Poform und Körpergewicht ( 73 )

slad jeans hintern Mies Vandenbergh Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

Körpergewicht beeinflusst die Proportionen. Ab einem bestimmten Maß. Denn bei zunehmender Größe verteilen sich die Massen proportional, bis zu einem ungefähren Verhältnis. Das bedeutet, ein Mensch mit 80 kg und einer Körpergröße von 1,85 m kann wesentlich attraktiver sein als ein Mensch mit 1,56 m Höhe und einem Körpergewicht von 46 kg. Auch an der Untergrenze zur Magersucht gilt dies.

Im Rahmen von Erhebungen über das Thema „Entwicklung des Körpergewichtes im Vergleich der Jahre“ wurde festgestellt, dass die Menschen in Deutschland im Vergleich der Zeiträume zunehmend dicker werden und die Anzahl der normalgewichtigen Menschen immer weiter abnimmt. Diese Ergebnisse betreffen durchweg alle Altersgruppen. In Deutschland ist es noch weniger ausgeprägt, als beispielsweise in den USA, doch die Zahlen deuten darauf hin, dass wir auf dem besten Wege dahin sind.

Dass es so ist, daran zweifelt niemand, doch warum es so ist, das versuchen Wissenschaftler zu eruieren. Bei der Ursachenforschung ist die Rede von Nahrungsmitteln und Genussmitteln mit einem enormen Zuckergehalt; ebenso von Menschen, die zunehmend mehr und mehr Zeit vor den Medien in sitzender Haltung verbringen, anstatt sich zu bewegen. Elektrische und elektronische Geräte nehmen uns die Bewegungen ab.

Was bedeutet das für die Fotografie von Menschen? Was ändert sich an den Motiven. Ein interessantes Thema, dessen Antwort aber im Grunde genommen schon in der Fragestellung enthalten ist.

Der Fotograf sucht nach Models mit passendem Äußeren, je nach Auftragsanforderungen oder Vorliebe. Auf der Straße begegnen dem Streetphotographer zunehmend weniger Menschen mit normalem Gewicht, noch dazu fotografiert er sowieso nicht nach Gewicht. Der Schönheitssuchende hat es etwas schwieriger, wohlproportionierte Menschen zu fotografieren, doch mit etwas Geduld ist es ohne weiteres weiter zu fabrizieren.

Was an diesen Forschungsergebnissen wesentlich wichtiger ist, meine ich, das ist die Notwendigkeit und Forcierung von Aufklärungsarbeit bei uns Menschen über die Bedeutung von Nahrungsmitteln und deren Wirkung. Die Entwicklung hin zur zunehmenden Fettleibigkeit scheint widernatürliche und konträre Tendenzen aufzuzeigen, denn die evolutionären Veränderungen der Menschen in den letzten Jahrhunderten führten zu einem größeren und tatsächlich schlankeren Menschen. In erster Linie jedoch geht es bei der Aufklärung um den Faktor Gesundheit des Körpers UND des Geistes, das Aussehen kann in diesem Zusammenhang nur marginal sein.

Einen Fingerzeig auf die Körperformen gibt der gemeinhin bekannte Ausspruch: „Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper“. Jeder kann sich selbst beantworten, wie viel Wahrheit in diesen Worten steckt. Ich selbst fühle mich im gesunderen Körper, damit meine ich im weniger schweren Körper besser, was sich auf mein Gemüt positiv auswirkt. Ich möchte an dieser Stelle sogar noch eine ganz andere These in den Raum stellen: EIN GESUNDER GEIST HAT EINEN GESUNDEN KÖRPER ZUR FOLGE!

Etwas gewagt, ja, das ist es schon, zumal dabei einige Ausnahmen schon allein in meinem kleinen Biotop aufzuzeigen sind. Mit dem gesunden Geist allein ist eine Stoffwechselkrankheit nicht zu besiegen. Doch für uns „Nichtkranke“, bequeme, dekadente und faule, ignorante und besserwisserische (dazu wider besseres Wissens handelnde) Zeitgenossen könnte ein bis dahin nicht gekanntes beständiges Körperbewusstsein zu einem wahrhaft gesünderen Körper führen. Sind wir so stark, die uns bekannten körperfeindlichen Nahrungsergänzungsmittel, wie z.B. Zucker oder gehärtetes Fett aus unserem Speiseplan nahezu zu streichen, so würde der größte Teil der industriellen Gesellschaft weniger schweren Krankheiten ihre Lebensenergie opfern müssen.

Und der Bezug zur Fotografie? Ich kann den Po eines zierlichen Wesens durchaus mit dem eines athletischen oder wohlgenährten Menschen vergleichen, denn dieser unterscheidet sich nur in seiner Dimension. Als Anschauungsmaterial dienen hier die beiden Fotografien, die von je einer der beiden oben genannten Körperformen stammen.

Damit bleibt es umso mehr eine Sache der menschlichen Vorlieben, wenn die Frage nach der Körpergröße gestellt und jene nach der körperlichen Proportionen ausgeklammert werden kann, vorausgesetzt die Formen treffen den Geschmack des Betrachters.

Als Fazit möchte ich feststellen, dass das Körpergewicht bis zu einem bestimmten Maß nur indirekten Einfluss auf das Aussehen der Menschen hat. Wird dieses Maß, wie in verschiedenen Erhebungen festgestellt worden ist, überschritten oder unterschritten, dann verändern sich die gesund wirkenden Proportionen. Der Ausspruch: „Das ist ja nicht mehr schön.“ beschreibt diese Diskrepanz.

Uns gefällt das Äußere eines Menschen im vorliegenden Fall vielleicht nicht. Statistisch gesehen gefällt anderen Menschen ein übergewichtiger und untergewichtiger Mensch – rein optisch betrachtet – weit weniger, als ein normalgewichtiger Mensch. In unserer Wirklichkeit kommt es natürlich nicht nur auf die Äußerlichkeiten an! Dadurch treffen alle Menschen auf Menschen, denen sie gefallen. Ich gehe hier zu Vereinfachung vom Durchschnitt aus. Vielleicht kommen Wissenschaftler irgendwann zu einer evolutionsbiologischen These, die die stetige Verbesserung der Gattung Mensch durch die Auswahl der „schöneren“ und dadurch vermeintlich gesünderen Exemplare darlegt.

Wie dem auch sei, mir liegt schon einiges mehr am wohlproportionierten Hintern, solange es sich um das Aussehen und das Gefallen dreht.

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