„Wie fotografiere ich den Hintern meiner Frau richtig?“ (206)

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„Wie fotografiere ich den Hintern meiner Frau richtig?“ Diese Frage fand ich jetzt schon einige Male in den Suchanfragen meines Blogs. Zeit also, darauf eine Antwort zu geben. Eine kleine Anleitung mit ein paar unbearbeiteten „Was passiert, wenn … “ Fotografien. 

Wie fotografiere ich den Hintern meines Partners / meiner Partnerin (richtig)? Eine Frage, die vermutlich nicht allzuhäufig öffentlich gestellt wird. Das Thema ist nahezu gleichbedeutend mit der Anleitung, einen Menschen, respektive einen menschlichen Körper zu fotografieren. Es geht dabei um Ästhetik und Wahrnehmung von Körpern, bestenfalls ist ein Hauch von Sinnlichkeit zu finden.

Du findest eine große Auswahl von Fachbüchern auf dem Buchmarkt. Von der einfachen „Portrait – Fotografie“ über die „People-Fotografie“ bis hin zu Anleitungen über das vorteilhafte Posing sind dazu erhältlich. Aus diesen Büchern kann sich der interessiert Fotografierende jene Tipps und Erfahrungsberichte zu Rate ziehen, die ihn in seinen Fragen weiter voran bringen oder ihm überhaupt erst einmal einen Einstieg in diese Art der Fotografie eröffnen.

Workshops oder Coachings können für Nichtprofis einen weiteren Weg darstellen, sich einen ersten Einblick in ein Genre zu verschaffen oder sich darin weiter zu entwickeln. Das meiste aber erfährt man nachhaltig durch „Learning by Doing“! Nach erfolgtem Shooting immer wieder seine Arbeiten kritisch zu überprüfen ist ein probates Mittel, um festzustellen, warum eine bestimmte Art der Aufnahme besser gefällt, als eine andere.

Eine zusätzliche Hilfe kann der Vergleich sein. Vergleiche deine eigenen Fotografien mit denen der anerkannten Meister. Du kannst Hinweise auf mögliche Unterschiede herausarbeiten und Änderungen bei deiner Arbeit einplanen und erneut vergleichen. Finde heraus, was anders verlief. Nicht aber verfallen solltest du dem [irrigen] Ansporn, so zu werden, wie diese Künstler, vielmehr arbeite daran, deinen eigenen Stil zu finden. Wichtig halte ich es, besser zu werden, als deine Arbeit zuvor und dabei zu wissen, warum es so ist. Selbst Rückschritte sind fördernde Meilensteine, wenn du sie denn so sorgfältig analysierst, wie deine vermeintlichen Erfolge. Warum ist eine fotografische Aufnahme gut oder weniger gut gelungen? „Likes“ eignen sich dafür sicher nicht besonders 😉 !

 

Wohin?

Eine erste Frage stellt sich bald schon, wenn du dich entschieden hast, Fotografien anzufertigen: Wo soll ich das ganze durchführen? Da fallen einem zunächst vielleicht die eignen vier Wände ein. Das bringt viele Vorteile mit sich:

  • kein (schweres) Tragen einer Ausrüstung
  • Wetterunabhängigkeit
  • Lichtverhältnisse vorher gut zu durchdenken und vielleicht weiches Fenster-Seitenlicht
  • vertraute Umgebung und keine neugierigen Blicke von Passanten
  • problemloses Umkleiden

Als nachteilig könnte sich der vielleicht beengte Raum erweisen, oder eine fehlende optisch ansprechende Umgebung, beziehungsweise ein ruhiger Hintergrund. Outdoor werden die oben genannten Vorteile zu Herausforderungen, die erst mal gemeistert werden wollen. Sicher lässt es sich machen, der Aufwand ist einfach nur größer. Das muss jeder für selbst entscheiden. Außerdem muss ja nicht bei einem Shooting bleiben. Draußen eignen sich beispielsweise alte Mauern, Häuserwände, manchmal auch Landschaft, wenn sie nicht zu unruhig ist. Auch sollte der Hintergrund nicht in Konkurrenz zu deinem Partner stehen. Bei einem Waggon aus dem frühen 20. Jahrhundert und zu weitem Ausschnitt beispielsweise ist es gut möglich, oder?

Hilfe beim Shooting?

Wenn du Outdoor fotografierst kann es hilfreich sein, wenn du einen Assistenten hast, der vielleicht Dein Lampenstativ hält oder einen Reflektor ausrichten kann, damit das Licht dahin kommt, wohin es soll. Vielleicht reicht dir aber auch das Licht der Umgebung, um gut beleuchtete Aufnahmen zu erstellen. Achte dabei unbedingt auf den Schattenwurf. Die Tageszeit ist ein wesentlicher Aspekt. Wenn das Licht beispielsweise nicht zu hoch steht, und es gleichzeitig etwas diffus ist, dann werden Konturen besser herausgestellt. Das ist für die Plastizität in deinem Fall wichtig. Es hängt wie gesagt von der Lichtsituation in der Location ab. Darüber solltest du dir vorher Gedanken machen.

Vorgedanken

Vorher ist es an der Zeit, dir ein paar grundsätzliche Vorgedanken zu machen, so z.B. über den Sinn und Zweck deines Vorhabens: Wie stellst du es an, einen Hintern möglichst vorteilhaft zu fotografieren? Zunächst einmal beantworte dir einige Fragen, die schon einleitend die Antworten implizieren:

▪ Sinn und Zweck der Aufnahme?
Warum möchtest du diese Aufnahmen anfertigen? Möchtest du deinen Partner mit schönen Aufnahmen begeistern? Möchte dein Partner einmal sehen, wie er von hinten aussieht? Möchte er viele verschiedene Möglichkeiten sehen, die darstellen, wie er von hinten aussehen könnte? Möchtest du für dich schöne Aufnahmen vom Po deines Partners haben? Oder ist es eine bunte Mischung aus den oben genannten Gründen? Ist es noch etwas gänzlich Anderes? Beschreibe es!

