Körperwahrnehmung, Teil II (191)

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„Finde Deinen Körper (gut)!“Wie beginnt Deine Körperwahrnehmung?

Hier in Teil 2 von Körperwahrnehmung möchte ich zunächst eine chronologische Herleitung beginnen. Von der Jugend an befasst du dich mit deinem Körper. Anfangs ist es vielleicht nur warm und kalt, laut und leise, hell und dunkel, du hast Hunger und Durst und du fühlst Geborgenheit und Liebe, wenn du Glück hast. Richtig nachdenken über deine Empfindungen kannst du zu diesem Zeitpunkt noch nicht, reagieren sehr wohl. Grundsteine für dein Gefühlsleben, so haben Forscher mittlerweile festgestellt, wurden für dich sogar schon vor deiner Geburt gelegt. Die Gefühle deiner Eltern, ihre Stimmungen, auch ihre Stimmen prägen dich schon im Mutterleib.

Nach deiner Geburt findet Prägung weiter statt. Der Umgang deiner Eltern mit dir ist enorm wichtig, viele deiner fundamentalen Gefühle von Verständnis und Empathie, der Fähigkeit, Liebe zu empfinden und zu geben werden im Idealfall, so die Forscher, in Grundzügen in frühester Jugend gebildet. Dass der Idealfall oft nicht eintritt, ist leider Fakt. Oft selbst nicht ihrer Gefühle gewahr, versäumen es Eltern, diese fundamentalen Weichen zu stellen, meist nicht bewusst, sondern aus eigenem Mangel, aus fehlender Empathie. Verlässliche Zahlen diesbetreffend wurden bisher nicht erhoben, erste Zählungen aus wenigen Forschungsergebnissen nennen vorsichtig Zahlen um die 60% derer Menschen, die in frühester Jugend einen Mangel an Zuwendung erhielten. Damit ist nicht unbedingt nur eine Überforderung der Eltern hinsichtlich der Gabe frühkindlicher Zärtlichkeiten beschrieben, auch der eigene Mangel an solchen Erfahrungen wurde beschrieben. Ein soziologisch spannendes Feld, über das ich, bevor ich weiter darüber schreibe, noch einiges lesen und recherchieren möchte.

Nach der Zeit der frühen Jugend beginnt gemeinhin die Zeit, an die du dich erinnern kannst. Du erlebst Aktion und Reaktion, erfährst einen ersten Eindruck von Ursache und Wirkung, dir werden erste Ver- und Gebote auferlegt. Spätestens dann wird, so die gängigen Theorien aus der Humanforschung, die erste Differenzierung zwischen den Geschlechtern konstruiert. Mädchen und Jungs erfahren unterschiedliche Vorgaben hinsichtlich ihrer Körper, einerseits aus Tradition, andererseits aus unterschiedlichem Dafürhalten.

Aber auch dann findet eine Reflektion noch nicht statt. Diese beginnt meist mit Eintreten der Pubertät. Die dann eintretenden Veränderungen am Körper, einhergehend mit Veränderungen in Psyche und Geist finden ähnlich der Fahrt auf einer Achterbahn statt und überfordern zeitweise den jungen Menschen enorm. Darüber findet man etliche Studien, die ein sehr weitläufiges Bild zeichnen, interessant sind hierbei die Verdichtungen, die Punkte, in denen weitestgehend Konsens besteht.

Was geschieht nun in den Anfängen mit dir, deinem Körper während der Entwicklung hin zu deiner Persönlichkeit? Über deinen Körper erfährst du nach und nach dein Selbst. Du bist dein Körper und du hast dein Körper. Im Prozess der Reifung deines Körpers, deiner zunehmenden Handlungsfähigkeit und Beherrschung deiner Körperfunktionen bildet sich dein Selbstbewusstsein heraus, mit dem du die oben genannte Ambivalenz zu einer Einheit bildest.[Dass diese meist nicht konstant erhalten bleibt, und wieder und wieder erneuert werden kann, ist Teil deiner weiteren Entwicklung.]

Auf dem Weg zu deiner Persönlichkeit begleiten dich mehrere Menschen. Zu Beginn sind es deine Eltern, dabei wird in den meisten sozialwissenschaftlichen Betrachtungen dem gleichgeschlechtlichen Elternteil der größere Einfluss zugesprochen. Zusätzlich spielen die Geschwister, wenn vorhanden, eine große Rolle, denn der Vergleich ist ein wesentliches Element, mittels dem deine Auseinandersetzung mit deinem Körper von statten geht. Wenn keine Geschwister da sind, nehmen Freunde und Spielkameraden diese Rolle ein, hier meist auch die gleichgeschlechtlichen.

Du erfährst deine eigenen Sinneswahrnehmungen und vergleichst diese mit denen der Menschen um dich herum. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob es sich um positive oder negative Erfahrungen handelt. Was tut dir weh oder deinem Schwesterchen, vielleicht ein erster Kniff, du probierst es – auch deine Schwester wird es tun, was du zu spüren bekommst.

