Der gestylte Hintern (27)

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In einem Beitrag der Zeitung „Die Welt“ wurde das Thema „Chirurgische Eingriffe“ in Sachen Popo aufgegriffen. Berichtet wurde über die steigende Tendenz, sich den Hintern mithilfe der plastischen Chirurgie zu formen. Interessant ist dabei , dass der Hintern in der Mehrzahl der Operationen vergrößert wurde. Diese Art Eingriff in die Proportionen des Menschen sehr ich als einen der stärksten an. Gegensätzlich dazu halte ich  z.B. das Tragen von engen Jeans, die es mittlerweile als Push-Up Jeans für den schöneren Popo gibt, als den kleinsten der formgebenden Eingriffe in die eigene Körperform. Deutliche Unterschiede gerade im Ansehen des Hintern kann ich im Freibad feststellen, wenn sich ein Mensch eine Jeans auszieht und die Badebekleidung übernimmt die Optik. Manchmal ist es ein großer Unterschied.

Wenn man so möchte könnte der Sport auch als Beitrag zur Verschönerung des Hinterns gezählt werden, neben natürlich der förderlichen Wirkung auf die Gesundheit und Fitness allgemein. So gibt es vielfältige Übungen für die Formung des Hinterns, die ich an anderer Stelle im Blog beleuchten möchte. Wenn ich  die Zahl von 5000 Po-Veränderungen betrachte, so drängt sich mir die Meinung auf, dass es in unserer Gesellschaft zu einer starken Gewichtung der Schönheit gekommen ist. Nicht dass dies eine Erfindung unserer Zeit wäre. Die Schönheit war schon weit vor unserer Zeit ein vielbeachtetes Thema, nur die Wege die vermeintliche Schönheit zu erreichen hat sich der Neuzeit angepasst. Wenn man von den in den im o.g. Artikel beschriebenen Operationen absieht, so komme ich zu der Ansicht, dass die Schönheitsoperationen heutzutage in ihrer Menge und Reichweite eine bisher nie dagewesene Stellung einnehmen. Dabei sind noch die wenigsten Eingriffe dem Hintern gewidmet.

Wird nun die Fragestellung aufgeworfen, ob es sich bei der Anzahl und Arten der Schönheitsoperationen um eine gesellschaftliche Entgleisung handelt, so mag dieses jeder für sich beantworten. Ich stelle diese Frage in Bezug auf die Wahrnehmung der Werte in unserer Gesellschaft. Selbst wenn ich mich hier mit dem Hintern als einem für mich sehr anziehenden Körperteil beschäftige, so breche ich den Menschen sicher nicht herunter auf ein Wesen mit einem Hintern und „…was sonst noch dazu gehört…“, sondern natürlich als ganzheitliches Wesen. Weiter aber nun mit diesem ganzheitlichen Wesen, welches sich das ein oder andere richten lässt. Was verleitet den Menschen dazu, sich unter´s Messer zu legen und zwar nicht aus offensichtlicher Not, sondern für eine bessere Optik? Studien kamen zu dem Ergebnis, dass es neben dem Aussehen ein entscheidend wichtiger Punkt für die Psyche des Jenigen ist, was bedeutet, dass die gesteigerte Attraktivität für ein erhöhtes Selbstwertgefühl steht. Dass ein solches gesteigertes Selbstwertgefühl zum Wohlbefinden in allen Lagen beiträgt, dürfte unumstritten sein.

Als Binsenweisheit gilt mittlerweile ebenso die Erkenntnis, dass es schöne Menschen im Leben einfacher haben, als weniger schöne Menschen. Demnach müssen sie ihre mangelnde Attraktivität durch andere Vorzüge ausgleichen, um ähnliches zu erreichen, wie ein schöner Mensch. Auch das ist ins Bewußtsein der Menschen eingedrungen. Heißt es aber im Umkehrschluss, dass ein nicht so attraktiver Mensch niemals das erreichen kann, was ein schöner Mensch mit Leichtigkeit erreichen wird? Mitnichten, denke ich, und die Realität beweist es mir immer auf´s Neue. Die Mehrzahl der erfolgreichen Menschen ist zwar erwiesenermaßen weiter oben auf der Attraktivitätsskala, dennoch spielen dabei viele weitere Eigenschaften, wie z.B. Charisma und Ausstrahlung eine entscheidende Rolle, das läßt sich ebenfalls leicht feststellen.

Bei der weiteren Suche nach dem Grund für eine Schönheitsoperation kann ich einen Schritt zurück machen und die Sache von einer anderen Seite betrachten: Der Mensch denkt: Ist mein Busen gross genug, ist mein Po zu klein, sind meine Oberschenkel straff und meine Beine lang genug und gerade, ist meine Taille schmal, ist meine Schulter breit genug, ist mein Bauch ein Waschbrett, oder muß ich etwas tun? Vielleicht eine Schönheits-OP oder eine Fettabsaugung hilft mir weiter? Habe ich die Geduld es mit Sport zu tun? Kann ich mit Kleidung einiges richten?

Lasse ich die monetären Gründe mal weg, so spielt in unserer Gemeinschaft die Zeit eine völlig überbewertete Rolle! Also kommt nur die OP in Frage, denn da habe ich die Ware sogleich in Händen und muss nicht darauf warten oder dafür sparen! Schnelllebigkeit in vielen gesellschaftlichen Bereichen tut ihres dazu, denn die Menschen werden immer jünger, die sich einer OP unterziehen. Dem allgemeinen Schönheitswahn unterlegen denkt der moderne Mensch über die Zeit nach und meint, dass es sich schon bald nicht mehr lohnen, schön zu sein, wenn er nämlich „zu alt“ ist. Weiter auf der Suche nach den Gründen für eine OP in Sachen Gesäß stoße ich auf die gesundheitliche Seite. Brittische Forscher haben ermittelt, dass es der Gesundheit durchaus zuträglich ist, wenn der Hintern etwas dicker ist. Nicht nur, dass der etwas dickere Hintern nun auch der attraktivere ist, nein, auch der gesündere ist er. Deshalb wird aber kein Mensch eine Hinternvergrößerung erwägen. Dabei geht es in erster Linie um die Form und die Proportion des Popos. Die Techniken der Fettabsaugung und Gewebetransplantation führen schließlich zur Formveränderung. Eine Umfrage des BR ergab folgendes Bild: „Was ist Ihnen am wichtigsten: Erfolg im Beruf, ein befriedigendes Liebesleben oder 5 bis 8 Kilo abzunehmen? Auf diese Frage hat die Mehrheit der Frauen in einer Studie geantwortet: Sie wollen am liebsten dünner werden. …“ Diese Gewichtung deutet auf die allgegenwärtige, hohe Relevanz des Aussehens hin. Dieses Ergebnis deute ich als Indiz für die Ernsthaftigkeit, mit der wir den Kult des Körpers und Körpergefühls vorantreiben. Es belegt die steigende Nachfrage nach den Schönheits-OP. Wichtiger noch als diese Bestandsaufnahme ist die Erforschung der Ursachen dafür! Einen kleinen Beitrag möchte ich hier demnächst leisten, der sich jenseits von Arterhaltung mit bestmöglichem Erbgut und Vorbilder der Medien befindet. Ich möchte gerne auf die menschliche Psyche eingehen, im Zusammenhang mit der Gesellschaft, die für mich als verkappter Revoluzzer immer ein Thema sein wird. Für Anregungen, Tipps und konstruktive Kritik bin ich immer dankbar!