▪ Großer Po oder kleiner Po?
Diese Frage geht in Richtung der Wirkung der Bilder und richtet sich gleichzeitig an die Aufnahmetechniken. Dabei ist es sogar eher unwesentlich, welche Größe der Po deines Partners tatsächlich hat, und noch unabhängiger davon, was gefällt. Es gibt nämlich so viele Popos, wie es Menschen gibt, auch wenn sich viele Kategorien bilden lassen, in die der Po eines Partners einzuordnen wäre, des Menschen liebstes ist ja das Einordnen in Schubladen!
Ist es ein eher flacher Po oder ein ausgeformter Po? Ist es ein eher breites Becken oder ein schmales? Möchtest du den Po so fotografieren, wie er ist, dokumentarisch, oder durch verschiedene fotografische oder stilistische Mittel differenziert darstellen? Jeder Mensch möchte sich gerne vorteilhaft darstellen. Das ist auf Fotografien nicht anders. So ist es eine der ersten Aufgaben des Fotografierenden die schönste Ansicht deines (Foto-) Partners heraus zu finden. Als erster Hinweis mag hier die Dynamik in der Körperhaltung dienen. Eine gerade oder gebogene Linie trifft eine gänzlich andere Aussage. Probiere es aus! Du wirst sehen, wie unterschiedlich die Bilder werden, wenn dein Partner schon eine nur leicht gebogene Körperhaltung einnimmt. Dazu weiter unten mehr.

▪ Angezogen oder nackt?
Die Kleidung kann bei der Fotografie eines Hinterns eine kaschierende Wirkung haben. Sowohl ein kleiner Hintern kann größer dargestellt werden, wie auch ein größerer Popo kleiner. Ein breiterer Hintern kann durch einen veränderten Aufnahmewinkel schmaler wirken, ein schmalerer Hintern beispielsweise durch Wahl eines bestimmten Objektives sowie der Ausrichtung auf den Menschen breiter abgebildet werden. Nackt kann ein und derselbe Hintern ebenso durch Posing und Stellung der Kamera ganz unterschiedlich dargestellt werden. Eine Besonderheit der Aktfotografie ist es, dass man jede Muskelanspannung deutlich erkennen kann. Das wird durch die Pose erheblich beeinflusst. Du merkst es, wenn Du zur Probe nur schon mal unterschiedliche Arten des Stehens ausprobierst. Wenn ihr euch zum Aktshooting entscheiden solltet, dann achtet vorher auf evtl. Abdrücke der Kleidung auf der Haut. Diese könnten störend wirken. Dein Einfallsreichtum und dein Wissen um fotografische Verhältnisse kann dazu führen, dass man meinen könnte, es wäre nicht derselbe Hintern auf den Bildern, den du da von deinem Partner fotografiert hast.

▪ sexy, lasziv, oder lieber erotisch, mehr förmlich, vielleicht sportlich/athletisch oder elegant – modisch?
Die Aussage deines Bildes ist durch die Art und Weise der Fotografie unbedingt beeinflussbar. Nicht umsonst sprechen dich manche Abbildungen von Menschen direkt an, während dich andere umgehend abstoßen. Vergleiche, und versuche einmal herauszufinden, was der Auslöser dafür ist. Allein durch die Körperhaltung werden unterschiedliche Botschaften transportiert. Verdeutlicht ist das bei der Betrachtung von Menschen in Mode-Zeitschriften im Gegensatz zu Darstellungen in beispielsweise Männer-Magazinen oder Frauen-Magazinen, bzw. einschlägigen Internet-Seiten. Die gewünschte Aussage entscheidet dabei deine weitere Vorgehensweise.

▪ Farbe oder achromatisch

Geht es um die Darstellung von Formen, so wage ich zu behaupten, dass dies die Stunde des schwarz-weiß Fotografie ist. Ich meine, dass die Form eines Pos viel deutlicher in einer monochromen Aufnahme darzustellen ist. Doch auch hier gehen die Meinungen -wie überall- auseinander, also solltest du es für dich selbst entscheiden. Eine Farbaufnahme muss ja nicht farbig bleiben, experimentiere ruhig einmal damit und frage deinen Partner, was ihm an der ein oder anderen Variante besser gefällt.

▪ unscharf oder scharf

Ganz häufig, zumindest für mich, ist es die Ahnung, die ein vielfaches mehr an Anmut innehat, als die bloße Tatsache. Daher kann eine weichgezeichnete Bearbeitung oder ein weichgezeichnetes Szenario bei der Erstellung einer Fotografie manchmal viel mehr aussagen, eine viel ansprechendere Wirkung haben, als ein durchgezeichnetes und detailreiches Bild. Auch dazu kannst du Experimente versuchen. Es muss nicht gleich eine Nebelmaschine sein, manchmal reicht schon Wasserdampf. Gegenlicht in gerichteter Form ist auch ein Mittel, um einen diffusen Charakter auf einer Fotografie zu erzeugen. Die Freiheit der Gestaltung liegt bei euch!

 

Wie geht es weiter?

Ich gehe davon aus, dass es sich um vorteilhafte Aufnahmen handelt, die du erstellen möchtest. Du wirst den Hintern deines Partners nicht verändern können, aber ich meine, dass es darum gar nicht geht. Es geht darum, dass du schöne Fotos machst, mit all den Mitteln, die dir zur Verfügung stehen. Lichtsetzung beispielsweise kann bewirken, dass schöne Formen auf deinem Bild betont werden und Unvorteilhaftes im Schatten verschwinden kann. Dabei geht es um den Po deines Partners, und der ist so, wie er ist. Er gehört so zu deinem Partner, wie auch alles andere an ihm. Du liebst ihn dafür, wie er ist, und das kannst du in deine Aufnahmen transportieren. Beachten kannst du dabei folgendes, bzw. bevor ich zu den einzelnen Bereichen explizit etwas sagen werde, möchte ich einen Grundsatz postulieren: Alles auf deinem Körperbild steht und fällt mit der Körperspannung. Das vorweg und später dazu mehr. Jetzt zu den Möglichkeiten, die ich mit Beispielbildern zu bestimmten Posen unterlegt habe:

