Der erotische Hintern (39)

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   Im Titel dieses Beitrags habe ich bewusst das Wort „Erotisch“ gewählt, um in meiner kleinen Abhandlung über den Hintern auch diese elementare Sichtweise näher zu beleuchten. Dass der Po ein durchaus begehrtes und viel beachtetes Geschlechtsmerkmal ist, dürfte unstrittig sein. Eine erotische Sichtweise ist daher naheliegend, denn in der erotischen Geschichte des menschlichen Körpers finden sich zahllose Hinweise auf die Vorlieben für den Popo. Zu den Zeiten unserer Vorfahren nicht weniger, als heutzutage. Bevor ich dazu ein paar Essays – demnächst in weiteren Beiträgen – verfassen werde, möchte ich hier näher auf den Begriff „Erotisch“ eingehen und dessen Verwendung und Verständnis in der heutigen westlichen Kultur beleuchten.

In Wikipedia ist zu lesen:

„Als Erotik (von altgriechisch ρωτικός ,erōtikós’ ,zur Liebe gehörig’, ,die Liebe betreffend’) bezeichnet man die sinnliche Liebe, die den geistig-seelischen ebenso wie den körperlichen Bereich umfasst, in allen ihren Erscheinungsformen.“

   Gehe ich von der übersetzten Bedeutung des Wortes aus und lege das allgemeine Verständnis dieser Worte zu Grunde, so verliert das Wort „Erotik“ an seiner in unserer Gesellschaft entstandenen Ruchlosigkeit und Obszönität. Um mich nicht in Begriffserklärungen zu verlieren, sondern meiner ursprünglichen Zielsetzung zu folgen, werde ich nur kurz auf die Begriffe eingehen. Eigentlich geht es mir in diesem Beitrag um unser Verständnis von der Beziehung der Erotik unseres Körpers zu unserem Intellekt. Wie steht es mit unserem Gefühl und der Erlaubnis es fühlen zu „dürfen“.

   „Zur Liebe gehörend“ ist ein treffender und wie ich finde schöner Taxus zur Umschreibung des Verständnisses der Bedeutung von Erotik. In unserer vergesellschafteten, verklemmten Beziehung zu Körperlichkeiten und auch zu allem, was mit der Beziehung zum körperlichen Miteinander zu tun hat, ja zu unseren Träumen und Wünschen nach Berührung hat sich ein Missverstehen sonder gleichen aufbauen können, das viele von uns mehr als nur behindert, Körperlichkeiten einen gerichteten Ausdruck zu verleihen.

   Überflutet mit erotischen Signalen aller Art sitzen wir doch weit genug voneinander weg, um nur ja nicht selbst berührt zu werden.
Erotik ist demnach – im übertragenen Sinne – eine hinführende, begleitende Erhöhung der sensorischen Reize, welche – unsere Sinne ansprechend – durch unsere Rezeptoren aufgenommen werden können. Da der Mensch von Natur aus an anderen Menschen interessiert ist, sich dieses Interesse in einem – durch unsere Sinnesorgane erzeugte – Bildnis manifestiert, fungiert die Erotik als Begleiter, als Fokus auf die Reize der Begehrten.

   Dabei zielt Erotik nicht etwa auf die plumpe Darstellung entblößter Körperteile ab. Sie ist viel mehr als das. Allein lange Haare können ein erotisches Signal besonderer Art sein, das, wie die meisten Signale, durch unsere Augen in unser Gehirn transportiert wird, in dem in unserer Vorstellung eine Idee von erhabener Schönheit, unter der naturgegebenen Einwirkung vom elementaren Bedürfnis der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung der Menschen, erwächst.

   Daneben sind die Ohren für eine „erotische“ Stimme die Fähren an unser sinnliches Ufer. Die Nase erkennt den Duft, der uns vielleicht an den Geruch unserer ersten Liebe erinnert. Die Haut ist ein besonders feinfühliger Empfänger für zwischenmenschliche Signale. Ohne jetzt auf die unendliche Tiefe einer zärtlichen, fast nicht spürbaren, windhauchähnlichen Berührung einzugehen möchte ich ein anderes Beispiel benennen: Bei einer Umarmung empfindet man sehr deutlich die Gefühle und die Wärme eines Menschen. Erotisch kann dabei beispielsweise die Art und Weise der Umarmung sein, bei der ich entweder nur die Schulter des Umarmten spüre oder aber mehr vom Körper des Gegenüber. Durch solch eine nicht so offensichtliche, aber vorhandene „Erotik“ findet sich in der Gesellschaft eine versteckte Hintertür, durch die eine gewisse Zuneigung gefahrlos signalisiert und erwidert werden darf.

