicht die Fotografie in den Hintergrund gestellt hätte, und mich stattdessen beruflich dem Thema Gartengestaltung zugewandt hätte, dann wäre vielleicht die Fotografie meine berufliche Zukunft geworden. Ist es aber nicht. Vielleicht habe ich aber wiederum dadurch den genügenden Abstand, um mich als Hobby der Fotografie ganz unbefangen (inhaltlich und ganz besonders zeitlich) zu nähern. Frei nach der Weisheit des Schusters: Der Schuster läuft mit dem schlechtesten Schuhwerk umher.

Zurück zu den Überlegungen, die uns helfen sollen, ein fotografisches Werk zu formen. Was braucht es, um später einmal auf ein Werk zurück zu blicken? Von den Zielen sprach ich schon. Um sie zu formulieren, bedarf es aber erst mal einer Idee. Diese, so meine ich, steht am Anfang. Eine Idee, die uns in den Sinn kommt und für die wir uns entscheiden, eine, die wir umsetzen möchten! Das ist ein Meilenstein. Und zwar deswegen ein Meilenstein, weil wir mit dieser Entscheidung jedes Lament hinter uns gelassen haben. Wir stehen dann nicht mehr vor dem Berg, der da heißt: Ich könnte mir vorstellen…, ich würde ja gerne…, Wenn ich die Zeit hätte, dann…, irgendwann beginne ich mal…, Wenn ich damit fertig bin, fange ich an…, usf. Wir haben uns entschieden. Die Idee ist Programm. Die Fotokamera, die nicht als Schnäppchen nebenbei angeschafft worden ist, soll ihrer Bestimmung zugeführt werden. Und nun wollen wir mehr, als nur knipsen.

Eine Idee könnte lauten: Ich möchte eine fotografische Reihe erstellen über das Thema „begrünte Fassaden in Städten“. Schon ab dieser Stelle geht es um das Wesentliche! Das Thema ist durch jedes beliebige Thema ersetzbar. Oder es ist erweiterbar. Es ist sogar einerlei, es kommt nur auf die folgenden Entscheidungen an: Wenn das Bild, bzw. die Reihe fotografiert und nachbearbeitet ist, habe ich nachfolgend damit im Sinn:

– Ich werde eine Ausstellung machen!

– Ich werde mir einen Verlag suchen, und das Buch publizieren!

– Die Fotografien werden auf meiner Homepage ausgestellt!

– Die Fotos sollen in einem Verkaufsportal veröffentlicht werden!

– Ich möchte mein eigenes Fotobuch erstellen!

– Meine Fotos sollen an Wettbewerben teilnehmen!

– Die Fotos sollen für einen Blog verwendet werden!

– Mehrere der o.g. Ziele sind geplant!

Davon ausgehend formulierte ich mein Ziel, und stelle anschließend heraus, wie ich dieses Ziel in welcher Zeit mit welchen Ressourcen erreichen kann.

Ein sehr beliebtes Thema der Fotografie sind die Menschen. Für mich möchte ich da keine Ausnahme bilden, denn ich halte die Menschen ebenfalls für absolut fotogen! Die Zielfindung für das Thema könnte folgendermaßen Erfolg haben:

Personen als Motiv

1. Locations:
An welchen Orten würde es dir gefallen ein Fotoshooting durchzuführen?(Was natürlich von der Bildkomposition/Bildaussage abhängt.)

1 Wiese
2 Strand
3 Park
4 Stadt
5 Wald
6 Wohnung

2. Ausrüstung:
Was benötigst du für ein Equipment?

0 Reflektor
1 105er Macro
2 70-200er
3 24-70er
4 Stativ
5 Fernauslöser
6 Accessoires
7 Ersatzkamera
8 Blitzanlage

3. Personensuche
Welche Personen eignen sich für Deine Idee vom Bild?

1 Spreche fremde Menschen an, die du fotografieren möchtest! Händige eine Karte/Flyer aus, auf die der Angesprochenen zurückgreifen können und aus der hervor geht, was wichtig ist.
2 Fertige einen Flyer, aus dem hervorgeht,

