Differences (130)

diff jeans  Mies-Vandenbergh-Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

Unterschiede zwischen Mann und Frau in der jeweils eigenen Präsentation der Gesellschaft gegenüber führt uns große Unterschiede vor Augen. Darum soll es in diesem Artikel gehen.

Wie ist es mit dem Aussehen von Frauen und Männern, wenn es um die Mode der Gegenwart geht? Mit welchem Körperverständnis finden sich die Geschlechter wieder, getrennt voneinander betrachtet und gemeinsam gegenüber gestellt? Steht meine Fotografie oben als Ausdruck eines unterschiedlichen Lebensgefühls von jungen Erwachsenen? Auf den Bild ist Freund und Freundin zu sehen, sie verstehen sich gut, viele gemeinsame Interessen haben sie. Und doch, in der Mode tragen sie so offensichtlich verschiedene Stile und bedienen sich unterschiedlicher Trends. In der Öffentlichkeit finden sich eine Vielzahl ähnlicher Bekundungen eines bestimmten Lebensgefühls.

Beobachte ich diese modischen, schnell wechselnden Modeströmungen, so frage ich nach einem Inhalt, der möglicherweise hinter dieser Art Mode steht, ich bin interessiert an der Aussage, die seine Träger verkündet, wenn es denn eine zu formulieren gibt. In meinem Artikel „Männerpo“ ging ich bereits auf die sehr weiten Jeans männlicher, junger Erwachsener und Heranwachsender ein, wie sie auf dem Foto oben zu sehen sind. Ich stelle dahin, ob diese Beinkleider, und hier kommt der alte Begriff für Hose seiner Bedeutung gefährlich nahe, als ansehnlich gelten können oder nicht. Was sie in jedem Falle verursachen ist eine Verhüllung jeglicher körperlicher Formen.

Welche Aussage wird transportiert? Worte wie etwa „Protest“ oder „Freiheit“ werden genannt, wenn ich nach dem Grund für das Tragen derartiger Kleidung frage. Widerstand gegen das Elternhaus und das Establishment, für ein eigenes Verständnis auf der Suche nach sich selbst und die eigene Standortbestimmung. Die Kleidung ist nicht der einzige Weg dieser Verkündung, doch im Rahmen der Betrachtung von Aussehen im Allgemeinen und Schönheit im Besonderen gehe ich darauf hier nicht explizit ein.

Bei den jungen Frauen und Mädchen liegt die Sache ganz anders, könnte man den Eindruck bekommen. Sie kleiden sich mehr konform zur Gesellschaft, nehmen mehr Teil an den Strömungen der Mode und gehen doch ihre eigenen Wege. Ein Lebensgefühl zwischen Diktat der Mode, Selbstbestimmung und Verflechtungen innerhalb der Gesellschaft bewirken einen eigenen Weg der jungen Frauen. Die Kleidung ist Teil der Aussage ihres Lebensgefühls, aber anders als bei den Männern scheint die eigene Verwirklichung jenseits des Protestes durch Tragen bestimmter Kleidung zu liegen. Während zur Zeit die Männer der Mode (noch) keine besondere Bedeutung zumessen, sie muss zweckdienlich und praktisch sein, sehen die Frauen dies anders. Für sie ist die Mode ein Mittel, ihr Aussehen zu verändern, ihre Attraktivität zu steigern. Das ist den Männern in der Mehrzahl völlig fremd.

Damit scheint ein weiteres Indiz gefunden zu sein für die Aussage, die Frauen sind aktuell das schöne Geschlecht. Dies bezieht sich nicht nur auf die westlich geprägte Welt, sondern auch auf andere Kulturen, die jedoch durch die weltweite Vernetzung durch Fernsehen und Internet immer stärker den Strömungen aus der westlichen Welt ausgesetzt sind. Dieser Einfluss wurde schon vielfach dokumentiert und wird ein spannendes Thema für einen der nächsten Artikel sein.

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