   Wenn Erotik also lediglich fokussierende Wirkung auf bereits sowieso vorhandenen Reize des sich zweigeschlechtlich fortpflanzenden Wesens Mensch hat, so kann beim Hinsehen schon die pure Anwesenheit des anderen- oder gleichen- Geschlechtes, einer Besonderheit des Mitmenschen Erotik sein. Und so ist es! Der Mensch ist noch immer am anderen Menschen interessiert. Das macht uns aus. Deshalb existieren wir, ob wir wollen oder nicht. Da wir am anderen Menschen interessiert sind, verwenden wir unser wichtigstes Sinnesorgan, das Auge, um diesem Interesse nachzugeben, um den Wunsch nach Erfüllung unserer Sehnsüchte nachzureisen. Wir sehen den Menschen an. Was wir erkennen sagt uns – gut sedimentiert – unser Gehirn.

   Sollten wir nun tatsächlich einen für jeden von uns in einzigartiger Weise „hübschen“ Menschen erkannt haben, so werden wir das mit unseren Augen nicht durch den Schleier einer Burka erfasst haben. Wir haben etwas erkannt, das uns gefällt, und je mehr Erotik in diesem Portrait eingeflochten wurde, desto wahrscheinlicher ist das Ziel des Auffallens zu erreichen. Wie gesagt, ich meine mit Erotik nicht die Entblößung, die natürlich auch ihren Reiz haben kann, es kann etwas unbeschreiblich Einfaches sein, wie etwa ein Grübchen in der Wange, das Lid eines Auges oder die Form und Proportion des Hinterns.

    Entscheidend ist einzig und allein der Empfänger. Empfängt er nicht, ist etwas nicht existent. Und es gibt unendlich viele Empfänger mit unendlich vielen Rezeptoren und noch mehr Vorlieben für viele kleine besondere Eigenheiten beim anderen Geschlecht. Erotik ist also entweder ein Verstärker dieser Reize oder nur ein simpler Hinweis auf die Anwesenheit dieses einen, kleinen oder großen, in jedem Falle besonderen Merkmales des Menschen gegenüber.

   Und das ist nur der Anfang, denn nach dem ersten Blick kommen noch so viele andere wichtige „Dinge“ hinzu, wie Gedanken und Worte, Humor und Empathie, Achtung und Verständnis, Forderung und Opferbereitschaft, Lachen und Lieben, um nur einige zu nennen. Bei der gemeinsamen Reise des Kennenlernens eines in den Augen des Betrachters besonderen Menschen können diese „Dinge“ für ein Leben oder länger reichen. Diese zu besingen würde hunderte Bücher und Schallplatten füllen – und – tun sie dies nicht schon längst?

Po – Formen ( 18 )

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Der Apfel     –     Die Birne    –   Die Tomate   –   Der Pfirsich   –   Die Kartoffel

   Alles Obst und Gemüse. Nicht doch! Diese Bezeichnungen kursieren als Synonyme für die Beschreibung der Form eines Hinterns umher. Für den Apfel – Popo als Beispiel wird die Sängerin Kylie Minogue genannt, für den birnenförmigen Popo Jennifer Lopez und für den Popo mit der Form eines Pfirsichs Pippa Middelton.

    Kann sich jetzt jeder etwas vorstellen? Ich bin mir da nicht so sicher. Wenn ich die Formen betrachte, so ist natürlich richtig, dass ich neben diesen Formen unzählige Zwischenformen finde. Bei der Betrachtung meiner Fotos komme ich zum Ergebnis, dass ich wohl zur Form des Pfirsichs eine besondere Affinität habe.

   Wie aber ist der Hintern im Sinne der Formen zu betrachten? Kann ich jeden Hintern in eine der „Schubladen“ packen? Den einen Hintern mehr in die eine Richtung tendierend, der andere mehr dorthin und der nächste so als Zwischending? Ich befasse mich in diesem Blog mit dem wohlproportionierten Hintern, also dem in meinen Augen schönen Popo.

