Männerpo (37)

men jeans hintern Mies-Vandenbergh-Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

Eigentlich wäre ich schon fertig, bevor ich das erste Wort überhaupt geschrieben hätte, denn die Fotografie von schönen Männerhintern gestalte sich nur sehr unbefriedigend. Bei einem aromatisch heißen Latte Macchiato auf dem Bonner Münster-Platz genieße ich die wärmende Septembersonne in meinem Gesicht, sehe den vorbeieilenden Menschen zu und stelle die ein oder andere Vermutung über ihre Ziele und Wege an.
Neben manchen schönen Frauenpopos kommen ebenso viele Männerhintern vorüber. Doch hier das Adjektiv „schön“ zu gebrauchen käme mir dann doch nur schwer in den Sinn. Zumindest in den von den Männern bevorzugten Beinkleidern. Dass es nicht so schlimm um den Männerpo bestellt ist, zeigte sich den Sommer über im Freibad. Doch die Männermode in Sachen Hintern ist für mich und auch die Freundinnen, mit denen ich mich über das Thema austauschen durfte, in eine Richtung gedriftet, die mit ansehnlicher Kleidung nicht viel gemein hat.

Die Hosen vieler Männer haben einen Beinansatz in Kniehöhe, das Kleidungsstück ähnelt mehr einem „Sack“, als einer Hose. So sehe ich den „Ist-Stand“ der Mode vieler Männer. Po-betonte Hosen sind bei den Männern sehr rar, die große Mehrheit trägt weitere Hosen. Aus welchem modischen „Un“-Bewusstsein diese Hosen momentan so gerne getragen werden, kann ich nur anhand von Stichprobenbefragungen unrepräsentativ ermitteln. Nach meinen bisherigen Befragungen kamen Gründe wie z.B. Bequemlichkeit des Kleidungsstückes und Gleichgültigkeit gegenüber der Optik(Form) der Hose heraus. Geld spielt seltenst eine Rolle, bei den jüngeren Befragten sind von „Coolness“ über „Gruppendynamik“ bis zu „Attraktivitätsglauben“ Gründe für das Tragen solcher Hosen.

Dass es – nicht nur in meinen Augen – nicht die schönste Modeerscheinung ist, beschreien meine weiblichen Freunde lautstark, die abgesehen von der Tatsache, dass die Männer nicht das schöne Geschlecht sind, doch lieber den knackigen Männerpo ansehen. Vielleicht mag die ein oder andere Leserin dieses Blogs etwas dazu anmerken :-).

Ausnahmen gibt es aber dennoch:

Nach diesem schönen Männerpo als positives Beispiel möchte ich noch ein weiteres Beispiel für die Misere der „Sackjeans“ vorstellen:

BILD folgt widerwillig…

Hier also das versprochene Bild:

sackmen jeans

Warum ist es nun so, dass die Bedeutung der rückwärtigen Optik beim männlichen Geschlecht so gering ist? Warum ist es vielen Männern vordergründig nicht wichtig? „Gibt es andere Dinge, die mehr zählen“, so könnte ich ironischer Weise fragen und ich tue dies auch!

Sicher gibt es wichtigere Attribute, als dieses sekundäre Geschlechtsmerkmal. Die breiten Schultern oder der Waschbrettbauch, wie sie besonders bei den Schwimmern zu bestaunen sind, sind anschauliche Beispiele, auch muskulöse Oberarme sehen „gut“ aus. Doch ist es so unwichtig, wie der Mann von hinten wirkt? Ich denke nicht! Abgesehen von der Tatsache, dass ich mich hier weiterhin nur auf einer rein optischen Ebene bewege, also die vielen anderen Werte des Menschen wie Ausstrahlung, Seele, Geist oder Humor bei der Betrachtung wieder mal außen vor lasse, so bin ich der festen Überzeugung, dass es auch auf die Optik des Rückens und des Hinterns bei uns Männern ankommt. Dabei sind viele Aspekte aufzuzählen, deren Zusammensetzung  bei den Männchen genau so wie bei den Weibchen der Gattung Mensch eine Aussage über deren Erscheinungsbild ergeben. Heißt es schon bei Homers Odysseus im übertragenen Sinne , dass die Schönheit nicht aus eigenen Verdiensten erlangt wurde, so gebe ich dem nur bedingt recht. Sicher spielen die Gene eine Rolle, die Schönheit eines Menschen ist, wenn man so will, gottgegeben, und jeder sieht anders aus. Es schreiten in der Tat schönere und weniger schöne Menschen durch die Lande und über die Leinwände. Wenn ich als Beispiel Sean Connery(Bild), George Clooney (Bild) oder Lex Barker(Bild) nenne, dann sind deren Gesichter – neben ihrer charismatischen Ausstrahlung – bestimmt als schön einzustufen, und wenn ich daneben die Gesichter von Klaus Kinski(Bild), Mickey Rourke(Bild) oder Marty Feldmann(Bild) stelle, so sind diese weniger schön (Ohne über die Ausstrahlung oder Sympathie zu sprechen!!!). Der Schönheit als Thema an sich möchte ich mich aber an anderer Stelle annehmen.

Neben der angeborenen Schönheit gibt es also die Dinge, die ich für mich selbst tun kann, um mich wohlzufühlen. Zähle ich diese Aspekte auf:

    • Das Essen: Wenn ich gerne esse, heißt das nicht, das ich viel esse, ich kann gut, aber gemäßigt essen. Ich kann auch übermäßig essen! Das wirkt sich auf die Figur aus und ich kann die Proportionen damit gehörig durcheinander bringen. Das ist eine Sache, mit der ich durchaus meine „Schönheit“ beeinflussen kann.
    • Die Bewegung: Ich könnte hier am Rechner oder Smartphone viel Zeit mit bloggen verbringen, auch mal ab und zu zum Fernseher gehen, und nachsehen, was so läuft. Auf meiner Arbeit sitze ich vielleicht auch den ganzen Tag lang auf einem Bürostuhl. Ich gehe zwischendurch vielleicht auch gerne mal einen Cappucchino einnehmen. Am Abend mit meiner Frau zu Griechen zu gehen könnte ein Ritual sein. Am Wochenende gerne ins Kino oder in die Oper.  –  Man merkt schon, worauf ich hinaus will: So würde ein Körper vermutlich nicht so bewegt, wie er es zur Ausbildung bestimmter Muskelpartien erfordert. Die sind aber wichtig für die Gesundheit, die Körperhaltung und vieles mehr, worum jeder bestens informiert ist.
    • Die Gestik und Mimik: Bei der Betrachtung der Gesichter und Körper kann man einen großen Einfluss durch die Grimassen oder Bewegungsabläufe der Menschen erkennen. Jeder kennt den Moment, wenn ein optisch ansprechender Mensch plötzlich zu sprechen beginnt, und zu den Worten manch ulkige oder peinliche Grimasse auftaucht, man sich daraufhin sogleich bei dem Gedanken ertappt: „Hätte er doch bloß nichts gesagt“. Ein Beispiel aus der TV-Welt ist die Parodie von Heidi Klum durch die Comedy-Schauspielerin Martina Hill in der „Heute Show“ (als Tina Hausten). Auch die Körperbewegungen können ein Bildnis eines Menschen zerstören, ich denke da nur an den „Watschelgang“ mit nach außen zeigenden Fußspitzen. Dieses Beispiel mag mir eigen sein, doch ich meine, viele Leser finden ein Beispiel für sich selbst.
    • Die Kleidung: Man sehe sich nur die Jahrhunderte der Menschheit an, sehe sich an, was gerade Mode war, dann wieder nicht , dann wieder, dann wieder nicht , dann wieder doch…… Auch ich zeichne hier wieder nur eine Momentaufnahme, außer der Tatsache, dass ich mich näher an Kleidung der Körperbetonung orientiere. Karin Pöhlmann und Peter Joraschky schreiben in ihrem Beitrag: Körperbild und Körperbildstörungen, Der Körper sls gestaltbare Identitätskomponente:“Ein weiterer genereller Trend besteht darin, dass die Mode immer mehr vom Körper sichtbar macht, und immer weniger Möglichkeiten lässt, Mängel und Unvollkommenheiten zu verstecken. (Johnston 1993)“mehr Vielleicht hätte ich vor zweihundert Jahren einen Blog  über die Vorzüge des Korsetts geschrieben.;-)
    • Die Gesellschaft: Unser aller Verständnis und die Bedeutung von Aussehen in unserem Habitat beeinflußt direkt die Sichtweise auf die Verhüllung unserer Körper. Je nach ethnologischem und räumlichem Umfeld haben die Einwohner eine eigene Bewertung für die Bekleidung, das divergiert in dem räumlichen Gefüge, wie auch in der zeitlichen Spanne.
    • Die eigene Wahrnehmung: All die vorherigen Punkte spielen bei diesem natürlich mit hinein, denn die Weise, wie ich mich selbst sehe und selbst wahrnehme wird immer durch die Aktionen und Reaktionen meiner Umgebung beeinflusst. Liefe ich nackt durch den Urwald, wäre es unter Umständen normal und etwas anderes, als täte ich dies auf der Königsallee in Düsseldorf.

