Intermezzo (Reisen formt den Charakter, Teil 4) Panamá

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Mein Fußweg nach Portobelo

Panama, die Tage der Begegnung.

Dies hier soll ja kein Reisebericht in Tagebuchform werden, mehr eine Erzählung von Erlebnissen. Erlebnisse, die ich während meines Aufenthaltes in Panama erleben durfte, die für mich ganz besonders waren, weil sie sehr viel mit Menschlichkeit zu tun haben. Also kein Reisetagebuch, Auch, wenn einige Szenen einem solchen ähnlich sein können. Schon mein letzter Beitrag wies viele Elemente eines Tagebuchs auf. 🙈

Fotograf Reisebericht Reisefotograf Kokosnuss

Leben erwecken (Kokosnuss)

Meine allmorgentlichen Fußwege von meinem Wohnort zum Veranstaltungsort verdienen eine besondere Erwähnung. Das meine ich deshalb, da die Menschen auf den vielleicht insgesamt fünf Kilometern fast jeden Morgen zugegen waren und sehr freudig grüßten. Als ich eines Morgens direkt zu einer Familie hin ging, um ein Foto zu erfragen, waren sie ganz stolz und posierten sogleich dafür. Ich bedankte mich und sprach sie noch auf die wunderschönen Blüten vor ihrem Hause an, doch sie bedeuteten mir, dass es nichts besonderes wäre, mehr so als Unkraut gesehen wird, es sei denn, man könne es essen. 😊 Ein großer Marañon Baum

stand im Vorgarten, dessen Früchte sehr schmackhaft waren. Sie pflückten mir eine Frucht, die ich, in der Kirche angekommen, mit meinem Freund und anderen teilte. Mein Freund stellte eine gewisse Ähnlichkeit zum Geschmack einer Birne fest. „Etwas herber, dennoch süß und mit Kern“, sagte er. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat die Marañon etwas mit Cashews zu tun. Werde ich noch nachgucken.

Bevor ich meinen Fußweg fortsetzte dankte ich ihnen herzlich für die Freundlichkeit und für die Frucht, begab mich wieder auf die Straße nach Portobelo.

Fotografie Haus Panama Portobelo

Haus in Portobelo

Von dieser Straße aus konnte ich manchmal in eine Art Dickicht blicken. Es sind Grundstücke, die brach liegen, auf diesen erobert der Djungel langsam wieder seinen Raum zurück. Viele unsere Zimmerpflanzen sind zu erkennen, beispielsweise Philodendron und Croton, diese alle nur viel größer und prächtiger. Mich beschleicht eine vage Ahnung, was mit hoher Luftfeuchtigkeit gemeint ist, wenn in der Pflegeanleitung oder in Büchern das Wort zu lesen ist. Derart feucht haben es die Pflanzen wohl nur in der Natur wie hier oder in botanischen Gärten. Sie gedeihen hier wahrlich wunderbar.

Angekommen in der Kirche von Portobelo, San Felipe, setze ich mich auf eine Bank in den Durchzug, alle Türen sind weit geöffnet, Hunde steifen durch die Gänge, wenige Menschen sind hier. Ich sitze mit ausgebreiteten Armen, genieße außerordentlich den atlantischen Seewind, der in den ganzen Tagen stets eine leichte Brise durch das Kirchenschiff schickte. Für die Gottesdienste haben die Bewohner noch groß – dimensionierte Ventilatoren über den Reihen der Kirchenbänke angebracht, gegen die der Pfarrer während des Gottesdienstes jedes Mal erst ankommen musste, denn sie waren wirklich nicht leise.

Der erste Tag stand ganz im Zeichen eines herzlichen Willkommens, unsre Volontarios widmeten sich ganz unserer Ankunft und dem Kennenlernen der Stadt und den Menschen. Es waren zumeist junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren. Sie bereiteten viele Programmpunkte für uns vor und ließen in uns ein sehr warmes Gefühl der Willkommens – Kultur des Landes Panama entstehen.

Wir besuchten wieder die Festungsanlage, ein Museum für die Figur des „Jesus Negro“, des schwarzen Jesus, dessen Geschichte in Portobelo eine große Bedeutung hat. Mittagessen und laufend genug Getränke wurden gereicht, anschließend gewährte man uns freie Zeit zur Erkundung des Ortes. Diese nutzten wir, um ein wenig die Beine im karibischen Meer baumeln zu lassen.

Sprachlich begegnete uns es eine Mischung aus Spanisch und Englisch, Dolmetscher waren aber fast immer zugegen. Es verlief alles sehr ruhig und wir begriffen, dass in Panama die Geschwindigkeit eine andere zu sein schien. Sehr ansteckend, hoch infektiös! 😊 Nur manche unserer Menschen mit sehr strukturiertem Wesen kamen mit der Zeit zunehmend der totalen Verzweiflung nahe, dazu aber später mehr. Nur so viel: „Wir sind hier, leben, haben keinen Durst und Hunger, es ist nicht kalt – also alles bestens! 😉

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