Was ich besser machen könnte… Teil 4 von 12 [Intermezzo]

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4. Konzentration auf das Wesentliche 👀

Konzentration auf das, was gerade geschieht. Kennst Du folgendes? Ich bin dabei, mich einer Sache zu widmen, gedanklich jedoch bei tausend anderen Dingen. Zeit meines Lebens erwehre ich mich des Eindrucks, dass ich nicht wahrhaftig anwesend bin. Immer mal wieder beschleicht mich ein Gefühl, dass mir vermitteln möchte, ich bin zwar da, im hier und jetzt, aber nur Zehntel Sekunden später schon wieder ganz woanders. Dort aber nicht beständig, sondern in gefühlten Millisekunden schon wieder weg und als Resümee mit der Gewissheit, ich war an 1000 Orten in meinen Gedanken.

Das muss besser werden. Wenn ich spüle, dann spüle ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich blicke, dann blicke ich. Solche und andere Affirmationen helfen. Doch der Geist ist schier übermächtig. Er liebt es, abzuschweifen. Gedankenschlösser finde ich eine fantastische Sache. Sie helfen mir bei der gedanklichen Ordnung und Konzentration.

Im Alltag lasse ich mich allzu gerne treiben. In Gedanken versunken, so könnte man es beschreiben. Wenn Arbeit ansteht, egal, ob beruflich oder privat, dann läuft sie gut, fast immer. Ich kann nicht klagen, meine Kunden auch nicht, es sind in meiner beruflichen Praxis schon einige ansehnliche Gärten entstanden. Auch sonst kann ich auf einige gelungene Werke zurück blicken. Aber: Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich immer nur auf Dreiviertelkraft laufe, dass es reicht, und lauter kleine Abschweifungen mich ständig verlocken, sind Teil meiner selbst.

Wie viel ist Leben davon, wo beginnt das Chaos, wie viel dieser kreativen Ausflüge sind noch normal? Meine Menschen fragen manchmal nach, ob es ankam, was getan werden soll. Natürlich, ich kann jedes Wort wiederholen, schließe Ideen an und mögliche Vorgehensweisen, stelle Fragen dazu, alles gut. Aber ich fühle, dass ich all das manchmal wie im Traum erlebe. Tatsächlich finde ich diese Nachfrage meiner Menschen gerechtfertigt, denn ich war wahrhaftig zwischenzeitlich auch bei anderen Gedankenkonstrukten, pendelte in Millisekunden umher und finde nichts besonderes dabei. Aber, ich vermute, mehr Konzentration auf die gerade anstehende Situation wäre effizienter. Vielleicht komme ich damit noch weitaus ökonomischer zu noch schnelleren und vor allem besseren Ergebnissen. Denke ich des öfteren.

Wie ist es für Dich? Bist Du immer voll bei der Sache, die Du gerade machst? Ich habe mich lange Zeit mit Zen beschäftigt, und dabei habe ich verstanden, einen Hof zu fegen. Das kann ich. Wenn ich mich konzentriere. Und nur das. Fegen. Wieder und wieder, bis ich verstanden habe, das fegen fegen bedeutet.

Wie hilfst Du Dir dabei, eine Sache konzentriert anzugehen? Schweifst Du auch ab? Oft oder selten. Würde mich sehr interessieren. Nein, interessiert mich!

Danke Dir!

Meinen und sagen. [110]

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Meinst Du, was Du sagst? Meinst Du, was Du schreibst? Andererseits, sagst Du Deine Meinung? Wie authentisch bist Du? Und vor allem, zu wem?

