Reminiszenz, Teil 1 [100]

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Wie stark lebe ich in der Vergangenheit? Komme ich ab einem gewissen Punkt zur Einstellung, dass ich eh alles kenne? Gibt es danach noch Neues? Habe ich irgendwann alles erreicht und bin zufrieden mit dem, was ich erreicht habe? Oder lockt mich eine innere Kraft hinaus in die Welt, um zu entdecken, zu verändern und zu kreieren?

Eine Fragestellung, welche sich mir in jüngeren Jahren nicht stellte, könnte man meinen, doch weit gefehlt. Momente, in denen ein Gefühl so stark war, so intensiv und so tief, dass nachher eine Leere und eine Leichtigkeit sonder gleichen aufkam. Eine Intensität, die in mir jenes Gefühl aufsteigen ließ, dass ab diesem Zeitpunkt nichts und abermals nichts mehr auf der Welt und in diesem Leben jenem Augenblick etwas gereichen könne – so wozu noch einen Schritt nur machen.

Und dennoch, diese beiden ähnlich erscheinenden Punkte im Leben unterscheiden sich in einem wesentlichen Aspekt: In Moment und Summe der Momente! Stärker komme so kein einziges Gefühl daher, tiefer kann ein jedes sein, das noch kommt, das wartet, gelebt zu werden. Retrospektiv betrachtet zaubert die Erinnerung ein Lächeln in meine Seele. Wäre dem ersten Impuls statt gegeben worden, wären die folgenden Momente nicht gewesen. Doch wie ist es mit einer vermeintlichen Wiederholung? Ist sie nur ein Abklatsch dessen, was sich einst ins Herz brannte? Oder hat es das Zeug dazu, noch stärker, noch intensiver, noch tiefer zu werden? Was zeigt das Leben? Dies zu beantworten liegt ganz allein bei Dir persönlich! 😊

2 Gedanken zu “Reminiszenz, Teil 1 [100]

  1. Wiederholungen sind meist nicht besser als das Ersterlebte – das sagt mein Leben 🙂 Umso wichtiger, immer wieder neue Dinge zu erleben. Aber ich weiß, was du meinst. Bei diesen absoluten Knaller-Momenten müssen wie froh sein, dass wir sie hatten. Ich bin aber auch meist traurig, wenn so ein Moment vorbei ist.

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    • Manchmal, so meine Erfahrungen, sind „Wiederholungen“ vielleicht gar keine solche, sondern neue Erlebnisse, die nur ähnlich sind. Ähnliche „Knaller“, wie Du es beschrieben hast. Tatsächliche Wiederholungen erlebe ich wie Du, meist nicht besser! 😊 In der Summe gesehen, wenn ich einige betrachte, z. B. tiefste Umarmung, zärtlichster Kuss,… hat jeder dieser Momente seine Kraft, die (bei mir) sehr nahe an Faust vorbei schrammten: Oh Moment, verweile doch, du bist so schön….
      Die traurige Erkenntnis des Vorbeiseins kommt bei mir meist erst viel später, weil ich total erfüllt bin von der Kraft und Tiefe dieses moments,… bisschen blind bestimmt auch😂
      Danke Dir und liebe Grüße vom Mittelrhein 🙋 Olaf

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