Der Jeanspo ( 26 )

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Neulich schlenderte ich durch die Koblenzer Innenstadt. Es war ein sonniger Vormittag, ich hatte etwas Zeit bis zu einem Termin, so beschloss ich, mir das neue Einkaufsgebäude am Zentralplatz anzusehen. Ich hatte meine Kamera dabei, aber nicht erwartet, ein paar Streetfotos machen zu können. So kam es am Ende dann auch, es sollte nicht der Tag für gelungene Bilder sein. So ging ich mich ein wenig umsehen, beobachtete und verweilte im Nichtstun. In besagtem Einkaufszentrum findet man eine ungemein hohe Dichte an Klamottenläden. Ich sah mir also die Menschen an, die durch die steril anmutenden, neuen Gänge schritten und sah mir auch die Hosen an, sowie das, was sie ausfüllte. Und dabei wurde mir einiges erneut bewußt. Ich meine noch immer, dass das männliche Geschlecht sich erheblich weniger um die eigene Rückansicht bemüht, als es das Weibliche tut. Ich verstehe gerade bei einigen jüngeren Männern nicht den Sinn einer Hose, deren Schritt bis deutlich unter die Kniekehle geht! Aber was muss ich als „Alter“ da auch verstehen? Während unserer Jugend hätten wir uns eher umgebracht, als derart angezogen anderswo, als im eigenen, mehrfach gesicherten Kellerverlies zu verweilen.

Ich meine, diese Jungen sind schon über die pubertierende Phase hinaus, zeigen ein leichtes Adoleszenzverhalten, während aber diese schlacksige Haltung und Bewegung auf ein typisches Pubertätsgehabe hinweist. Diese Hosenform – ich tue mich schwer bei dieser Hose das Wort „Form“ in den Kontext zu bringen- untermalt geradezu dieses Verhalten auf eindrucksvolle Weise.

Bei den Frauen und Mädchen ist dies nicht zu beobachten. Diese kleiden sich so, dass man annehmen könnte, sie würden am Morgen schon mal die rückwärtige Ansicht begutachten.

Was ich bei den Frauen nur sehr schade finde ist der Stellenwert der modischen Tendenzen – natürlich gerade in diesem einen Fall, 😉 – bzw. die Verfolgung derselben. Die in Mode gekommene Jeans mit tiefer angesetzten Gesäßtaschen hatte ich zwar schon erwähnt, ich möchte es hier aber nochmals tun, weil ich während meiner Pause in einem Straßencafé nochmals aufmerksam auf diesen FAUX PAS der Darstellung des schönen Popos geworden bin.

Ein junges Mädchen von vielleicht 20 Jahren brachte mich zu dieser neuerlichen Überlegung: sie trug eine solche Jeans mit tief sitzenden Gesäßtaschen, hatte eine für meinen Geschmack tolle Figur und einen wirklich wohlgeformten Hintern. Doch diese Jeans verdeckte geradezu die tolle Form des schönen Popos. Die Hose war schon eng anliegend, was zu einer Betonung des Hinterns führte, doch wenn ich mit den Augen der Linie der Poform folgte, so verlor sie sich an der Stelle der Taschen vollständig im Chaos. Ich nehme weiterhin an, dass es den Menschen manchmal nicht bewußt ist, welche Wirkung diese Art Hosen auf die Optik der Figur hat oder die Optik spielt eine geringere Rolle als das Wohlfühlen. Auf Nachfrage erhielt ich bisher jedoch meist die Bestätigung, dass die Trägerin auch von hinten eine gute, ansehnliche Figur machen möchte!

Die Linie wird m.E. durch diese Anordnung der Gesäßtaschen arg gestört, diese Störung verdeckt geradezu die Form des Hinterns in der Jeans. Wie ein Fremdkörper mutet diese Jeans an, als würde sie vielleicht nur noch nicht ganz angezogen, bzw. hochgezogen sein. Wenn ich die Zeilen gerade nochmals selbst überfliege, so entsteht bei mir der Eindruck, als drehe sich hier „Alles“ nur um die Form und die Linie. Es ist natürlich mehr als das, denn wie ich schon weiter oben beschrieben habe, ist es das Zusammenspiel von Form und Formen, von Größenverhältnissen und Größen, von Farben und Lichtern. UND MEHR!

Was dann noch geschah, als ich im gemütlichen Straßencafé in der sonnigen Altstadt bei einer dunklen Schokolade mit Ingwerstückchen saß: Wie schon oft bei der Ablichtung einer Form ist es wieder mal passiert. Ich dachte, welch tolle Ansicht die Figur der Vorrüberschreitenden doch hat und ich fotografierte sie. Später, bei der Sichtung der Fotos aber fand ich das gleiche Bild nicht wieder! Ich fragte mich, ob ich mich denn so täuschen konnte. Doch weit gefehlt. Es lag in diesem Fall einzig und allein an der anmutigen Bewegung. Die Statik des Fotos konnte bei weitem nicht die fantastische Dynamik der Körperbewegungen wiedergeben, welche die außerordentliche Attraktivität erst hervorbrachte. Nur durch die Motion wurde die Figur und das Aussehen, die Schönheit und die Harmonie des Körpers, des Menschen hervorgebracht. So gibt es Momente, einer von vielen, in denen die Fotografie ihre Unzulänglichkeit offenbart und erst das bewegte Bild in seiner Natürlichkeit die Botschaft transportiert. Das aber ist Thema eines weiteren, spannenden Artikels.

Die Ausrüstung (25)

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Meine Ausrüstung:  siehe auch auf meiner Homepage:  hier

Kamera:            Nikon D810

                              Fujifilm X-T1

Objektive:         Nikon 28-300mm f1/3,5-5,6

                              Nikon 80mm f1/1,8

                              Tamron 24-70 f/2,8 VC

                              Tamron 70-200 f/2,8 VC

                              Nikon 20mm f/1,8

Stativ:               Manfrotto 055xprob

                            Manfrotto RA 327 RC2

Blitz:                 Nissin Di 866

Winkelsucher:  Nikon DR-3

Fernauslöser:   Hähnel Combi TF

Tasche:            Lowe Slingshot

                           Kalahari K-31

Monitor:           HP LP 2475w

                             DELL u 2713

                             x rite i1 Display Pro

Bildbearbeitung :  Perixx Peritab-501

Software:         CaptureOne 6 Pro

                             Gimp

                             xat image optimizer

                             Photomatix Pro

Besonderes – Auch mit 5 Kindern einen schönen Po (24)

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Heute möchte ich über eine kleine Fotoreihe berichten, die ich auf dem Koblenzer Weihnachtsmarkt am Zentralplatz machen konnte. Eine Frau „mittleren Alters“ stand neben dem Glühweinstand, und mir fiel ihr wohlgeformter Po auf. Ich fragte und ich durfte ihre Rückansicht fotografieren, nur ihr Gesicht sollte ich nicht veröffentlichen. Bei einem kurzen Gespräch verriet sie mir, dass sie für ihre Figur außer der ausgewogenen Ernährung nur ein wenig schwimmen zu verdanken hat. Sie fasste meine Frage nach den Fotos als Kompliment auf, und erzählte mir, dass sie FÜNF! Kinder hat und allesamt auf natürlichem Wege zur Welt kamen, nicht durch OP. Ich konnte ihr natürlich nur ein Kompliment machen und als fremder Unbekannter auch die Worte über ihr Aussehen bekräftigen. Sie fragte noch nach den Sinn und Zweck meiner Fotos, auf meine Erzählungen hin, dass sie für einen Blog über Schönheit wären lächelte sie allerdings nur süffisant. Sie will sich dennoch den Blog ansehen, in dem ihre Bilder erscheinen.