Stehst Du auch auf dem Standpunkt, dass zu viel Wahrhaftigkeit dazu führen könnte, Deinen Charakter zu definieren? Glaubst Du auch, dass es sich viel einfacher lebt, wenn Du immer schön unbestimmt bleibst? Ich bin da nicht so sicher, denn ein unbestimmter Charakter muss sich ständig neu positionieren. Zwar kann er nur schwer eingeordnet werden, die Menschen um ihn herum wissen nie mit Bestimmtheit, was er von einer Sache hält, auf der anderen Seite aber spielst er jedoch mit seinem Verlass. Was das ist, Verlass? Wenn auf jemand Verlass ist, so bedeutet das (für mich) mehr als nur da zu sein, wenn es darauf ankommt. Es bedeutet, dass man in bestimmten Situationen mit Deinem Charakter, Deinem Herzen und Deinem Verstand rechnen kann, dass eine Art der inneren Treue Dir innewohnt, weswegen man auf Dich zählen kann. Man weiß es, man darf sicher sein, dass nicht eine Flut von Ausflüchten plötzlich alles bedingt. Es bedeutet kein blindlings willenloses Folgen, denn ein ausgebildeter Charakter lenkt ein, er empfiehlt und analysiert ohne zu zögern oder einem nach dem Mund zu reden. Es verhält sich ein bisschen so, wie der Ratschlag eines wirklichen Freundes, der auch die offenen oder verdeckten Fehleinschätzungen deinerseits erwähnt, nicht hinter dem Berg hält, wenn Irrungen und Wirrungen Deinen Geist umfangen. Dazu aber bedarf es den Charakter. Dass dieser sich meist nicht mal eben so bildet, dürfte jedem plausibel und verständlich sein. Wie nun bilden, wenn man nicht definiert sein möchte? Ist das vielleicht genau jener Widerspruch, an dem viele Menschen scheitern? Ohne Fundament bleibt kein Stein auf dem anderen, das lernen wir schon beim Spielen mit Bauklötzen. Lässt sich diese Erkenntnis auf den Charakter übertragen? Was meinst Du? Sobald sich ein Mensch positioniert hat, kann man ihn (ein-) schätzen, man sieht, fühlt, und man weiß, woran man ist. Diese Einordnung fürchten manche Menschen, fühlen sie sich doch so gleich in Schubladen gesteckt. Doch dass eine Einordnung nur das Fundament betrifft, dass all die Variationen und Bedingungen eine weitaus größere Reichweite besitzen, als eine starre Meinung, eine feste Eigenschaft, das liegt für einige Personen außerhalb ihres Erfahrungsschatzes und bedarf einer Erörterung. Diese können gute Freunde leisten. Eine Vertrauensbasis ist der Grundstoff für eine Auseinandersetzung mit diesem Thema. Höre nicht nur zu, sondern hin. Hinterfrage all das, was Dir zuwider geht oder was Deiner Denkweise widerspricht, Deinen Gefühlen gegen den Strom geht. Wenn Du etwas nicht verstehst, dann frage so lange nach, bis es für Dich verständlich dargestellt wird. Gleiche ab mit Deinen Erfahrungen und mache sie ebenfalls, denn aus Erzählungen lässt sich schlecht erfahren. Manches kannst Du umschiffen, einiges aber wird auch für Dich zur Lehre gereichen. Das halte ich für wichtig, denn so erfährst Du etwas durch Dich selbst und das wird zum Fundament Deines Charakters. Niemals wird ein Charakter fertig sein, dazu lernt man beständig im gesamten Leben zu viel hinzu, aber die Richtung bietet ein erstes Leuchtfeuer, dass hilft, sich an Dir zu orientieren, nämlich an einem festen Charakter.

Was ich besser machen könnte… Teil 3 von 12 [Intermezzo]

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3. Aufmerksam zuhören 🙈

Der Rheinländer ist quasi eine Quasselstrippe. Nicht-Rheinländer beklagen oftmals, dass sie aus einem Gespräch mit einem Rheinländer herauskamen und feststellen mussten, dass sie eingentlich überhaupt nichts gesagt haben. Der Rheinländer dafür umso mehr. Ich bin gebürtiger Rheinländer und weiß, dass ich dieses Gen ebenfalls in mir habe, es äußert sich nur anders, und daran möchte arbeiten. Das äußert sich wie folgt: In einem Gespräch mit einem anderen Menschen kommen mir während der Worte des Anderen eigene Gedanken und Erfahrungen, die ich am liebsten sofort kundtun möchte. Doch das habe ich im Griff. Was ich verbessern möchte ist dieser Vorgang beim Zuhören. Ich möchte mich noch mehr auf das konzentrieren, was mein Gegenüber sagt, wovon er berichtet, was ihn sorgt. Meine Vermutung ist die, dass während des Abgleichs mit eigenen Erfahrungen mir Teile der Erzählung des Anderen entgehen könnten und ich dadurch Wichtiges von Unwichtigem versäume zu unterscheiden.