In der Zeit des ersten Bewusstwerdens deines eigenen Körpers bildet sich dein Körperbild. Wie schwer diese Wahrnehmung aufgrund der ständigen Veränderungen sein kann, wird Thema in folgenden Beiträgen werden, auch die Tatsache, dass die Veränderungen bei Mädchen und Jungen aufgrund der viel stärkeren und zeitlich ausgedehnteren Veränderungen des weiblichen Körpers sehr unterschiedlich ausfallen.

Körperwahrnehmung, Teil I (190)

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Körper – ein spannendes Feld. Was fühlst du, wenn du an deinen Körper denkst. Liebst du ihn, hasst Du ihn? Wie gehst du mit ihm um? Oder ist er dir egal. Ist er nur Transportbehälter für deine Seele? Oder Formungsobjekt aus deinem Anspruch an einen sozial funktionierenden Mechanismus?

Wie siehst du deinen Körper? Wie erfährst du deinen Körper im Laufe deiner Menschwerdung? Wie empfindest du die Unterschiede zwischen dem öffentlichen Bild von Körpern zu deinem eigenen Körper? Akzeptierst du deinen Körper? Siehst du ihn als deinen Körper an und in wie weit lässt du ihn Anschauungsobjekt und Spielobjekt für andere Menschen sein.

Zunächst eine Festlegung von mir: ich spreche im folgenden vom Körper des Menschen, und meine dabei sowohl den der Frau wie den des Mannes. Obwohl es in der Körperwahrnehmung kulturell und gesellschaftlich nachgewiesenermaßen Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, werde ich diese nur dort explizit differenzieren, wo es mir unumgänglich erscheint. Sonst folge ich zuverlässig der Devise, dass wir in erster Linie Menschen sind. 🙂

Wie ergeht es dir mit deinem Körper? Ich hoffe und wünsche dir, du fühlst dich, und nimmst dich als das wahr, was du bist! Dein Körper ist in erster Linie Schnittstelle! Schnittstelle zwischen Geist und Wesen, zwischen innen und außen, zwischen dir und allen anderen Menschen, zwischen deiner Idee und der Erde, die du bereicherst, formst, gestaltest und erhältst mit deiner Existenz. Schnittstelle zwischen dem Materiellen und der Idee von Menschlichkeit. Prinzipiell bist du der Mittelpunkt des Universums. Es kann nur so sein. Es geht gar nicht anders, denn ohne dich gäbe es das Universum nicht! Logisch, oder?

Dein Geist sagt dir sicherlich andere Wahrheiten, du hast gelernt, dass die Welt, das Universum, alle anderen Menschen auch dann noch existieren werden, wenn du nicht mehr da sein solltest. Schließlich bist du auch noch da, obwohl andere Menschen ihren Körper bereits verlassen haben. Ja, das bestätige ich dir. Doch wenn du überlegst, was die Seele, die ihren Körper verlassen hat, wohl dazu sagt, so wird es ein spannendes Unterfangen.

Was ich damit sagen möchte, ist folgendes: Es geht hier um deinen Körper, um dich, und es geht um die Wahrnehmung der Umwelt durch deinen Körper. [Zwischenbemerkung: das oder ob es noch andere, körperlose Wahrnehmungen gibt, sei dahingestellt. Auch, wenn ich davon überzeugt bin, endet auch diese Wahrnehmung in unseren Gedanken, Gefühlen, Intuitionen.] Wenn dein Körper nicht mehr da ist, kommunizierst du nicht weiter. Wenn dein Körper eingeschränkt ist, findet auch Kommunikation eingeschränkt statt. (Dazu später mehr) So ist dein Körper ein Medium, du kommunizierst passiv, so z.B. über unbewusste Gestik, Mimik, Körperhaltung, Kleidung und Statur und auch aktiv über Worte, Blicke, Bewegung, Berührungen, Handeln oder Nichthandeln. Es geht mir darum, dies im einzelnen zu beleuchten, eine Verbindung von Körper und Psyche zu entdecken.

In weiteren Beiträgen werde ich die Fragen von oben aufgreifen, deren Beantwortung unter Einbeziehung einschlägiger Literatur und diversen Forschungsergebnissen eine spannende und interessante Materie ist. Demnächst 🙂

Neu! Nagelneu! Das Neueste, nicht nur schnöde „Neu“! ;-) ( 188 )

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Neophilie! Von Konrad Lorenz geprägter Begriff, der, kurz übertragen, die Liebe zu Neuem bedeutet. Er beschreibt, welche angeborenen Mechanismen im Menschen ablaufen, wenn er Neuem, Unbekanntem gegenüber steht, welche Reaktionen erwartet werden können. Neu ist toll! Ist das so? Wirklich und Wahrhaftig?