Hier also nur die Fotos eines schönen Popos einer Mutter mit fünf Kindern. Es muss nicht immer die knackige JUNGE Frau sein, die eine tolle Figur hat.

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Bewegungen – Der Hüftschwung (23)

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   Die Besonderheit beim Fotografieren von Menschen, oder besser gesagt, einen Hintern zu fotografieren, während der Mensch zu Fuß unterwegs ist, obliegt schon einigen schwierigen Bedingungen und besonderen Herangehensweisen. Aber auch einer besonderen Beziehung zur Bewegung an sich unterliegt diese Art der Fotografie. Das Bild, das im Auge des Betrachters entsteht, ist immer ein Bild der Bewegungsabläufe.

   Zugegeben, manchmal ist das Bild ein statisches, wie ein Gemälde, wenn die Person an einer Ecke stehend eine Nachricht in sein Mobiltelefon tippt oder auch gespannt bei etwas zusieht. Öfter aber sind die Menschen in Bewegung.

   Wie ich schon mal beschrieben habe, ist mir manches mal bei der Betrachtung der fotografierten Bilder die Frage in den Sinn geschossen, was genau ich denn an der fotografierten Figur so festhaltenswert empfand. Ich schaue auf mein eigenes Bild und suche nach der Besonderheit, die mich zum Fotografieren dieses Fotos verleitete. Nur finde ich sie nicht wieder.

   An meine Bilder habe ich den Anspruch, dass sie – in meinen Augen zumindest – eine besondere Ausstrahlung, eine gelungene Darstellung eines „schönen“ Körpers aufweist. Taucht dann im Nachhinein die Frage auf: „Was war das Besondere an diesem Foto, warum habe ich gerade diesen Po fotografiert?“, dann erweist mir schon dieses bloße Erscheinen der Fragestellung den Dienst der Kritik an meinem Bild. Ich erkenne das Bild natürlich wieder, kann mich an die Szenerie erinnern, aber ich lerne jedes Mal bei Auftauchen dieser Situation etwas über die Momentaufnahme eines Bewegungsablaufes.

   Die Faszination des Körpers in diesem Moment der Bewegung ist für mich dann nur sehr schwer in die Darstellung auf dem Bild zu überführen. Aus dem Fluss der körperlichen Aktion kann ein herausgelöster Augenblick nur als Fragment wirken, dem die begleitende Leichtigkeit der Bewegungen, die überhaupt erst den Anmut des Körpers erschlossen hat, abhanden gekommen ist.

   Möchte ich das ausgleichen, möchte ich diese Anmut in ein Foto übertragen, so gibt es verschiedene Wege dorthin. Den einfachsten, aber nicht unbedingt künstlerisch wirkungsvollsten Weg beschreibt die Serie. Frei nach dem Motto: „Eines wird schon was.“ Meiner Ansicht nach führt dieses unkontrollierte Draufhalten nicht zu wertvollen Ergebnissen, von einigen Ausnahmen abgesehen. Viel mehr von einem Bild zu erwarten ist dann, wenn ich durch Erfahrungen meinen Blick für diese Bewegungen geschult habe und auf die zu erwartenden Abläufe gezielt eine Fotografie erstellen kann.

   Je öfter ich beispielsweise in Sachen Streetfotografie unterwegs bin, desto mehr Erfahrungen sammele ich und diese bilden meine Fähigkeiten und Fertigkeiten aus. Trotzdem ist es für mich eine wertvolle Erkenntnis, wenn ich die als vollkommen anmutig empfundene Erscheinung des Menschen nicht auf dem Foto wieder finden kann. Es ist dann einfach so. Das Bild wandert aus den fotografischen Welten ins Nirvana der digitalen Welten. DELETE!

   Bei erfragten Portraits gibt es diese Bewegung ebenso, die Motion, die zwar von mir erfragt, gelenkt oder gesteuert ist, aber immer von der Portraitierten ausgeführt werden. Sie interpretieren, was ich mit Worten oder Gesten andeute oder vorgebe. Auch dabei fließen die Handlungen und Bewegungen, dargestellt im Körper wie ein Fluss, den ich am liebsten kurz stauen möchte, aber es deshalb auch wieder nicht, weil dadurch ja gerade der Fluss unterbrochen wird, der die Anmut überhaupt erst sichtbar macht.

   Also wieder nichts mit STOPP! Und sehen, hinsehen und lernen, um den richtigen Augenblick voraus zu ahnen und dann auch zu fotografieren, darauf kommt es mir an. Immer wieder finde ich Situationen, bei denen ich der Erkenntnis unterliege, dass dieses Foto, sollte ich es schießen, nicht das wiedergibt, was ich eigentlich dokumentieren will. Und dennoch bin ich noch nicht so weit, darauf zu verzichten. Ich denke noch immer : „Es könnte ja doch was geben.“ Tut es aber nicht. Und wieder und wieder werde ich eines Besseren belehrt. Gerade das Feld der Streetfotografie kann einem für die Menschenfotografie viel vermitteln. Es ist meist eine schnelllebige Szenerie, die ich im Begriff bin, sie festzuhalten. Ich muss mich auf die Geschwindigkeit einstellen und durch viele versäumte Szenen lernen, wie es besser geht. Dass ich meine Kamera für die Streetfotografie sehr gut beherrschen muss ist eine Binsenweisheit. Natürlich sollte ich immer ein Werkzeug beherrschen, wenn ich damit arbeite. Bei der Streetfotografie ist es aber noch wichtiger, aus vielen gesammelten Erfahrungen die Einstellungen zu kennen, bei denen ich bevorzugt meine Fotos so erreiche, wie ich es mir vorstelle. Ich kann unmöglich für eine Szene in der Streetfotografie an meiner Kamera Einstellungen vornehmen, denn fast immer ist die Szene dann schon Geschichte.

   Wie die Gründer der Streetfotografie, beispielsweise Brassai oder Henri Cartier Bresson es schafften, ohne den Autofokus auszukommen ist der beste Beweis für mich! Sie haben die Kamera auf eine Entfernung eingestellt und haben sich in die richtige Entfernung begeben. Dadurch kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren, die Bildgestaltung. Hinzu kommt noch das Objektiv, bei dem es sich nicht um ein Zoom-Objektiv handelte, Hingehen war die Devise! Auch nicht auf dem Display kontrollieren konnten sie ihre Bilder. Da hätten wir die Möglichkeit unsere Erfahrungen schneller in unser Können zu integrieren, wenn wir uns in dem Moment die Frage stellen: „Was stimmte gerade nicht an dem Bild.“

   So bin ich in der Streetfotografie bei mir selbst in der Lehre, immer besser werde ich beim Entdecken der Situationen, die vielleicht ein schönes Bild ergeben. Für Minuten manchmal wie blind unterwegs wegen der Suche nach dem richtigen Bildwinkel und Licht, aber sicher nicht bei der Suche nach der besten Kameraeinstellung. Mal sehen, wie es weiter geht mit den Bewegungen der Menschen.