Ich selbst, groß geworden in Düsseldorf, habe es oft genug erlebt, dass auf eine Erzählung hin und einer Frage dazu nicht eine Antwort kam, sondern sogleich losgelegt wurde mit den Worten: „Jaaa, genau, dat hab‘ ich so ähnlich erlebt, wie Du und weißte, dat war so…“ Das habe ich mir zwar schon in jugendlichen Jahren abgewöhnt, aber gedanklich passiert es oft noch.

Wie siehst Du das? Bist Du ein guter Zuhörer? Gehst Du auf Dein Gegenüber ein oder bist Du eher ein guter Selbstdarsteller? Schätzen Deine Freunde den Austausch mit Dir? Was sind Deine Erfahrungen dazu und wie gehst Du mit diesen Tendenzen um? Ich bin neugierig, ob Du mir dazu etwas raten kannst. 😊

Was ich besser machen könnte… Teil 2 von 12 [Intermezzo]

Schatzi, Mausi, und die Koseformen von Namen

Meine Nackenhaare sträuben sich leicht, sobald ich Verniedlichungen von Namen höre. Das sollte ich in den Griff bekommen. Mein Freund Andreas heißt nicht Andi. Meine Freundin Valerie heißt nicht Liri. Der Name Olaf bietet nur wenig Möglichkeiten der Verniedlichung. Warum mag ich es nicht? Ist mir ein Rätsel, es hat nur wieder mit Sprache zu tun, wie im ersten Beitrag. Ich meine, Namen sind toll, und auch Alexander ziehe ich Alex vor, es ist eine Freude für mich diesen auszusprechen. Ich habe es in der Sprache nicht eilig. Ich mag die leichten Ausschmückungen in der Sprache, was der aufmerksame Leser sicherlich schon hin und wieder feststellen konnte. So gefallen mir die Namen, wie sie sind, ohne eine Verkürzung oder ein „i“ dazugedichtet. Auch Basti, (hier zickt nicht mal die Autorechtschreibkorrektur, wie bei vielen anderen Worten, die allesamt zum erweiterten Wortschatz gehören, aber auf den Tastaturen der Smartphones wohl nicht erwünscht sind. 😉)

Namen sind bekanntlich Schall und Rauch, doch woher stammt die Neigung zur Verniedlichung? Es ist nichts verwerfliches daran, einen Menschen in einer liebevollen Art und Weise anzusprechen, dies womöglich auch mit einem Tiernamen zu verbinden, und es mögen scheinbar einige Personen mehr, als man denkt. Worte wie „Schatz“ nutze ich übrigens auch. Aber mit Schatzi (wird auch nicht unterstrichen von der Korrektur 😂) verbinde ich eine leichte Herabsetzung. Wird ein Mensch, der so gerufen wird, ins Lächerliche gerückt? Wie empfindest Du die Sache mit den Verniedlichungen? Bärchen, Schnecki, wie heißt Du sonst noch außer Deinem Klarnamen? (Keine Sorge, ich verrate nix… 🙊)

Theater des Lebens [109]

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Denken, Sprechen Wahrheit, Schein, Sein – Schreiben

Komm, spielen wir ein Spiel. Ich spiele ein Spiel. Du spielst ein Spiel. Im Spiel kann ich der sein, der ich will. Ich kann der sein, der erwartet wird. Ich kann der sein, der ich gerne wäre. Ich kann der sein, der ich nie war. Ich kann der sein, der ich immer schon war.