   Dazu möchte ich in meiner Auseinandersetzung mit dem Thema den Versuch wagen, so etwas wie eine kleine Landkarte dazu zu erstellen – dazu meine Bilder präsentieren. Und ich möchte in diesem Teil des Blogs auch den Menschen fragen, was sie/er zu den Formen sagt. Spielt die Frage nach der Form für sie überhaupt eine Rolle? Steht bei der Betrachtung des eigenen Hinterns nicht eher die Frage nach der Größe allgemein im Vordergrund? Eine Rolle scheint der schöne Popo zu spielen bei der Frage nach der Hose. Hier nimmt er noch vor den Beinen eine wichtige Stellung ein. „Wie sieht mein Popo in der Hose aus? Oder war die Hose vorhin doch schöner?“ „in wie weit formt die Hose meinen Hintern und nicht umgekehrt?“

   Eine Freundin arbeitete in einem Bekleidungsgeschäft, in dem es eine Abteilung für Hosen gibt und dort beriet sie über einige Monate hinweg die weiblichen und männlichen Kundinnen und Kunden. Ich konnte sie befragen, welche Erfahrungen sie bei der Wahl der Menschen nach ihrer Hose machte und welche Bedeutung die Passform der Hose hatte. Vereinfacht ausgedrückt komme ich mir ihr zum Fazit, dass die Mehrheit der Menschen hauptsächlich Wert auf eine nicht zu groß wirkende Optik des Hinterns legten. Eine Vielzahl der Kundinnen in der Abteilung Jeans war an engen Jeans interessiert ( 2004) , die die Form ihres Popos hervorheben würden. Bis eine Hose gefunden wurde, die nach Ansicht der Kundin zur Form ihres Popos passte, verging schon mal eine Stunde und mehr. Der Blick in den Spiegel mit der jeweiligen Hose fiel fast immer nur kurz auf die Frontalansicht, viel länger und intensiver wurde nach Aussage meiner Freundin die Rückansicht überprüft! Kann ich dabei herausfinden, welchen Einfluss die Poform bei der Wahl der Hose hat? In einschlägigen Foren werden Tipps zur Form der Hose gegeben, die sich nach der Poform richten. Die Röhrenjeans lieber für die Pfirsischform oder Tomatenform, bei der Birnenform einen nicht so hohen Bund wählen, weil der die Größe zu stark betonen würde. Worum geht es bei der Darstellung der eigenen Hinternform?

    Der Mensch möchte schön aussehen. Das setze ich als gegebene Maxime voraus. Und die Form des Hinterns soll bei den meisten Menschen ebenfalls schön aussehen. Außer sie gehören zu den „Hinternversteckern“. Wissen die Menschen von der Form ihres Hinterns? Wissen sie, wie sie von hinten aussehen? Ein Versuch einer Gruppe von Attraktivitätsforschern nahm sich dieses Themas an. Personen wurden in ihrer Rückansicht fotografiert und sollten anschließend ihren Popo unter mehreren Popos erkennen. Das Ergebnis war für alle überraschend, denn viele erkannten ihren Po nicht auf Anhieb.

   Wie ist es also mit der Form und der Erkenntnis bei den Menschen und wie reagieren sie darauf? Nicht jeder hat die Möglichkeit einen Berater zu befragen. Leider! Ist die Form dem Menschen bewußt, kann er/sie für den eigenen Hintern die „schönste“ Hose aussuchen. Bei meinen Eindrücken aus dem Straßencafe heraus stelle ich fest, dass vielen die Form nicht so recht bewußt ist oder, was auch oft der Fall zu sein scheint, es ist dem Menschen vielleicht nicht so wichtig ist. Ob es wichtig ist oder nicht, das wäre in einer empirischen Umfrage zu eruieren. Warum wäre die Ansicht des eigenen Hinterns anders zu werten, als die anderer Körperregionen? Was würde für einen Unterschied hinsichtlich der Wertung sprechen? Die Beschreibung der Formen des schönen Popos kann ich anhand meiner Bilder am leichtesten beschreiben. Dazu beim nächsten mal mehr.

   Im Bewußtsein der Menschen bleibt das Aussehen des eigenen Hinterns sehrwohl. Nur die Optik, weil sie dem eigenen Gesicht abgewandt ist, lässt Zweifel darüber aufkommen, ob es für den Menschen viel bedeutet. Wird die Hose – vermutlich zuhause – noch mal begutachtet, wenn überhaupt, so macht sich unterwegs kaum einer noch Gedanken über die Passform und das momentane Aussehen seines Hinterns bis auf gelegentliches Emporziehen des Beinkleides. Wie denn auch, es sind andere Dinge natürlich wichtiger. Fast niemand läuft durch die Stadt und denkt über die Form des eigenen Popos nach, auch ist es schon technisch nicht so einfach, geeignete Spiegel zu finden und sich dann auch noch “ Uhu-Like“ umzusehen. Was sollten die Passanten da nur denken? Wir haben manchmal eine Art „Passgefühl“, das uns verrät, wie wir uns in der Hose fühlen, wie sie sitzt, sagte eine Freundin. „Wir kennen sie und wissen um den Sitz des Beinkleides, gehen so beruhigt in die Welt hinaus.“ Manch einem geht dieses Gefühl ab. (Nicht berücksichtige ich wiederum die Menschen, denen das Aussehen des eigenen Hinterns gleichgültig ist, wie oben erwähnt.)