1. Die Stellung der Beine
Je nach Stellung der Beine senkt sich das Becken bei uns Menschen in eine seitliche Richtung. Ein Bein kann das Standbein sein, entscheidend ist dabei, welche die Schokoladenseite deines Partners ist, wenn es diese gibt. Probiere es aus. Wechsle die Seite mehrfach. Das Spielbein steht sozusagen zur „freien Verfügung“, und kann für jede Spielart genutzt werden. Eine Möglichkeit stellt ein Bein erhöht auf einem Absatz dar. Eine dynamische Hintern-Form wird durch die Anspannung des Standbeines gebildet. Der Stand auf den Zehenspitzen aktiviert ganz deutlich entscheidende Muskelpartien überall im Körper. Vergleiche die Unterschiede.

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2. Der Abstand zwischen den Beinen
Je nach Abstand der Füße öffnet sich auch der Winkel ab Beckenboden, was sich direkt auf die dreidimensionale Form des Pos auswirkt. Möchtest Du den Po deines Partners schmaler abbilden, so ist es vorteilhafter, stellt er die Beine etwas weiter auseinander. Dabei ist unter Umständen die sozial-gesellschaftliche Bedeutung für die Haltung der Körperglieder relevant. Bei geschlossenen Beininnenseiten wirkt das Foto distanziert, bei leicht geöffneten Beininnenseiten freier und offener, nicht aber zu weit öffnen, denn dann kann es schnell vulgär anmuten. Du kennst es aus der Situation, in der eine Frau mit weiter geöffneten Beinen dasitzt. Viele Zeitgenossen regt das auf. (Oder an, deshalb auf 😉 ) Überkreuzt dein Partner die Beine, so wird wieder eine andere Bildaussage erzeugt. Probiere es aus!

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3. Die Abwinklung der Knie
Gerade durchgedrückte Knie wirken oft unvorteilhaft, dem Körper fehlt dadurch entweder Spannung, oder er zeigt zu viel des Ganzen, er wirkt versteift. Einige wenige Posen werden dadurch jedoch unterstützt. Auch hier gibt es Ausnahmen von der Regel. Beispielsweise folgende Pose: die Beine leicht auseinander gestellt, die Arme in die Hüften gestützt, und dabei den Oberkörper etwas seitlich gedreht. Durchgedrückte Knie bewirken die Kontraktion der Oberschenkel- und Po – Muskulatur. Der Körper erhält eine sehr deutliche Dynamik. Führe es einmal durch.

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4. Die Haltung des Oberkörpers
Organische Formen sprechen uns Menschen intuitiv an, wirken positiv. Gerade Linien findest du in der Natur nur selten. So spricht uns ein natürlich gebogener Körper direkt an. Gleichzeitig wirkt eine zu steife Haltung des Rumpfes meist kontraproduktiv. Leicht gebogene Linien wirken da Wunder. Hinzu kommt die Bildung eines leichten Hohlkreuzes, welches die Form und Linie eines Pos fast immer positiv unterstützt, weil die Linien optisch verlängert werden. Hier ganz wichtig: Nicht übertreiben!

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5. Abstand von Kamera zum Objekt der Begierde
Je nach Abstand (Brennweite) kann ein Hintern gleichfalls größer oder kleiner wirken. Manchmal erwirkt eine deutlich nähere Distanz ein viel klareres Abbild, und in genau dieser Betrachtungsweise kommt eine Form (egal, welche Form) erst richtig zur Geltung, bzw. wird so erst deutlich erkannt. Ein größerer Abstand verursacht eine „flachere“ Sichtweise, die Formen wirken gedrungen. Nutze auch hier einmal verschiedene Brennweiten. Verändere dabei zusätzlich den Abstand zum Partner. Achte auf den Winkel, du kannst einmal von erhöhtem Standpunkt aus fotografieren oder auch mal von unten nach oben. Was in der Portraitfotografie als ungünstig angesehen wird, führt hier vielleicht zu besonderen Perspektiven. Trau dich.

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20mm

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24mm

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35mm

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50mm

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70mm

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100mm

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135mm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


6. Fußstellung
Schon bei Helmut Newton, einem Meister der Fotografie, mussten alle Models hochhackige Schuhe tragen, ganz gleich, wieviel oder wie wenig Kleidung sie am Körper trugen. Durch das Anheben der Ferse(n) spannen sich bei fast allen Menschen die Gluteus-Muskeln, welche den Po anheben. Dadurch ist und erscheint der Po straffer, als bei flacher Fersenhaltung. Eine, wenn auch nicht natürlich anmutende Pose für die Füße, so doch eine sehr einfache und wirkungsvolle Unterstützung für die Form des Hinterns auf Fotografien. Was mir bei der Fotografie selbst erst auffiel ist die Veränderung der Breite im oberen Oberschenkelknochen: der große Rollhügel dreht sich je nach Höhe der Ferse nach außen. Auch ist für das Aussehen des Hinterns der Schenkelhalswinkel maßgeblich beteiligt. Der sich tatsächlich mit zunehmendem Alter schließende Winkel ist für den Po formgebend: bei jüngeren Menschen zeichnet der größere Winkel einen schmaleren Po, der allgemeinhin als attraktiver gilt. Fand ich spannend. Die Füße selbst erscheinen, wenn sie von der Außenseite aufgenommen werden, eleganter, hingegen von innen oder gar rechtwinklig projiziert, verursachen sie eine fast tollpatschige Wirkung, was keiner wünscht. Achte einmal darauf.

