Bilderflut (119)

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In diesem Beitrag möchte ich aufzeigen, welchen Einfluss die Vielzahl der weltweit veröffentlichten Fotos auf uns hat, und ich möchte einen kleinen Ausblick darauf geben, welche Auswirkungen das auf uns hat.

Millionen von Menschen sehen ihre eigene Welt. Sie sehen das, was vor ihnen und um sie herum erscheint. Sie sehen etwas, dessen Erscheinung so massiv ist, dass es ihr Bewusstsein vordringt. Sehr viele dieser Menschen sehen es nicht nur. Sie fotografieren diese Welt aus verschiedensten Beweggründen. Alle Arten von Werkzeug werden dazu genutzt. Abgelichtet wurde mit der einfachsten Digicam für deutlich unter hundert Euro, genau so, wie über die mehr als hunderte Millionen zählenden fotografierenden Mobiltelefone, weiterhin mit vielen DSLR’s bishin zu den wenigen edlen Mittelformat-Kameras.

Viele dieser fotografierten Bilder werden im World-Wide-Web veröffentlicht. Schlägt man die entsprechenden Seiten des Internets auf, so überrollt eine schier unendlich große Welle der Aufnahmen von Millionen von Fotografierenden den Betrachter. Während zu Zeiten der analogen Fotografie die Veröffentlichung von Fotos eher die Ausnahme war, so ist es heutzutage schon fast usus. Vor der Digitalisierung konnte man seine Bilder vielleicht im Fotoclub präsentieren, manchmal aushängen in Vereinen oder teilnehmen bei Wettbewerben, aber die eigentlichen Veröffentlichungen blieben dem Berufsfotografen vorbehalten. So waren die Bilder in den Medien der damaligen Zeit nur begrenzt auf den Print.

Fotografien ließen sich ausschließlich in Zeitschriften oder Bildbänden, sehr selten im Fernsehen bestaunen. Eine Ausstellung gelang nur verhältnismäßig wenigen Künstlern, geschweige denn eine Präsentation der Fotos in Katalogen, aus denen sich der Interessent eine Fotografie zur Dekoration seiner Wohnung oder seines Arbeitsplatzes aussuchen konnte. Wie man sie auch heute noch findet, gab es früher Postershops, in denen man sich unter vielen Standardmotiven wie Sonnenuntergängen oder Tierportraits, ansehnlichen Menschen oder Rockstars auch dekorative und tiefgründig aussagekräftige Fotografien als Poster kaufen konnte.

Heutzutage reichen 2 Klicks! Schon haben wir eine riesige Auswahl von Motiven vor uns. Je nach Verwendungszweck können wir ein Bild sofort herunterladen (downloaden) oder wir kaufen es in entsprechender Auflösung zum späteren ausdrucken, wie gesagt, je nach Verwendungszweck. Ein Bild auf Leinwand oder Alu-dibond ist auch schnell ausgesucht und schnell geliefert.

An dieser Stelle stellen sich bei mir erste Zweifel ein. Welche Qualität finden wir im Netz? Wie viel Zeit müssen wir opfern, bis wir entsprechende Bilder mit der gesuchten Aussage gefunden haben? In der vordigitalen Zeit war es mit Mühen verbunden, ein entsprechendes Motiv zu finden. Ich meine, durch die scheinbare Leichtigkeit der Motivsuche im Internet wird es nicht unbedingt einfacher. Wie oft verlieren wir uns in der Flut der Bilder, und surfen plötzlich in ganz anderen Gefilden?

Jedermann ist es grundsätzlich möglich seine Bilder ins Netz zu stellen. Und so geschieht es. Da wird wenig nach Qualität gefragt, besonders auf den einschlägigen Social Media Plattformen. Sicher sind auch dort Ausnahmen zu finden, doch die befinden sich viel eher auf den Seiten sog. fotografischer Communities und in Fotoblogs. Auf den Homepages von Fotografen kann man schließlich die qualitativ hochwertigen Bilder finden, die man früher in Bildbänden und Zeitschriften suchen musste.