   Für die Frau ist es meistens wichtiger, wie sie von hinten aussieht, als für den Mann. Weil die Frau erfahrungsgemäß Wert auf ihr Äußeres legt, ist sie für mich immer wieder schön anzusehen, dabei spielt die Form des Pos eine eher untergeordnete Rolle. Eine größere Rolle spielt die Passform der Hose und dabei entsteht der Widerspruch in Punkto Form: Was ist maßgeblich für eine Form? Hose oder Hintern. Auch hier in den Kommentaren bestätigte ein Leser die landläufige Meinung, dass in der richtigen Jeans jeder Po toll aussähe. Dem kann ich nur bedingt zustimmen. Ich meine, eine Jeans kann durch einen bestimmten Schnitt der Figur des Trägers eine „Form“ geben, doch die Struktur des Knochenbaus bleibt erhalten, so dass damit die Grenzen der Formbarkeit aufgezeigt sind. Selbst die Muskulatur des Gesäß´ ist von erheblichem Einfluss auf das Erscheinungsbild des Trägers. Ein Mangel an Bewegung lässt deutlich weniger straffe Formen auch in der Jeans erkennen! ( Wie gesagt, ich möchte es immer wieder betonen: Es geht hier erst mal nur um die reine Äußerlichkeit, die Seele des Menschen bleibt von dieser Betrachtung unberührt!)

Wie ich vorher bemerkte, genießen es viele Frauen, wenn sie den ein oder anderen Blick der Männer auf sich ziehen oder gar ein freundliches, anerkennendes Lächeln erhalten. Die Form des eigenen Popos ist den meisten Frauen ebenso wichtig, wie die Optik allgemein. Deshalb entwickelten die Hosenhersteller die „Push-Up Hose“ für den schönen Hintern. Außerdem sind vielfältige Fittnessübungen für den straffen Popo in Mode, das aber schon immer. (Mehr noch die jüngeren) Frauen tragen gerne enge Jeans. So ist die Form des Pos gut zu erkennen. Ich gehe davon aus, dass es so gewollt ist, wäre es nicht ein Leichtes, den Po zu verhüllen. Die Form des Hinterns hat bei dieser Zurschaustellung, die ja die meisten Männer sehr anziehend finden, nichts damit zu tun, denn gleich welcher Form, wir sehen in der Öffentlichkeit alle Formen. Der Mensch „hinter dem Hintern“ ist nun mal so geformt, wie er ist und der Mensch zeigt, was er hat: Er tut dies gerne, und es gibt genug Menschen, denen der Hintern so gefällt, wie er ist. Es wäre müßig zu erforschen, welche Form unter den Pos die beliebteste Form ist. Die Aussage würde möglicherweise den einen oder anderen Hintern favorisieren. Dass der etwas dickere Hintern der beliebtere ist, das haben Wissenschaftler bereits eruiert. Es sagt jedoch nur wenig über die Form aus. Die Gewinnerin des Po-Contest in 12/2012 in Brasilien hat beispielsweise einen eher fülligen Hintern.

   Vielleicht denkt der ein oder andere Leser, dass die Form des Hinterns Rückschlüsse auf das Wesen des Menschen zulässt. So gab es (oder gibt) in den 1970er Jahren die Volksweisheit, dass ein straffer aufrecht geformter Po auf ein schnippisches Wesen hinweist. Über wissenschaftliche Verifizierungen diesbezüglich ist mir aber nichts bekannt. Dazu wird möglicherweise jeder seine eigene Ansicht haben. Die Vorliebe für die Form ist also eine Geschmackssache, wie für andere Vorlieben auch. Sind lange Haare schöner oder kurze Haare?
Unterliegen also die Formen des Hintern auch einer Mode! Im Laufe der Zeit wechselten die Idealformen immer wieder. Adäquat zu der Größe des Pos waren mal der kleine, tomatenförmige Po „in“, mal der breitere, birnenförmige Po. Allein in unserer Zeit gibt es Liebhaber für die Form des Pos wie der von Shakira, genauso aber gibt es Liebhaber von Pos mir der Form wie der von Kate Moss ( bischen Gimp?!). Die Formen stehen nur als Beispiel für die Vielfalt der Po-Formen, die so zahlreich, wie es Menschen gibt, sind. Glücklicherweise! Und selbst dann spielt sich das ab, was bei uns allen der Fall sein wird: Im Laufe unseres Lebens können wir glatt vom Pfirsich zur Tomate werden …   😉  UND BLEIBEN DOCH GELIEBT!