Sind wir Menschen stets neugierig? Gierig auf Neues? Neugierig auf alles, wenn es neu ist? Ist Neugierde einer der Motoren unserer Entwicklung, der Evolution überhaupt? Warum bewirbt die Industrie erfolgreich ihre entwickelten Produkte und Leistungen grundsätzlich immer mit dem Attribut NEU? Weil die Marktforschung erwiesen hat, dass wir Homo consumicus wie „HB-Männchen“ auf das Adjektiv „neu“ anspringen? Etwas ist anders, als das, was wir bereits kennen. Was wir kennen ist schon irgendwie langweilig, oder? Nur zu neu oder zu unbekannt sollte es auch wieder nicht sein.
„NEU“ counts! Das neue Auto, der neue Italiener, eine neue Waschformel, eine neue Frisur, ein neuer Partner … ehm, moment mal, neuer Partner? Nee, oder? Na nicht ganz. Neu ist zwar spannend, aber mit vielen Investitionen belegt. Könnte zu anstrengend werden. Oder gilt es nur für eine kurze Spanne? Schon eher. Geht man ja keine Verpflichtung ein. Also muss man ja auch nicht viel von dem halten, was man verspricht, oder?
Ist das tatsächlich so? Verhaltensforscher bestätigen es leider. Woher kommt dieser Ansatz und was hat er mit Schönheit zu tun? Ganz einfach, es wurde untersucht, in wie weit sich die Schönheit zunächst auf die Wahl eines Partners auswirkt, und anschließend eine Rolle bei der Wahl eines neuen Partners spielt. Dabei kamen spannende Ergebnisse heraus. Doch der Reihe nach.
Der Mensch hat von Beginn seiner Entwicklung an gelernt auf seine Umgebung adäquat zu reagieren. Früh lernte er, was wie zu verarbeiten, zu speichern, zu lernen ist. Bis zu den ersten eigenen Gedanken wurde er erfolgreich konditioniert. Nun galt es, alles noch einmal in Frage zu stellen, zu überarbeiten. Je nach Grad der Konditionierung und je nach Geistesleben gelang das dem einen besser, dem anderen schlechter, dem einen früher, dem anderen später, dem nächsten nicht.
Eigene Wertvorstellungen sind das Ergebnis. Es sei dahingestellt, welcher Qualität sie sind. Es gibt sie einfach und nach ihnen richtet sich der Mensch regelmäßig. So hat er Vorstellungen von einem Partner. Begonnen von Freundschaften im Kindergarten (oder vorher in der Krabbelgruppe, dort allerdings zu 99% elterngesteuert) über die Vorschule, Grundschule, Sek.1 und vielleicht Sek.2, Ausbildung oder Studium tragen zu einem Bildnis bei, einem Kunst-werk, welches der Mensch zeitlebens formt.
Es schwebt ihm wie eine Schablone im Geiste vor, wenn er über einen Menschen befindet, mit dem er mehr als nur kollegiale oder freundschaftliche Gefühle zu pflegen wünscht. Er sucht einen Partner fürs Leben, beginnt zu sondieren, was passen könnte, welche Voraussetzungen er wünscht, mehr noch, welche Bedingungen er überhaupt umzusetzen im Stande ist. Welchen Marktwert wirft er in den Ring? Mal mehr mal weniger Versuche gibt es, mal längerfristige Beziehungen werden wertvoll, mal Enttäuschungen (beiderseits wie einseitig) sind zu überstehen.
Irgendwann wird der Mensch fündig. Eine Partnerschaft ist entstanden. Viele Emotionen entstehen in diesen Momenten und alles Neue am Anderen ist spannend und faszinierend. Hormonausschüttungen unterlegen unsere Empfindungen. Wir leben auf Wolke 17, sehen vieles rosaroter, als es zu sein pflegt. Ein überaus wichtiger Baustein unserer Beziehungen, bedeutet doch die Partnerschaft eine längerfristige Beziehung zu einem Mitmenschen, nämlich mindestens so lange, bis ein eventueller Nachwuchs da ist oder besser noch gut vorbereitet in die weite Welt hinaus gelassen kann. Letztes ist dabei jedoch schon als Luxus anzusehen.
Doch irgendwann reist die Beziehung nicht mehr über so eine rauschende Gefühlsachterbahn entlang. Gewohnheit und Gewöhnung treten an die Stelle der Faszination. Ernüchterung macht sich breit, und zwar umso mehr, als sich einer oder beide Partner zuvor verstellten, vorspielten etwas zu sein, was man gern gewesen wäre oder was von anderen erwartet wurde. Eigentlich eine Chance, den anderen erneut kennen zu lernen, wird es aber nicht so gelebt, sondern viele Menschen distanzieren sich, da sie sich etwas anderes versprachen. Ent-Täuschung kratzt am Ego des anderen, doch während dies als fundamentaler Beginn einer fantastischen Beziehung zu verstehen, wendet sich der Mensch häufig ab. Was aber macht der Mensch sehr gerne, wenn etwas nicht seinen Vorstellungen entspricht? Richtig, er wendet sich Neuem zu. Allzu gern widmet er sich neuen Abenteuern, die in erster Hinsicht das versprechen, was gesucht wird. Das „Alte“ kennt jeder. Es ist unspektakulär, und es hat scheinbar nicht den Erfolg gebracht, den sich der Mensch versprochen hat. Da kann das Neue ja nur besser sein. Oder?
Und spätestens in diesem Moment kommt die Psychologie der Schönheit ins Spiel. Wir haben gelernt, dass schön = gut ist. Dabei wird uns suggeriert, dass das Neue, solange es schön ist, mit allergrößter Wahrscheinlichkeit viel mehr dem entspricht, was wir uns wünschen, wonach wir streben. Daher die vermeintliche Chance, in Neuem die Erfüllung unserer Begierde zu finden. Erst mit den Jahren, und bei genauerem Hinsehen lernen wir, dass das Neue nicht automatisch das Bessere ist. Aber es ist kein einfacher Weg, denn man muss tatsächlich ehrlich reflektieren, was eine grundsätzliche Ehrlichkeit zu sich selbst und mit sich selbst zu Grunde legt.

