The Photographer is the Storyteller (175)

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Die Bilder des Fotografen erzählen eine Geschichte. Seine Geschichte. Der Betrachter sieht die Bilder des Fotografen und in seinen Sinnen entsteht eine Geschichte. Ganz selten finden sich sogar Parallelen.

Jedes Foto, das bewusst gemacht worden ist, erzählt eine Geschichte, bestenfalls. Mehr noch eine Fotoreihe, mit mehreren Bildern lässt sich ein Ziel formulieren, eine Aussage untermauern, die dem Betrachter einen Schlüssel an die Hand gibt, sich diese Aussage zu erschließen. Oft finden sich Worte in der Nähe des Bildes, die gleichsam eine Aussage unterstützen können.

Für den Betrachter einer Fotografie geht es in erster Linie um die Botschaft, wenn es denn eine solche gibt. Erreicht ihn diese Botschaft nicht, so geht er an der Fotografie vorüber. Die Botschaft, das Bild spricht eine Sprache, deren der Betrachter nicht mächtig ist, oder der Fotograf spricht eine Sprache, die nicht ohne weiteres zu verstehen ist. Die Sprache des Bildes verhindert einen näheren Kontakt zwischen Betrachter und Bild. Der Betrachter geht vorüber, leibhaftig oder virtuell.

Zehntel von Sekunden entscheiden über Wahrnehmung oder Ablehnung, ohne eine Wertung auszusprechen. Ist es ein Schrei, der uns erreicht, wenn wir ein Bild näher betrachten? Oder kann es ein leises Flüstern sein, das uns fast magisch in den Bann eines Bildes entführt? Gleichgültig, es ist die Aussage, die zu kontemplativer Auseinandersetzung führt, unabhängig von der Dauer der Betrachtung, meist jedoch länger, in jedem Falle aber jenseits von Massenkonsum.

Entscheide dich, schön zu sein! [ ALSO DU ZU SEIN ] (174)

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Die Zeit, als eine menschliche Konstante, Grundlage für jede Entwicklung, gewährt uns prinzipiell in jeder ihrer Sekunden die Möglichkeit einer Entscheidung. Auch verlangt unser Dasein, unsere Ziele eine solche. Dieser folgt ein Neubeginn oder ein Festhalten an Gewohntem. Mehr oder weniger bewusst der Konsequenzen unseres Handelns oder der Unterlassung leben wir diese sekündlichen Urteile und Verweigerungen.

In jedem Moment entscheide ich mich, was ich tun werde. Bleibe ich sitzen oder stehe ich auf? Sage ich Hallo oder schweige ich? Gehe ich nach draußen oder bleibe ich drin? Diese Momententscheidungen betreffen auch das Aussehen. Kleide ich mich so, oder anders? Bin oder bleibe ich sportlich oder lieber nicht. Esse ich dies oder jenes oder nichts?

In jedem Moment habe ich die Wahl. Oft genug habe ich die Pflicht zu wählen. Die Grundbedürfnisse sind existentiell. Doch deren Ausprägung individuell. Möchte ich einen durchtrainierten Körper haben, so sagt es das Wort schon: Gehe trainieren. Nicht nur ein bisschen, nein, durchtrainiert heißt mehr. Dazu muss ich mich irgendwann entscheiden. Für diesen Körper, gegen die Möglichkeit, in der Zeit des Trainings etwas anderes zu tun. Fern zu sehen, zu lesen, ins Bistro oder die Lounge zu gehen und zu chillen… 😉

Trainiere ich, so habe ich die Chance, meinen Körper zu formen, so, wie ich es mir wünsche, zumindest weitestgehend. Unterlasse ich es, habe ich nicht die Möglichkeit, und bleibe, bestenfalls, wie ich bin. Möchte ich mein Aussehen verändern, muss ich mein Verhalten ändern. In der Sekunde, in der ich den Wunsch zu meinem Ziel mache, sind Entscheidungen zu treffen. Dazu muss ich nicht immer alle Variablen verändern, die in meinem Leben eine maßgebliche Rolle spielen. Veränderungen bezüglich des Aussehens sind meist nicht solch rudimentärer Natur, wie solche den Charakter betreffend.