Durchsicht – Schöne Beine machen einen schönen Popo (22)

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In diesem Artikel geht es um die Form des Hinterns und den Einfluss der Beckenbreite auf die Figur der Frau.

   Die Breite des Beckens in Verbindung mit dem Umfang des Verlaufes von Oberschenkel zum Po bestimmt im Wesentlichen die Symmetrie des Körpers im unteren Bereich. Die Veränderung eines dieser Attribute nimmt direkt Einfluss auf das Gesamtbild der Körperproportionen und in dessen Kontext zur Erscheinung des Körpers in seiner Kleidung.

   Nimmt man beispielsweise den Umfang der Oberschenkel, so kann man ab einer bestimmten Weite bei der vor- und rückwärtigen Ansicht nicht mehr die Grenze des einen zum anderen Oberschenkel respektive Beines erkennen. Bei einer größeren Breite des Beckenknochens relativiert sich der Umfang der Oberschenkel im Hinblick auf die proportionalen Gemeinwerte bis zu einen bestimmten Maße. Darüber hinaus greift auch diese Breite nicht mehr. Relevant bei der Betrachtung der Figur des vollständigen Menschen ist also nicht nur den Bereich von der Hüfte bis zu den Oberschenkeln, sondern die Länge der Beine auf der einen und die Ausdehnung des Oberkörpers auf der anderen Seite. Im Umgangssprachlichen als „unförmig“ wird ein Körper dann bezeichnet, wenn die Beine proportional zu kurz sind. Dies aber mehr noch, als bei proportional zu langen Beinen. Wohlgemerkt beschreibe ich hier ausschließlich das Aussehen des Menschen, die Betrachtung des Wesens erfolgt an dieser Stelle nicht.

   Die Breite des Beckenknochens als Hinweis auf die Geschlechtlichkeit wurde an anderer Stelle schon beschrieben. Aktuell betrachte ich die Figur des weiblichen Körpers in Hinblick auf das Hauptthema „Der wohlgeformte Hintern“. Bei einer größeren Breite des Beckenknochens und einer größeren Länge der Beine divergiert das Aussehen zur Attraktivität. Dabei ist im Rahmen der Attraktivitätforschung wieder die Tendenz zur Mittelmäßigkeit zu beobachten, wenngleich ein breiterer Beckenknochen weniger Zuspruch findet, als ein schmaler Beckenknochen. Beispiel Werbeindustrie: Dort ist zu erkennen, dass die eingesetzten Frauenkörper schon eine weibliche Form haben. In der Mehrzahl haben die Modelle jedoch ein schmaleres Becken. Nichtsdestotrotz wird für uns hier ein Bild erzeugt, welches mehr einer Idealform nahekommt, als der Realität. Die Frage zu stellen, ob wir mit dieser Form verführt werden wollen, oder ob wir durch diese Darstellungen ein Stück weit der Realität entfremdet werden, halte ich für durchaus legitim. Die wenigsten von uns sehen aus wie die Modelle, die wir erblicken. Ich meine, dass wir gerne eine tendenziell modellhafte Figur haben möchten. Wenn wir eine Modelfigur auch nicht haben, so möchten wir in jedem Falle solche aber lieber sehen, als die Realität des gemeinen Durchschnitts.

   Vergleiche ich bei der Betrachtung der Frauen ihr Aussehen mit dem Idealbild aus meiner eigenen Vorstellung, dann finde ich immer wieder mehr ein Teilbild aus dieser Idealvorstellung und Phantasie wieder. Selten finde ich Menschen auf der Straße, die meinem Idealbild entsprechen. Ich möchte behaupten, dass jeder von uns ein Bild eines Idealmenschen in seiner Vorstellung hat. (unabhängig davon, in wie weit dieses Bild einen Bezug zur Realität hat oder nicht hat oder haben soll)

   Beim Menschen ist es nun so, dass er die Bilder, die seine Augen in sein Gehirn weiterleitet, nur zum aller kleinsten Teil als „Neues Bild“ erfasst. Der weitaus größere Teil besteht aus schon gespeicherten Informationen, also schon existierenden Bildern unseres Gedächtnisses. Daher täuschen wir uns meist beim ersten reinen Anschauen des Gegenüber. Erst beim bewußten nochmaligem Hinsehen bemerken wir Einzelheiten. Wir sehen also hin, denken oder stellen für uns fest: „Hübsch!“ oder „Schöner Mensch“, nehmen aber deshalb noch nicht die Einzelheiten wahr, die uns zu solch einer Aussage führten. Diese sehen wir oft erst auf den zweiten Blick, wobei sich das alles in einer Zeit von unter einer Sekunde abspielt. Das sei nur am Rande erwähnt.

   Ein sehr schönes Bild einer Frauenfigur habe ich dann vor mir, wenn bei der Ansicht des Hinterns oder auch bei der Ansicht von vorne die Oberschenkel am Übergang zum Becken ein Spalt erkennen lassen, also etwas Raum zwischen den Oberschenkelansätzen zu sehen ist. Dadurch entdecke ich eine symmetrische Form des Popos, der durch den Verlauf in die Beine übergehend noch eine wunderschöne Betonung der Pobacken erhält!

   Dadurch ergibt sich für mein Schönheitsempfinden eine viel größere Bedeutung der Beine in Sachen „schöne Popos“, als die Breite und Form der Taille. Im selben Kontext steht die Form der Beine, die -erneut- ein Mittelmaß zwischen O- und X- Beinen verlangen. Sie sollten gerade gewachsen sein. Denn auch das trägt ganz erheblich zu der vorher beschriebenen Symmetrie bei, die unsere Attraktivität -den erwähnten Forschungsergebnissen nach- in hohem Maße steigert.
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Frauen und Männer Teil 1 (21)

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   Der Mensch sieht mit seinem Auge einen anderen Menschen. Das Licht trifft auf die Netzhaut und wird über Nervenbahnen zum Gehirn geleitet. Das Bild, das Foto, welches Gemälde aus Licht genannt wird, kommt zum Teil in unseren Gehirn an. ZUM TEIL? Ja, zum Teil, denn im Gehirn wird das Foto durch eine Instanz geschickt, die aus vielen vorgefertigten Schablonen bestehend unser Bild filtert, mit bekanntem vergleicht und (aus-)sortiert. Welche Schablonen es in unserer westlichen Welt sind, das möchte ich hier kurz darstellen.

Vielleicht fallen Dir noch weitere ein und Du hast Lust mir weiter zu helfen!

   Ich „sehe“ ein Foto eines Menschen und ich sehe was?

  •  Das Geschlecht
  •  Das Alter
  •  Die Hautfarbe
  •  Die Haarlänge
  •  Die Größe
  •  Den Körperumfang
  •  Die Hautstruktur
  •  Die Kleidung
  •  Das Umfeld
  •  Die Figur
  •  Die Proportionen
  •  Die Augen
  •  Die Lippen
  •  Das Gesicht
  •  …

   Diese Sequenz könnte jeder von uns weiter fortführen. Ich möchte näher darauf eingehen und frage danach, was von den wenigen Attributen des Bildnisses bei uns im Gehirn ankommt und was wir davon bewußt wahrnehmen. Ich stelle mir den im wahrsten Sinne kurzen Augenblick der Wahrnehmung vor. Was sehe ich als Erstes? Ist es die Größe, wenn ein Mensch sehr groß ist? Ist es die Hautfarbe, wenn diese nicht wie die eines Mitteleuropäers ist? Oder sind es die Augen, wenn Dir ein stolzer Japaner gegenüber steht? Bei mir ist es so, dass ich meist als erstes auch den ersten Punkt auf meiner kleinen Aufzählung feststelle. Ist es eine Frau oder ein Mann, die/der da erkannt werden will? Und schon ergibt sich die erste Einschränkung, denn noch zuvor nehme ich die Größe des Menschen wahr, und ich stelle fest, ob es ein Erwachsener oder ein Kind ist, dessen Antlitz ich „erblicke“. Aber das blende ich an dieser Stelle bewußt aus. 