Zurück zu den mit Tarnkleidung verdeckten, knackigen Männerpopos. Mit der Hoffnung meiner Freundinnen auf bessere Zeiten in Sachen Hosen-Mode möchte ich bemerken, dass ich guter Hoffnung bin. Vielleicht sollte die Beratung der Herren in Form eines sanft formulierten „schweren Schlages auf den Hinterkopf“ – lieben Tipps der Partnerin unterstützend verstärkt werden. Nach einem üblichen wie immer geistesabwesend klingendem „Jaja“ des Mannes wirkt dieser Hinweis doch meist länger nach, als manche Frau glaubt.

Film und Modegeschichte(n) der 1960er Jahre (36)

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   Im James Bond Film „Goldfinger“ ist die mit Gold überzogene, auf dem Bett drapierte Schauspielerin Shirley Eaton zu sehen, deren Körper nackt zu sein scheint, in der Einstellung der Kamera eigentlich als nackt erkennbar, jedoch in allen folgenden vier Kameraeinstellungen mit verdecktem Hintern. In der ersten Einstellung wird in der Ganzkörperansicht der Popo durch ein Kissen verdeckt. In den weiteren Einstellungen wird der Bildausschnitt so gewählt, dass nur der Rücken oder die Beine ausschließlich zu sehen sind. Der Film ist von 1964, zu dieser Zeit konnte man demnach noch nicht ohne Weiteres einen Hintern zeigen, und sei es nur in der Profilansicht. In anderen Filmen war es ähnlich, wenn auch in Flippers neuen Abenteuern schon Menschen in Badebekleidung gezeigt wurden, wie in o.g. Bond Film auch.

   Die Mode hatte in den 1960er Jahren ebenso großen Einfluss auf die Körperlichkeiten. Neben Prêt-à-porter brachten diese Jahre auch das erste Supermodel hervor: Twiggy. Leslie Hornby erlangte ihren Spitznamen Twiggy auf Grund ihres schmalen Äußeren. Die junge Twiggy mit blondiertem Bubikopf und fast androgynem Körper beeinflusste die 60er Jahre Mode mit transparentem Look. Es war schick wenig Busen zu haben und den dann in durchsichtigen Blusen durchschimmern zu lassen.

   Die damaligen Schönheitsideale wie Sophia Loreen(Bild), Liz Taylor(Bild), Gina Lollobrigida(Bild) oder Brigitte Bardot(Bild) waren schlank und doch kurvig, sie trugen zur allgemeinen Steigerung des Schönheitsbewusstseins in den 1960er Jahren bei. Die damals etablierten Modezeitschriften wie Brigitte oder Petra sowie Cosmopolitan boten Orientierung und Inspiration zugleich. Es ging aber noch weiter. Diese „Ratgeber“ brachten viele Diätvorschläge zu Tage, um das damals entstandene Schönheitsideal der „Teuersten Bohnenstange der Welt“, wie Twiggy von den Kritikern betitelt wurde, zu profilieren. Der zweifelhafte Erfolg hatte einen dreihundert-prozentigen Anstieg der magersüchtigen Frauen und Mädchen in Deutschland zur Folge.

   In der Kunstszene der 60er Jahre begannen die Künstler, den Körper als unmittelbares Arbeitsfeld zu entdecken, zunächst in der sogenannten „body art“ als Werk, in den siebziger Jahren dann als Material für das Werk selbst.

   Die 1960er Jahre brachten aber auch den Bikini hervor und gegen Ende des Jahrzehnts kam die sog. 68er Revolution, die einherging mit der Entfaltung der sexuellen Freiheit, des Beginns der Niederschlagung der fremdbestimmten Moralisierung und scheinheiligen Verteufelung alles Erotischen. Trotz dieser Befreiung verirrte sich manche Bewegung in die Sackgasse der Morallosigkeit wegen falsch verstandener Freizügigkeit. Die Zeit bereinigte diese Wirren der Irrläufer jedoch. Die Menschen konnten zunehmend die Freiheit des Körpers wahrnehmen, wenn auch noch immer vereinzelte Auswüchse zu beobachten waren. Heutzutage sind die Folgen der in den 1960er Jahren herniedergehenden Einflüsse der Eltern, Lehrer, Kirchenbediensteten und der Obrigkeit auf die Jugendlichen zu spüren. Nur noch vereinzelt findet man eine so strenge Moral nach dem Vorbild der Vorsechziger-Jahre. Nicht, dass jemand auf den Gedanken kommt, ich würde einen Verfall der Moral ausrufen, nein, ich beschreibe hier die Entwicklung zur Kritikfähigkeit, die Verschiebung der Werte von der ehemals aufoktruierten, scheinbar sittlichen Lebensweise des Bürgertums hin zu eines selbst bestimmten, in der Gesellschaft verwurzelten, mündigen, gemeinschaftlichen Verantwortungsbewusstsein.

   Immer wieder ist zwar eine Erneuerung oder besser Erfrischung an den Gedanken und die Tat zur sozialen Verantwortung auszurufen, um einer schleichenden Egozentrisierung der Gesellschaft entgegenzutreten, aber sehe ich mir die Jugend in meinem Umfeld (Koblenz)an, so sehe ich Hoffnung.

Unschärfe oder „Der scharfe Hintern“ (35)

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Wie der Titel schon sagt, schreibe ich hier etwas über unscharfe Bilder. Ich meine damit Bilder, die in der 200% Auflösung des Monitors leichte Unschärfen aufweisen. Dazu stelle ich in Relation die Aufnahmen der alten Meister, die in Mannheim im Reiss-Engelhorn-Museum 2012 ( Die Geburtsstunde der Fotografie )zu bewundern waren.
Wie in vielen Büchern namhafter Fotografen nachzulesen ist, kann die Auflösung der (digitalen) Kamera nur ein zweit- oder drittrangiges Kriterium für die Herstellung einer aussagekräftigen und eindrucksvollen Aufnahme sein. Um das zu begreifen, habe ich trotz jahrelanger analoger Fotografie erst wieder viele digitale „Versuche“ starten müssen. Meine Auseinandersetzung mit der Hardware hat mich viele Fachgespräche mit Berufsfotografen und ebenso viele Recherchen im Internet gekostet. Hin von der Vielfalt aller angebotenen Technik bis zum eigentlichen Zubehör war es ein weiter Weg.

Ich wollte im Rahmen des Themas „Schönheit“ Hintern in Jeans fotografieren. Das war ein Punkt unter vielen. Ebenso unsere Familie für die fotografischen Jahrbücher, Bäume, Gärten, Landschaften und Portrait; auf den geliebten Städtetouren auch Architektur, dort gleichfalls Streetfotografie.

Dies war die Idee hinter meiner Planung. Bis ich jedoch verstand, auf welche Voraussetzungen es besonders ankommt, oder wie ich welche Ausrüstungsgegenstände dafür zusammenbringen sollte, hat es deutlich mehr Praxiserfahrung gebraucht, als ich anfangs zugegeben hätte. Ich dachte, es kann gar nicht so schwer sein, eine passable Ausrüstung in geraumer Zeit zustande zu bringen. Schließlich fotografierte ich doch schon seit 1978. Doch weit gefehlt. Nach der bisherigen Erfahrung hat sich für mich die Schärfeleistung der am Markt befindlichen Fotoapparate schnell relativiert. Die Bildaussage wird durch mehr Megapixel nicht griffiger. Die entscheidende Frage war am Ende für mich die allgemeingültig bekannte Hauptfrage: Was werde ich mit den Aufnahmen tun?

Ich kann sie sicher immer wieder bei einer 200% Vergrößerung an meinem 2550×1440 Monitor akribisch ansehen, dabei werde ich ebenso sicher viele Unschärfen, Moires oder chromatische Aberrationen entdecken, doch ist das der Sinn und Zweck? Meiner ist es nicht. Ich möchte bald meine Bilder in einer Ausstellung präsentieren, und dazu sind vielleicht gerade noch folgende Überlegungen für meine Ansprüche an die Auflösung zu bedenken:

1. Wie groß soll das größte Format sein, in dem ich eine Aufnahme präsentiere? – DinA3 oder DinA2 oder größer?

2. In wie weit bin ich zu Ausschnittvergrößerungen gezwungen, um ein Bild als Gesamtkomposition auszustellen? 80%, 50% oder weniger?

3. Welche Körnung ist gerade noch akzeptabel, damit sich die Kanten meines Motives vom Hintergrund abheben?

4. Mit welcher Objektiv-Lichtstärke und welcher ASA-Einstellung kann ich fotografieren, ohne dass ein Motiv dem Bildrauschen zum Opfer fällt?