Über mein Bloggen ( 183 )

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Eine Verselbständigung meiner Ambitionen durch den Blog oder den Aufwand, den ich in dieses Unterfangen investiere, ist nicht in Sicht. Doch die Gedanken kreisen manches Mal um Sinn und Zweck, Inhalte und Frequenz, Bedeutung und Beschäftigungen mit meinen Aktivitäten rund um den Blog. Dazu ein kleines Intermezzo. 🙂

Dies sollen keine langen Worte über das Thema Bloggen werden, wenn auch Parallelen durchaus angeschnitten werden. Begonnen habe ich mit der Intention, ein Buch über die Bedeutung des Aussehens zu verfassen. Dies wollte ich mit Abbildungen des Körperteils Po versehen. Die Welt um mich herum mit offenen Augen betrachtend, schon immer angezogen von der Schönheit (des anderen Geschlechts), habe ich versucht, eine Begründung zu finden, woher das alles rührt. Literatur und Gespräche ohne Ende, seit der Pubertät, führten mich zu immer neuen Denkansätzen.

Das Thema ist grundsätzlich weiterhin spannend, zumal neben vielen sich bestätigenden Forschungsergebnissen immer wieder neue, zum teil konträre Erkenntnisse gewonnen werden. Ich stelle fest, dass sich manche meiner Beiträge im thematischen Inhalt sehr ähneln. Fast könnte man sie zusammen fassen.

Doch um dieses nicht machen zu müssen, habe ich mich entschieden, ältere Beiträge zu ergänzen, wenn sich derart enge Bezüge zu beschriebenen Themen durch neue Literatur ergeben. Im Moment lese ich ein Buch, dessen Forschungsergebnisse aus den Jahren 1998 bis 2007 stammen, also -wissenschaftsrelevant- höchst aktuelle Inhalte beschreiben.

Ebenso die hier gezeigten Fotografien der Hintern, die ich im Laufe der Zeit fotografieren konnte, ähneln sich immer wieder mal. Es liegt weniger an der möglichen Vielfalt der Popos, dass Du solch frappierende Ähnlichkeiten in den Aufnahmen findest, sondern an meiner Vorliebe für ganz bestimmte Formen und Proportionen. Fast wäre es einerlei, ob ich immer wieder ein neues Bild eines Gesäßes in jedem Artikel abbilde, oder ein identisches, das sich in allen Artikeln wiederfindet. Nur die Abwechslung ist interessant, wie im Leben der Menschen überhaupt.

Ich meine, es sollte sich nur nicht verselbständigen, die Sache mit den Fotos zur Hauptsache des Blogs werden. Das sollen die thematischen Inhalte bleiben. Ich bekomme hin und wieder Meinungen mitgeteilt, nach denen es die Mischung ist, die es ausmacht. Ich bin zutiefst überzeugt, dass ohne die gezeigten Fotografien dieser Blog wesentlich weniger Besuche verzeichnen würde. Wenigstens kann ich mich so der Illusion hingeben, dass meine Texte sogar hin und wieder gelesen werden. 😉

Was ich des weiteren erwähnen möchte ist eine Mail einer Leserin, in der sie mich fragte, warum ich meine Quellen nicht unter die Artikel schreibe. Ich habe auch daran gedacht. Wie während meines Studiums ist eine Ausarbeitung eigentlich nichts ohne Quellenangabe. Doch ich habe mich gegen diese Praxis entschieden, weil sonst der Umfang der Artikel, nein, der Aufwand zum Verfassen der Artikel weitaus größer wäre. Wie jeder andere Blogger hier es auch weiß, ist ein Blog eine Freizeitbeschäftigung, die nicht wenig Zeit in Anspruch nimmt. Das machen fast alle gerne, ich auch, aber irgendwo ist eine Grenze für mich erreicht.

Texte zu verfassen ist etwas anderes, als nur Handy-Bildchen oder Statusmeldungen vom WC zu posten. Da ich nun noch eine wunderbare Familie habe, mit allem dumm herum, dazu noch Kinder und Hund, Haus und Garten, einen Job und andere Hobbies, wie Freunde, Fotografie, Sport, Taxidienste für die Kinder, Eltern, die nicht mehr 70 sind (ja, beginnende Alterserscheinungen erfordern Pflege – die man gerne gibt, weil ich das Glück hatte, dass auch meine Eltern IMMER für uns Kinder da waren, aber auch sonst) und, und, und, so nehme ich mir dann doch nicht ganz so viel Zeit, wie es Spaß machen würde.