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Ferse 0cm

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Höhe Ferse 1cm

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Höhe Ferse 2cm

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Höhe Ferse 3cm

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Höhe Ferse 4cm

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Höhe Ferse 5cm

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Höhe Ferse 6cm

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Höhe Ferse 7cm

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Höhe Ferse 8cm

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Höhe Ferse 9cm

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Höhe Ferse 10cm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


7. Körperstellung zur Kamera
Ein leicht bis mehr von der Kamera abgewandter Körper zeichnet fast immer ein gefälligeres Bild des Menschen. Direkt von vorn fotografiert wirkt der Mensch häufig steif, der Körper wirkt sogar oftmals breiter, als er ist, weil die Fläche größer erscheint. Den Kopf kann dein Partner, wenn er/sie seitlich steht, gefällig zur Kamera drehen, dabei entstehen wunderbare Posen und Blicke. Wichtig sind dabei grundsätzlich die Schultern. Niemals dürfen sie (durch-)hängen. Nebeneffekt ist dabei erneut ein gespannter Körper, der den Bauch strafft. Wieder: Körperspannung! Gib fleißig Tipps.  KniendStandortwechsel004sq KniendStandortwechsel005sq KniendStandortwechsel006sq KniendStandortwechsel007sq KniendStandortwechsel008sq KniendStandortwechsel009sq KniendStandortwechsel010sq

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kamera oben diagonal

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Kamera unten diagonal

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Kamera Mitte diagonal

 

 

 

 

 

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Kamera Oben

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Kamera unten

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Kamera Mitte

 

 

 

 

 

 

8. Andere Posen als das Stehen
Je nach Wunsch kann eine andere Pose als das Stehen eine weitere Aussage der Fotografie treffen. Ob im Liegen (Seite, Rücken oder Bauch), im Knien, im Sitzen (weniger), oder in der Hocke, es ist, wie im richtigen Leben. Es gibt viele unterschiedliche, abgewandelte Möglichkeiten, den Po vorteilhaft aufzunehmen, bei der keine „besser“ ist, als die andere, nur anders. Es kommt darauf  an,  je nach Mensch und Vorstellung von Model, Fotograf oder Betrachter. Beim Liegen auf dem Bauch ist z.B. die Bildung eines Hohlkreuzes besonders effektiv, angewinkelte Beine verstärken die Wirkung. Stützt dein Partner den Kopf auf, ist auf die Schultern zu achten, weil diese dazu neigen, bequem durchzuhängen. Gegensteuern! Sitzt dein Partner auf den Wadenbeinen, kommt das leichte Hohlkreuz wieder in Betracht. Es beschreibt -ähnlich wie beim Liegen- so eine wunderbare Kurve des Körpers und erzeugt eine äußerst wohlgefällige Dynamik. Probiere fleißig aus.  liegendvomFussaushochsq liegendseitlichuntensq Liegendseitlichobensq liegendseitlichmittesq liegenbeinegeradesq liegenbeineangewinkeltsq hockersq fersensitzsq


9. Unterschiedliche Kleidung
Je nach Kleidung ist der Mensch mal mehr, mal weniger körperbetont abgebildet, so dass dadurch mal mehr, mal weniger von seiner Form zu sehen ist. Soll die Form erkennbar sein, hilft weite Kleidung meist nicht weiter. Die Farben spielen gleichfalls eine wesentliche Rolle, uni-farbene Hosen hinterlassen -auch je nach Sensor der Kamera- nicht immer zuverlässig die erforderlichen Strukturen, um die Form eines Pos erkennen zu können. Wilde Muster tun ein Gleiches, können aber als Stilmittel hervorragend genutzt werden. Geht mal zusammen die Möglichkeiten durch.
10. Gesichtsausdruck
Bei all der Körperspannung liegt es an dir als Fotografen darauf zu achten, dass der Gesichtsausdruck deines Partners bei den teils durchaus anstrengenden Posen nicht verkrampft aussieht. Besondere Aufmerksamkeit gegenüber der Gebiss-Muskulatur zahlt sich aus. Fordere deinen Partner zum locker lassen und zum Lächeln auf, wie beim Yoga in der Stellung der Krähe. 😉 Nach der Entspannung darf ein Lächeln aber auch gerne wieder verschwinden, je nach Intention der Bilder. Habt Spaß miteinander.
11. Hände
Auf deinen Bildern kann dein Partner in den verschiedenen Posen gut die Hände zur Hilfe nehmen. Ob als Element im Foto oder als Unterstützung für bestimmte Posen, die Hände und dein Partner freuen sich über Beschäftigung bei den Aufnahmen. Schon nur ein Accessoire kann zu spannenden Bildinhalten führen, sie führen vielleicht zum Motiv, untermalen es oder kontrastieren es.

11. Arme

Die Haltung der Arme möchte ich als letzten Punkt erwähnen, der aber auch einen großen Einfluss auf die Körperspannung hat. Anhand der Bilder lässt sich gut erkennen, wie der Körper mit dem anheben der Arme seine Spannung erhöht. Schon ein Abstützen der Hände in der Hüfte bewirkt eine leichte, aber sichtbare Spannung. Du kennst es vom Recken: strecke dich, um den Körper in Spannung zu bringen. Du wirst es erleben. Probiere es aus.

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Damit sind einige meiner Gedanken beschrieben, die bei der Fotografie eines Gesäßes eine Rolle spielen. Es ist hilfreich, wenn dieses Handwerkszeug, sowie das Wissen um die Auswirkung kleiner Veränderungen in deinem Sinn bleiben und du sie bei Bedarf abrufen kannst. Damit reagierst Du nicht nur, wenn sich eine Situation ändert, Du führst bestimmte Situationen gezielt herbei. Beides wird geschehen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist deine Kommunikation. Dabei geht es nicht um irgendwelche Befehle, die du als Fotograf aussprichst. Kommunikation meint hier beide Richtungen, von dir zum Model und auch zurück. Die Antwort besteht nicht immer aus Worten, sondern um bestimmte Handlungen. Du siehst als Fotograf das Ergebnis vor dir durch den Sucher oder life, du bist es, der im positiven Sinne Verbesserungsvorschläge macht, wie etwas vorteilhafter zur Geltung kommen würde, was anders dargestellt vielleicht erst ausgedrückt wird. Dabei ist ein stets positiver Ton geboten. Auch Erklärungen sind hilfreich, und dein Partner ist nicht unfähig sich zu bewegen, zu posieren, es kommt auf deine Anweisungen an, die verständlich formuliert sein sollten. Und nutze alle Sinne: VORMACHEN!