– was deine Absichten sind
– welche die Vorteile dein Modell hat
– wie der Ablauf deines Fotoshootings verläuft
– wer du bist
– welche Referenzen du wo vorweisen kannst
– wie du erreichbar bist => e-Mail, Mobil
3 Frage die Freunde, die du fotografieren möchtest!
4 Frage die Familienmitglieder, die du fotografieren möchtest!
5 Frage die Nachbarn, die du fotografieren möchtest!
6 Wer: Nachbarn, Familie, Freunde, Fremde, Modelle, …
Männer, Frauen, Kinder, Paare, Gruppen, …

ZIELE DEINER FOTOGRAFIE

0 Entwickele eine Idee, eine Vorstellung, wo du mittelfristig angekommen sein möchtest. Was möchtest du in 5-8 Jahren erschaffen haben?
1 Fertige einen Plan aus, wie und bis wann du die Etappen deines Werdegangs erreichen möchtest!
2 Lege schlüssig dar, was du mit den Foto vor hast und begründe es! Begründe es in erster Linie speziell für dich selbst!
3 Begründe schlüssig, warum du (einen) Menschen fotografieren möchtest!
4 Formuliere Zwischenziele (Etappen) auf dem Weg zu deinem Ziel!
5 Formuliere die Ziele deines Gesamtwerkes
6 Formuliere einen Zeitrahmen!

Die Zwischenziele im einzelnen

1 · Erstellen einer Homepage. (Schlüsselbegriff: Fotografie)

· möglicher Inhalt einer Homepage

– Gesichter mit Ausdruck
– Körperteile (Hintern, Beine, Augen, Haare, …)
– Schönheit (der Menschen)
– Frauen + Männer (Attraktivität)
– Besondere Gesichter (z.B.Betina LaPlante)

– einzelne Menschen mit ihrer Idee vom Leben als Text zum Bild

– Werdegänge, Veränderungen, eine Person in zig verschiedensten Outfits, auf denen er nicht wieder zu erkennen ist

2 · Veröffentlichung eines Bildbandes

· Themen im Bildband:

– Gesichter

– Körperteile

– Stimmungen
– Geschichten der Menschen

Zum Abschluss möchte ich noch einen kleinen Einblick in meine eigenen Ideen geben, die ich noch verwirklichen möchte, die praktisch darauf warten, umgesetzt zu werden. (Wer im Koblenzer Raum Lust hat auf ein TfP, kann mir gerne eine PN zukommen lassen.)

Fotografische Themen und Bilderserien

1 Fantasy – Szenen aus der Traumwelt

· in langen Gewändern mit Rosen im Haar, verwunschen, stolz und zerbrechlich, stark und verletzlich

· als Amazone mit Schwert und Gewand, als Ausdruck eine Mischung von Unabhängigkeit, Unbändigkeit, Entschlossenheit und Verwegenheit in Körper und Gesicht

· im Garten zwischen Sträuchern und Blumen, elfengleich schwebend und dennoch präsent, leicht aber präsent, kess aber verträumt

· verwildert, wüst und rau, zerzaust aber dennoch anmutig, etwas verwegen mit dem Blick eines Freidenkers, ein Blick, der aussagt, ich kann alles erreichen

· Die Augen geschlossen, den Blick nach oben, der Ausdruck des Gesichts sanft zufrieden, mit nur einem Hauch von Lächeln, das nur gerade so, kaum erahnbar, zu erkennen ist

2 Street – Fotosession, in der die Aufnahmen so wirken, als ob das Modell nur beiläufig abgelichtet wurde.

· Das Modell verschwindet gerade um eine Ecke, mit einem frechen Blick und dem Ausdruck in den Augen „ Aber nur ein Bild!“…

· Das Modell betritt gerade freudig ein Haus, Auto, Bahn, …

· Das Modell sitzt traurig auf einem Vorsprung …

· Das Modell wartet ungeduldig an einem Übergang …

· Das Modell kauft mit dem Zeitungsverkäufer schekernd eine Zeitung am Büdchen …

· Das Modell spricht liebevoll zu einem Kinde …

· Das Modell sitzt verträumt auf einer Parkbank
· Das Modell

3 Mit dem Fahrrad

· Sitzend, abwartend, ungeduldig, wann es endlich soweit ist, die Fahrt endlich beginnt