Eine beständige Quellangabe würde wesentlich mehr Aufwand bedeuten, da diese, wenn, dann schon genau für jeden Absatz und jedes Zitat sinnvoll wäre, unter jeden Artikel gebracht werden müsste. Ich habe mich dazu entschlossen, hin und wieder die Namen derer zu nennen, die die Bücher geschrieben haben, die ich gelesen habe. Wenn jemand etwas mehr wissen möchte, so kann er/sie mir gerne eine Mail schreiben. Auch ist das Netz voll von wissenschaftlichen Erkenntnissen, man muss sich nur informieren. Und da bin ich schon wieder am Punkte angelangt, am dem die große Frage erscheint: Für was soll ich mich noch alles interessieren?

Ich meine, es wäre toll, wenn die Ethik und das Menschsein wesentlich mehr Raum in der Bildung hätte. Verdient haben sie es allemal. Und damit meine ich nicht nur die Schulen, die mehr und mehr die verpasste Erziehung der Kinder zur Mitmenschlichkeit leisten sollen. Ich schweife ab.

So bleibt mein Blog vorerst ohne Quellangaben. Aber ich lese weiterhin interessante Bücher und besuche noch immer fundiert geschriebene Webseiten, die das Thema Äußerlichkeiten und deren Wirkung zum Thema haben. Zuweilen ist das Unterstreichen von Sätzen und kleben von Buch-Post-Its und das spätere wiedergeben der Inhalte mühsam, aber es macht mir Spaß. Die Bildbearbeitung steht noch aus: die mache ich gerne, wenn alle anderen schon sanft schlummern.

Ich wünsche Dir viel Spaß weiterhin bei Deinen Besuchen hier, beim wohlgeformten Hintern 😉

Körperlichkeiten ( 180 )

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Wie steht der Mensch zu seiner Körperlichkeit? Wie nimmt er/sie den eigenen Körper wahr. In wie weit hat der Mensch eine Beziehung zu seinem Körper und wenn er eine hat, welcher Art ist sie, eher liebevoll und annehmend oder gleichgültig hinnehmend?

Ich wachse mit meinem Körper auf, lerne ihn nach und nach kennen, akzeptiere ihn aber noch lange nicht. Kleine Eroberer und Entdecker werden ab der ersten Phase der „Erziehung“ darauf hingewiesen, dass noch lange nicht jeder Bereich des eigenen Körpers seine ungeteilte Aufmerksamkeit verdient. Und die Götter, die uns da erziehen, die haben Allmacht. Für Kinder ist das so.

Was diese Götter ihrerseits, in ihrer Kindheit über ihren Körper erfahren haben, steht auf einem ganz anderen Blatt. Diese Götter also führen ein junges Menschenkind über die Landkarte des eigenen Körpers, weisen Zonen aus, die verbotenes Terrain sind, andere Bereiche, denen nicht zu viel Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, andere, die immerzu gereinigt werden müssen und solche, die einfach da sind, die wir begrapschen dürfen, wann immer uns danach ist.

Irgendwann aber ist die Zeit vorüber, in der wir uns was sagen lassen. Nachts unter der Bettdecke wird erstmal kontrolliert, ob die verbotenen Zonen tatsächlich so tabu sein können. Was hat es damit auf sich? Das geschieht freilich stets mit dem Wissen von Moral und Sitte, von Regelbruch und Anarchie. In wie weit das zuträglich für die gesunde Entwicklung der Menschenkinder ist, darf hier offiziell in Frage gestellt werden.

Wie gehe ich mit dem um, was mich körperlich ausmacht? Habe ich gelernt, jeden Teil meines Körpers anzunehmen, oder gibt es Bereiche, deren Existenz mir bewusst ist, die ich aber hervorragend ausblenden kann: „Nun ja, ich nutze sie zwar, aber nur im Verborgenen.“ Degradiert zur Funktionalität?

Spätestens in der Pubertät stellen sich dem jungen Menschen viele Fragen, für die er nicht immer einen Adressaten findet. Worüber kann ich reden? Auch über das, was mir peinlich ist? Und was ist mir peinlich? Warum ist es mir überhaupt peinlich? Peinlich heißt doch, dass ich etwas denke, fühle, von dem ich meine, dass es vor dem Augen anderer moralisch fragwürdig ist. Und fragwürdig ist dabei, ob es nicht bei jedem Menschen so ist, und wir uns nicht viel ähnlicher sind, als wir vermuten. Wo ist dabei die Grenze zu natürlicher Scham? Gibt es, soweit es unseren Körper betrifft, soetwas wie natürliche Scham tatsächlich?

Kann ich darüber frei sprechen, von dem ich seit der Kindheit hörte, dass es bloß tabu bleiben soll? Viele kleine Entwicklungen fordern die Aufmerksamkeit des jungen Pubertierenden. Die Regel setzt ein, der erste Samenerguss geschieht und die Frage ist, mit wem kann ich darüber sprechen.