Diese Fragen bringen mich aber keineswegs zu der Nachfrage nach den Megapixeln einer Kamera, sondern zur Frage nach der Sensorgröße. Da ich kein Berufsfotograf bin, fällt Mittelformat wie z.B. PhaseOne oder Hasselblad für mich aufgrund des Anschaffungspreises aus. Das nächstkleinere Sensorformat ist das Kleinbildformat. Das ist das für meine Zwecke mehr als ausreichende Format.

Über die Marke der Kamera kann jeder eine eigene Entscheidung finden. Ich meine, dass schon 12MP für die DinA2 Vergrößerung ausreichend sind. Ich fotografiere momentan mit Kleinbildformat, APS-C Format und hinunter bis MFT. Einen Ausdruck von DinA2 mit MFT scheint die Grenze zu sein, weil noch gut betrachtbar. Ich bin dennoch neugierig auf weitere Entwicklungen.

Ist also die Frage nach dem Body entschieden, folgt die nächste Frage nach dem Objektiv. Bei dieser Beantwortung bin ich schlussendlich zu der Erkenntnis gelangt, dass die Lichtstärke in der Streetfotografie viel mehr Spielraum bei der Bildgestaltung bietet, wenn ich einige Reserven habe. Eine f 1:1,8 / f 1:1,7 oder gar f 1:1,4 bietet diese notwendigen Reserven bei abnehmendem Licht, was ich auf der Straße immer wieder erlebt habe. Von da her ist für mich in der Streetfotografie die f1:2.8 zur Grenzlichtstärke geworden. In den anderen Bereichen der Fotografie hat sich auch die f1:4,0er Lichtstärke bewährt, selten die f1:5,6er als größte Blende.

Die Brennweite ist hier für mich von zweitrangigem Belang, ich muß mich nur mehr bewegen oder ein Zoomobjektiv benutzen. Auch das mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich selbst benutze gerne das 35er f1:1.8er für die APS-C (in KB 52,5mm) sowie das 20er f1:1,7 für MFT (in KB 40mm) und das 85er G für Kleinbild. Da nun alle diese Fragen grob angeschnitten wurden, kann ich mich wieder der Beschreibung der Beziehung der Schärfe zum Bildinhalt widmen. Wie ich anfangs schon beschrieben habe, war mein Eindruck und meine Bewunderung der o.g. Ausstellung enorm. Die Bilder wurden in verschiedenen Größen ausgestellt, die Grundlagen waren sehr verschieden, es wurden unterschiedliche Negativgrößen benutzt und Vergrößerungen davon hergestellt, die in ihrer Einzigartigkeit für mich von besonderem Wert und außerordentlicher Lehrkraft waren und sind.

Ich habe -für mich- festgestellt, dass ein bestimmter Grad der Körnung, der in der Sprache der digitalen Fotografie „Rauschen“ genannt wird, der Bildaussage bis zu einem gewissen Maße nicht entgegensteht. Diese Erkenntnis lege ich für meine Vorstellung von Schärfe zugrunde. Dadurch verschieben sich die Prioritäten besonders bei der Bildbetrachtung, denn es kommt mir auf die Gesamtaussage des Bildes an. Es geht in diesem Blog, was die Bilder betrifft, natürlich um die Fotos wohlgeformter Hintern. So kann ich mit einem leisen Schmunzeln über meine vielen vergeblichen Anstrengungen zur Findung der Kameraausrüstung mit der noch besseren Schärfeleistung und Abbildungsleistung sinnieren. Da es jedoch müßig wäre, meine Irrfahrten nachzuzeichnen, kann ich besser nur mein persönliches Fazit zur Schärfe stellen:

Ich habe es überbewertet. Es lassen sich mit einer 12MP APS-C Kamera beeindruckende Vergrößerungen herstellen, deren Bildaussage ohne Abstriche, also ausdrucksvoll zu kommunizieren ist. Es kommt für mich auf das Motiv und auf die Gesamtkomposition an. Stelle ich mir die Frage, was ich mit dem Bild sagen möchte, und sehe mir daraufhin das Bild an – und kann ich die Antwort, also meine Intention finden, so ist es für mich gelungen. Der Betrachter findet ohnehin seine eigene Interpretation der Bildaussage, wenn er sich die Zeit nehmen möchte, zu sehen.

Beine oder „Die Säulen des Po“ (34)

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In diesem Artikel möchte ich auf die Auswirkungen schöner Beine auf die Attraktivität des Hinterns eingehen. Interessant ist die Bedeutung kleinster Veränderungen durch modische und sonstige Maßnahmen im Hinblick auf Körperdarstellungen und Körperpräsentation.
Ich sehe gerne Menschen an. Das sagte ich häufiger. Ebenso gerne fotografiere ich Menschen. Davon zeugen nicht nur die Bilder der wohlgeformten Hintern, die dich hier begleiten. Auch Menschengesichter, Portraits in mannigfaltigen Ausführungen fotografiere ich gerne, Gruppen von Menschen im Alltag, ungestellt und nicht immer unterlegt mit aufwändigen Aufhübschungen halte ich für äußerst interessant. Lange Haare sowie wind- und wetter-gezeichnete Gesichter älterer Menschen und spielende Kinder bilden wunderbare Motive.

Das Thema dieses Blogs ist aber die Schönheit am Beispiel des Hinterns. Um ihn geht es vornehmlich, ihn halte ich -nach wir vor- für eines der schönsten Körperteile des Menschen, besonders, wenn es um die Linien des Körpers geht. Wir Menschen empfinden viele weitere Körperregionen des Menschen als etwas besonderes, hinzu kommen dabei noch die vielen möglichen Posen. Es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, welche Regionen es mehr oder welche es weniger sind, die uns magisch in ihren Bann ziehen.

Evolutionsbiologisch, aber auch kulturell bedingt, obliegen Männer erheblich stärker den Reizen des anderen Geschlechts, als die Frauen. Die Reize sind optisch am intensivsten, der Mensch ist erwiesenermaßen zu aller  erst ein Wesen bestimmt durch den Sinn der Augen. Jeder Mann aber auch jede Frau weiß es.

Wenn die Frau -wohl wissend um die Wirkung ihrer Reize- im Begriff ist, in die Öffentlichkeit zu treten, dann tut sie dies niemals, ohne sich vorher zurecht gemacht zu haben. Dieses Zurechtmachen hat keinen anderen Zweck, als sich mit möglichst großer Attraktivität für das männliche Geschlecht und mit größtmöglichem Vorteil gegenüber den weiblichen Genossinnen gegenüber zu etablieren. Beim Mann funktioniert das (eigentlich) immer, er ist den weiblichen Reizen stets ausgeliefert.

Für die Präsentation eines schönen Popos sind erwartungsgemäß wenige Handgriffe nötig, wenn denn die Figur entsprechend ist. Kleine Unzulänglichkeiten lassen sich leicht kaschieren, die Mode hält die passenden Mittel bereit. Soweit passt es beim schönen Hintern, auch vulgär gerne „Knackarsch“ genannt! Ist der Körper nicht so attraktiv, wird es schwieriger, einen optischen Vorteil herauszuarbeiten. Dabei würde der Beobachter für sich vielleicht feststellen, dass der Mensch etwas breit, etwas klein, etwas groß, etwas dünn, etwas anders ist, als es dem Menschen attraktiv erschiene.

Um also einen schönen Popo zu präsentieren, bedarf es weniger Vorbereitungen. Eine figurbetonte Hose ist der Anfang.

…..

Was wäre der Hintern aber ohne die Beine, besonders ohne die Oberschenkel. Seltsam anmutende Frage: Zu Recht wird jeder sagen, ohne Beine gäbe es keinen verlängerten Rücken. Dem würde ich niemals widersprechen. Was ich daran beschreiben möchte, ist das Verhältnis zwischen der Form des Pos und der Form der Beine, bzw. dessen Verlauf. Interessant sind die Proportionen zwischen Hintern und der Länge der Beine. Auch wichtig bei der Hosenmode ist der kleine Abstand zwischen dem Ende der Oberschenkel-Innenseite und dem Becken. Ein kleines Dreieck in der Durchsicht ist ein oft gefragtes Muß bei der Auswahl der Jeans. So verriet es mir eine Beraterin in einem Jeans-Store.

Sind die Beine gerade gewachsen, nehmen es die Betrachter nicht speziell wahr, es erscheint ein Eindruck von Harmonie. Im umgekehrten Falle jedoch fällt es meistens auf. Dabei denken die wenigsten an die nicht geraden Beine, sondern empfinden nur eine Disharmonie, ohne zu wissen, wodurch sie hervorgerufen wird.