· Fahrend, mit wehender Kleidung

· Stehend, angestrengt und voll entschlossen den Berg bezwingend

· Daneben, eine Pause im Sinn, die schöne Landschaft betrachtend, still begeistert

· Rollend, erschöpft aber glücklich, mit dem Wissen im Blick, ich habe die Tour auf dem Deich von Lelystad nach Enkhuizen trotz Gegenwind gemeistert 😉

4 Mensch und Baum

· Angelehnt, mit dem Gefühl von „Mein Freund, der Baum“

· Am Fuße des Baumes, verträumt

· Kletternd, entschlossen, mit dem stolzen Blick zum Fotografen oder nach oben

· Hangelnd, sehr angeszrengt, an einem Ast, dennoch, unglaublich, mit einem Lächeln

· Auf einem Ast liegend, in Entspannung und Hingabe an die Natur

· Kniend, traurig und etwas weltverlassen, tief in Gedanken

· geschuldet meiner Berufung als Gartengestalter: in Arbeitsklamotten, mit Erde und Grün versehen, als ob der Tag mehr in, als auf der Erde verbracht worden wäre

5 Nach einer verrückten Idee des Modells
· Was dem Modell außerordentliches in den Sinn kommt… 🙂

Schöneren Menschen vertrauen wir eher! (114)

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In diesem Artikel beschreibe ich die erste Wirkung des Äußeren auf unser Bewusstsein, und erläutere dies anhand einer Studie.

Alexander Todorov, Neurowissenschaftler und Wahrnehmungspsychologe der Universität Princeton geht in seinem Social Neuroscience Lab der Frage nach, wie der „erste Eindruck” entsteht, den uns ein
Gesicht vermittelt. Welche Anzeichen sorgen für einen ersten positiven, sympathischen Eindruck und was führt zu einem ablehnenden Gefühl?

Wir sehen den Menschen an, und unser Gehirn erkennt ganz automatisch die Gestik und Mimik unseres Gegenüber. Es vergleicht in Bruchteilen von Sekunden unsere Datenbank der Erfahrungen damit, überarbeitet diese Vergleiche mit unserem Instinkt und gibt damit eine Empfehlung an unser Bewusstsein – der wir meist erst mal folge leisten.

Ulrich Renz schreibt darüber in seinem (leider eingestellten) Blog:

„Todorovs Team arbeitet mit (sowohl echten als auch computergenerierten) Gesichtern, die als 3D Gitternetz mathematisch kodiert sind (s. Abbildung). Er kann damit den Zusammenhang zwischen der Gestalt eines Gesichtes und dem Persönlichkeitseindruck, den es bei Probanden auslöst in exakte Zahlen fassen. Und damit die Frage beantworten, welche Hinweisgeber im Gesicht es eigentlich sind, die uns das Gefühl geben: “diesem Menschen kannst du vertrauen”. Hat es mit der
Augengröße zu tun? Der Lage der Brauen? Der Position der Mundwinkel?

Nach tausenden von Bewertungs-Durchläufen weiß Todorov: Die als vertrauenswürdig wahrgenommenen Gesichter haben offenbar eine diskrete und bewusst nicht wahrnehmbare Ähnlichkeit mit Gesichtern, die den Ausdruck von Freude tragen. Und das, obwohl
die untersuchten Gesichter in ihrer Mimik vollkommen neutral waren, also keinerlei Gefühlsregung zeigten! Umgekehrt – wenig vertrauenswürdig wirken (gefühlsneutrale) Gesichter dann, wenn sie mit Spuren der Emotion „Ärger” kontaminiert sind. Lesen wir in einem Gesicht die Gefühlsregung „Freude”, so interpretieren wir das als Annäherungs-Signal: „Hier kommt ein Freund!” – Lesen wir dagegen „ärgerlich”, rutscht der entsprechende Mensch in die Kategorie „potentieller Feind”.