Die Darstellung von Hintern in Film und Fernsehen ( 10 )

mies-vandenbergh-fotografie.de

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Film und Fernsehen sind eine rein visuelle Angelegenheit. Jeder SIEHT hin. Es kann genau bestimmt werden, was abgebildet wird und wie lange eine Sequenz andauert. Hier schreibe ich über Beobachtungen, die ich beim Fernsehen gemacht habe, in Bezug auf den Popo.

Die folgenden Einschätzungen beruhen auf meinen eigenen Beobachtungen, bzw. auf Feststellungen von Freundinnen und Freunden. Es ist natürlich nicht Sinn der Sache bei der „Hinternwissenschaft“, dass ich Fernsehfilme nach der Häufigkeit der abgebildeten Pos auswählen kann und selbstredend auch nicht will. Sehe ich fern, so fällt mir gelegentlich auf, dass manch ein Kameramann gezielt oder zufällig (eher unwahrscheinlich) die Einstellung, den Fokus auf dem Hintern einer Schauspielerin oder der Kommentatorin belässt. Das sieht man bei Reportagen (z.B. in einer Folge von Landlust, in der Landwirtinnen aus verschieden Regionen ein Menü kochen, als der Kameramann über 5 Sekunden auf den sehr schönen, wohlgeformten Po im Gang einer Teilnehmerin fokussiert hatte), wie auch -sehr viel häufiger- bei Filmen.

   Ein mir in Erinnerung gebliebener Film ist „Urlaub mit Papa“ mit der Schauspielerin Julia Stinshoff. In diesem für meinen Geschmack eher seichtem „Rosamunde-Pilcher“ ähnlichem  Familienfilm wird von den Verantwortlichen (Regisseur, Cutter, Drehbuchautor, …) die Kamera sehr häufig auf den meiner Ansicht nach sehr hübschen Hintern der Schauspielerin fokussiert. Ich möchte an dieser Stelle nicht alle Filme aufzuzählen, in denen das zu beobachten ist, vielleicht noch die norwegische Krimiserie „Das Verbrechen“, „The Killing“ mit der Schauspielerin Sofie Grabol.  In den vielen Folgen der Reihe wird gerne der -wie ich wiederum finde- schöne Hintern der Schauspielerin häufig ins Bild gesetzt. Ob das dem Allgemeinplatz  „Sex Sells“ geschuldet ist, wäre zu erwägen.

   Warum kann es so sein? Das Fernsehen und der Film sind die visuellen Medien schlechthin. In diversen Untersuchungen wurde die Körperdarstellung in den Medien und den Printmedien untersucht, deren Ergebnis besagt, dass die Mehrzahl der weiblichen Darsteller im Alter zwischen 20 und 35 Jahren ist und durchweg mit den Attributen schön, jugendlich und schlank belegt werden konnten.

Damit konnte einwandfrei bewiesen werden, dass hinter der Bevorzugung dieser Personengruppe System steckt. Sofort taucht wiederum die Ambivalenz auf, welche der Frage nach dem Ei des Kolumbus stellt: Bestimmen und beeinflussen die Medien unser Bild vom attraktiven Menschen derart oder zeigen sie nur, was die Menschen sehen wollen?

Bei den Männern zeigt sich ein differenziertes Bild: Sie dürfen mal etwas legerer gekleidet sein oder mal etwas korpulenter daherkommen! Auch die Varianz des Alters ist bei den Männern viel größer. Zusätzlich beobachteten die Wissenschaftler, dass bei den Frauen die Totale auf das Gesicht verhältnismäßig weniger angewandt wurde, als bei den Gesichtern der Männer. Wäre interesant die Gründe dafür zu beleuchten.

Wieder zurück zur Betrachtung des schönen Menschen im Allgemeinen und des Pos im Speziellen möchte ich meinen Fokus auf die Frage nach der Legitimation für diese Szenen stellen. Was für jeden von uns schön ist, habe ich an anderer Stelle ausführlich beschrieben. Legitimation beinhaltet die Einbeziehung allseits bekannter Instanzen, wie z.B. Moral, Sitte, Tabu, Gesetz oder Benehmen.

    Ich stelle an dieser Stelle die Frage, ob die Bilder der Hintern in den Filmen bewusst gezeigt werden (dürfen) oder ob sie zufällig gezeigt werden. Ich frage weiterhin, ob bei bewusster Wiedergabe der Sequenzen dies die Idee eines Einzelnen war, welche dann im weiteren Entstehungsprozess des Filmes von allen weiteren Beteiligten und Verantwortlichen mit getragen wurde, oder ob es nicht bemerkt wurde.