Ein positives Äußeres erzeugt ein harmonisches Bild, das in uns Wohlgefallen auslöst. Am Beispiel der Beine möchte ich das aufzeigen. Schlanke gerade Beine wirken auf uns harmonisch, wenn aber die Knie leicht nach innen gebogen sind, so kommt ein wenig das Bild von X-Beinen zustande. Bis zu einem gewissen Grade nicht weiter dramatisch, ab einem bestimmten Punkte jedoch werden sie als krumm empfunden. Ab diesem Punkt der Krümmung fällt der Grad der Attraktivität gleichfalls merklich ab. Symmetrisch gewachsene Beine unterstützen demzufolge sehr deutlich das Aussehen des Hinterns. Eine einfache wie einleuchtende Aussage. Dazu braucht es kaum einer wissenschaftlichen Untersuchung, könnte man meinen. Doch die Attraktivitätsforscher nahmen sich der Beziehung von Beinen und Po dennoch an und sie stellten manch überraschendes Ergebnis heraus.

Bevor ich zu den Einzelheiten bei der Untersuchung der Beine komme, möchte ich übergreifend  Vorweg nehmen, dass die gesamte Form der Beine großen Einfluss auf die Attraktivität des Pos hat. Verschiedene Maßstäbe, symmetrische sowie förmliche Ausprägungen bilden einen Pool, aus dem alle Zutaten in freiem Maße kombiniert werden können und untereinander diesen Einfluss ausüben.

Im Einzelnen seien genannt die Länge der Oberschenkel, die Länge der Wadenbeine, der Bezug derer zueinander, die Formung der Knochen, der Aufbau der Muskeln und die Ausprägung der Knie(Fohlenknie). Es liegt mir fern, eine Zutatenliste für ein Modelcontest zu erstellen, doch ich halte es für spannend zu beleuchten, welche kleinsten Veränderungen der obigen Zutaten welche Auswirkungen auf die Schönheit und Attraktivität des Menschen haben, ganz zu schweigen vom Einfluss der Mode, z.B. der hochhackigen Schuhe und deren Einfluss auf die Poform durch die modische Verlängerung der Beine. (Helmut Newton)

Die Einzelheiten im 2. Teil!

Die Faszination des Weiblichen (33)

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“ Ein Frauenhaar zieht mehr als hundert Ochsen“  (Unbekannt)

  Viele, sehr viele Worte beschäftigen sich mit der Faszination des Weiblichen. Entscheidend für meine persönliche Betrachtung des weiblichen ist, dass ich als Mann heterosexuell bin. Damit empfinde ich das andere Geschlecht, nämlich die Frau, anziehend. Nicht nur Männer beschreiben das weibliche Geschlecht immer wieder mit den bezauberndsten Worten, auch Frauen tun dies mit großer Hingabe. Wenn ich vom grundlegendsten Bedürfnis des Menschen ausgehe, und ich meine dies bei aller „Zivilisation“ tun zu dürfen, dann kommt der Part der Fortpflanzung neben den Bedürfnissen nach Nahrung und Wohnen als Hauptverantwortlicher dafür in Frage.

   Die Menschheit bewegt, wie bei Tieren und Pflanzen, der allseits bekannte Fortpflanzungstrieb. Dient dieser der Arterhaltung, so dient unser „Mögen“ des anderen Geschlechts rein wissenschaftlich betrachtet ausschließlich der Fortpflanzung. Biologisch betrachtet hat die Natur Mechanismen entwickelt, die zwingend zur Arterhaltung beitragen. Nämlich sind bei der zwei-geschlechtlichen Fortpflanzungsweise bei den meisten Wesen Schlüsselreize in Form von körperlichen Attributen vorhanden, die dem anderen Geschlecht eindeutig zugeordnet werden können. Zum Teil geschieht dies in veränderter, optischer oder geruchlicher Weise als Paarungsbereitschafts – Symbol. (z.B. Farbe, Duftstoffe, Körperhaltung bei Tieren; Kleidung, Verhalten, Kommunikation beim Menschen.)

   Wir Menschen pflanzen uns ausschließlich in zwei-geschlechtlicher Art und Weise fort. Wir brauchen damit zur Arterhaltung einen Partner, den wir uns aussuchen können. In Vitro Möglichkeiten lasse ich hier unberücksichtigt. Eine unermessliche Anzahl an möglichen Konstellationen der Partnerwahl vor Augen ist der Mensch in der Realität meist jedoch in seinem engeren oder weiteren Wirkungskreis räumlich begrenzt. Durch die einfache Möglichkeit des Reisens und der relativ einfachen Wahl des Wohnortes und damit genau dieses Wirkungskreises ist es uns Menschen mehr als jemals zuvor gelungen, in einem Kreis von Menschen vielfältigster ethnologischer Herkünfte zu leben und zu wählen.

Eine Auswirkung dessen ist in der Tatsache deutlich geworden, dass sich die allgemeingültigen Schönheitsideale nicht mehr nur in einem Typus Mensch widerspiegeln, sondern sie variieren. Nicht dass es ein bloßes Phänomen unserer Zeit wäre, gab es doch immer schon Reisende oder gar Völkerwanderungen, doch in diesem Ausmaß und besonders dieser Geschwindigkeit ist es heute exorbitant geworden. Die allgegenwärtige Anwesenheit der Medien noch nicht mal einbezogen, multiplizieren diese alles um ein Vielfaches. Somit haben wir Menschen in allen erdenklichen optischen und wesentlichen Facetten vor uns, die, ob wir wollen oder nicht, einen Einfluss auf unser Weltbild, genauer gesagt Menschenbild ausüben und es damit formen.

    Sehen wir nun den einen oder anderen Menschen vor uns, sehen ihn an, nehmen ihn also wahr, so empfinden wir ihn in nur Sekundenbruchteilen als sympathisch oder unsympathisch. Ursprung dieser Entscheidung sind neben anderen Instanzen die Erinnerungen an bereits gesehene Personen, sozusagen die Summe aller gesehenen Menschen jemals, wie Wissenschaftler bewiesen. Diese Prämisse als Voraussetzung behandelt, zählt jeder wahrgenommene Mensch auf der Sollseite unseres Menschenbilder – Kontos, während sich die Haben-Seite auf unsere Vorlieben/Mögen/Attraktivitäts-vorstellungen direkt auswirkt.

    Angewandt auf das Thema meiner Faszination des Weiblichen bedeutet das, dass sich durch die Permeabilität meiner Eindrücke immer ein neues Ideal von Schönheit entwickelt, dessen Spuren sich in den fotografierten Bildern nachvollziehen und auch beschreiben lassen. Ich bin fasziniert von einer Weiblichkeit, die ich tatsächlich immer neu definiere, die ich immer neu entdecke. Ich sehe gerne einen schönen Menschen an, entdecke immer wieder schöne Körperlichkeiten, entdecke ansprechende Gesichter und traue mich, sie anzusehen! Ich finde es einfach schön, einen schönen Hintern anzusehen, aber darum dreht sich gerade das gesamte Thema in diesem Blog.

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Moralia 2 {Das eigene Wesen Mensch} (32)

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Hier möchte ich anschließen an den Artikel „Moralia ( Die Einführung )„. Der Mensch als Zentrum seiner Gefühls- und Gedankenwelt – unsere Schaltzentrale und wie sie aufgebaut worden ist.

Es geht weiterhin um die Moral, diese hohe Instanz in unseren Köpfen. Wenn wir sie erkannt haben, wenn wir wissen, wer sie ist, und wenn wir es geschafft haben, ihre Entstehung in uns nachzuvollziehen, dann sind wir in der Lage, diese in Frage zu stellen.

Wir können die eigene Moral mit unseren Ideen und Wertvorstellungen in Bezug setzen. Danach ist es uns möglich, sie mit denen der Gemeinschaft abzugleichen, der Gemeinschaft, von der wir uns als ein Teil verstehen. Ich sehe uns dabei keineswegs als ein Produkt dieser Gemeinschaft, sondern viel mehr als ein Multiplikator. Durch unser Handeln – ursprünglich schon durch unsere schiere Existenz – prägen wir die Gesellschaft, in der wir wirken. Nicht umhin kommen wir bei unserem Beitrag zur Gemeinschaft auszudrücken, was wir denken: unseren eigenen, persönlichen Standpunkt zu vertreten!

Das geschieht durch Kommunikation auf verschiedenste Weise. Und wer jetzt denkt, er müsse ja nicht sagen, was er denkt, der täuscht sich gewaltig: Auch oder gerade durch „Nichthandeln“ oder „Nichtsagen“ drücken wir aus, welch Geistes Kind wir sind! Zwar bemerken es unsere Zeitgenossen nicht immer sofort, doch in der Summe charakterisiert sich der Einzelne sehr wohl, folglich auch dessen Gesellschaft. Unsere Position sollten wir natürlich kennen und danach den Mut haben, sie auszudrücken. MUT? Ja, Mut meine ich, denn es ist nicht leicht, sich zu positionieren, spielen doch mehrere externe Einflüsse sowie persönliche Faktoren eine Rolle:

1.  Ich sollte mich selbst gefunden haben. Ist dies nicht der Fall, so weiß ich nicht, von wo oder gar wem aus ich hier etwas reflektiere.