Beim Lesen von Gesichtern unterläuft uns also offenbar eine systematische Verwechslung: Obwohl sie “eigentlich” gar keine Gefühlsbotschaft transportieren, lesen wir doch ein Gefühl in sie hinein – einfach deshalb, weil ihr Aussehen uns an diese Emotionen erinnert. Anders ausgedrückt: Wenn die genetische Lotterie einem Gesicht rein zufällig Merkmale beschert hat, die einem bestimmten
Gefühlsausdruck ähneln – beispielsweise höhere oder tiefere Mundwinkel -, so können wir gar nicht anders, als in diesem Gesicht das entsprechende Gefühl wahrzunehmen.

Ein klarer Fall von Verwechslung, denn dieses Gefühl ist ja gar nicht vorhanden. Wahrnehmungspsychologen wie Todorov sprechen bei
solchen „Verwechslungen” von overgeneralization, also Über- Verallgemeinerung: Wir verallgemeinern die Botschaft eines Reizes (in unserem Fall die Botschaft „ich freue mich”) automatisch auf einen anderen Reiz, sobald dieser dem ursprünglichen Reiz ähnelt.

Was hat das nun aber mit Schönheit zu tun? – Eine ganze Menge, wie Alexander Todorov herausgefunden hat. Im vieldimensionalen „Gesichts-Raum” seiner Probanden haben nämlich der Attraktivitäts- und der Vertrauenswürdigkeitsvektor eine erstaunlich übereinstimmende Ausrichtung. Will heißen:
„Vertrauenswürdigkeit” und „Attraktivität” überschneiden sich in unserer Wahrnehmung in höchstem Maß. Und Vertrauenswürdigkeit wiederum ist, wie wir nun wissen, an die “Gefühlsspuren” gekoppelt, die wir in manchen Gesichter zu erkennen meinen. – Man könnte es vereinfacht auch so ausdrücken:
Wer glücklich aussieht lässt bei uns die Vertrauenssaite klingen, und wer als vertrauenswürdig wahrgenommen wird, wird auch als
anziehend empfunden. … Hier ist nur folgendes wichtig: Sie vollziehen sich vollkommen unbewusst und reflexartig, und zwar blitzschnell
(nämlich innerhalb der ersten 100 Millisekunden einer Begegnung).“

Dies ist eine anschaulich beschriebene und aufschlussreiche Studie. Als Fazit daraus kann ich für mich feststellen, dass der Mensch viel mehr intuitiv gesteuert ist, als ihm bewusst ist. Wir reagieren auf bestimmte Schlüsselreize, ohne dass wir sie als solche erkennen, ohne, dass wir uns dessen jedes Mal bewusst sind. Aufgrund bestimmter Ausprägungen im Gesicht des Gegenüber fällt unser Unterbewusstsein die Entscheidung über letztendlich Attraktivität oder Missfallen und ist so freundlich uns dies über ein Gefühl mitzuteilen.

Nun gehört diese Reaktion zu einem Konglomerat von komplexen Automatismen, ohne die wir in unserer Umgebung durch Reizüberflutung zu Grunde gehen würden. Von den unendlich vielen Reizen, die beständig auf uns hernieder gehen, filtern diese Mechanismen die Mehrzahl aus. Für uns werden jene Reize bis ins Bewusstsein transportiert, die für uns neu oder besonders intensiv sind. Viele andere gehen dabei unter, wieder andere lösen eine diffuse Gefühlsregung aus, die in ihrer Summe zu einer bewussten Empfindung werden. Oft passiert es jedoch, das wir aufgrund der Vielzahl der Reize, besonders der optischen Reize, völlig überfordert sind. Dadurch kommt es immer häufiger vor, dass wir Reize von eigentlich für uns großer Wichtigkeit übersehen, und unser Bewusstsein zu einem Fehlverhalten geleitet wird. Manchmal sind es die kleinen Zeichen, die, wenn sie erkannt, zu einer sinnvollen Tat führen, die aber, wenn sie übersehen werden, dies zu erheblichen Missverständnissen führt.