Es ist damit, wie in den meisten Bereichen des Lebens: es liegt am Einzelnen, etwas zu tun, man muss nur handeln. Nicht lamentieren, nicht bedenken, nicht abwarten, tun! Es geht nicht darum, etwas umzustoßen, sondern einer Veränderung Raum zu gewähren, damit anderes weiter in den Hintergrund zu stellen, dessen Bedeutung sich im Leben als nicht essenziell herausgestellt hat. Von diesem Unrat besitzen wie alle jede Menge.

Es geht bei der Entscheidung für oder wider eine Sache auch nicht um Stärke oder Schwäche, denn wenn wir zu schwach sind, etwas zu verändern, ist der Grund zur Veränderung nicht stark genug, dass bedeutet, wie kommen auch ohne gerade diese Veränderung zurecht, vielleicht schlechter als mit ihr aber dennoch bequemer.

Schicksalsschläge sind manchmal der Erdrutsch, der diese Bequemlichkeit entlarvt, wobei man mich hier nicht falsch verstehen möge, keineswegs wünsche ich irgendjemandem irgendwelche Schicksalsschläge, doch jeder, der einen solchen jemals erlebte, weiß, wie ich das meine. Ich spreche nur von Möglichkeiten, von denen man niemals zuvor vermutet hätte, sie lägen im Bereich dieses Möglichen. Damit weise ich auf dem Mut hin, der manchmal nötig ist, seine Komfortzone zu überdenken, und ggf. zu verlassen. Ergo: zu sein, wie man sich erkennt, nicht zu sein, wie man erkannt werden möchte.

Zus.: Wundervoll, wenn es da jemanden gibt, der eine darin unterstützt, mal eine Brücke baut, wo man selbst nur einen Abgrund wähnt. 🙂

Werden wir immer schöner? (173)

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Unterschiedliche Schönheiten finden unterschiedliche Liebhaber. Es bilden sich nahezu unendlich viele Teilmengen aus. Innerhalb dieser Teilmengen sind stärker durchgezeichnete Bereiche genau so vorhanden, wie weniger stark hervor gehobene Bereiche. Was bedeutet das?

Der Ausspruch „… für jeden Topf gibt es einen Deckel!“, aus Zeiten der Großeltern, dessen Ursprung sehr wahrscheinlich schon so alt ist, wie die Geschichte der Menschheit selbst, übermittelt etwas vom oben genannten Vergleich aus der Geometrie. Tatsächlich scheint es stets jemanden zu geben, der einen ganz bestimmten anderen Menschen in irgend einer Art und Weise anziehend findet. Unter ihnen befinden sich selbstverständlich Menschen, deren äußere Attraktivität im allgemeinen Ansehen weniger hoch ist, genau so, wie -im Ansehen der jeweils aktuellen Sicht auf die Attraktivität- solche, die als attraktiv zu bezeichnen sind.

Was führt dazu, dass es größere Teilmengen gibt, so, wie es kleinere gibt, möglicherweise sogar nur Teilmengen bestehend aus 1.

Hergeleitet aus der Tatsache, dass im Menschen ein grundsätzliches Streben nach Entwicklung fest verankert ist, gilt mein Ansatz diesem daraus resultierendem, selektiven Verfahren. Wir „möchten gerne“ einen in unserem Auge attraktiven Menschen finden, um uns mit diesem zu liieren. Dabei gibt es sehr differenziert erfasste Ursachen für wahrgenommene Attraktivität, hinzu kommt das unterschiedliche Verständnis von Attraktivität, gekennzeichnet unter anderem durch weibliche und männliche Präferenzen. Wer die Wahl hat, würde sich grundsätzlich eher für einen attraktiven Menschen als Partner entscheiden, als für einen minder attraktiven. Wie gesagt, was im einzelnen die Attraktivität ausmacht, sei vorerst dahingestellt.

Beobachtungen und statistische Erhebungen verzeichnen eine Tendenz zur steigenden Symmetrie des menschlichen Körpers. (Außen vorgelassen bleibt eine andere Tendenz zur zunehmenden Fettleibigkeit der Menschen.) Das heißt, wir Menschen werden immer schöner, weil symmetrischer. Ich wage daraus die Schlussfolgerung, dass es eine Folge der Selektion ist. Der Einfluss der Ernährung, Lebensweise und körperliche Fitness in diesem Zusammenhang ist natürlich sekundär genauso relevant und halte ich einen fortführenden Artikel darüber nach entsprechenden Recherchen für aufschlussreich, nichtsdestotrotz sind die Wahl der Gene und die Verbindung daraus entstehenden Lebens vorentscheidend. Was nun die Bedeutung des Aussehens betrifft, der ich in diesem Blog auf die Spur zu kommen plane, ergibt sich aus der Selektion eine stetige Entwicklung im Aussehen der Menschen, tendenziell zum schlanken, aber durchtrainierten Körper.