2. Ich sollte genügend Informationen über die Fragestellung gesammelt haben. Wenn ich durch Halbwissen wesentliche Inhalte nicht einbringen kann, so habe ich auf einer Seite des Hauses das Fundament nicht gesetzt und das Haus hält nicht mal einer Böe stand.

3. Ich sollte mich mit den Gedanken auseinander gesetzt haben. Habe ich nicht einmal das Für und Wider beleuchtet, so verblendet mein Fokus die Gesamtansicht und ich erliege einem Tunnelblick. Durch die Sichtweise von einem anderen oder mehreren weiteren Standpunkten aus erscheint mancher Gedanke plötzlich in einem gänzlich anderen Licht. Der berühmte Schritt zurück sei hier genannt, der den Wald vor lauter Bäumen enttarnt.

4. Ich sollte nach der Entstehungsgeschichte fragen. Warum ist es dazu gekommen? Welche Umstände oder welche Begleitumstände haben zu einem Zustand geführt. „Wer die Vergangenheit versteht, braucht die Zukunft nicht zu fürchten.“ Diesen Satz las ich als Kind in einem meiner Geschichtsbücher und er bewahrheitete sich durchaus. Heißt er doch übersetzt so etwas wie: “ Das habe ich schon mal gesehen, das könnte daher kommen, dass …“ Nicht das Schubladendenken propagiere ich damit, ich meine, es hilft mir zu wissen, dass Feuer heiß ist und zerstören kann, daher zünde ich keine trockene Wiese (mehr) an. Weiter übersetzt meine ich damit, dass ich in einer fruchtbaren Diskussion einen Menschen beispielsweise nicht persönlich untergrabe! („Du hast doch noch nicht ….“)

5. Ich sollte sagen, was ich denke und es begründen können. Auch ein Grund kann gemeinsam beleuchtet werden und vielleicht sogar als Trugschluss überführt werden oder überzeugen.

6. Ich soll mich trauen, etwas zu sagen. Es ist nicht immer leicht, etwas in der Gesellschaft zu verändern, oder auch einen Beitrag zu leisten, der gehört wird, gesehen oder erlebt wird. Mit im Strom zu schwimmen, das Fähnchen im Wind zu leben, trägt nicht dazu bei, die Gemeinschaft zu verändern, zu ihr etwas Wertvolles beizutragen. Dein Ruf in der Masse der „JAWOLLS“ ist dem Untergang geweiht, dem Untergang der Individualität, die von allen Seiten des Lebens mit den Waffen der Konformität torpediert wird. Ich meine, Veränderung führt meist zu positivem Fortschritt. Nicht, dass alles Althergebrachte falsch ist!  Durch die Tatsache, dass das Leben ein Fluss ist, und wir eine Zeitspanne zu Gast auf der Erde sind, finden wir immer neue Ufer. Diese gilt es neu zu erforschen, mit den Erfahrungen der Altvorderen und den eigenen zu verbinden.

7. Manchmal kommt es darauf an, ein Fels in der Brandung zu sein. In der Beziehung zu a. sich selbst; b. dem Partner gegenüber; c. der Gesellschaft gegenüber. Sei Du selbst, sage es, handle so, verweigere, was widerstrebt. Standhaftigkeit mit Offenheit sind im Punkto Moral keine Widersprüche in sich.


Mit dem Mut des eigenen Wesens kann ich folgerichtig die Moral in Frage stellen. Bezogen auf mein Hauptthema, für das ich hier etwas weiter ausgeholt habe und dies auch sicher noch des Öfteren tun werde, möchte ich zur vorhandenen Moral plakativ vermerken, dass ich diese scheinheilige Moral in dieser Gesellschaft, in der ich mich momentan aufhalte, in Bezug auf z.B. den Hintern nicht für wahrhaftig halte. (Wie in Bezug auf viele andere Themen auch!)

Zur Begründung:
Der Hintern ist und bleibt ein vielbeachtetes Körperteil. Dessen Anziehungskraft beim „anderen“ Geschlecht ist ungebrochen hoch. Die (heimliche) Suche im Internet, die von den Betreibern der Suchmaschinen ausgewertet nicht mehr allzuheimlich zu sein scheint, spricht eine mehr als eindeutige Sprache. Spreche ich mit verschiedenen Menschen über das Thema im weitesten Sinne, so spricht die Mehrzahl frei über die eigene Affinität zum Hintern des Partners oder schöner Hintern anderer Menschen.

Ich stelle hier bewußt die Frage nach der Herkunft dieser Tabus. Auf der Suche nach einer Erklärung werde ich in weiteren Beiträgen meine Erkenntnisse notieren. Die Scheinheiligkeit der Gesellschaft ist hinlänglich beschrieben worden. Eine kleines Beispiel dafür wäre der Umgang mit dem Maler Egon Schiele: 1912 wurde er wegen „Verbreitung unsittlicher Zeichnungen“ zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Bei Versteigerungen heutzutage bezahlen die Menschen für seine Werke Millionenbeträge.

Suche ich nach den Wurzeln dieses Übels, werde ich an vielen Orten fündig. Die Kirche scheint einer davon zu sein, die Vereine ein zweiter, die Medien ein dritter – die Reihenfolge steht hier ohne Wertung. Ich beabsichtige sie zu beschreiben, zwar noch nicht hier und jetzt, aber gemach, Freunde, es folgt alles zu einem späteren Zeitpunkt. 🙂

 

Bedeutung des Wortes Hintern und Synonyme (31)

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mies-vandenbergh-fotografie.de

„Das (Un-) Wort“ oder „Ein ambivalentes Verhältnis“

DER HINTERN

In Wikipedia ist unter anderem zu lesen: „Das Gesäß (anatomisch Nates, Clunium, Regio glutea, Regio glutealis, Glutealregion) ist ein nur bei Menschen und ansatzweise bei Primaten ausgeprägtes Körperteil am unteren Rumpfende. In der topographischen Anatomie wird das Gebiet des Gesäßes als Regio glutaea (Gesäßregion) bezeichnet.…“

Soweit die Erklärung des Wortes dort. Im Duden ist zu lesen:

„(Hintern), umgangssprachlich für das Gesäß (Nates, Clunes, Clunis); die Bezeichnung stammt von lateinisch podex, der Hintere. Seine Form, das heißt die der Pobacken und der Pospalte mit dem After, wird durch die Form des knöchernen Beckens, die individuell verschiedene Ausbildung der Gesäßmuskeln und durch Fettgewebe (in individuell verschiedenen Anteilen) gebildet. Die Form des Pos und seine Bewegung beim Gehen kann eine starke erotisch-sexuelle Signalwirkung haben, die durch enge Kleidung und betonte Bewegungen noch verstärkt werden kann. Diese Wirkung kann durchaus aus unserer Abstammung als Säugetier abgeleitet werden, da bei diesen bis hin zu den Menschenaffen (Primaten) die Region des Afters und der darunter liegenden Geschlechtsöffnung der Weibchen (Anal-Genital-Region) sowie die Analregion der Männchen eine wichtige optische und geruchliche Signalwirkung auf die Geschlechter haben.“

Eine Bezeichnung bei den Eidgenossen in der Schweiz ist „Fudi“ oder „Füdle“, deren Wort-Wurzeln – wie bei „Fotze“ – wahrscheinlich das indogermanische *pū, „faulen“, „stinken“ sein sollen.