Wenn ich unterstelle, dass es nicht unbemerkt bleiben konnte, und wenn ich des Weiteren unterstelle, dass die im weiteren Produktionsprozess Verantwortlichen die Szenen unterstützen, dann komme ich zu der Schlussfolgerung, dass die Menschen die Bilder als sehenswert betrachten. In dem Moment, in dem die Sequenzen im Schnitt nicht herausgenommen werden, in diesem Moment würdige ich diese als bedeutungsvoll! Dabei spielt es keine Rolle, welche Intention hinter der Zustimmung steckt. Gewinnen die Regisseure selbst den Szenen etwas Schönes ab, so sagen sie aus, was ihnen gefällt; zusätzlich sind sie wahrscheinlich der Überzeugung, dass es unter den Zuschauern mehr Menschen gibt, die den Bildern zustimmen, als ablehnen.

Würden diese Bilder die Zuseher abschrecken, so würde eine Rückmeldung in irgend einer Form die Verantwortlichen zur Abkehr bewegen. Der Film soll jedoch sehenswert werden, bzw. Quoten bringen. Stünden die Macher den Szenen nicht positiv gegenüber, sondern behielten sie des Publikums wegen im Film, so können für mich als Begründung nur die breite Zustimmung der Zuseher in Form von Einschaltquoten stehen. Eine marktwirtschaftliche Erhebung könnte die Erwartung der Konsumenten belegen. Dass dem tatsächlich so ist, beschreibe ich in einem weiteren Artikel.

Fazit: Es gibt viele Filme und Mediendarstellungen, in denen der Hintern explizit dargestellt wird! Das dem so ist, wird keiner bestreiten. Als Begründung für diesen Zustand lassen sich unter anderen diese Gründe aufzählen:
· Die Bilder werden gerne angesehen
· Der Fotograf zeigt die Bilder gerne
· Der Darsteller sieht sich gerne so fotografiert
· Diese so hergestellten Medien erfreuen sich erwiesener Beliebtheit

· Die Einstellungen sind mehr zufällig entstanden (nicht glaubwürdig)
· Die Bilder der Knackhintern sind unauffällige Norm und fallen nur mir auf (nicht sehr wahrscheinlich)

Wieder liegt es bei jedem Menschen selbst, seine persönliche Einstellung dazu zu finden. Was meinst Du?

Die wunderbare Form des Hinterns ( 6 )

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  Bei der Betrachtung des Hinterns fallen mir neben der Breite und Tiefe, der Größe und Form besonders die Proportionen auf; als Gesamtbild oder Gesamteindruck, vielleicht aus der Entfernung, noch bevor Einzelheiten zu erkennen wären.

Geht man von den vielfach untersuchten Proportionen des Gesichtes aus, so kann man – durch Studien unterstützt – sagen, dass Proportionen eine entscheidende Aussagekraft auf die Erscheinung des menschlichen Körpers haben. Beim Gesicht können es beispielsweise der Augenabstand oder die Augengröße sein, ferner die Augenform und explizit die Form der Brauen. Gleichwohl die Form der Wangenknochen, die Form des Kinns, oder die Form des Mundes lassen eine bestimmte Aussage entstehen. Auf Anhieb können wir sagen, welches Gesicht uns sympathisch ist und welches Gesicht nicht.

    Britische Forscher erstellten aus vielen Fotos mittels Software am Rechner Durchschnittsgesichter (Morphing), bei denen sie die Symmetrie gezielt veränderten. Als Ergebnis stellte sich ohne große Überraschung heraus, dass symmetrische Gesichter stets attraktiver bewertet wurden. Viel häufiger wurden sie als ansprechend beschrieben, sogar als sympathischer bezeichnet, als asymmetrische Gesichter.

   Bei der Betrachtung des Körpers wurden von diversen Wissenschaftlern ganz ähnliche Versuchsreihen durchgeführt. In den Ergebnissen konnten dabei vergleichbare Schlussfolgerungen gezogen werden. Das hat u.a. William Brown mit seinen Kollegen von der Brunel University in Uxbridge, Großbritannien herausgefunden.  Sie haben menschliche Körpermodelle eingescannt, die anschließend Versuchspersonen vorgestellt wurden. Diese Versuchspersonen sollten daraufhin die Attraktivität der Körper bewerten. Als Erkenntnis konnte von den Wissenschaftlern heraus gestellt werden, dass die Versuchspersonen jene Menschen mit symmetrischen Körpern für wesentlich attraktiver hielten, als solche mit einem weniger symmetrischen Körperbau.