   Ich sehe einen Erwachsenen und möchte feststellen, ob es ein Weibchen oder Männchen ist. Ich suche also mehr oder weniger unbewußt nach Hinweisen, die mich auf die richtige Fährte locken. Da alles in Bruchteilen von Sekunden geschieht, findet es nicht bei „vollem Bewußtsein“ statt. Ich suche also so oder so nach Anhaltspunkten, die mich nicht auf den Leim kriechen lassen. Da wir alle nicht nackt umhergehen, kann ich nicht immer nach den primären Geschlechtsmerkmalen suchen. Sicher gibt es Menschen, die diese hervorgehoben zur Schau tragen, doch diese nicht so häufige Ausnahme setze ich hier nicht an. Bei der Frau ist es sicher der Busen, der als augenscheinliches Merkmal in ausgeprägter Weise auf die Frau hindeutet, doch auch dann ist es manchmal nicht eindeutig zu erkennen, man denke nur an weite Kleidung. Was aber ist es, dass uns so gleiche Menschen unterscheidet?

    Ich sehe also auf die Kleidung. Diese Wahrnehmung, die uns in unserer Kultur meist eindeutig zur Geschlechterdifferenzierung anerzogen wurde, sorgt für die Wiedererkennung. Schon als kleines Kind wurden uns die Klamotten als weiblich und männlich anerzogen. Rosa und Hellblau waren irgendwie belegt. Das sei nur als Beispiel genannt. 

   Ich sehe auf die Bekleidung und da ich bei einem Foto nicht auf die so wichtigen Bewegungsmuster des Menschen achten kann, sehe ich mir das Gesamtbild an, besonders dabei die Augen, die Figur, die Größe, die Proportionen (Stichworte Beckenbreite und Schulterbreite). Das alles geschieht, wie gesagt in nur einem Bruchteil einer Sekunde und teilweise unterbewusst, in dem sich nach erfolgter Zuordnung des Geschlechtes alles weitere ergibt. Manchmal dauert es länger, bis wir ein Geschlecht erkannt haben, dann sehen wir auch länger hin, und unser Verständnis von weiblich und männlich wird in allen Rastern bemüht. Ein besonders interessanter Vorgang bei -oftmals Kindern- androgyn aussehenden Menschen. Da werden wir gefordert und sehen noch etwas länger hin, weil unsere Erkennungssoftware nicht so richtig funktioniert.

    Nach diesem Muster verfährt der Mensch auch bei den anderen Schablonen, sicher mit vielen Differenzierungen, die es im Einzelnen zu betrachten sehr spannend wird. Dazu an anderer Stelle mehr. Jetzt kommt die Intention der Betrachtung dazu und es wird richtig spannend! Warum sehe ich hin? Warum meine ich hinzusehen? Was meint unser Unterbewußtsein? Wieviel dieser Intention kann ich steuern und wieviel ist vorgegeben automatisiert? 

Der Mann sieht die Frau. Glaubt man dem vielfach beschriebenen Urtrieb des Mannes, so checkt er gleich, ob die Frau als potentielle Partnerin und Gründerin einer Familie zur Erhaltung des gemeinsamen Erbgutes in Frage käme. Wenn das der automatisierte Teil der Intention sein sollte, was wäre der bewußte? Ich denke mir beim Hinsehen bewußt die folgenden Gedanken: „Oh, eine hübsche Erscheinung.“ Ich sehe hin und der Blick wandert. Wenn ich dann die Figur betrachte, was bei mir schon wieder automatisch geschieht, sehe ich die Linien und Proportionen sehr schnell, stelle ich dann weiter – zum Teil unterbewusst – fest, dass es für mich eine besonders anziehende äußere Erscheinung ist, so sehe ich ein wenig länger hin. Bei dieser Verlängerung des Augenscheines wandern meine Augen über die Formen und Proportionen und schließlich enden die Blicke auf der Form des Pos. Dort angekommen nehme ich auch diese Form wahr. Ist sie für mich „schön“, so denke ich – mit Kamera ausgerüstet – über ein Foto nach. Manchmal fotografiere ich, manchmal nicht. Wenn es die Situation ergibt, frage ich nach einer Erlaubnis für ein Bild. Alles weitere ergibt sich dann.

Der Weg bis hier hin dauert meist nur Sekunden. Dauert er länger, ist die Voraussetzung eine längere Begegnung, wenn z.B. der Mensch in einer Situation mit sich selbst beschäftigt ist, oder aber in Kontakt steht mit einem Mitmenschen.Habe ich die Zeit, so kann ich einen Augenblick länger über den Sinn und Unsinn einer Aufnahme nachsinnen. Ich darf einen kleinen Moment länger in der Phase der Betrachtung bleiben, was den Fotos sehr zu Gute kommt, wenn ich mich denn zu einer Aufnahme entscheide. Und was sehe ich? Was ist es, dass mich zu einer Aufnahme und vorher zum Hinsehen verleitet? Für mich ist es schlussendlich die Erscheinung eines Menschen, die in mir eine Reaktion auslöst,welche ich mit einem Gefühl begründen würde, hervorgerufen von der grundsätzlichen Sehnsucht nach der für mich vollkommenen Form.
Darüber zu schreiben und auch Bilder zu fotografieren möchte ich wagen. Das Thema Po ist für mich spannend und ich möchte darüber Material sammeln und weiter zum Thema machen. Wer interessiert ist, mitzulesen, sie oder er sei herzlich eingeladen, mich zu begleiten. Weiterhin viel Vergnügen beim Stöbern über die wohlgeformten, schönen Hintern.

Die Entstehung meiner Bilder (20)

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   Hier möchte ich etwas über die Entstehung meiner Bilder schreiben.

Ich fotografiere seit dem 14. Lebensjahr. Damals fing noch alles sehr einfach an, denn ich bekam von meinen Eltern als erste Kamera eine sog. “ Ritsch-Ratsch-Klick“ Kamera von Kodak für meine Fahrt mit dem Schwimmverein nach Husum. Dort konnte ich einige Filme verknipsen, wobei einige der Aufnahmen (natürlich viele) meine Freundin abbildeten. Lernen konnte ich vorher schon etwas über die Fotografie und die Bildgestaltung bei meinem Vater. Der hatte zum damaligen Zeitpunkt eine Leica M3. Ich musste zwar immer wieder nachfragen, wie das mit dem externen Belichtungsmesser funktioniert, aber mit der Zeit zeigte der Einsatz erste Erfolge. Nach einem Jahr und dem nächsten Ausflug des Schwimmvereins nach Österreich war ich mit der Kodak nicht mehr glücklich. Mein Vater stellte mich vor die Wahl, entweder seine M6 mit Sucher zu nehmen oder eine Spiegelreflex- Einsteigerkamera zu kaufen. Ich entschied mich als Jugendlicher für die Spiegelreflex, eine Nikon EM mit 35er.(Um Gottes Willen!)