Die Eltern waren und sind da nicht immer die erste Wahl. Freunde, die sich vermutlich in der gleichen Situation befinden sind einem nahe, aber nicht zu nahe, als dass man sich nicht an das ein oder andere Thema behutsam herantasten könnte.

Nur, welche Erziehung genossen diese Freunde, wie gehen sie selbst mit dem Thema um. Und, auf der anderen Seite steht im Raume, was aus der Gesellschaft zurück hallt. Diese Gesellschaft in Form der Stimme von Medien (elektron. und Print), Familie und Verwandtschaft sowie dem Bekanntenkreis. Multiple Einflüsse sind bei der Formung meines Körperbildes wirksam. Wie groß ihr jeweiliger Einfluss tatsächlich ist, bleibt die entscheidende Frage. Ist mein Charakter, mein Geist in der Lage diese Strömungen zu integrieren, zu umschiffen, überhaupt erst mal zu analysieren.

Wie ich mit meinem Körper umgehe ist also das Resultat dessen, welche Entwicklung ich durchlaufen habe, ganz besonders, welchen Einflüssen ich ausgesetzt war und wie ich diese verarbeitet habe. Dennoch sollte ich mir bewusst sein, dass die Menschwerdung nie ein abgeschlossener Prozess ist, und dass ich mich immer wieder neu entschließen kann, auch meinen Körper wieder anders verstehen, erkennen und lieben zu lernen.

Holiday

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Mies-Vandenbergh-Fotografie

 

 

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Eine besondere Zeit wünsche ich Euch allen, liebe Follower, Gäste, Besucher meines Blogs, ich werde mit meiner Familie Urlaub bis Anfang September in Nordspanien machen, wo ich schon einmal erleben durfte, dass die Farbe grün in der Natur eine ganz besondere Ausdruckskraft besitzen kann. 🙂

 

 

Vereinigte Staaten von Amerika (USA) Flagge   Großbritannien Flagge

A wonderful time to all followers, guest and visitors of my blog, I will take a time to relax in northern Spain an join the nature, a place, a time where I Recognized before, That the color of green can own a fantastic luminescens. ..:-) Be happy and take care of you …..

 

 

Frankreich Flagge

Un merveilleux moment à tous les fidèles, les clients et les visiteurs de mon blog, je vais prendre un moment de détente au nord de l’Espagne un joindre à la nature, un lieu, un temps où je reconnus avant que la couleur verte peut posséder un fantastique luminescens. ..:) Soyez heureux et prendre soin de vous …..

 

 

Spanien Flagge

Un tiempo maravilloso para todos los seguidores, invitados y visitantes de mi blog, voy a tomar un tiempo en el norte de España para relajarse un unirse a la naturaleza, un lugar, donde reconocí un tiempo antes, que el color de verde puede ser dueño de una fantástica luminescens. ..:) feliz y cuidar de ti …..

 

 

Portugal Flagge  Brasilien Flagge

UM tempo maravilhoso para todos os seguidores, os hóspedes e visitantes do meu blog, vou tirar um tempo para relaxar no norte da Espanha, um unir-se à natureza, um lugar, um momento em que reconheci antes, que a cor de verde pode possuir uma fantástica Photorhabdus luminescens. .. : -) ser feliz e cuidar de você …..

 

Niederlande Flagge

EEN heerlijke tijd om alle aanhangers, gasten en bezoekers van mijn blog, ik neem de tijd om te relaxen in noord Spanje een toetreden tot de natuur, een plek, een tijd waar IK erkende dat de kleur groen kan een fantastische luminescens. .. : -) gelukkig zijn en voor je zorgen …..

 

 

Italien Flagge

UN tempo meraviglioso per tutti i seguaci, ospiti e visitatori del mio blog, si può passare un momento di relax nel nord della Spagna di entrare a far parte della natura, un luogo, un momento in cui ho riconosciuto prima, che il colore verde è proprio un fantastico luminescens. .. : -) essere felice e prendersi cura di voi…..

Schönheit: Wirkung und Auswirkung, ein Essay ( 137 )

Mies-Vandenbergh-Fotografie

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Für wen putzt du dich eigentlich so heraus? Für wen schlägt der Pfau sein Rad? Für wen setzt du -über dein ganzes Leben hinweg- all die Ressourcen ein und wendest diese Unmengen von Energie auf, um einem, vielleicht deinem, oder fremdbestimmten Bild der Schönheit möglichst nahe zu kommen? Wie konnte dieser Vorgang in Gang gebracht werden? Um diese Frage geht es in diesem Essay.

Du möchtest gut aussehen! Besser als du es jetzt tust? Du strebst nach einem Bild der Schönheit. Das Bild von dieser Schönheit – oder ist es nur eine Idee derselben – ist in deinem Kopf tief verankert. Seit Jahrhunderten oder länger suchen wir alle danach. Vielleicht nicht ein Leben lang, aber den Großteil doch.

