Intermezzo: Ein Baum ist ein Baum, oder vielleicht doch nicht? [77]

Was sehe ich – Was ist da?

Vorhanden ist Subjektivität. Jeder persönlich hat seinen eigenen Standpunkt. Jede unterschiedliche Person, wie auch jede einzelne Instanz. Zunächst ganz ohne „RICHTIG“, ohne „FALSCH“. Es ist das, was es ist! Doch was ist es? Ist es das, was Du erkennst oder das, was Du erkennen willst, solltest, darfst, musst?

Ein Baum ist ein Baum. Ein Baum besitzt Attribute. Ein Baum kann klein sein. Er kann groß sein. Bereits ab diesem Adjektiv beginnt es: Was bedeutet für Dich klein? Was bedeutet für Dich groß? Der Baum ist, wie er ist, er weiß nichts von Größe. Du kannst es ihm sagen, er versteht Dich nicht. Ein Baum kann belaubt sein oder sein Winterkleid tragen. Er kann das Licht der Sonnenstrahlen durchlassen oder Schatten spenden. Was ist für Dich gerade das Richtige?

Ist es ein heißer Sommertag, die Luft scheint zu glühen, kein Lüftchen bewegt sich? Keine Wolke ist am weiten, blauen Himmel zu sehen. Du stehst in der Nähe eines riesigen Baumes. Was denkst Du?

Es ist Winter, eine klirrende Kälte macht sich breit, Deine Kleidung wärmt Dich ob der tiefen Temperaturen nur mäßig. Der Himmel ist blau, soweit das Auge reicht. Du stehst im Windschatten nahe eines Baumes. Keine Blätter zieren ihn. Was denkst Du?

Es ist Sommer. Du liebst Dein Haus am Hang mit Blick auf die historische Altstadt. Deshalb hast Du schließlich dieses Grundstück gewählt. Deine Nachbarn unterhalb lieben die Natur, sie leben in einer tiefen Verbundenheit zur Botanik, bepflanzten vor Jahrzehnten schon ihren Garten mit seltenen, wunderschön blühenden Bäumen. Diese sind mittlerweile so groß geworden, dass Du Deine Blicke auf das Leben und Treiben in der historischen Altstadt nur noch sehr eingeschränkt schweifen lassen kannst. Was denkst Du?

Ein Baum ist ein Baum. Er weiß nichts von Beziehungen zu anderen Wesen.

Du hast ein tolles neues Auto gekauft. Hast lange dafür gearbeitet, gespart, gesucht, bis Du es schließlich geschafft hast. Es ist nun Dein Wagen. In der Stadt nahe Deiner Eigentumswohnung sind die Parkplätze sehr rar, es gibt Parkausweise für bestimmte Bereiche. Davon besitzt Du schon längst einen. Eines Morgens im Spätsommer kommst Du zu Deinem Auto. Es ist überzogen mit einer dünnen, aber sehr klebrigen Schicht, die sich kaum ablösen lässt. Du bist erst erschrocken, auch erstaunt, zunächst ratlos, dann gehen Deine Blicke nach oben.

300 Jahre zuvor. Es regnet. Die Bewohner der Stadt, die damals noch Dorf war, sitzen zusammen, überlegen, was sie machen wollen, denn jedes Mal, wenn sie zum Bäcker am Ende der Straße gehen wollen und das Wetter es nicht gut mit Ihnen meint, sind sie nass und beginnen zu frieren. Das könnte man doch ändern. Sie überlegen gemeinsam und kommen zu einer einfachen und kostenlosen Lösung: Sie gehen in den Wald, suchen sich einige Lindensämlinge und pflanzen sie voller Stolz auf ihre Straße. Einige Jahre später ist ihre Aktion von Erfolg gekrönt. Ein Weg, nahezu trocken zum Bäcker und zurück.

Ein Baum ist ein Baum. Sonst nichts. Für Dich kann er mit vielen Attributen belegt werden, er kann für Dich individuelle Eigenschaften besitzen. Er kann Schutz bieten oder ein Ärgernis sein, er selbst jedoch weiß davon nichts. Du zunächst vielleicht auch nichts. Bis man Dir sagt, was es sein könnte. Was darf, was soll, was kann. Und Du? Was reflektierst Du?