Einen letzten, ganz besonderen Tipp von mir möchte ich zum Ende hin geben. Fotografieren in der Bewegung. Es ist vielleicht nicht immer einfach für deinen Partner, bestimmte Posen einzunehmen, besonders dann, wenn du bestimmte Ideen im Kopf hast, die du gerne umgesetzt hättest. Versuche dann einmal folgendes: Nutze gerichtetes Licht, teste es aus, während dein Partner einfach nur da steht. Wenn die Belichtung zu deiner Zufriedenheit stimmt, beginne mit eindeutigen Regieanweisungen:

☆ gehe bitte auf die Leiter und gib mir bitte das Buch von oben an.
☆ stelle dich bitte auf den Stuhl und drehe dich zu mir herum
☆ schließe deine Schnürsenkel und sieh mich bitte mal kurz an
☆ Gehe bitte zum Fenster und komme wieder
☆ Tanze für mich deinen liebsten Tanz
☆ Gehe doch mal ins Licht ( Gegenlicht?!)

Denke dir andere Geschichten aus und spiele Regisseur! Fotografiere deinen Partner in Bewegung!

Trotz aller fotografischen Finessen werden deine eigene Ideen, das Äußere deines Partners, der Zweck deiner Aufnahmen immer wesentlichen Einfluss auf dein Vorhaben ausüben. Das ist aber nicht dramatisch, denn mit der passenden Vorgabe und deinen eigenen, den Ideen deiner Partnerin, wie gemeinsam entwickelten Vorstellungen entsteht oft ein sehr produktives Miteinander, das ganz tolle Ergebnisse zu Tage bringt. Du musst es nur tun. Einfach anfangen. Heute!

 

P.S. Vielen Dank, liebe Mimi, für Deine Geduld und die vielen Posings in den Aufnahmen für diesen Beitrag 🙂

 

P.P.S. Die Anordnung der Bilder bitte ich zu entschuldigen, ich war nicht in der Lage die Bilder vernünftig anzuordnen, weil sich die Anordnung in der öffentlichen Ansicht mit jedem Speichern immer wieder willkürlich veränderte.

Kaufe! Gefälligst! (205)

piri jeans hintern

mies-vandenbergh-fotografie.de

Hast Du eine Fotokamera? Gut. Dann gehörst Du einer sehr beliebten Gruppe an: Du bist Käufer! Unter den vielen Gruppen der Bevölkerung, die gerne in positiv oder negativ eingeteilt werden, nämlich diesem Beispiel zufolge in Käufer oder Nichtkäufer, gilt je nach gesellschaftlicher Einstufung: Nutzen oder Nichtnutzen: für die (Markt-)wirtschaft. Kaufst Du nicht, bist Du nichts!

Bei der Betrachtung der menschlichen Belange einerseits und den gesellschaftlich-sozialen Verknüpfungen andererseits kommt es bei der Herangehensweise zu vielfältigen möglichen Annäherungen. In der Literatur werden die unterschiedlichsten Ansätze verwendet, wodurch es zu ebenso vielen, kontrovers diskutierten Thesen kommt. Erst zusammengenommen ergeben sie einen interessanten Überblick über den aktuellen Stand der Forschung in Sachen Sozialisation des Individuums.

Unabhängig davon, ob man über Foucault, Villa oder Habermas zu einem Ansatz einer eigenen Betrachtung kommt, spannend ist für mich die Verknüpfung dieser Theorien. Verglichen mit den eigenen Beobachtungen und Schlüssen und den daraus resultierenden Ergebnissen erschließen sich oftmals gänzlich neue Ideen und Thesen. Die Sichtweise jedes einzelnen, der sich Gedanken über das Verhalten des Menschen, so auch über sein eigenes Handeln macht, kann sehr spannend werden, wenn sie zusätzlich in irgend einer Form kommuniziert wird.

Ob das nun durch Worte in Textform geschieht oder durch Bilder, durch Zurschaustellung des eigenen Charakters durch Wahl des Äußeren oder durch Handlungen, das unterscheidet sich lediglich im Weg der Kommunikation. Dabei ist natürlich entscheidend, wer, beziehungsweise welche Gruppe dieser gewählten Sprache mächtig ist. Ist man der Sprache, dem Dresscode oder sonst einem Soft Skill nicht mächtig, bleibt man außen vor, und das längst nicht immer offensichtlich.

Ob das beim Individuum die ausreichend unterschiedlichen Kleidungsstücke sind, deren Stil für den Träger eine ganz genau definierte Stimmung ausdrückt, oder eine Wortwahl inklusive Ausdruck, Mimik, Gestik, deren Wahl beim Adressaten ebenso eine Befindlichkeit vermitteln möchte, es kommt ganz wesentlich darauf an, dass der andere diese Sprache überhaupt versteht. Rotgerinngelt=giftig!? Zumindest bei manchen Tieren ist es relativ deutlich. Und bei Menschen und deren Kulturen, wie sieht es da mit der Eindeutigkeit aus?

In den vielen Bereichen der menschlichen Kommunikation, ob unter Individuen, Individuen und Gruppen oder Gruppen untereinander, geraten viele Teilnehmer immer wieder in einen Strudel von Missverständnissen. Die Komplexität ist stark abhängig von sehr spezifischen Anforderungen, die nicht ohne weiteres von den Mitgliedern einer Gemeinschaft erfüllt werden können und zwar aus mehreren Gründen: die schnelllebigen Zeiten erfordern eine hohe Flexibilität und ein rasches Auffassungsvermögen für Veränderungen. Unterschiedliche Bewertungen und Maßstäbe im Umgang mit Regeln und Übereinkünften, extrem abhängig von persönlichen und temporären Befindlichkeiten, führen bei den immer häufiger werdenden Begegnungen zu immer mehr zu Konfrontationen. Selbst deren Abläufe bergen eine Vielzahl von Irrtümern, die schnell zu inneren Konflikten und Vorurteilen führen können.