      In einer weiteren Studie berichtet Cinzia Di Dio von der Universität in Parma über eine Bewertung von Bildern von Skulpturen menschlicher Körper. Die Forscher zeigten Probanden Bilder dieser Skulpturen, die im original abgebildet waren, zwischendurch fügten sie jedoch immer wieder Bilder von den gleichen Skulpturen ein, die jedoch mit einem Computerprogramm unwesentlich verfremdet worden waren. (z.B. kaum erkennbar kürzere Beine,…) Gemessen wurde u.a. die Gehirnaktivität bei den Probanden während der Betrachtung der einzelnen Bilder. Es zeigte sich, dass bei der Betrachtung der originalen, unverfälschten Bilder die Gehirnaktivität messbar höher war, als bei den verfremdeten Bildern der Skulpturen. 

   Damit bestätigt sich (für mich), dass Menschen – bewußt und unbewußt – ein Auge für die Körperproportionen des Gegenüber haben. Vielleicht genetisch bedingt erkennen wir den gesunden, wohlgeformten Habitus des Körpers sehr schnell und eindeutig.

   Bei Menschen im fortpflanzungsfähigem Alter, denen die Prämisse der Suche nach dem gesündesten Fortpflanzungspartner unterstellt werden mag, laufen bestimmte Prozesse zwingend ab. Wie in archaischen Zeiten werden in den Windungen unseres Gehirnes entsprechende Muster abgespult. Auch wenn wir dem nicht nachgehen, so konnten diese Abläufe doch ausgiebig erforscht und bestätigt werden. Erleichternd für die Auswahl oder das Erkennen der positiven Proportionen kommt in unserer Zeit die relativ leichte Erkennbarkeit der Verhältnisse der Körperglieder hinzu. Nämlich durch die Art der körperbetonten Kleidung. Die aktuelle Mode zeigt den Menschen einerseits Deutliches vom Körper des Menschen, allerdings lassen sich dadurch auch weniger gut eventuelle Defizite verbergen.

   Jeder Mensch findet, durch mannigfaltige, lebenslange Einflüsse bedingt, wie durch genetische Vorgaben begleitet, einen eigenen Typus von Körper attraktiv. Das ist zwar nicht unbeachtet der allgemein gültigen Vorstellungen von schönen Körpern getrennt zu sehen, doch in Verbindung mit dem Charakter des Einzelnen kommen weitere maßgebliche Einflüsse zum Tragen.

   Für mich beispielsweise möchte ich feststellen, das mir der nicht ganz schlanke Körper, aber auch nicht der zum Vollschlanken neigende Körper vom Ansehen gefällt. (Siehe meine Fotografien) Da es in diesem Blog zuvorderst um die Erscheinung geht, lasse ich das Wesen, den Charakter, das Herz des Menschen außen vor! In gewisser Weise handelt es sich hier also um Oberflächlichkeiten 😉 „Die Formen des Körpers“. Es werden Einflüsse der Kulturen, Moden und Perioden beschrieben werden, und auch versuche ich herauszufinden, ob es Parallelitäten gibt. Ein für mich spannendes Feld, herauszufinden, wie der Mensch tickt. 🙂

Der wohlgeformte Hintern – Fotografie, Ansichten und Geschichte(n) ( 1+2 )

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Guten Tag liebe Leser!

Danke für’s Hereinschauen und Willkommen beim Lesen und Schauen meines Blog.

Es geht um

  • die Faszination des Aussehens (am Beispiel des Pos)
  • Schönheit und Attraktivität (nicht nur dieses Körperteils)
  • die Beziehung zwischen Gesellschaft und Aussehen des Einzelnen
  • das Verhalten des einzelnen Menschen (in Bezug auf das Aussehen)
  • neu seit Ende 2016: Traumfragen und Bildnisse schöner Menschen
  • neu seit 2017: Fotografie als Statement und Gedanken zur Fotografie

Ich möchte ein Statement über die Faszination für den menschlichen Körper und sein Aussehen einbringen.

〈 Ergänzung 2016: Zunehmend beschäftige ich mich in meinen Artikeln mit dem sozialen Aspekt von Schönheit, Aussehen und dem Selbstverständnis des Menschen in Verbindung zur Gesellschaft; was macht den Menschen aus, in wie weit formt der Mensch Gesellschaft und Gesellschaft den Menschen. Der momentane und stetige Wandel der Sichtweise in den Wissenschaften empfinde ich als sehr spannend. 〉

Auch wenn für den ein oder anderen Menschen die Begeisterung für den Körper des anderen oder gleichen Geschlechtes beispielsweise bei Gesicht, den Beinen, den langen Haaren, dem Busen oder den Händen liegt, oder aus einer Mischung der verschiedenen Körperpartien besteht, so ist es im übertragenen Sinne immer der Reiz der Äußerlichkeiten, der auf uns Menschen wirkt. (Schlüsselreiz)

Natürlich nicht nur meine Faszination ist hier gemeint, wenn ich über die Bedeutung des Aussehens allgemein, und beispielhaft über den Hintern im speziellen berichten möchte. Es ist ein Körperteil, der sehr viele Menschen anspricht, bewundern lässt, hinsehen lässt – nicht nur Männer – auch Frauen tun dies gerne.