Gesäß: mittelhochdeutsch gesæʒe = (Wohn)sitz; Ruheplatz, dann: Gesäß, althochdeutsch gisāʒi = Ruheplatz; (Wohn)sitz, Siedlung, eigentlich = das, worauf man sitzt, zu ↑sitzen

Hier eine unvollständige Aufzählung von Synonymen:

  1. 2 Brötchen
  2. 4 Buchstaben
  3. Abseite
  4. Allerwertester (umgangssprachlich scherzhaft verhüllend)
  5. Analkanal
  6. Anus
  7. Apfelbäckchen
  8. ars (althochdeutsch, ursprünglich Erhebung; vorstehender Körperteil)
  9. Arsch (derb, aus indogermanisch orso-s, „Hinterer“ ,im Hethitischen arraš, im Griechischen órros, eigentlich Anus)
  10. Arschbacken
  11. Ärschle
  12. Birne
  13. Bobbo
  14. Bobbes
  15. Brötchen
  16. Buchstabe
  17. Buckel (umgangssprachlich)
  18. Bumba
  19. dicke Kiste
  20. Dups (schlesisch)
  21. Envers (veraltet)
  22. Fettbacken
  23. Fettbeule
  24. Fettsteiß
  25. Fott
  26. Futt (Rheinland)
  27. Füdli (schweizerisch)
  28. Gammler
  29. Gegenteil (umgangssprachlich scherzhaft)
  30. Gesäß
  31. Glutalregion, Nates (anatomisch)
  32. großes Fass
  33. Hinterbacken
  34. Hinterer (umgangssprachlich)
  35. Hintergestell
  36. Hinterkastell (salopp)
  37. Hintern
  38. Hinterpartie
  39. Hinterseite
  40. Hinterster
  41. Hintersteven (landschaftlich scherzhaft)
  42. Hinterteil
  43. Hinterviertel
  44. Kehrseite (umgangssprachlich scherzhaft)
  45. Keister
  46. Kiste (familiär)
  47. Kreuz
  48. Maschikseite(ostösterreichisch)
  49. Mäse, Gat, Maars (niederdeutsch)
  50. Moors, Mors (niedersächsisch)
  51. Po (Kurzwort für Popo)
  52. Pobacken
  53. Podex (veraltend, hochsprachlich, lateinischen Ursprungs, geht auf pedere, „furzen“, zurück)
  54. Pöker (norddeutsche Kindersprache)
  55. Pöks
  56. Popo (aus der Kindersprache) verdoppelte Kurzform von Po
  57. Popöchen
  58. Poppes (Eifel)
  59. Posterior
  60. Posteriora (bildungssprachlich scherzhaft veraltet)
  61. Rosinenbrötchen
  62. Rückfront
  63. Rückseite
  64. Schinken
  65. Sitzfläche
  66. Sitzfleisch (salopp scherzhaft)
  67. Steiß
  68. Sterz
  69. toches ( jiddisch)
  70. Tokus; (landschaftlich)
  71. verlängerter Rücken (scherzhaft verhüllend)
  72. Wängle(badisch)

Andere Sprachen:

Dänisch: røv, sæde

Englisch: behind, rear, bottom arse, ass, bootie, booty, bum, buttocks, butt, hind end, quarters, buns, Bowels

Französisch: derrière, daûr , martìn

Friaulisch: cûl

Italienisch: deretano, sedere, culo, posteriore, chiappe

Niederländisch: achterwerk, achtereinde, achterste, bips, staartstuk, zitvlak, kont, billen

Norwegisch: bak

Chinesisch: 臀部 (túnbù), 屁股 (pìgu), 臀

Katalanisch: cul (männlich), traser (männlich), pompis (männlich)

Slowenisch: ritka (weiblich)

Spanisch: culo, anca, trasero

Esperanto: postaĵo, pugo, sidvango

Finnisch: perse

Isländisch: rass, sitjandi, heimskingi

Polnisch: dupa

Portugiesisch (brasil.): bunda

Rätoromanisch: chül

Rumänisch: cur

Russisch: жопа (žópa), задница (zádnica)

Sorbisch (Ober-): rić, (Dim.) ritka, zadk

Schwedisch: röv, häck; arsle, vulgär: arsel, bak, ända

Tschechisch: prdel

Türkisch: göt, kic

Ungarisch: segg

Venezianisch: cuło

Schweizerisch: Fudi, Füdle

Begriffsursprung „Arsch“: vom protogermanischen „*arsoz“ (vergleiche englisch arse, amerikanisch ass, mittelniederländisch ærs); verwandt mit griechisch „orros“ (Schwanz, Steiß), hittitisch „arrash“, armenisch „or“ und altirisch „err“. aus Wiktionary

Mit Schimpfwörtern belegt:

  • Hintergedanken
  • hinterhältig
  • „Du kannst mich am Arsch lecken“ (Mittelalter, galt als Entwürdigung und Demütigung)
  • Das Wort „Scheiße“ ist seit dem Mittelalter ein Ausdruck der Ablehnung und des Fluchens.
  • hinterlistig
  • hinterrücks

Redewendungen

  • Arsch und Friedrich sein – egal sein, gleichgültig sein
  • am/im Arsch sein – ein großes Problem haben, Ärger bekommen, müde/kaputt sein
  • am Arsch vorbeigehen – egal sein, gleichgültig sein
  • am Arsch der Welt – fernab der Zivilisation
  • den Arsch abfrieren – sehr frieren
  • sich den Arsch/Hintern aufreißen – sich sehr (oft aber vergebens) abmühen; aber: jemandem den Arsch aufreißen – sich bei jemandem mit Nachdruck beschweren
  • den Arsch hochbinden – strafen
  • den Arsch polieren – strafen, züchtigen
  • den Arsch versohlen – strafen, züchtigen
  • einer ist immer der Arsch – jemand fällt immer auf, tanzt immer aus der Reihe
  • ein müdes Arschrunzeln kosten – eine Leichtigkeit sein
  • Feuer unter den Arsch machen oder Feuer unter dem Arsch machen – antreiben, strafen, züchtigen
  • für’n Arsch – vergebens
  • Himmel, Arsch und Wolkenbruch – Fluch
  • Himmel, Arsch und Zwirn – Fluch
  • im Arsch – kaputt
  • jemandem geht der Arsch auf Grundeis – große Angst haben, sich fürchten
  • jemandem in den Arsch/Hintern kriechen – sich bei jemandem einschmeicheln
  • jemandem in den Arsch treten – jemanden antreiben, strafen
  • keinen Arsch in der Hose haben – keinen Mut haben
  • leck mich am Arsch – Aufforderung, sich zu entfernen, jemanden in Ruhe zu lassen
  • gearscht sein – selbe Bedeutung wie „am Arsch sein“
  • sich den Arsch ablachen – sehr lachen, sich tot lachen, über einen makaberen Witz lachen
  • Nimm endlich den Finger aus dem Arsch! – Mach dich endlich an die Arbeit!
  • auf einer Arschbacke absitzen! – etwas mit Leichtigkeit erledigen, ausharren
  • den Hintern zusammenkneifen – durchhalten
  • sich mit etwas den Hintern abwischen -Bezeichnung für etwas völlig wertloses
  • sich auf den Hintern setzen – fleißig lernen, arbeiten
  • aufs Gesäß fallen – überrascht sein
  • sich in den Hintern beißen – sich sehr ärgern
  • jemandem mit dem Hintern ins Gesicht springen – jemanden stark zurechtweisen
  • jemandem den Hintern verhauen, versohlen – jemanden bestrafen

Ableitungen von Arsch:

    • Affenarsch
    • Apfelarsch
    • Arschbacke
    • Arschansatz
    • arschblöd
    • arschegal
    • Arschfalte
    • Arschgesicht
    • Arschgeweih
    • Arschhaar
    • Arschkarte
    • Arschkriecher
    • Arschkugel
    • Arschkuh
    • arschlecken
    • Arschlecken
    • Arschlecker
    • Arschleder
    • Arschloch
    • Arschrunzel
    • Arschkrampen
    • Birnenarsch
    • Blödarsch
    • Breitarsch
    • Dreckarsch
    • Frauenarsch
    • Fettarsch
    • Kinderarsch
    • Knackarsch
    • Kugelarsch
    • Männerarsch
    • Pferdearsch
    • Saftarsch
    • Stutenarsch
    • Weiberarsch
    • verarschen

    Anatomie:

    „Das Gesäß ist aus zwei halbkugelförmigen, spiegelsymmetrischen Hälften, den beiden Gesäßbacken, aufgebaut, die von der Analrinne (Crena ani) getrennt werden. Es besteht aus den Sitzbeinen (Os ischii) des Beckens als knöcherner Grundlage, den Gesäßmuskeln Musculus gluteus maximus, medius und minimus und ausgeprägten Fettpolstern, vor allem unter der Haut. Der Musculus gluteus maximus ist nach dem Kaumuskel (Musculus masseter) der stärkste Skelettmuskel des menschlichen Körpers (es gibt jedoch unterschiedliche Definitionen für Muskelstärke, nach anderen ist der Musculus gluteus maximus der stärkste Muskel). Er verbindet Darmbeinschaufel und Kreuzbein mit dem Oberschenkel, ermöglicht als Strecker des Hüftgelenks das Gehen und Stehen und verhindert ein Überkippen des Beckens nach vorne. Die Musculus gluteus medius und Musculus gluteus minimus verhindern das Absinken des Beckens auf der Seite des Spielbeins beim Gehen und einbeinigen Stehen. Außer der aufrechten Haltung erlaubt das Gesäß dank seiner Fettpolster auch längeres Sitzen. Es stellt nach dem Bauch das größte Fettdepot dar. Die Form und Größe der Gesäßbacken wird daher weitgehend von der Masse des subkutanen Fetts bestimmt. Seine Menge (ca. ein Drittel bis weit über die Hälfte der Gesäßmasse) hängt in erster Linie vom Geschlecht und vom Ernährungszustand des Körpers ab. Das Fett konzentriert sich an den Hinterbacken als mehrere Zentimeter dicke Schicht unter der Haut, als Fetteinlagerung zwischen den einzelnen Muskelsträngen sowie als Fettkörper im unteren inneren Bereich der Gesäßbacken. Die Tendenz, im Lebensverlauf ein mächtiges Gesäß zu entwickeln, wird als Steatopygie (umgangssprachlich auch als Fettsteiß) bezeichnet.Das Gesäß (anatomisch Nates, Clunium, Regio glutea, Regio glutealis, Glutealregion) ist ein nur bei Menschen und ansatzweise bei Primaten ausgeprägtes Körperteil am unteren Rumpfende. In der topographischen Anatomie wird das Gebiet des Gesäßes als Regio glutaea (Gesäßregion) bezeichnet. Bei Tieren nennt man diese Region auch Kruppe. „