Im Zuge der hiesigen Betrachtung des wohlgeformten Hinterns schlage ich den Bogen über folgenden Zusammenhang: entdecken wir einen schönen Menschen, respektive einen wohlgeformten Hintern, so erkennen wir den aufgrund ganz individueller Schlüsselreize. Diese lösen in jedem von uns eine momentane Begeisterung aus. Bei jedem von uns wirkt etwas Anderes, wenn auch immer wieder ähnliches, wenn es um die Attraktivität des anderen Geschlechts geht. Diese Reize sind meist nicht von langer Dauer. Sie finden nur aufgrund der Stärke des Reizes, aufgrund der Neuartigkeit für unsere Vergleichsdatenbank in unserem Gedächtnis und letztendlich auch aufgrund unserer Aufnahmebereitschaft den Zugang zu unserem Bewusstsein. (Den Punkt Aufnahmebereitschaft möchte ich in einem späteren Artikel gesondert aufgreifen.)

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Der Größere ist der Schönere! (112)

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In diesem Artikel stelle ich die Frage, ob die Größe etwas mit der Attraktivität zu tun oder die Attraktivität etwas mit der Größe zu tun hat? Um es vorweg zu nehmen – JA, hat sie!

Will eine Frau oder ein Mann als Modell arbeiten, so gibt es genau bestimmte Körpergrößen, die nicht unterschritten werden dürfen. Kleinere Menschen haben es erwiesenermaßen schwerer einen Partner zu finden, als größere. Das gilt in einem bestimmten Rahmen, denn über eine gewisse Größe hinaus tendiert das Maß der Attraktivität wieder in die entgegengesetzte Richtung.

Dass die Körpergröße ein gefragtes Attribut ist, kann man beispielsweise an den Wunschangaben in den weitverbreiteten Singleseiten im Internet erkennen. Bei den Wünschen der Frauen für einen Partner wird in fast allen Fällen eine größere Körperstatur gewünscht. Bei den Wunschangaben der Männer für eine Partnerin verhält es sich anders. Dabei spielt die Größe der Kandidatin eine weit weniger wichtige Rolle, da ist mehr die Nachfrage nach jünger als der Mann und schlank und hübsch.

Es ist damit weithin bekannt, dass die Körpergröße ein wesentlicher Faktor auf dem Feld der Attraktivität ist. Bei meiner Suche nach der Begründung für diesen Zustand wurde ich sofort fündig. Häufig wird das archaische Bild vom starken Mann bemüht, der in der Lage ist, mich vor dem Säbelzahntiger zu beschützen und auch für mich und meine Brut sorgen kann, indem er groß(stark) genug ist, ausreichend Wild für unsere Familie zu erlegen.

Übertragen in die heutige Zeit trifft die Sache mit dem beschützen gleichwohl zu, denn ein größerer Mann kann die Frau vermeintlich eher beschützen, als ein nicht so groß gewachsener. Schon Größe allein flößt den meisten Menschen Respekt ein. Beispielsweise bei den Türstehern gilt eine gewisse Größe schon als halbe Eintrittskarte für den Job, wenn der Bewerber nicht gerade einen furchteinflößenden Habitus oder Gesichtsausdruck besitzt.

Größe impliziert häufig Autorität. Wo der kleinere Mann durch Stimme oder Gestik, sowie Äußerlichkeiten, wie z.B. der Kleidung, seine Autorität behauptet, da fliegt es dem größeren Mann oftmals fast ohne Zutun zu. Der umgangssprachliche Ausdruck „Giftzwerg“ gibt den Zusammenhang recht anschaulich wieder: Er oder sie ist klein, hat aber Durchsetzungsvermögen, ist auffällig durch eine -häufig unangenehm penetrante- aufdringliche Art, dabei -häufig unangenehm- laut in Stimme, Schuhwerk und dem Umgang mit Utensilien. Solange diese kleineren Vertreter der Menschheit nicht als genauso wertvolle Menschen erkannt sind, fallen sie durch das oben genannte, nicht immer angenehme Verhalten auf. Kennt man ihn oder sie dann näher, schätzt den Menschen mehr oder minder, wie jeden größeren auch, so löst sich das auffallende Verhalten fast gänzlich auf. Doch bis dahin kommt es vermehrt zu diesen „Hallo, hier bin ich, überseht mich nicht!“ – Verhaltensweisen. Im Beruf finden wir dieses Verhalten weit häufiger, als im privaten Leben, Stichwort „Konkurrenzkampf“. Ein weiterer Unterschied wird bei der Partnerwahl deutlich. Hier ist die Frau in Vergleich zum Mann dergestalt im Vorteil, als dass sie als kleinerer Mensch mit den Attributen süß, niedlich, schnuckelig, usf. belegt ist, und u a. durch die Wirkung des Kindchenschemas besonders stark den Beschützerinstinkt des Mannes auslöst.

