Kate Moss – Ein schöner Popo ? ( 19 )

turn jeans hintern Mies-Vandenbergh-Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

Die Vorbildwirkung der in der Werbung gezeigten superschlanken Models hat nachgewiesenenermaßen einen erheblichen Einfluss auf das Körpergefühl der Betrachterinnen, besonders der jüngeren Mädchen.

   Als in den 1990er Jahren Fotos des Topmodels Kate Moss in die Medien kamen, da entstand – neben Empören – eine offene Disskussion über die Magersucht einiger Models und deren Wirkung auf die Menschen im Allgemeinen und auf die jungen Mädchen im Speziellen. Welchen Einfluss würden diese sehr schlanken und keineswegs beispielhaften Modells auf die Einstellung der Mädchen in ihrer körperlichen Entwicklung nehmen?

Würden jetzt alle mit Magersucht und Bullemie zu kämpfen haben? Es sollte sich zeigen, dass diese Gedanken und Befürchtungen sich zum Glück vorerst nicht bewahrheiteten. Die meisten Mädchen nahmen zunächst eine völlig „normale“ Ansicht zur Entwicklung ihres Körpers an. Erst im Laufe der Jahre etablierte sich in den Köpfen der zumeist jüngeren Betrachterinnen ein Schönheitsideal, das von Schlankheit gekennzeichnet war.

   Und Kate Moss? Sie wurde zu einem so genannten Supermodel. Überaus erfolgreich, so schrieb man mindestens ein Buch über sie, war sie stets begehrt, was nicht immer einfach für sie selbst war. Drogenprobleme schienen ihr zu schaffen zu machen, was sich zeitweise in ihrem Äußeren widerspiegelte. Doch sie schaffte es, diesen Kreislauf zu durchbrechen und ihre eigene „Marke“ zu etablieren. Weshalb ich darüber schreibe? Ich möchte ein paar Worte über ihren oft abgebildeten schlanken Körper, speziell auch über ihren Hintern anhand einer ganz speziellen Aufnahme schreiben. Das Foto fiel mir auf, weil auf ihm der Po -wie der gesamte unbekleidete Körper von Kate Moss (Verdeckter Akt)- zu sehen war. In einer Werbung eines Bekleidungsherstellers, bzw. in der Anzeuge für dessen Duftwasser for men, Namens „Obsession“, in einer Zeitschrift auf dem Bauch liegend sah ich sie und dachte „Sieht ja schön aus, ein wenig dünn, aber einen tollen Hintern hat sie.“ Wovon ich damals nichts ahnte war die Tatsache, dass sie erst knapp über 16 Jahre alt war. Ich dachte mir damals nichts dabei, ich nahm nur das Foto von Corinne Day als sehr gelungene Aufnahme wahr.

    Das besagte Bild ist hier zu sehen. Es ist in S/W gehalten und der Hintern mutet liegend auf einem Sofa in seinen Proportionen nahezu perfekt an. Trotz der schlanken, ja fast magersüchtig wirkenden Figur zeigt der Popo in seiner Form eine sehr harmonische Linie. Diese gibt der Symmetrie nach, die in der Kunst der Skulptur oft ähnlich angefertigt wurde. Es ist eine Momentaufnahme, von der ich nicht mal weiß, in wie fern sie in Photoshop nachgearbeitet wurde. Es soll nicht darstellen, wie ein Popo sein soll und immer bleiben wird, denn er sieht sich, wie unser gesamter Körper, vielen Veränderungen ausgesetzt, es geht mir um den Augenblick. Er ist es, den ich in meinen Fotos schön geformter Gesäße versuche festzuhalten. Ich stelle damit keine absolute Form im Sinne der beispiellosen Statur in Perfektion in den Raum, es ist nur genau dieser eine Augenblick, in welchem diese Kontur in für mich Ideal typischer Symmetrie vorhanden ist.

   Auf dem Foto von Corinne Day ist nicht unbedingt der Moment der Aufnahme, in dem sie gemacht wurde, für mich entscheidend, -sicher handelt es sich um ein Foto einer ganzen Serie- , es ist viel mehr der Blickwinkel der Kamera. Der Blick des Betrachters wird so auf den Hintern, wie auf den jugendlich knabenhaften Körper von Kate Moss geleitet.

Es spielt bei einem Foto eines (schönen) (nicht nur) Hinterns eine wesentliche Bedeutung, aus welcher Perspektive die Ansicht aufgenommen wird. Die Form variiert nämlich sehr stark je nach Betrachtungswinkel. Die eine Hinsicht kann eine tolle Linie darstellen, eine andere Ansicht des gleichen Pos kann plötzlich den Eindruck erwägen, die Linie würde etwas aus der Form laufen. Ich meine, bei besagtem Bild von Kate Moss ist die Ansicht des Profils sehr treffend gewählt, wenn ich die Symmetrie als positives Element vorraussetze. Da ich davon ausgehe, dass die Symmetrie die Attraktivität entscheidend erhöht, wie es in verschiedenen wissenschaftlichen Betrachtungen verifiziert wurde, ist gerade dieses Bild ein Beispiel par Excellence dafür. Wenn dieser Körper, der in der damaligen Zeit in den Medien als zu dünn und magersüchtig bewertet wurde, so kann der Popo auf diesem Bild mitnichten als zu dünn erachtet werden. Er kann als Beispiel für einen wohlproportionierten Hintern sehr gut hergenommen werden. Nicht außer Acht lassen sollte man unbedingt dabei, dass die Formen und Linien dieses Körpers den einer 16 jährigen beschreiben!

    Durch die Ansicht auf das Profil von Kate Moss spielt die Breite ihres Beckens und ihrer Hüfte nur eine untergeordnete Rolle, wie bei Profilaufnahmen allgemein. Meines Erachtens erwirkt ein vorhandenes oder dargestelltes Hohlkreuz eine verstärkende Betonung der Hinternform. Auch ein Bauchansatz wirkt sich auf die Linie aus. Am Beispiel von Kate Moss wirkt dieses Bild durch den konvex geformten Rücken und die Positionierung auf dem Sofa, sowie die Wahl der Ausleuchtung des Motivs in der Fotografie verstärkend auf die Form des Pos. Zusätzlich unterstützt durch die leicht erhöhte Wahl des Kamerastandpunktes wird die Linie des Bauches durch die Schattierung des eigenen Körpers leicht verschwommen dargestellt. Dadurch verstärkt sich die Betonung des Hinterns und des Rückens. Für mich eine sehr gezielt sinnliche Aufnahme des Pos, und auch, wenn der Po von Kate Moss in vielen anderen Aufnahmen eine andere Form beschreibt, halte ich dieses Bild für gelungen.

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