Wir als affektierte Wesen reagieren lange vor unserer eigentlich durchdachten Erwiderung körperlich mit Gesten und Gesichtsausdrücken, sehr schön beschrieben von Sammy Molcho. Bevor es aber zum direkten Austausch zwischen Kommunizierenden kommen kann, muss erst einmal Kontakt bestehen, das heißt, ein Individuum muss wahrgenommen werden. Sogar einen Schritt weiter möchte ich hier gehen, das Individuum muss sogar akzeptiert sein, um eine Wirkung erzielen zu können. Pure Wahrnehmung reicht da nicht aus, denn eine sofortige Ignoranz oder bewusster Ausschluß eines Wesens unterbindet jegliche Kommunikation. Damit komme ich zurück zum Ausgangspunkt dieses Artikels. Ökonomisch bist Du nur dann von Bedeutung, wenn Du Kaufkraft besitzt und diese auch einsetzt. Da wir in einer ökonomisch relevanten Zeit, immer weiter weg bewegend vom Sozialen in der sozialen Marktwirtschaft hin zur freien Marktwirtschaft leben, fristen meiner persönlichen Meinung nach andere Bereiche des menschlichen Lebens zunehmend ein Nischendasein. Durch diese Verschiebung sehe ich die Fähigkeiten der Menschen untereinander FREI in Kontakt zu treten immer mehr gefährdet. Nicht die Frage “ Meint er es ernst, meint er es so oder so?“ steht im Raum, vielmehr die Frage „Was bezweckt er damit, welchen Nutzen verspricht er sich und welche Vorteile sind für mich erreichbar und vor allem, was kostet es mich, verliere ich etwas?“ läuft intern ab.

Nach der Wiedergabe meiner Gedanken zu diesem Thema möchte ich eine Aussicht nicht schuldig bleiben und eine Anregung geben. Versuche doch mal eine Begegnung mit bekannten und unbekannten Menschen ganz anders zu beginnen: Was kannst du dem Menschen vor dir schenken: Zeit, Achtung, Höflichkeit, Vertrauen? Selbst dann, wenn du vielleicht ein Minusgeschäft machst, es sogar abzusehen ist, denke darüber nach, ob nicht möglicherweise die Währung innere Großmütigkeit deinerseits einen viel höheren Wert besitzt, als ein Triumph über ein Wesen vor dir. Sicher sollst Du nicht blindlings in die an jeder Ecke lauernden (Konsum-) Fallen laufen und dich „verkaufen“ an Dinge oder Wesen, doch eine Freiheit in deinen Gedanken und Gefühlen reißt mitunter Dämme ein, die dir die Sicht auf die Freiheit und den Sinn bisher vernebelten. Verändere immer wieder deinen Standpunkt. Die Aussicht ist phänomenal, sei dir gewiss!

Verlosung, raffle, present, tombola, gift, cadeau, rifa, regalo

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Ein kleines Präsent (siehe oben, ALUMINIUM 30x20cm ) für meine Abonnenten: Ich möchte ein Aluminium-Direkt-Druck eines Fotos aus meinen Arbeiten verlosen. Der bei Whitewall produzierte Druck wird unter allen Einsendern verlost, die mir eine kleine Kritik (Was kann besser werden, was könnte ich ändern!!!!, also bitte nicht : Schön!, Toll!, Gefällt mir! oder sowas 😉 ) über meinen Blog hinterlassen. Also, wer möchte, ran an die Worte 🙂

A small present (see above ALUMINIUM 30x20cm ) for my subscribers: I would like to draw lots an Aluminum directly pressure of a photo of my work. The pressure produced with Whitewall is drawn lots among all senders who leave a small criticism (What can become better, what I could change!!!!) about my Blog to me. Thus who might, come on to the words 🙂

Een klein presentje (zie hierboven ALUMINIUM 30x20cm ) voor mijn abonnees: Ik wil een aluminium direct printen van foto’s van mijn werk weg te geven. De geproduceerde whitewall druk zal worden verloot onder alle deelnemers, de hint me een beetje kritiek (Wat kan beter, wat kon ik veranderen !!!!) over mijn blog. 🙂

Un petit cadeau (voir ci-dessus ALUMINIUM 30x20cm ) pour mes abonnés: Je veux donner une impression directe d’aluminium de photos de mon travail. La pression WhiteWall produite sera tiré au sort parmi tous les participants, l’indice-moi un peu de critiques (Quoi de mieux, que pouvais-je changer !!!!) à propos de mon blog 🙂

Un piccolo regalo (vedi sopra, ALLUMINIO 30x20cm) per i miei iscritti: voglio dare via un stampa diretta in alluminio di foto da me. La pressione Whitewall prodotta sarà sorteggiato tra tutti i partecipanti, che mi ha lasciato un po ‚di critiche (Che cosa può essere migliore, quello che ho potuto cambiare !!!!) sul mio blog. 🙂

Un pequeño presente (véase más arriba ALUMINIUM 30x20cm ) para mis suscriptores: Quiero regalar un impresión directa de aluminio (producto de Whitewall) de fotos de mi trabajo. La presión de banda blanca entre todos los participantes, la sugerencia de mí un poco crítica (¿Qué puede ser mejor, lo que podría cambiar !!!!) sobre mi blog 🙂

V I E L ___ E R F O L G __ ! __ LÄUFT BIS 03/2016 🙂

(Nichts Kommerzielles, kein Fake, kein Blödsinn, nur aus Spaß an der Bloggerei, keine Barauszahlung, keine notarielle Aufsicht, der Gewinner müsste am Ende der Verlosung eine Postadresse für den Versand übermitteln, bei Fragen gerne über Kommentare oder meine Homepage: http://www.mies-vandenbergh-fotografie.de)

Kommunikation, oder „Wie meinst Du?“ (204)

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Du verstehst die Menschen recht gut, oder? Du sprichst die Sprache der Menschen, mit denen du zusammen lebst, du hast ähnliche Gedanken, Meinungen und Gefühle, wie sie. Du siehst ihnen meist an, wenn sie dich nicht verstehen, oder? Du bist nicht immer einer Meinung mit ihnen, aber deshalb kannst du mit ihnen diskutieren, nicht wahr?