Bei den Frauen kann es im Bezug auf die Attraktivität genausogut zu umgekehrten Vorzeichen kommen. In Befragungen bei Forschungen zum Marktwert von Partnern erhielten die Wissenschaftler ein eindeutiges Ergebnis. Männer gaben an, dass Frauen, die eine ähnliche oder größere Körpergröße besäßen, als sie selbst, den Mann zu einer größeren Zurückhaltung veranlassten. Unsicherheit war eines der am häufigst genannten Schlagworte. Im weiteren Verlauf der Untersuchungen konnten die Forscher auch etwas über die Gründe dieses Verhaltens ermitteln. Viele der männlichen Probanden setzten die Körpergröße gleich mit geistiger und mentaler Stärke! Damit implizierten sie beim Anblick der körperlich größeren Frauen mehr unbewusst das Attribut „stark“. Und dass viele Männer ein Problem mit „starken Frauen“ haben, das ist trotz häufigen, offenkundigen, gegenteiligen Beteuerungen der Herren in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen als Fakt erwiesen worden.

Doch genausowenig die Körpergröße ein Beweis für mentale Stärke beim Mann ist, so ist es einer bei der Frau. Nur archaische Überbleibsel von Gefühlsregungen aus geraumer Vorzeit lassen in uns auch heute noch Empfindungen entstehen, die uns in dieses Klischee tappen lassen. Erst beim Bewusstwerden dieser Tatsache überwinden wir dieses Vorurteil.

Weight- One of the Last Acceptable Prejudices

Heres exactly one of my contain I´m writing about. Nicely done!

southern and subtlety blunt

weight-stereotyping-w724

A thigh gap is a gap in your thigh that is two inches to four inches and it is “a trend that needs to die”, and it seems a bit extreme. I believe the total aggregate of females who are either claiming that thin girls are “being discriminated against”, “muscular/fit is the new thin”, or “curvy is the new thin” has failed to remember thousands of females, especially teenagers and young women have natural gaps in their thighs. The article I set out to find was originally posted by Glamour magazine. What I found in the process is harsh cruel word in which my body is hated, and this article took an unforeseen twist examining unfeigned mean girls as a whole.

Glamour magazine asked 1,800 women ages 18-40 to imagine “overweight” women and “thin” women in a survey. They were told to imagine that they knew nothing about either of…

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Schönheit liegt NICHT im Auge des Betrachters! Teil 1 (93)

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Schönheit liegt NICHT im Auge des Betrachters!

Welch gewagte Aussage, finden doch nicht alle Menschen gemein hin als schön geltende Menschen auch schön. Gefällt der einen ein kleiner Po besser, so gefällt der anderen ein muskulöser Po viel mehr. Um nur ein Beispiel zu nennen, dass in allen Bereichen des Aussehens Anwendung finden kann. Die Frage ist an dieser Stelle, ob allgemeingültige Standards formuliert werden können, ob es nicht schon längst geschehen ist oder ob es vielleicht gar nicht möglich ist.

Wie würde ein solcher Standard aussehen? Um einen Ansatz aus der Evolution zu entwickeln, möchte ich die rudimentäre Prämisse der Arterhaltung zu Grunde legen. Zwar ist nicht jede Attraktivitätsbekundung auf mögliche Fortpflanzungsüberlegungen ausgelegt, jedoch stelle ich dies als weitestgehende Basis an den Beginn dieser menschlichen Handlungsweise.

