Schönheit, eine Frage des Wertes, Teil II (172)

mies-vandenbergh-fotografie.de

mies-vandenbergh-fotografie.de

Der Zähler der Schönheit wird definiert durch ihren Wert. Wenn Schönheit vorhanden ist, geht es nur noch um deren Gegenwert und Einfluss.

Hier nun in Teil II dieses Beitrages möchte ich von Werten der Schönheit schreiben. Was bedeutet es, wenn ich den Wert x auf einer Werteskala von 1-100 besitze? Welche Vorteile genieße ich, wenn der Wert größer ist und habe ich Nachteile, wenn er nicht so hoch ist? Und wenn es überhaupt einen Einfluss gibt, in welchen Bereichen kann er gemessen werden?

Dazu auch wieder ein Beispiel: Aus den vielen möglichen Bereichen wie z.B. Arbeitswelt, Partnersuche, Machtkampf, Öffentlichkeit, Freundschaften, Arterhaltung, Glaubensfragen oder Selbstwertgefühl möchte ich das Vertrauen herausnehmen, ein Gefühl, eine Einstellung, deren Beziehung zum Aussehen (nicht nur) beim Menschen hinlänglich erforscht wurde.
Jedermann kennt diese Ergebnisse, die durch vielfältige Untersuchungen verifiziert wurden: Einem gutaussehenden Menschen vertrauen wir nun mal eher als einem nicht so gut Aussehenden. Bis zu einem gewissen Grad, nicht aber darüber hinaus.

Von diesen Ergebnissen ausgehend kann ich den Wert des Zählers beschreiben und je nach Größe in ein Verhältnis setzen. Nehme ich also den Wert von 75, dessen Skala die Schönheit von 1, schön, aber nicht so schön, bis 100, sehr schön entnommen ist, so habe ich ein Wesen, dessen Schönheit grundsätzlich vorhanden ist ( zur Erinnerung, der Nenner ist die Schönheit, sie ist also da, und das ab dem Wert 1 in meiner erdachten Skala) und das mit einem relativ hohem Wert. Daraus ergeben sich möglicherweise eine Reihe von Gegenwerten, die ich bei diesem Vergleich dem Alphabet entnehmen möchte und mit A bis N, also 14 an der Zahl, bezeichne. Worum es sich handelt, dazu später mehr.

Als Gegenpart möchte ich den Wert 24 nehmen, der als Gegenwerte die der Bezeichnungen A bis G erhält, und damit weniger, als der Wert 75, nämlich genau 7. Ihm fehlen die Gegenwerte H bis N. An dieser Stelle sein nochmals erwähnt, dass diese Werte nur primär fehlen, bis wir den Menschen kennengelernt haben. Im Verlauf des Kennenlernens wird ent-deckt und ent-täuscht.

Nun zur Erklärung der sehr theoretischen Ansatzweise. Da ist ein Mensch. Ihm ist ein bestimmtes Maß an Schönheit zu eigen. Wie genau das sich festlegt, ist unwichtig, das wurde im Nenner bereits festgelegt! (z.B. ein Ring mehr zwischen Kopf und Torso bei dem Stamm der Karen , ein Speckröllchen mehr im Barock oder heute ein paar Gramm zu wenig) Diese Schönheit bringt diesem Menschen eine Verknüpfung verschiedener Attribute und Eigenschaften zu Tage, die schon in der Antike zur philosophischen Verbindung von schön und gut ( altgriechisch καλός, von innerer/moralischer Schönheit: schön, gut, trefflich, edel, ehrenvoll, anständig, rühmlich) wurde. Es ist in diesem Moment nicht von Bedeutung, ob er oder sie diese Eigenschaften tatsächlich besitzt, sie werden ihm oder ihr erstenmal zugerechnet. Damit schafft die Attraktivität einen ersten Vorteil in der Beziehung der Menschen, so auch in meinem Beispiel, dem Vertrauen. Wir vertrauen tatsächlich gutaussehenden Menschen viel eher, obwohl rein garnichts dazu berechtigte.

Diese Tatsache ist meist aber von kurzer Lebensdauer. Treten wir in Kontakt zu diesem Menschen, so erweist sich meist sehr schnell, ob dieses Vertrauen gerechtfertigt war oder nicht. An den Handlungen und Taten zeigt sich eindrucksvoll, was „dahinter“ steckt, ob wirklich Substanz da ist oder ob es hohl daher kam. Und an diesem Scheideweg trennt sich die ursächliche Wertigkeit der Schönheit vom aktiven Miteinander der Menschen. In der zugegeben zunehmenden Bedeutung der Medien, in dem der tatsächliche Kontakt zwischen Menschen immer fiktiver und virtueller zu werden scheint, verliert die Substanz zunehmend an Boden. Streit wird oft mit Ignoranz abgestraft, anstatt sich mit dem Menschen auseinanderzusetzen, und vielleicht großmütig Fehler zu verzeihen.

Beim Vertrauen ist es also eine Art Vorschusslorbeeren, die der schönere Mensch schneller erntet, und auf denen er erst mal aufbauen, oder sich ausruhen kann. Es dauert möglicherweise länger, bis sich herausstellt, ob das Vertrauen zurecht ausgesprochen wurde. Der Wert der Schönheit verursacht hier in erster Linie einen Vorteil, einem Mehrwert, solang es um dem ersten Eindruck geht.

In Teil 3 möchte ich mich dem Faktor Macht widmen und den Einfluss der Schönheit darauf beleuchten, denn auch dabei zeigt sich, in welchen Bereichen des menschlichen Miteinanders dies überhaupt zur Entfaltung kommt.

Advertisements

3 Gedanken zu “Schönheit, eine Frage des Wertes, Teil II (172)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s