Über die Dauer deines bisherigen Daseins auf diesem Planeten hat sich ein Geist, ein Wesen, eine Instanz gebildet, oder anders ausgedrückt, du selbst hast dich dahin entwickelt, wo du jetzt bist. Vieles hast du zugelassen, manches hast du abgelehnt, oft so gehandelt, wie es für dich am bequemsten war. Einige Kämpfe hast du gefochten, weil es trotz vermeintlicher Bequemlichkeit nicht mit deiner Idee vom „richtigen“ Leben vereinbar war. Manchen Sieg hast du errungen, manche Niederlage erlitten, aber, vielleicht öfter, als dir lieb ist, einfach nur kapituliert. So wurdest du im Laufe deiner Erfahrungen und Erlebnisse zu dem, was du heute bist. Dich zeichnet aus, unter vielen, vielen anderen Gesichtspunkten, was du mit deinem Äußeren heute darstellst. Dein Körper ist das sichtbare Ergebnis deiner Metamorphose.

Bevor ich zu einem späteren Zeitpunkt im geplanten zweiten Teil dieses Artikels auf die Entstehung von der Idee der Schönheit -in Bezug auf das menschliche Aussehen- eingehen werde, möchte ich den Zustand erfassen, in dem wir uns gerade befinden. Mittels konventionalisierter Körpersprache agieren wir schon mit dem bloßen Akt unseres Auftretens. Warum das so ist, folgt hiernach.

Wie erfährst du dich selbst und wie nimmst du deine Mitmenschen wahr? Du hast eine Wertvorstellung entwickelt von dem, was Schönheit ausmacht, nicht wahr? Deine subversiven Überzeugungen, was dein Urteil über dich selbst, wie auch über andere Menschen hervorbringt, lässt dich ständig bewerten. In jedem Moment, wenn du einem Menschen begegnest, wird in Bruchteilen von Sekunden das Urteil gefällt, ob du willst oder nicht! Du kannst nicht anders. Ebenso wenig, wie dein Gegenüber. Sicher, du kannst bei einer Begegnung schweigen, nichts sagen, dich heraus halten, still beobachten aus dem Hintergrund, am liebsten aus sicherer Entfernung, aber dein Körper kann es nicht. Geht nicht, weil du da bist. Du blickst, du wirkst unweigerlich mit Gestik und Mimik, mit Haltung und Motorik, selbst dann, wenn du meinst, du machst gar nichts! Sei dir gewiss!

Und du, du beurteilst, du bewertest, du schätzt ab und ein, ordnest ein und vergleichst. Ob da einer steht, schweigt, redet, lacht, melancholisch drein blickt, ganz egal. Deine Intuitionen und Instinkte laufen zuerst ab, ohne dass dein Bewusstsein davon Wind bekäme. Dein Hirnstamm hat bereits längst alles analysiert. Danach geht es nur mühsam weiter. Nach und nach wird eine Jury aus genau definierten Mitgliedern gehört. Deren Empfehlung folgt deine Erkenntnis deshalb immer, weil sie es gar nicht anders vermag. Normatives Verhalten, entstanden aus einer Aktionsordnung, die unser Verhalten erwartbar machen, prägen unsere Entscheidungen.

Wer aber ist diese Jury? Nun, jeder kennt seine eigene Jury genau. Ausführungen, wie etwa „Ich möchte es so nicht!“, oder „Ich meine, dass es sich so verhält und nicht anders“, oder „Ich empfinde es in dieser oder jener Weise und nicht anders!“ geben einen Hinweis auf deine Jury. Im Einzelnen besteht diese Jury aus folgenden Mitgliedern:

Erfahrung:
Da wäre dieser erste Teil der Jury, deren Gruppe unter dem Begriff „Erfahrung“ bekannt ist. Jede Erfahrung, die du im Laufe deines Lebens machst, wird deinem „Konto“ gutgeschrieben, das kann auf der Haben-Seite stattfinden oder auf der Soll-Seite geschehen. Jede einzelne dieser Erkenntnisse wird ihren ganz speziellen Teil zur Bildung eines Urteils beisteuern. Leider fließen die Erfahrungen jedes Mal ohne die Möglichkeit einer vorherigen Erhebung über ihren Wahrheitsgehalt mit ein. Die Aussage: „Das kenn‘ ich, dass weiß ich, das habe ich schon erlebt, das ist so und kann gar nicht anders sein!“ beschreibt es treffend. Existenzsicherung hat etwas mit zuverlässiger Einordnung unbekannter Materie zu tun. Wie suchen geradezu Anhaltspunkte, aus denen wir -oftmals/meistens allzu schnell- erschließen können. Da wieder heraus zu kommen ist vergleichsweise mühsam, unbequem und mit Aufwand verbunden, dem wir möglichst ausweichen möchten.