Um mich erfolgreich fortpflanzen zu können brauche ich bei der vorhandenen zweigeschlechtlichen Art und Weise der Vermehrung unbedingt neben der gleichen Gattung, nämlich Mensch, einen Vertreter des anderen Geschlechts. Da ich mich erfolgreich vermehren möchte, bzw dies in meinen Erbanlagen verankert ist, versuche ich, meine Gene weiter zu geben. Für die erfolgreiche Arterhaltung brauche ich einen möglichst gesunden Geschlechtspartner.

Daraus resultieren ganz bestimmte Vorgaben. Ich muss in der Lage sein, gesunde Partner zu erkennen. Es existieren demnach bestimmte optische Merkmale, die einen Hinweis in sich tragen, ob ein möglicher Partner für die Weitergabe meiner Gene grundsätzlich in Frage kommt oder ob nicht, d.h. ob ich ihn für geeignet halte.

Diese optischen Merkmale, die weitestgehend in der Phase des Kennenlernens ihre größte Bedeutung haben, gilt es zu finden, zu benennen. Dabei wird es nicht bei den optischen Merkmalen allein bleiben, denn für die erfolgreiche Weitergabe der Gene an die nächste Generation ist viel mehr notwendig, als gesundes Aussehen in einem möglichst gesunden Körper. Durch die ungewöhnlich lange Zeitspanne der Brutpflege bei Säugetieren, insbesondere bei uns Menschen, spielen weitere wichtige Aspekte eine entscheidende Rolle. Faktoren oder Eigenschaften wie z.B. Fürsorge, Zuverlässigkeit, Treue, Durchsetzungsvermögen, Ehrlichkeit sind für den Erfolg der Genweitergabe in seinen Nachkommen nicht zu vernachlässigen.

Doch vorerst zurück zu den optischen Merkmalen. Evolutionsbiologisch betrachtet sind Abweichungen von einer Norm in den allermeisten Fällen kontraproduktiv. Ist ein Mensch stark verwachsen, so deutet es meist auf eine in der Vergangenheit gewirkt Anomalie hin, einen Mangel oder eine Krankheit. Da, vordergründig betrachtet, und unsere optische Bewertung ist -vorerst dahingestellt- erstmal nur vordergründig, wir danach trachten, unsere Gene erfolgreich, d.h. gesund weiterzugeben, erscheint uns der verwachsene Mensch folgerichtig als nicht attraktiv, nicht nur in körperlicher und optischer Hinsicht.

Für die Überlegung, ob im Rahmen der Attraktivitätsforschung die Möglichkeit besteht, einem definierten Standard näher zu kommen, schließt sich folgende Frage an die gerade gestellte Behauptung der Suche nach einem gesunden Partner an: Wie groß kann der Unterschied, der Grad der Anomalie sein, ohne dass wir Betrachter einen Verlust von Attraktivität diagnostizieren. Dabei spielen erneut mehrere Faktoren eine beeinflussende Rolle. Einer wäre folgender: Geht man vom Gesunden aus, setzt damit einen beliebigen Standard voraus, so wäre es interessant, welcher Mangel durch welche Vorzüge „ausgeglichen“ werden kann! Ein weiterer wäre dieser: In wie weit sind wir selbst überhaupt in der Lage, Gesundheit zu sehen, zu definieren, wenn ich bewusst oder unbewusst nach einer Verbreitung meiner Gene strebe, respektive Menschen für mehr oder weniger attraktiv halte. Ob ich hier die Beantwortung der letzten Fragestellung leisten kann, das möchte ich vorerst in Frage stellen.

Wende ich mich zur Frage nach dem Maße der Abweichung von der Norm, und den damit verbundenen Einbußen in der Attraktivität. Welche Abweichungen nach oben oder nach unten fallen unter eine Tolleranzgrenze, und ab wann überschreiten die Abweichungen diese Grenze?

Dieser Frage möchte ich in Teil zwei nachgehen.