   Von da an konnte ich meine Erfahrungen ausweiten und fotografierte viel mit Freunden auf Städtetouren und langen Radtouren. Und schon damals war ich fasziniert von anderen Geschlecht. Ausdruck konnte ich dem geben, indem ich manches mal meine Kamera mit in die Schule nahm und dort habe ich gerne meine Klassenkameradinnen und Schulkameradinnen fotografiert. Unsere Schule war schon etwas größer mit ca. 2200 Schülern und ich hatte viele fragen können wegen eines Fotos. Die meisten stellten sich gerne in Pose und sie bekamen anschließend immer einen Abzug. Soweit ich das heute beurteilen kann, war ich der einzige, der solche Fotos in der Schule gemacht hat. Und es war problemlos möglich, denn es waren keine Hintergedanken dabei, denn die Fotos sollten außer in der Schule nicht veröffentlicht werden. Und auch dort nur mit Zustimmung der Schüler.

   Auf den Städtetouren mit Freundinnen und Freunden habe ich auch neben den Städten selbst immer wieder gerne die Menschen fotografiert. Heute würde man dazu Streetfotografie sagen. Wenn ich das ein oder andere mal ein Mädchen eher ungezwungen fotografieren wollte, setzte sich dafür meine Kameradin Petra neben die Auserwählte und ich konnte ein ungestelltes Foto aufnehmen. Heute fotografiere ich auch auf Städtetouren. Ich nehme gerne eine kleine G5 mit 20er Objektiv mit. Wie auch im alltäglichen Leben. Sehe ich hin und wieder ein schönes Motiv, so habe ich die Kamera dabei. Für die Fotos von schönen Popos in Jeans fotografiere ich manches mal einfach so und auch frage ich die jenige, ob ich ihren Po fotografieren dürfe. Weiter oben habe ich ja schon darüber berichtet. Meine Fotos nehme ich im RAW – Format auf. Daher habe ich bei der Entwicklung noch einige Reserven mehr, als ich sie bei Aufnahmen im JPG-Format hätte.

   Nach der Entwicklung mit dem RAW-Konverter Capture One Pro bearbeite ich die Fotos weiter mit Silver Efex, Gimp und Image Optimizer. Ich wandle sie in Schwarz-Weiß um und wende dann neben kleineren Korrekturen und Freistellungen den Filter „Differenzwolken“ bei Gimp an. Dieser stellt für mich neben einer leichten Verfremdung doch durch die Helligkeitsverteilung besonders gut die Form des Hinterns heraus. Für die Bearbeitung mit diesem Filter ist schon eine gewisse Größe der Fotos vonnöten, um ein einigermaßen akzeptables Bildnis zu erhalten. Notwendig sind immer einige Feinjustierungen in diesem Filter, bis ich die Helligkeitsverteilung so eingestellt habe, wie ich es für optimal halte.

   Die Verkleinerung der Fotos mache ich mit dem Programm Image Optimizer. Dabei kann ich leicht die Größe und den Speicherplatz abstimmen, es ist für mich durch die sofortige Ansicht des Ergebnisses leicht und praktisch zu bedienen. Diese Bearbeitung nimmt einige Zeit in Anspruch, aber sie führt zu einem für mich guten Ergebnis. Der Sinn und Zweck der ganzen Sache wird an anderer Stelle fortgeführt, vielleicht nur so viel möchte ich voranstellen, als dass neben der Fotografie auch die gesellschaftlichen Umgangsformen der Menschen im Hinblick auf Geschlecht, Körper und auch Gedanken und Gefühlswelt im Bezug auf den Körper, insbesondre natürlich den Hintern für mich äußerst interessante Fragestellungen und Antworten aufwirft.

   Über das Thema schöne Popos hinaus werden in die weitere Betrachtung auch noch Bereiche einfließen, die zwar nur indirekt mit dem Hintern zu verbinden sind, die aber bei näherer Betrachtung durchaus einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtbild beitragen werden. Da ist z.B. die Schönheitsforschung, ein umfangreiches Teilgebiet, die manches Ergebnis hervorbringt, welches, wie wir sehen werden, unbedingt auf das eigentliche Thema Hintern übertragen werden kann. Auch Themen wie gesellschaftliche und individuelle Bildung sowie Entwicklung werden uns zahlreiche Erkenntnisse liefern. Aber dazu, wie gesagt, später mehr. Dazu habe ich noch einige Literatur zu sichten und zu Rate zu ziehen, die ich an entsprechender Stelle anführen werde.

Kate Moss – Ein schöner Popo ? ( 19 )

turn jeans hintern Mies-Vandenbergh-Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

Die Vorbildwirkung der in der Werbung gezeigten superschlanken Models hat nachgewiesenenermaßen einen erheblichen Einfluss auf das Körpergefühl der Betrachterinnen, besonders der jüngeren Mädchen.

   Als in den 1990er Jahren Fotos des Topmodels Kate Moss in die Medien kamen, da entstand – neben Empören – eine offene Disskussion über die Magersucht einiger Models und deren Wirkung auf die Menschen im Allgemeinen und auf die jungen Mädchen im Speziellen. Welchen Einfluss würden diese sehr schlanken und keineswegs beispielhaften Modells auf die Einstellung der Mädchen in ihrer körperlichen Entwicklung nehmen?

Würden jetzt alle mit Magersucht und Bullemie zu kämpfen haben? Es sollte sich zeigen, dass diese Gedanken und Befürchtungen sich zum Glück vorerst nicht bewahrheiteten. Die meisten Mädchen nahmen zunächst eine völlig „normale“ Ansicht zur Entwicklung ihres Körpers an. Erst im Laufe der Jahre etablierte sich in den Köpfen der zumeist jüngeren Betrachterinnen ein Schönheitsideal, das von Schlankheit gekennzeichnet war.

   Und Kate Moss? Sie wurde zu einem so genannten Supermodel. Überaus erfolgreich, so schrieb man mindestens ein Buch über sie, war sie stets begehrt, was nicht immer einfach für sie selbst war. Drogenprobleme schienen ihr zu schaffen zu machen, was sich zeitweise in ihrem Äußeren widerspiegelte. Doch sie schaffte es, diesen Kreislauf zu durchbrechen und ihre eigene „Marke“ zu etablieren. Weshalb ich darüber schreibe? Ich möchte ein paar Worte über ihren oft abgebildeten schlanken Körper, speziell auch über ihren Hintern anhand einer ganz speziellen Aufnahme schreiben. Das Foto fiel mir auf, weil auf ihm der Po -wie der gesamte unbekleidete Körper von Kate Moss (Verdeckter Akt)- zu sehen war. In einer Werbung eines Bekleidungsherstellers, bzw. in der Anzeuge für dessen Duftwasser for men, Namens „Obsession“, in einer Zeitschrift auf dem Bauch liegend sah ich sie und dachte „Sieht ja schön aus, ein wenig dünn, aber einen tollen Hintern hat sie.“ Wovon ich damals nichts ahnte war die Tatsache, dass sie erst knapp über 16 Jahre alt war. Ich dachte mir damals nichts dabei, ich nahm nur das Foto von Corinne Day als sehr gelungene Aufnahme wahr.

