Die Darstellung von Hintern in Film und Fernsehen ( 10 )

mies-vandenbergh-fotografie.de

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Film und Fernsehen sind eine rein visuelle Angelegenheit. Jeder SIEHT hin. Es kann genau bestimmt werden, was abgebildet wird und wie lange eine Sequenz andauert. Hier schreibe ich über Beobachtungen, die ich beim Fernsehen gemacht habe, in Bezug auf den Popo.

Die folgenden Einschätzungen beruhen auf meinen eigenen Beobachtungen, bzw. auf Feststellungen von Freundinnen und Freunden. Es ist natürlich nicht Sinn der Sache bei der „Hinternwissenschaft“, dass ich Fernsehfilme nach der Häufigkeit der abgebildeten Pos auswählen kann und selbstredend auch nicht will. Sehe ich fern, so fällt mir gelegentlich auf, dass manch ein Kameramann gezielt oder zufällig (eher unwahrscheinlich) die Einstellung, den Fokus auf dem Hintern einer Schauspielerin oder der Kommentatorin belässt. Das sieht man bei Reportagen (z.B. in einer Folge von Landlust, in der Landwirtinnen aus verschieden Regionen ein Menü kochen, als der Kameramann über 5 Sekunden auf den sehr schönen, wohlgeformten Po im Gang einer Teilnehmerin fokussiert hatte), wie auch -sehr viel häufiger- bei Filmen.

   Ein mir in Erinnerung gebliebener Film ist „Urlaub mit Papa“ mit der Schauspielerin Julia Stinshoff. In diesem für meinen Geschmack eher seichtem „Rosamunde-Pilcher“ ähnlichem  Familienfilm wird von den Verantwortlichen (Regisseur, Cutter, Drehbuchautor, …) die Kamera sehr häufig auf den meiner Ansicht nach sehr hübschen Hintern der Schauspielerin fokussiert. Ich möchte an dieser Stelle nicht alle Filme aufzuzählen, in denen das zu beobachten ist, vielleicht noch die norwegische Krimiserie „Das Verbrechen“, „The Killing“ mit der Schauspielerin Sofie Grabol.  In den vielen Folgen der Reihe wird gerne der -wie ich wiederum finde- schöne Hintern der Schauspielerin häufig ins Bild gesetzt. Ob das dem Allgemeinplatz  „Sex Sells“ geschuldet ist, wäre zu erwägen.

   Warum kann es so sein? Das Fernsehen und der Film sind die visuellen Medien schlechthin. In diversen Untersuchungen wurde die Körperdarstellung in den Medien und den Printmedien untersucht, deren Ergebnis besagt, dass die Mehrzahl der weiblichen Darsteller im Alter zwischen 20 und 35 Jahren ist und durchweg mit den Attributen schön, jugendlich und schlank belegt werden konnten.

Damit konnte einwandfrei bewiesen werden, dass hinter der Bevorzugung dieser Personengruppe System steckt. Sofort taucht wiederum die Ambivalenz auf, welche der Frage nach dem Ei des Kolumbus stellt: Bestimmen und beeinflussen die Medien unser Bild vom attraktiven Menschen derart oder zeigen sie nur, was die Menschen sehen wollen?

Bei den Männern zeigt sich ein differenziertes Bild: Sie dürfen mal etwas legerer gekleidet sein oder mal etwas korpulenter daherkommen! Auch die Varianz des Alters ist bei den Männern viel größer. Zusätzlich beobachteten die Wissenschaftler, dass bei den Frauen die Totale auf das Gesicht verhältnismäßig weniger angewandt wurde, als bei den Gesichtern der Männer. Wäre interesant die Gründe dafür zu beleuchten.

Wieder zurück zur Betrachtung des schönen Menschen im Allgemeinen und des Pos im Speziellen möchte ich meinen Fokus auf die Frage nach der Legitimation für diese Szenen stellen. Was für jeden von uns schön ist, habe ich an anderer Stelle ausführlich beschrieben. Legitimation beinhaltet die Einbeziehung allseits bekannter Instanzen, wie z.B. Moral, Sitte, Tabu, Gesetz oder Benehmen.