Was ist ein Baum für Dich?

Oder ein Mensch?

Oder ein Bild?

Oder eine Idee?

29 Gedanken zu “Intermezzo: Ein Baum ist ein Baum, oder vielleicht doch nicht? [77]

  1. Buon giorno Olaf, ich kann den ersten Teil deiner Antwort nun unterstreichen. Ich teile deine Meinung, dass dieses Medium wunderbar ist – aber leider im philsophischen Diskurs keine Tiefe erlangt. Ich finde deinen Aspekt mit dem „Spiegelbild“ sehr interessant. Unser Umfeld zeigt viele Eigenschaften unserer Selbst. Darüber würde ich gerne einen Beitrag von dir lesen…(bin gespannt :-).

    Wenn in einer Kommunikation etwas offen bleibt oder nicht „genügend“ beantwortet wurde, dann sollte genau das geschehen, was du oben so treffend formuliert hast. Einfach nachhaken…ich mag es überhaupt nicht „zwischen den Zeilen zu lesen“ – schließlich bin ich kein Orakel 🙂 Wenn ich dir also noch eine Antwort „schuldig“ bin – dann nur zu …;-)

    Ich habe eine Krupp-Maschine mit einem „Arm“ (Siebträger), war nicht sehr kostspielig, aber der Kaffee schmeckt -) wenn ich besonders guten Espresso trinken möchte, fahre ich zu meiner Mama. Sie hat eine Gaggia Maschine, toll und teuer.

    Ich habe sehr gute Freunde, mit denen ich sehr inspirierende und tiefe Gespräche führen kann. Darüber bin ich sehr glücklich. Ich lebe im Saarland, ein kleines und uriges Bundesland (fast eine Million Einwohner). Ich fühle mich hier sehr wohl. Nicht weit weg von deinem Wohnort…a presto Olaf…Ciao Ciao Teresa

    P.S.:Beim Lesen meiner Antwort merke ich „vielleicht“ was du meinst, ich schmücke meine Sätze nicht viel aus…sie klingen auch ein wenig staccato.

    Gefällt 1 Person

    • Guten Abend liebe Teresa,
      ich werde mal sehen, wann ich das mache, aber eine Idee ist innerlich schon gewachsen…. 😊

      Mache ich gerne, danke liebes Orakel 😉. Ich denke auch, dass ich dann nachfragen werde.

      Gaggia schaue ich mir an, Danke. 😊

      Saarland hast Du irgendwo vermerkt, meine ich, ich dachte mehr an die Ortsgröße, mehr Stadt oder dörfliche Gegend? Der Hintergrund der Frage ergibt sich aus meiner Neugier, wie Du Deinen Wohnort und damit Umfeld empfindest, das ja meiner Erfahrung nach in ländlichen Gebieten ein ganz anderes sein kann, als im städtischen oder großstättischen Bereich. Als ich von Düsseldorf nach Berlin zog war nicht viel anders, aber dann in die Eifel, da gibt es doch große Unterschiede.

      In Pirmasens war ich bisher 2 mal und Saarburg steht auf einer fiktiven Warteliste. Mein Sohn war dort mit den Ruderern, er sagt, war toll dort…. 😊

      Das mit Deinen Sätzen empfinde ich zwar etwas ähnlich, aber nicht im negativen Sinne, denn auf den Inhalt kommt es an. Ich schreibe gerne mit Dir, (auch wenn nicht auf alles eine Antwort kommt….. 👹👹👹👹👹👹👹 😉(da musst Du nun durch…))

      PS. etwas Ironie und Ärgernistreiben ist hoffentlich o. k. für Dich….

      Liebe abendliche Grüße
      Olaf

      Gefällt 1 Person

      • Buon giorno Olaf, so langsam muss ich darüber schmunzeln über diesen Aspekt…“(auch wenn nicht auf alles eine Antwort kommt….. 👹👹👹👹👹👹👹 😉(da musst Du nun durch…))“.