Besonders ersichtlich ist das bei der Beobachtung von jungen und sehr jungen Menschen, bei denen die Umwelteinflüsse noch nicht in entsprechendem Maße wirken konnten. Vorgeburtliche Maßnahmen verstärken diesen Trend erheblich, folgt man den Wissenschaftlern, deren Veröffentlichungen sehr interessante Hinweise beschreiben. So ist zum Beispiel die gezielt gesunde Ernährung der werdenden Eltern und deren medizinische Begleitung ein wesentlicher Grund für eine optimale Versorgung des werdenden Lebens und die Schaffung der damit verbundenen gesundheitlichen Voraussetzungen der bestmöglichen Entwicklung des Körpers und Geistes. Damit sind leider vorerst noch Industrienationen beschrieben, denn von gesundheitlicher Prävention kann in den Entwicklungsländern noch keine Rede sein, bzw, in Ländern, in denen chronische Unterversorgung nicht nur mit Nahrung und Trinkwasser herrscht.

Was nun der einzelne Mensch aus diesen positiven Fundamenten macht, sein dahingestellt, wenn in der Schule Kinder zu beobachten sind, deren Frühstückspaket tagein tagaus aus einer koffeinhaltigen Brause und einem Schokoladenriegel besteht, so sollte einem das zu denken geben. Aber nicht nur Kinder sind davon betroffen, auch für mich sind die ölig-kross gerösteten Kartoffelsticks aus der Tüte oftmals verlockender, als ein paar frisch geschnittene Kohlrabi-Stäbchen…  und: auf die Dosis kommt es an, schon länger bekannt 😉

Zurück jedoch zur oberflächlichen Äußerlichkeit: Wie sich die Richtungsänderungen in der Gesellschaft durch unterschiedliche Strömungen im Wert der Attraktivitäten auswirken, ist für mich noch nicht ersichtlich. Wenn in einer Zeit X ein schlanker Körperbau bevorzugt wird und in der darauf folgenden Epoche Y ein stärkerer Körperbau im Trend liegt, so werden sich frei nach den Evolutionstheorien die Durchschnittsmenschen mal schlanker, mal kräftiger entwickeln. Speziell in die Tiefe gehende evolutionstheoretische Fakten, wie die generationsüberspringende Vererbung bestimmter Gene möchte ich hier nur erwähnen, nicht jedoch vertiefen. Dazu gibt es Fachliteratur, für den interessierten Leser kommt man im www schon zu verständlichen Ergebnissen. Was jedoch an den Tendenzen und Vorlieben der jeweiligen Zeit entscheidenden Einfluss hat ist die Tatsache, dass die Zyklen in immer kleiner werdenden Intervallen wechseln. Da stellt sich die Frage, inwieweit unsere Körper dann noch in der Lage ist, darauf zu reagieren und die Evolution damit egalisiert erscheinen wird. Findet die Mode zwischen schlank und vollschlank einen Wechsel innerhalb einer oder zweier Generationen statt, so befindet sich dies außerhalb der Evolution. Dann kommen andere Eigenschaften zum Tragen. Braucht der Mensch noch Füße oder Beine? Oder Zehen? Oder reicht die Hand zur Bedienung eines Mediengerätes?

Weniger ironisch-sarkastisch fortfahrend komme ich auf die Frage nach dem Wert der Attraktivität. Ein Topf findet einen Deckel, wenn z.B. eine Liebenswürdigkeit im Menschen vorhanden ist, die weit über jedweden Äußerlichkeiten steht. Doch in der Gesellschaft wird es zunehmend erschwert, diese Liebenswürdigkeit zu zeigen, dazu müsste man mit dem Menschen näheren Kontakt haben. Der wird reduziert, durch selbst genutzte Medien und einem weichenden Verständnis für Geduld, Verzeihen und anderen kleinen, aber dann doch geradewegs liebenswerten Unzulänglichkeiten. Der Schein rockt on Stage. Erkennen wir das, können wir darüber nachdenken, in wie weit das zu dem führt, wonach der Mensch im Grunde genommen strebt: Menschlichkeit!