    Das besagte Bild ist hier zu sehen. Es ist in S/W gehalten und der Hintern mutet liegend auf einem Sofa in seinen Proportionen nahezu perfekt an. Trotz der schlanken, ja fast magersüchtig wirkenden Figur zeigt der Popo in seiner Form eine sehr harmonische Linie. Diese gibt der Symmetrie nach, die in der Kunst der Skulptur oft ähnlich angefertigt wurde. Es ist eine Momentaufnahme, von der ich nicht mal weiß, in wie fern sie in Photoshop nachgearbeitet wurde. Es soll nicht darstellen, wie ein Popo sein soll und immer bleiben wird, denn er sieht sich, wie unser gesamter Körper, vielen Veränderungen ausgesetzt, es geht mir um den Augenblick. Er ist es, den ich in meinen Fotos schön geformter Gesäße versuche festzuhalten. Ich stelle damit keine absolute Form im Sinne der beispiellosen Statur in Perfektion in den Raum, es ist nur genau dieser eine Augenblick, in welchem diese Kontur in für mich Ideal typischer Symmetrie vorhanden ist.

   Auf dem Foto von Corinne Day ist nicht unbedingt der Moment der Aufnahme, in dem sie gemacht wurde, für mich entscheidend, -sicher handelt es sich um ein Foto einer ganzen Serie- , es ist viel mehr der Blickwinkel der Kamera. Der Blick des Betrachters wird so auf den Hintern, wie auf den jugendlich knabenhaften Körper von Kate Moss geleitet.

Es spielt bei einem Foto eines (schönen) (nicht nur) Hinterns eine wesentliche Bedeutung, aus welcher Perspektive die Ansicht aufgenommen wird. Die Form variiert nämlich sehr stark je nach Betrachtungswinkel. Die eine Hinsicht kann eine tolle Linie darstellen, eine andere Ansicht des gleichen Pos kann plötzlich den Eindruck erwägen, die Linie würde etwas aus der Form laufen. Ich meine, bei besagtem Bild von Kate Moss ist die Ansicht des Profils sehr treffend gewählt, wenn ich die Symmetrie als positives Element vorraussetze. Da ich davon ausgehe, dass die Symmetrie die Attraktivität entscheidend erhöht, wie es in verschiedenen wissenschaftlichen Betrachtungen verifiziert wurde, ist gerade dieses Bild ein Beispiel par Excellence dafür. Wenn dieser Körper, der in der damaligen Zeit in den Medien als zu dünn und magersüchtig bewertet wurde, so kann der Popo auf diesem Bild mitnichten als zu dünn erachtet werden. Er kann als Beispiel für einen wohlproportionierten Hintern sehr gut hergenommen werden. Nicht außer Acht lassen sollte man unbedingt dabei, dass die Formen und Linien dieses Körpers den einer 16 jährigen beschreiben!

    Durch die Ansicht auf das Profil von Kate Moss spielt die Breite ihres Beckens und ihrer Hüfte nur eine untergeordnete Rolle, wie bei Profilaufnahmen allgemein. Meines Erachtens erwirkt ein vorhandenes oder dargestelltes Hohlkreuz eine verstärkende Betonung der Hinternform. Auch ein Bauchansatz wirkt sich auf die Linie aus. Am Beispiel von Kate Moss wirkt dieses Bild durch den konvex geformten Rücken und die Positionierung auf dem Sofa, sowie die Wahl der Ausleuchtung des Motivs in der Fotografie verstärkend auf die Form des Pos. Zusätzlich unterstützt durch die leicht erhöhte Wahl des Kamerastandpunktes wird die Linie des Bauches durch die Schattierung des eigenen Körpers leicht verschwommen dargestellt. Dadurch verstärkt sich die Betonung des Hinterns und des Rückens. Für mich eine sehr gezielt sinnliche Aufnahme des Pos, und auch, wenn der Po von Kate Moss in vielen anderen Aufnahmen eine andere Form beschreibt, halte ich dieses Bild für gelungen.

Po – Formen ( 18 )

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Der Apfel     –     Die Birne    –   Die Tomate   –   Der Pfirsich   –   Die Kartoffel

   Alles Obst und Gemüse. Nicht doch! Diese Bezeichnungen kursieren als Synonyme für die Beschreibung der Form eines Hinterns umher. Für den Apfel – Popo als Beispiel wird die Sängerin Kylie Minogue genannt, für den birnenförmigen Popo Jennifer Lopez und für den Popo mit der Form eines Pfirsichs Pippa Middelton.

    Kann sich jetzt jeder etwas vorstellen? Ich bin mir da nicht so sicher. Wenn ich die Formen betrachte, so ist natürlich richtig, dass ich neben diesen Formen unzählige Zwischenformen finde. Bei der Betrachtung meiner Fotos komme ich zum Ergebnis, dass ich wohl zur Form des Pfirsichs eine besondere Affinität habe.

   Wie aber ist der Hintern im Sinne der Formen zu betrachten? Kann ich jeden Hintern in eine der „Schubladen“ packen? Den einen Hintern mehr in die eine Richtung tendierend, der andere mehr dorthin und der nächste so als Zwischending? Ich befasse mich in diesem Blog mit dem wohlproportionierten Hintern, also dem in meinen Augen schönen Popo.

   Dazu möchte ich in meiner Auseinandersetzung mit dem Thema den Versuch wagen, so etwas wie eine kleine Landkarte dazu zu erstellen – dazu meine Bilder präsentieren. Und ich möchte in diesem Teil des Blogs auch den Menschen fragen, was sie/er zu den Formen sagt. Spielt die Frage nach der Form für sie überhaupt eine Rolle? Steht bei der Betrachtung des eigenen Hinterns nicht eher die Frage nach der Größe allgemein im Vordergrund? Eine Rolle scheint der schöne Popo zu spielen bei der Frage nach der Hose. Hier nimmt er noch vor den Beinen eine wichtige Stellung ein. „Wie sieht mein Popo in der Hose aus? Oder war die Hose vorhin doch schöner?“ „in wie weit formt die Hose meinen Hintern und nicht umgekehrt?“

   Eine Freundin arbeitete in einem Bekleidungsgeschäft, in dem es eine Abteilung für Hosen gibt und dort beriet sie über einige Monate hinweg die weiblichen und männlichen Kundinnen und Kunden. Ich konnte sie befragen, welche Erfahrungen sie bei der Wahl der Menschen nach ihrer Hose machte und welche Bedeutung die Passform der Hose hatte. Vereinfacht ausgedrückt komme ich mir ihr zum Fazit, dass die Mehrheit der Menschen hauptsächlich Wert auf eine nicht zu groß wirkende Optik des Hinterns legten. Eine Vielzahl der Kundinnen in der Abteilung Jeans war an engen Jeans interessiert ( 2004) , die die Form ihres Popos hervorheben würden. Bis eine Hose gefunden wurde, die nach Ansicht der Kundin zur Form ihres Popos passte, verging schon mal eine Stunde und mehr. Der Blick in den Spiegel mit der jeweiligen Hose fiel fast immer nur kurz auf die Frontalansicht, viel länger und intensiver wurde nach Aussage meiner Freundin die Rückansicht überprüft! Kann ich dabei herausfinden, welchen Einfluss die Poform bei der Wahl der Hose hat? In einschlägigen Foren werden Tipps zur Form der Hose gegeben, die sich nach der Poform richten. Die Röhrenjeans lieber für die Pfirsischform oder Tomatenform, bei der Birnenform einen nicht so hohen Bund wählen, weil der die Größe zu stark betonen würde. Worum geht es bei der Darstellung der eigenen Hinternform?