        Und ja Olaf, da gehe ich auch sehr gerne durch :-)…wie du schon schreibst „ein bisschen Ärgernis treiben“ erhöht den Puls 😉 . Ich lebe in Saarbrücken und ich bin ein absoluter Stadtmensch. Obwohl ich auch die Natur sehr liebe. Saarburg ist wunderschön, klein und sehr romantisch. Mitten in der Altsadt ist ein Wasserfall und ringsherum gemütliche Lokale. Wird dir bestimmt gefallen. Ich wünsche dir einen tollen Tag – den wirst du bestimmt auch haben, ich muss ja meiner Beschaffenheit gerecht werden 😉 😉 Tanti Saluti il oracolo 🙂

        Gefällt 1 Person

        • Hi Teresa,
          Saarbrücken ist schon etwas mehr Stadt, als der Ort, wo wir momentan leben, Du hast es vielleicht schon bemerkt. Wir sind wohl auch Stadtmenschen, ich komme ursprünglich aus Düsseldorf, der Rest meiner kleinen Familie aus Berlin. Und nun (das) hier. Eine Umstellung? Kann man so sagen. Eine Umgewöhnung? Praktisch unmöglich. Wie die Drogenabhängigen fahren wir des öfteren in eine Stadt. Und damit meine ich nicht Koblenz. Oder Trier. Beides wunderschöne Städte, aber hat mit Stadt (für uns) nicht ganz viel von dem gemeinsam, was wir empfinden. Ist ja wahrscheinlich eine Sache der Erfahrung.
          Dieses haben wir niemals so vermutet. Nun bade ich regelrecht in Städten wie Amsterdam oder Triest, und wo man halt sonst noch so hinkommt. Auch die Heimatorte natürlich, wobei Heimat ein nicht ganz richtiges Wort für mich ist. Ich verbinde damit eher Plätze, nicht Städte. Davon gibt es aber in Deutschland oder Europa ein paar mehr, als nur einer. Trotz Geburtsort Düsseldorf. Da gibt es einen See, den Unterbacher See, wo ich im Alter von 4 Wochen schon segeln musste 😉😅 und mit 13 meine erste Regatta im Zugvogel gewann, obwohl ich noch nicht mal einen Schein hatte…. (Ups, wird nun rückwirkend aberkannt….. 😊 (Danke für Dein Like gerade, mein Handy zeigte es…. 😆) (Jetzt mussten die Hähnchen aus der Brühe, mein Sohn (16) wollte nämlich für seine Freundin Hühnerfrikassee machen, ich zeige ihm, wie…jetzt kühlt es etwas ab, ich schreibe solange weiter…. 😊)
          Also bei Orten und Plätzen war ich. Diese gibt es nicht nur dort in der Geburtsstadt. Hat oft was mit Geomantie zu tun, falls Dir das etwas sagt. (Ich habe mich aber selbst nur wenig damit beschäftigt, nämlich genau ein Buch gekauft und gelesen🙈) Es ist für mich vom Phänomen her allerdings so, dass ich manche Plätze sehr mag, andere nur schwer ertragen kann, obwohl ich {in diesem Leben vielleicht} niemals dort war. „Bekloppt“ würden manche sagen (Ein Schulfreund aus der weiten Vergangenheit 😂) aber ist einfach oft so. Vielleicht kennen es viel mehr Menschen, nur sind die Gefühle nicht so ausgeprägt oder werden unterdrückt… wie unsere Instinkte (hatten wir ja schon kurz 😎)
          In diesem Kommentar schreibe ich mal nichts über F E H L E N D E A N T W O R T E N, nicht mal das Wort nehme ich in den Mund, geschweige denn bringe ich es zu Papier…… 😇😆
          Ich hoffe, Du hattest bisher einen schönen Tag, musstest nicht eine zu lange Zeit in Delphi verbringen und es geht Dir gut.
          Liebe Grüße
          Olaf

          Wenn ich jetzt in die Mosel gehe und weit stromaufwärts schwimme, wo komme ich da eigentlich hin, so mit links abbiegen irgendwann….. 😂💪🙋🙏