Was bedeutet es nun, das man sich dieser Masse von Fotografien gegenüber sieht. Welchen Einfluss haben die Mengen der Bilder auf unsere eigenen Bilder, auf unsere eigene Motivauswahl, auf unser eigenes fotografisches Verhalten? Lässt sich ein Fotografierender heutzutage mehr von den vorhandenen Fotografien beeinflussen, als zu analogen Zeiten von den wenigen aus Zeitschriften, Büchern. Werbung und TV? Vielleicht ist beides zu beobachten. Vielleicht dienen die vielen Beispiele als Ansporn, um sein eigenes Projekt endlich in die Tat umzusetzen. Oder ein anderer wird mutlos ob des Vorhandenseins aller erdenkbaren Themen in Form der Fotos aus aller Welt.

Als Fazit für mich möchte ich feststellen, dass die vielen Vorbilder und Beispiele viel mehr als Ansporn zu verstehen sein sollten als ein Hemmnis. Obwohl es scheinbar jedes Motiv bereits in die Öffentlichkeit geschafft hat, so ist doch die Welt voller derartig wunderbarer Motive, die zusätzlich jeder Mensch durch seine eigenen Augen betrachtet in sein besonderes persönliches Licht rücken kann. Dieser Besonderheit folgend kann er den Menschen diese Betrachtungsweise nahebringen! So findet er möglicherweise Personen, die in ähnlichen Bahnen denken oder Personen, die konstruktiv konträr dazu stehen, und somit mit einem sinnvollen Austausch von Vorstellungen und Ideen zum Katalysator werden können.

Als Inspiration sollten wir die Bilder ansehen. Weg vom reinen Konsum der vorhandenen Ware sollen wir uns bewegen, hin zum eigenen Schaffensprozess aufbrechen, jeden Tag von Neuem. Dies muss nicht automatisch bedeuten, dass wir die Werke unserer Mitfotografen ignorieren. Wenn wir uns einige Zeit mit der Problematik auseinandergesetzt haben, so werden wir immer treffsicherer die Fotografien und die Menschen dahinter entdecken, die unsere Kreativität fördern. Dazu kann das www durchaus eine geeignete Plattform sein. Noch sinnstiftender ist es jedoch den Weg zu Mitmenschen zu suchen, die eine gleiche oder ähnliche Passion in sich ausmachen, um so eine persönliche Einschätzung und ein persönliches Feedback in Form von Gesprächen, Diskussionen, Ausstellungen und dergleichen zu finden. Diese sollte uns selbst wie auch den Gesprächspartner gleichermaßen immer wieder ein Stück weit voran bringen. Wenn wir es möchten.:-)

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The Voyeur (40)

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   Vor ein paar Tagen sprach ich mit einem befreundeten Fotografen über meine Bilder. In diesem Gespräch kamen wir auf den Begriff des Voyeurismus zu sprechen. Er sagte, dass manch einer meine Bilder bestimmt als Voyeurismus bezeichnen könne, und ob ich mir darüber Gedanken gemacht habe. Ich konnte dem Meinungsbild nicht direkt widersprechen, hatte ich mir zwar darüber immer schon Gedanken gemacht, nicht erst seit der Fotografie, denn das Sehen geht dieser voraus, jedoch mit dem Begriff „Voyeurismus“  habe ich schon immer zwiespältige Meinungen vertreten können und bis heute kam ich nicht zu einem für mich abschließenden Urteil darüber.

   Doch was ist es denn, was ich fotografiert habe? Ich habe den Teil eines Körpers fotografiert. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist der unverstellte Teil eines Körpers oder der ganze Körper eines Menschen. Wie der Titel des Blogs “ Der wohlgeformte Hintern“ schon aussagt, schreibe ich über den schönen Hintern und zeige Bilder, auf denen ein – in meine Augen – schöner Popo zu sehen ist. Nichts sonst. Wenn ich jetzt den Begriff des Voyeurismus damit in Verbindung bringen möchte, so beginne ich damit, die Bilder, die Blicke, denen die Fotokamera gefolgt ist und die ICH in diesem Moment ausgelöst habe, zu bewerten. Und genau darin liegt für mich die Ursache meiner Probleme mit dem Verständnis dieses Begriffs.