So geht es im weiteren Verlauf immer wieder um das Thema „Schönheit“! Damit untrennbar verbunden ist „Aussehen“, „Attraktivität“, „Gefallen“ und „Wirkung“. Wissenschaftliche Betrachtungen von Karl Grammer und seinem Team verschlang ich schon in meiner Jugend.

Dazu kommen viele Veröffentlichungen von Personen aus der Attraktivitätsforschung, wie z.B. Ronald Henss. Ich stelle fest, dass es sich bei dieser Wissenschaft um einen noch jungen Zweig der Verhaltensforschung handelt. Erst seit den 1970er Jahren beginnt die Attraktivitätsforschung Fuß zu fassen. Damit beschäftige ich mich in meiner Freizeit neben anderen unzähligen Beschäftigungen, wie z.B. der Fotografie.

Hier präsentiere ich in den einzelnen Artikeln Bilder des Gesäßes. Diese Fotos, die ich alle selber fotografierte, zeige ich in leicht bearbeiteter Farbe und Form. Das mache ich, weil es für mich zu einer Verdeutlichung der Bildaussage führt. Ich fotografiere seit meiner Jugend. Damals besonders gerne meine Freundinnen, aber auch Mädchen, die ich fragte und nicht fragte. Die Zustimmung in den 70ern und 80ern war groß, lebte es sich doch in einer freien und experimentierfreudigen Zeit sehr unverkrampft.

Der Mensch in seiner äußerlichen Erscheinung war schon immer ein Vorbild für die Kunst – ob in der Bildhauerei, der Malerei und – eben der erst viel später dazugekommenen Fotografie. Ich meine, das nicht jedermann (meine) Bilder vom Po für Kunst hält, selbst wenn in der Kunstgeschichte ausgiebig darüber gesprochen wurde und zahlreiche Gemälde und Skulpturen mit -meiner Ansicht nach- speziell wohlgeformten Hintern geschaffen wurden. Eine kleine Übersicht folgt in einem der nächsten Blog-Beiträge

Allein das Motiv „ Hintern“ hat, wie wir später erkennen werden, in unserer Gesellschaft -zumindest öffentlich- einen ruchlosen Charakter. Dieser Scheinheiligkeit beuge ich mich jedoch keineswegs. Für mich stellen die Kunstwerke der Epochen soetwas wie ein Ausdruck für die Schönheit des Hinterns an sich und überhaupt des menschlichen Körpers dar. Ob Michelangelos “Hintern Gottes“ als Fresco in der sixtinischen Kapelle oder die Arbeiten der Bildhauer zu Zeiten der Klassik und Romanik geben für mich Beispiele für die vollkommene Form wieder.

Das wird gerne jeder Betrachter für sich selbst bedenken. Der Leser, „ Sie“, „Du“, der diese Worte ließt, hat aus irgend einem Grunde zu diesem, meinem Beitrag über den perfekten Hintern gefunden. Die bildende Kunst ist am Menschen selbst ( wie auch sowieso im Menschen ) erschaffen, ich bilde mit der Kamera lediglich ab, und zwar genau das, was ich sehe, was speziell oft dargestellt, „ausgestellt“ wird.

Manch eine Frau, die ich fragte, ob ich ihren Po fotografieren dürfte, empfand es als eher peinlich. Manch andere empfand es aber durchaus auch als Kompliment. Nicht jedes dieser Fotos erfragte ich, einige fotografierte ich als Schnappschuss.

So mag sich ein jeder an meinen Texten und meinen Bildern erfreuen, vielleicht ist manche Information und Impression neu für Dich. Auch freue ich mich, wenn ich inspiriere oder kontroverses Gedankengut erzeugen kann. Eine Diskussion ist bekanntlich immer der Beginn einer Revolution! Meine Bilder sprechen für sich selbst.

Also nochmals HERZLICH WILLKOMMEN, und wenn Fragen, Meinungen, Kritik oder Lob in Deinen Gedanken entstehen, gerne kommentieren.

Und zu guter letzt: Wenn Du Lust auf ein Fotoshooting hast, nicht nur, was Deinen Po betrifft, so zögere nicht und schreib‘ mir kurz eine Mail.

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