Marktwert des Menschen (90)

del jeans hintern  Mies-Vandenbergh-Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

 

Viele Worte über das Aussehen, von vielen Menschen, von mir, über alle Grenzen hinaus, in allen Medien, zu allen Zeiten sind zu vernehmen. Gesichter, Figuren, Proportionen werden in jedem Moment beschrieben, bewertet, bewundert und betrachtet. Ratschläge, Überlieferungen, Brauchtümer, Tipps über die Verbesserung unserer Äußerlichkeiten unterstützen uns zu jedem Zeitpunkt, in allen Kulturen, in allen Epochen. Status quo ist der Ausgangszustand, den es aus nur einem Grunde zu verbessern gilt: die Erhöhung des eigenen Marktwertes.

Erreicht wird diese Verbesserung, indem allgemeingültige Schönheitsideale als Vorbilder dienen, denen in großen wie in kleinen Schritten nachgeeifert wird. Wenn auch das Verständnis eines Schönheitsideals in vielen Kulturen und Zeiten unterschiedlich erlebt und widergespiegelt wird, so vereinen sie sich dennoch in ihrer Intention.

So kann man in der Vielfalt der menschlichen Kulturen Verschönerungen in unzähligen Variationen erleben. Ob die Tellerlippen der Botocudo-Indianer in Amazonien oder die Hautritzungen des Mossi-Stammes in Obervolta, die Tätowierungen der Aborigines oder der Schmollmund von Chiara Ohoven.

Nicht, dass diese Menschen ohne ihre „Verschönerungen“ nicht auch schon als attraktiv galten, so sollten die vorgenommenen Maßnahmen noch etwas mehr herausholen, nachhelfen, um auf der Skala des Aussehens noch etwas weiter nach vorn zu rücken. Damit würde der Mensch eine größere Attraktivität gewinnen, so dass er unter seinen Konkurrenten in seinem sozialen Umfeld einen Vorteil erziele, oder aber zumindest eine größere Zuneigung erhielte, was er durch die Beliebtheit des Schönen in allen Dingen erhoffte.

Anders war und ist es bei der Korrektur eines Makels. Dass ein Mensch mit einem Höcker auf der Nase rein optisch betrachtet gemeinhin selten als schön angesehen wird, setze ich als richtig an. Um an den Punkt eines „normalen“, nicht verwachsenen Gesichts oder Körpers zu kommen, muss dieser Mensch eine Korrektur vornehmen, um seinen optischen Marktwert anzugleichen.

Diese Korrekturen und Verschönerungen manifestieren sich in verschiedenster Weise. Schon die Fitnessübungen am Tage können ein erstes Mittel der Wahl sein, tägliche Übungen schon ein intensiverer Schritt, Mittelchen und Tinkturen ein weiterer, und Operationen und Spritzungen in der westlich-industriellen Gesellschaft schon ein finaler Schritt. Verlängerter Hals, verkümmerte Füße oder beschnittene Genitalien(so tolerant, das zu akzeptieren bin ich übrigens noch lange nicht!) mögen befremdlich auf unsere westlichen Maßstäbe wirken, so, wie die weiße Haut manchen magersüchtigen Modells eine afrikanische Gesellschaft befremdet.

Stellt sich also erneut die Frage nach dem Sinn für das Ganze. Ist es, weil wir alle auf der Suche nach Anerkennung, Macht und Einzigartigkeit sind, uns abheben wollen von der Masse, in der wir so gerne untertauchen. Oder kann es sein, das wir nur darauf aus sind, von einigen Menschen geliebt zu werden, und von einem ganz besonders!?

Die Steigerung des Marktwertes, die wir uns durch Kleidung, Kosmetik, Schmuck oder Körperausformung erhoffen, können wir nur für uns selbst in letzter Konsequenz begründen. Wir Menschen sind vom Grunde her immer auf der Suche nach Optimierung, in allen Bereichen unseres Lebens, und auch unser Körper steht demgegenüber nicht außen vor. Für mich ist folgende These nicht von der Hand zu weisen: Durch die Selektion, die durch Bewertung des Schönen oder des Hässlichen in fast allen Dingen des Lebens kontinuierlich stattfindet, optimiert sich die Menschheit fortwährend. Als Folge auf dem Gebiet der Attraktivität wird die Entwicklung des Aussehes hin zum immer schöneren (evolutions-biologisch zweckmäßigen) Menschen zu erkennen sein.