   Legt das Wort doch gleich den Geschmack des Verbotenen in die Sache, regelt er gleich etwas herab, wenn man so will, – herab deshalb, weil dieser Begriff negativ besetzt ist – denn der Körperteil ist belegt mit etwas ruchlosem, wie ich schon an anderer Stelle ausführlich beschrieben habe. Der Jenige, der meine Bilder als voyeuristisch bezeichnet, und das könnte ich selbst durchaus auch tun, der soll sich folgende Frage stellen: Was wäre, würden sich meine Bilder und mein Text mit dem Thema „Augen“ beschäftigen? Oder mit dem Thema „Schultern“? Oder Oder…  Im Falle der Augen würde es dann heißen: „Wie interessant sind diese Bilder!“ „Wie aussagekräftig können doch Fotos sein!“ Würde ich Zehen fotografieren, so mein fotografierender Freund, würde ich zum Amüsement der Menschen beitragen, denn jeder könnte herzlich über die schiefen Dinger da am Ende unserer Füße heimlich herzhaft lachen.( Wie der Affe, denn der weiß, dass wir damit nicht mal zugreifen können!) Nur die allerwenigsten würden sich Gedanken über Voyeurismus machen. Anders als beim Po. Doch das liegt an den Regeln unserer Gesellschaft, und da wäre ich wieder beim Thema „Zwischenmenschlichem Kommunikationsreglement“. Stichwort: „Das tut man nicht.“

  Verwende ich selbst den Begriff Voyeurismus, so verbinde ich ihn mit einem Verhalten, das in seiner bekanntesten Form die heimliche Beobachtung eines Menschen in seiner privaten Umgebung unter Verletzung seiner Privatsphäre oder Intimsphäre meint. Im Duden steht: „Jemand, der durch [heimliches] Zuschauen bei sexuellen Handlungen anderer Lust empfindet.“ (1) Teilweise kann ich diese Definition auch auf die Bilder von Gesäßen ableiten, schließlich findet hier heimliches Zuschauen im Falle eines Schnappschusses und nicht einer erfragten Aufnahme statt. Lust ist hoffentlich immer dabei, wenn sich ein Mensch einen anderen Menschen ansieht, den er attraktiv empfindet. Mir ist bewußt, dass auch das Wort „Lust“ schon einen leichten Hauch von Anrüchigkeit in unserer Gesellschaft besitzt, doch das Thema verfolge ich hier nicht weiter. Allein die in der Definition beschriebenen sexuellen Handlungen fehlen in den Bildern, denn ein Mensch, der an der Straßenecke ein Bauwerk bestaunt, handelt nicht sexuell. Ich distanziere mich hier eindeutig von dem o.g. Verhalten, denn in meiner moralischen Vorstellung ist die Grenze überschritten, wenn ich in die Intimsphäre der Menschen papparazzihaft einbrechen würde. Hier wird wiederum deutlich, wo die Grenze jedes einzelnen Wesens zu finden ist, und meine, denn manch einer besucht z.B. den FKK Strand des Gefühles der Freiheit wegen gerne, für den anderen würde dies niemals in Frage kommen. Diese Diskussion mit meinem Freund mündete auch diesmal wieder in endlosen Theorien, wir verloren uns in „Wenns und Abers“, und stellten am Ende die gesamte Moral auf den Prüfstand.

   Als Fazit kann ich nur jedem für sich selbst empfehlen, die Frage nach dem Unterschied zwischen einem Foto eines POPOs und einer Schulterpartie emotional und moralisch in pro und contra zu vergleichen, und wenn jeder mal die Meinung des anderen mit Argumenten zu vertreten versucht, kommt bestimmt etwas Produktives dabei heraus.