          Gefällt 1 Person

        • Lieber Olaf, da ich auch Abends mit meinen Bambinis beschäftigt bin, werde ich dir morgen ausführlicher antworten. Ich hoffe, dein Hühnerfrikassee hat deinen Sohn überzeugt :-). Mein Abendessen hat meinen Töchtern auf jeden Fall geschmeckt (16 und 10). Buona serata aus Saarbrücken Teresa

          Gefällt 1 Person

        • Liebe Teresa, da bin ich sicher, wenn italienisches Blut in Deinen Adern fließt, dass das Essen Deinen Töchtern gut schmeckt. Schätze ich so ein. Einfach so.
          Und das Hühnerfrikassee ist erst für morgen, es ist im großen und ganzen sein erstes selbstgemachtes, ich habe relativ wenig gemacht, er war ganz schön erledigt, nach einem langen Schultag solch ein Gericht zuzubereiten. Ich konnte noch nicht abschmecken, habe nur einige Tipps geben können, da ich immer Donnerstags faste. 😊 Ich berichte morgen, beonders, was seine Freundin dazu sagt. 🙋 Danke für Deine kurze Rückmeldung, einen schönen Abend wünsche ich Euch, liebe Grüße nach Saarbrücken….
          Olaf

          Gefällt 1 Person

        • Guten Morgen Olaf, ich kann dir leider nicht mehr so ausführlich antworten, wie ich das gerne tun würde und ich werde auch in den nächsten Tagen nicht mehr all zu oft „digital“ unterwegs sein können. Mein Ex-Mann hatte gestern einen Unfall (es ist im Krankenhaus aber es wird wieder) und ich muss mich jetzt um diverse Dinge kümmern. Ich wünsche Dir alles alles Gute Olaf, der Austausch mit dir hat mir sehr gefallen. Ciao Ciao Teresa

          Gefällt 1 Person

  2. Ciao Olaf, eine Rose ist auch eine Rose…sie weiß noch nicht einmal, dass sie diesen Namen hat. Wir erfreuen uns an ihr und erfreut sich die Rose an uns? Kann ein Baum meine Beziehung zu ihm spüren? Dein Beitrag wirft so viele interessante Fragen auf, mein Kommentar übrigens auch 😉 Ein schönes Sprichwort besagt: „Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer.“ Ich glaube wir stellen uns die Fragen, nicht um unbedingt Antworten zu finden; sondern um neue und frische Fragen zu kreieren. Sei arrivato a Casa? Und wieder eine Frage 🙂 – a presto Tete

    Gefällt 1 Person

    • Nein, Teresa, vorerst Konstanz, zum Sightseeing. Morgen vormittag. Fragen sind und bleiben der Motor unserer Konversation, war ja schon bei Sokrates so….. 😊 Und man erreicht viel damit. Bei anderen und sich selbst. 😊 Liebe Grüße und bis bald….
      der Lago weinte, als wir fuhren…..

      Gefällt 1 Person

      • Buon Giorno Olaf, oder habt ihr geweint 😉 :-)? Ich weine sehr oft, wenn ich bella italia wieder verlassen muss aber hier in Deutchland fühle ich mich auch sehr wohl…a presto Teresa
        Passt das gelesene von mir zu meinem Aussehen ? Ich bin neugierig, wie du weißt…;-) oder hattest du eine komplett andere Vorstellung von mir…!? Und schon wieder Fragen….

        Gefällt 1 Person

        • Guten Morgen Teresa,
          in diesem Fall war es eine tatsächliche Metapher, bei unserer Abreise fiel Wasser vom Himmel… 😊 für mich habe ich innerlich schon eine Sehnsucht gespürt, die schon anstieg, obwohl ich den See noch sehen konnte. Oder gerade deshalb. 😢