    Ich stelle an dieser Stelle die Frage, ob die Bilder der Hintern in den Filmen bewusst gezeigt werden (dürfen) oder ob sie zufällig gezeigt werden. Ich frage weiterhin, ob bei bewusster Wiedergabe der Sequenzen dies die Idee eines Einzelnen war, welche dann im weiteren Entstehungsprozess des Filmes von allen weiteren Beteiligten und Verantwortlichen mit getragen wurde, oder ob es nicht bemerkt wurde.

Wenn ich unterstelle, dass es nicht unbemerkt bleiben konnte, und wenn ich des Weiteren unterstelle, dass die im weiteren Produktionsprozess Verantwortlichen die Szenen unterstützen, dann komme ich zu der Schlussfolgerung, dass die Menschen die Bilder als sehenswert betrachten. In dem Moment, in dem die Sequenzen im Schnitt nicht herausgenommen werden, in diesem Moment würdige ich diese als bedeutungsvoll! Dabei spielt es keine Rolle, welche Intention hinter der Zustimmung steckt. Gewinnen die Regisseure selbst den Szenen etwas Schönes ab, so sagen sie aus, was ihnen gefällt; zusätzlich sind sie wahrscheinlich der Überzeugung, dass es unter den Zuschauern mehr Menschen gibt, die den Bildern zustimmen, als ablehnen.

Würden diese Bilder die Zuseher abschrecken, so würde eine Rückmeldung in irgend einer Form die Verantwortlichen zur Abkehr bewegen. Der Film soll jedoch sehenswert werden, bzw. Quoten bringen. Stünden die Macher den Szenen nicht positiv gegenüber, sondern behielten sie des Publikums wegen im Film, so können für mich als Begründung nur die breite Zustimmung der Zuseher in Form von Einschaltquoten stehen. Eine marktwirtschaftliche Erhebung könnte die Erwartung der Konsumenten belegen. Dass dem tatsächlich so ist, beschreibe ich in einem weiteren Artikel.

Fazit: Es gibt viele Filme und Mediendarstellungen, in denen der Hintern explizit dargestellt wird! Das dem so ist, wird keiner bestreiten. Als Begründung für diesen Zustand lassen sich unter anderen diese Gründe aufzählen:
· Die Bilder werden gerne angesehen
· Der Fotograf zeigt die Bilder gerne
· Der Darsteller sieht sich gerne so fotografiert
· Diese so hergestellten Medien erfreuen sich erwiesener Beliebtheit

· Die Einstellungen sind mehr zufällig entstanden (nicht glaubwürdig)
· Die Bilder der Knackhintern sind unauffällige Norm und fallen nur mir auf (nicht sehr wahrscheinlich)

Wieder liegt es bei jedem Menschen selbst, seine persönliche Einstellung dazu zu finden. Was meinst Du?

Die Bedeutung der Jeans ( 9 )

jeans hintern flo Mies-Vandenbergh-Fotografie

Mies-Vandenbergh-Fotografie

Über die Jeans als Kultobjekt ist schon sehr viel gesagt und geschrieben worden. Da ich in diesem Blog Bilder von Jeans zeige, bietet es sich an, auch dieses Objekt kurz zu beschreiben! 

In Wiki® ist zu lesen: „jeans [dʒiːnz] (Pl., auch Sg.; in österr. Jean) die; -, → engl. jeans, Pl. von: jean = geköperter Baumwollstoff; (dt. selten Nietenhose, in der DDR Niethose) sind Hosen, die gewöhnlich aus einem robusten, blauen köperbindigen Baumwollstoff, dem Denim, hergestellt werden“.[1]