    Soziale Bedeutung:

    „Da das Gesäß in unmittelbarer Nähe zu den Geschlechtsorganen liegt, gilt es als intimes Körperteil mit starkem erotischen Reiz, aber wegen der Nähe zum Anus auch als unrein. Das Schamgefühl gebietet es daher in sehr vielen Kulturen, das Gesäß zu bedecken. Infolgedessen stellt seine Entblößung meist eine sexuelle Einladung oder beleidigende Provokation dar. Schläge auf das Gesäß sind in vielen Kulturen eine Methode der Körperstrafe, vor allem in der Kindererziehung. Im BDSM werden sie als Spanking bezeichnet.“

    aus: Wikipedia

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    Mies-Vandenbergh-Fotografie

    Die Masse der Fotos (30)

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    Mies-Vandenbergh-Fotografie

    Sehe ich mir die Fotos auf den vielen Blogseiten und den noch mehr Homepages an, so könnte ich dem Glauben anheimfallen, viele der Fotos wären nicht nach irgendwelchen besonderen Inhalten ausgesucht worden, sondern ohne viel Überlegungen einfach so einem Publikum vorgestellt. Sicher lehne ich mich mit dieser Meinung weiter aus dem Fenster, doch die – nur nach meinem persönlichem Geschmack – bemerkenswerten Fotos sind rar.

    Jeder Betrachter hat seine Vorlieben. Wenn ich in der Masse der Bilder nach den besonderen Ausschau halte, so finde ich auf einschlägigen Plattformen mal gute, mal weniger gute Auswahlmöglichkeiten. Doch ich selber brauche Kategorisierungen zum Auffinden gelungener Ablichtungen, denn ich suche ja nicht allgemein gute Bilder zur Betrachtung, sondern Bilder, deren Betrachtung mir auf meinem Weg für meine eigenen Kompositionen Lerninhalte bieten. Was kann ich aus den Bildern lernen, was würde ich auch so machen und was anders? Was ist harmonisch, was stört mich?
    Ich sehe mich also um. Hier einige Portale:(ohne Wertung)

    500px
    flickr
    fofocom
    fotocommunity
    picasa
    pixabay
    wordpress fotoplattform
    heise foto

    Unter Zurhilfenahme der Suchfunktion oder beim Blättern in den Kategorien kann ich die Fotos finden, die mit entsprechenden Tags(eine Art Stichwort zur Bildbeschreibung) versehen wurden. Sobald ich mir die Fotos ansehe, kann ich die besonderen etwas eingehender studieren, kann in manchen Fällen einen Kommentar oder auch nur Wertung hinterlassen, kann Fragen stellen und auch andere Kommentare mit meinen Eindrücken vergleichen, wenn nicht Kommentare, wie solche mit einem „Inhalt“: „Tolles Bild.“ hinterlassen wurden.
    Ich selber halte 500px für ein sehr gutes Portal, weil ich viele, zum größten Teil kostenlose, Funktionen genießen kann. Auch ein kleines wertvolles Schmankerl ist die Einstellung, dass man bei 500px mit einer kostenlosen 14tägigen Premium-Mitgliedschaft (Awesome) beginnen kann, die einen unbegrenzten täglichen(Menge bis zum Gesamtvolumen) Foto-Upload gestattet. Das ist sinnvoll, wenn man zu Beginn der Teilnahme schon einige Bilder mehr hat, welche man hochladen/ausstellen will.

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    Mies-Vandenbergh-Fotografie

    Vielleicht schaut selber mal rein.

    Ich betrachte also die Fotos näher, und analysiere sie ein wenig, um zu sehen und zu verstehen, weshalb was so und nicht anders aussieht. Bei der weiblichen Figur, wie bei allen menschlichen Figuren eigentlich, spielt die Perspektive neben den vorhandenen und unveränderlichen Proportionen eine entscheidende Rolle. Ich sehe bei den Aufnahmen – wie im Übrigen auch bei meinen Aufnahmen- die entscheidenden Zentimeter des Aufnahmestandpunktes, die vielleicht in meinem Ermessen weiter nach links oder rechts, höher oder tiefer, näher oder weiter weg hätte liegen können. Ich lerne aus der Vielfalt der Darstellungen auf den Plattformen einige schöne Posen zu schätzen, die ich nicht nur für die Po-Fotografie übernehmen könnte, sondern für die Menschenfotografie überhaupt. Wie schwierig es ist, die richtige Pose und die richtige Kleidung für die positive, unterstreichende Wirkung des Modells zu finden, zeigen die Bilderwelten im Netz. Neben der Geschmackssache gibt es allgemeingültige Regeln, welche die verschiedenen Typen des Körpers unterstützend aufnehmen, sie buchstäblich ins richtige Licht setzen, oder aber die Figur schonungslos ehrlich abbilden. Oft finde ich in Fotoblogs über Menschenbilder nur einige oder gar nur ein einzig mir zusagendes Bild. Nicht unbedingt meine ich dabei Blogs mit Aktaufnahmen; auch Reihen von Modelfotos können für mich sehr sinnliche Ergebnisse vorweisen. Ich möchte an dieser Stelle auf einen verlinken, bei dem auch Nude Photography thematisiert wird, auf dem aber trotzdem wunderbare Posen neben sehr hübschen Modellen zu finden sind. Sehen Sie mal bei Dimitry Elizarov nach.

    Viel Vergnügen

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    Po – Formen Teil 2 (29)

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    Mies-Vandenbergh-Fotografie

    Im Bewußtsein der Menschen bleibt das Aussehen des eigenen Hinterns sehr wohl. Nur die Optik, weil sie dem eigenen Gesicht abgewandt ist, lässt Zweifel darüber aufkommen, ob es für den Menschen viel bedeutet. Wird die Hose – vermutlich zuhause – noch mal begutachtet, wenn überhaupt, so macht sich unterwegs kaum einer noch Gedanken über die Passform und das momentane Aussehen seines Hinterns. Wie denn auch, sind andere Dinge natürlich wichtiger. Fast niemand läuft durch die Stadt und denkt über die Form des eigenen Popos nach, auch ist es schon technisch nicht so einfach, geeignete Spiegel zu finden und dann auch noch nachzusehen. Was sollen die Passanten nur denken?

    Wir haben manchmal eine Art „Passgefühl“, das uns verrät, wie wir uns in der Hose fühlen. Wir kennen sie und wissen um den Sitz des Beinkleides, gehen so beruhigt in die Welt hinaus. Manch einem geht dieses Gefühl ab. (Nicht berücksichtige ich wiederum die Menschen, denen das Aussehen des eigenen Hinterns gleichgültig ist.)

    Beim schönen Geschlecht, bei den Frauen ist es meistens wichtig, wie sie von Hinten aussehen. Weil sie so großen Wert auf ihr Äußeres legen, sind sie wirklich schön anzusehen, und wie ich vorher bemerkte, genießen es viele Frauen, wenn sie den ein oder anderen Blick der Männer auf sich ziehen oder gar ein freundliches, anerkennendes Lächeln erhalten. Die Form des eigenen Popos ist den meisten Frauen ebenso wichtig, wie die Optik allgemein. Deshalb entwickelten die Hosenhersteller die Push Up Hose für den schönen Hintern. Außerdem sind vielfältige Fittnessübungen für den straffen Popo in Mode, schon immer. Mehr noch die jüngeren Frauen tragen gerne enge Jeans. So ist die Form des Pos gut zu sehen. Das ist vermutlich so gewollt, denn es wäre ein Leichtes, den Po zu verhüllen. Die Form des Hinterns hat bei dieser Zurschaustellung, die ja die meisten Männer sehr anziehend finden, nichts damit zu tun, denn gleich welcher Form sehen wir in der Öffentlichkeit alle Formen. Der Mensch hinter dem Hintern ist nun mal so geformt, wie er ist und der Mensch zeigt, was er hat, tut dies gerne, und es gibt genauso viele Menschen, denen der Hintern so gefällt, wie er ist. Es wäre müßig zu erforschen, welche Form unter den Pos die beliebteste Form ist. Die Aussage würde den einen oder anderen Hintern favorisieren. Dass der etwas dickere Hintern der beliebtere ist, das haben Wissenschaftler bereits eruiert. Das aber sagt nur wenig über die Form aus. Die Gewinnerin des Po-Contest in 12/2012 in Brasilien hat beispielsweise einen eher fülligen Hintern.