          Was weniger schön war, war die Erkenntnis oder Bestätigung, dass nicht alles so ist wie es scheint. Ich habe mich auf einen Café mit einer Einheimischen getroffen, (über die Fotografie) meine Frau und sie tranken zusammen und und unterhielten uns geschlagene zweieinhalb Stunden über Gott und die Welt, über die Lage der Menschen am Lago, über die Touristen und Einheimische, über Politik und Gesellschaft. Alles in Englisch. Ich muss dringend italienisch lernen! Verdammt. Sie arbeitet in einem Café am See, Samstag und Sonntag, wenn sie nicht studiert. Sie meinte, die italienischen Gäste seien die schwierigsten, weil sie meinten, sie seien deutlich was besseres, als die ausländischen Besucher. Extrem, so die Erfahrungen ihrer Kolleginnen und ihr selbst. 😊
          Eine unschöne Erfahrung, oder ebenso Bestätigung kam am Ende des Treffens zustande. Unsere Getränke hatten plötzlich andere Preise, als die Tage zuvor. Ich staunte dann doch, weil sie zwar direkt aus Verbania stammte, wir aber deutlich nicht aus der Stadt waren. Hm. 1.30 statt 2.00 € Cappuccino, 1.00 statt 1.50 Espresso Chumiato. Hinterlässt Spuren im Herzen. Und kann mich nicht dagegen wehren, obwohl ich es mit aller Macht will!
          Nächsten Frühling treffen wir uns vielleicht wieder, dann erhalten wir eine kleine Führung zu den Besonderheiten der Stadt…. 😊

          Nun zu Dir, liebe Teresa. Aussehen und Vorstellung, dazu das Gelesene. Du sagst, das Bild ist schon was älter, die anderen Bilder in Deinen Beiträgen vielleicht nicht so sehr…
          Obwohl ich teilweise ein recht optischer Mensch sein kann, ist mir das geschriebene, aber ganz besonders das ungeschriebene Wort von wesentlich größerer Bedeutung. Seit meiner Jugend, in der ich Briefe sehr gewissenhaft las und beantworte, auf nicht beantwortete Inhalte sehr nachdenklich reagierte, hat sich meine Art und meine Gefühle dahingehend nicht verändert. Nur mein Umgang damit, dabei half mir mein 8 Jahre anhaltender Ausflug ins Zen ungemein, hat sich geändert. Ich lese Dinge, sehe deutlich die fehlenden Worte, und danach ergibt sich ein Bild vom Gegenüber. Hier bei WordPress gibt es einige wenige Blogger, die sind (alles aus meiner persönlichen, subjektiven Sicht!) recht offen und wahrhaftig in ihren Antworten, sie schätze ich sehr. Ein bisschen wie ich es im richtigen Leben handhabe und erlebe. 😊 Wobei die Unverbindlichkeit im Netz schon eine prinzipiell traurige Sache ist. Aber klar, hier hat niemand eine Verantwortung. Muss auch nicht immer schlecht sein. Ich schweife ab, sorry.
          Deine ungeschriebenen Worte charakterisieren Dich (für meinen bisherigen kurzen Kontakt) viel mehr, als der Bezug zu Deinen Bildern. Die finde ich oft sehr geschmackvoll (gewählt), in Bezug auf den öffentlichen Charakter des Ganzen ist dieser Tatsache sicher einiges an Inhalt geschuldet. Zuerst hatte ich Deine Haarfarbe heller erwartet. Warum ist aus vielerlei Sicht möglich (Ich kenne mehr Menschen, die den Namen Teresa tragen, die hellere Haare haben?) Vom sonstigen Äußeren passt schon einiges, was an Deiner ersten oder zweiten Antwort lag. Es gibt Menschen, die haben ein Problem mit Worten und Inhalten und solche, die einen Blick dahinter wagen und Du gehörst definitiv nicht zur ersten Gruppe. (für mich)
          Was würdest Du mich sonst noch fragen wollen? Hast Du konkrete Fragen? War dieser Text jetzt zu lang für Dich, doch zu persönlich für die relative Öffentlichkeit? Ich habe mich, weil ich nicht weiß, was Du darüber denkst, und ich dabei Zurückhaltung schätze, bis man etwas mehr weiß, zurückgehalten. Ich denke, Du könntest vom Sternzeichen her Zwilling sein. 😊
          So, sollte erst mal reichen. Hier aus dem Reader lässt sich der Text nur sehr unschön noch mal lesen, denke ich jedes Mal, und entdecke oftmals erst nach dem Senden einige Fehler. Ich sende dennoch. 😅 Ciao Teresa, buon WE, und unkompliziert-komplizierte Grüße aus Rheinland-Pfalz,…… 😭😊🙏🙋 Olaf