   Mir ist bewusst, dass der Hintern fast immer gut verpackt daher kommt, die Schulter nur meistens und die Wangen im Gesicht nie. Auch, das dies eine Übereinkunft unserer Gemeinschaft ist, davon hörte ich, doch wer legt DAS moralisch gesehen, mit welchen Werten, in welcher Schublade fest? Wenn ich bedenke, welche Erregung öffentlichen Ärgernisses tagtäglich unter Papua-Neuguineas Ureinwohnern stattfindet, so erkenne ich in der Gesellschaft schon einen erheblichem Werteverfall. 😉

Unschärfe oder „Der scharfe Hintern“ (35)

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Mies-Vandenbergh-Fotografie

Wie der Titel schon sagt, schreibe ich hier etwas über unscharfe Bilder. Ich meine damit Bilder, die in der 200% Auflösung des Monitors leichte Unschärfen aufweisen. Dazu stelle ich in Relation die Aufnahmen der alten Meister, die in Mannheim im Reiss-Engelhorn-Museum 2012 ( Die Geburtsstunde der Fotografie )zu bewundern waren.
Wie in vielen Büchern namhafter Fotografen nachzulesen ist, kann die Auflösung der (digitalen) Kamera nur ein zweit- oder drittrangiges Kriterium für die Herstellung einer aussagekräftigen und eindrucksvollen Aufnahme sein. Um das zu begreifen, habe ich trotz jahrelanger analoger Fotografie erst wieder viele digitale „Versuche“ starten müssen. Meine Auseinandersetzung mit der Hardware hat mich viele Fachgespräche mit Berufsfotografen und ebenso viele Recherchen im Internet gekostet. Hin von der Vielfalt aller angebotenen Technik bis zum eigentlichen Zubehör war es ein weiter Weg.

Ich wollte im Rahmen des Themas „Schönheit“ Hintern in Jeans fotografieren. Das war ein Punkt unter vielen. Ebenso unsere Familie für die fotografischen Jahrbücher, Bäume, Gärten, Landschaften und Portrait; auf den geliebten Städtetouren auch Architektur, dort gleichfalls Streetfotografie.

Dies war die Idee hinter meiner Planung. Bis ich jedoch verstand, auf welche Voraussetzungen es besonders ankommt, oder wie ich welche Ausrüstungsgegenstände dafür zusammenbringen sollte, hat es deutlich mehr Praxiserfahrung gebraucht, als ich anfangs zugegeben hätte. Ich dachte, es kann gar nicht so schwer sein, eine passable Ausrüstung in geraumer Zeit zustande zu bringen. Schließlich fotografierte ich doch schon seit 1978. Doch weit gefehlt. Nach der bisherigen Erfahrung hat sich für mich die Schärfeleistung der am Markt befindlichen Fotoapparate schnell relativiert. Die Bildaussage wird durch mehr Megapixel nicht griffiger. Die entscheidende Frage war am Ende für mich die allgemeingültig bekannte Hauptfrage: Was werde ich mit den Aufnahmen tun?

Ich kann sie sicher immer wieder bei einer 200% Vergrößerung an meinem 2550×1440 Monitor akribisch ansehen, dabei werde ich ebenso sicher viele Unschärfen, Moires oder chromatische Aberrationen entdecken, doch ist das der Sinn und Zweck? Meiner ist es nicht. Ich möchte bald meine Bilder in einer Ausstellung präsentieren, und dazu sind vielleicht gerade noch folgende Überlegungen für meine Ansprüche an die Auflösung zu bedenken:

1. Wie groß soll das größte Format sein, in dem ich eine Aufnahme präsentiere? – DinA3 oder DinA2 oder größer?

2. In wie weit bin ich zu Ausschnittvergrößerungen gezwungen, um ein Bild als Gesamtkomposition auszustellen? 80%, 50% oder weniger?

3. Welche Körnung ist gerade noch akzeptabel, damit sich die Kanten meines Motives vom Hintergrund abheben?

4. Mit welcher Objektiv-Lichtstärke und welcher ASA-Einstellung kann ich fotografieren, ohne dass ein Motiv dem Bildrauschen zum Opfer fällt?