Kommunikation kann ein weites, spannendes Feld sein. Beinahe täglich erleben wir, welche Blüten diese Pflanze hervorbringt. Zum einen als Zuschauer, zum anderen als Involvierte suchen wir in unserem Repertoire nach einer Übersetzung eines Verhaltens, gleichen ab, ordnen ein, schließen aus, berichtigen wieder, und irren uns doch ständig. „Wie hat er das gemeint?“ „Was will sie mir damit sagen?“ „Hä?“

Es kommt vor, dass wir weiter fragen. Vielleicht noch öfter kommt es aber vor, dass wir nicht weiter fragen! Wie geben uns damit zufrieden, einen Gedanken gebildet zu haben, der da sagt: „Ja, so wird es wohl gemeint sein, der Kontext lässt es höchstwahrscheinlich zu. Es wird sich zeigen, ob es so gemeint war, irgendwann.“ Außerdem haben wir schließlich gar nicht die Zeit, es eingehend zu klären, viel zu umfassend sind unsere Aussagen, beziehungsweise stehen noch so viele andere Sätze in der Warteschleife, die wir unbedingt anbringen möchten, da können wir uns unmöglich länger bei diesem einem Thema aufhalten.

Was vielleicht zusätzlich zu bedenken ist, ist die Tatsache, dass eine Aussage, die am Ende tatsächlich geklärt wurde, bedenklicherweise etwas bedrohlich verbindliches innehat. Dabei lässt sich doch unverbindlich so bequem leben. Wie gut kann man sich immer noch herausreden: „D A S habe ich so aber nicht gemeint!!!“ Klingt schon ganz vertraut, oder? Die unverbindliche Aussage lässt uns so viele Fluchtwege offen, warum sollten wir uns diese verbauen. Es könnte nachher noch jemand auf die Idee kommen, wir seien authentisch. Noch schlimmer, es könnte der Eindruck entstehen, wir verträten einen Standpunkt und hätten gar eine eigene Meinung.

Klar, in großen Fragen haben wir eine Bewertung, wissen, wozu wir stehen, was wir erwarten und was unterstützen. Allein in unserem täglichen Kontakt mit den Menschen lieben wir es doch eher vage. Wie sind schließlich frei. Doch, glauben wir wirklich. Wir sind so frei, dass wir uns die Freiheit nehmen, selbst zu entscheiden, wie viel wir zugeben, was wir kundtun, wozu wir beitragen und vor allem, wie weit wir gehen. Lieber einen kleinen Schritt hi und da, als einen anstrengenden Weg. Der könnte schnell zu mühsam werden, wir müssten möglicherweise Flagge zeigen und unsere Richtung offenlegen. Schrecklich verbindliche Sache! Und das, wo uns doch so viele Möglichkeiten offen stehen.

Zurück zur Kommunikation. Weißt du, wie viel Kommunikation täglich über dich herein bricht? Vielleicht sind es viel weniger die persönlichen, zwischenmenschliche Worte, sondern viel mehr Worte, Taten, Handlungen und Aufrufe durch Figuren auf Bildschirmen und Plakatwänden, Zeitungsseiten und Monitoren. Gehört Heidi Klum und Dieter Bohlen auch schon zu deinem nächsten Freundeskreis, der mehrmals in der Woche in Deinem Wohnzimmer zu Gast ist. Oder ist es Dieter Nuhr und Abdelkarim, der des Abends dir die Welt erklärt? Vielleicht guckst du aber lieber YouTube Videos von Katzen, die sich vor Gurken erschrecken?

In wie weit halten wir es für bare Münze, diese Possen, die uns -mehr oder weniger- frei Haus geliefert, oftmals so schön über den Dingen stehen lassen, als Beispiele der menschlicher Kommunikation zu werten? Abgesehen von dieser zwischenmenschlichen Einbahnstraße bestimmter Medien und den aufbereiteten Wortlauten finden sich bei diesem Konsum erste Anzeichen von Realitätsverlust bei uns Individuen. Verlernen wir das Sprechen. Bestechend ist die mediale Welt besonders für junge Menschen, die statt langer, persönlicher Gespräche gern die kurze WhatsApp-Message nutzen. Wie soll es werden, wenn irgendwann tatsächlich persönliche Gespräche erforderlich sind, und nicht nur Worte fehlen, sondern auch die Empathie, den anderen zu sehen und zu erkennen, zu spüren, was der andere meint.

Die Masse der Menschen um uns herum entbehrt zunehmend der Fähigkeit der zwischenmenschlichen Kommunikation, nicht nur, weil es immer mehr Individuen sind, von denen jedes eine neue Sichtweise und Ausdrucksweise mitbringt, auf die wir uns einstellen können, sondern weil die persönliche Kommunikation immer weniger gesucht wird, so haben es verschiedene Studien bestätigt.(2008)

Vielleicht sollten wir alle wachsam sein und uns Gedanken machen. Doch dabei sollen wir es nicht bewenden lassen. Der nächste Schritt ist noch wichtiger, wir werden etwas tun. Suchen wir das Gespräch. Nicht die Floskel. Ob mit dem Partner, dem Freund, dem Feind, diskutiere. Wohl denen, die es tun. Führen wir wieder Gesprächsabende innerhalb unserer Gemeinschaft ein, fördern wir Gesprächsbereitschaft und vor allem die Fähigkeit dazu. Es lohnt sich. MEINE ICH!