          Gefällt 1 Person

        • Lieber Olaf, vielen lieben Dank für deine offenen Worte. Ich komme zunächst einmal auf den Cappuccino bzw. die plötzliche Umgestaltung der Preise, zurück. In Italien ist das in der Tat nicht unüblich. Es tut mir leid, aber meine Landsleute sind auch „profitgeil“ und deinen Ärger kann ich gut verstehen. Hm…ich würde das, das nächste Mal ansprechen.
          Ich finde es sehr interessant, dass meine ungeschriebenen Worte viel mehr auf meinen Charakter schließen, als meine geschriebenen Worte. Du bist ein sehr guter Beobachter Olaf, wenn ich das so sagen darf. Du schaust die Menschen an, innen und außen. Du hast ein Auge für’s Detail. Ich kann schon mal was verpassen 😉 – das kommt aber auf meine Tagesform an. Vom Sternzeichen bin ich übrigens eine Löwin ;-).Ich fand deine Antwort überhaupt gar nicht zu lang. Ich habe mich über deine Zeilen gefreut. Du hast selbst beim Schreiben eine sehr zuvorkommende Art. A presto Olaf, bist du von Sternzeichen Skorpion? Jetzt habe ich ja doch noch eine Frage 😉

          Gefällt 1 Person

        • Tja, danke Dir für Deine Worte😊 ich denke, im richtigen Leben funktioniert das mit der Beobachtung viel mehr auf Intuition, und die wird gesellschaftlich ziemlich unterdrückt. Wenn man sich etwas mehr auf sie einlässt, so spürt man ganz gut die Gefühle hinter den Aktionen und Reaktionen der Menschen. Manches Mal schon erhielt ich sehr verstörte Blicke auf bestimmte Fragen oder Bemerkungen, die zwar nicht gesagt wurden, aber ausgedrückt. Wenn wir alle wieder mehr Mut hätten authentisch zu sein, so würde die Gesellschaft wieder viel offener und ehrlicher werden. Bin ich sicher. Einfach mal äußern, was man fühlt. Oder, wie siehst Du das? Und Dankeschön, ich finde eine höfliche Art hat nichts mit Unehrlichkeit zu tun. Es lebt sich damit einfach leichter und es schafft Raum, Raum für Gedanken. Und Überlegungen, die in Worte gefasst zu werden Zeit finden.
          Einen schönen Abend, Teresa, und sei authentisch! 😊 🙋 lg Olaf

          Gefällt 1 Person

        • Lieber Olaf, ich werde dir morgen dazu etwas ausführlicher antworten. Ich „schrecke“ viele Menschen durch meine direkte u. offene Art manchmal etwas ab. Aber nur so, kann ich mir und anderen gegenüber ehrlich bleiben. Habe im Juli einen Beitrag darüber geschrieben, in meinen aktuellen Kommentaren, kannst du den Beitrag anklicken, wenn du Lust hast. Wuensche dir einen schönen Sonntag Teresa

          Gefällt 1 Person

        • Buon giorno Olaf, so authentisch wie möglich zu leben, ist doch unser Ziel oder? Damit können aber viele Menschen nicht umgehen, wie du schon in deiner Einleitung schreibst. Ich stimmr dir voll und ganz zu – wenn mehr Menschen dies tun würden, wären wir alle in unserem Umgang offener.

          Wie kommst du darauf, dass eine höfliche Art, in irgendeiner Weise mit „Unehrlichkeit“ zu tun haben könnte? (wieder eine Frage). Also das du ein Vergleich daraus machst. Daraus werde ich nicht ganz schlau…hm…Eine höfliche Art, zeugt von hohem Respekt, gegenüber unsere Mitmenschen. Nicht nur, dass es sich dadurch leichter lebt – das Leben wird fröhlicher und herzlicher. A presto Olaf…Teresa

