Schönheit liegt NICHT im Auge des Betrachters, Teil 2 (94)

mewid jeans hintern  Mies-Vandenbergh-Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

 

Schönheit liegt nicht im Auge des Betrachters, Teil 2

War die Frage im ersten Teil, ob sich ein Standard finden lässt, um Schönheit zu beschreiben, so möchte ich hier weiter ahn der Beantwortung arbeiten. Ausgehend von der These, dass attraktiv der Mensch dann für einen anderen Menschen ist, wenn er oder sie für die Reproduktion der Gattung Homo sapiens sapiens geeignet zu sein scheint, ändere ich die Fragestellung dahingehend ab.

Findet sich beim einen Volk als ausgesprochener Vorzug ein um das doppelte verlängerter Hals, so kann es beim anderen eine schlanke Taille sein und beim nächsten Volk ein großer fester Po sein. Da es sich bei den nur drei erwähnten Vorzügen um sehr unterschiedliche optische Besonderheiten handelt, und dennoch eine jeweils hohe Attraktivität für alle innerhalb der ethnologischen Gemeinschaft attestiert werden würde, so sollte sich eine allgemeinere Formulierung zur Beschreibung eines Schönheitsideals finden lassen.

Jemand ist also dann attraktiv, wenn er oder sie eine Reihe von ethnologisch spezifischen Anforderungen, die in der jeweiligen Gemeinschaft allgemein anerkannt sind, aufweisen. Diese gilt es zu finden. Da der Mensch in erster Linie ein visuelles Wesen ist, geschieht das zuerst durch Ansehen. Unseren genetisch-biologischen Auftrag stets im Hintergrund, suchen wir nach Menschen als Partner, Freund und Freundin oder Vorbild, die diesem Bild möglichst nahekommen. IMMER! Sie sind uns immer lieber, als Menschen ohne diese Vorzüge, ob in allernächster Umgebung, oder in den Medien aller Art.

Sieht man nicht mit der klaustrophobischen Brille des Lokalpatriotismus auf die Gesellschaften der Länder der Erde, so lassen sich durchaus allgemeingültige Schönheitsideale formulieren, nur nicht in der uns geläufigen Form von „Schlank ist schön“, sondern in einer weiter gefassten Art und Weise: Schön ist ein Mensch dann, wenn er einen bestimmten Teil der Ideale seiner Kultur aufweist. Das trifft so ausgedrückt auf fast alle Menschen der Erde zu.

Was lässt sich daraus entnehmen, welche Schlüsse kann ich daraus ziehen?

Es gibt nicht DEN schönen Menschen auf der Erde, es gibt nur ein Ideal für alle Menschen auf der Erde, und das lässt sich so beschreiben, als es einen Typ Mensch beschreibt, der je nach Kulturkreis schon einen Standard darstellt, an dem sich die Mitglieder dieser Gemeinschaft orientieren, mit der eigenen Definition von Schönheit.
Es spielt dabei keine Rolle, ob der Hals um fünfzig Prozent länger ist, oder ob der Hintern die Größe von zwei Galliamelonen hat, es ist von Bedeutung, was es für die Gemeinschaft bedeutet, in der man lebt. Des weiteren ist es von Bedeutung, wie die Teilnehmer der Gemeinschaft mit der Wertigkeit der Attraktivität umgehen. Danach zu streben, ob für sich selbst oder beim Partner, darin unterscheiden sich die Kulturen nur wenig. Schließlich wollen wir alle doch nur den bestmöglichen Partner für die bestmögliche Erhaltung unserer Art finden und mit ihm zusammenbleiben.

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