Was ich besser machen könnte… Teil 2 von 12 [Intermezzo]

Schatzi, Mausi, und die Koseformen von Namen

Meine Nackenhaare sträuben sich leicht, sobald ich Verniedlichungen von Namen höre. Das sollte ich in den Griff bekommen. Mein Freund Andreas heißt nicht Andi. Meine Freundin Valerie heißt nicht Liri. Der Name Olaf bietet nur wenig Möglichkeiten der Verniedlichung. Warum mag ich es nicht? Ist mir ein Rätsel, es hat nur wieder mit Sprache zu tun, wie im ersten Beitrag. Ich meine, Namen sind toll, und auch Alexander ziehe ich Alex vor, es ist eine Freude für mich diesen auszusprechen. Ich habe es in der Sprache nicht eilig. Ich mag die leichten Ausschmückungen in der Sprache, was der aufmerksame Leser sicherlich schon hin und wieder feststellen konnte. So gefallen mir die Namen, wie sie sind, ohne eine Verkürzung oder ein „i“ dazugedichtet. Auch Basti, (hier zickt nicht mal die Autorechtschreibkorrektur, wie bei vielen anderen Worten, die allesamt zum erweiterten Wortschatz gehören, aber auf den Tastaturen der Smartphones wohl nicht erwünscht sind. 😉)

Namen sind bekanntlich Schall und Rauch, doch woher stammt die Neigung zur Verniedlichung? Es ist nichts verwerfliches daran, einen Menschen in einer liebevollen Art und Weise anzusprechen, dies womöglich auch mit einem Tiernamen zu verbinden, und es mögen scheinbar einige Personen mehr, als man denkt. Worte wie „Schatz“ nutze ich übrigens auch. Aber mit Schatzi (wird auch nicht unterstrichen von der Korrektur 😂) verbinde ich eine leichte Herabsetzung. Wird ein Mensch, der so gerufen wird, ins Lächerliche gerückt? Wie empfindest Du die Sache mit den Verniedlichungen? Bärchen, Schnecki, wie heißt Du sonst noch außer Deinem Klarnamen? (Keine Sorge, ich verrate nix… 🙊)

12 Gedanken zu “Was ich besser machen könnte… Teil 2 von 12 [Intermezzo]

  1. Hallo Olaf,
    ich habe auch keinen Spitznamen. Brauche ich auch nicht. Aber auf Arbeit haben wir schon dem einen oder anderen einen gegeben, damit wir die Leute auseinander halten können. Wir haben mehrere Personen mit denselben Vornamen und den Brauch aus den USA, die Leute mit Nachnamen anzusprechen, finden wir nicht so toll.
    Was ich an Spitznamen/Kosenamen/Verkürzungen oft witzig finde ist, dass wir da völlig Geschlechtsneutral sind (Alexander/Alexandra wird zu Alex z.B. und es gibt ja noch viel mehr Beispiele). Da ist man doch sonst so darauf bedacht alles in Geschlechterrollen zu pressen, aber bei den Kurzformen, Spitznamen, etc. wird alles egal.
    Liebe Grüße
    Nella

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    • Hallo Nella,
      danke für Deiner Kommentar. Stimmt, bei Kürzeln wird es richtig undurchsichtig. Auch eine Variante, an die ich noch gar nicht gedacht habe. Auch die Namen, die eine Geschlechtsumwandlung vornehmen, die sind für mich ebenso besonders, darunter auch ausländische Namen. Chris z. B.
      lg Olaf

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  2. Nabend Olaf,
    da bist du bei mir genau an der falschen Adresse, so leid es mir tut. Ich heiße nämlich korrekt Beate und bekomme die Kriese, wenn mich Menschen so nennen. Bzw. wenn ich merke, dass sie mich so nennen, denn zuerst reagiere ich meist gar nicht, weil ich mich nicht angesprochen fühle. Ich werde seit mehreren Jahrzehnten von allen mir bekannten Menschen Bea genannt. Und das ist auch gut so, weil mir Bea viel besser gefällt. Der einzige Mensch auf dieser Welt der sich da nicht mit anfreunden kann, oder nein will – ist meine Mutter. Aber seis drum 🙂
    Des Weiteren bin ich (nicht nur in meinem Job, da da kommt es am häufigsten vor) als eine sehr kreative Namensneugeberin bekannt. Ich ‚verbiege‘ Vornamen mitunter so , dass sie manchmal nichts mehr mit den ursprünglichen Namen zu tun haben….aus meiner Sicht aber Eigenschaften des Einzelnen spiegeln. Ob das meiner Phantasie – oder aber meinem wirklich schlechten Namensgedächtnis geschuldet ist, weiß ich nicht, aber ich kann sie mir so besser merken. So wurde zum Beispiel aus Felix Flixi, weil er bei egal welcher Tätigkeit immer der Erste ist, der fertig ist.
    Und weißt du was? Meine Kids finden das toll und sie übernehmen die Nicks sogar. 🙂
    Jeder Jeck ist halt anders! 🙂
    Liebe Grüße Bea