Diese Fragen bringen mich aber keineswegs zu der Nachfrage nach den Megapixeln einer Kamera, sondern zur Frage nach der Sensorgröße. Da ich kein Berufsfotograf bin, fällt Mittelformat wie z.B. PhaseOne oder Hasselblad für mich aufgrund des Anschaffungspreises aus. Das nächstkleinere Sensorformat ist das Kleinbildformat. Das ist das für meine Zwecke mehr als ausreichende Format.

Über die Marke der Kamera kann jeder eine eigene Entscheidung finden. Ich meine, dass schon 12MP für die DinA2 Vergrößerung ausreichend sind. Ich fotografiere momentan mit Kleinbildformat, APS-C Format und hinunter bis MFT. Einen Ausdruck von DinA2 mit MFT scheint die Grenze zu sein, weil noch gut betrachtbar. Ich bin dennoch neugierig auf weitere Entwicklungen.

Ist also die Frage nach dem Body entschieden, folgt die nächste Frage nach dem Objektiv. Bei dieser Beantwortung bin ich schlussendlich zu der Erkenntnis gelangt, dass die Lichtstärke in der Streetfotografie viel mehr Spielraum bei der Bildgestaltung bietet, wenn ich einige Reserven habe. Eine f 1:1,8 / f 1:1,7 oder gar f 1:1,4 bietet diese notwendigen Reserven bei abnehmendem Licht, was ich auf der Straße immer wieder erlebt habe. Von da her ist für mich in der Streetfotografie die f1:2.8 zur Grenzlichtstärke geworden. In den anderen Bereichen der Fotografie hat sich auch die f1:4,0er Lichtstärke bewährt, selten die f1:5,6er als größte Blende.

Die Brennweite ist hier für mich von zweitrangigem Belang, ich muß mich nur mehr bewegen oder ein Zoomobjektiv benutzen. Auch das mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich selbst benutze gerne das 35er f1:1.8er für die APS-C (in KB 52,5mm) sowie das 20er f1:1,7 für MFT (in KB 40mm) und das 85er G für Kleinbild. Da nun alle diese Fragen grob angeschnitten wurden, kann ich mich wieder der Beschreibung der Beziehung der Schärfe zum Bildinhalt widmen. Wie ich anfangs schon beschrieben habe, war mein Eindruck und meine Bewunderung der o.g. Ausstellung enorm. Die Bilder wurden in verschiedenen Größen ausgestellt, die Grundlagen waren sehr verschieden, es wurden unterschiedliche Negativgrößen benutzt und Vergrößerungen davon hergestellt, die in ihrer Einzigartigkeit für mich von besonderem Wert und außerordentlicher Lehrkraft waren und sind.

Ich habe -für mich- festgestellt, dass ein bestimmter Grad der Körnung, der in der Sprache der digitalen Fotografie „Rauschen“ genannt wird, der Bildaussage bis zu einem gewissen Maße nicht entgegensteht. Diese Erkenntnis lege ich für meine Vorstellung von Schärfe zugrunde. Dadurch verschieben sich die Prioritäten besonders bei der Bildbetrachtung, denn es kommt mir auf die Gesamtaussage des Bildes an. Es geht in diesem Blog, was die Bilder betrifft, natürlich um die Fotos wohlgeformter Hintern. So kann ich mit einem leisen Schmunzeln über meine vielen vergeblichen Anstrengungen zur Findung der Kameraausrüstung mit der noch besseren Schärfeleistung und Abbildungsleistung sinnieren. Da es jedoch müßig wäre, meine Irrfahrten nachzuzeichnen, kann ich besser nur mein persönliches Fazit zur Schärfe stellen:

Ich habe es überbewertet. Es lassen sich mit einer 12MP APS-C Kamera beeindruckende Vergrößerungen herstellen, deren Bildaussage ohne Abstriche, also ausdrucksvoll zu kommunizieren ist. Es kommt für mich auf das Motiv und auf die Gesamtkomposition an. Stelle ich mir die Frage, was ich mit dem Bild sagen möchte, und sehe mir daraufhin das Bild an – und kann ich die Antwort, also meine Intention finden, so ist es für mich gelungen. Der Betrachter findet ohnehin seine eigene Interpretation der Bildaussage, wenn er sich die Zeit nehmen möchte, zu sehen.