Ich bin, also spreche ich? (203)

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Du kommunizierst mithilfe deines Körpers, nicht anders. Alle Ergebnisse, alle Entschlüsse verkündest du durch oder mit deinem Körper, sei es gesprochen, geschrieben oder gehandelt, in manchen Fällen vielleicht bekundet durch Nichthandeln.

Es folgen zunächst einige Prämissen für eine kleine, gedankliche Herleitung: Menschen leben. Leben bedeutet, dass sich etwas entwickelt. Entwicklung heißt Veränderung. Leben bedeutet Bewegung. Bewegung bedeutet Verschiebung von Masse. Dazu braucht es Raum, Raum der nicht unendlich verfügbar ist. Leben bedeutet Wahrnehmung. Lebewesen nehmen wahr und reagieren. Veränderungen von Positionen sind die Folge. Jede Aktion verändert etwas, Statik wird zu Dynamik. Manchmal verändert sogar eine Nichtreaktion, wenn sie konträr verläuft. Wenn eine Nichtreaktion im Gegensatz zu dem steht, was zu erwarten ist, wird sie umgehend zur Reaktion.

Veränderung ist für den Menschen stets materiell. Ort, Materie, Zeit. Immer. Es beginnt mit den drei grundlegenden Defizitbedürfnissen:

▪ Nahrung
▪ Atmen
▪ Schlafen

Der Mensch existiert, lebt aber erst durch den Ausdruck seines Körpers. Ohne die o.g. Defizite dauerhaft und fortlaufend zu beseitigen, kann der Mensch nicht leben, vielleicht existieren. Anschließend folgen weitere Bedürfnisse, die dem Menschen seine Existenz erst weiter ermöglichen:

▪ Wohnung
▪ Sicherheit

Vorerst möchte ich gedanklich nur bis hier her gehen. Ohne dabei zu bestätigen, dass es weitere Bedürfnisse gibt, die den Menschen ausmachen, wie z.B. soziale Bindungen oder Selbstverwirklichung. Dies wäre der nächste Schritt. Bleibe ich in diesem Beitrag beim ersten Schritt und dessen näherer Betrachtung.

Es geht also bei der Existenz des Menschen, der durch oder mit seinem Körper kommuniziert, immer um das Materielle. Gedankenübertragung? Noch Fehlanzeige! Das es ausschließlich körperlich effektiv ist möchte ich aus folgender Sichtweise herleiten: Jede Aktion und auch jede Reaktion bedeutet eindeutig, dass der Mensch eine Veränderung wahrgenommen hat. [Du schaust hin oder weg.] Dieses gelingt ihm nur unter Zuhilfenahme seiner Sinne [Augen]. Es sei dabei einerlei, ob die Veränderung von materieller oder energetischer Herkunft ist, letztendlich ist Energie nur eine andere Form der Materie und umgekehrt. Den physikalischen Nachweis dafür haben andere schön längst erbracht, das möchte ich hier nur übernehmen.

Dazu lege ich einige Beispiele zur Erläuterung dar. Jedwede Gedanken, alle Gefühle, die eine (Re-) Aktion im Menschen zur Folge haben, entstehen aufgrund einer Wahrnehmung. Diese Wahrnehmung ist nur dann möglich, wenn der Mensch seine Aufmerksamkeit dafür erübrigen kann. Sitzt du seit 6 Stunden bei -24°C auf einem zugigen Bahnhof, so wirst du die Schönheit einer schneebedeckten Landschaft anders empfinden, als aus dem wohltemperierten Foyer eines Berghotels.

So tritt dieser Reiz von außen auf den Menschen ein. Etwas berührt ihn, ein Signal beliebiger Art überschreitet seine Wahrnehmungsschwelle. Ist dieser Reiz erst einmal aufgenommen, so löst dieser irgend eine beliebige Reaktion aus. Die Reaktion kann ein Gedanke sein, ein Gefühl oder auch ein Reflex. Die Reaktion kann ferner in einer unmittelbaren Tat münden oder jemand ist nachtragend oder auch besonnen. 😉 Festzustellen ist es beim Anblick des Menschen. Du siehst, was du ausgelöst hast, manchmal mehr, manchmal weniger. Aber auch einer der anderen Sinne kann diese Reaktion deines Gegenüber wahrnehmen. Du kannst es hören, riechen, oder schmecken. Oder spüren. Hand drauf! Ich umarme dich.

Etwas Äußeres trifft unsere Wahrnehmung, ausgelöst wurde es von unserem Gegenüber, wenn es ums Zwischenmenschliche geht. In uns entstehen dadurch Gefühle, wie auch Gedanken, oder aber viele Zwischenabstufungen davon, wie Eindrücke, Ideen oder physische Reize. Die Dauer kann von Millisekunden bishin zu Stunden oder länger sein. Es sagt vorerst nichts über die Qualität aus.

Doch was immer auch in uns entsteht, solange keine Reaktion von uns darauf erfolgt, irgend ein wahrnehmbares Zeichen gegeben wird, solange gilt es als nicht existent, nicht angekommen {Sender}, nicht wahrgenommen {Empfänger} oder ignoriert. Nur durch Reaktion, die ausschließlich rein materieller Natur sein KANN, muss sie doch einen Empfänger haben, erfahren wir eine Wirkung unseres Daseins. Das kann in Form eines Lächelns sein, man kann schreien oder lachen, schweigen oder böse drein schauen, flüchten oder sich putzen, essen oder kämpfen.

Der Körper reagiert. Niemals geistig, immer durch seinen Körper, indem er handelt. Und denkt er tausend Gedanken und durchlebt Höllenqualen in seinem Herzen, ohne eine körperliche Reaktion sind sie nichts. Deine Liebe mag universell sein, ohne sie zu materialisieren in Form einer Handlung ist sie fiktiv und unsichtbar, nicht da, nicht vorhanden. Hast du sie nicht durch deinen Körper ausgedrückt, ist sie nichts! Willst du etwas erreichen, handle!