          Gefällt 1 Person

        • Buona Sera Teresa,

          Höflichkeit unter Menschen, die dieser mächtig sind, ist wahrlich ein Weg, das Leben lebenswerter zu machen, in vielen Belangen. Da stimme ich mit Dir überein. Doch in mir wähnt sich der Eindruck, die Anzahl der Menschen, denen diese Höflichkeit und die stets mit dieser einhergehenden Achtung vor anderen Menschen ist im Begriff zu sinken. Eine zunehmende Unverbindlichkeit ist zu spüren, nicht zuletzt aufgrund der immer mangelhafteren persönlichen Kommunikation der Menschen untereinander. Sieh‘ uns an. Wir sitzen nicht in einem Café in Bellagio am Lago di Como und sehen verbindlich in die Augen des anderen und empfinden und reagieren auf die Mimik und Gestik des anderen, sondern sitzen an einem beliebigen digitalen Medium auf einem beliebigen Sitzmöbel, und können jederzeit und ohne Begründung unsere (für mich) nicht vollkommen oberflächliche und profane Unterhaltung beenden. Ohne weiteres Aufstehen und das Café verlassen ist da schon weitaus schwieriger.
          Höflichkeit wird von sehr vielen Menschen aller Schichten zunehmend als Überbleibsel längst vergangener Zeiten betrachtet und so gehandelt, sagte unlängst eine Freundin. Ich meine hingegen, es gibt sie noch, diese Personen, die sich die Zeit nehmen, zuzuhören, zu antworten und eine Sekunde den Blick schweifen zu lassen, um vor einer Antwort nachzudenken. Diese Momente zu erleben, ohne unterbrochen zu werden, sind schon etwas besonderes. Meine ich.
          Nun ist es 0.24 Uhr, die Zeit der Nachruhe, eigentlich, wenn da nicht noch das Gefühl wäre, einige Sätze zu verfassen, eine Antwort zu geben auf eine Frage.
          Inhaltlich komme ich nicht nur zu einer Antwort, sondern es kommen fast automatisch Gedanken dazu, die unterstreichen, was eine Antwort besagt. 0.28 Uhr. Schnell bin ich nicht an meinem alten Note 3, aber es reicht aus, um die Worte zu digitalisieren. In Echtzeit. Ohne Korrekturlesen. Heute Abend zumindest.
          Vielleicht zähle ich mal alle jene von Dir nicht beantworteten oder kommentierten Sätze auf. Kam mir gerade in den Sinn, vermutlich eine Idee meiner Übermüdung zu schulden.
          Sind Dir die Stellen bewusst? Ich bin sicher, zum Teil. So habe eine gute Nacht und übe Dich in Wahrhaftigkeit. Sage „Nein“, wo Du „Nein“ meinst und „dazu kann ich nichts sagen, weil ich mir dazu noch zu wenig Gedanken gemacht habe!“, wo das der Fall ist.
          Ciao, Olaf, e buona notte Teresa 🙏🙋😊

          Gefällt 1 Person

        • Buon giorno Olaf. ich habe schon zwei leckere Kaffee’s getrunken 🙂 und jetzt bin ich wach. Vielen Dank für deine Worte zu so später Stunde.
          Wir haben uns für dieses Medium entschieden, um vieles unserer Gedanken und Bilder nach „außen“ zu transportieren. Wir erreichen damit sehr viele Menschen und das gibt mir ein sehr gutes Gefühl. Ich lerne Menschen kennen, so wie Dich, mit denen ich mich sehr gerne austausche. Natürlich ist es nicht dasselbe, wie mit einem interessanten Menschen in einem Cafe zu sitzen (gerne in Italien :-)), um zu reden. In unserer Zeit geht dabei viel Nähe verloren, darüber bin ich mir bewußt. Wir haben andere Wege gefunden, um zu kommunizieren (dadurch können w ir wenigstens räumliche Distanz überwinden).

          Was ist denn deine Schlußfolgerung in diesem Punkt? Sollten wir uns deswegen nicht mehr schreiben?

          Ich beantworte Briefe (digital) aus dem Bauch heraus, dabei kann es gut sein, dass ich manches nicht beantworte bzw.offen lasse, weil es mir in diesem Moment, als nicht wichtig erscheint. Findest du das unhöflich? Du hast das deutlich in deinem letzten Abschnitt angemerkt…und ich sage „nein“, wo ich“ nein“ sagen möchte. Das habe ich gelernt. Buona giornata e Saluti Teresa

          Gefällt mir

        • Nein! Und Nein! 😊 Guten Tag Teresa!