Ich kann so sein, dass ich sehr elastisch reagiere. Auf dass es mich zerreißt, so flexibel kann ich werden. Starr kann ich ebenso sein, bewege mich keinen Millimeter, Kompromisse sind mir ein Gräuel. Komm, spielen wir ein Spiel. Medial ist es doch so leicht, noch viel einfacher, als es real ohnehin schon ist. Bist Du ein anderer Mensch, während Du arbeitest, als Du einer bist, der im Urlaub verweilt? Erkenne ich Dich nicht wieder, wenn Dir zum einen Person A gegenüber steht, ein anderes Mal Person B? Bist Du in Gesellschaft gänzlich anders? Gibst Du dort den Entertainer oder kommst als leiser Gast? Kennen Dich Deine Freunde als den Storyteller oder den sanften ruhigen Beobachter? Vielleicht liege ich völlig daneben, und Du begibst Dich lieber gar nicht erst auf Gesellschaften? Sie sind unvermeidlich? Wer bist Du dann, wie wird man Dich antreffen? Oder bleibst Du trotz der Unvermeidbarkeit dennoch fern?

Zurück zum Spiel. Wir können uns schreiben, diese Möglichkeit bieten schließlich die meisten sozialen Netzwerke. Viele Menschen haben dort einen Auftritt. Dieser Auftritt kann eine gute oder perfekte Vorstellung sein, leider manchmal auch eine miserable. Doch gehe ich bei Dir selbstverständlich von einem durchdachten, organisierten Profil aus. Alles ist planbar. Alles kann variiert werden. Der Mode kann umgehend Rechnung getragen werden. Kein Problem.

Dann ein Kontakt. Wie zu den Anfängen des Internets, als man sich noch mit einem Modem über die Telefonleitung in einem langen Prozess einwählen musste, man immer mal wieder herausflog und die ganze Prozedur von vorne begann – garantiert war nur, dass es mehrmals geschah. Kontakt also, man schreibt sich. Zwei fiktive Quellen begegnen sich, noch handelt es sich wahrscheinlich um humanoide Formen. Obwohl es schon zu Basic und Newdos-Zeiten ein in Basic verfasstes Programm gab, das sich mit Dir unterhalten konnte, indem es aus Deinen Antworten – zugegeben nicht immer ganz logisch- neue Fragen bildete, und diese an Dich richtete. (Du sagtest vorhin, dass…., wie passt das zusammen mit… ) Kausalität war nicht immer gegeben. Alles geschah schriftlich, Spracherkennung gab es nur äußerst rudimentär, es ist tatsächlich die Computerstimme, die sich jedermann vorstellt.

Zurück zum Spiel. Zwei Wesen beginnen eine Unterhaltung. Namen zur Anrede werden genannt, Synonyme oder nicht, wer weiß? Wobei, ich stelle fest: Eine Anrede wird (auch hier bei WordPress) wohl zunehmend uninteressanter. Finde ich zwar schade, aber digital-anonym ist kaum anders zu erwarten. Schall und Rauch seien Namen schrieb einst Schiller, also was soll’s.

Das Alter wird manchmal genannt, aber wozu eigentlich, vielleicht stimmt es, oder nicht. An der Wortwahl ist es oft recht schnell zu erkennen, denn Wortschatz und dessen Verwendung lernt man hierzulande in der Schule weniger. Einige andere Merkmale weisen noch besser darauf hin. Aber wie gesagt, wozu. Alter spielt nur eine Rolle, wenn man auf Partnersuche ist, sonst gibt es keine Begründung, weshalb eine Kommunikation auf gleiches oder ähnliches Alter beschränkt sein sollte. Es kommt auf das Thema an, und dabei können Menschen unterschiedlichen Alters durch Beschäftigung mit einem bestimmten Thema ein sehr ähnliches Level erreichen. Manche Menschen beschäftigen sich in 40 Jahren nicht mit einem Warum, Woher, Wohin! (Ganz ohne Wertung gemeint!) Andere schon intensivst mit 17.

Wir waren beim Spiel. Es beginnt. Wir schreiben, tippen am Rechner oder die Daumen rasen über das Handy. Fragen und Antworten, Meinungen und Antipathien, Erlebnisse und Erfahrungen werden kommuniziert. Hin und her und her und hin wechseln die Worte. Es wird ein Luftschloss errichtet, die Vorstellungen beginnen zu wachsen, auf dem Boden, der unser Fundament bildet, in uns, wird verglichen und abgeglichen, bis das Bild passt, welches durch Worte aufgebaut wird. Immer wieder kommt es zu Rissen in Wänden, Stützpfeiler geben nach und bringen ganze Etagen zum Einsturz. Doch sogleich wird eine neue Säule errichtet, die etwas stärker erscheint, und in Verbindung mit den anderen Säulen ein Bild ergibt.