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    • Hallo Beate (Ja, ich trau mich… 👹👹!) also eigentlich Bea👀🙊😂 Ich habe mich sehr über Deine Antwort gefreut, sie ist mal so ganz anders und ich sage Dir, wir gerieten ganz schön aneinander, wir würden uns wahrscheinlich immer wieder auf den Arm nehmen und hätten ein sehr ironisches Miteinander…. 😊 Ich kann sowas nicht leiden… aber, liebe Bea, ich schrieb ja eingangs in meinem Artikel, dass ich mich bessern werde, Ernsthaft. Ich gelobe Besserung. Wirklich. Ehrlich Beate. Ähm, Bea meine ich…. Nein, wirklich ernsthaft, tatsächlich, ich strenge mich an, versuche zu lernen, nein, lerne, wirklich, Bea, (siehste, klappt schon besser…) Aber eine witzige geistreiche Idee, Namen mit Eigenschaften zu verknüpfen 👍, dann geht’s auch mit der Wiedererkennung besser… 😉 Was sagen die Menschen in Deinem Umfeld so dazu? (Ein heimliches Geständnis verrate ich Dir aber dennoch, aber nur ins Ohr geflüstert: Unseren Hund nenne ich ganz oft anders, als sie heißt, nämlich Bella (vom Vorbesitzer) (ja, ich kenne die Verfahrensweise Hunde umzubenennen🙈) sie heißt manchmal ELSE, BRUNHILDE, SUSE, KLÄFFERLIESE,… 🙈 Einen schönen Abend wünsche ich Dir und Deiner Familie, Bea, Olaf🙋🙏😊🍀

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      • Du Hundeflüsterer))))
        Was die Menschen dazu sagen: Also bislang kamen keine Beschwerden, zumindest bei den Kindern. Im Gegenteil haben die meisten es sogar gerne und daraus sind bei einigen sogar Nicks geworden, die von der Familie und den Freunden übernommen wurden. Aber keine Angst, würde sich wer beschweren, würde ich das absolut respektieren. Ich habe zum Beispiel einen Freund der Frank heißt und darauf besteht, genau SO angesprochen zu werden. Mein Bruder hat den selben Namen, daher ist mir ein einziges mal ‚Franky‘ ihm gegenüber rausgerutscht. Aber wirklich nur das eine Mal, denn er wurde gleich fuchsteufelswild und das war sicher nicht mein Begehren. 🙂
        Und da sind wir wieder beim Thema:
        Ich finde am wichtigsten, wie man selbst genannt werden will, was einem gefällt. Den eigenen Namen hat sich ja niemand ausgesucht. Daran halte ich mich, denn auch ich möchte nicht Beate sondern Bea genannt werden. Wobei ich natürlich auf Namen wie Prinzessin oder Süße auch schon mal höre, auch wenn ich dann manchmal merke, dass ich nicht gemeint war!!! 🙂
        Hab einen schönen Tag, liebe Grüße Bea 🙂

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        • Das ist wohl der entscheidende Punkt, wie jemand genannt werden möchte. Ich gucke immer mal komisch, wenn solche Namen wie Mausi fallen, oder Franky, aber es ist auch für mich nichts Verwerfliches daran, jeder, wie er will, der Jeck! 😊 Ein Jugendfreund mit Namen Andreas war nie sehr begeistert, wenn man ihn mit Nachnamen ansprach, (der ist nicht außergewöhnlich), aber wenn man den dann beugte, so konnte man sich einer Verfolgung durch alle Treppenhäuser der Schule sicher sein. Wird auch heute noch ab und zu Thema…. 😂 Liebe Grüße nach Düsseldorf, Bea!

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  3. Eine Koseform meines Namens gibt es auch nicht und auch ich halte gar nichts davon. Aber abgeneigt bin ich nicht wirklich, wenn es andere zueinander sagen. Sie scheinen es zu mögen, also sollen sie es so tun, wie es ihnen guttut. Es gibt nur zwei Personen auf dieser Welt, die mich anders nennen dürfen, auch wenn sie es selten tun. Es ist ein Insider aus Studentenzeiten und somit auch mir einer intensiven gemeinsamen Zeit verbunden, so dass es in dem Fall absolut okay ist.

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  4. Guten Morgen,
    Ich bin da ganz bei dir. In Kinderzeiten kürzten Freundinnen meinen Namen zu Bibi ab. Und obwohl es sich fremd anfühlte, hörte ich bis vor ein paar Jahren darauf. Jüngst rief mich ein ehemaliger Bekannter so im Baumarkt. Ich brauchte sicher eine Minute und so einige Rufe, bis ich erkannte, dass ich gemeint war. Ein wenig peinlich berührt, winkte ich rüber und beschloss, diese Verniedlichung in Zukunft zu ignorieren. Mein Mann hatte auch einen solchen Spitznamen, den ich von Anfang an rigoros ignorierte. Ich mochte allerdings auch nie Babysprache, meine armen Kinder mussten von Anfang an richtig sprechen lernen.
    Liebe Grüße
    Alice

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    • Guten Morgen Bianka,
      ja, unser Sohn musste auch durch eine Kindheit ohne baba, tata, bubu….. 😂 Ich denke, für sein Sprachgefühl war es eine gute Idee.
      Quer durch den Baumarkt, nicht übel, und Dein Bekannter war sich mitnichten bewusst, was er da tat, bin ich sicher. Doch nicht jeder Mensch legt wert auf die Sprache. Und auch Namen sind vielen nicht allzu wichtig. Meine Frau hatte auch einen solchen Kindernamen, aber die stellte auch gleich klar: Bei Todesstrafe verboten! (Also nur in Fällen zu verwenden, wenn es ans Ärgern geht 👹)
      Liebe Grüße, Olaf

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  5. Von solchen Verniedlichungen halte ich auch nicht viel. Abkürzungen kommen vor, meist, wenn die Leute abgekürzt genannt werden wollen. Ich kenne tatsächlich welche, die werden sauer, wenn sie mit ihrem Namen angeredet werden, anstatt der verkürzten Form. 🙈
    Liebe Grüße Ariana

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