Moral:
Eine weitere Gruppe der Jury lässt sich unter dem Pseudonym „Moral“ zusammenfassen. Deren Mitglieder wurden dir ursprünglich mit auf den Weg gegeben. Verschiedene Instanzen prägten deinen Charakter. Du trägst die Moral solange mit dir herum, bis du sie kritisch hinterfragst und auf ihre Kompatibilität zu deiner Lebenseinstellung, zu deinen [sich immer wieder variierenden] Zielen und deinen gesellschaftlichen Verknüpfungen hin überprüfst. Manche Überzeugung entfällt infolgedessen sogleich, einzelne später, etliche bleiben erhalten. Deren Aussage lautet: „Wie sieht das denn aus, das geht ja gar nicht, wie kann der nur, weiß der nicht, dass es so gar nicht sein kann, sein darf, wo soll das hinführen!“

Sitte:
Eine zusätzliche Gruppe besteht aus Mitgliedern der gesellschaftlich-sozialen Komponente der Jury, die ich unter dem Begriff „Sitte“ einordnen möchte. Sie agiert in starker Konkurrenz zur vorgenannten Gruppe. Diese setzt sich zusammen aus den Vorbildern unserer Gesellschaft, aus den vermittelten Werten der Gemeinschaft, der Einwirkung durch aktuelle Umstände, zusammengefasst aus dem daraus entspringenden Handeln. Sie lässt ihr Urteil subtil, mit einem faden Beigeschmack verlesen, nämlich unter dem Joch des Dazugehörigkeitsgefühls. Die wenigsten unter uns sind Trendsetter oder Menschen mit ausgeprägtem Selbstvertrauen, die ihren eigenen Stil leben können. Anpassung, Unauffälligkeit, Mitmachen und immer schön unterdrücken hält ihren Geist und ihre Seele allzu oft gefangen. Ihre Aussage: „Was sollen denn die Nachbarn sagen, was sollen denn die Kolleginnen denken, was soll denn mein Freundeskreis machen, wenn ich das täte? Nein, wie sollte ich das denn erklären, und überhaupt, nein, nein!“

Nun haben wir einen Teil der Jury kennengelernt. Aber, wenn wir ehrlich sind, müssen wir nicht zugeben: „Wir kennen sie alle schon!“ Oder?
Du weißt, ein Zusammenleben erfordert Übereinkünfte. Du bist nicht allein. Es fängt sehr früh an, z.B. bei einem unserer 4 Grundbedürfnisse: Nahrung. Es gibt einen Apfel. Bist Du allein, isst du ihn. Bist du nicht mehr allein, und gibt es noch immer nur einen Apfel: Teilen. Aber wie? Da gibt es viele verschiedene Faktoren: Wer unter euch ist wie groß? Wer arbeitet wie viel? Wer ist wie gesund? Wer hat schon vorher wann und wie viele Äpfel vertilgt? Du merkst es? Und dabei handelt es sich noch um ein recht einfaches Beispiel. Übereinkünfte regeln manches, sie sind notwendig, aber sie bedürfen der ständigen Überwachung auf Sinnhaftigkeit im Sinne derer, die sie maßregeln.

Wenn du jetzt wieder zu deinem Urteil zurückkehrst, welches du (-oder deine Intuition, dein Instinkt, deine Gefühle) über die Schönheit, das Aussehen und die Erscheinung eines Menschen abgibst, so erkennst du, dass es zunächst nur ein zutiefst oberflächliches Ansinnen ist. Trotzdem gilt, die Bedeutung dieses ersten Urteils, dieses ersten Eindrucks ist in allen Fällen gegenwärtig einer extremen Überbewertung ausgeliefert.

Die Erkenntnis, dass es sich bei dem ersten Eindruck nur um ein oberflächliches Bild eines Menschen handelt ist zwar in den meisten Menschen latent vorhanden, aber sie fristet leider bisher nur ein bescheidenes Dasein. Sobald dein Fokus aber stärker darauf gerichtet werden würde, entkämst du vermutlich immer häufiger diesem Diktat. Du könntest lernen -und es beherrschen- hinter die Fassade eines jeden Menschen zu blicken, der es dir Wert ist. Und -in diesem Zusammenhang- vielleicht sollten wir die Wertigkeit der Menschen ebenso überdenken, gehen wir doch allzu oft zu leichtfertig mit dem Wert der Menschen um!

Wie oben schon angedeutet ergänze ich nun, dass der erste Eindruck, welchen wir von einem Menschen gewinnen, gerne von unserem Ego vehement verteidigt wird. Oft sogar noch wider alle neuen Erkenntnisse versuchen wir alles, um eine Person in der von uns zugewiesenen Schublade zu halten. Dazu finden sich etliche grundlegende Studien. Wie gern hören wir von uns doch die Worte: „Siehste, hab‘ ich’s doch gewusst, hatte ich nicht recht!“ Das bedarf kaum einer Bestätigung, was meinst du?

Wie schwer es ist, den Schein der Person, die gerade vor mir steht, genau als das, nämlich einen Schein, ein Bild sein zu lassen, und dem Wesen hinter der Erscheinung meine Aufmerksamkeit zu schenken, weiß ich nur zu gut, habe ich doch selbst noch einigen Bedarf der Aufklärung. Aber ich bemühe mich, versuche wach zu bleiben, mit jedem noch so kleinem Schritt voran zu kommen, und mein vorschnelles Urteil bald zu hinterfragen. Ich hoffe, für DICH ist auch eine Perspektive, und es wird für Dich selbst erkennbar, das wäre wundervoll.