Rastlos (222)

efnel jeans hintern

So wunderschön, so stimmig, so bezaubernd dieser Blick, gleich so die Mimik und die Augen. Bewegungen, grazil und elegant, den ebenmäßigen Körper in Szene gesetzt bleibt der Blick wie ein unlösbarer Magnet für diesen einen ersten, vielleicht auch zweiten Augenblick beständig, um volltrunken von der Schönheit, ein Teil des Eindrucks erstohlen, schweigend sich zu wenden.

Die allenthalben unseren Weg kreuzende Schönheit in Form anderer Menschen scheint -langsam, aber beständig- sich in uns zu summieren. Voll des Eindrucks ob der vielen Bilder, die dich in jedem Moment erreichen, derentwegen du irgendwann auf die Suche dich begibst, ohne Ende dich in diese Fluten stürzt, um immer größere Wogen zu erhaschen, dich zu berauschen an den Neuen, die tausendfach in jedem Moment sich dir eröffnen, gleich wo du bist oder hin dich bewegst.

Fiktion scheint der Realität den Rang abzulaufen, nicht offensichtlich, nur immer stärker wird der innere Vergleich, der sich geradezu aufdrängt, einmischt, klammheimlich seinen Senf dazu gibt, wenn wir Menschen optisch wahrnehmen, sie ansehen und uns ein Vor-Urteil bilden, indem wir gemäß der Prämisse „ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper“, eine Prämisse, die doch überall lauert, wenn wir gerne mal die jenigen Menschen mit Missbilligung in unseren Blicken strafen, die zu weit sich vom allgegenwärtigen Ideal der Körperformen distanziert befinden, weil genau diese Wesen es nicht schaffen, geistesgegenwärtig den Verlockungen des Konsums zu widerstehen.

Irregeleitet blicken wir und erkennen, was wir wollen. Vergleiche ziehend wägen wir ab, verwerfen, begeistern uns, verlieren wieder, suchen weiter, blicken verzückt auf, um schon nach Sekunden der Gewöhnung erneut zu finden. Verweilen, um zu erkennen scheint nicht mehr zeitgemäß, schnell-schnell, nur nicht zu lange, sonst fällt auf, dass wir möglicherweise nicht mehr up-to-date sein könnten. Nur wenn die weltlichen und ökonomischen Belange aufgerufen, dann, ja dann kann es sein, das Zulassen von jenen zwischenmenschlichen Kontakten, die über den Eindruck des Bildes hinaus bewegt.

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4 Gedanken zu “Rastlos (222)

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