          Dieses Medium hier und anderswo, andere soziale Netzwerke sind für mich auch Orte, an denen ich versuchen kann, die Welt 🌍 etwas offener und positiver zu gestalten. Die Kraft der Worte und jene der Bilder ist weitestgehend ungebrochen, meine ich. Daher freue ich mich all das an positiven Energien in die Welt zu schreien, das dazu beiträgt, anzustecken. Was hätte ich als Jugendlicher dafür gegeben, solch ein Forum nutzen zu können. Mein vergangenes Ich ist sowas von neidisch auf diese Möglichkeit, dass es mit Begeisterung so manches ausgräbt. Eine Schlussfolgerung gibt es dafür bei mir nicht, wenn auch die innere Kritik an manchen eigenen Gedankengängen diesbezüglich nicht immer von der Hand zu weisen ist. Doch den Austausch mag ich hier (wie mit Dir, Teresa), kommt doch immer wieder mal ein Gedanke oder ein Schritt in die Richtung eines Gedanken zu Tage. Das ist ein Weg einer Kommunikation. In einer immer ärmer an Austausch werdender Gesellschaft finden sich diese Möglichkeiten. Genieße ich manchmal sehr.
          Doch den Verlust an dieser menschlichen Nähe stelle ich sehr wohl fest und halte es für bedenklich. Werden die Menschen, die dies (vielleicht von Jugend an) exzessiv nutzen zu emotionalen Krüppeln? Für mich ist es eine Ergänzung, sind noch genügend reale Kontakte vorhanden. Doch einen tieferen geistigen Austausch vermisse ich momentan schon, trotz der lieben Menschen, die mich umgeben. Die leicht philosophisch angehauchte Diskussion ist nicht so leicht zu führen, es scheint mir mehr oberflächlich zu funktionieren. Aber Achtung, gilt doch das Umfeld als Spiegel der eigenen Persönlichkeit. Was würde mir das sagen? Dazu wäre ein besonderer Artikel interessant.
          Mir wäre jetzt auch nach einem leckeren Kaffee. Kommt nachher…. 😊

          Jene von Dir offen gelassenen Punkte haben für mich nichts mit Unhöflichkeit zu tun. Sie sind Teil der Kommunikation und beschreiben durch ihre Existenz ja Deine Einstellung, Wahrnehmung und Dein Wesen. Wenn ich etwas als ungenügend beantwortet empfinde, läge es an mir nochmals deutlicher nachzufragen. Gestern Abend hatte ich dieses Gefühl bei ein oder zwei Sachen, warum nur gestern Abend ist mir selber nicht ganz klar. Heute sehe ich das anders.
          Wenn ich aber etwas empfinde, was mich sehr berührt, so hake ich nach, dabei spielt es für mich keine Rolle, wo und wie ich das empfinde, ich würde an Dich in einem solchen Falle eine entsprechende Frage richten. Ich halte dabei nichts von „zwischen den Zeilen lesen“ oder einem Verweilen im Konjunktiv! 😊
          Ein Austausch sollte immer mit ein wenig Inhalt versehen sein, er darf auch gerne provozieren und fordern, das finde ich toll, auch etwas ironisch kann es sein und immer mit einer Prise schwarzer Humor gespickt. Ich hoffe, es wird Dir nicht zu ernst beim Lesen meiner Texte! 🙈

          Wir werden gleich noch eine Runde mit unserem Kläffer gehen, an unseren letzten Urlaubstag, das schöne Wetter genießen und danach einen leckeren Kaffee machen.
          Wir haben übrigens noch keinen sinnvollen Kaffeeautomaten gefunden, der sauber und gut und nicht den Gegenwert eines Kleinwagens kostet…. 😆 Klassische Bialetti und French Press bisher. Wie machst Du es, Teresa?
          Wie oft führst Du etwas tiefere Gespräche persönlich? Wie groß ist Dein Wohnort, einwohnermäßig? Ich bin von Berlin (vorher Düsseldorf) aus in die Eifel gezogen. Nahe Koblenz, aber weißt Du ja schon. 😅
          Liebe Grüße und Salute Olaf

          Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.