So wird es bleiben, nur ungern geben wir Irrtümer zu, versuchen lieber zu kitten, was porös erscheint, und es entsteht letztendlich ein Stückwerk, das keiner realen Begegnung stand hielte, wären wir nicht so verblendet von unserem eigens gebildeten Bildnis, das schließlich so passend aus uns heraus erschaffen wurde. Da hat der reale Andere eigentlich nichts mehr zu suchen, nicht wahr?

Was ich besser machen könnte… Teil 1 von 12 [Intermezzo]

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1. Slang, Dialekt, Akzent.

Aufgewachsen in Düsseldorf habe ich zwar manchmal das rheinische Platt gehört, meine Großmutter väterlicherseits beispielsweise sprach es in manchen Momenten, als könne sie gar nicht anders. Ein (zugegeben aus weiter Erinnerung stammendes) Beispiel: Am Esstisch, beim gemeinsamen Abendessen – „Donne misch ema de Woosch erövver!“ Jedes der Worte ohne wirkliche Trennung vom anderen, wie ein einziges Wort gesprochen. Heißt in Hochdeutsch: „Reichst Du mir bitte die Wurst herüber.“

Aufgewachsen in einem Elternhaus, in dem der Tenor lautete: Ja kein Platt reden, das ist die Sprache der Gosse. Verboten. Außer bei Oma. Und zwar nur bei Oma väterlicherseits, bei der Mutter meiner Mutter wurde Knigge in Reinstform gelebt. Höflichkeit war viel Wert und brachte in dieser ganzen Familie höchste Achtung. Klar, bei uns zu Hsuse gab es auch einen Knigge. (Für all jene, die nicht wissen, was „Knigge“ bedeutet, Freiherr Adolph von Knigge formulierte eine Reihe von Regeln, die den Umgang der Menschen miteinander in einer sehr höflichen, freundlichen und achtungsvollen Weise anleiten sollte.) Verinnerlicht habe ich ihn nicht gänzlich, aber mit 17 kannte ich seinen Inhalt ganz gut. Und ich verhielt mich meist so, zumindest dort, wo es angebracht oder notwendig erschien. Zurück zum Platt. Was wurde daraus?

Ich habe eine verstärkte Aversion gegen jede Form der Dialekte zurückbehalten. Heute, wie gestern bewundere ich Menschen, die akzentfrei sprechen. In der Vordereifel und in Koblenz bin ich genauso wenig gut aufgehoben, wie in meiner Geburtsstadt Düsseldorf. Ich bewundere Menschen aus dem Münsteraner Raum, Gütersloh, Paderborn, Westfalen, ein Bezirk, wo der Dialekt aus reinstem Hochdeutsch besteht. 😍😍😍

Ich muss mich bessern. Bairisch akzeptieren lernen, obwohl ich nix verstehe. Aussetzer bekomme ich regelmäßig, wenn Worte einfach getauscht werden oder die Bedeutung kurzerhand geändert wird. Beispiele aus Mayen: Fliegen, also die gewöhnliche Stubenfliege heißt hier Mücke. Anderes Beispiel: Das Wort nehmen wird so mir nichts dir nichts durch holen ersetzt. „Dat Lehnchen hat aber schwer abgeholt!“ Ich: „Wen hat Lehnchen abgeholt?“ Nee, Olaf, Lehnchen hat abgenommen, en paar Kilo. 😂

Aber nicht nur hier, auch andere Gegenden in Deutschland sind für mich sprachlich gesehen „Kann-nix-verstehen-Land“ Ich habe damit ein Problem, das ich in den Griff bekommen muss. Ich versuche es. Es sind ja nicht die Menschen dort, die kann ich gut leiden, sondern nur meine eigenen Probleme mit der Kommunikation. Mein Fehler. Ich kann es nicht leiden. Tut mir leid, ehrlich, aber dieses Gefühl überkommt mich einfach so. Ich arbeite daran, versprochen! Einen schönen Abend, Dir, liebe Leserin und Dir, lieber Leser und vielleicht hast Du ja einen Tipp für mich.

