Menschheitsgeschichte – wer waren die ersten schlanken Menschen? ((151))

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Schlank   –  wer ist schuld?  Die Ägypter warn´s!? (Vermutlich 😉 )

Während ich Literatur über die Geschichte der Entwicklung der Schönheit lese, mir die ein oder andere Lektüre über die Psychologie der Attraktivität zu Gemüte führe staune ich oft nicht schlecht. Immer wieder erfahre ich für mich überraschende, spannende Fakten, die mir in der Form vorher nicht unbedingt in den Sinn kamen und so meine Phantasie und meinen kleinen Forscherdrang immer wieder anregen. 

So erging es mir mit der folgenden, spannenden These: diese besagt, dass bei den Ägyptern als einem der ersten Völker der Erde (über die schriftliche Überlieferungen bis heute erhalten sind) im Punkte Äußerlichkeiten die Schlankheit als erstrebenswerten Zustand des Körpers entstand. 

Diese Erkenntnis wurde, so die These, in der Anthropologie und der Archäologie durch vielschichtige Forschungen und Funde zu Tage gebracht. Während in Ausgrabungsstätten und auf Schrifttafeln Zeugnisse für den Stellenwert des wohlgeformten „schlanken“ Körpers nachgewiesen werden konnten, gelten offensichtlich die Zeichnungen von Personen auf Gefäßen und Tafeln der Zeitspanne von vor 4000 Jahren als ein für jeden sichtbarer Beweis. Kritiker sehen dabei die Möglichkeit der Idealisierung, die Frage eines möglichen Ideals jedoch bestärkt laut Wissenschaftlern die These jedoch eher noch. 

Wenn auch die Griechen gerne den wohlgeformten, athletischen Körper als eine Errungenschaft ihrer Epoche, ihrer Ästhetik und ihrer Ethik ansehen, so ist dennoch zu konstatieren, dass diese es prinzipiell von den Ägyptern in verschiedener Form übernahmen. Dafür finden sich zahlreiche Beispiele in der uns überliefertern Literatur, ob es von Homer (Ilias) oder Ovid (Geschichte von Venus und Adonis) ist. Aus der Zeit des mittleren bis neuen Reiches der ägyptischen Hochkultur sind Rezepte und Empfehlungen überliefert, wie der Körper möglichst schlank und muskulös zu erhalten wäre. Es ist von Kräutern die Rede und auch von Ernährungstipps, als auch von körperlicher Ertüchtigung, um den athletischen Körper zu erlangen und möglichst lange zu erhalten.

Der Stellenwert des schlanken Menschen ist also erstmals ( durch vorhandene Überlieferungen jedweder Art) in der ägyptischen Hochkultur beschrieben worden. Durch Funde von Figuren und Malereien respektive deren zeitliche Einordnung, die vor der ägyptischen Kultur lag, konnte stets der üppigere Körper als Zeichen der Gesundheit, des Wohlstandes und der Zeugungsfähigkeit beschrieben werden und damit wurde er als erstrebenswert eingeordnet. 

Figuren aus Kulturen der Zeiten vor der der Pharaonen und teilweise danach fanden die Archäologen also stets wohlbeleibt vor. Kontinente übergreifend zeichnete sich ein Bild ähnlich der Venus von Willendorf. Erst Zeugnisse aus nachfolgender Zeit, beispielsweise auf den Bildern des „Grab des Nacht“ sind die Körper schlank dargestellt worden. Was zu diesem Wandel geführt hat, ist bis heute nicht genügend erforscht. Da die Zeitrechnung der Ägyptologie einen Zeitraum von über 3000 Jahren beschreibt, dabei diese Grabtafeln aus der sogenannten Epoche des Mittelreiches stammen, geht man davon aus, dass schon weit vorher, nämlich bis zu 1000 Jahren zuvor der schlanke Körper zum Selbstverständnis von Schönheit, Gesundheit und Bedeutung avancierte.

Die nachfolgenden Kulturen in Hellas trieben den Körperkult weiter voran, bzw. hielten ihn aufrecht. Aus diesen Zeiten sind Zeugnisse in guterhaltener Form und Zustand vorhanden, die Zahl der Statuen von Adonis, Aphrodite oder ….. zum Beispiel ist überwältigend.(Interessant für Dich ist vielleicht das Akademische Kunstmuseum in Bonn, wo über 300 Nachbildungen von Antiken Statuen ausgestellt sind.)

Was mich an der Erkenntnis oder These sehr beschäftigt ist die Tatsache, dass es vielleicht nur die von den Ägyptern überlieferten Hinweise bis in unsere Zeit geschaft haben, und dass an anderen Orten der menschlichen Niederlassungen ebenfalls die Menschen sich dem Schlankheitsgedanken verschrieben haben, nur dass es dafür keine Zeugnisse mehr gibt, die es in unsere Zeit geschafft hätten. Wie weit führt die anthropologische Forschung über die hochgewachsenen, schlanken Massai aus der Gegend der Ostafrikanischen Steppen zurück? Wie verlief die Entwicklung in der  Kinderstube der Menschheit? Eine sehr spannende Frage, meine ich. 

 

 

 

 

 

 

 

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