The Photographer is the Storyteller (175)

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Die Bilder des Fotografen erzählen eine Geschichte. Seine Geschichte. Der Betrachter sieht die Bilder des Fotografen und in seinen Sinnen entsteht eine Geschichte. Ganz selten finden sich sogar Parallelen.

Jedes Foto, das bewusst gemacht worden ist, erzählt eine Geschichte, bestenfalls. Mehr noch eine Fotoreihe, mit mehreren Bildern lässt sich ein Ziel formulieren, eine Aussage untermauern, die dem Betrachter einen Schlüssel an die Hand gibt, sich diese Aussage zu erschließen. Oft finden sich Worte in der Nähe des Bildes, die gleichsam eine Aussage unterstützen können.

Für den Betrachter einer Fotografie geht es in erster Linie um die Botschaft, wenn es denn eine solche gibt. Erreicht ihn diese Botschaft nicht, so geht er an der Fotografie vorüber. Die Botschaft, das Bild spricht eine Sprache, deren der Betrachter nicht mächtig ist, oder der Fotograf spricht eine Sprache, die nicht ohne weiteres zu verstehen ist. Die Sprache des Bildes verhindert einen näheren Kontakt zwischen Betrachter und Bild. Der Betrachter geht vorüber, leibhaftig oder virtuell.

Zehntel von Sekunden entscheiden über Wahrnehmung oder Ablehnung, ohne eine Wertung auszusprechen. Ist es ein Schrei, der uns erreicht, wenn wir ein Bild näher betrachten? Oder kann es ein leises Flüstern sein, das uns fast magisch in den Bann eines Bildes entführt? Gleichgültig, es ist die Aussage, die zu kontemplativer Auseinandersetzung führt, unabhängig von der Dauer der Betrachtung, meist jedoch länger, in jedem Falle aber jenseits von Massenkonsum.