    Vielleicht denkt der ein oder andere Leser, dass die Form des Hinterns Rückschlüsse auf das Wesen des Menschen zulässt. So gab es (oder gibt) in den 1970er Jahren die Volksweisheit, dass ein straffer aufrecht geformter Po auf ein schnippisches Wesen hinweist. Über wissenschaftliche Verifizierungen diesbezüglich ist mir aber nichts bekannt. Dazu wird jeder seine eigene Ansicht haben. Die Vorliebe für die Form ist also eine Geschmackssache, wie für andere Vorlieben auch. Sind lange Haare schöner oder kurze Haare? Unterliegen also die Formen des Hintern auch einer Mode! Im Laufe der Zeit wechselten die Idealformen immer wieder. Darüber in einem anderen Artikel mehr.

    Gesellschaftliche Konventionen – Sag‘ bloß nicht Hintern (28)

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    Mies-Vandenbergh-Fotografie

    Was lässt sich über gesellschaftliche Konventionen – in Verbindung mit dem Gesäß – so alles bemerken?

    Lese ich bestimmte Artikel über das Thema, so eröffnet sich mir ein wahrer Reigen dieser Konventionen. Bestimmungen über Bestimmungen, Regeln, wohin man sieht und Tabus, deren Verletzung fast eine gesellschaftliche Ächtung, wenigstens aber eine soziale Diskriminierung zur Folge haben kann. Was haben wir, was hat unsere Gesellschaft erreicht?

    Wir sind unsere Gesellschaft. Wir machen sie aus. Wenn wir uns am sozialen Umfeld orientieren, wenn wir teilnehmen am gesellschaftlichen Miteinander, wenn wir interagieren, so prägen wir unser Miteinander aktiv mit. Wir entwerfen selber die Umstände, unter denen wir uns wiederum selbst verantworten müssen. Wie entstanden also die Konventionen in meiner westlich geprägten Umwelt? Ich lernte schon als Kind, was sich ziemt und was nicht. Diese Konditionierung, die meine Eltern ihrerseits von deren Eltern, und diese wieder von ihren Eltern erfuhren, und die auch wir an unsere Kinder weiter geben. Eben diese Konditionierung eröffnet in uns eine Instanz, welche die Konventionen auf unsere Handlungsmuster überträgt. Dadurch wird eine Kommunikationsebene geschafft für die Verständigung in unserer Gesellschaft respektive in unserem sozialen Umfeld. Ohne diese Fähigkeit könnten wir uns in unserer Gesellschaft nicht verständigen. Wir wären in unserem Land, in dem wir nicht nur die Sprache nicht verstünden, auch die Gestik und Mimik sowie die Verhaltensweisen wären uns gänzlich unverständlich.

    Aber wir haben die Fähigkeit der Kommunikation. Wir können sprechen und manchmal sogar zuhören. Und wir können denken. Manchmal auch nachdenken. Wir haben die Freiheit und selten sogar die Zeit, die Sitten und Bräuche, die Regeln und Vorschriften, die Gesetze und Verbote und die Dinge allgemein in Frage zu stellen. Ob die Dinge dann der Überprüfung stand halten, das ist nicht gesagt. Jedes könnte ganz, könnte zum bestimmten Teil oder könnte gar nicht aufrecht erhalten werden. Es geht dabei nicht darum, Gesetze zu brechen, oder Verbote zu umgehen. Es geht nicht darum, mit alten Bräuchen zu brechen und die Regeln zu verletzen. Es geht für jeden von uns Menschen darum, dieses Gebilde der Gesellschaft, unserer Gesellschaft, zu reflektieren. Was meine ich mit „reflektieren“? Ich frage nach dem Sinn und dem Ursprung für den Ist-Zustand. Ich stelle die Frage:“Wie wirkt die soziale Umgebung auf mein Leben und das meiner direkten und entfernteren Mitmenschen. Ich rede mit den Menschen und frage einfach.

    Denke ich also hier laut über die Eingangs gestellte Frage nach.

    Was lässt sich über gesellschaftliche Konventionen in Verbindung mit dem Gesäß so alles bemerken?

    Der Hintern ist im Grunde genommen tabu. Er ist hinten und vorne ist das, worum es geht. Er ist es, aus dem der Körper sich der überflüssigen Exkremente entledigt. Wie ich schon weiter oben erwähnte, lernen wir als Kinder, dass das „AA“ „bahbah“ ist. Und wir sollen uns ja nicht dort anfassen. Genau genommen nicht nur dort nicht. In früheren Zeiten war es laut Berichten der Altvorderen noch viel strenger. Diese „Regel“ wird uns unter vielen anderen beigebracht, bis wir sie verinnerlicht haben. Unterstützend kommen noch die Einflüsse aus anderen Bereichen hinzu, wie der Umgangssprache: „Du Ar… “ und „ar…kalt“ zum Beispiel. In meinen Gedanken entsteht dabei die Frage nach der „Richtigkeit“, nach dem Ursprung für den „Verruf“.

    In der Öffentlichkeit redet man nicht gerne über den Po. Es ist kein Thema. Die Auseinandersetzung findet lieber unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, wenngleich es mittlerweile schon Ausnahmen gibt. In Brasilien wurde neulich die Miss Bumbum gekürt. Bumbum wird in Brasilien der Hintern genannt. Eine andere Kultur, auf die wir zugleich naserümpfend herniederblicken und neiderfüllt aufsehen. Das Internet stellt mittlerweile eine Plattform zur Verfügung, die die Möglichkeit zur halböffentlichen Darstellung der Ansichten der Nutzer bietet. Nicht nur durch einen Blog oder eine Homepage kann etwas dargestellt werden, was sonst nicht zu veröffentlichen wäre. Auch durch die Auswertung der Begehrlichkeiten findet eine gesellschaftliche Dokumentation statt. Was wird wie oft von wem nachgefragt? So wie in meinem Blog wird mancher Gedanke mitgeteilt, der gelesen wird und damit anregt, aufregt und einen (Denk-) Anstoss gibt.

    Komme ich wieder zurück zum „Das macht man nicht!“ Schon das Wort Sitte erzeugt in mir ein deutliches Widerstreben. Das kommt m.E. durch die Erfahrungen, die sich auf der Soll – Seite meines Gewissenskontos seit meiner Jugend addiert haben. Sittsames Verhalten bedeutet für jeden Menschen etwas anderes, es finden sich zwar Gruppierungen, die oberflächlich gesehen in der Sitte einen gemeinsamen Nenner gefunden haben, die jedoch bei näherem Hinsehen starke Differenzen aufweisen. (Beisp.: Kirche oder Vereine) Das empfinde ich in meiner Kultur als verklemmtes und verlogenes Verhalten. Ich sehe „Verklemmt“ wörtlich und meine es so, als dass etwas klemmt, was gerne heraus möchte. Vielleicht wird es durch ein Gewissen eingeklemmt, welches aufgezwungen, domestiziert wurde. Hier oder in Papua-Neuguinea. Mit unterschiedlichen Wertvorstellungen.

    Vielleicht durch die Sitte wird etwas eingeklemmt, das eigentlich unserer Natur entspricht. Wer bestimmt, was durch den Filter Gewissen, Sitte, Gesetz usf. aufgehalten wird, und zu einem Sediment in unserem Wesen wird.
    Kann ich es anhand von Beispielen beschreiben, ohne gleich als freizügig und verantwortungslos bewertet zu werden. Sicher nicht. Doch wer bewertet? Ein Mensch? Eine Gesellschaft? Eine Konfession? Eine Gemeinschaft? Eine Partei? Ein Verein? Ein …?
    Nehme ich ein Beispiel: Unbedeckte Schulter in einer venezianischen Basilika. Ein anderes: Mit Hut in eine Dorfkirche der Eifel. Noch eines: Lachen in einem Gerichtssaal. Ein letztes: Mann in einem String-Tanga im Kurbad Baden-Baden. Ein allerletztes: Eine Familie mit 6 Kindern im Feinschmeckerrestaurant.

    Es könnte immer so weiter gehen mit Beispielen. Ihnen fallen bestimmt auch noch zig-hunderte ein. UND WER HAT WANN BESTIMMT, DASS WAS NICHT SITTSAM IST???

    Wir! Wir halten uns daran. Nicht auffallen. lieber konsumieren. (… ich schweife ab!)

    Denke ich also weiter. Warum ist unser Hintern tabu? Ist ein verantwortlicher Umstand der unangenehme Geruch, der entweichen kann? Sind es die Exkremente? Suche ich in der Geschichte nach…