Gehabt Euch wohl!

Filter sei Dank! Selfie-Bilder als Vorbild

Schönheits-OPs – Junge Frauen wollen so aussehen wie ihr Selfie

Deutsche Schönheitschirurgen warnen vor einem Selfieboom, der zu einer steigenden Zahl von Schönheits-Operationen führt.

http://www.deutschlandfunk.de/schoenheits-ops-junge-frauen-wollen-so-aussehen-wie-ihr.1939.de.html?drn:news_id=1008196

Keine Möglichkeit [108]

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Kannst Du Erwartungen als Überforderungen enttarnen? Erwartungen, die nicht erfüllbar sind? Welche Arten von Forderungen kennst Du? Welche sind reale Forderungen und welche sind Mittel zum Zweck, das heißt, werden gestellt im Wissen um ihre Unerfüllbarkeit?

Was ist der Unterschied zwischen einer von außen gestellten Erwartung und jenen, die man an sich selbst hat? Kennst Du die Bedingungen, unter denen Du eigene Erwartungen formulierst, gibt es Erwartungen, die Du an Dich selbst richtest, deren Ursprung jedoch in einem Glauben, einer Vermutung oder einer gesellschaftlich Entsprechung liegen? Ziemlich nebulös liegen diese Anforderungen oft vor uns Menschen. Sie lichten sich meist erst im Laufe der Zeit, was bis zu Jahren oder Jahrzehnten dauern kann.

Wie so oft finden wir hier eine der Aufgaben, die eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konventionen voraussetzt. Dabei gilt es den Bezug zur eigene Persönlichkeit einfließen zu lassen. Zweigleisig wird man es handhaben, denn die Auseinandersetzung mit äußeren Einflüssen wie der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit laufen parallel. Keine einfache Sache, meine ich, fordert sie doch viel Zeit und Aufmerksamkeit. Wie wir wissen, möchte uns die Aufmerksamkeit nur allzu gerne von vielen Seiten abgezogen werden, dankbar nehmen wir diese Ablenkungen an. Nicht nur Medien und Konsum sind da zu nennen, auch Ablenkungen der einfachsten Art wiegen uns in einer scheinbaren Sicherheit und komfortablen Ruhe. Arbeit an sich selbst, das wissen all jene, die es versucht haben, ist auch Arbeit und kostet Energie. Gar nicht mal wenig. Doch die Investition halte ich für notwendig, will man seinen Charakter wirklich aus – bilden.

Ich gebe Dir eine Streichholz-Schachtel. Ein kleines Schächtelchen aus Pappe mit vielleicht 10x5x2 cm. Daneben lege ich 100 getrocknete Linsen. Deine Aufgabe besteht darin, die Linsen in der Schachtel unterzubringen. – Was sagst Du? Passt nicht? Es passen nur 40 Linsen? Hm, schlechte Leistung! Du taugst nicht zu viel! Aber ich gebe Dir noch eine Chance: Hier, die gleiche Schachtel. Hier sind 30 Linsen. Lege die 30 Linsen einzeln in die Schachtel, dafür hast Du 10 Sekunden Zeit! Los, Zeit läuft! – Was meinst Du? Die Zeit war zu kurz? Du hast also wieder versagt? Du bist wirklich nicht viel wert, nichts kannst Du wirklich!

Was sagt Dir diese kleine Geschichte? Vollkommen klar liegen alle Begründungen vor Dir und Du durchschaust alles, oder? Ganz logisch, nicht wahr? Ich möchte Dir dennoch ein paar Perspektiven eröffnen, die Du vielleicht so noch nicht in Erwägung gezogen hast.