    Der Mensch möchte schön aussehen. Das setze ich als gegebene Maxime voraus. Und die Form des Hinterns soll bei den meisten Menschen ebenfalls schön aussehen. Außer sie gehören zu den „Hinternversteckern“. Wissen die Menschen von der Form ihres Hinterns? Wissen sie, wie sie von hinten aussehen? Ein Versuch einer Gruppe von Attraktivitätsforschern nahm sich dieses Themas an. Personen wurden in ihrer Rückansicht fotografiert und sollten anschließend ihren Popo unter mehreren Popos erkennen. Das Ergebnis war für alle überraschend, denn viele erkannten ihren Po nicht auf Anhieb.

   Wie ist es also mit der Form und der Erkenntnis bei den Menschen und wie reagieren sie darauf? Nicht jeder hat die Möglichkeit einen Berater zu befragen. Leider! Ist die Form dem Menschen bewußt, kann er/sie für den eigenen Hintern die „schönste“ Hose aussuchen. Bei meinen Eindrücken aus dem Straßencafe heraus stelle ich fest, dass vielen die Form nicht so recht bewußt ist oder, was auch oft der Fall zu sein scheint, es ist dem Menschen vielleicht nicht so wichtig ist. Ob es wichtig ist oder nicht, das wäre in einer empirischen Umfrage zu eruieren. Warum wäre die Ansicht des eigenen Hinterns anders zu werten, als die anderer Körperregionen? Was würde für einen Unterschied hinsichtlich der Wertung sprechen? Die Beschreibung der Formen des schönen Popos kann ich anhand meiner Bilder am leichtesten beschreiben. Dazu beim nächsten mal mehr.

   Im Bewußtsein der Menschen bleibt das Aussehen des eigenen Hinterns sehrwohl. Nur die Optik, weil sie dem eigenen Gesicht abgewandt ist, lässt Zweifel darüber aufkommen, ob es für den Menschen viel bedeutet. Wird die Hose – vermutlich zuhause – noch mal begutachtet, wenn überhaupt, so macht sich unterwegs kaum einer noch Gedanken über die Passform und das momentane Aussehen seines Hinterns bis auf gelegentliches Emporziehen des Beinkleides. Wie denn auch, es sind andere Dinge natürlich wichtiger. Fast niemand läuft durch die Stadt und denkt über die Form des eigenen Popos nach, auch ist es schon technisch nicht so einfach, geeignete Spiegel zu finden und sich dann auch noch “ Uhu-Like“ umzusehen. Was sollten die Passanten da nur denken? Wir haben manchmal eine Art „Passgefühl“, das uns verrät, wie wir uns in der Hose fühlen, wie sie sitzt, sagte eine Freundin. „Wir kennen sie und wissen um den Sitz des Beinkleides, gehen so beruhigt in die Welt hinaus.“ Manch einem geht dieses Gefühl ab. (Nicht berücksichtige ich wiederum die Menschen, denen das Aussehen des eigenen Hinterns gleichgültig ist, wie oben erwähnt.)

   Für die Frau ist es meistens wichtiger, wie sie von hinten aussieht, als für den Mann. Weil die Frau erfahrungsgemäß Wert auf ihr Äußeres legt, ist sie für mich immer wieder schön anzusehen, dabei spielt die Form des Pos eine eher untergeordnete Rolle. Eine größere Rolle spielt die Passform der Hose und dabei entsteht der Widerspruch in Punkto Form: Was ist maßgeblich für eine Form? Hose oder Hintern. Auch hier in den Kommentaren bestätigte ein Leser die landläufige Meinung, dass in der richtigen Jeans jeder Po toll aussähe. Dem kann ich nur bedingt zustimmen. Ich meine, eine Jeans kann durch einen bestimmten Schnitt der Figur des Trägers eine „Form“ geben, doch die Struktur des Knochenbaus bleibt erhalten, so dass damit die Grenzen der Formbarkeit aufgezeigt sind. Selbst die Muskulatur des Gesäß´ ist von erheblichem Einfluss auf das Erscheinungsbild des Trägers. Ein Mangel an Bewegung lässt deutlich weniger straffe Formen auch in der Jeans erkennen! ( Wie gesagt, ich möchte es immer wieder betonen: Es geht hier erst mal nur um die reine Äußerlichkeit, die Seele des Menschen bleibt von dieser Betrachtung unberührt!)

Wie ich vorher bemerkte, genießen es viele Frauen, wenn sie den ein oder anderen Blick der Männer auf sich ziehen oder gar ein freundliches, anerkennendes Lächeln erhalten. Die Form des eigenen Popos ist den meisten Frauen ebenso wichtig, wie die Optik allgemein. Deshalb entwickelten die Hosenhersteller die „Push-Up Hose“ für den schönen Hintern. Außerdem sind vielfältige Fittnessübungen für den straffen Popo in Mode, das aber schon immer. (Mehr noch die jüngeren) Frauen tragen gerne enge Jeans. So ist die Form des Pos gut zu erkennen. Ich gehe davon aus, dass es so gewollt ist, wäre es nicht ein Leichtes, den Po zu verhüllen. Die Form des Hinterns hat bei dieser Zurschaustellung, die ja die meisten Männer sehr anziehend finden, nichts damit zu tun, denn gleich welcher Form, wir sehen in der Öffentlichkeit alle Formen. Der Mensch „hinter dem Hintern“ ist nun mal so geformt, wie er ist und der Mensch zeigt, was er hat: Er tut dies gerne, und es gibt genug Menschen, denen der Hintern so gefällt, wie er ist. Es wäre müßig zu erforschen, welche Form unter den Pos die beliebteste Form ist. Die Aussage würde möglicherweise den einen oder anderen Hintern favorisieren. Dass der etwas dickere Hintern der beliebtere ist, das haben Wissenschaftler bereits eruiert. Es sagt jedoch nur wenig über die Form aus. Die Gewinnerin des Po-Contest in 12/2012 in Brasilien hat beispielsweise einen eher fülligen Hintern.

   Vielleicht denkt der ein oder andere Leser, dass die Form des Hinterns Rückschlüsse auf das Wesen des Menschen zulässt. So gab es (oder gibt) in den 1970er Jahren die Volksweisheit, dass ein straffer aufrecht geformter Po auf ein schnippisches Wesen hinweist. Über wissenschaftliche Verifizierungen diesbezüglich ist mir aber nichts bekannt. Dazu wird möglicherweise jeder seine eigene Ansicht haben. Die Vorliebe für die Form ist also eine Geschmackssache, wie für andere Vorlieben auch. Sind lange Haare schöner oder kurze Haare?
Unterliegen also die Formen des Hintern auch einer Mode! Im Laufe der Zeit wechselten die Idealformen immer wieder. Adäquat zu der Größe des Pos waren mal der kleine, tomatenförmige Po „in“, mal der breitere, birnenförmige Po. Allein in unserer Zeit gibt es Liebhaber für die Form des Pos wie der von Shakira, genauso aber gibt es Liebhaber von Pos mir der Form wie der von Kate Moss ( bischen Gimp?!). Die Formen stehen nur als Beispiel für die Vielfalt der Po-Formen, die so zahlreich, wie es Menschen gibt, sind. Glücklicherweise! Und selbst dann spielt sich das ab, was bei uns allen der Fall sein wird: Im Laufe unseres Lebens können wir glatt vom Pfirsich zur Tomate werden …   😉  UND BLEIBEN DOCH GELIEBT!