Was ich besser machen könnte… Teil 4 von 12 [Intermezzo]

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4. Konzentration auf das Wesentliche 👀

Konzentration auf das, was gerade geschieht. Kennst Du folgendes? Ich bin dabei, mich einer Sache zu widmen, gedanklich jedoch bei tausend anderen Dingen. Zeit meines Lebens erwehre ich mich des Eindrucks, dass ich nicht wahrhaftig anwesend bin. Immer mal wieder beschleicht mich ein Gefühl, dass mir vermitteln möchte, ich bin zwar da, im hier und jetzt, aber nur Zehntel Sekunden später schon wieder ganz woanders. Dort aber nicht beständig, sondern in gefühlten Millisekunden schon wieder weg und als Resümee mit der Gewissheit, ich war an 1000 Orten in meinen Gedanken.

Das muss besser werden. Wenn ich spüle, dann spüle ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich blicke, dann blicke ich. Solche und andere Affirmationen helfen. Doch der Geist ist schier übermächtig. Er liebt es, abzuschweifen. Gedankenschlösser finde ich eine fantastische Sache. Sie helfen mir bei der gedanklichen Ordnung und Konzentration.

Im Alltag lasse ich mich allzu gerne treiben. In Gedanken versunken, so könnte man es beschreiben. Wenn Arbeit ansteht, egal, ob beruflich oder privat, dann läuft sie gut, fast immer. Ich kann nicht klagen, meine Kunden auch nicht, es sind in meiner beruflichen Praxis schon einige ansehnliche Gärten entstanden. Auch sonst kann ich auf einige gelungene Werke zurück blicken. Aber: Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich immer nur auf Dreiviertelkraft laufe, dass es reicht, und lauter kleine Abschweifungen mich ständig verlocken, sind Teil meiner selbst.

Wie viel ist Leben davon, wo beginnt das Chaos, wie viel dieser kreativen Ausflüge sind noch normal? Meine Menschen fragen manchmal nach, ob es ankam, was getan werden soll. Natürlich, ich kann jedes Wort wiederholen, schließe Ideen an und mögliche Vorgehensweisen, stelle Fragen dazu, alles gut. Aber ich fühle, dass ich all das manchmal wie im Traum erlebe. Tatsächlich finde ich diese Nachfrage meiner Menschen gerechtfertigt, denn ich war wahrhaftig zwischenzeitlich auch bei anderen Gedankenkonstrukten, pendelte in Millisekunden umher und finde nichts besonderes dabei. Aber, ich vermute, mehr Konzentration auf die gerade anstehende Situation wäre effizienter. Vielleicht komme ich damit noch weitaus ökonomischer zu noch schnelleren und vor allem besseren Ergebnissen. Denke ich des öfteren.

Wie ist es für Dich? Bist Du immer voll bei der Sache, die Du gerade machst? Ich habe mich lange Zeit mit Zen beschäftigt, und dabei habe ich verstanden, einen Hof zu fegen. Das kann ich. Wenn ich mich konzentriere. Und nur das. Fegen. Wieder und wieder, bis ich verstanden habe, das fegen fegen bedeutet.

Wie hilfst Du Dir dabei, eine Sache konzentriert anzugehen? Schweifst Du auch ab? Oft oder selten. Würde mich sehr interessieren. Nein, interessiert mich!

Danke Dir!