  1. Der Aufgabensteller hatte zu seiner Zeit, als ihm die Aufgabe gestellt wurde, eine größere Schachtel.
  2. Der Aufgabensteller hatte keine Linsen, sondern Reiskörner
  3. Der Aufgabensteller hatte keine 10 Sekunden, sondern 20 Sekunden, erinnert sich aber nicht mehr
  4. Der Aufgabensteller spricht eine Sprache, die vom Probanden nur sehr schwer verstanden werden kann

Jetzt noch einige sehr fiktive und abstruse Einlassungen über Voraussetzungen bei diesem Experiment, die später jedoch einen sinnvollen Bezug erhalten werden:

  • Der Proband ist blind
  • Der Aufgabensteller neigt den Tisch, auf dem die Linsen liegen, so daß sie herunter rollen
  • Der Proband hat keine Arme
  • Der Aufgabensteller verkürzt die Zeit ohne Wissen des Probanden
  • Der Proband lässt einige Linsen, unbemerkt vom Aufgabensteller, „verschwinden“
  • Der Aufgabensteller spricht mit oder über den Probanden, während dieser die Aufgabe zu lösen versucht
  • Der Aufgabensteller verursacht plötzlich ein sehr lautes Geräusch

All diese teilweise abstrusen Faktoren beeinflussen ein mögliches Ergebnis. Sie manipulieren gezielt, offen oder versteckt. Offene Manipulationen, mal ganz abgesehen von der Machbarkeit einer Aufgabe, sind vielleicht noch anzusprechen und auszuräumen, doch versteckte meist nicht. Was bedeutet das für das Leben? An dieser Stelle beginnt die Schwierigkeit, Aufgaben im Leben, die man gestellt bekommt, zu analysieren, mit den Möglichkeiten, dem Werkzeug, welches einem an die Hand gegeben wurde oder man sich selbst erarbeitet hat. Je vielfältiger sein Wissen, je weiter sein Horizont, je offener der Geist, desto eher unterscheiden wir zwischen Machbarem und Unmöglichem, zwischen Zielen, die erreichbar sind, es werden können oder ad acta gelegt werden sollten, Ziele, die alleine erreicht werden können oder nur mit Hilfe eines anderen Menschen und wenn mit Hilfe, so stellt sich die Frage, mit wem. Kann so der Ausstieg aus dem Hamsterrad in Angriff genommen werden? Ich denke, es ist ein Schritt. Wie siehst Du es? Schon eine Schachtel und Linsen bereit gelegt? 😊

Folgen bei Instagram, Teil 4 (Intermezzo)

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Manche User von IG stellen Follow – Anfragen in besonderer Weise: sie liken sehr viele Bilder, um zu sehen, ob man nachsieht, wer da die sehr vielen Likes vergab und ob man auch einige Likes vergibt. Tut man dies, folgen sie und erwarten ein Followback. Bleibt es aus, so entfolgen sie kurze Zeit später.

Eine seltsame Weise sein Gefallen für die Arbeiten eines anderen Menschen auszudrücken. Oder geht es letztlich gar nicht um Anerkennung? 😉

Wie zeigst Du die Anerkennung einer Arbeit, die Dir gefällt? Außer ein Like zu klicken…

Mein Insta:

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Folgen bei Instagram, Teil 3 (Intermezzo)

Jeden Tag folgen und entfolgen kurze Zeit später wieder einige User meinem Account. Viele kennen es, viele nervt es. Verantwortlich sind die User sogenannter Crawler (man berichtige mich, falls ich etwas falsch verstanden habe), die automatisiert tausenden wahllosen Konten folgen, um kurz danach wieder zu entfolgen. Damit beabsichtigen sie eine große Menge neuer Follower durch Zurückfolgen zu generieren. Manche der Opfer dieser Methode bemerken nicht, wenn die Konten wieder entfolgen. So erreichen die User dieser Programme eine große Anzahl Follower, aus welchen Gründen auch immer.

Monetäre Gründe finden sich auch darunter, nicht nur dem (fehlenden) Ego ist diese Vorgehensweise geschuldet, denn IG-User mit hohen Follower-Zahlen sind potentielle Werbekunden mancher Unternehmen und können unter Umständen damit ein Einkommen erzielen.

Wie, wenn Du es machst, gehst Du mit dieser Methode um. Ich nutze eine App, die solche Machenschaften enttarnt. Und folge per se nicht zurück, wenn das Verhältnis Follower / Folgen im Missverhältnis steht (100.000 Follower zu 127 folge ich).

Mein Insta:

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P. S. Nein, hier lag kein Handtuch…