Die wunderbare Form des Hinterns ( 6 )

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Mies-Vandenbergh-Fotografie

  Bei der Betrachtung des Hinterns fallen mir neben der Breite und Tiefe, der Größe und Form besonders die Proportionen auf; als Gesamtbild oder Gesamteindruck, vielleicht aus der Entfernung, noch bevor Einzelheiten zu erkennen wären.

Geht man von den vielfach untersuchten Proportionen des Gesichtes aus, so kann man – durch Studien unterstützt – sagen, dass Proportionen eine entscheidende Aussagekraft auf die Erscheinung des menschlichen Körpers haben. Beim Gesicht können es beispielsweise der Augenabstand oder die Augengröße sein, ferner die Augenform und explizit die Form der Brauen. Gleichwohl die Form der Wangenknochen, die Form des Kinns, oder die Form des Mundes lassen eine bestimmte Aussage entstehen. Auf Anhieb können wir sagen, welches Gesicht uns sympathisch ist und welches Gesicht nicht.

    Britische Forscher erstellten aus vielen Fotos mittels Software am Rechner Durchschnittsgesichter (Morphing), bei denen sie die Symmetrie gezielt veränderten. Als Ergebnis stellte sich ohne große Überraschung heraus, dass symmetrische Gesichter stets attraktiver bewertet wurden. Viel häufiger wurden sie als ansprechend beschrieben, sogar als sympathischer bezeichnet, als asymmetrische Gesichter.

   Bei der Betrachtung des Körpers wurden von diversen Wissenschaftlern ganz ähnliche Versuchsreihen durchgeführt. In den Ergebnissen konnten dabei vergleichbare Schlussfolgerungen gezogen werden. Das hat u.a. William Brown mit seinen Kollegen von der Brunel University in Uxbridge, Großbritannien herausgefunden.  Sie haben menschliche Körpermodelle eingescannt, die anschließend Versuchspersonen vorgestellt wurden. Diese Versuchspersonen sollten daraufhin die Attraktivität der Körper bewerten. Als Erkenntnis konnte von den Wissenschaftlern heraus gestellt werden, dass die Versuchspersonen jene Menschen mit symmetrischen Körpern für wesentlich attraktiver hielten, als solche mit einem weniger symmetrischen Körperbau.

      In einer weiteren Studie berichtet Cinzia Di Dio von der Universität in Parma über eine Bewertung von Bildern von Skulpturen menschlicher Körper. Die Forscher zeigten Probanden Bilder dieser Skulpturen, die im original abgebildet waren, zwischendurch fügten sie jedoch immer wieder Bilder von den gleichen Skulpturen ein, die jedoch mit einem Computerprogramm unwesentlich verfremdet worden waren. (z.B. kaum erkennbar kürzere Beine,…) Gemessen wurde u.a. die Gehirnaktivität bei den Probanden während der Betrachtung der einzelnen Bilder. Es zeigte sich, dass bei der Betrachtung der originalen, unverfälschten Bilder die Gehirnaktivität messbar höher war, als bei den verfremdeten Bildern der Skulpturen. 

   Damit bestätigt sich (für mich), dass Menschen – bewußt und unbewußt – ein Auge für die Körperproportionen des Gegenüber haben. Vielleicht genetisch bedingt erkennen wir den gesunden, wohlgeformten Habitus des Körpers sehr schnell und eindeutig.

   Bei Menschen im fortpflanzungsfähigem Alter, denen die Prämisse der Suche nach dem gesündesten Fortpflanzungspartner unterstellt werden mag, laufen bestimmte Prozesse zwingend ab. Wie in archaischen Zeiten werden in den Windungen unseres Gehirnes entsprechende Muster abgespult. Auch wenn wir dem nicht nachgehen, so konnten diese Abläufe doch ausgiebig erforscht und bestätigt werden. Erleichternd für die Auswahl oder das Erkennen der positiven Proportionen kommt in unserer Zeit die relativ leichte Erkennbarkeit der Verhältnisse der Körperglieder hinzu. Nämlich durch die Art der körperbetonten Kleidung. Die aktuelle Mode zeigt den Menschen einerseits Deutliches vom Körper des Menschen, allerdings lassen sich dadurch auch weniger gut eventuelle Defizite verbergen.

   Jeder Mensch findet, durch mannigfaltige, lebenslange Einflüsse bedingt, wie durch genetische Vorgaben begleitet, einen eigenen Typus von Körper attraktiv. Das ist zwar nicht unbeachtet der allgemein gültigen Vorstellungen von schönen Körpern getrennt zu sehen, doch in Verbindung mit dem Charakter des Einzelnen kommen weitere maßgebliche Einflüsse zum Tragen.

   Für mich beispielsweise möchte ich feststellen, das mir der nicht ganz schlanke Körper, aber auch nicht der zum Vollschlanken neigende Körper vom Ansehen gefällt. (Siehe meine Fotografien) Da es in diesem Blog zuvorderst um die Erscheinung geht, lasse ich das Wesen, den Charakter, das Herz des Menschen außen vor! In gewisser Weise handelt es sich hier also um Oberflächlichkeiten 😉 „Die Formen des Körpers“. Es werden Einflüsse der Kulturen, Moden und Perioden beschrieben werden, und auch versuche ich herauszufinden, ob es Parallelitäten gibt. Ein für mich spannendes Feld, herauszufinden, wie der Mensch tickt. 🙂

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2 Gedanken zu “Die wunderbare Form des Hinterns ( 6 )

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