    Es ist eine Hose. Als sie um 1873 in den USA zum ersten Male patentiert wurde, konnte noch niemand ahnen, welche Bedeutung sie einst haben würde. In den 1960er Jahren hatte sie den Durchbruch in Deutschland. Ich selbst habe sie in den 1970er Jahren gerne getragen. Doch nicht alle Marken, denn je nach Marke saßen sie mehr oder eben auch weniger gut. Bei der Entwicklung seit den 1970er Jahren erfuhr die Passform einige mehr oder weniger heftige Wechsel. Von der Röhrenjeans ausgehend kamen die Karottenjeans, die Jeans mit weitem Schlag oder die Baggy-Jeans in die Mode. Doch zur Jahrtausendwende kam die Röhrenjeans wieder auf den Markt. Die Hose saß auf den Hüften und lag am Oberschenkel eng an, meist auch am Hintern, was an der Form des Selbigen wie am Schnitt lag. Heute sind fast alle Formen und Schnitte erhältlich, sie werden durch Bleichen entfärbt, mit Flicken  versehen, mit Löchern künstlich gealtert und vieles mehr. Sie kommen mit hautengen Beinpartien, die nur mit Reisverschluss anzuziehen sind, und haben einen sehr tief sitzenden Schnitt, der gerade über die Hüfte geht.

  Im Zuge dieses Blogs stellt sich mir folgende Frage: Welche Bedeutung hat die Jeans für die Fotografie? Und für die Fotografie von Hintern? Durch den eng anliegenden Stoff auf der Haut wird die Form des Körpers gerade betont. Aber die Jeans „formt“ dabei den Körper noch viel weitergehend. Durch den Schnitt kann der Po betont werden, die Beine einer bestimnten Form und Struktur angeglichen werden und der Unterleib gänzlich gestylt und geformt werden. Das kann jedoch sowohl mit positiven wie mit negativen Auswirkungen belegt sein kann. Manche Jeans haben die Eigenschaft, die Pobacken etwas anzuheben, wodurch dem Hintern eine gewisse Jugendhaftigkeit verliehen wird (Stichwort „Knackarsch“). Ein anderes Mittel zur Veränderung des Poform ist das Tragen von hochhackigen Schuhen. Dies kann man sehr gut bei den Fotos von Helmut Newton nachvollziehen.

Diese Eigenschaft der Jeans unterstützt meiner Ansicht nach die Form des Hinterns im Positiven, für mich ist ein Hintern in einer Jeans manchmal sogar schöner noch, als im unbekleideten Zustand, wenngleich jener natürlich auch einen großen Reiz ausübt! In Wiki® heißt es: „Bezogen auf Frauen als Jeansträgerinnen wird in der Literatur eine „massive Körperbetonung“ durch Jeans mit „bis unters Knie sehr eng geschnittenem Bein“ und „hautengem Sitz am Po“ dokumentiert. Die den „Po betonenden und in der Taille eng und einschnürend sitzenden Jeans“ würden die weiblichen Körperformen nicht nur nachzeichnen, sondern sogar „konstruierte Frauenformen“ produzieren und damit eine dem Korsett ähnliche Funktion erfüllen.“[2]

  Nicht nur die Form ist von Bedeutung, auch die Farbe der Jeans sowie die Musterungen sind in der Fotografie bildbeeinflussend. Weil gerade in der SW-Fotografie die Kontraste wichtig sind, und es die Farben sind, welche die Kontraste bei den Bildern erzeugen, sind zu helle Farben der Jeans genau so wenig geeignet, wie zu dunkle Farben. Schwarz bildet hier die Ausnahme, denn der brechende Schatten in den Falten im Stoff und auf den Flächen der Pobacken geht im Bild dabei vollends verloren. Unterstützend kann ich dies in meinen Bildern darstellen.

   Was für die Fotografie der schönen Hintern in Jeans weiter von Wichtigkeit für mich darstellt, ist die Anordnung der Gesäßtaschen. Ich meine, dass tiefergesetzte Gesäßtaschen den noch so schönen Po meistens derartig verunstalten, dass keine Form, geschweige denn eine Harmonie oder die so wichtige Symmetrie zu erkennen ist. Daher sind für mich die Jeans mit den klassischen Applikationen und Gesäßtaschen sehr wichtig für die Fotografie von Hintern! Da ich meine Bilder in SW und mit Filtern bearbeitet ausstelle, sind die Kontraste von großer Wichtigkeit. Diese zeichnen besser in farbigen Jeans und besonders geeignet sind jene Jeans, die mit Bleichmittel an den Beinen etwas entfärbt wurden. Dadurch lässt sich die Form des Hinterns besonders gut heraus stellen und wiedergeben. Darum geht es hier im Blog im Punke Bilder schließlich.